Heterofatalismus - Das Ende der heterosexuellen Beziehungen?

M
Benutzer224463  (21) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #1
Eine Prognose des Morgan Stanley Unternehmens besagt, dass 2030 schon 45% der Frauen zwischen 25 und 44 Single sein werden.
Der Grund: Heterosexuelle Beziehungen seien für viele Frauen mit Frust verbunden, Frauen sind nicht mehr auf Beziehungen angewiesen (Unabhängigkeit vom Mann) und entscheiden sich deshalb aktiv und bewusst gegen eine Beziehung.
Das würde die Gesellschaft natürlich stark verändern und auch die Geburtenrate weiter drücken.
Andererseits passt es auch zur politischen Wahlentwicklung. Junge Frauen wählen mehr links, junge Männer rechts. Und wie soll eine gute Beziehung entstehen bei derart gegensätzlicher Meinung und Weltanschauung.

Was sind eure Gedanken dazu, haltet ihr diese Prognose für realistisch? Könnt ihr vielleicht bei Freunden oder Bekannten schon häufiger diese Einstellung gegenüber heterosexuellen Beziehungen bemerken?

Hier noch der Link zum Artikel, der mich zu diesem Thread bewegt hat: Süddeutsche Zeitungsartikel
Allerdings nur für SZ Abonennten vollständig einsehbar. Vielleicht kann es ja trotzdem der ein oder andere lesen. Diejenigen die einen Bibliotheksausweis haben könnten damit ggf. auch Plus Zugänge freischalten.
 
S
Benutzer232024  (53) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #2
Was sind eure Gedanken dazu, haltet ihr diese Prognose für realistisch?
Nein, tu ich nicht.
Warum?

Das ist eine bekannte Sau nur mit neuem Fell, die seit Jahrzehnten immer wieder mal mit neuer Färbung durch's Dort getrieben wird.
Und keine Studie oder Trend kann den Menschen individuell sagen, welche Beziehungs- oder nicht-Beziehungsmodelle in Zukunft kommen oder zu bevorzugen wären.
 
Tiffi36
Benutzer223478  Öfter im Forum
  • #3
Was sind eure Gedanken dazu, haltet ihr diese Prognose für realistisch?
Ich glaube auch nicht wirklich daran.
Ja, die Beziehungen werden sich in den nächsten Jahren ändern, es reicht heutzutage nicht mehr, das der Mann Geld und Status zu bieten hat und dafür das rundum Sorglos Paket bekommt. Frauen haben mittlerweile eigens Einkommen und sind nicht mehr auf einen Versorger angewiesen. Entweder Mann hat mehr zu bieten oder Mann bleibt Solo. Ich fand mein Single leben im übrigen immer sehr gut und wüsste jetzt auch nicht, wieso das für mich schlimm seien sollte 😅
 
G
Benutzer Gast
  • #4
Was sind eure Gedanken dazu, haltet ihr diese Prognose für realistisch?
Ich denke das hängt eher davon ab, dass wir in einer Wohlstandsgesellschaft leben und die Menschen nicht mehr vom Familienbund abhängig sind.
Wenn der Wohlstand weiterhin sinken wird durch z.b. erhöhte Lebenshaltungskosten, Steuern und Sozialabgaben dann kann sich das Blatt auch ganz schnell wieder wenden.
Junge Frauen wählen mehr links, junge Männer rechts
Ich denke nicht das das so sehr vom Geschlecht festgemacht werden kann, ich denke die Politik bzw das Wahlverhalten kann man eher in Stadt bzw Land oder generell Region aufgliedern.
Könnt ihr vielleicht bei Freunden oder Bekannten schon häufiger diese Einstellung gegenüber heterosexuellen Beziehungen bemerken?
Nein
 
G
Benutzer Gast
  • #5
Junge Frauen wählen mehr links, junge Männer rechts. Und wie soll eine gute Beziehung entstehen bei derart gegensätzlicher Meinung und Weltanschauung.
Ist da ein belegter Zusammenhang zwischen Wahlverhalten und Beziehungsstatus oder ist das deine Vermutung? 😅

Weil an sich ist es natürlich korrekt, dass junge Frauen tendenziell links wählen und junge Männer eher rechts. "Eher" ist aber das entscheidende Stichwort, natürlich bleibt eine riesige Schnittmenge denn es gibt glücklicherweise auch genug Männer im politisch linken Spektrum (kleines Hallo von mir an der Stelle :grin:).

Den Grundgedanken finde ich aber spannend, nämlich ob das Konzept Ehe und monogame Beziehung noch zeitgemäß ist oder ob es Überbleibsel eines (noch immer nicht überwundenen) patriarchalen Systems ist.
Denn wie du korrekterweise sagst, sind Frauen heute zum Glück unabhängiger und nicht mehr darauf angewiesen dass ein Mann ihren Lebensunterhalt bestreitet.
Man sieht ja auch, dass Scheidungen im Vergleich zum letzten Jahrhundert wesentlich häufiger passieren und dies dürfte wohl auch ein Grund dafür sein.

Ich persönlich halte es nicht für wahrscheinlich, dass uns diese Umstände in naher Zukunft gesellschaftliche Probleme bringen werden. Im Gegenteil, die Entscheidung gegen Ehe, gegen Monogamie und gegen Kinder ist ein wichtiger Teil der Selbstbestimmung.

Was die Geburtenrate angeht, sollte die Politik vielleicht eher dafür sorgen, dass Kinder bekommen, für die die es wollen, kein finanzieller oder beruflicher Ruin ist.

Gute Bildung für alle, erschwingliches Essen in der Mensa, kostenlose und ausreichend Kita-Plätze, Nachmittagsbetreuung auch in den Ferien, Freizeitangebote... nur um ein paar Beispiele zu nennen.
 
M
Benutzer224463  (21) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #6
Ist da ein belegter Zusammenhang zwischen Wahlverhalten und Beziehungsstatus oder ist das deine Vermutung? 😅

Weil an sich ist es natürlich korrekt, dass junge Frauen tendenziell links wählen und junge Männer eher rechts.
Das ist ein persönlicher Einwand, der selbstverständlich nicht auf alle Personen zutrifft. Im Freudeskreis wird es bei mir allerdings aktuell viel diskutiert, dass keine Beziehungen mehr eingegangen werden sollten weil so viele junge Männer rechts seien. Was natürlich lange und glücklicherweise kein Fakt ist, der auf alle Männer zutrifft.
Ich persönlich halte es nicht für wahrscheinlich, dass uns diese Umstände in naher Zukunft gesellschaftliche Probleme bringen werden. Im Gegenteil, die Entscheidung gegen Ehe, gegen Monogamie und gegen Kinder ist ein wichtiger Teil der Selbstbestimmung.
Auf jeden Fall. Trotzdem denke ich da an Wohnraum, Rente, Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt etc. die ohne entsprechende Handlung der Politik der Gesellschaft schnell auf die Füße fallen kann.
 
Tiffi36
Benutzer223478  Öfter im Forum
  • #7
Auf jeden Fall. Trotzdem denke ich da an Wohnraum, Rente, Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt etc. die ohne entsprechende Handlung der Politik der Gesellschaft schnell auf die Füße fallen kann.
Aber was hat das den mit der Ehe zu tun?

Auf die Mieten hat der Staat nicht wirklich Einfluss, auch wenn er es probiert. das ist Angebot und Nachfrage. Zudem gibt es da auch noch das WG Konzept.
Die Rente ist geradere für Frauen mit Kindern ein Witz. Ich kenne einige Paare, die gerne noch ein zweites Kind hätten, es sich aber nicht leisten können, weil der Verdienstausfall zu hoch wäre und es auch keine Betreuungsmöglichkeit gibt, geschweige denn, das man sich diese leisten kann.
 
