Heimliche Vaterschaftstests werden verboten!

Benutzer15806 

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Liebe gwyneth,

was glaubst Du... was war zuerst da?
Frauen, die ihre Ehemänner betrügen, ihren Kindern falsche Verwandte vorstellen und dementsprechend in voller Berechnung damit leben möchten, ihr weiteres Leben mit einer Lebenslüge zu leben...
ODER...
"Männer, die die Vaterschaft wie ein Kleidungsstück sehen, dass man nach Belieben an- und wieder ausziehen kann"?
Was von den beiden ist die reaktion auf das Andere?
 
G

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Gast
ich glaube noch immer, dass ein respektvoller umgang unter erwachsenen möglich sein sollte und vor allem gegenüber eienes kindes, das einen liebt.
und dem ist herzlich wurscht, was für verkorkste idioten die eltern sind, solange sie angemessen mit dem kind umgehen.

deshalb finde ich beide dinge nicht gut, allerdings die fragestellung auch müßig. was kann irgendein kind, und ich hoffe es möge nicht deines sein, für dein frauenbild?
 

Benutzer11370  (39)

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@gwyneth

Ich verstehe deinen aussagen auch nicht wie so mancher hier, dabei möchtie ich ja nicht mal alles kritisieren... Aber das kann ich nicht verstehen... Habe nun alle postings gelesen und du wirkst total festgefahren in deiner meinung und lässt kein argument zu oder durchleuchtest es nicht mal habe ich den eindruck.

Du bist der meinung das der vater ab einem bestimmten alter des kindes keinen privaten-vaterschaftstest machen darf um bei einem negativen ergebiss das das kind nicht den vater verliert den es "glaubt" zu haben.

Also 1:
Bei einem positivien muss es ja nicht mal davon erfahen. Bei einer gerichtsverhandlung erfährt es auf jedenfall davon egal wie der ausgang ist.

2.
Was ist besser? du schreibt das frau ja auch vor gericht müsste wenn sie eine vaterschaft festlegen muss, aber das ist doch was anderes. Da wird erstmal einem keiner weggenommen...
Ohne Privaten-Test ZWINGST du doch den vermeitlichen vater vor gericht zu gehen auch wenn er sich nur sicher sein will, nur von 99,9% auf 100% das i-tüpfelchen haben will.
Und jetzt sag nicht das es dem kind besser bekommt wenn es eine gerichtsverhandlung gibt die lange dauern kann... Weil die kann auch wie der private-test später sein, wenn das kind älter ist und erst recht alles mitbekommt bei einer verhandlung. Also damit ist keinem geholfen und schadet wirklich nur.

Ich habe fast schon den eindruck, das du die verhandlung haben willst um sagen zu können: "guck der geht vor gericht und macht uns alles kaputt"

3.
Das das dem kindes-wohl ist ist doch blödsinn! Jeder braucht ein vater und jeder will seinen RICHTIGEN vater!
Ich will ich nicht wissen was das kind fühlt wenn es mal mit 18, 20 oder erst mit 40 erfährt oder durch zufall drauf kommt das der vater den es nun sollange hatte nicht der richtige vater ist. Und die mutter es so lange verheimlicht und verarscht hat.
Ich habe schon einen fall erlebt wo nun das erwachsene kind absulut nichts mehr von der mutter wissen will, weil man ganze zeit angelogen und verarscht wurde diesbezüglich. Denn das ist mindestens genau so schlimm und zerstört vieles. Und hier habe ich den eindruck das du einfach wie oben die kontrolle haben willst über das was das kind erfährt und denkt. Klar in machen fällen verzeit das kind der mutter so eine lüge und in anderen, wird die mutter zurecht ausgestossen dafür das man es um eines der wichtigstens teile belogen wurde, den eltern und sucht jahre lang nach den richtigen vater... Was war dann 10-15-20 jahre lang glück lich belogen und dann den rest des lebens gehast.
 

Benutzer24093  (41)

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Nach den Worten des BGH-Familiensenats verstößt die Untersuchung des genetischen Materials eines anderen Menschen ohne dessen ausdrückliche Zustimmung gegen das Grundrecht auf «informationelle Selbstbestimmung».

