Heirat, Kind und Haus = Trennungsgrund

Benutzer104498 

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Bleibt noch das Thema Kinder - eine Grundsatzentscheidung, von der ich aus Erfahrung sagen kann, dass der Zeitpunkt nie passt und man sich irgendwann im Leben dann einfach trauen muss.

Das stimmt so nicht. Der Zeitpunkt kann sehr wohl passend sein bzw die Zeitspanne. Ebenso "muss" man sich überhaupt nicht trauen zu etwas, was man (event.) gar nicht will.
Haus und Heiraten sehe ich ebenso nicht so wild, Kinderplanung ist unterliegt weniger einer Kompromissfähigkeit.
 

Benutzer98820 

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Meine eigene Motivation, mit der Familiengründung zu warten, wollte ich noch ergänzen: ich habe gerade erst meine berufliche Karriere begonnen und möchte gerne noch Zeit in mein Fortkommen investieren. Außerdem schreibe ich an einer Doktorarbeit und arbeite zusätzlich in vielen anderen Projekten. Mir bleibt bei dem Pensum kaum noch Zeit für andere Dinge. Dann ist erst recht keine Zeit für eine Familie. Meine Hauptgrund ist aber, dass ich im Moment noch nicht das Gefühl habe, Vater werden zu wollen. Ich kann mir das sehr schön vorstellen und möchte das auch in Zukunft vielleicht mal umsetzen, aber es ist mir nicht das Wichtigste im Leben und im Moment spüre ich keinen Drang dazu.
Bleibt noch das Thema Kinder - eine Grundsatzentscheidung, von der ich aus Erfahrung sagen kann, dass der Zeitpunkt nie passt und man sich irgendwann im Leben dann einfach trauen muss.
Da würde ich aus Erfahrung auch sagen, wenn man nachdenkt, findet jeder immer einen Grund, wieso genau jetzt keine Kinder passen. Und wieso man genau jetzt nicht heiraten kann. Das beobachte ich seit Jahren immer wieder.
Jetzt schreibst du an deiner Doktorarbeit und arbeitest "an vielen anderen Projekten". Wenn du dann mit der Doktorarbeit fertig bist, wirst du damit irgendwas anfangen wollen- wieder mehr Arbeit, wieder glaubst du, genau jetzt geht es nicht. Aber in drei Jahren, ja, da bist du dann beruflich fortgekommen, aber dann mittendrin Kinder, Heirat, Haus... nee, dann sind die drei Jahre ja quasi vergeudet. Also lieber weitermachen, in drei Jahren vielleicht nochmal nachdenken...
Also mal im Ernst, wenn du nicht irgendwann bewußt entscheidest "ich will heiraten, ich will Kinder", dann zögerst du das nur endlos hinaus. Eine 34-jährige kann sich das einfach nicht leisten, ist ja eh schon spät dran. Du kannst ihr aber sehr wohl helfen, indem du nämlich alles von deiner Seite aus ganz klar darlegst und aufhörst, sie zu vertrösten.
 
G

Benutzer

Gast
Bleibt noch das Thema Kinder - eine Grundsatzentscheidung, von der ich aus Erfahrung sagen kann, dass der Zeitpunkt nie passt und man sich irgendwann im Leben dann einfach trauen muss.
Prinzipiell magst Du da recht haben - aber in diesem speziellen Fall liefe ja alles auf eine bewusste Entscheidung für ein Kind hinaus. Die Partnerin des TS möchte unbedingt eines - sollte er also mitziehen hieße das: Verhütung weglassen und ab in die Kiste.

Diese bewusste Pro-Kind-Entscheidung ist aber beim TS (noch) nicht gefallen. Aktuell möchte er schlichtweg keinen Nachwuchs. Will sagen: das 'Wagnis Kind' sollte man nur dann eingehen, wenn man prinzipiell eins haben möchte. Wer sich das nicht vorstellen kann, der sollte es dem Kind zuliebe besser bleiben lassen.
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
Zur Zeit ruht bei uns das Thema, aber demnächst werde ich meine Haltung zum Thema Lebensplanung deutlich machen, damit sie weiß, woran sie bei mir ist und dementsprechend handeln kann.

Es wird wohl eher nie ruhen, dieses Thema ... will ein Mensch Kinder, dann ist das eben so. Mit meinem ehemaligen Lebensgefährten war es genau so ... er wollte, ich (noch) nicht. Irgendwann (so nach ein paar Jahren) ging mir dieses ganze Gedränge von ihm gehörig auf den Keks und endete nicht selten in total fruchtlosen Diskussionen und zwei Menschen, die sich frustriert voneinander abwandten ... alleine schon deshalb war an ein gemeinsames Kind immer weniger zu denken.

Meine eigene Motivation, mit der Familiengründung zu warten, wollte ich noch ergänzen: ich habe gerade erst meine berufliche Karriere begonnen und möchte gerne noch Zeit in mein Fortkommen investieren. Außerdem schreibe ich an einer Doktorarbeit und arbeite zusätzlich in vielen anderen Projekten. Mir bleibt bei dem Pensum kaum noch Zeit für andere Dinge. Dann ist erst recht keine Zeit für eine Familie. Meine Hauptgrund ist aber, dass ich im Moment noch nicht das Gefühl habe, Vater werden zu wollen. Ich kann mir das sehr schön vorstellen und möchte das auch in Zukunft vielleicht mal umsetzen, aber es ist mir nicht das Wichtigste im Leben und im Moment spüre ich keinen Drang dazu.

Du verteidigst Dich schon, findest Argumente ... ein Boden, auf dem gerade deshalb oft kein Kinderwunsch keimen kann. Du willst im Moment nicht Vater werden, basta, mehr musst Du im Grunde dazu nicht sagen.

Nochmals vielen Dank an alle für die Hilfe in dieser traurigen Situation!

Sehr bedrückend - in der Tat. Sprecht schnellstmöglich miteinander. Vielleicht bekommt Ihr irgendwie die Kurve, damit dieses Thema nicht wie ein Damoklesschwert über Eurer Beziehung hängt ... was allerdings zu befürchten ist. Ob es dann wirklich Sinn macht zusammenzubleiben? Ich denke eher nicht ... Es sei denn, Deine Freundin ist so klug, dass sie das Thema wirklich ruhen lässt und Dir die Möglichkeit gibt, von ganz alleine - aufgrund Eurer harmonischen Beziehung, einem stressfreien Zusammenleben, aus Liebe zu Ihr und dem Vertrauen in Eure Liebe einen Kinderwunsch zu entwickeln ... denn das Du irgendwann wollen könntest, ist ganz ganz sicher möglich, darfst Du Dich dazu aus freien Stücken entscheiden. Dann wäre es perfekt ...

Ich drück Dir die Daumen dafür.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich finde ja ehrlich gesagt schon die vergangene "Langfristplanung" des TS und seiner Freundin beschissen...

Ende zwanzig, Anfang dreißig ist doch einfach mal ein Alter, wo man dieses Thema vielleicht auch mal relativ zu Beginn der Beziehung vernünftig besprechen sollte und nicht warten sollte, bis es so verfahren ist wie eben jetzt.
Ich finde die Gründe, die gegen ein Kind sprechen ehrlich gesagt auch nicht besonders überzeugend. Doktorarbeit, Karriere, ja mein Gott, mit solchen Argumenten passt es doch nie. Und wenn man eine ernsthafte Beziehung in diesem Alter führt und es eigentlich auch gut funktioniert finde ich als Argument gegen eine ernsthafte Zukunftsplanung "ich kann mir das alles gerade nicht vorstellen" ehrlich gesagt auch ein wenig schwach.

Ist ja auch nicht so, als gäbe es heute für die meisten Eltern "den" perfekten Zeitpunkt für ein Kind, gewisse Kompromisse sind da doch immer nötig. Die Freundin des TS wäre vermutlich gerne sogar schon eher schwanger geworden, 34 ist ja jetzt nicht besonders jung dafür.

Die Frage die ich mir an Stelle des TS stellen würde: Was gewinne ich dadurch, dass ich jetzt noch ein paar Jahre warte und was verliere ich dadurch.
 

Benutzer90422 

Verbringt hier viel Zeit
Ist ja auch nicht so, als gäbe es heute für die meisten Eltern "den" perfekten Zeitpunkt für ein Kind, gewisse Kompromisse sind da doch immer nötig. Die Freundin des TS wäre vermutlich gerne sogar schon eher schwanger geworden, 34 ist ja jetzt nicht besonders jung dafür.

Die Frage die ich mir an Stelle des TS stellen würde: Was gewinne ich dadurch, dass ich jetzt noch ein paar Jahre warte und was verliere ich dadurch.

Genau das meinte ich auch - der Zeitpunkt passt eigentlich nie weil man gerade studiert, Karriere macht, Haus baut oder abzahlen muss, etc.
Will der TS grundsätzlich keine Kinder, gehört das ausgesprochen und kann durchaus ein Trennungsgrund sein.
 

Benutzer87146 

Meistens hier zu finden
Ich finde die Gründe, die gegen ein Kind sprechen ehrlich gesagt auch nicht besonders überzeugend. Doktorarbeit, Karriere, ja mein Gott, mit solchen Argumenten passt es doch nie. Und wenn man eine ernsthafte Beziehung in diesem Alter führt und es eigentlich auch gut funktioniert finde ich als Argument gegen eine ernsthafte Zukunftsplanung "ich kann mir das alles gerade nicht vorstellen" ehrlich gesagt auch ein wenig schwach.

Es braucht keine starken Argumente. Wenn du keine Lust hast Vater zu sein, dann lass es lieber bleiben! Dann hast du weder eine Frau, die sich alleine gelassen fühlt noch ein Kind, dass sich einen richtigen Vater wünscht.

Fazit: Vater sollte man nur werden, wenn man es sich vorstellen kann und nicht wenn einem die Argumente dagegen ausgehen!
 

Benutzer43509 

Verbringt hier viel Zeit
Das häufig und gern zitierte Perfekte-Zeitpunkt-Argument kenne ich natürlich auch zu genüge. Ich kann mir gut vorstellen, dass darin eine Menge Erfahrung von Eltern steckt. Das Problem bei solchen Pauschalisierungen ist aber, dass sie konkrete Realitäten verkennen. Klar geht es immer "irgendwie", aber gerade das wünscht man sich doch nicht wirklich? Wie wächst ein Kind auf ohne Geld und wenig Zeit der Eltern? Natürlich funktioniert das auch, vielleicht auch ganz gut, aber dann muss man sich von den Ansprüchen unserer paranoiden Sicherheits- und Angstgesellschaft frei machen können. Aber das ist ein anderes Thema.

Wenn ich wirklich Lust auf ein Kind hätte, würde ich auch Abstriche in anderen Lebensbereichen in Kauf nehmen. Da ich aber keine Lust habe, Vater zu werden, sind diese potentiellen Einschränkungen natürlich ein weiteres Argument dagegen.
 

Benutzer131691  (36)

Benutzer gesperrt
Hallo,

also ich finde, wenn du keine Kinder willst, ist dies für mich absolut legitim. Ich wollte auch nie welche, bin dennoch jetzt mehr als Glücklich mein Sonnenschein zu haben, aber das ist eine andere Geschichte.

Nur ich bin der Meinung, dass du deiner Freundin genau das sagen solltest. Kein „vielleicht“! „Kein „in 5 Jahren möglicherweise!“
Deine Freundin hat die 30 überschritten, und auch wenn viele behaupten (also ich höre das oft im Bekanntenkreis) mit 40 kann man ja auch noch, so finde ich dies für nicht vertretbar. Unabhänig dass sie ab einem gewissen Alter sowieso schwerer schwanger werden kann, auch das Risiko für eventuell Krankheiten steigt an. Und meine ganz persönliche Meinung, mit 40 ein Kind, okay? Aber wenn ich mir dann vorstelle, dass man selbst auf die 60 zugeht, und das Kind nichtmal 20 ist, finde ich ziemlich hart.

Der Vater von meiner besten Freundin, er wurde mit 42 nochmal Vater. Und er wird überall für den Opa gehalten! Ist auch böse oder?

Sei ehrlich zu ihr, wenn sie sich dann gegen dich entscheidet ist es so. Man kann einen Kinderwunsch nicht einfach weg reden, oder hoffen, dass er irgendwann verschwindet.
Bleib sie bei dir, dann ist es ihre Entscheidung, dass sie eventuell nie Kinder haben wird.

Ich wünsche dir viel Glück.
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich finde, dass du dir wirklich keinen Vorwurf machen musst. Sie wusste ja, woran sie mit dir ist. Du hast sie nicht belogen oder ihr Hoffnungen gemacht ("Ich bin jetzt noch nicht bereit, aber vielleicht bald"). Wenn sie wirklich einen Partner zum Kinderkriegen hätte haben wollen, als ihr euch Kennengelernt habt, dann hätte sie eben schon früher bzw. direkter fragen und ggf. die Konsequenzen ziehen müssen. Natürlich fragt man sowas nicht beim ersten Date, aber wenn es einem wichtig ist, dann kann man das schon früher ungefär klären, über Zukunftplanung redet man ja schon mal.
Für sie ist es natürlich blöd, aber solange du jetzt ganz ehrlich zu ihr bist und ihr auch möglichst wenig Hoffnungen machst, muss sie sich wohl entscheiden, ob sie sich damit abfinden oder nochmal auf die Suche nach einem "Vater" gehen will. Falls sie sich damit arrangieren will würd ich an deiner Stelle aber sehr genau auf Verhütung achten...
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Ich finde, dass du dir wirklich keinen Vorwurf machen musst. Sie wusste ja, woran sie mit dir ist. Du hast sie nicht belogen oder ihr Hoffnungen gemacht ("Ich bin jetzt noch nicht bereit, aber vielleicht bald"). [...]
Für sie ist es natürlich blöd, aber solange du jetzt ganz ehrlich zu ihr bist und ihr auch möglichst wenig Hoffnungen machst, muss sie sich wohl entscheiden, ob sie sich damit abfinden oder nochmal auf die Suche nach einem "Vater" gehen will. Falls sie sich damit arrangieren will würd ich an deiner Stelle aber sehr genau auf Verhütung achten...
Sicher? Er hat sie nicht belogen? Er hat sie getäuscht und vertröstet. Denn so hieß es:
Ich sage ihr immer, dass sich in den nächsten drei bis fünf Jahren an meiner Einstellung bezüglich Kinder nichts ändern wird. Danach vielleicht. Sie hat mir neulich gesagt, dass sie in einem Jahr anfangen möchte.
Will der TS grundsätzlich keine Kinder, gehört das ausgesprochen und kann durchaus ein Trennungsgrund sein.
Genau so ist es. Weißt du überhaupt selber, was du willst? Wenn du fair bist, dann entscheidest du dich JETZT und handelst dementsprechend. Wenn du also JETZT entscheidest, daß du nicht Vater werden willst, solltest du ihr das sagen, damit sie eine Entscheidungsgrundlage hat, ob sie dich zugunsten eines potentiellen anderen Vaters verläßt oder sich abfindet.

Jedes weitere "jetzt nicht" (was sie als "aber später vielleicht" verstehen könnte), jede weitere Hoffnung bedeutet einfach, daß du es dir bequem machst, während ihr die Zeit davonrennt (für meine Begriffe: schon längt davongerannt ist). So ein Verhalten von dir finde ich einfach unterirdisch.
 
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