G
Benutzer Gast
  • #8
Auf die Mieten hat der Staat nicht wirklich Einfluss
Off-Topic:
Leider, aber das ist ein anderes Thema


Im Freudeskreis wird es bei mir allerdings aktuell viel diskutiert, dass keine Beziehungen mehr eingegangen werden sollten weil so viele junge Männer rechts seien.
Ich kann total verstehen dass eine politische Gesinnung ein Ausschlusskriterium ist. Ich würde auch keine Beziehung mit jemandem eingehen die "rechts", "konservativ" oder "unpolitisch" ist. Da fehlen dann einfach die gemeinsamen Werte.
Was ich aber nicht verstehe ist, dass in deinem Freundeskreis gänzlich auf Beziehungen verzichtet wird, nur weil einige/viele/manche junge Männer rechts sind 😅

Trotzdem denke ich da an Wohnraum, Rente, Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt etc. die ohne entsprechende Handlung der Politik der Gesellschaft schnell auf die Füße fallen kann.
Die Rente ist geradere für Frauen mit Kindern ein Witz. Ich kenne einige Paare, die gerne noch ein zweites Kind hätten, es sich aber nicht leisten können, weil der Verdienstausfall zu hoch wäre und es auch keine Betreuungsmöglichkeit gibt, geschweige denn, das man sich diese leisten kann.
Als Antwort auf beide vorangegangenen Zitate: genau das sind die Punkte wo ich mir eher Sorgen mache und nicht dass sich jemand gegen die klassische monogame Beziehung etc entscheidet
 
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #9
Eine Prognose des Morgan Stanley Unternehmens besagt, dass 2030 schon 45% der Frauen zwischen 25 und 44 Single sein werden.
Solche Prognosen sind immer fragwürdig ,weil sie auf dem Status Quo beruhen und der Annahme, dass der eine gewisse lineare Entwicklung nehmen wird.

Leben ist aber viel komplexer, verläuft nicht linear und uns sind auch nicht alle darin vorkommenden Variablen bekannt, so dass Prognosen selten auch genauso eintreten.



dass keine Beziehungen mehr eingegangen werden sollten weil so viele junge Männer rechts seien. Was natürlich lange und glücklicherweise kein Fakt ist, der auf alle Männer zutrifft
Aber das ist doch stark unterkomplex betrachtet. Junge Männer sind nicht per se rechts, genauso wenig wie Frauen tendenziell links wären.

Aber wenn ich mir beide Wählergruppen anschaue, dann sehe ich solche geschlechtsspezifischen Tendenzen.

Nur daraus kann man jetzt nicht auf eine ganze Gesellschaft schließen, denn die ist eben nicht so unterkomplex beschaffen und kennt nur rechts/links.

In der Soziologie kategorisiert man Menschen in soziale Milieus ein und davon haben wir in Deutschland aktuell so um 10.

Jedes Milieu zeichnet sich durch einen bestimmten Habitus und bestimmte Wertevorstellungen aus.

Allerdings glaube ich, dass du die politische Haltung und die Auswirkungen aufs Privatleben etwas überschätzt.

Nur weil man an manchen Punkten eine konträre Meinung zu den Dingen hat, heißt das nicht, dass man sich nicht lieben und zusammenleben kann.

Es geht ja immer um "die Ausländer" oder "die Frauen" - nie um den Einzelnen. Und so wirst du auch genügend AfD Wähler finden, die sich zwar vehement für Abschiebung einsetzen, aber wehe die Ausländerbehörde schreibt dem liebgewonnen Kollegen Ali einen bösen Brief. Das geht natürlich gar nicht, weil der Ali, das ist ja einer von den Guten, den kennt man ja.

Oder der Typ, der gegen Feminismus wettert, aber daheim dann die Karriere Frau hat, der er morgens die Butterbrote schmiert.

Es macht eben einen Unterschied, ob ich etwas abstrahiere, oder eine Beziehung dazu habe.
 
G
Benutzer Gast
  • #10
Ich finde die Studie keinesfalls überraschend, bin aber der Meinung, dass die Männern eigentlich viel mehr Angst machen oder viel eher die Augen öffnen sollte. Stattdessen verstricken sich immer mehr Männer in faschistoiden Ideen des Konservativen bis Rechtsextremen, und erkennen nicht, dass genau das eigentlich der Kernpunkt ist, warum viele Frauen lieber Single sind als in einer Beziehung, die komplett auf ihre Kosten geht und ihnen im Gegenzug nichts bringt.

Früher mal hat es gereicht, einen Penis und Geld zu haben. Nicht, weil die Frauen damit zufrieden waren, sondern weil sie schlicht keine andere Wahl gehabt haben, da sie ohne Mann weder eine Wohnung mieten, noch ein Konto eröffnen und auch in den allerallermeisten Berufen nicht arbeiten konnten. Inzwischen haben sie sich sehr viele Rechte erkämpft, können für sich selbst sorgen und sind nicht mehr auf einen Mann als zwingendes "Übel" angewiesen.
Und da ist jetzt die Frage: Was bringt der männliche Teil in die Beziehung ein? Penis und Geld ist eben NICHT mehr ausreichend.

Jetzt will Frau einen Partner. Einen emotional stabilen Menschen, der für sich selbst sorgen kann, und zwar insbesondere auch emotional. Der nicht die ganze Care-Arbeit, Beziehungsarbeit, Kindererziehung, Haushalt.... einfach nur "outsourcen" will und eine Frau braucht, um selbst emotionale Stabilität zu erlangen.
Und das schlimme ist eigentlich: DAS ist schwer zu finden! Die Messlatte liegt eigentlich schon am Boden, weil im Grunde suchen die meisten Frauen nur jemanden, der sie wie einen gleichberechtigten Menschen behandelt. Und trotzdem gibt es noch Männer, die da stehend drunter weg Limbo tanzen. Gibt ja nicht umsonst auch jetzt schon den Begriff der "Male loneliness epidemic".

Die Männer, die sich entwickeln, die Frauen wie tatsächliche Menschen und gleichberechtigte Partner behandeln, die ihre Emotionen kommunizieren können und für den Geburtstag ihrer eigenen Mutter vielleicht sogar selbst das Geschenk besorgen und bei ihr anrufen, ohne dass die Partnerin sie daran erinnern muss, die die Spülmaschine selbständig aus- und einräumen können und beim Blick in den Kühlschrank selbst feststellen, was auf die Einkaufsliste muss - und das dann sogar selber einkaufen! - die haben auch nach wie vor wenig Probleme, eine Partnerin zu finden und werden das auch zukünftig nicht haben. Männer, die selbst wissen, wie man Freundschaften pflegt und sich aus diesen Kraft und Stärke zieht und da nicht zwangsläufig eine Partnerin für den emotionalen Support brauchen. Männer, die einfach "mehr" in die Beziehung einbringen als "Geld plus Penis".
 
Simone-Zitrone
Benutzer229134  (45) Klickt sich gerne rein
  • #11
Gewagte These! Ich denke ja, dass Frauen schon lange ganz gut ohne Partner durchs Leben kommen. Ich gehöre hier nicht gerade zu den Jüngeren 🥲. Aber auch in meinem Abi-Jahrgang war das Geschlechterverhältnis recht ausgeglichen, ebenso wie die Zahl derer, die sich hinterher für ein Studium entschieden haben. Wer braucht heutzutage bitte einen Mann, um einen gewissen Lebensstandard zu erreichen? Ich könnte mir vorstellen, dass es etliche Hetero-Paare gibt, in denen sie mehr verdient, als er. Andererseits wird es immer Menschen geben, denen es wichtig ist, eine Beziehung zu führen.
Ich persönlich kann ganz gut für mich selbst sorgen, dafür brauche ich keinen Kerl. Aber irgendwie wäre es mir doch deutlich lieber, wenn ich einen Mann an meiner Seite hätte. Ich steh' halt auf den ganzen Beziehungsscheiß 😊

Dass ein Mann, der sich AFD-nah gibt, für die meisten Frauen nicht allzu attraktiv ist, mag sicher sein. Aber das ist letztlich auch nur eins von vielen Ausschlusskriterien.
 
