Hauptschüler, Realschüler, Gymnasiasten = unterschiedliches Verhalten?!

Benutzer37  (36)

im Ruhestand
@Good'n'Evil: Ach komm, das ist doch jetzt wirklich lächerlich, sich an Rechtschreibfehlern so aufzuhängen - das ist vermutlich genau das Klischeebild von Gymnasiasten, was du gerade in schillerndsten Farben bestätigst. Dir ist es scheißegal, was der andere zu sagen hat, stattdessen hängst du dich lieber an ein paar Rechtschreibfehlern auf und nimmst einen Menschen aus einem so lächerlichen Grund nicht mehr ernst. Auf den Inhalt schaust du offenbar gar nicht mehr. Und dass du ernsthaft noch akribisch alle Rechtschreib- und Interpunktionsfehler ausgezählt hast, lässt dich auch nicht besser dastehen.
Dein Beitrag ist unglaublich arrogant.

@Sit|it|ojo: Dein Beitrag enthält an sich ja viel Wahres, aber wenn ich du wäre, hätt ich diese Nummer mit "Ich mach mich so unbeliebt, aber auch das hält mich nicht davon ab, meine Meinung zu sagen!" weggelassen. Zum Einen hast du inhaltlich jetzt eigentlich nichts von dir gegeben, was großartig provokant wäre, und zum Anderen kommt es nicht so gut, wenn man gleich von Anfang an klarstellt, dass man eigentlich nicht diskutieren, sondern nur seine Meinung an den Mann bringen will.

Ich halte es übrigens auch für besser, wenn die Kinder nicht schon nach der vierten Klasse auf irgendeine weiterführende Schule gesteckt werden, sondern zusammenbleiben. Dabei musst du allerdings zugestehen, dass man nicht einfach in jedem Fach alle Schüler zusammenlassen und ihnen denselben Unterricht zukommen lassen kann - damit wirst du auch niemandem gerecht, wenn dann die einen nicht mehr mitkommen und die anderen vom Stoff total unterfordert sind. In bestimmten Fächern ist zumindest eine Art von Kurssystem einfach notwendig.
Auch wenn das irgendwie viele hier abzulehnen scheinen, halte ich das Konzept von Gesamtschulen für gar nicht so verkehrt.
Aber denk trotzdem auch mal über deine eigenen Vorurteile nach. Dass sich Gymnasiasten sicher häufiger für was Besseres halten als Hauptschüler, will ich ja gar nicht abstreiten, aber gleich zu sagen, es seien "die meisten", ist mehr als übertrieben. Und ja, tatsächlich, auch auf einem Gymnasium gibt es mehr als genug Leute, die wissen, wie die Welt außerhalb ihres Vorgartens aussieht.
Ich behaupte doch auch nicht, die meisten Hauptschüler seien gewaltbereit, nur weil sowas auf Hauptschulen häufiger vorkommt als auf Gymnasien...
 

Benutzer16351 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
@Good'n'Evil: Ach komm, das ist doch jetzt wirklich lächerlich, sich an Rechtschreibfehlern so aufzuhängen - das ist vermutlich genau das Klischeebild von Gymnasiasten, was du gerade in schillerndsten Farben bestätigst. Dir ist es scheißegal, was der andere zu sagen hat, stattdessen hängst du dich lieber an ein paar Rechtschreibfehlern auf und nimmst einen Menschen aus einem so lächerlichen Grund nicht mehr ernst. Auf den Inhalt schaust du offenbar gar nicht mehr. Und dass du ernsthaft noch akribisch alle Rechtschreib- und Interpunktionsfehler ausgezählt hast, lässt dich auch nicht besser dastehen.
Dein Beitrag ist unglaublich arrogant.

Danke! :smile: Aber messen wollte ich mich nicht mit ihm. Er ist doch ohnehin normaler und realitätsbezogener. Unterhalb einer gewissen äußeren Form befasse ich mich übrigens tatsächlich nicht mehr mit Inhalten.
 
S

Benutzer

Gast
@ Liza: Du siehst doch das der Satz von mir stimmt, nichts anderes bestätigt mir Good'n'Evil.

Ich habe ihn ja nicht mal angegriffen, jeglich Kommentare gegeben die ihn anscheinend zu Weisglut bringen und er pfeift ja eh auf meinen Beitrag da dieser unter seinem Niveau liegt :zwinker: Daher stell ich es lieber gleich klar! Diskutieren will ich trotzdem noch, auch wenn Good'n'Evil beim lesen Augenkrebs bekommen wird ist mir das ziemlich schnuppe.

Klar ist es schwer die Leute in gewissen Fächern wie Mathematik, Fremdsprachen ect. gleich niveauvoll zu behandeln, aber machbar wäre sowas mit sicherheit. Denn mal ehrlich kein Mensch kommt dumm auf die Welt, manche kommen nur mit mehr Begabung auf die Welt.

Nehmen wir mal das Beispiel: Kind ist begabt, aber in einer sozial schwachen Familie. Diese schicken das Kind nun auf die Haupt, weil sich die Eltern einfach nicht genügend informiert haben und dort ja früher auch waren.

Das Kind geht nun auf die Schule, das erste Jahr wird es vll noch ein bischen Spass dran finden, aber alle anderen Jahre fängt es an sich zu langweillen. Verliert somit den Willen am Lernen und sackt in den Noten ab, was zur Folge hat das diese Kind nur ein mittelmässigen Abschluss hinlegt. Wäre dieses Kind nun aber in einer Klasse wo alle auf dem gleichen Niveau sind und speziell gefördert werden, würde dieses Problem wohl wahrscheinlich nicht auftauchen.

Klar müsse man differenzieren zwischen den Kindern und Ihren Leistungen, aber man sollte sie nicht schon mit 10 sich selbst überlassen. Denn der Schritt der da gemacht wird, kann nur ganz schwer rückgängig gemacht werden. Weil wie schwer ist es heut zu Tage als Hauptschüler sein Abi nachzumachen? Gleich null! Der Leistungsabfall ist einfach zu groß. Das könnte man damit wahrscheinlich beheben.

@ Good'n'Evil:

Wenn ich dich in irgendeinerweise gekränkt habe dann tut es mir Leid, anders kann ich mir dein Verhalten nicht erklären, aber gut jeder tickt anders.

Ich wollte die Leistung die du druch das Bestehen deines Abis bekommen hast nicht schmälern. Ich kann auch nur auf Meinung anderer bauen und auf einen ziemlich guten Freund hören. Der bestätigt mir nämlich meine Sätze und siehe an macht momentan sein Abi. Für Ihn selber sagt er hat das nichts mit wirklicher Intiligenz zu tun, sondern nur mit Fleiß und auswendig lernen. Mag sein das du das anders siehst. Ich kann nur von dem Reden was man mir sagt, den selber weis ich es nicht und vertraue da einfach mal meinem Freund, denn der ist weiß gott nicht dumm. Ich würde ihn schon für ziemlich begabt halten, schreibt aber auch nur mittel mässigen Noten, weil Ihm das auswendig Lernen auf den Sack geht.

Dann komm ich mal zu der Thematik mit dem Geschichtsunterricht und den Nazis:

Was würdest du für sinnvoller halten:

Eine Diskussion bestehend aus Leuten der gehobenen Schicht

oder:

Eine Diskussion aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, wo vll sogar Kinder unter sind deren Väter selber Nazis sind?

Ich tendiere da ganz stark zu Nummer 2. Klar werden die Gymniasasten das verstehen, aber es wäre weitaus besser wenn man das anhand der Klassenkameraden mal aufgezeigt bekommt.

Aber so ein System wird wohl wahrscheinlich nicht funktionieren, da sich wohl alle gut betuchten Familien dagegen auflehnen werden Ihr Kind mit solch einem Pack zu mischen und genau da fängt die Züchtung der vermeidliche Elite an.

Das man die Gymniasasten nicht so krass über ein Kam scheren kann wie ich, weis ich. Es gibt immer Ausnahmen, aber ich geh hier jetzt einfach mal von dem krassesten Fall aus, wo Mami und Papi stink reich sind und die Kinder sich dementsprechend verhalten. Da sie ja von klein auf schon eingetrichter bekommen das sie was besseres sind.

Bevor du jetzt wieder anfängst meine Rechtschreibung zu bemängeln ect. Lass es lieber gleich bleiben, den mich interessiert sowas nicht. Ich hab dich innerlich gekränkt mit meinem Post und nun suchst du ein Grund mich als dumm hinzustellen, aber auf meinen Post bist du nicht eingangen ist schon eine spitzen Leistung von dir. Weil zum Thema kannst du ja nichts sagen. Wirst du entweder nicht verstehen, weil du in das angesprochene Raster passt, oder einfach nicht weist wie du mir sinnvoll entgegnen kannst. Weil wenn das doch alles nicht so stimmt, dann überzeug mich vom Gegenteil. Andernfalls bleib ich bei meiner Meinung und du wahrscheinlich bei deinen Top Beiträgen :zwinker:

Mfg
 

Benutzer37  (36)

im Ruhestand
Du kannst doch jetzt nicht von Good'n'Evil auf "die meisten" schließen.

Das Problem bei Schulformen, bei denen Kinder unabhängig von ihrer Begabung gemeinsamen Unterricht haben, ist eben, dass die weniger Begabten den Fortschritt der Begabteren aufhalten. Und das ist eine Sache, die so auch nicht sein sollte, denn damit wird man einfach nicht den Kindern gerecht, die Potential für viel mehr haben als das, was sie letztendlich machen dürfen, weil sie sich ihren in der Hinsicht "langsameren" Klassenkameraden anpassen müssen. Schließlich muss man auch darauf achten, die Ansprüche derer zu erfüllen, die sehr begabt sind, und nicht immer nur sein Augenmerk auf die Schwächsten in einem solchen System richten. Wenn man das tut, zieht man zwar alle mit, kloppt aber wirkliche Begabungen in die Mülltonne. Das kann ja auch nicht Ziel des Ganzen sein.

Was du sagst, ist natürlich trotzdem richtig. Das Beispiel, was du gebracht hast, auch - sowas kommt häufiger vor, als man denkt. Auch auf der anderen Seite - ich will nicht wissen, wieviele Kinder auf dem Gymnasium unglücklich geworden sind, weil ihre Eltern sie dort unbedingt hinschicken wollten, obwohl das Kind eigentlich gar nicht die Fähigkeiten dazu hatte. Die Probleme in diesem System sind meiner Meinung nach ziemlich offensichtlich... es wird eben nicht nur nach Intelligenz und Begabung eingeteilt, sondern auch nach sozialem Stand.
Ich wollte nur sagen, dass die totale Gleichstellung der einzelnen Kinder auch keine Lösung ist, weil ein derartiges System auf Kosten derer geht, die mehr können als der Durchschnitt.
Wie gesagt: Wenn man beispielsweise die Kinder und Jugendlichen bis zur neunten oder zehnten Klasse zusammenlässt, aber in Fächern, bei denen es extrem von Belang ist, ob man schnell begreift oder nicht - so Sprachen und Mathematik -, die Klasse in Kurse einteilt, ist das glaub ich kein schlechter Kompromiss. Das Gute daran ist auch, dass das System durchlässiger wird - wenn jemand tatsächlich nur einfach in einer schlechten Phase steckte, in der er wenig gelernt hat, kann er später relativ leicht in einen anspruchsvolleren Kurs wechseln... ein Wechsel der Schulform wäre um einiges schwieriger.


Die Behauptung, das Gymnasium könnte man auch ohne einen Anflug von Intelligenz schaffen, finde ich aber trotzdem unfair. Die Gymnasiasten, die das selbst sagen, finden oft nur, dass Faulheit als Begründung für schlechte Noten besser klingt als mangelnde Begabung. Ich war selbst auf dem Gymnasium und kann wirklich aus Erfahrung sprechen... eine Mitschülerin von mir wäre fast durch's Abi gerasselt, obwohl sie gelernt hat wie eine Wahnsinnige. Sie war nur in schulischen Belangen eben nicht die Hellste, mehr so ein sozialer intelligenter Typ... aber an der schulischen Begabung hat es eben gehapert.
Und sie war nicht die Einzige, der es so ging.
 
S

Benutzer

Gast
Ich will nicht behaupten das Abitur nicht schwer ist, versteh mich nicht falsch. Ab und an hat es aber einfach nur was mit Stoff reinprügeln zu tun, aber das is ja in jeder Schulform so.

Kurse in Fächern wie Mathe find ich auch sinnvoll z.B. so eine Art Zahlensystem 1-3. Da werden wohl die meißten eine Erfüllung drin finden.

Ich bin auch nicht der Theoretiker, daher liegt mir die Schule auch nicht alzu sehr. Was das angeht bin ich wohl einfach zu dumm, oder hab den Sinn schon früh verloren.

Ich find dieses Wettbewerbs getue und die Noten eh für den Arsch. Weil was sagtes über das können eines Menschen aus z.B in Mathe eine 4 oder 3 zu haben? Ist der mit der besseren note dan zwingend intelligenter? Wenn man sich das Leben so anschaut besteht es doch oft aus Wettbewerben, manchmal denk ich die Menschen können garnicht anders als sich in allen Dingen zu messen. Um dann zu wissen wer besser und wer nicht besser ist.

Sollte ich irgendwem auf die Füsse getreten sein mit meinen Postings dann tut mir das Leid. Und ich will auch nicht sagen das man zum Abi kein hauch von Intelligenz besitzen muss, denn dann würde es ja jeder schaffen.

mfg
 

Benutzer16351 

Verbringt hier viel Zeit
Dann komm ich mal zu der Thematik mit dem Geschichtsunterricht und den Nazis:

Was würdest du für sinnvoller halten:

Eine Diskussion bestehend aus Leuten der gehobenen Schicht

oder:

Eine Diskussion aus verschiedenen Gesellschaftsschichten, wo vll sogar Kinder unter sind deren Väter selber Nazis sind?

Mit intelligenten Menschen, die sich differenziert ausdrücken können, nicht vom Thema abschweifen und Bedeutungen von Begriffen nicht mitten in der Diskussion austauschen.

Mit Menschen, die mir keine Meinungen oder persönliche Einstellungen liefern, sondern Fakten.

In welcher deiner Vergleichsgruppen ich solche Diskussionspartner finde, ist für mich nicht ersichtlich, da die Kriterien nicht ausreichen, um auszuwählen. Ich lebe nicht in der Schwarz-Weiß-Welt. Der Typ mit der goldenen Uhr im Armani Outfit von der Elite-Uni kann genauso intelligent sein, wie der Penner bei mir unter der Brücke.

Sollte es für dich ersichtlich sein, bist du ziemlich gefangen in einer Welt die nur aus "gehobener" Schicht, die anscheinend aus irgendeinem Grund nicht aus Familien mit nationalsozialistischer Vergangeheit stammen kann, noch sonst irgendeine Ahnung vom Leben hat (Eltern von Gymnasiasten bzw. "gebildeten" oder "Reichen Menschen sterben nicht, sie werden nicht krank, sie werden nciht arm, sie waren immer schon reich oder gebildet, sie hatten keine Eltern, sie haben kein Leben - so ungefähr musst du dir das vorstellen, oder? NIX zu erzählen vom "Leben", weil sie eine andere Bildung haben), und einer Bevölkerungsschicht, der du dich selber zuordnest, besteht.
Teilst du die Welt wirklich in diese Gegensatzpaare ein?
Nochmal: Wieso gibt es in deiner gehobenen Schicht(was auch immer das sein soll) keine Kinder von Eltern, die Nazis waren?

Und glaub' mir: Bildung hat nix mit Auswendiglernen zu tun. Wenn du das denkst -> Holzweg. Und zum Abi: das ist ein Witz, ein WITZ! Alles, was ich z.B. in Mathe und Physik gelernt habe, habe ich im ersten Semester in der Uni in einer Woche wiederholen müssen (anderer Studiengang als jetzt). Auswendiglernen war da nicht. Begreifen, anwenden. Fertig.

Wer Reich ist, muss ein Arschloch sein.
Wer ein schnelles Auto fährt, hat ein kleines Geschlechtsteil.
Wer einen guten Abschluss hat, muss sozial inkompetent sein, und hat keinen Spaß am Leben.
Wer wissenschaftlich erfolgreich ist, muss total verschroben sein und treibt es nur im Dunkeln.
Wer muskulös oder schön ist, muss dumm sein.
Wer viel liest, hat keine Freunde.
Wer Fremdwörter benutzt, versteckt sich hinter ihnen.
Wer jung und erfolgreich ist, hat keine Lebenserfahrung.

Stimmt's?

[Das Folgende habe ich bereits zu einem ähnlichen Thema geschrieben]
Zudem sollte man nicht Begrifflichkeiten wie "Schule des Lebens" und Erfahrungen mit Bildung im Sinne von Schule und Universität zusammenwerfen und auch noch versuchen, sie gegeneinander aufzuwiegen.
Diese Vorgehensweise ist völlig sinnlos, da man nicht Dinge miteinander vergleichen kann, deren Wert sich völlig individuell bestimmt.

Es ist zudem nicht so, dass ein im Bereich der Wissenschaften gebildeter, eloquenter und an wissenschaftlichen Themen begeisterter Mensch notwendigerweise ein sozialer Krüppel ohne Lebenserfahrung ist.
Diese Behauptung wird -völlig unbegründet-, weil jemand sich mal ausversehen mit einem total verschrobenen Vogelkundler oder Teilchenphysiker unterhalten hat, immer wieder als Argument CONTRA BILDUNG in den Raum geworfen.

Einerseits wird hier denjenigen, die sich als "gebildet" -was auch immer sie damit meinen; vielleicht sollten hier erstmal Begriffsbestimmungen vorgenommen werden- bezeichnen und eher zu "ihresgleichen " tendieren, Hochnäsigkeit und Arroganz vorgeworfen.
Und im nächsten Schritt werden sie von denen, die sich anscheinend herabgewürdigt fühlen -warum auch immer...gibt es da einen Grund, hm? - wieder klein geredet.

Übrigens: ich weiß, dass es eine ganze Menge Menschen gibt, die intelligenter, schöner, reicher, netter, herzlicher sind als ich! Aber ich käme nie auf die Idee, einem von ihnen wegen irgendeiner Eigenschaft, die ich auch gerne in diesem Umfang hätte, hierfür aus Neid eine andere abzusprechen oder ihn schlechtzureden, um uns wieder auf ein vermeintlich gleiches Niveau zu bringen.
 

Benutzer66115 

Verbringt hier viel Zeit
Vll würden dann die Gymniasasten auch mal verstehen wie es die Nazis früher geschafft haben Leute mit Ihren Gedankengut zu vergiften. Den mal ehrlich man kann doch nicht von diskutieren reden in einer Gymniasal Klasse im Fach Geschichte. Man kann erst dann von einer diskussion reden, wenn auch verschieden Ansichten vertreten sind. In diesem Falle verschieden Gesellschaftsschichten.
Verschiedene Ansichten wovon?
Zu einer Diskussion über Geschichte benötigt man in erster Linie das nötige Wissen, und das wird in der gymnasialen Oberstufe eher vorhanden sein als in der Hauptschule. Zugegeben, fundiertes Wissen über die NS-Vergangenheit ist bei vielen Jugendlichen, egal welche Schule sie besuchen, meistens nicht gegeben, aber das dürfte eher an der Herangehensweise der Lehrer, aber auch an der Reaktion der Schüler auf dieses Thema ("üääääh, schon wieder NS"), liegen.

Außerdem finde ich das das Abi nicht viel mit Intiligenz zu tun hat. Ein großteil der Sachen ist einfach stumpfes auswendig lernen und fleiß, aber richtige Intiligenz ist da oft nicht gefragt.
Das kommt meistens auf den ehrer und auf das Fach an. In vielen Fächern ist stumpfes Auswendiglernen Trumpf, in genauso vielen Fächern ist analytisches Denken gefordert, zu dem - mit Verlaub - viele Hauptschüler einfach nicht in der Lage sind.

Ich werd mich wohl mit dem Post bei vielen unbeliebt gemacht haben, aber das ist mir egal, denn das ist meine Meinung. Als dummer ex BFS Schüler.

mfg
Wie schon von Anderen gesagt, mit so einem Satz diskreditierst du deine vorherigen Aussagen noch mehr.
 

Benutzer42442  (39)

Verbringt hier viel Zeit
Ich hatte bislang nur die Gelegenheit auf einer Haupt-, Gesamt- oder Realschule zu unterrichten und würde schon sagen, dass es da Unterschiede bei den Schülern gibt. Ohne jemanden auf die Füße treten zu wollen aber die Schüler auf der Gesamt- und Hauptschule waren schlimm, wobei die Gesamtschüler etwas höflicher waren als die Hauptschüler. Bei den Realschülern herrscht noch ein gewisser Respekt vor dem jenigen, der versucht ihnen etwas beizubringen, den fand ich bei einigen Hauptschülern leider gar nicht.
Das kann ich eigentlich auch nach meinen Praktika so unterstreichen.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Um mal konkret auf die Schulformen einzugehen! Ich war nur 2 Jahre auf dem Gymnasium und sogar da bekam ich mit, dass es von den Lehrern immer hieß "ihr seid hier auf der höheren Schule, ihr müsst was dafür tun" oder "ihr seid die Elite unseres Landes". Ich meine, wenn man das 5. Klässlern schon eintrichtert, dann bekommen auch viele Menschen diese Ansicht, dass sie was besseres sind. Ich sage nicht die meisten, sondern habe einfach die Erfahrung gemacht, dass die meisten Gymnasiasten auch einfach nicht wissen, wie es sich auf einer Realschule verhält!

Dazu muss ich natürlich noch sagen, dass man absolut nicht behaupten kann, man braucht nicht intelligent zu sein um ein Gymnasium zu besuchen. Das erfordert schon von Anfang an auch eine gewisse Disziplin und Ausdauer. Ich war damals beispielsweise wohl einfach zu faul...
In Mathematik beispielsweise muss man schon eine gewisse Intelligenz haben, würde ich mal behaupten! Das kann man nicht mal einfach schnell auswendig lernen :zwinker:

Aber noch was: Ich kann immer wieder nur betonen, dass wir absolut die identischen Bücher hatten wie auf der Realschule und denselben Stoff durchnahmen, nur waren die Methoden einfach anders :zwinker:

Ich denke, dass es meistens so ist, dass man die anderen Schulformen nicht richtig einschätzen kann. So glaubt ein Haupschüler, dass es auf dem Gymnasium sehr gesittet abgeht und es nur so von Strebern wimmelt, genauso meint ein Gymnasiast, dass auf der Hauptschüler so gut wie nur gewalttätige Ausländer ihr Unwesen treiben :zwinker:
 

Benutzer11969  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Also ich erkenne allgemein einen Degenerativen Trend, bei den Schulen egal welche Schulform und vieles ist auf die Eltern und das Umfeld zurückführen was das benehmen angeht, da würde ich das nicht auf die Schulform abwälzen.
 

Benutzer9234 

Verbringt hier viel Zeit
Wer Reich ist, muss ein Arschloch sein

[Ironie an]

"Reich" wird klein geschrieben. Was hast du bitte auf dem Gym gelernt?

[Ironie aus]

Nein ehrlich... Und dann noch wundern, warum Gymnasiasten häufig als arrogant und besserwisserisch abgestempelt werden...

Ich war nur 2 Jahre auf dem Gymnasium und sogar da bekam ich mit, dass es von den Lehrern immer hieß "ihr seid hier auf der höheren Schule, ihr müsst was dafür tun" oder "ihr seid die Elite unseres Landes". Ich meine, wenn man das 5. Klässlern schon eintrichtert, dann bekommen auch viele Menschen diese Ansicht, dass sie was besseres sind.

Damit hast du recht, das habe ich ebenfalls so erlebt und als sehr negativ empfunden.

Und jetzt stell dir mal vor, man beginnt danach noch ein Jura-Studium und überleg mal, was man sich dann da erst anhören kann oder muss... ;-) Ne absolute Katastrophe. Kein Wunder hocken dort vorwiegend Leute, deren Arroganz regelrecht zum Himmel stinkt...

Ich denke, das Umfeld spielt wohl auch noch etwas mit. Wenn man selber auf dem Gym war, alle Freunde auf dem Gym sind oder waren und womöglich die Eltern ebenfalls, dann nimmt man diese teilweise extremen Einstellungen fast automatisch an, denke ich - wie könnte es auch anders sein, man hat ja keine anderen "Bezugspersonen", die man heranziehen könnte und die einem andere Wege aufzeigen könnten...
 

Benutzer16351 

Verbringt hier viel Zeit
....man hat ja keine anderen "Bezugspersonen", die man heranziehen könnte und die einem andere Wege aufzeigen könnten...

a) Woher weißt du das? Ich kenne eine Menge Menschen, die ihre Entscheidung gerade aufgrund des Kontaktes mit "anderen Bezugspersonen" -sofern ich richtig deute, was du damit ausdrücken möchtest- gewählt haben. Einstellungen resultieren häufig nicht etwa daraus, dass man nicht über den Tellerrand geblickt hat, sondern gerade daher, dass man den Einblick hatte. Ein gewisses Maß an Pauschalisierung ist notwendig, um vernünftig antizipieren zu können. Ansonsten wäre uns kaum eine Entscheidung möglich. Schwarz-Weiß-Denken dagegen nicht. Ich muss nicht mit jedem Menschen gesprochen haben, um mein Leben leben zu können.

b) Andere Wege. Bessere Wege? Geeignetere Wege? Was für Wege? Lebenswege? Notwendige Wege? Oder doch nur eine Floskel?


Glücklich werden kann man übrigens mit jedem Bildungsstandard. Daher finde ich es merkwürdig, seinem Gegenüber die Fähigkeit, ein erfülltes Leben führen zu können, aufgrund eines vermeintlich besseren oder schlechteren Schulabschlusses abzusprechen bzw. absprechen zu wollen. Erstaunlich ist hierbei, dass derartige Argumente immer aus der Richtung der Personen kommen, die sich plötzlich im Gespräch automatisch herabgesetzt fühlen, wenn das Gegenüber die bessere schulische Grundausbildung genossen hat.

Zurück zum Punkt:
Frage des Threads war es, ob ein Verhaltensunterschied zwischen Schülern! unterschiedlicher Schulformen, die ein unterschiedliches Leistungsniveau widerspiegeln, egal ob der individuelle Schüler persönlich in der Lage wäre, mehr zu leisten, oder ob er überfordert ist, festzumachen ist.
Es ging nie darum, sich für die eigene Bildung rechtfertigen zu müssen.
Ich denke, dass innerhalb der Gruppen eine Tendenz vorzufinden ist, dass sich die Schüler! der jeweiligen Bildungsform gegenseitig als normaler empfinden.
Das mag daran liegen, dass der schulische Alltag im wesentlichen das soziale Umfeld und die Gesprächsthemen der jeweiligen Gruppen bestimmt.

Hiermit ist nicht gemeint, dass sich Gymnasiasten den ganzen Tag über Stammfunktionen und Buchinterpretationen austauschen. Es ist nur so, dass 9 Jahre gemeinsamer Bildung und gemeinsamen Lebensweges durch die Bildungsideale und Methodik (vermittelt die Schule eher berufsbezogenes Wissen, ist sie altsrpachlich, technisch, naturwissenschaftlich? Liegt ihr ein humanistisches Bildungsideal zu Grunde?) der jeweiligen Schule so geprägt sind, dass sich Gruppierungen zwangsläufig bilden müssen!

Hinzu kommt die Tatsache, dass Kinder mit gutem finanziellem Hintergrund und hohem Bildungsstand der Eltern die Tendenz(!) aufweisen, einen besseren bzw. höher qualifizierten Abschluss zu machen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Sei es die Tatsache, dass wohlhabende Menschen über mehr Freizeit verfügen, um sich mit ihren Kindern zu beschäftigen bzw. ihnen mehr Reize, die zur Entwicklung der Abstraktionsfähigkeit notwendig sind, bieten können (Sprachurlaube, Bücher, Computer, Reisen, Tiere, etc.). Oder sei es die tatsache, dass die Eltern Abschlüsse haben, die sie wissensmäßig vom Durchschnitt abheben, so dass sie dem Kind von Anfang an automatisch(!) eine differenziertere Ausdrucksweise oder überdurchschnittliches Fachwissen vermitteln können. (Bitte erzählt mir jetzt nichts von irgendwelchen Freunden, deren Eltern Hauptschüler waren, die jetzt ihr Abi machen oder promovieren oder tolle Jobs haben. Es geht nicht(!) um Einzelbeispiele, die die oben genannte Tendenz ohnehin nicht ändern können. Derartige Einzelbeispiele beweisen, so prominent die Namen der Kinder, die bloß einen Hauptschulabschluss haben, mit ihren Entdeckungen schließlich die Welt verändert haben, nichts. Sie können die dargestellten Unterschiede nicht widerlegen oder unterwandern.)

Die dargestellten Faktoren, die das Leben der Kinder entscheidend geprägt haben, bestimmen sein soziales Umfeld. Dieses soziale Umfeld zeichnet sich durch gewisse Merkmale aus, die es vom Umfeld anderer Menschen unterscheidet.
So unterscheidet sich aus das Verhalten der Menschen im Alltag.
Sei es die Fähigkeit, mit Sprache zu spielen, Fremdsprachen zu beherrschen, die mir den Kontakt mit fremden Kulturen ermöglichen,
Fachwissen zu besitzen über das ich mich im Wege der Lehre oder des Hobbies mit anderen austausche, Manieren, Tisch- und Essgewohnheiten (eine Studie hat übrigens ergeben, dass Schüler mit schlechterer Bildung mehr Fastfood essen?) oder die Ziele im Leben.

Und eben diese Verhaltensweisen unterscheiden sich tendenziell, aber statistisch wahrnehmbar, zwischen den verschiedenen Schulformen. Es gibt einen Unterschied. Vielleicht nicht zwischen Gymnasiast X und Realschüler Y, aber zwischen den Gymnasiasten und den Hauptschülern ist er feststellbar.



Off-Topic:

In der Welt, in der ein Mensch aufgrund der Tatsache, dass er seine Zeit gerne mit Philosophie, Mathematik, Fremdsprachen o.Ä. verbringt, geächtet, oder ihm irgendeine soziale Kompetenz abgesprochen wird, möchte ich nicht leben.
 

Benutzer9234 

Verbringt hier viel Zeit
a) Woher weißt du das? Ich kenne eine Menge Menschen, die ihre Entscheidung gerade aufgrund des Kontaktes mit "anderen Bezugspersonen" -sofern ich richtig deute, was du damit ausdrücken möchtest- gewählt haben. Einstellungen resultieren häufig nicht etwa daraus, dass man nicht über den Tellerrand geblickt hat, sondern gerade daher, dass man den Einblick hatte. Ein gewisses Maß an Pauschalisierung ist notwendig, um vernünftig antizipieren zu können. Ansonsten wäre uns kaum eine Entscheidung möglich. Schwarz-Weiß-Denken dagegen nicht. Ich muss nicht mit jedem Menschen gesprochen haben, um mein Leben leben zu können.

b) Andere Wege. Bessere Wege? Geeignetere Wege? Was für Wege? Lebenswege? Notwendige Wege? Oder doch nur eine Floskel?

a) Du hättest vielleicht den ganzen Absatz zitieren sollen. Ich habe nämlich lediglich ein Beispiel gebracht, nämlich "wenn es unter jenen Umständen so ist, dann..." und in keiner Weise gesagt, dass das IMMER so ist.

b) Nix Floskel. Alle Menschen, die sich nur mit genau einer gewissen Art Menschen umgeben, haben nunmal eine verbohrte und einseitige Ansicht auf viele Lebensbereiche. Und ja, ich halte es für wichtig - und zudem sehr interessant! - sich auch mit Menschen zu beschäftigen, die nicht den Weg gegangen sind, den ich gehe. Sei das jetzt auf Ausbildung, Beruf oder was-weiss-ich bezogen. Aber wenn einem das natürlich scheissegal ist, man sich selbst und seinen Lebensweg für das Nonplusultra haltet, ja dann wundert mich wenig. Eine gewisse Weitsicht und Flexibilität hat noch niemandem geschadet, aber naja, scheinst du ja anders zu sehen.

Im Übrigen käme ich nicht mal auf die Idee, Bildung zu verspotten, denn wie gesagt war ich selber auf dem Gym, bilde mich dauernd weiter und interessiere mich für alles und jedes. Aber das ist nicht der Punkt. Es geht darum, dass Gymnasiasten (sicher nicht nur und sicher nicht alle, aber definitiv genug) sehr wohl sehr häufig das Gefühl haben, sie hätten soeben das Rad neu erfunden. Wie ebenfalls erwähnt, sind mir auch aus "anderen Kategorieren" solche Beispiele über den Weg gerannt - aber eindeutig weniger.

Und ich sags jetzt mal ganz direkt und provokativ (und nein, folgendes ist nicht auf dich bezogen, ich kenn dich nicht): ich muss mir ganz bestimmt nicht von nem halbschlauen Studenten, der seit 10 Semestern 10 Stunden die Woche ein bisschen an der Uni rumlungert, sich von Mami und Papi finanzieren lässt, weil anscheinend die Aufnahme einer Teilzeitarbeit zu stressig ist, ergo herzlich wenig von den üblichen Alltagssorgen etc. hat und in seinem Leben doch verhältnismässig wenig geleistet hat, sagen lassen, ich sei weniger wert und würde es sowieso zu nix bringen, nur weil ich meine Lebenserfüllung eben nicht in demselbigen Weg sehe. Und ja, ich habe das EXAKT so schon öfters gehört und das ist nicht übertrieben dargestellt, sondern sogar noch weit untertrieben. Das finde ich a) unfassbar arrogant, b) eine Frechheit sondergleichen und c) verbohrt, einseitig und egoistisch. Und ja, mit solchen Leuten will ich nichts zu tun haben. Ach und gerne nochmals, um die Sache ganz klar zu machen: nein, es sind selbstverständlich nicht alle so, nein, es gibt auch Ausnahmen, und ja, ich hab das in der Tat nur von Ex-Gymnasiasten so gehört, aber nie von anderen.
 

Benutzer16351 

Verbringt hier viel Zeit
Da es nicht wirklich zur Frage, die der Thread stellt, gehört:
Off-Topic:
Hmm, schade, dass dir so etwas passiert. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich hier alle bei der Gegenüberstellung von Menschen mit besserer Bildung und solchen mit schlechterer Bildung in irgendwelchen Extremen der jeweiligen Gruppe verlieren.

Und genau das ist es, was ich ankreide. Deshalb kann ich auch deine persönliche Erfahrung, auch wenn dir so etwas mehrmals widerfahren ist, nicht einordnen. Soll das etwas beweisen? Soll das irgendeiner Gruppe von Menschen irgendeine generelle Haltung unterstellen? Oder ist es nur ein Extrem innerhalb dieser Gruppe?

Worauf ich hinaus möchte:

Ich zeige Tendenzen auf, die eine Gruppe kennzeichnen.
Andere benutzen Extremfälle, deren Eigenschaften sie auf eine Gruppe projizieren.
Das sind zwei völlig unterschiedliche Herangehensweisen, die unterschiedliche Resultate haben. Und genau bei Letzterer fehlt die mir abgesprochene (warum auch immer) Flexibilität und Weitsicht.

Ich habe schon diese Schwarz-Weiß-Darstellung von Sit|it|ojo mit den Menschen der "gehobenen Schicht" und den Anderen nicht verstanden.
So denke ich nicht.
 

Benutzer51416 

Benutzer gesperrt
möchte mich auch nochmal zu wort melden :
hier wurde kürzlich der aspekt angesprochen, dass eine gesamtschule bis zur 9. klasse vom vorteil wäre.ich bin da absolut anderer meinung. schon in der 1-4 klasse kristallisieren sich die schüler heraus, die einfach mehr wissen besitzen, auch mehr wissen wollen,einen drang verspüren, etwas zu erreichen.auch wenn es (so wie hier einige meinen) arrogant klingt, aber ich zähle mich dazu. wenn ich an früher zurückdenke, gab es immer schüler die einfach ein bisschen "dümmer" waren, die den untericht stoppten, die die anderen schülerin in ihrem wissensdrang störten, weil diese häufig die verantwortung bekamen, den schwächeren zu helfen.ich war froh, nach der 6 klasse endlich nur mit den menschen in einer klasse zu sein, die so "tickten" wie ich.klar, es gibt spätzündler, aber selbst denen wird doch kein stein in den weg gelegt, nach 1-2 jahren von der haupt auf die real oder auch von der real aufs gym zu wechseln.
würde man nun die gesamtschule von der 1-9 klasse machen,denke ich, dass es zum einen den schwächeren schadet, da diese vielleicht nicht so viel hilfe bekommen können, da der unterricht ja auch weiter gehen muss,zum anderen auch den stärkeren, da diese immer auf die schwächeren warten müssten und nicht so viel neues lernen können, wie sie eigentlich wollen.
 

Benutzer19495 

Benutzer gesperrt
Glücklich werden kann man übrigens mit jedem Bildungsstandard. Daher finde ich es merkwürdig, seinem Gegenüber die Fähigkeit, ein erfülltes Leben führen zu können, aufgrund eines vermeintlich besseren oder schlechteren Schulabschlusses abzusprechen bzw. absprechen zu wollen. Erstaunlich ist hierbei, dass derartige Argumente immer aus der Richtung der Personen kommen, die sich plötzlich im Gespräch automatisch herabgesetzt fühlen, wenn das Gegenüber die bessere schulische Grundausbildung genossen hat.

Zurück zum Punkt:
Frage des Threads war es, ob ein Verhaltensunterschied zwischen Schülern! unterschiedlicher Schulformen, die ein unterschiedliches Leistungsniveau widerspiegeln, egal ob der individuelle Schüler persönlich in der Lage wäre, mehr zu leisten, oder ob er überfordert ist, festzumachen ist.
Es ging nie darum, sich für die eigene Bildung rechtfertigen zu müssen.
Ich denke, dass innerhalb der Gruppen eine Tendenz vorzufinden ist, dass sich die Schüler! der jeweiligen Bildungsform gegenseitig als normaler empfinden.
Das mag daran liegen, dass der schulische Alltag im wesentlichen das soziale Umfeld und die Gesprächsthemen der jeweiligen Gruppen bestimmt.
Hiermit ist nicht gemeint, dass sich Gymnasiasten den ganzen Tag über Stammfunktionen und Buchinterpretationen austauschen. Es ist nur so, dass 9 Jahre gemeinsamer Bildung und gemeinsamen Lebensweges durch die Bildungsideale und Methodik (vermittelt die Schule eher berufsbezogenes Wissen, ist sie altsrpachlich, technisch, naturwissenschaftlich? Liegt ihr ein humanistisches Bildungsideal zu Grunde?) der jeweiligen Schule so geprägt sind, dass sich Gruppierungen zwangsläufig bilden müssen!

Hinzu kommt die Tatsache, dass Kinder mit gutem finanziellem Hintergrund und hohem Bildungsstand der Eltern die Tendenz(!) aufweisen, einen besseren bzw. höher qualifizierten Abschluss zu machen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Sei es die Tatsache, dass wohlhabende Menschen über mehr Freizeit verfügen, um sich mit ihren Kindern zu beschäftigen bzw. ihnen mehr Reize, die zur Entwicklung der Abstraktionsfähigkeit notwendig sind, bieten können (Sprachurlaube, Bücher, Computer, Reisen, Tiere, etc.). Oder sei es die tatsache, dass die Eltern Abschlüsse haben, die sie wissensmäßig vom Durchschnitt abheben, so dass sie dem Kind von Anfang an automatisch(!) eine differenziertere Ausdrucksweise oder überdurchschnittliches Fachwissen vermitteln können. (Bitte erzählt mir jetzt nichts von irgendwelchen Freunden, deren Eltern Hauptschüler waren, die jetzt ihr Abi machen oder promovieren oder tolle Jobs haben. Es geht nicht(!) um Einzelbeispiele, die die oben genannte Tendenz ohnehin nicht ändern können. Derartige Einzelbeispiele beweisen, so prominent die Namen der Kinder, die bloß einen Hauptschulabschluss haben, mit ihren Entdeckungen schließlich die Welt verändert haben, nichts. Sie können die dargestellten Unterschiede nicht widerlegen oder unterwandern.)

Die dargestellten Faktoren, die das Leben der Kinder entscheidend geprägt haben, bestimmen sein soziales Umfeld. Dieses soziale Umfeld zeichnet sich durch gewisse Merkmale aus, die es vom Umfeld anderer Menschen unterscheidet.
So unterscheidet sich aus das Verhalten der Menschen im Alltag.
Sei es die Fähigkeit, mit Sprache zu spielen, Fremdsprachen zu beherrschen, die mir den Kontakt mit fremden Kulturen ermöglichen,
Fachwissen zu besitzen über das ich mich im Wege der Lehre oder des Hobbies mit anderen austausche, Manieren, Tisch- und Essgewohnheiten (eine Studie hat übrigens ergeben, dass Schüler mit schlechterer Bildung mehr Fastfood essen?) oder die Ziele im Leben.

Und eben diese Verhaltensweisen unterscheiden sich tendenziell, aber statistisch wahrnehmbar, zwischen den verschiedenen Schulformen. Es gibt einen Unterschied. Vielleicht nicht zwischen Gymnasiast X und Realschüler Y, aber zwischen den Gymnasiasten und den Hauptschülern ist er feststellbar.



Off-Topic:

In der Welt, in der ein Mensch aufgrund der Tatsache, dass er seine Zeit gerne mit Philosophie, Mathematik, Fremdsprachen o.Ä. verbringt, geächtet, oder ihm irgendeine soziale Kompetenz abgesprochen wird, möchte ich nicht leben.

Du hast es erfasst! Bin absolut der gleichen Meinung!

Niemand behauptet hier Realschüler oder Hauptschüler sind schlechtere Menschen. Hier geht es alleine darum, ob man einem Menschen aufgrund seines Auftretens und Verhaltens eine Schulform zuordnen kann.
Es lässt sich leider eben nicht vermeiden und abstreiten, dass die Art und Qualität der Schulbildung (Bildung allgemein) sehr oft durch das soziale Umfeld beeinflusst wird und somit schon von vornherein dem Kind ein bestimmter Weg geebnet wird.
Aber zu behaupten Gymnasiasten seien größtenteils weltfremd und realitätsfremd ist lächerlich...nur weil sie vielelicht weinger mit Dingen wie fianziellen Problemen, Arbeitslosigkeit & Co. konfrontiert werden.
Ich möchte mal ein beispiel hören, was sich nicht nur auf eine Person bezieht, bei dem man sieht wie weltfremd doch die meisten Gymnasiasten sind...
...könnte genauso viele unsinnige Beispiele bringen wie dämlich viele Realschüler sind...aber sind es gleich alle oder die meisten?? NEIN!
 
S

Benutzer

Gast
möchte mich auch nochmal zu wort melden :
hier wurde kürzlich der aspekt angesprochen, dass eine gesamtschule bis zur 9. klasse vom vorteil wäre.ich bin da absolut anderer meinung. schon in der 1-4 klasse kristallisieren sich die schüler heraus, die einfach mehr wissen besitzen, auch mehr wissen wollen,einen drang verspüren, etwas zu erreichen.auch wenn es (so wie hier einige meinen) arrogant klingt, aber ich zähle mich dazu. wenn ich an früher zurückdenke, gab es immer schüler die einfach ein bisschen "dümmer" waren, die den untericht stoppten, die die anderen schülerin in ihrem wissensdrang störten, weil diese häufig die verantwortung bekamen, den schwächeren zu helfen.ich war froh, nach der 6 klasse endlich nur mit den menschen in einer klasse zu sein, die so "tickten" wie ich.klar, es gibt spätzündler, aber selbst denen wird doch kein stein in den weg gelegt, nach 1-2 jahren von der haupt auf die real oder auch von der real aufs gym zu wechseln.
würde man nun die gesamtschule von der 1-9 klasse machen,denke ich, dass es zum einen den schwächeren schadet, da diese vielleicht nicht so viel hilfe bekommen können, da der unterricht ja auch weiter gehen muss,zum anderen auch den stärkeren, da diese immer auf die schwächeren warten müssten und nicht so viel neues lernen können, wie sie eigentlich wollen.

Man kann dieses Prinzip eh nur mit einem Kurssystem verwirklichen. Aber mir geht es nicht drum das andere mehr lernen.

Es geht mir darum, dass kein 10 Jähriges Kind auf dieser Welt schon entscheiden kann auf welchen Zweig es gehört. Was wiederrum bedeutet das dies die Eltern und die Pädagogen entscheiden und das Kind somit in eine Bahn lenken die nur schwierig rückgängig gemacht werden kann, wenn es die falsche Entscheidung war. Nehmen wir mal das Beispiel:

Kind 10 Jahre alt. So, im Ort gibt es nur eine Hauptschule die nächste Realschule/ Gymnasium ist nur mit der Bahn zu erreichen. Traust du dich dein Kind mit 10 Jahren schon mit der Bahn in fremde Städte zu schicken? Folglich werden die Eltern Ihr Kind vll sogar gegen die Empfehlung der Pädagogin auf die Hauptschule im Ort schicken, weil man ja annimmt das man auch die Mittlerereife nach Abschluss der Hauptschule machen kann. Das Kind fängt an sich dort zulangweilen, schreibt schlechte Noten und eins gibt das andere. Fazit: Kind macht ein schlechten Abschluss, nun versucht es die Mittlerereife nach zu machen und versagt kläglich, da der Leistungsabfall in den Jahren einfach zu groß ist. Würde das in einer Gesamtschule passieren, wo die Kinder speziell gefördert werden?

Nachteil wäre hier wohl, besser ausgebildetet Pädagogen die besser auf die einzelnen Kindern eingehen können.

Der schulische Werdegang hat doch nicht nur was mit begreifen oder nicht begreifen zu tun. Da spielen noch so viele andere Faktoren mit rein, die man nicht rein an der Intelligenz des Kindes festmachen kann und genau das fehlt in dem jetzigen System, meiner Meinung nach.

Wenn man es ganz überspizt sieht, kann man das jetzige System mit dem Kasten system in Indien vergleichen. Das Kind was in sozialen schwachen Familien aufwächst wird wohl auch die Hauptschule besuchen, obwohl es vll sogar mehr könnte. Kinder in guten sozialen Familien werden wohl zur Realschule gehen, oder sogar aufs Gymnasium und Kinder aus gut betuchten Familien werden das Gymnasium besuchen.

Hier in deutschland muss mehr auf die Fähigkeiten jedes einzelnen eingegangen werden und sie speziell fördern.

mfg
 

Benutzer51416 

Benutzer gesperrt
Man kann dieses Prinzip eh nur mit einem Kurssystem verwirklichen. Aber mir geht es nicht drum das andere mehr lernen.

Es geht mir darum, dass kein 10 Jähriges Kind auf dieser Welt schon entscheiden kann auf welchen Zweig es gehört. Was wiederrum bedeutet das dies die Eltern und die Pädagogen entscheiden und das Kind somit in eine Bahn lenken die nur schwierig rückgängig gemacht werden kann, wenn es die falsche Entscheidung war. Nehmen wir mal das Beispiel:

Kind 10 Jahre alt. So, im Ort gibt es nur eine Hauptschule die nächste Realschule/ Gymnasium ist nur mit der Bahn zu erreichen. Traust du dich dein Kind mit 10 Jahren schon mit der Bahn in fremde Städte zu schicken? Folglich werden die Eltern Ihr Kind vll sogar gegen die Empfehlung der Pädagogin auf die Hauptschule im Ort schicken, weil man ja annimmt das man auch die Mittlerereife nach Abschluss der Hauptschule machen kann. Das Kind fängt an sich dort zulangweilen, schreibt schlechte Noten und eins gibt das andere. Fazit: Kind macht ein schlechten Abschluss, nun versucht es die Mittlerereife nach zu machen und versagt kläglich, da der Leistungsabfall in den Jahren einfach zu groß ist. Würde das in einer Gesamtschule passieren, wo die Kinder speziell gefördert werden?
Nachteil wäre hier wohl, besser ausgebildetet Pädagogen die besser auf die einzelnen Kindern eingehen können.

Der schulische Werdegang hat doch nicht nur was mit begreifen oder nicht begreifen zu tun. Da spielen noch so viele andere Faktoren mit rein, die man nicht rein an der Intelligenz des Kindes festmachen kann und genau das fehlt in dem jetzigen System, meiner Meinung nach.

Wenn man es ganz überspizt sieht, kann man das jetzige System mit dem Kasten system in Indien vergleichen. Das Kind was in sozialen schwachen Familien aufwächst wird wohl auch die Hauptschule besuchen, obwohl es vll sogar mehr könnte. Kinder in guten sozialen Familien werden wohl zur Realschule gehen, oder sogar aufs Gymnasium und Kinder aus gut betuchten Familien werden das Gymnasium besuchen.

Hier in deutschland muss mehr auf die Fähigkeiten jedes einzelnen eingegangen werden und sie speziell fördern

du gehst hier aber auf einen ganz anderen aspekt ein. ich habe den entfernungsaspekt gar nicht berücksichtigt. natürlich sollte JEDEM schüler die möglichkeit geboten werden auf die richtige schule zu gehen, aber was hat die entfernung nun damit zu tun, alle auf einen haufen zu schmeißen? versteh dich da absolut nicht.lieber sollte man in ortsnähe eine kleine haupt, eine kleine real und ein kleines gym eröffnen. das wäre effektiver und für jeden wäre das richtige dabei.das der wechsel auf eine höhere schule immer zu schwer ist, ist auch nicht richtig. wer überdurchschnittlich gut auf der real ist, der ist auch in seiner freizeit wissbegirdiger als die anderen und hat den stoff selbstständig erarbeitet um auf dem gym mitzuhalten.so war es bei 4 meiner freundinnen, und die machen nächstes jahr mit mir ihr gutes abi, ohne schwäre schäden oder unwissen von der realschule mitgebracht zu haben.
 
S

Benutzer

Gast
du gehst hier aber auf einen ganz anderen aspekt ein. ich habe den entfernungsaspekt gar nicht berücksichtigt. natürlich sollte JEDEM schüler die möglichkeit geboten werden auf die richtige schule zu gehen, aber was hat die entfernung nun damit zu tun, alle auf einen haufen zu schmeißen? versteh dich da absolut nicht.lieber sollte man in ortsnähe eine kleine haupt, eine kleine real und ein kleines gym eröffnen. das wäre effektiver und für jeden wäre das richtige dabei.das der wechsel auf eine höhere schule immer zu schwer ist, ist auch nicht richtig. wer überdurchschnittlich gut auf der real ist, der ist auch in seiner freizeit wissbegirdiger als die anderen und hat den stoff selbstständig erarbeitet um auf dem gym mitzuhalten.so war es bei 4 meiner freundinnen, und die machen nächstes jahr mit mir ihr gutes abi, ohne schwäre schäden oder unwissen von der realschule mitgebracht zu haben.

Warum wohl? Eine Schule, jede Schulform. Sag mir wie es billiger/ einfacher gehen soll? Ich wohne in solch einer "kleinen Stadt" und ja hier gab es noch kein Gym, das nächste war 18 Km entfernt. Also is mein Beispiel schon mal altagstauglich, denn das gibts bestimmt noch wo anders. Würdest du dein Kind mit 15 auf andere Städte los lassen? Ich denke mal schon. Die Idee steckt dahinter.

Was Spricht dagegen? Gegen Gesamtschulen? Naja in Lübeck startet bald das erste Pilotprojekt zu dieser Idee, wenn ich mich recht entsinne.

Ich rede auch nicht davon das man das nicht schaffen kann, es ist nur sehr schwer. Nimm doch mal an, dass das Kind auf eine Schule geht, man feststellen könnte das dies mehr könnte, man geht aber nicht drauf ein. Was machst dann spätestens nach 1 Jahr? Dann hat das Kind keine Lust mehr, lernt nicht mehr und sieht kein Sinn mehr drin.

Und erzähl mir nicht das es solche pädagogischen Schnitzer nicht gibt. Ich will für wetten das viele Kinder mehr könnten wenn man sie dementsprechend fördert, nur dazu fehlen uns die Lehrer und an manchen Schulen wohl auch das Verständniss, mehr zu tun als man muss. Sowas kann man mit einem Kurssystem beheben, denn da lernt jeder das was er kann. Guter lernen mehr und intensiver, schlechte versuchen die Ansätze zu verstehen und gehen Stück für Stück tiefer. Man spaltet Kinder nicht mehr so in Gruppen und wirkt gegen das Denken "Ich bin besser weil ich ein Gymnasiast bin" "Oder du bist ein Streber und uncool weil du das Gymnasium besuchst" usw das kannat ja auf jede Schulform proizieren. Versuch mir doch mal die positiven Aspekte der jetzigen Schulbildung aufzuschreiben.

mfg
 

Benutzer13901  (45)

Grillkünstler
So nun will ich auch mal noch meinen Senf dazu geben und die Diskussion ein wenig anheizen.

Ich denke man muß das ganze auch mal auf die Zeit gesehen betrachten. Ich bin ja ein wenig Älter als die meisten die hier in dem Thread diskutieren und zu meiner Zeit war es so, daß die Hauptschüler nicht sehr hoch angesehen waren und sich gerne prügelten in der Stadt.
Die Gymnasiasten lösten ihre Probs anders. Die Drogenproblematik war an beiden Schulen gleich.

Wenn ich es aber aus meiner heutigen Sicht sehe sehe ich gewaltige Unterschiede gerade im Bereich der Kriminialität.
Ich wohne auf dem Land und arbeite sehr viel im Jugendstrafrecht.
98 % der Straftäter die ich vertrete in Gewaltdelikten sind Hauptschüler oder Leute die es auf der Hauptschule nicht geschafft haben.
Bei Drogendelikten hält es sich die Waage. Ich würde sagen das ich mir schon zu traue die Jugend von heute wenn sie zusammen stehen der richtigen Schulform zuzuordnen weil ich denke das Hauptschüler eine aggresivere Grundeinstellung zum Leben haben
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren