Hebt es ab?

S

Benutzer

Gast
jetzt ist es hier ja doch noch recht physikalisch und kompliziert geworden. ich habe mich ja bislang aus der diskussion zurueckgehalten und moechte jetzt einfach nochmal fuer alle nicht-physiker (die durch die letzten 3 seiten vielleicht nicht durchsteigen :-D) eine verstaendliche erklaerung angeben:

Grundsätzlich ist es so, daß es auf die Räder und den Fußboden praktisch nicht ankommt. Wichtig ist der Auftrieb. Dieser hängt davon ab, ob an den Tragflächen Luft vorbeistreicht oder nicht. Wenn also durch den Schub (Propeller oder Turbine) das Flugzeug an Geschwindigkeit gewinnt und die Luft stehen bleibt, entsteht eine Relativgeschwindigkeit zwischen Luft und Flugzeug, die dazu führt, daß die Luft oberhalb der Tragfläche schneller vorbeiströmt als unterhalb. Der Energieerhaltungssatz der Luft besagt, daß der Druck in der Luft mit Zunahme der Luft(relativ)geschwindigkeit abnimmt. Wenn also die Luft an der Oberseite der Tragfläche schneller als an der Unterseite ist, ist dort der Druck geringer als an der Unterseite. Dadurch entsteht Auftrieb und das Flugzeug hebt ab. Räder, Boden und ähnliche Dinge haben dabei kaum einen Einfluß, wenn man mal die Reibungskräfte am Boden o.ä. vernachlässigt.

Ich danke an dieser Stelle meinem Professor :-D

shabba
 

Benutzer47126 

Verbringt hier viel Zeit
@xela
"Der Zusammenhang "Peripherierotgeschw.=2*Flugzeuggeschw." ist linear. Hat das Flugzeug 300km/h, so rotieren die Räder mit 600km/h im Uhrzeigersinn."

Sorry... Klingt zwar auf den ersten Blick logisch ist aber nur, so denke ich, halbrichtig.

Denn seit wann bitte sind Beschleunigungsvorgänge linear????
Schau bitte nochmal in deine Formelsammlung und such nach der Einheit für die Beschleunigung. Da steht klipp und klar Meter pro Sekunde Quadrat!!!!!

Alleine schon der Graph für die Wegzunahme gegen Zeit des Flugzeugs wäre eine quadratische Funktion beginnend im Koordinatenursprung.
Das bedeutet automatisch, dass die Räder ihre Drehfrequenz entspechend der Beschleunigung des Flugzeugs erhöhen, was dann ja wohl auch quadratisch wäer, oder?. Wenn dann noch das Rollband hinzu kommt, was die Räder noch schneller macht, quasi als Multiplikator der Drehfrequenz, dann ist das nunmal ein quadratische Funktion mit nem etwas stärkeren Anstieg...> sprich exponentiell ( damit diese Aussage keiner auf die Goldwage legt..ich beziehe exponentiell auf das Quadrat und nicht auf den Multiplikator )

Da die Beschleunigung des Flugzeuges nunmal unser Ausgangspunkt ist, musst du diese Tatsache auch mit in deine Überlegung einbeziehen. Es ist nunmal keine gleichförmige Bewegung sondern eine annähernd ,gleichmäßig beschleunigte Bewegung.
 

Benutzer47126 

Verbringt hier viel Zeit
@shabba

eigentlich ist es das nicht. Nur hier wird meines Erachtens gerade die Physik verdreht. :grin:
 
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Benutzer

Gast
Da das Folgende eigentlich fast nichts mehr mit der ursprünglichen Aufgabe zu tun hat, sondern Irrtümer zum Begriff Beschleunigung ausräumen soll, setz ich alles mal offtopic
Off-Topic:

@ die Raute

@xela
"Der Zusammenhang "Peripherierotgeschw.=2*Flugzeuggeschw." ist linear. Hat das Flugzeug 300km/h, so rotieren die Räder mit 600km/h im Uhrzeigersinn."

Sorry... Klingt zwar auf den ersten Blick logisch ist aber nur, so denke ich, halbrichtig.

Denn seit wann bitte sind Beschleunigungsvorgänge linear????
Schau bitte nochmal in deine Formelsammlung und such nach der Einheit für die Beschleunigung. Da steht klipp und klar Meter pro Sekunde Quadrat!!!!!

1. Die Gleichung "Peripherierotgeschw.=2*Flugzeuggeschw." ist linear in der Variablen Flugzeuggeschw.. Das einzige was man mir vielleicht vorwerfen kann, und das dann zu diesem Mißverständnis geführt hat, ist, daß ich oben nicht gesagt habe, daß ich die Linearität in Flugzeuggeschw. und nicht etwa Linearität in der Zeit gemeint habe.

2. Ich kann dir versichern, daß ich mir zu jedem Zeitpunkt dieser Diskussion bewußt bin, welche Einheit die Beschleunigung hat.

Alleine schon der Graph für die Wegzunahme gegen Zeit des Flugzeugs wäre eine quadratische Funktion beginnend im Koordinatenursprung.

Entschuldige, aber diese Aussage ist grober Unfug, da sie nur dann gültig ist, wenn die Beschleunigung konstant ist. Die meisten Vorgänge in der Natur, in denen Beschleunigungen vorkommen haben die Eigenschaft, daß diese Beschleunigungen nicht konstant sind. (Einfaches Beispiel: schwingende Feder)


Das bedeutet automatisch, dass die Räder ihre Drehfrequenz entspechend der Beschleunigung des Flugzeugs erhöhen, was dann ja wohl auch quadratisch wäer, oder?.

Nein. Siehe unten(+).

Wenn dann noch das Rollband hinzu kommt, was die Räder noch schneller macht, quasi als Multiplikator der Drehfrequenz, dann ist das nunmal ein quadratische Funktion mit nem etwas stärkeren Anstieg...> sprich exponentiell ( damit diese Aussage keiner auf die Goldwage legt..ich beziehe exponentiell auf das Quadrat und nicht auf den Multiplikator )

Nein. Siehe unten(+).

Da die Beschleunigung des Flugzeuges nunmal unser Ausgangspunkt ist, musst du diese Tatsache auch mit in deine Überlegung einbeziehen.

(+) Da du dich so an der Beschleunigung aufhängst, werde ich dir jetzt eine Lösung präsentieren, die auch Beschleunigungen berücksichtigt. In dieser Lösung gibt es keine exponentiellen Zuwächse und der gleichen.

Da wir uns ja bereits einig sind, daß das Flugzeug abhebt (in allen physikalisch sinnvollen Interpretationen der Aufgabenstellung), stimmen wir auch sicher miteinander überein, daß man dann auch ggf. den Schub so geschickt steuern könnte, daß die Beschleunigung a>0 des Flugzeugs zu jedem Zeitpunkt KONSTANT ist. In diesem Fall ist, wenn zum Zeitpunkt 0 das Flugzeug noch steht und gerade der ganze Vorgang losgeht:

Flugzeuggeschw.(t)=a*t
Bandgeschw.(t)=-a*t
Peripherierotgeschw.(t)= 2a*t (im Uhrzeigersinn)

Dies löst die Aufgabe, da stets Bandgeschw.(t)=-Flugzeuggeschw.(t) erfüllt ist, und Peripherierotgeschw.(t) so beschaffen ist, daß die Räder stets sauber ohne Schlupf (d.h. ohne Durchzudrehen) auf dem Laufband abrollen. Hat nun das Flugzeug seine Startgeschw. von sagen wir 300km/h erreicht, so liefert auch diese Lösung, daß sich die Räderperipherie zum Abhebezeitpunkt mit 600km/h im Uhrzeigersinn dreht.
Wie du hoffentlich unschwer erkennts, nimmt die Peripherierotationsgeschwindigkeit hier überhaupt nicht exponentiell sondern linear mit der Zeit zu.

Ist es noch notwendig, dir die allgemeinere Lösung zu präsentieren, in der a nicht mehr konstant ist?

Es ist nunmal keine gleichförmige Bewegung sondern eine annähernd ,gleichmäßig beschleunigte Bewegung.

Steuert man den Schub der Düsen geeignet, so daß a wie in (+) konstant ist, bleibt alles bei einer gleichmäßig beschleunigten Bewegung, also auch die Rotationsbeschleunigung der Räder ist konstant.
 

Benutzer47126 

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@ xela

Also rein mathematisch geb ich mich geschlagen. ich musste allerdings trotzdem noch drüber nachgrübeln. Denn v=a*t ist mir ja auch bestens bekannt und am Anfang dachte ich auch, dass das so einfach damit zu erklären ist. Aber mir ist bis jetzt mein Bauchgefühl im Weg, was sich dagegen sträubt es zu akzeptieren. Klar die Mathematik lügt nicht und deine Herleitung hab ich auch verstanden und sie ist korrekt.
Nur versuch mir mal bitte meine Verwirrung zu nehmen

Ich weis nicht wieso aber ich hege trotzdem noch irgendwo Zweifel. Also
du hast sie so hergeleitet. Grundlage ist v=a*t
a1 = Beschleunigung vom Flugzeug
-a2 = Beschleunigung vom Rollband

Daraus ergibt sich (da a1 und a2 in ihren Betragswerten ,im Idealfall, auch immer gleich groß sind) v=(a1+a2)*t also v= 2a*t deine Lösung.
die Drehfrequenz der Reifen würde dann einer Vorwärtsbewegung von 600km/h entsprechen

Schlag mich von mir aus tot, den Faktor 2 will mein Bauch nicht akzeptieren... Mein Denkfehler ist dann wahrscheinlich, dass ich mir das nicht praktisch vorstellen kann bzw. nur falsch.

Vielelicht vestehst du ja was mich verwirrt, wenn ich dir mal eine Formel zeige bzw, erkläre wo ich mein Quadrat vom Bauchgefühl her sehe.

Grundlage v=a*t

ich dachte ich muss die zweite Beschleunigung wie einen Faktor einbringen.

die Formel würde dann lauten.

v=a1*a2*t also v=a²*t

Bauchgefühl halt...

versuch dich mal da rein zu denken
 
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Benutzer

Gast
@ xela
Nur versuch mir mal bitte meine Verwirrung zu nehmen

Ich versuchs :zwinker: .

Ich weis nicht wieso aber ich hege trotzdem noch irgendwo Zweifel. Also
du hast sie so hergeleitet. Grundlage ist v=a*t
a1 = Beschleunigung vom Flugzeug
-a2 = Beschleunigung vom Rollband

Daraus ergibt sich (da a1 und a2 in ihren Betragswerten ,im Idealfall, auch immer gleich groß sind) v=(a1+a2)*t also v= 2a*t deine Lösung.
die Drehfrequenz der Reifen würde dann einer Vorwärtsbewegung von 600km/h entsprechen

Moooment, halt langsam. Du verwendest jetzt deine eigenen Bezeichnungen in diesem Doppelabsatz vollkommen inkonsistent. Zunächst war bei mir oben a die Beschleunigung des Flugzeugs, d.h. das was du zunächst mit v=a*t bezeichnest ist die Flugzeuggeschwindigkeit. Damit kann dann im zweiten Absatz äußerst schlecht plötzlich v=2a*t sein! Kurz um, was du hier geschrieben hast ist Kauderwelsch.
Wenn a(>0) die Beschleunigung des Flugzeugs ist, dann sind folgende Aussagen richtig

Fluhzeigbeschleunigung=a , wegen a>0 nach rechts gerichtet
Bandbeschleunigung=-a , d.h. wegen a>0 negativ und deshalb nach links gerichtet.
Rotationsbeschl. der Radperipherie=2a im Uhrzeigersinn

Und die Flugzeugbeschl. ist grundsätzlich (nicht nur "idealerweise") immer betragsmäßig exakt gleichgroß wie die Bandbeschleunigung, daß ist nämlich gerade die logische Implikation der Aufgabenstellung (genauer, der Interpretaionsmöglichkeit, die wir hier betrachten).

Schlag mich von mir aus tot, den Faktor 2 will mein Bauch nicht akzeptieren... Mein Denkfehler ist dann wahrscheinlich, dass ich mir das nicht praktisch vorstellen kann bzw. nur falsch.

Es ist einfach Erfahrung im Umgang mit physikalischen Fragestellungen, die dir momentan noch fehlt, so daß dir dein intuitives Verständnis leichter was falsches vorgaukeln kann. Aber das passiert gelegentlich auch erfahreneren Leuten, mich eingeschlossen.

Vielelicht vestehst du ja was mich verwirrt, wenn ich dir mal eine Formel zeige bzw, erkläre wo ich mein Quadrat vom Bauchgefühl her sehe.

Grundlage v=a*t

ich dachte ich muss die zweite Beschleunigung wie einen Faktor einbringen.

Dein letzter Satz ist enscheidend. Es ist hier nicht zu multiplizieren sondern nur zu addieren/subtrahieren. Du gehst an die Aufgabe einfach verkehrt ran. Du hast zwei Dinge zu jedem Zeitpunkt zu gewährleisten.
1. Bei unserer Interpreation soll jederzeit die Bandgeschwindigkeit entgegengesetzt gleich groß der Flugzeuggeschw. sein.
2. Die Räder sollen dabei stets ohne Schlupf auf der fahrbahn abrollen.

So und nun hast du genau drei Parameter, die den Bewegungszustand der ganzen Anlage, was die Geschwindigkeiten betrifft, vollständig charakterisieren: flugzeuggeschw, Bandgeschw. und Peripherierotgeschw.

Diese drei größen mußt du nun so mit einander verheiraten, daß 1. und 2. erfüllt sind. Als Resultat erhält man zwei Gleichungen für die drei Parameter, die stets erfüllt sein müssen. Wenn du nun versuchst diese beiden Gleichungen aufzustellen, dann wirst du dabei merken, daß nirgendwo multipliziert wird, sondern nur addiert/subtrahiert oder höchstens mit "-1" multipliziert. Da diese gleichungen linear sind, erhälts du aus ihnen durch ableiten nach der Zeit sofort die entsprechenden Bedingungen, die die einzelnen Beschleunigungen erfüllen müssen, damit 1. und 2. erfüllt sind.
Anschließend muß man sich natürlich sich hinsetzen, und versuchen, die Gleichungen, die man das hingeschrieben hat und die von ihnen vorhergesagten Lösungen sich auch anschaulich klar zu machen und das ist oftmals wirklich nicht so leicht.

An dieser Stelle würde ich dir empfehlen, die ganze Sache nochmal auf dich in Ruhe einwirken zu lassen und dir vor deinem geistigen auge vorzustellen, wie das aussieht, wenn das Flugzeug nach rechts losfährt, was dabei das Band macht und wie sich dabei genau die Räder drehen. Ich möchte nochmal an dieser stelle ausdrücklich betonen, auch wenn es dich persönlich vielleicht nicht betrifft, daß die Bewegung der Räder durch zwei komplett verschiedene Geschw. charakterisiert wird: die Geschwindigkeit der Radnabe=Radmittelpunkt und die Rotationsgeschw. des Radrandes. Erstere ist dabei stets identisch mit der Flugzeuggeschwindigkeit!
 

Benutzer47126 

Verbringt hier viel Zeit
@xela

Ok mein Bauch ist nicht mehr gegen die 2 ,nur seit deinem letzten Post verstehe ich jetzt das positive Vorzeichen der zusammengesetzten Beschleunigung 2a nicht mehr wirklich. :flennen:


"Rotationsbeschl. der Radperipherie=2a im Uhrzeigersinn"

a3 Radbeschleunigung = a1 Flugzeug
v Flugzeug = a1 Flugzeug*t
v Rollband = -a2 Rollband*t

v Rad= (a3+(-a2))*t ????



DU

"Flugzeuggeschw.(t)=a*t
Bandgeschw.(t)=-a*t
Peripherierotgeschw.(t)= 2a*t (im Uhrzeigersinn)"


Wie kommst du am Ende auf eine positive Geschwindigkeit?
Ich dachte ich muss die Beschleunigung a2 in Betragsstriche setzen damit die Endgeschwindigkeit positiv bleibt (also in Richtuing Flugzeug) , oder halt mit -1 ausklammern nur dann wärs ja negativ...Oder ist das normal? Weil ein Rad hat ja ein OBEN und UNTEN und deswegen, weil wir ja ein Rotationsbewegung (Rad) versuchen mit einer geradllienigen Bewegung (Rollband)zu "verschmelzen" kommt ein Geschwindigkeitsergebnis fürs Rad heraus heraus (geradlienig betrachtet), was zwei Richtungen haben kann. So dreht sich das Rad halt oben vorwärts (positiv) und unten rückwärts (negativ).

Soll bedeuten wie baue ich -a2 ein oder besser wie bekomm ich das Minus da weg ?

Schlag mich ruhig wieder... ich bin ne Matheniete :cry:



Jetzt muss ich doch nochmal Krümelkacken *lach*
"Und die Flugzeugbeschl. ist grundsätzlich (nicht nur "idealerweise") immer betragsmäßig exakt gleichgroß wie die Bandbeschleunigung, daß ist nämlich gerade die logische Implikation der Aufgabenstellung (genauer, der Interpretaionsmöglichkeit, die wir hier betrachten)."

Das ist nur ein Modellversuch..das heisst es gelten physikalische Idealbedingungen das meinte ich damit :zwinker:
Denn zu keinem bestimmten Zeitpunkt wäre in Wirklichkeit die Bandbeschleunigung im Betrag exakt gleich der Flugzeugbeschleunigung. Einfach weil es keine Steuerungstechnik gibt die schnell genug sprich ,zeitverlustslos, auf eine Änderung reagieren könnte. ( das kannst du mir glauben ich bin fast ausgelernter Mechatroniker und habe täglich mit solchen lustigen Rollband und Maschinensteuerungen zu tun ). Und du hast ja selbst geschrieben, dass konstante Beschleunigungen in der Realität sehr sehr selten sind....also wird die Beschleunigung eines Flugzeugs wohl eher nicht dazu gehören. :smile:


P.S.
studierst du Mathe oder Physik?
 
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Benutzer

Gast
@ die raute

Ausgangssituation:
==============
Wir stehen außerhalb von Flugzeug und Laufband und das Flugzeug zeigt mit der Nase nach rechts.

Pass auf, ich sage jetzt nochmal, welche Vorzeichenkonvention ich benutzt habe. Letztendlich ist alles nur davon abhängig, daß man sich zu Beginn für eine Vorzeichenwahl entscheidet und die dann aber auch eisern bis zum Schluß durchhält!

Vorzeichenkonvention (ganz wichtig!!)
=============================

So, die drei Variablen Flugzeuggeschw. Bandgeschw. und Peripherierotgeschw. sollen prinzipiell positive als auch negative Werte annehmen können. Jetzt werde ich erklären, wann sie positiv sind:

Flugzeuggeschw.>0 falls nach rechts (also negativ falls nach links)
Bandgeschw.: dito
Peripherierotgeschw>0 falls im Uhrzeigersinn (also negativ, falls gegen Uhrzeigersinn.

Dieselbe Vorzeichenkonvention soll analog für die Größen Flugzeugbeschleunigung, Bandbeschleunigung, Peripherierotbeschleunigung gelten.

Rechnung
=========

So nun gehts los. Sei nun a>0 irgendeine positive Zahl.

Sei nun Flugzeugbeschleunigung:=a, dann bedeutet das, das Flugzeug möchte nach rechts und wir haben, falls der ganze Prozess zum Zeitpunkt 0 startet für positive Zeiten t>0:


Flugzeuggeschw.(t)=Flugzeugbeschleunigung*t=a*t
Bandgeschw.(t)=-Flugzeuggeschw(t)=-a*t


Da außerdem stets Bandgeschw.(t)=Bandbeschleunigung*t ist, folgt Bandbeschleunigung=-a.

So hiermit ist die Forderung der Aufgabenstellung verarbeitet.

Ist bis hierhin erstmal alles klar, oder?

Was fehlt sind nur noch die beiden Gleichungen für die Peripherierotgeschw.(t) und die Peripherierotbeschleunigung.. Um diese zu gewinnen, müßen wir jetzt die Schlupfbedingung verarbeiten, d.h. sicherstellen, daß die Räder zu jedem Zeitpunkt sauber abrollen.

Stell dir vor, du bist jetzt der Pilot und sitzt im Cockpit. Welche Geschwindigkeit hat aus dieser Sicht das Laufband?

Na "ganz einfach": "Laufbandgeschw. wie der Pilot sie sieht"=Laufbandgeschw.-Flugzeuggeschw

Bevor du weiterliest, solltest du dir sichersein, daß du diese Tatsache wirklich verstanden hast, weil sonst kommst du ins schleudern. Zur Not setze mal testweise folgende Wertepaare ein (20km/h, 10km/h) und (10km/h, 10km/h) und (-10km/h, 10km/h); soll jeweils (Laufbandgeschw., Flugzeuggeschw) entsprechen.

So jetzt kommt die Schlupfbedingung. Wir spielen immer noch Pilot. Damit die Räder sauber abrollen, muß bei unserer Vorzeichenkonvention gelten:

Peripherierotgeschw.=-"Laufbandgeschw. wie der Pilot sie sieht"

Ist diese Gleichung klar? Man beachte das Minuszeichen.

Und jetzt setzen wir ein, was wir bereits wissen und erhalten:


Peripherirotgeschw.(t)=-[Laufbandgeschw(t)-Flugzeuggeschw.(t)]
=-Laufbandgeschw(t)+Flugzeuggeschw(t)=-[-a*t]+[a*t]=a*t+a*t=2a*t

also kurz: Peripherirotgeschw.(t)=2a*t


Da grundsätzlich Peripherirotgeschw(t)=Peripherierotbeschleunigung*t gilt, folgt Peripherierotbeschleunigung=2a


So das wars.

Zusammenfassung:
=================

Flugzeuggeschw(t)=a*t (>0 also nach rechts)
Bandgeschw(t)=-a*t (<0 also anch links)
Peripherierotgeschw.=2a*t (>0 also im Uhrzeigersinn)

Flugzeugbeschleunigung=a (>0 also nach rechts)
Bandbeschleunigung=-a (<0 also nach links)
Peripherierotbeschleunigung=2a (also im Uhrzeigersinn)



Und irgendwas noch seltsam?
 

Benutzer47126 

Verbringt hier viel Zeit
@xela

-[-a*t]+[a*t]=a*t+a*t=2a*t

so jetzt hab auch ich es verstanden :smile:
 

Benutzer38494 

Sehr bekannt hier
wie soll das dingen abheben, wenn sich zwar die räder drehen, aber das teil trotzdem sich nicht von der stelle bewegt. :eek:

naja. mal ne andere frage.
ein flugzeug befindet sich bereits in der luft.
an bord befindet sich ein vogel der auf einer sitzlehne hockt.

dann hebt der vogel ab und fliegt in der kabine herum.

wird das flugzeug leichter, schwerer, oder bleibt das gewicht gleich?

Off-Topic:
ups, das kommt davon, wenn man nur den ersten post liest :grin:
 
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Benutzer

Gast
wie soll das dingen abheben, wenn sich zwar die räder drehen, aber das teil trotzdem sich nicht von der stelle bewegt. :eek:

Das "Teil" bewegt sich doch von der Stelle, also hebt das "dingen" ab! In der obigen Diskusion ist mit der flugzeuggeschw. stets die Geschwindigkeit relativ zu einem Beobachter gemeint, der außerhalb der ganzen Anlage steht. Ich wiederhole zur Illustration ein einfaches Beispiel, daß ich schon früher gebracht habe:

Du stehst bewegungslos auf der Autobahn und siehst ein Auto mit 200km/h an dir vorbei nach rechts fahren. Nun nimmst du mit 100km/h relativ zur Fahrbahn die Verfolgung auf. Was siehst du da?: Das Auto bewegt sich relativ zu dir mit 100km/h und die Fahrbahn bewegt sich relativ zu dir mit -100km/h. Jetzt alles klar?

naja. mal ne andere frage.
ein flugzeug befindet sich bereits in der luft.
an bord befindet sich ein vogel der auf einer sitzlehne hockt.

dann hebt der vogel ab und fliegt in der kabine herum.

wird das flugzeug leichter, schwerer, oder bleibt das gewicht gleich?

Das Gewicht des Systems "Flugzeug incl. Vogel" bleibt gleich, da dieses System massenmäßig abgeschlossen ist. Das das Flugzeug und der Vogel scheinbar beim Flug in der Kabine keinen Bezug mehr zu einander haben, ist ein Irrtum, da der Vogel zum Fliegen mit der Luft im Flugzeug wechselwirken muß und die Luft im Flugzeug selber eingeschlossen ist und deshalb ihrerseits mit dem Flugzeug wechselwirkt. (Das Flugzeug soll luftdicht sein.)

Man kann genauso gut das Flugzeug in einer großen Vakuumkammer auf der Erde auf eine Waage stellen (d.h. flugzeug bewegt sich nicht) und das Gewicht messen, wenn der Vogel einmal auf einem Sitz sitzt und wenn er einmal in der Kabine rumfliegt. Die Waage wird dabei im Mittel stets dasselbe anzeigen.

Ich hoffe, daß diese Flugzeug-Vogel-Geschichte jetzt keine neue Grundsatzdiskussion anstößt.
 

Benutzer19819 

Verbringt hier viel Zeit
ich bin beruhigt, dass die Flugzeuggeschichte doch noch korrekt gelöst wurde. Wollte grad meinen Senf dazu tun als ich gesehen hab, dass es schon jemand vor mir korrekt beschrieben hat.

Aber auf 13 Seiten so viele falsche Gendakengänge ;-)
 
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