T
Benutzer20277  (45) Meistens hier zu finden
  • #12
Was ich aber nicht verstehe ist, dass in deinem Freundeskreis gänzlich auf Beziehungen verzichtet wird, nur weil einige/viele/manche junge Männer rechts sind 😅
Ich verstehe es hingegen nicht, wenn eine Frau sich tatsächlich auf einen Trottel einlässt, der seinen ganzen Stolz daraus bezieht, Deutscher zu sein, weil er sonst in seinem Leben nix gebacken bekommt. Das ganze ist dann häufig noch verbunden mit einer stramm-konservativ-bekloppten Grundhaltung, dass die Frau an Heim und Herd gehört, reduziert auf Fickbarkeit, Haushaltsführung und Kinder kriegen/großziehen.

Insofern macht die Studie irgendwie Hoffnung.
 
B
Benutzer186261  (60) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #13
Was sagt es denn über eine Gesellschaft aus, deren scheinbarer Beweggrund für eine Beziehung in erster Linie die Kohle (Versorgung) sieht?
Was sagt es über eine Gesellschaft (Population) aus, die sich nicht fortpflanzen will?

Auch in der Vergangenheit haben Frauen keine Männer gebraucht. So wie auch umgekehrt.

Ich fürchte, noch nie war der Egoismus in diesem Lebensbereich so ausgeprägt. Konsum statt Verantwortung zu übernehmen und Kompromisse einzugehen.
 
M
Benutzer224463  (21) Sorgt für Gesprächsstoff
  • Themenstarter
  • #14
Was sagt es über eine Gesellschaft (Population) aus, die sich nicht fortpflanzen will?
Off-Topic:

In Deutschland würde ich das noch als sehr moderat bezeichnen. In Südkorea hingegen gibt es die 4B Bewegung.
Die vier Bs stehen für: kein Sex mit Männern (bisekseu), keine Geburt (bichulsan), keine Beziehungen mit Männern (biyeonae) und keine Ehe mit Männern (bihon).
Frauen wollen sich damit aus traditionellen Rollenbildern kämpfen, da sie häufig allein für die Carearbeit verantwortlich und gegen die Misogynie des Landes vorgehen.
 
G
Benutzer Gast
  • #15
Was sagt es über eine Gesellschaft (Population) aus, die sich nicht fortpflanzen will?
1.: Die Menschheit pflanzt sich immer noch fort, auch der westliche Teil, und zwar mehr als gut für die Welt ist
2.: Ist eine sinkende Geburtenrate schon wissenschaftlich gut belegt ein Zeichen von Wohlstand und steigender Freiheit und Selbstbestimmung von Frauen.
3. Sollte man in der Tat dann über die Gründe nachdenken, warum Frauen weniger Kinder wollen. Hat ganz vielleicht damit zu tun, dass sie mit das höchste Risiko für die Frau sind, einen deutlichen Karriereknick mit finanziellen Einbußen und Altersarmut zu erleben. Dazu sind 90% aller Alleinerziehenden Frauen, weil die dazugehörigen Väter sich wohlfeil einfach aus der Verantwortung gestohlen haben.
 
Manche Beiträge sind ausgeblendet. Bitte logge Dich ein, um alle Beiträge in diesem Thema anzuzeigen.
caotica
Benutzer68775  (41) Planet-Liebe Berühmtheit
  • #23
Also meine Gründe gegen eine Beziehung sind jetzt nicht ganz so fancy von wegen emotionale Instabilität beim Mann :grin: ich kenn auch genug emotional instabile Frauen.

Es ist einfach generell eine Abneigung gegen dieses "Zweier-Paar-Konstrukt" und alles, was die Welt daran an Erwartungen knüpft.
Also ja, schlicht persönliche Freiheit. Die Freiheit sich mit niemandem absprechen zu müssen, und niemand anderen mit im eigenen Kopf zu haben. Dass das gesamte Umfeld SOBALD es eine klassische Paarbeziehung sieht einfach auch Klassik annimmt, finde ich echt anstrengend.
Also habe ich keine Partner, weil ich schlicht kein "wir" sein möchte.
Außerdem möchte ich mein Leben komplett eingeständig gestalten. Die Wahl meines Wohnortes, die Wahl meines Hundes, meines Jobs, meines Autos.

Meine persönliche Lebenserfahrung ist, es ist vorrangig die Haltung vieler Frauen, die in höherem Alter geschieden oder verwitwet sind, dass sie endlich niemanden mehr "mitziehen" müssen und viel freier atmen können, weil der Unterschied zwischen "Joch" der Ehe/ Beziehung und Freiheit für sie so greifbar ist.
Jüngere Frauen die ich kenne, sehnen sich grundsätzlich schon oft nach einer Beziehung aber die Individualität sagt, nur zu ihren Regeln. So funktionieren aber schon Familienbeziehungen nicht, geschweige denn Paarbeziehungen. Daher, Schlüsse aus meinen Beobachtungen - steigender Wohlstand in der Gesellschaft bringt wachsenden Drang nach Individualität und dem Verfolgen eigener Pläne und Träume, ohne sich mit jemandem zusammenzuraufen und Kompromisse zu machen.

Ich scheine so im mittleren Alter zu sein :grin: Obwohl ich keine Beziehung möchte - weil ich auch zu viel Respekt vor dem Konstrukt an sich hab, und einfach nicht mehr sein könnte, wie ich sein will, wenn ich mich mit einem anderen Menschen eng zusammenordnen müsste. Und wenn ich das NICHT mache, das Zusammenordnen, dann kann ichs auch bleiben lassen.

Von daher denke ich, es ist eher eine Mischung - Frauen IN einer Ehe sind da gern und leben auch ihr Modell, wünschen sich aber verantwortungsbewusstere, mehr teilhabende Männer. Und das wäre dann IHR Grund, keine Ehe zu führen.
Frauen, die tatsächlich absichtlich keine Beziehung HABEN, wünschen sich seltener den einen perfekten Mann, sie wünschen sich einfach oft andere Dinge vom Leben.

Off-Topic:
Ich hab übrigens keine besonders schlechten Erfahrungen gemacht, ich hatte einen Traum von erster Liebe/Beziehung, die zwar schmerzhaft zu Ende ging, aber "normal traurig" und nicht grausam. Ich mag Männer, umgebe mich gerne mit ihnen und genieße ihre Gesellschaft, sofern es "decent human beeings" sind (DAS mache ich nicht am Geschlecht fest) ... UND ich mag Sex :grin: ich will nur einfach mein Leben nicht teilen. Ist meins, gehört mir allein
 
Zuletzt bearbeitet:
G
Benutzer Gast
  • #71
Ich zitiere mal meine Tante, nachdem mein Onkel verstorben war und es ein paar Jahre später darum ging, ob sie sich vorstellen könnte, nochmal eine Beziehung einzugehen:
"Ich nehm keinen Kerl mehr stationär auf, nur noch ambulant." :zwinker:

Und ich kenne echt einige verwitwete Frauen, die überhaupt so absolut gar keine Ambitionen haben, nochmal mit jemandem zusammen zu wohnen und den Haushalt zu teilen. Sex ja, Beziehung unter Bedingungen auch, aber nochmal richtiges Zusammenleben: Nope.

Und als Hauptgrund wird da aufgeführt, dass sie nie mehr einem Kerl hinterherräumen oder hinterherputzen möchten, und absolut keine Kompromisse mehr eingehen wollen, was ihre eigene Ansicht zur Haushaltsführung, zu Finanzen oder auch nur zu Schlafen angeht.

