Heiratsantrag: (K)eine gute Vorgehensweise?

Benutzer64981  (33)

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Nette_Nadine Nette_Nadine dann solltest du uns nicht hören bei der Planung. Es ist kein fünf Gänge Menü, das man da plant, sondern viele verschiedene Dinge, die beachtet werden müssen...

Vor der Familie hätte ich sehr ungut gefunden. Bin bis heute aber heilfroh, dass ich auch einem romantischen Antrag entkommen bin. Wir haben es einfach 'besprochen' und ich hab's erst nicht kapiert

Hast du noch Mal mit ihr gesprochen nach dem Antrag? Mit deinem ''Vorwissen' interpretierst du vlt auch was rein?
 

Benutzer166918  (32)

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Ich glaube, ich bin rein charakterlich gar nicht dazu in der Lage, an einen Partner zu geraten, der so was für eine gute Idee hielte. :grin:
Zum Glück sieht's bei mir ähnlich aus. Den Rest des Beitrags kann ich ebenfalls unterschreiben. Gruselig...
Ich halte überhaupt nichts von diesen einseitigen Heiratsanträgen. Den Beschluss zur Ehe möchte ich gemeinsam reifen lassen, so dass die Eheschließung für beide immer selbstverständlicher wird.
Geht mir genauso. Für mich ist die Ehe in erster Linie ein Vertrag. Folglich haben wir viele, viele Stunden damit verbracht, den rechtlichen Rattenschwanz zu durchblicken. Völlig unromantisch, aber immerhin wissen wir, worauf wir uns eingelassen haben. :grin: An unserem Miteinander hat sich dadurch, wie erwartet und erhofft, auch genau 0,nix geändert.

Und erst recht nicht zu irgendwelchen Feiertagen, Festen, Geburtstagen.

Ein Antrag ist für mich etwas intimes, welches ich nicht mit anderen Menschen teilen möchte.
Auch hier: Genau! Ich will das von anderen Festivitäten und/oder Menschen abgrenzen. Die Entscheidung betrifft schließlich in erster Linie uns beide. Ich fänd's irgendwie echt doof, wenn das an einen Feiertag gekoppelt wäre. Mich wundert regelmäßig, warum das so viele Menschen anders sehen.

Fazit: Ohne, dass ich mir vorher alles Rechtliche zu Gemüte geführt hätte, hätte ich mich niemals für die Ehe entschieden. So haben wir die Geschichte von der Idee bis zum Vollzug gemeinsam durchdacht, geplant und durchgeführt. Das gibt mir ein sicheres Gefühl und es passt einfach zu uns.
Hätte er mir einfach einen Antrag gemacht (am besten noch vor versammelter Mannschaft) hätte ich aus Prinzip (vorerst) abgelehnt und mir Bedenkzeit erbeten. Ich wäre dadurch völlig verunsichert und überrumpelt worden und wäre zusätzlich enttäuscht bis verwirrt, dass der Kerl, der mich heiraten will, wirklich so schlecht einschätzen kann.
 

Benutzer54465 

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Ich hasse dieses öffentliche zur Schau stellen von irgendwelchen Gefühlsduselein eh total. Am liebsten will ich gar keinen Antrag und wenn es denn schon sein muss, ohne Kniefall und nur zu zweit. Ich will auch keinen mit aufs Standesamt nehmen, das ist doch eine Sache zwischen mir und meinen Freund, da muss keiner zugucken.
Bei einem öffentlichen Antrag würde ich schlicht nein sagen.
 

Benutzer168930  (37)

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in Mann hat mir gar keinen Antrag gemacht, sondern einfach nur gesagt, dass wir wohl heiraten müssen, damit er den Aufenthalt bekommt. Ich hab ihm gesagt, dass ich trotzdem einen Antrag will, da hat er gemeint, dass er nicht der Typ dafür ist :rolleyes:

Mein Antrag war "Jetzt reichts mir! Jetzt wird geheiratet, damit du über mich krankenversichert bist." , weil ich da 25 Jahre wurde und ich somit nicht mehr über meinen Vater familienversichert war.

Mein Mann war so naiv und hat geglaubt, dass seine Mutter mich an seiner Seite akzeptieren würde. Aber sie hat ihm gedroht nicht zur Hochzeit zu kommen. Als er nicht so gehorcht hat wie sie es wollte, da sagte sie plötzlich, dass sie es doch nicht so gemeint hat.

Aber als ich zum zweiten Mal schwanger war, da sagte sie plötzlich meinem Mann was wir in der Erziehung unserer Tochter falsch machen. Da habe ich sie angerufen und zur Rede gestellt. Da hat sie ihren Sohn angerufen und gesagt "Solange du deiner Frau nicht den Mund verbietest, will ich dich und die Kleine nicht sehen. "
Mein Mann war so wütend und enttäuscht, dass er nur gesagt hat "Du willst deine Enkelin nicht sehen? Den Wunsch erfüllen ich dir gerne. "

Als mein Vater von unseren Hochzeitsplänen erfuhr, da meinte er nur zu mir, dass ich nur wegen der steuerlichen Vorteile heirate und nicht aus Liebe. Zuerst habe ich mich über diese Aussage geärgert. Aber wenn ich heute darüber nachdenke, dann hat er zumindest zu 50% Recht, weil nur aus Liebe heiraten finde ich ziemlich naiv.

Und wenn ich ehrlich bin, dann würde ich kein zweites Mal heiraten. Das hat nichts damit zu tun, dass ich meinen Mann nicht liebe, sondern, dass ich auch etwas wirtschaftlich denke. Würde meinem Mann etwas passieren und Witwenrente bekommen, dann wäre es wirtschaftlich total unklug zu heiraten, besonders dann wenn die Kinder noch nicht ihr eigenes Einkommen haben, weil im Falle einer Scheidung wäre nicht nur die Witwenrente weg, sondern ich wäre auch gezwungen mehrere Jobs zu machen , damit ich mein Dach über den Kopf behalte. Außerdem steht die Zukunft meiner Kinder an erster Stelle und sollte nicht im Falle einer Trennung mit unter dem Hammer geraten.
 

Benutzer166918  (32)

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Würde meinem Mann etwas passieren und Witwenrente bekommen, dann wäre es wirtschaftlich total unklug zu heiraten, besonders dann wenn die Kinder noch nicht ihr eigenes Einkommen haben, weil im Falle einer Scheidung wäre nicht nur die Witwenrente weg, sondern ich wäre auch gezwungen mehrere Jobs zu machen , damit ich mein Dach über den Kopf behalte. Außerdem steht die Zukunft meiner Kinder an erster Stelle und sollte nicht im Falle einer Trennung mit unter dem Hammer geraten.
Magst du das noch mal erklären? Die Witwenrente würdest du doch ohnehin nicht bekommen, hättest du nicht geheiratet? Das ist doch quasi ein Bonus, oder nicht? Und Unterhalt bekämst du bei einer Scheidung doch trotzdem? Ich bin verwirrt. :grin:
 

Benutzer168930  (37)

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Magst du das noch mal erklären? Die Witwenrente würdest du doch ohnehin nicht bekommen, hättest du nicht geheiratet? Das ist doch quasi ein Bonus, oder nicht? Und Unterhalt bekämst du bei einer Scheidung doch trotzdem? Ich bin verwirrt. :grin:

Es ist wahr, dass man die kleine Witwenrente nicht mehr bekommt. Aber die große bekommt jede Witwe ab 45 Jahre. Da sind meine Kids noch minderjährig, da ich meine Tochter mit fast 30 bekommen habe. Mit 15 und 13 sind meine Kids noch lange nicht im Beruf und noch mindestens 1 bis 2 Jahre in der Schule. Würde ich in diesem Zeitraum als Witwe wieder heiraten und es käme schon nach ein paar Jahren zur Scheidung, dann wäre die große Witwenrente auch weg und möglicherweise wären meine Kinder gezwungen das Abitur bzw. das Studium abzubrechen, weil ich es dann plötzlich mir nicht mehr leisten kann meinen Kindern ein Studium zu finanzieren und nach den neuen Gesetz muss der Exmann mir überhaupt nichts bezahlen. Schon gar nicht, wenn die Ehe nur ein paar Jahre gehalten hat. Das heißt für mich, dass ich für meinen Lebensunterhalt selbst aufkommen muss, egal wie. Keine Liebe ist groß genug, dass ich das Risiko eingehe die Träume und Zukunft meiner Kinder zu ruinieren. Außerdem möchte ich den Schmuck, den ich von meinem Mann geschenkt bekommen habe und den den ich von meiner Oma geerbt habe, gerne meinen Kindern hinterlassen und nicht zum Pfandhaus bringen müssen.
 

Benutzer87573 

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Ich bin ohnehin außer ggf. wegen der Steuervorteile wenn man Steuerklasse III/V machen kann und weil damit manche verwaltungstechnischen Dinge einfacher sind, nicht unbedingt scharf aufs heiraten. Von daher würde ich absolut die Krise bekommen wenn ich überhaupt nen Antrag bekommen würde. Das würde nämlich heißen, dass mein Kerl meine Wünsche so gar nicht beachtet.
Sollten wir den Schritt jemals machen dann wird das verabredet, ein Termin beim Standesamt beantragt und dann gehen wir dahin und unterschreiben und das wars.

So einen öffentlichen Antrag finde ich für die Person, die dann antworten muss, wirklich sehr unangenehm.
 

Benutzer153302 

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dann gehen wir dahin und unterschreiben und das wars
Sorry, aber: :ROFLMAO: Das war auch unser Plan, der durch die Standesbeamtin komplett torpediert wurde. Nachdem das Notwendige geklärt war meinte sie noch, wie schade es sei, dass sie nur so wenig zu erzählen hätte, und dass sie deswegen noch eine kleine Geschichte erzählt. Ich hätte sie am liebsten erwürgt!
 

Benutzer166918  (32)

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Würde ich in diesem Zeitraum als Witwe wieder heiraten ...
Aaaah, so meintest du das! Ich hatte nicht gerafft, dass du von einer ERNEUTEN Hochzeit nach deiner vorherigen Ehe sprachst. Danke für die Erklärung.

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Sorry, aber: :ROFLMAO: Das war auch unser Plan, der durch die Standesbeamtin komplett torpediert wurde. Nachdem das Notwendige geklärt war meinte sie noch, wie schade es sei, dass sie nur so wenig zu erzählen hätte, und dass sie deswegen noch eine kleine Geschichte erzählt. Ich hätte sie am liebsten erwürgt!
Hahaha, so ähnlich war's bei uns auch: Sie erwähnte, dass an dieser Stelle eigentlich Musik käme, jetzt die Ringe getauscht werden sollten etc. pp. Ein dämliches Gedicht konnte sie sich wohl auch nicht verkneifen. Furchtbar! Wieso muss man fremden Menschen mit seinen eigenen Vorstellungen so auf die Nerven gehen?!
 

Benutzer164451 

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Bei unserer Trauung zu zweit (wenn man vom Dolmetscher absieht) gab es auch ein Gedicht und Musik und alles - ich hab das total schön gefunden und voll zum Heulen angefangen. Für mich war das "wenigstens etwas".
 

Benutzer166918  (32)

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Bei unserer Trauung zu zweit (wenn man vom Dolmetscher absieht) gab es auch ein Gedicht und Musik und alles - ich hab das total schön gefunden und voll zum Heulen angefangen. Für mich war das "wenigstens etwas".
Wir waren (leider, auf besonderen Wunsch der Familien, die wären sonst sehr traurig gewesen) noch nicht mal zu 2. - dafür immerhin im sehr kleinen Kreis.
Trotzdem hatten wir vorher explizit darum gebeten, von allen stimmungsvollen Zusätzen abzusehen. Finde ich blöd, wenn so ein Wunsch nicht respektiert wird.
 

Benutzer153302 

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Bei unserer Trauung zu zweit (wenn man vom Dolmetscher absieht) gab es auch ein Gedicht und Musik und alles - ich hab das total schön gefunden und voll zum Heulen angefangen. Für mich war das "wenigstens etwas".
Wir hatten ja zwei Tage später dann die kirchliche Trauung, mit Gesang, Ringtausch und allem, Standesamt war nur Pflichtprogramm.
 

Benutzer83901  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Antrag vor der Familie, wenn die Dame ueber die Sinnhaftigkeit der Beziehung nachdenkt... insgesamt wohl eher ein Schuss in den Ofen. :whoot:

Ich glaube, dass ich traute Zweisamkeit vorziehe, wuensche mir aber etwas, das zu meinem Wesen passt und nicht improvisiert ist. Mein Partner hatte wohl scheinbar schon etwas geplant, hat aber einen Rueckzieher gemacht, als ich das Thema diskutieren wollte - fand er unromantisch. Ich habe ihm versprochen, das Thema zu vergessen, damit ich dann auch angemessen ueberrascht bin. :zwinker:

Hochzeit selbst am liebsten nur mit ihm, aber wir MUESSEN Trauzeugen haben. Und er wuenscht sich, dass seine Kinder dabei sind. Okay, das verstehe ich. Wenn die denn dabei sein wollen. :smile:
 

Benutzer164174  (43)

Öfters im Forum
Nope, nein, nie. Würde ich nie vor Familie, Freunde, Bekannte machen! Sowas ist Paar-Exklusiv und ein Moment, an den man sich (wenns gut läuft) ein Leben lange daran zurück erinnern möchte, und zwar positiv ohne Grummeln und Hintergedanken.

Off-Topic:
Ich hab meine Frau seiner Zeit in der Beau Vallon Bay gefragt, unter Sternenhimmel kniend in der Brandung, so wie sich das gehört. Hatte natürlich Ringe dabei die ich zwei Wochen lang im Reisegepäck versteckt habe.
Ich wollte ja nicht mal Verwandschaft und Freunde bei der Hochzeit dabei haben, nur eine kleine Zeremonie am Strand für uns - aber der gesellschaftliche Druck war dann doch stärker. Im Nachhinein war das aber ein Fehler. Bauch schlägt Kopf.
 

Benutzer121281  (32)

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Also WENN Heiratsantrag, dann bitte vor Publikum. In nem Wrestlingring. Mit anschließendem belly to belly suplex.

Ich kann nicht so auf leise romantisch zu Hause.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Kommt doch drauf an!

In meinen Augen sollte ein Antrag ohnehin nicht "aus dem Nichts" kommen. Man sollte doch vorher mal das Thema angesprochen haben. Ganz ernsthaft..wie kann man 9 Jahre zusammen sein und nicht mal über die Zukunft gesprochen haben und darüber zusammen philosophiert haben, wie sich die vorstellt?

Am Ende ist es doch, zumindest zum Teil, Formsache. Der Zeitpunkt mag eine Überraschung sein...aber, dass der andere heiraten will? einen selbst? Das sollte man mindestens geahnt haben.

In welchem Rahmen das dann passiert ist absolut Typsache! Ich konnte mir beides vorstellen, wusste aber ganz genau, dass meine Frau kein Publikum wollte...war auch kein Problem und wunderschön!
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
ufff. also ich würd glatt mit einem "also wenn du mich so wenig kennst dass du meinst, das hier wäre eine gute idee, dann... NEIN!!!" antworten.

für mich muss da nicht großartig romantik dran sein - also wenn er sich vor mich knien würde wäre ich schon arg irritiert - und so ne show vor anderen leuten? no way... je nach akutem fremdschamgefühl wäre das sogar ein trennungsgrund.
 
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