Das ist völlig unverständlich. Wieso ist der Test dann erlaubt, wenn die Mutter zustimmt? Schließlich geht es doch um die DNA des Kindes! Nach dieser Begründung dürfte man solche Tests überhaupt erst durchführen, wenn das Kind in der Lage ist, selber darüber zu entscheiden.
 
W

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Gast
besser für's Kind oder nur für die Frau?

Ich bin wie wahrscheinlich die meisten Männer gegen ein Verbot von heimlichen Vaterschaftstests. Und das Ziel Zuwiderhandlungen des Verbots mit Geld, bzw. sogar Haftstrafen belegen zu wollen halte ich für übertrieben und grundlegend falsch. Wer ist denn Schuld an der Situation in der das Kuckuckskind nach einem Test leben muss? Scheinbar der Vater der wissen wollte ob es wirklich sein Kind ist dass er seit der Geburt durchs Leben führt, großzieht und ernährt. Die Frau die für einen anderen die Beine breit gemacht hat, ihn weiterhin betrügt indem sie ihrem Mann ein Kind unterschiebt, und ihr Kind betrügt indem sie ihm den Vater vorenthält ist natürlich unschuldig, es war Schicksal, da konnte sie nichts dagegen tun.

Ironischerweise stand heute ein Artikel in der FAZ, dass in Deutschland immer weniger Kinder geboren würden. Wen wunderts’ dass Männer keine Lust mehr auf Kinder haben, sie schaufeln sich dabei ja ihr eigenes Grab.

Ich bin der Meinung ein Verbot von heimlichen Vaterschaftstests schaden mehr als sie bewirken. Ich bitte meine Frau um die Erlaubnis eines Vaterschaftstest, sie lehnt ab, vielleicht weil sie empört über mein Misstrauen ist, oder aber sich nicht sicher ist, dass ich nicht der Vater bin und kein Risiko eingehen will. Logischerweise verstärkt das meinen Verdacht nur, der Haussegen hängt schief weil ich nicht weiß was ich denken soll, und sie sich ärgert dass ich ihr mein „Misstrauen“ ausgesprochen habe. Das bekommt das Kind sicherlich auch mit, und wenn nicht spätestens wenn ich vor Gericht gehe und versuche einen Vaterschaftstest einzufordern. Und was denkt sich ein Kind, wenn es erfährt, dass der vermeintliche Vater sich nicht sicher ist ob ihm dieser Titel überhaupt zusteht. Selbst wenn er wirklich der Vater ist fühlt sich das Kind als unerwünscht beziehungsweise ungeliebt. Dieses Gefühl begleitet es sicherlich eine relativ lange Zeit. Und dann kommt bei 90% der Tests raus dass er wirklich der Vater ist. 90% werden durch das „Misstrauen“ des Vaters verletzt, damit 10% nicht verletzt werden. Und wie viele Beziehungen gehen dann dadurch kaputt dass der Mann ein Vaterschaftstest einklagt, also seine Frau sozusagen vor Gericht bringt. Geht es dann dem Kind besser, ich meine eine Scheidung geht an einem Kind auch nicht spurlos vorrüber. Vielleicht sogar, wenn der Mann wirklich der Vater ist, die Mutter ihn aber in der Zeugungszeit betrogen hat, und sich nicht sicher war ob er der Vater ist und deshalb dem Test nicht zugestimmt hat. Bei einem heimlichen Test hätte Vater nichts gemerkt.

Und was soll das Kind später denken wenn es irgendwann vielleicht mit 20 erfährt dass der Mann der es großgezogen gar nicht sein Vater war, und das bis dato nicht wusste. Gesetzt der Fall das Kind ist männlich, und kommt selbst in das Alter über Beziehungen nachzudenken, ist es besser für das Kind dann ein Leben lang Gewissensbisse zu haben?

Und dann das Argument den Männern ginge es immer nur ums Geld das ein Kind kostet. Wenn ich mich entschließe mit einer Frau mein Leben zu teilen, dann hätte ich auch kein Problem ihre Kinder großzuziehen und zu ernährend, auch wenn der andere Teil des Erbguts nicht dem meinen entspricht. Aber das möchte ich bitte vor der Geburt wissen und nicht irgendwann durch einen Test erfahren. So ein Betrug wäre für mich in jedem Fall ein Trennungs-/Scheidungsgrund. Und wenn ich die Zweifel erst nach dem 1. Lebensjahr des Kindes bekomme und somit keinen Gentest mehr so einfach machen lassen kann hab ich verloren. Klar kann da das Kind nix für, aber es wird auch niemand darauf kommen dem Kind die Schuld zu geben. Wieso aber sollte der Mann der gar nicht der leibliche Vater ist nach einer bevorstehenden Scheidung für die Kinder aufkommen müssen. Er ist nicht schuld an deren Zeugung, das Problem hat sich die Mutter selbst eingebrockt.
Klar bin ich mir sicher, dass ich ein Verhältnis zu einem Kind aufbauen kann das nicht von mir ist, ich sehe aber nicht ein Unterhalt für ein Kind zu zahlen für das ich weder das Sorgerecht habe, noch der leibliche Vater bin. Jeder muss dafür gerade stehen was er tut, und ich will nicht für einen anderen Mann den Kopf hinhalten.

Und alles zum Wohl des Kindes: Man stelle sich vor der Mann macht über Internet und Post doch einen heimlichen Vaterschaftstest und findet heraus, dass es nicht sein Kind ist für dass er dann nach einer Scheidung Unterhalt bezahlt. Er empfindet die Situation als zutiefst ungerecht und weiß dass er gerichtlich nichts tun kann, wenn Frau einem Gentest nicht zustimmt. Ist es da nicht wahrscheinlich dass er einen Hass in sich aufbaut den er zuerst auf die Frau wirft, dann aber auch für das Kind empfinden muss? Ist das wirklich besser für das Verhältnis zwischen Mann und Kind? Zuvor hätte man sich vielleicht im Guten voneinander trennen können, der Mann der sich von der Frau getrennt hat, weil er mit dem Betrug nicht leben konnte, wird seine Gefühle für das Kind sicherlich nicht aus dem Herzen streichen. Er nimmt zwar die Vaterrolle nicht mehr wahr, aber das Kind wird ihm sicherlich weiterhin wichtig sein. So aber bringt er dem Kind nur noch Hass entgegen, was wird dem Kind wohl lieber sein?

Und dann das Argument der Mitbestimmung der Frau ist auch an den Haaren herbeigezogen! Bei einer Frau stellt sich die Frage nicht ob sie wirklich die Mutter des Kindes ist, daher wird sie nie auf die Idee kommen einen Mutterschaftstest machen zu wollen. Und bei der Frage um Abtreibung oder nicht, darf der Mann auch nicht mitbestimmen. Daran habe ich allerdings auch nichts auszusetzen, schließlich ist es ihr Körper der den Risiken einer Abtreibung ausgesetzt ist. Aber nennt sich das Gleichberechtigung? Frauen wissen woran sie mit ihrem Kind sind, Männer nicht. Und es soll in der Hand der Frau liegen ob der Mann es erfährt? Was hat das für einen Sinn?

Klar bin ich inzwischen der Meinung dass man den Gentest vor Anerkennung der Vaterschaft machen sollte, aber darüber hab ich früher nie nachgedacht. Sollen die Männer für die diese Einsicht jetzt zu spät kommt bestraft werden?

Des Weiteren verstehe ich nicht warum sich besonders Frauen über solche Tests aufregen. Wenn sie ehrlich sind und nicht versuchen den Mann zu betrügen haben sie bei solchen Tests nichts zu befürchten, schließlich sollten sie ja wissen wer der Vater ist. Sollten diese jedoch kein sauberes Gewissen haben, dann sollten sie lieber nicht an öffentlichen Diskussionen teilnehmen, da man bei Frauen diesen Schlages sowieso Zweifel an der charakterlichen Eignung zum Teilnehmen an Diskussionen über soziale Themen haben muss.

Wenn ich mir die Sache richtig vor Augen führe frage ich mich ob ich vielleicht einfach 40 Jahre zu spät geboren wurde und meine Ansichten einfach nicht mehr zeitgemäß sind: Frau betrügt den Mann, schiebt dem Mann ein Kind unter. Da man die Rechte von Schutzbedürftigen höher setzt als die der Erwachsenen werden Männer nun dafür bestraft (immerhin 1 Jahr Freiheitsstrafe), dass sie einen bodenlosen Betrug aufdecken wollen. Dann kommen die Männer in den Bau weil ihre Frauen sie betrügen. Gerechter wäre es doch die Frau zu bestrafen, dann würden sich Frauen das vielleicht doch überlegen ob sie das Risiko eingehen wollen einem Mann ein Kind unterzuschieben, und Vaterschaftstest würden so auch ihre verhängnisvolle Bedeutung verlieren. Schließlich ist ja nicht der Mann an der Situation schuld, nur dadurch dass er herrausfindet nicht der Vater zu sein, sondern die Frau die ihn erst in diese Situation bringt. So wird aber die Person bestraft, die doch eigentlich so schon zu den Opfern gehört. Paradox.





@gwyneth: mach dir mal Gedanken darüber, ob der Schutz von den 10% Kuckuckskindern es wert ist die restlichen 90% in Gefahr zu bringen Scheidungskinder zu werden.
 
H

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Gast
Ausschnitte aus einem anderen Forum zu diesem kontroversen Thema:


Also wenn ich den Verdacht habe, daß das Kind nicht von mir ist, dann mach ich den Test heimlich, und es interessiert mich ehrlich gesagt einen Scheißdreck, ob ich dadurch das Persönlichkeitsrecht des Kindes verletze.

Wenn es mein Kind ist, habe ich bestimmt nicht das Persönlichkeitsrecht meines Kindes verletzt. Immerhin war ich an der Erzeugung beteiligt und werde es mit meinem Leben schützen.

Sollte das Kind von der Kneipenbekanntschaft meiner Frau stammen, ist mir die Persönlichkeit des Kindes auf deutsch gesagt eh wurscht.

Mir doch egal, was die Zypries mir versucht weiß zu machen. Wenn ich jahrelang ein Kuckuckskind großziehe, dann ist das Betrug und es verletzt meine Rechte.

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Einen Test kann man sicher vorher machen, man darf ihn nur nach diesem Urteil nicht erwähnen. Am besten man gibt gleich falsche Personalien an zu dem Kind, das man angeblich testen lassen will.

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Den Klartext dieser Botschaft hat ein hochrangiges Mitglied der ev. Kirche gestern so zusammengefaßt: "Man kann in Zukunft eigentlich nur von einer Heirat abraten."

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Hier gehts eindeutig ums Geld.
Einer muß zahlen
und am besten der Staat zahlt so wenig wie möglich.
Deutsche Richter versuchen die Sozialhilfekosten
auf irgendwelche Väter von Kuckuskindern abzuschieben.

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Wie sagte Nietzsche doch gleich: "Wenn du zum Weibe gehst, vergiß den falschen Personalausweis nicht."

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(...) Unter diesen Rahmenbedingungen lässt sich das Verbot heimlicher Vaterschaftstests politisch nicht mehr durchsetzen. Die neue Gentest-Option ist da, und sie wird weithin als legitim angesehen. Hohe Strafen sind deshalb unpopulär. Und symbolische Bußgelder schrecken angesichts der zu sparenden Unterhaltskosten niemand ab. Das gestrige BGH-Urteil wird von der politischen Entwicklung überholt werden. CHRISTIAN RATH

taz Nr. 7563 vom 13.1.2005, Seite 1, 82 Kommentar CHRISTIAN RATH, Leitartikel

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1592 BGB (Vaterschaft)

Vater eines Kindes ist der Mann,

1. der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist,
2. der die Vaterschaft anerkannt hat oder
3. dessen Vaterschaft nach § 1600d oder § 640h Abs. 2 der Zivilprozessordnung gerichtlich festgestellt ist.


§ 1593 BGB (Vaterschaft bei Auflösung der Ehe durch Tod)

§ 1592 Nr. 1 gilt entsprechend, wenn die Ehe durch Tod aufgelöst wurde und innerhalb von 300 Tagen nach der Auflösung ein Kind geboren wird. Steht fest, dass das Kind mehr als 300 Tage vor seiner Geburt empfangen wurde, so ist dieser Zeitraum maßgebend. Wird von einer Frau, die eine weitere Ehe geschlossen hat, ein Kind geboren, das sowohl nach den Sätzen 1 und 2 Kind des früheren Ehemanns als auch nach § 1592 Nr. 1 Kind des neuen Ehemanns wäre, so ist es nur als Kind des neuen Ehemanns anzusehen. Wird die Vaterschaft angefochten und wird rechtskräftig festgestellt, dass der neue Ehemann nicht Vater des Kindes ist, so ist es Kind des früheren Ehemanns.

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... völlig richtig, denn selbst eine Totaloperation (Amputation) sowie ein nachgewiesener mehrjähriger Aufenthalt im Orbit während der Zeit der mutmaßlichen "Beiwohnung", können für den Ehemann juristisch und damit zwingend eine Vaterschaft begründen.

... dies dürfte bei großzügiger Auslegung des § 1592 BGB sogar für einen "Mann" gelten, der diesen Status erst durch Geschlechtsumwandlung erlangte, danach eine Ehe schloß aber niemals vollzog. :grin:

PS: Was "lehrt" uns das? Jede (gebärfähige) Frau kann sowohl Mutter als auch Vater werden oder sogar beides, wenn ein entsprechender medizinischer Eingriff dazwischen lag!
laugh.gif
 

Benutzer10  (46)

im Ruhestand
Heute in der TZ-München habe ich ein tolles Satirebild über den Vaterschaftstest - leider finde ich das nicht online...
 

Benutzer15806 

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@woggel
Bravo und Danke für die Mühe, die Du Dir mit dem ausführlichen Beitrag gemacht hast!
Besser hätte ich meinen Standpunkt auch nicht darlegen können!
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!



Hermann schrieb:
Also wenn ich den Verdacht habe, daß das Kind nicht von mir ist, dann mach ich den Test heimlich, und es interessiert mich ehrlich gesagt einen Scheißdreck, ob ich dadurch das Persönlichkeitsrecht des Kindes verletze.

Wenn es mein Kind ist, habe ich bestimmt nicht das Persönlichkeitsrecht meines Kindes verletzt. Immerhin war ich an der Erzeugung beteiligt und werde es mit meinem Leben schützen.

Sollte das Kind von der Kneipenbekanntschaft meiner Frau stammen, ist mir die Persönlichkeit des Kindes auf deutsch gesagt eh wurscht.

Mir doch egal, was die Zypries mir versucht weiß zu machen. Wenn ich jahrelang ein Kuckuckskind großziehe, dann ist das Betrug und es verletzt meine Rechte.
Genau meine Meinung!
 

Benutzer27616 

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Ich finde das ganze Thema ist sehr heikel.Das Erlauben heimlicher Vaterschaftstests birgt viel Potential für Missbrauch , denn wer will mir nachweisen , dass die Genproben die ich einschicke auch von mir und meinem potentiellen Kind sind, und nicht etwa von Nachbarn , Freunden , dem Freund meiner Verhassten ex und Ihrem typen etc. ( nein, so bin ihc nicht , aber es gibt Leute die das machen würden!) .

Andererseits finde ich jedoch, dass sowohl der leibliche wie der Kukucksvater durchaus ein Recht haben und informiert werden müssen, wer ihre leiblichen respektive Kuckukskinder sind. Schliesslich geht es hier um die Erziehung und "Aufziehung" eines Kindes einerseits, was mit viel Entbehrung verbunden ist, viel Geld kostet und unheimlich verletzend sein kann, wenn zB man erst nach Jahren erfährt Betrugsopfer zu sein. Andererseits geht es ja auch um sowas wie Lebenserfüllung, nämlich Nachkommen zu zeugen, sowas wie ein Stück "Unsterblichkeit" zu erlangen- vielleicht haben einige diesen Lebenswunsch schon erreicht ohne es zu wissen , und andere haben es eben noch nicht erreicht werden aber in dem Glauben gelassen .

Auch dem Kind gegenüber wäre das fair, denn Blut ist immer noch dicker als Wasser wie man so schön sagt, und selbst wenn jemand fremdes einen 20 Jahre aufzieht - man hat einfach eine besondere Bindung zu den leiblichen Eltern, selbst wenn man sie nicht kennt.

Hinter allem tickt auch unsere biologische Uhr , und manches kann man einfach nicht neu anpacken, nicht jede verlorene Zeit kann man wieder irgendwie aufholen.

Ich denke es sollte selbstverständlich sein offen und ehrlich miteinander umzugehen , daher stelle ich einfach mal zur Diskussion, dass man Kindern ihre beiden leiblichen Eltern zuordnen sollte, mit zB einem Eintrag in der Geburtsurkunde.

Zumindst aber sollte jemandem , der seine Vaterschaft für ein kind testen möchte , und welchem noch kein leiblicher Vater eindeutig zugeordnet ist, dieser test unter "Kontrollierten Bedingungen" erlaubt werden ( zB Abgabe der Proben unter Aufsicht eines Arztes ). Notfalls soll dieser Mann dieses gegen eine "widerwillige" Frau mit Rechtsmitteln durchsetzen können.



Pimpi
 

Benutzer15392 

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schwierig.
auf der einen seite ist es natürlich ein enormer "misstrauensbeweis".
aber wenn ohnehin so viel misstrauen da ist, dass er einen solchen test für notwendig hält, dann spielt das keine große rolle mehr. da wäre es höchstens noch interessant, wie ER reagiert, wenn er erfährt, dass er DOCH der vater ist ;-)


ich versteh nur das mit dem "recht auf informationelle selbstbestimmung" nicht. hat nicht der vater jedes recht, zu erfahren, ob das kind wirklich von ihm ist?
und hat die mutter wirklich das recht, es ihrem mann zu verheimlichen, dass sie fremdgegangen ist? zumindest in einem fall, in dem er auch noch finanziell für dieses "kuckuckskind" grade stehen muss...
 

Benutzer6276  (37)

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Ich bin eh ziemlich hin und her gerissen, wasdie Sache mit den Vaterschaftstest angeht, also die neuen Gesetze.
Aber eigentlich bin ich der Meinung, dass man es den Vätern nicht verbeiten sollte, zu wissen, ob das nun wirklich das eigene Kind ist. Und man macht ja nicht einfach mal aus ner Laune heraus so einen Test, sondern weil vll Bedenken sind, und dann finde ich es okay.
Die Frau weiß schließlich auch, dass es ihr Kind ist.
Ich denke auch, dass wenn die Frau einem herkömmlichen Test nicht zustimmt, sollte man sich shcon Gedanken machen und wenn sie ihren Mann betrügt, ist sie es selber schuld und muss mit den Konsequenzen leben.

Was das heimliche angeht, finde ich nicht gut, aber ich kann es verstehen, denn ich würde auhc wissen wolen, ob es mein Kind ist, deshalb finde ich es etas sehr übertrieben, Haftstrafe dagegen anzusetzen.

Ich stelle mir auch die Frage, wieso die Mutter es verbieten darf, der angebliche Vater es aber nicht erlauben. Ich meine, es sind ja (sei es wirklich der Vater) beide die Erziehungsberechtigten.

Ich finde, dieses Gesetz Schwachsinn und kann damit auch verstehen, dass einige "Väter" solch einen Test heimlich machen und würde das auch nie verurteilen.
 

Benutzer24749 

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Ich fände halt einen Kompromiss ganz gut. Wenn der vermeintliche Vater nichts mit seinem Kind zu tun hat, es nicht sieht und lediglich dafür zahlt, sollte so ein Test schon ermöglicht werden.

Wird aber ein normales Familienleben geführt, verstehe ich die neue Regelung. Das Kind weiss nichts von allem und ist mit seinem Vater glücklich. Sollte so ein Test dann das Gegenteil beweisen, wird die Familie wohl auseinanderbrechen. Das Kind verliert also seinen Vater.

In so einer Situation verstehe ich das Testverbot.

Gewissheit kann man sich aber immer noch bei begründeten Verdacht verschaffen. Wie dieser Verdacht aussehen muss, weiss ich aber leider nicht.
 

Benutzer6276  (37)

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Frantic81 schrieb:
Wird aber ein normales Familienleben geführt, verstehe ich die neue Regelung. Das Kind weiss nichts von allem und ist mit seinem Vater glücklich. Sollte so ein Test dann das Gegenteil beweisen, wird die Familie wohl auseinanderbrechen. Das Kind verliert also seinen Vater.
Aber findest du nicht, dass jeder Vater das Recht hat, zu wissen das "sein" kind wirklich seins ist?
Ich finde außerdem, wenn man in einer intakten Familie lebt, gibt es ja eigentlich keinen Grund für einen Test, und gibt es einen Grund, hat die Frau wohl Mist gebaut.
Ich finde, wenn dann die Familie vielleicht auseinandergeht, liegt dann eher an der Frau und nicht am Mann, weil er den Test wollte.
Klar ist es scheiße für das Kind, aber wenn sich etz zB herausstellen würde, dass mein papa nicht mein papa ist, würde sich wohl trotzdem nichts großartig zwischen uns ändern
 
N

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Unfähigkeit Zypries: dumm, naiv, weltfremd

Der Gesetzesentwurf von Brigitte Zypries:

- ist gegen das Wohl des Kindes, das ein Recht darauf hat zu erfahren, wer der biologische Vater ist.

- stellt die Lügen einer Mutter unter staatlichen Schutz.

- ist eine Belastung für Familien: Wenn die Zustimmung für einen Vaterschaftstest bei der Frau eingeholt werden muss, ist die Familienkrise vorprogrammiert.

- ist eine Belastung für das Kind: Ungewissheit über die Vaterschaft fördert nicht gerade die Zuneigung, die ein Kind vom Vater erfährt.

BRAVO, Frau Zypries! Die fragwürdigen Argumente des Datenschutzes sind mehr wert, als die knallharte Realität betrogener Männer. Wenn man über 50, ledig und kinderlos ist, verschieben sich offensichtlich die Prioritäten. Ich bin mir sicher, das ein Gesetzesentwurf möglich ist, der Datenschutz und eigenverantwortliche Vaterschaftstests unter einen Hut bringt.
 
G

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Schlumpf Hefti schrieb:

@ gwyneth
Eigentlich gefällt mir deine Denkweise, denn du willst, daß vernünftige Menschen die Sache anständig klären und es nicht in einer Schlammschlacht auf dem Rücken des Kindes ausartet.
Der Haken an der Sache: Menschen streiten nun mal... es gibt ja nicht nur Fälle, in denen eine Familie wegen eines solchen Kindes auseinanderbricht, sondern auch Fälle, in denen es schon längst Streit gibt. Siehe Beispiel oben: Paar trennt sich, Frau bekommt Sorgerecht, Mann darf zahlen - es ist aber nicht sein Kind.
Außerdem scheint mir, daß du nach dem Prinzip "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß" denkst. Du würdest lieber "zum Wohle des Kindes" sein ganzes Leben auf einer dicken Lüge aufbauen. Und um das eigene Gewissen nicht zu belasten, willst du es selbst am besten auch nicht wissen...
Du denkst zwar sehr sozial, aber doch leider wenig logisch!


wollte eigentlich nichts mehr schreiben.
mein eigener vater hat sich, ist aber schon einige jahre her, selbst vom vater zum erzeuger degradiert. niemand hätte es je erfahren, wäre mein jüngster bruder von ihm gewesen.
im nachhinein sage ich:
er hat an dem tag nicht ein sondern vier kinder verlohren. (auch meine anderen beiden brüder denken wie ich)
mein damals 9 jähriger (!!!) bruder ertrug das alles nicht, paradoxer weise war er der einzige von uns vier, der eine wirklich enge beziehung zu ihm hatte und versuchte sich in folge das leben zu nehmen, ist seitdem behindert.
meine eltern leben noch immer zusammen, es ging nicht um trennung, ich war dieses jahr zu weihnachten das erste mal seit drei jahren zu hause. geld nehme ich keines von meinem vater, genausowenig wie ich seit meinem 15 lebensjahr mit ihm spreche.
viele haben hier geschrieben, wenn es eh nicht ihr kind ist, wäre ihr wohl ihnen wurscht.
ich sage, auf solche väter können kinder von vornherein verzichten. gene hin oder her.
 
G

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gam schrieb:
@gwyneth

Ich verstehe deinen aussagen auch nicht wie so mancher hier, dabei möchtie ich ja nicht mal alles kritisieren... Aber das kann ich nicht verstehen... Habe nun alle postings gelesen und du wirkst total festgefahren in deiner meinung und lässt kein argument zu oder durchleuchtest es nicht mal habe ich den eindruck.

Du bist der meinung das der vater ab einem bestimmten alter des kindes keinen privaten-vaterschaftstest machen darf um bei einem negativen ergebiss das das kind nicht den vater verliert den es "glaubt" zu haben.

Also 1:
Bei einem positivien muss es ja nicht mal davon erfahen. Bei einer gerichtsverhandlung erfährt es auf jedenfall davon egal wie der ausgang ist..


ich find nicht, dass es zu gerichtsverhandlungen kommen solte, ich sagte nur, dass mütter hier in österreich auch nicht das recht haben, heimlich die vaterschaft zu testen, wenn sie sich nicht sicher sind
ich bin für vaterschaftstests nach der geburt. ich bin für offene, ehrliche komunikation unter erwachsenen. ich bin dafür partnerschaft und elternschaft von einander inhaltlich, emotional und praktisch zu trennen und diese kindische egotripp- spielchen oder rachegeschichten an der mutter auf dem rücken von kindern (oder anderen menschen generell) zu unterlassen.
gam schrieb:
2.
Was ist besser? du schreibt das frau ja auch vor gericht müsste wenn sie eine vaterschaft festlegen muss, aber das ist doch was anderes. Da wird erstmal einem keiner weggenommen...
Ohne Privaten-Test ZWINGST du doch den vermeitlichen vater vor gericht zu gehen auch wenn er sich nur sicher sein will, nur von 99,9% auf 100% das i-tüpfelchen haben will.
Und jetzt sag nicht das es dem kind besser bekommt wenn es eine gerichtsverhandlung gibt die lange dauern kann... Weil die kann auch wie der private-test später sein, wenn das kind älter ist und erst recht alles mitbekommt bei einer verhandlung. Also damit ist keinem geholfen und schadet wirklich nur.

Ich habe fast schon den eindruck, das du die verhandlung haben willst um sagen zu können: "guck der geht vor gericht und macht uns alles kaputt"

private tests oder nicht ist mir eigentlich egal. es ist ein thema, mit dem man sich eigentlich zwingend nach der geburt auseinandersetzen sollte. nicht, wenn man in einer trennngssituation steckt oder sonstwie gerade knapp bei kasse. entweder man nimmt eine verantwortung an oder nicht. übrigens finde ich auch solche lebenslügen unter aller sau. aber ich kann im nachhinein meine mutter zu gut verstehen, würde ihre situation niemanden wünschen und finde es gleichzeitig bescheuert wie sie gehandelt hat. aber nein, ich mache ihr keinen vorwurf.


gam schrieb:
3.
Das das dem kindes-wohl ist ist doch blödsinn! Jeder braucht ein vater und jeder will seinen RICHTIGEN vater!
Ich will ich nicht wissen was das kind fühlt wenn es mal mit 18, 20 oder erst mit 40 erfährt oder durch zufall drauf kommt das der vater den es nun sollange hatte nicht der richtige vater ist. Und die mutter es so lange verheimlicht und verarscht hat.
Ich habe schon einen fall erlebt wo nun das erwachsene kind absulut nichts mehr von der mutter wissen will, weil man ganze zeit angelogen und verarscht wurde diesbezüglich. Denn das ist mindestens genau so schlimm und zerstört vieles. Und hier habe ich den eindruck das du einfach wie oben die kontrolle haben willst über das was das kind erfährt und denkt. Klar in machen fällen verzeit das kind der mutter so eine lüge und in anderen, wird die mutter zurecht ausgestossen dafür das man es um eines der wichtigstens teile belogen wurde, den eltern und sucht jahre lang nach den richtigen vater... Was war dann 10-15-20 jahre lang glück lich belogen und dann den rest des lebens gehast.

man kann nicht testen, wer der vater ist, sondern nur den erzeuger. dafür, dass man dieser ist das erste aufgeben habe ich als fatal erlebt - in erster linie für uns kinder, inzwischen auch für ihn.
 
N

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@ gwyneth

Kein Gesetz der Welt kann Kinder vor dem Fehlverhalten der Eltern schützen.
 
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