Das ist jetzt also nicht unbedingt ein Phänomen, das nur junge Menschen betrifft. Oder nur Langzeitsingles. Wenn man schon in einer Beziehung ist, kann es ja durchaus Sachen geben, die einen sehr nerven. Nicht genug, um genau exakt diese vorhandene Beziehung deshalb zu beenden, aber eben sehr wohl genug, um zu sagen, dass man das nicht nochmal machen möchte.
 
A
Benutzer218895  (44) Öfter im Forum
  • #74
Gute Idee, aber ich bin doch nicht so abgelegen - oder findest Du das? (würde mich wirklich interessieren) -
Nun, ich denke, ich bin selbst relativ unkonventionell und nichts menschliches ist mir fremd, insofern würdest du zumindest für meine Bubble als völlig durchschnittlich im Sinne von "nicht ungewöhnlich" gelten. Allerdings habe ich im Laufe des Lebens gelernt, dass unkonventionell lebende Leute eben deshalb unkonventionell genannt werden, weil die sich eben doch von der breiten Masse (also Mehrheit) unterscheiden. Und nun hab ich mich in meinem Kommentar einfach in x- beliebige konventionelle Damen hineinversetzt, die dir ja, aufgrund der Überzahl, durchaus öfter begegnen würden und dann mal so vor mich hingesponnen, was die dann wohl so denken könnten. Mehr hatte das nicht zu bedeuten.
Ich war 20 Jahre in Beziehungen und fühle mich dazu gerade nicht in der Lage (und, back to topic, nicht zu vergessen den Heterofatalismus),
Auch das ist mir nicht unbedingt fremd.
und wenn doch, dann muss sich das wie auch bisher aus einer Sexbeziehung ergeben.
Joah, da scheiden sich halt die Geister. Aber das macht ja jede/r so, wie er/ sie möchte.
Alles andere ist der letzte Schritt vor dem ersten.
Für dich. 🤷‍♀️
Das kann ich umgekehrt als Mann, der inzwischen lange Single ist, ebenfalls bestätigen. Ich bekomme oft zu hören, "du brauchst doch ne Frau/ne Partnerin" und ich denke dann jedes Mal, wozu?
Ja, das ist auch Quatsch, vor allem, wenn du gar keinen Leidensdruck hast.
Wenn ich eine Beziehung eingehe, dann soll sie mein Leben doch bereichern und verbessern, also einen "Mehrwert" geben.
Unterschreibe ich.
Ich denke daher, dass sehr viel davon abhängt, ob man allein sein kann, also mit dem Leben alleine klarkommt oder ob man Eigenständigkeit nie gelernt hat und deshalb im Grunde verzweifelt, weil man alleine mit dem Alltag und den Herausforderungen des Lebens (komplett) überfordert ist.
Das mag es geben, aber im Allgemeinen find ich das ne ziemlich gemeine Erklärung.
Betrachte es mal allgemein von einer anderen Seite:
Viele Menschen mussten ihr Leben lang alleine klarkommen, vor allem in der frühen Jugend, aufgrund von Familienproblemen, toten Eltern oder was auch immer. Die haben das ziemlich zeitig gelernt, was es bedeutet, auf eigenen Beinen zu stehen und alleine den Alltag bewältigen zu müssen. Diese Skills mussten schon frühzeitig ausgebildet werden, ob sie wollten oder nicht, wenn diese Menschen nicht untergehen wollten. Die können das also. Aber: Zugehörigkeit ist ein menschliches Bedürfnis. Danach streben wir alle, schon von Kindesbeinen an, in der Jugend verschiebt sich das bloß bisschen in Richtung Peergroup als ganz normale Entwicklungsaufgabe.
Im frühen Erwachsenenalter dreht es sich wieder in Richtung Familie. Und wenn du nie jemanden hattest, der zu dir gehört, strebst du natürlich auch danach, diesen Zustand selber herzustellen und die ensprechenden Bedingungen zu schaffen.
Dazu gehört halt manchmal auch, sich die falschen Leute dafür auszusuchen, und wenn man etwas optimistisch ist, gibt man dann nach dem Scheitern nicht auf, sondern versucht es nochmal und nochmal. Wenn es dann immer wieder scheitert, hat das ja auch was mit Mustern zu tun, die man eventuell nicht erkannt hat oder die schwer zu verändern sind.
Die Studie beleuchtet daher nur einen kleinen Teil von vielen möglichen Gründen, warum Frau (aber auch Mann) viel lieber Single ist, anstatt sich an jemanden zu binden.
Und ja, andere Leute wollen eben nicht immer wieder probieren und neu suchen und so weiter. Ist ja emotional auch ziemlich anstrengend, immer wieder von vorn anzufangen. Und das sind dann eben Leute, die für sich sagen "mir reichts jetzt, ich bleibe single".
 
Nevery
Benutzer72433  Planet-Liebe ist Startseite
  • #91
Auch an Problemen zu arbeiten, um diese zukünftig nicht nur zu vermeiden, sondern auch andere an seinen Einsichten teilhaben zu lassen und ihnen bei Auffälligkeiten nicht Beschimpfungen oder Diffamierungen entgegenzuwerfen, sondern zu versuchen, in eine Kommunikation zu treten, die geeignet ist, echte Veränderungen zu bewirken anstatt mit Bashing Mauern beim Gegenüber hochzuziehen, halte ich für unabdingbar, um echte Veränderungen zu bewirken, zumindest versuche ich das für mich selbst so zu halten und habe den Eindruck, daß dies in meinem Umfeld auch so gesehen und angenommen wird.
Ich kann Deine Sichtweise schon verstehen, denn in Tendenz versuche ich auch mit z.B. Menschen mit rechtem Gedankengut vernünftig zu reden, um sie aus ihrem Unsinn herauszuholen - ausser, sie sind wirklich zu tief drin und völlig verloren.

Das Ding ist aber, im Umkehrschluss bedeutet das, dass Frauen schon wieder ihre Grenzen aufweichen und die Arbeit machen sollen, anstatt einfach mal so ein paar ganz grundlegende Dinge erwarten zu dürfen.

Angenommen, Du wärst Arbeitgeber, und hättest so ein paar Mindestvoraussetzungen, sagen wir, zuverlässiges Einhalten der Arbeitszeit und ne gewisse Grundhygiene. Würdest Du eine Person dann erstmal freundlich am Händchen nehmen und wiederholt erklären, dass fettige, schuppige Haare wirklich nicht gehen, drei Tage hintereinander die selben Soßenflecken auf dem Shirt ebenfalls nicht, und dass Freitag nicht bedeutet, die Anwesenheit am Arbeitsplatz wäre optional? Oder würdest Du eher sagen, die Person entspricht nicht den Erwartungen?
 
Finwe
Benutzer118204  Sehr bekannt hier
  • #93
Ich bin mir nicht sicher, ob strukturelle gesellschaftliche Probleme sich wirklich ausschließlich damit lösen lassen, in persönlichen Gesprächen andere versuchen zu überzeugen bzw. sie aus diesem Blickwinkel zu betrachten.
Bei diesem Thema geht es ja nicht um persönliche Unstimmigkeiten, die man in einem Gespräch aus dem Weg schaffen kann, sondern um verankerte Sichtweisen und Gepflogenheiten, die familiär weitergetragen, in den Medien reproduziert und in der Öffentlichkeit weitergetragen werden. Da durch ein klärendes Gespräch ganze Weltbilder zum Einsturz zu bringen, halte ich für ziemlich verklärt.

Leider hat sich in der Vergangenheit oft genug gezeigt, dass gutes Zureden selten strukturelle Probleme auflöst. Viel zu oft braucht es dazu lauten und mitunter eben unbequemen Widerstand. Nicht weil das die konstruktivste Lösung wäre, sondern weil nur so der bequem eingerichtete Schutzpanzer überhaupt aufgeweicht werden kann.
Als Beispiel fällt mir da die jüngeren Klimaschutzbewegungen ein. Die FFF-Demos wurden kurz thematisiert und dann wieder abgetan. Erst die "Letzte Generation" konnte durch ihre Aktionen das Thema über längere Zeit wirklich in den Medien halten? War das konstruktiv? Nein, ganz im Gegenteil, es war leider diese Destruktivität, die überhaupt ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit brachte.

Einen ähnlichen Eindruck habe ich auch bei Geschlechter-Themen. Die differenzierte Berichterstattung findet weniger Aufmerksamkeit. Auch weil sie oft die Möglichkeit beinhaltet, sich selbst als nicht betroffen zu sehen.
Vor diesem Hintergrund sehe ich auch die Aussage von Dirk Peglow. Denn wenn man sich dessen Aussage mal abseits des "Not all Men"-Reflexes anschaut, geht es dabei doch vor allem darum die Dynamik hinter solchen Taten offenzulegen und aufzuzeigen, dass es für Opfer eben nicht so klar ist, wie sie nicht betroffen sein könnten.

Wenn ich eins in letzten Monaten hier im Forum (und dadurch auch darüber hinaus) gelernt habe, dann dass es sich viele Männer ziemlich bequem machen mit dem Umstand, nicht dazuzugehören. Und durch diese Bequemlichkeit tragen sich auch jene Stereotype weiter, die problematische Dynamiken am Laufen halten. Deshalb denke ich, helfen einzelne Gespräche nur bedingt und es braucht den ein oder anderen unbequemen Take um den Austausch zu befördern.

Davon abgesehen kann auch eine provokante Aussage reflektiert werden. Sich diffamiert zu fühlen ist (bei allem Verständnis) nicht die einzige mögliche Reaktion.
 
Finwe
Benutzer118204  Sehr bekannt hier
  • #101
Sie sagt, sie würde gerne die öffentlichen Verkehrsmittel nehmen, aber mit dem Auto benötigt sie 10 min zur Arbeit, mit den Öffis ca. 45-50 min
Off-Topic:
Ich bin zehn Jahre lang mit de ÖPNV gependelt und war statt 25 Minuten mit dem Auto 60 bzw. 90 Minuten mit Zug und Bus unterwegs. Und da ich auf dem Land lebe war das keine Sache von Tageszeit sondern zeitweise die einzigen möglichen Verbindungen.
Ich kann den Unmut über solche "Angebote" also durchaus verstehen. Auf der anderen Seite zeigen mir solche Beispiele auch immer wieder, dass ein Teil der Entscheidung dann doch auch Bequemlichkeit ist, die sich bei dieser Argumentation dann doch nicht mit eingestanden wird.


Das sehe ich ähnlich, meine aber, statt nun auf allgemeines (explizit allgemeines, nicht spezifisches) Männerbashing umzustellen, sollte mehr Fokus darauf verwendet werden, was getan werden kann und muß, um die derzeitigen Mißstände zu beheben und wie man dies möglichst breit gestreut erreicht, z.B. durch Mütter, die ihren Söhnen reflektieren, wie sie sich in gewissen Situationen als Frau durch männliches Fehlverhalten gefühlt haben und ob ihre Söhne wirklich wollen, daß sich andere Frauen genauso schlecht fühlen müssen, wie ihre Mutter damals und daß sie dann enttäuscht von ihren Söhnen wären (die wenigsten Kinder wollen ihre Mutter enttäuschen).
Das finde ich ein spannendes Beispiel, weil hier wieder von Frauen erwartet wird die Arbeit der Erziehung zu übernehmen, was Nevery Nevery schon angesprochen hat. Und die Idee, die Änderung der Sichtweise über schlechte Gefühle der Mutter gegenüber zu erwirken, scheint mir auch am Ziel vorbei zu gehen. Idealerweise sollten die Söhne doch den Hintergrund und Nutzen verstehen und es nicht aus Druck oder Sorge machen. Im Zweifel würde das die kritisierte Dynamik einfach umdrehen. Dass der Vater in diesem Szenario komplett außen vor ist, ist dabei ziemlich bezeichnend.

Und dann sind wir wieder bei dem Punkt, wo das grundsätzliche Problem erst mal erkannt werden muss.

Genau deshalb denke ich, daß der unbequeme Take oft weniger bringt, denn, wenn sich jemand angegriffen fühlt, wird er meiner Meinung und Erfahrung nach oftmals eher eine nicht einlenkende Gegenhaltung einnehmen und diese verteidigen, als wenn man ihm durch sachliche Argumente und konstruktive Verbesserungsvorschläge aufzeigen, bzw. wenigstens nachvollziehbar machen kann, daß man ihm nichts böses will, aber sich selbst halt auch nicht unwohl fühlen und sich auch nicht alles gefallen lassen will und muß.
Und ich denke wiederum, dass "weichspülen" es dem Gegenüber viel zu einfach macht im bequemen Niemandsland zu verweilen wo etwas Empathie ausreicht um ohne eigenes Zutun nicht anzuecken.
Die Mischung macht es und zu der gehören auch ein paar unbequeme Wahrheiten um aus der Komfortzone gedrängt zu werden. Das hat auch so manche Entwicklung der Vergangenheit gezeigt.

Falls das bei Dir so ankam, ich habe mich nicht diffamiert gefühlt (der Begriff stammt aus dem von mir verlinkten weiteren Artikel, hast Du diesen auch gelesen?), fand den Hinweis auf den Artikel von Daniela Stahn aber wichtig, da ich insbesondere in letzter Zeit im Forum oftmals das Gefühl hatte, daß so einige Threads sehr schnell in eine Richtung Männer gegen Frauen abdriften, anstatt zu helfen, gemeinsam daran zu arbeiten, für die Sichtweisen des jeweils anderen zu sensibiliseren und diese dem Gegenüber besser verständlich zu machen um gemeinsam Lösungswege zu finden.
Off-Topic:
Ich habe ja auch viel in diesen Threads gelesen und wenn es schon um den Blick auf die andere Seite geht ist mir dort ebenso aufgefallen, dass diesen Drifts gerne mal Erklärung voraus gingen, weshalb Frauen denn "falsch" denken würden oder weil Männer in explizit an Frauen gerichtete Themen dachten, es "besser" zu wissen. Zum gemeinsamen arbeiten gehört auch zu reflektieren, ob das ein oder andere Abdriften nicht auch selbstverschuldet ist.

Davon abgesehen ist ein Forum natürlich nochmal ein anderes Setting als ein persönliches Gespräch.
 
Finwe
Benutzer118204  Sehr bekannt hier
  • #117
Meine Bezugnahme auf Mütter fußte eher darauf, daß ich es für wahrscheinlicher halte, daß diese eher als die Väter unter solchen Mißständen zu leiden haben und hatten und daher eher aus erster Hand berichten können.
Gerade deshalb finde ich es problematisch, wenn es dann über die Emotionen vermittelt werden soll. Die Erfahrung von Betroffenen ist auf jeden Fall sehr hilfreich. Ihnen deshalb auch noch die Verantwortung für Veränderung aufbürden kann allerdings auch unangenehme Nebeneffekte haben.

Deshalb finde ich so einen fokussierten Blick tückisch. Ich brauche keine "Entschuldigung" dafür wegen mir etwas "extra erwähnen" zu müssen. Ich fand es lediglich ein bemerkenswertes Beispiel dafür, wie schnell wir in gewisse Dynamiken rutschen (die Mutter nicht enttäuschen) und wollte nur darauf hinaus, dass die Rolle der Väter ebenso wichtig ist, denn:

Natürlich können auch Väter diesen Part übernehmen, nur finde ich Aussagen von Personen, die etwas selbst erlebt haben, authentischer, als wenn es jemand anderes tut, der dies selbst ggf. nicht erlebt hat.
Auch Väter können authentisch wirken in ihrer Ablehnung von problematischen Klischees und Stereotypen. Diese besitzen ebenso eine Vorbildfunktion und sind in den gleichen Strukturen aufgewachsen unter denen die Mutter (und vielleicht sogar sie selbst) u.U. zu leiden hatte. Und wenn da beide an einem Strang ziehen und über beide Seiten der Medaille aufklären funktioniert das mit dem Verstehen mit Sicherheit noch besser. Denn um solches Verhalten zu vermeiden brauchen die Kinder auch Anhaltspunkte um dieses schon zu erkennen, bevor es in unangemessene Situationen führt. Und da sind "nüchterne" Betrachtungen von außen nicht weniger hilfreich als die emotionalen Erfahrungen der Mutter. Und zudem kann ihr auch noch Druck genommen werden, bei der Erziehung ihrer Kindern nicht allein für sich zu kämpfen.
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #118
Aber es wäre natürlich interessant zu wissen, wie die Situation im deutschsprachigen Raum aussieht.
Das BiB hat dazu eine Reihe an Zahlen, auch unterschieden in ehemalige DDR und Westdeutschland. Hier mal die gesamtdeutschen Zahlen von 1970-2023. Text dazu

"Der Anteil Lediger ist in allen Altersgruppen und zu allen Zeitpunkten bei den Männern höher als bei den Frauen - mit einer Ausnahme: Bei den 1970 40- bis 49-jährigen Frauen gab es einen hohen Ledigenanteil dadurch, dass die durch den Zweiten Weltkrieg stark reduzierten gleichaltrigen Männerjahrgänge für viele Frauen die Heiratschancen deutlich reduziert hatten.
Ansonsten ist bei der Betrachtung über die Zeit hinweg ein deutlicher Anstieg des Anteils lediger Männer und Frauen in allen Altersgruppen festzustellen, dabei haben sich die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der jüngsten Altersgruppe durch den erheblichen Anstieg lediger Frauen im Zusammenhang mit der Erhöhung des Heiratsalters und des Anstiegs nichtehelicher Lebensformen deutlich verringert."

IMG_2540.png

Dh die erheben ihre Zahlen hier nicht über Haushalte sondern Heirat. Müsste man wahrscheinlich mit Haushalten kombinieren, auch wenn es dann wie Nik Traverse Nik Traverse zurecht sagt auch nicht alle abdeckt.

Ledige nach Altersgruppen und Geschlecht in Deutschland (1970-2023)


Väter (…) besitzen ebenso eine Vorbildfunktion
Ich hab jetzt die Studie nicht mehr, aber ich hatte mal gelesen, dass die gelebte Gleichberechtigung im Haushalt wichtiger ist als das was die Eltern sagen. Sprich wenn der Vater tatsächlich mindestens 50:50 Carearbeit macht und die Mutter ebenso Wert aufs Arbeiten legen kann, hat das eine starke Signalwirkung für die Kinder in dem Haushalt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nevery
Benutzer72433  Planet-Liebe ist Startseite
  • #120
Dann habe ich meine Aussage offensichtlich nicht präzise genug ausgeführt, denn ich meine mit nichten, daß Frauen ihre Grenzen aufweichen und die Arbeit machen sollen, wo hast Du dies herausgelesen (ernstgemeinte Frage, ich will ja dazulernen und frage mich wirklich, wo mein Kommunikationsproblem in diesem Fall liegt)? Vielmehr ist meine Aussage gleichermaßen auf beide Geschlechter bezogen, denn ich sehe und meine das so:

Wenn jemand, egal, ob männlich oder weiblich, mit etwas ein Problem hat, soll er es dem jeweils anderen mitteilen und zwar in konstruktiver Form, also nicht nur, daß ihn / sie etwas stört, sondern was genau stört und was man sich wünschen würde, sodaß die angesprochene Person dies aus der (bis dahin vielleicht noch nicht betrachteten) Sichtweise des Gegenübers sehen und eventuell sogar verstehen kann...
Ganz im Ernst, ich sehe Männer da schlicht ein wenig in der Verpflichtung, sich eigenständig schlau zu machen. Wenn ich ne Website programmiere erwarte ich auch nicht, dass blinde Menschen auf mich zukommen und mich ans Händchen nehmen und mir erklären was warum uncool ist und wie ich es besser machen kann, ich informiere mich selbst, und nur wenn die Informationen an die ich komme mir wirklich nicht ausreichen frage ich eine blinde Person - und zwar mit "darf ich Dir bezüglich Barrierefreiheit von Webseiten eine spezifische Frage stellen?" - und wenn nein, dann nein.

Übrigens wurde mir das Thema extrem hart um die Ohren geklatscht, schlicht weil ich mich da früher wie eine verantwortungslose, faule, ungebildete Person verhalten habe. Will sagen, verdient um die Ohren geklatscht, auch wenn der Shitstorm den ich geerntet habe (ebenfalls verdient!) wirklich unangenehm war. Nach ner kurzen Schockstarre hab ich mich dann halt mal geschüttelt und angefangen mich schlau zu machen - und mich zusehends geschämt, je mehr ich gelesen habe. Auch das, verdient. Aber draus gelernt.

Wenn jetzt Männer sagen "nee, böses Männerbashing, so seh ich das ja mal gar nicht ein mich selbst zu informieren und an mir und meinem Verhalten zu arbeiten" - dann disqualifizieren sie sich für mich einfach als Gesprächspartner. Und, fast unnötig zu erwähnen, natürlich auch als Beziehungspartner. Ja, das ist meine Grenze, und wenn ich diese jetzt überschreiten würde und Männer, die unwillig sind, diese Arbeit selbst vorzunehmen, ans Händchen nehme - dann weiche ich diese auf. Und mache mir die Arbeit, die sie sich selbst machen sollten.

Ich bins auch einfach leid, immer und immer wieder zu erklären, zu veranschaulichen, mich zu entblößen, verletztlich zu zeigen, und dann doch mit einer großen Wahrscheinlichkeit mindestens die eigene Wahrnehmung abgesprochen zu bekommen, weil, es kann ja nicht sein was nicht sein darf (siehe "not all men" - bestimmt irgendwelche bösen abartigen Monster für die ich mich schäme weil Geschlechtsgenossen, aber, ich doch nicht!) - also, nein, reicht. Irgendwie nachvollziehbar für Dich?
Eigentlich müsste doch jeder, der Kenntnis von dieser Studie erhält, sich entsetzt fragen "will ich Teil einer derart dysfunktionalen Gesellschaft sein, die sogar die Natur ihrem (bescheuerten?) Individualismus unterordnet, bis selbst der eigene Arterhaltungstrieb vor uns flüchtet?"
Lass mich raten, erst ist es eine "Schutzbehauptung" dass Frauen womöglich tatsächlich gar keine Beziehung mit einem Mann führen möchten, und als nächstes hat jede Frau in Wahrheit einen Kinderwunsch? In dem Fall möchte ich vorgreifen, beides falsch :smile:
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #121
dann disqualifizieren sie sich für mich einfach als Gesprächspartner. Und, fast unnötig zu erwähnen, natürlich auch als Beziehungspartner.
Jap, absolut.
In meiner letzten Singlephase hab ich von 3 Jahren für 2 Jahre doch recht viele erste Dates gehabt, und nicht selten ist es an sowas gescheitert wie der Apotheker, der sich beschwerte seine Kolleginnen würden ja alle nur vormittags arbeiten wollen. Wer sowas mit Ende 20 noch raushaut ohne zu reflektieren, dass diese Frauen Kinder und dadurch äußere Zwänge haben, hat sich für mich disqualifiziert. Ich wollte schlichtweg jemanden bei dem ich nicht noch grundlegende Aufklärungsarbeit leisten muss.

Ich möchte auch jemanden, der reflektieren und vor allem mal ohne verletztes Ego akzeptieren kann, dass meine gesellschaftliche und alltägliche Realität öfter anders bis völlig anders ist als seine. Also jemand der mich ernst nimmt, platt gesagt.

Das wird ja in den sozialen Medien auch viel thematisiert, dass Frauen sich das bare Minimum wie Respekt und Augenhöhe (im Miteinander, Haushalt, Lebensplanung) wünschen würden und selbst das oft nicht erfüllt wird.
Der Diskurs mag da amerikanisch dominiert sein, ist aber in den grundlegenden Zügen durchaus übertragbar. Vor allem wenn man Zahlen bedenkt wie die, dass mit um die 30% (33%?) inzwischen mehr jüngere Männer als Boomer Gewalt gegenüber ihrer Partnerin in Ordnung finden und meinen, ihre Partnerin habe sich unterzuordnen.

Letztere Einstellung lässt sich im Dating nicht so lang verstecken, auch wenn das durchaus versucht wird.
 
Manche Beiträge sind ausgeblendet. Bitte logge Dich ein, um alle Beiträge in diesem Thema anzuzeigen.
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Meistens hier zu finden
  • #125
Off-Topic:

Geschieden und verwitwet ist auch nicht ledig. Wer diesen Status einmal aufgibt, kriegt ihn nie wieder. :zwinker:
Off-Topic:
Also weil mehr Frauen verwitwet sind? Geschieden muss es ja, falls Hetero, 1:1 sein.
Wie auch immer, den Ledigenstatus werde ich natürlich nicht kampflos aufgeben!
 
ugga
Benutzer172492  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #126
Off-Topic:

ugga ugga :

Wie geht das mathematisch auf? Sind die anderen z.B. mit Frauen verheiratet?
Es werden auch durchschnittlich mehr Jungs als Mädchen geboren, ich glaub 52 auf 48 Mädchen. Hatte die Natur mal so kalkuliert weil die Jungs durch ihr fehlendes zweites X-Chromosom sterbeanfälliger sind. Bei guter Gesundheitsversorgung könnten die 4 Extrajungs dann lebendig und ledig bleiben. 🤔
 
Mr. L*
Benutzer168169  Meistens hier zu finden
  • #127
Und wenn da beide an einem Strang ziehen und über beide Seiten der Medaille aufklären funktioniert das mit dem Verstehen mit Sicherheit noch besser. Denn um solches Verhalten zu vermeiden brauchen die Kinder auch Anhaltspunkte um dieses schon zu erkennen, bevor es in unangemessene Situationen führt. Und da sind "nüchterne" Betrachtungen von außen nicht weniger hilfreich als die emotionalen Erfahrungen der Mutter. Und zudem kann ihr auch noch Druck genommen werden, bei der Erziehung ihrer Kindern nicht allein für sich zu kämpfen.
Jetzt verstehe ich, was Du meintest, danke! Gut formuliert!
Irgendwie nachvollziehbar für Dich?
Auf jeden Fall denke ich jetzt besser als zuvor zu verstehen, was Du meinst! - Zwar gehe ich selbst anders an die Beschaffung von Informationen (spreche meist zunächst mit den tatsächlich Betroffenen und versuche dann damit zu arbeiten, weil ich mir genau dies andersherum auch eher wünsche, da ich schon so einige Male durch Leute enttäuscht wurde, die selbst erst einmal gemacht haben, dann aber zuviele wichtige Punkte vergessen oder gar nicht beachtet haben, was mehr Probleme als Nutzen nach sich zog), freue mich aber stets über andere Ansichten und wenn diese zu neuen Erkenntnissen führen und helfen, meinen Horizont zu erweitern.

Sollte ich Dich mit irgenetwas getriggert oder verletzt haben, so tut mir dies leid und ich kann Dir versichern, daß dies ganz bestimmt nicht in böser Absicht passiert ist!
 
E
Benutzer234676  (20) Ist noch neu hier
  • #128
Eine Prognose des Morgan Stanley Unternehmens besagt, dass 2030 schon 45% der Frauen zwischen 25 und 44 Single sein werden.
Der Grund: Heterosexuelle Beziehungen seien für viele Frauen mit Frust verbunden, Frauen sind nicht mehr auf Beziehungen angewiesen (Unabhängigkeit vom Mann) und entscheiden sich deshalb aktiv und bewusst gegen eine Beziehung.
Ich kann mir das nicht vorstellen. Ich gehe keine Beziehung mit einem Mann ein, weil ich auf ihn angewiesen bin, sondern weil ich mich einfach zu Männern hingezogen fühle. Eine Beziehung ist für mich etwas schönes, was sich gut anfühlt und was mir einfach viel gibt. Selbiges nehme ich in meinem Freundes und Bekanntenkreis wahr.
Das würde die Gesellschaft natürlich stark verändern und auch die Geburtenrate weiter drücken.
Andererseits passt es auch zur politischen Wahlentwicklung. Junge Frauen wählen mehr links, junge Männer rechts. Und wie soll eine gute Beziehung entstehen bei derart gegensätzlicher Meinung und Weltanschauung.
Solange es nicht links oder rechtsradikal ist, sehe ich keine Probleme. Verschiedene Sichtweisen sind normal, man muss nicht immer bei allem die selbe Meinung haben. Wichtig ist, dass man sich in einer Beziehung respektiert und achtet.
Was sind eure Gedanken dazu, haltet ihr diese Prognose für realistisch? Könnt ihr vielleicht bei Freunden oder Bekannten schon häufiger diese Einstellung gegenüber heterosexuellen Beziehungen bemerken?
Ich glaube nicht daran. Alle Personen, die ich kenne, sind am Daten oder auf der Suche nach einer Beziehung.
 
heiter.bis.wolkig
Benutzer192571  (56) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #129
Angenommen, Du wärst Arbeitgeber, und hättest so ein paar Mindestvoraussetzungen, sagen wir, zuverlässiges Einhalten der Arbeitszeit und ne gewisse Grundhygiene. Würdest Du eine Person dann erstmal freundlich am Händchen nehmen und wiederholt erklären, dass fettige, schuppige Haare wirklich nicht gehen, drei Tage hintereinander die selben Soßenflecken auf dem Shirt ebenfalls nicht, und dass Freitag nicht bedeutet, die Anwesenheit am Arbeitsplatz wäre optional? Oder würdest Du eher sagen, die Person entspricht nicht den Erwartungen?
Angenommen der Mitarbeiter hätte nicht nur negative Eigenschaften und wäre nicht nur völlig Unfähig, wären solche "Ausfälle" vielleicht gar kein Kündigungsproblem und er käme einfach auf eine Fortbildung oder man nimmt es als Macke hin. Kommt immer darauf an wozu man einen Mitarbeiter wirklich braucht. Also was muss verpflichtend da sein und was ist nur das Sahnehäubchen wenn es auch noch da ist.

Aber da wir ja eigentlich über Männer reden, ist es natürlich völlig unvorstellbar positive Eigenschaften zu finden die unter dem Strich ein positives Gesamtbild ergeben. :teufel:

Mir tun die ganzen Jungs und jungen Männer leid, die mit soviel Hass und Negativität aufwachsen.
 
Finwe
Benutzer118204  Sehr bekannt hier
  • #130
Stimmt schon, die blöden Weiber sind einfach viel zu anspruchsvoll geworden. Die können überhaupt nicht nachvollziehen wie wir Männer unter solchen Vorurteilen und Stereotypen zu leiden haben. Und dann sind die auch noch so anspruchsvoll, statt in Beziehungen ihre Hingabe und guten Willen zu beweisen. Und statt dankbar zu sein, wenn wir mal Blumen mit nach Hause bringen wünschen sie sich auch noch Mitarbeit im Haushalt. Früher konnte man da wenigstens noch mit handfesten Argumenten dagegen ankommen. /s
 
Nevery
Benutzer72433  Planet-Liebe ist Startseite
  • #131
Mir tun die ganzen Jungs und jungen Männer leid, die mit soviel Hass und Negativität aufwachsen.
Ja, aber mal wirklich, so viel Hass und Negativität, dass man von ihnen erwartet, Frauen tatsächlich als Menschen auf Augenhöhe zu sehen, sich mit deren Lebensrealität ernsthaft zu beschäftigen und ihren Teil zu einer Beziehung beizutragen - und sie sonst womöglich Single bleiben.

So, so arme Burschen.
 
SchafForPeace
Benutzer12529  Echt Schaf
  • #132
Armorika
Benutzer172677  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #133
Mir tun die ganzen Jungs und jungen Männer leid, die mit soviel Hass und Negativität aufwachsen.
Ich versuche, das zu verstehen, vielleicht hilfst Du mir: was konkret empfindest Du in diesem Thema oder der Thematik als Hass und Negativität?
 
heiter.bis.wolkig
Benutzer192571  (56) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #134
Ich lese in diesem Faden zwei Diskussionen, eine in der konkrete Vorstellungen/Erfahrungen an Partnerschaften beschrieben werden, manchmal etwas verallgemeinert was das Geschlecht angeht, aber alles normal beim Thema des Fadens. Finde ich sehr interessant, trifft auf mein Erleben mal mehr und mal weniger zu. Dafür ist so ein Forum meiner Meinung nach da, andere Meinungen und Argumente kennen lernen.

Und eine andere Diskussion die nach klassischen Mechanismus von Rassismus/Diskriminierung den jeweiligen Geschlechtern feste Eigenschaftenvon gut und böse zuschreibt. Da ich ein Fan davon bin Menschen nicht nach Alter, Geschlecht oder Religion zu diskriminieren, hat mich diese Wahrnehmung wütend gemacht. Einfach mal den Faden durchgehen und nach undifferenzierten negativen Zuweisungen suchen. Schwerpunkte bei Nevery und Finwe.

Das ist nicht meine Welt.

Ich sehe in den Medien zu viel Geschlechterkampf/Diskriminierung/Benachteiligung (je nachdem wo man liest: mal gegen Frauen, mal gegen Männer ) der viel zu negativen Art. Diese Methoden und Mechanismen haben zu Religionskrigen, Länderfehden, Unterdrückung der Frau, Unterdrückung von sexuellen Identitäten usw. geführt.

Hört auf allen Männern oder allen Frauen etwas zuzuschreiben. Frauen sind nicht alle schwach, hysterisch, ... Männer sind nicht alle Vergewaltiger, putzfaul, ... Polen klauen nicht ..., Moslems sind nicht alle Islamisten usw. usw.
 
Nevery
Benutzer72433  Planet-Liebe ist Startseite
  • #135
Das ist nicht meine Welt.
Ja, dass Deine Welt nicht von Diskriminierung und Benachteiligung aufgrund Deines Geschlechts betroffen ist glaube ich Dir sofort.

Übrigens - es ist höflich, User, die man erwähnt, auch zu taggen. Einfach nur hier:
Schwerpunkte bei Nevery und Finwe
ein @ vor die Namen stellen, Nevery Nevery und Finwe Finwe .

Hört auf allen Männern oder allen Frauen etwas zuzuschreiben.
Wo schreibe ich denn etwas zu, wenn ich Anforderungen habe? Oder erwartest Du, dass ich meine Lebensrealität verleugne?
 
Finwe
Benutzer118204  Sehr bekannt hier
  • #136
Hört auf allen Männern oder allen Frauen etwas zuzuschreiben.
Ich schließe mich der Frage von Nevery Nevery an. Gewisse Dynamiken in größeren Gruppen zu betrachten ist nicht gleichbedeutend mit einer Zuschreibung an alle.
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Meistens hier zu finden
  • #137
Ich sehe in den Medien zu viel Geschlechterkampf/Diskriminierung/Benachteiligung (je nachdem wo man liest: mal gegen Frauen, mal gegen Männer ) der viel zu negativen Art. Diese Methoden und Mechanismen haben zu Religionskrigen, Länderfehden, Unterdrückung der Frau, Unterdrückung von sexuellen Identitäten usw. geführt.
Hört auf allen Männern oder allen Frauen etwas zuzuschreiben. Frauen sind nicht alle schwach, hysterisch, ... Männer sind nicht alle Vergewaltiger, putzfaul,
Off-Topic:
Meine Cousine - die einzige in der Familie, die einen Multimillionär geheiratet hat und entsprechend ihr Umfeld im Lion's Club hat -, sagte einmal zu mir, sie fände Toleranz gegenüber Heterogenität, wie sie ja heute von links propagiert würde (ihrer Meinung nach), sehr wichtig. Frauen, Schwulen, Schwarzen, Weißen, Millionär:innen, Mieter:innen, Immobilienunternehmer:innen, allen sollte gleichermaßen Respekt entgegengebracht werden, alle seien unterschiedlich, nicht über einen Kamm zu scheren, und würden einen wichtigen Beitrag zur Gesellschaft leisten. Sie zu diskriminieren führe zur Spaltung. Sie meinte das vollkommen ernst.
Dein Beitrag erinnert mich daran. Solltest Du das anders sehen, hätte ich die Nachfrage, inwiefern die Männerunterdrückung zu Religionskriegen, Länderfehden etc. geführt hat. Und ob Dir der Unterschied zwischen erfundenen Zuschreibungen ("schwach, hysterisch",) und zu einem Teil realen ("Vergewaltiger, putzfaul") klar ist.
 
heiter.bis.wolkig
Benutzer192571  (56) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #138
Tiffi36
Benutzer223478  Öfter im Forum
  • #139
Die male loneliness epidemic, wie viele das ja auch so nett umschreiben ist meiner Meinung nach einfach nur das bennennen von schon lange Existierenden Problemen.

Frauen haben mittlerweile auch geregelte Einkommen, auch wenn der Gehaltsunterschied nicht von der Hand zu weisen ist. Aber zur reinen Versorgung wird ein Mann nicht mehr gebraucht. Das heißt, das Frau sich ihren Partner aussuchen kann und wenn sie einen Partner möchte auch nach ihren Ansprüchen auswählen darf. Dem Mann steht die selbe Freiheit zu. Wenn Frau oder Mann die vorhandenen Ansprüche in ihrem gegenüber nicht erfüllt sehen wird es nichts mit einer Beziehung.
Das Frauen statistisch gesehen besser alleine zurecht kommen und ein glückliches Single leben führen als Männer ist eben so.

Ich war auch lange Single und hatte da natürlich auch eine Dating Phase von etwa 2 Jahren mit reichlich Dates. Und was soll ich sagen, 1 von 10 Männern war dabei, wo ich ein Zweites treffen in Betracht gezogen habe. Bin ich zu wählerisch? Villeicht. Kann ich damit leben, das keine meine Ansprüche erfüllt und ich daher Sole bleibe? Ja absolut! Also wiso gibt es da Männer, die sich über meine Ansprüche beschweren? Ihr müsst ja nicht mit mir zusammen kommen. Und wenn ihr keine Frau findet, deren Ansprüche ihr erfüllt solltet ihr an euch arbeiten.
 
Es gibt 99 weitere Beiträge im Thema "Heterofatalismus - Das Ende der heterosexuellen Beziehungen?", die aktuell nicht angezeigt werden. Bitte logge Dich ein, um diese ebenfalls anzuzeigen.
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren