Hattet ihr schon einmal einen behinderten Partner?

Benutzer4977  (34)

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Diotima schrieb:
Du kannst mir ja gerne unterstellen dass du diese Umfrage dumm findest.
Aber du hast KEIN RECHT das auf mein Alter zu reduzieren. Ich denke ich bin ziemlich reif für mein Alter und diese Frage kann sich auch ein 20jähriger stellen.

Es ist nunmal nicht alltäglich einen behinderten Partner zu haben (ja ich finde das Wort "behindert" auch unangenehm das es sich so nach Schimpfwort anhört) und deshalb kann man sich doch die Frage stellen wer mit so jemandem Erfahrungen gemacht hat und wie viel schwieriger es denn tatsächlich ist.

Also erstmal muss ich ´dir recht geben, ich finde die Umfrage sogar höchst interessant, und dass dann am Alter festzumachen, gut jeder wie er will....



Zu mir:
Also mit einer körperlichen könnte ich je nach schwere Leben, denke ich. Mein bester Freund hatte eine längere Beziehung (Knapp 2 Jahre) mit einem Mädel, welches ein Bein, mmh naja, kanns nich beschreiben, etwas steif und krumm trifft es wohl, konnte aber noch laufen, zwar langsam aber es ging. Damit hätte ich kein problem.
Ein Freund aus meiner Klasse hat Tourette, zwar in einem weniger starken Ausmaß, aber das kann sich ja schnell änder. Hätte ich ne Freundin, die dass hätte käme ich damit auch klar.
Andere geistige Behinderung die schwererwiegend sind, wären für mich ein Hindernis, der geistigen Ebene wegen. Bei körperlichen Behinderungen weiß ich nicht genau. Taub-Stumm wäre denke ich auch noch machbar, aber so richtig schwere denk ich eher nicht... Wenn ein langjähriger Partner auf einmal Schwerstbehindert wäre, ist das wieder ne andere Sache... Da muss man dann halt schauen und da würde ich sie auch nicht alleine lassen
 

Benutzer17430  (41)

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Cornflakes schrieb:
Ich als "Behinderte", da stimme ich SottoVoce total zu, ich mag dieses Wort auch nicht,...
Aus dem englischen Sprachgebrauch kommt neurdings die Bezeichnung phisically/mentally challanged, also herausgefordert; gefällt mir eigentlich. Während behindert das Negative intoniert, ist eine Herausforderung viel positiver! Meistens verwende ich (bin u.a. Kommunikationschef einer Organisation für Behinderte) aber immer noch den Ausdruck "Menschen mit einer geistigen/körperlichen Behinderung", da das Neue noch nicht so bekannt ist.

Zur Frage: Ich habe mich das oft gefragt. Betreue in meiner Freizeit auch Menschen mit geistiger Behinderung (vom Duschen morgens bis zum Zähneputzen abends) und lasse, je nach grad der Behinderung auch eine gewisse Nähe zu. Eigentlich je stärker, desto mehr. War auch schon Objekt der Begierde, von einer, die nich so stark herausgefordert ist - aber 51 ist mir dann doch etwas zu alt...[static="https://www.planet-liebe.com/vbb/images/icons/icon10.gif"][/static].

Generell kann ich mir eine Beziehung mit einer geistig behinderten Frau eher nicht vorstellen. Das ist für ein zu grosses Ungleichgewicht. Ich brauche jemand, der mir gewachsen ist. Das soll jetzt ja nicht als übersteigertes Selbstverständnis ausgelegt werden - aber so einen krativen, sarkastischen Chaotenkopf, kann man nicht jedem antun.

Mit jemandem mit einer körperlichen Challange, naja wenn die Frau eine gute/tolle Person ist, mir (sonst (also vor allem das Gesicht)) gefällt und hübsch is und so, wieso nicht!?


...Shit ich schreibe immer so viel...[static="https://www.planet-liebe.com/vbb/images/icons/icon11.gif"][/static]mein Dachschaden...[static="https://www.planet-liebe.com/vbb/images/icons/icon12.gif"][/static]
 
C

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Gast
defiant schrieb:
Behindert ist man nicht, behindert wird man.QUOTE]

Sehr schöner Satz. :zwinker:

Stimmt... wenn man selber behindert ist, lernt man "darüber" wegzusehen. "Schafft" man es nicht, wird man "behindert"...:eckig:



Cornflakes :eckig:
 

Benutzer17430  (41)

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Cornflakes schrieb:
Behindert ist man nicht, behindert wird man.QUOTE]

Sehr schöner Satz. :zwinker:

Stimmt... wenn man selber behindert ist, lernt man "darüber" wegzusehen. "Schafft" man es nicht, wird man "behindert"...:eckig:
Kann ich blindlings unterschreiben!

Auch wenn man lange mit und für Behinderte arbeitet wird das "Manko" föllig unwichtig. Ging mir so! Nach zwei Wochen Lager mit geistig Behinderten fragte ich mich sogar, wer jetzt behinderter is...[static="https://www.planet-liebe.com/vbb/images/icons/icon10.gif"][/static]

Ich empfehle übrigens sich mal die Kampgnen von Pro Infirmis, einer der grössten Organisationen für Behinderte in der Schweiz, reinzuziehen. Seit vier Jahren machen die unter dem Titel "Wir lassen uns nicht behindern" Werbung. Finde ich absolut stark. Die Sujets von 2001 und 2002 kann man auch unter http://www.metzgerlehner.ch/arbeiten/proinfirmis_2001/index.htm und http://www.metzgerlehner.ch/arbeiten/proinfirmis_2002/ angucken. Alle Fotos sind übrigens von einem renommierten Modefotografen gemacht.
 
L

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Gast
defiant schrieb:
(Ich gehe jetzt mal auch nur von der Beziehung zwischen einem körperbehinderten Menschen und einem Nicht-Körperbehinderten Menschen aus. Ich denke nämlich auch nicht, dass man zu einem geistig Behinderten eine wahre Beziehung haben kann, da dann die richtige gleichwertige "Partnerschaft" fehlt)

Es ist sehr wohl nachvollziehbar, dass viele Nicht-Behinderte beziehungstechnisch eine grundlegende Ablehnung gegenüber Behinderten haben. Weil das was Neues, was Fremdes ist. Und es ist ganz natürlich, dass man aus Hilflosigkeit oder Unkenntnis, wie man sich jetzt denn verhalten soll, eher Abstand hält oder mit übertriebener Fürsorge reagiert. Und es ist auch verständlich, dass JEDER Mensch (übrigens auch Behinderte) eine gewisse "Idealvorstellung" von einem potentiellen Partner haben.
Das Problem liegt darin, dass sich BEIDE Seiten meist so unsicher im Umgang mit der "anderen" Seite sind, dass oft nicht die richtigen Fragen gestellt werden und deshalb nicht die richtigen Antworten kommen.

Das Resultat ist Befremden. Unsicherheit. Angst.
Und das von beiden Seiten aus.

Behindert ist man nicht, behindert wird man.

Wenn man dieses Prinzip einmal begriffen hat, dann kann man auch auf die andere Seite zugehen. Und dann wird einem auch klar, dass da auf der anderen Seite ein Mensch ist, der die gleichen Ängste, Befürchtungen und Wünsche hat, wie man selbst.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Leaves
 

Benutzer3015 

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Serenity schrieb:
Solche Ausschlusskriterien hat jeder, ob das nun ein Gewicht über 200kg ist, rote Haare, eine große Nase oder eben ein Blasenkatheter..

*lol*...passt vielleicht nicht ganz hierher...aber immer wieder, wenn es um beispiele oder dergleichen geht, werden "rote haare" genannt..
als ob das jetzt sowas ungewöhnliches ist *gg*...

um auch mal, ganz unabhängig von den anderen antworten, auf dieses thema zu antworten:

körperliche behinderung, sprich rollstuhl, fehlende gliedmaßen etc:
ich weiß es nicht...ich habe bisher noch niemanden kennengelernt, der behindert ist und den ich auch "ansprechend" gefunden habe...
ich muss also erstmal in die situation kommen, um das beurteilen zu können...

geistig behinderte: kann ich mir nicht vorstellen....

behindert in dem sinne, daß man katheter oder ähnliches tragen muss:
weiß ich auch nicht...

letztendlich ist es so, daß ich wohl wirklich erstmal in so eine situation kommen muss...

ach ja, von wegen diabetiker: einer meiner exfreunde muss sich spritzen...von daher weiß ich, daß ich mit "so" einer behinderung keine probleme habe...
 
C

Benutzer

Gast
defiant schrieb:
Behindert ist man nicht, behindert wird man.


Da nochmal was zu *g* ist mir grad eingefallen.. Viele nehmen das ja auch als Schimpfwort "Du bist behindert!" Da passt dieser Spruch auch zu... Er ist nicht behindert, man wird es nur, evt. grad mal so nachgedacht...

Finde dieses Thema sehr interessant :jaa:

Cornflakes
 

Benutzer18867 

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zuerst @ Diotima:
ich finde dieses thema interessant und glaube nicht dass sich jede(r) 15-jährige(r) schon solche gedanken macht.
und zur frage...
es ist schwierig sowas zu beantworten wenn man nicht selber in so einer situation ist. ich kann auch keine eindeutige antwort geben. wobei ich natürlich nichts gegen behinderte habe und überhaupt... kommt drauf an. wirklich eine schwierige frage! ich glaube ich werde beim schlafen gehen jetzt dann nochmal drüber nachdenken...
und allgemein zum thema behinderung - ich kenne mehrere menschen die mehr oder weniger behindert sind. die meisten (die überhaupt einen partner haben) haben einen nicht behinderten partner und sind glücklich miteinander.
und ich glaube bei einer behinderung kommt es immer darauf an wie die anderen um ihn herum reagieren.
manche sehen z.b. auch so was wie nicht ganz gute deutschkenntnisse auch als behinderung an (mal ehrlich - WER wäre bereit mit so einem menschen eine beziehung zu beginnen - bin gespannt was ihr sagt!!!). aber nicht nur im bezug auf eine partnerschaft - so ein mensch ist für manche dann minderwertig. das kann ich nicht leiden. :angryfire
und genauso kann ich nicht leiden wenn die behinderten dumm angesprochen oder dumm angeguckt werden. ich meine solche menschen müssen eh schon so viel leiden warum tun die anderen es denen noch zusätzlich an?
aber das thema ist wirklich interessant... hab mir ehrlich gesagt noch nie gedanken darüber gemacht...
 

Benutzer9402 

Meistens hier zu finden
Speedy5530 schrieb:
@sabe und finalizer: und mit welcher begründung??...
Wenn ich etwas von Behinderung höre, dann denke ich an geistige Behinderung.
Ich kann mir persönlich nicht vorstellen mit so einer Person eine Beziehung auf-
zubauen. Ich würde damit nicht zurecht kommen; wäre total überfordert,
da es für mich eine neue Situation wäre.

Wenn ich ein Mädchen kennenlernen das z.B. etwas hinkt oder so, dann ist
das für mich kein Grund keine Beziehung einzugehen. Mit soetwas könnte
ich umgehen.

Ich selbst habe auch eine Behinderung, ich bin Stotterer. Gut die Behinderung
sieht man nicht, aber dafür kann man sie in manchen Situationen bei mir
umso besser hören.
 

Benutzer23616 

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Als Veteran von 13 Jahren integrativer Erziehung (Behinderte und Nichtbehinderte) (Kindergarten bis 10. Klasse Gesamtschule, Oberstufe war leider nicht integrativ) fühle ich mich genötigt, auch mal was von mir zu geben:

Ich kann mir auf jeden Fall eine Beziehung mit einem Partner vorstellen, der "mentally challenged" ist. Ich habe aus meiner Erfahrung mit Integration die Beobachtung gemacht, das man von vielen Behinderten direkteres Feedback bekommt als von Nichtbehindeten. Ich denke mir, sowas kann für eine Beziehung wirklich positiv sein.
Ich war auch schon in eine geistig Behinderte verknallt... halt in der Teenie-Phase.

Bei Körperbehinderungen seh ich kein Problem... muss man sich eben auf den Partner einstellen (*täterätää* --- so wie in jeder Beziehung halt!).

Mit Schwerstmehrfachbehinderten könnte ichs mir nicht vorstellen.

Eine Beziehung zu einem Autisten schliesst sich ja quasi durch das "Krankheits"bild selbst aus.

Und wenn man an einen oder mehrere Götter glaubt: "Gott ist behindert, das gehört zu ihrer Vollkommenheit!"

und nochmal was leicht OT:

ich frag mich manchmal echt, wieso alle Leute so auf "Normal" abfahren. Ganz oft wird hier gefragt "Ist das normal?" "Bin ich normal?" --- wieso wollen die Leute unbedingt normal sein? Haben alle Angst, vom großen Abnormalitätssensor aufgespürt zu werden oder wie?

Warum müssen viele sich immer Anpassen an das, was sie für Normal erachten? Nur ja keinen Schritt über die Normalitätsgrenze machen... argh! Mich macht das echt Wahnsinnig!

Ein Spruch aus der guten alten Zeit (*g*)kommt mir da wieder in den Sinn: Lieber lebendig als normal!
 
A

Benutzer

Gast
wenn ich die meinungen mancher leute lese, kommt mir wirklich das gruseln....

stellt euch vor, ihr fahrt mit eurem partner im auto.... er/sie verursacht einen verkehrsunfall. du erfährst, dass dein knie steif bleiben wird....

klar, er müsste ja dann sofort schluss machen.... du bist ja behindert.....

wann soll er das tun? an der unfallstelle? im krankenhaus? nach der "schonfrist" von drei tagen per sms?

oder nach 15 jahren ehe die frau mit den 2 kindern sitzen lassen, weil sie jetzt schwierigkeiten beim treppen steigen hat oder gar im rollstuhl sitzt?

sorry, aber mich schüttelts grad....



vibrierende grüsse vom alten Sack
 

Benutzer17430  (41)

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einTil schrieb:
aus meiner Erfahrung mit Integration die Beobachtung gemacht, das man von vielen Behinderten direkteres Feedback bekommt als von Nichtbehindeten. Ich denke mir, sowas kann für eine Beziehung wirklich positiv sein.
Da hast du vollkommen Recht!
 

Benutzer12728 

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Aaalso.... hier werden mir zu stark diejenigen angegriffen die sich eine Beziehung mit Behinderten nicht vorstellen können.
Es ist imo ganz einfach jedem selbst zu überlassen mit wem man eine Beziehung eingeht oder nicht.
Wenn sich jemand keine Beziehung mit Behinderten vorstellen kann heißt das ja nicht automatisch dass der/diejenige etwas gegen Behinderte hat. Es ist einfach ein Ausschlusskriterium wie das Alter, komischer Humor, Aussehen,... mehr nicht.
Jemanden zu verurteilen der sich keine Beziehung mit Behinderten vorstellen kann finde ich daher total daneben.
Behinderte verlangen immer mehr Integration, womit sie auch sehr Recht haben, nur sollte die Integration auch konsequent gelebt werden. Es kann nämlich nicht sein, dass im Zuge der Integration immer mehr Rechte und Erleichterungen den Behinderten zu Gute kommen aber gleichzeitig Behinderte sich im zwischenmenschlichen Bereich bewusst selbst ausgrenzen und sich Aktionen bringen, die sich Nichtbehinderte niemals erlauben können, weil es gleich zu Riesenkonflikten führen würde. Ich habe so was schon zur Genüge erlebt, also macht mir nix vor und behauptet, dass Behinderte sich immer ganz normal gegenüber Nichtbehinderten verhalten. Man darf sicher nicht alle über einen Kamm scheren, aber wie gesagt, ich habe schon genügend solcher Fälle erlebt.
Soviel mal zum Thema Integration...es müssen halt beide Seiten dazulernen, Behinderte wie Nichtbehinderte. Vor allem müssen aber Berührunsängste abgebaut werden, die meiner Meinung nach die größten Probleme im zwischenmenschlichen Bereich zwischen Behinderten und NB ausmachen.

Jetzt zurück zum eigentlichen Thema der Umfrage:
Ich hatte vor einiger Zeit mal etwas mit einer recht stark behinderten Frau, oder Mädchen, ist Definitionssache.
Aus der Sache ist nicht sehr viel geworden, weil sie nicht mehr wollte. Nicht weil ich festgestellt hätte dass es nichts für mich ist. Im Gegenteil, ich fand die Nacht riesig. Wenn sie doch noch mal wollen würde bräuchte sie nur mit den Fingern zu schnipsen. Für mich wäre es durchaus vorstellbar gewesen eine längere Beziehung mit ihr zu haben. Natürlich kann es sein, dass die Sache in die Brüche gegangen wäre, aber Vorbehalte hatte ich jedenfalls keine.
 

Benutzer10269 

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@nimbus_2001
Ich glaube dieses selbst ausgrenzen von Behinderten gegenüber Nichtbehinderten liegt auch größten Teils daran das diese Integration meiner Meinung nach noch in den Kinderschuhen steckt und daher einfach viel Zurückhaltung, Misstrauen und Vorsicht an den Tag gelegt wird.
Man weiß eben nie wie Menschen aufeinander reagieren ob nun behindert oder nicht.
 

Benutzer12728 

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Bei den Situationen an die ich denke, hatte die Selbstausgrenzung nichts mit Unsicherheit zu tun. Das waren ganz klare Fälle, wo sich Behinderte Sachen geleistet haben (andere und auch mich unmöglich behandelt) die sich Nichtbehinderte nicht leisten würden. Wenn so was passiert dann kotzt mich das einfach an. Ich stecke stundenlang Zeit in die Behindertenarbeit und dann kommen solche Sachen. Naja, mit den betreffenden Personen habe ich halt jetzt nicht mehr so viel zu tun, obwohl wir uns eigentlich vorher echt gut verstanden haben. Ich muss mich net aufdrängen...
 

Benutzer22949 

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Ich denke dass eine behinderung (und damit meine ich dann schon eine schwere, also stark körperliche etc.) die meisten Menschen erstmal abschreckt weil sie überhaupt nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen.
Allerdings stelle ich mir das nicht als Grenze vor, man kann solche Menschen doch trotzdem sehr lieben.
Natürlich ist es "schwerer" eine solche Beziehung zu führen, grade deshalb meiden bestimmt viele junge Menschen diese Belastung.

Aber den Partner zu verlassen, nur weil er evtl durch einen unfall behindert ist finde ich grausam! Wer sowas tun würde, der kann den partner ja auch vor dem Unfall nicht richtig geliebt haben!!!
 

Benutzer26217 

Meistens hier zu finden
Ich habe auch nichts gegen Behinderte, kann mir eine Beziehung mit jemandem, der körperlich behindert ist auch vorstellen.

Allerdings denke ich auch, dass man so realistisch sein muss, dass zB eine Beziehung mit jemandem der brustabwärts gelähmt ist, der also sehr pflegebedürftig ist und mit dem Sex evtl. auch nicht funktioniert, eine nicht so große Chance hätte. Bzw würde ich persönlich dann keine Beziehug eingehen.

Wenn allerdings jemand seine Beine oder so nicht mehr bewegen kann oder nur noch einen Arm hat, aber sein Leben im Großen und Ganzen noch selbst regeln kann, dann würde es mir nichts ausmachen.
Genauso siehts aus, wenn der Partner blind ist/erblindet, dass wäre in Ordnung. Aber mit jemandem, der stumm oder taub ist, stelle ich es mir wieder sehr schwierig vor und würde da wahrscheinlich keine Beziehung eingehen, da man sehr schwierig miteinander kommunizieren kann.

Nichtsdestotrotz würde ich meinen Freund nicht wegen solch eines Grundes verlassen, sollte ihm etwas zustoßen. Den liebe ich ja schon.

Alles in allem also: Wenn jemand schwer behindert ist und sein Leben nicht alleine regeln kann schreckt das zuerst ab und man kann sich wahrscheinlich gar nciht erst verlieben. Sollte soetwas allerdings im Laufe einer Beziehung passieren sehe ich keinne Grund mich zu trennen. Achja nur aus Mitleid sollte man natürlich auch keine Beziehung am Leben haltne.
 
F

Benutzer

Gast
DieKatze schrieb:
Haußerdem habe ich noch psychische Probleme und neige zu Depressionen aufgrund dessen mir auch die 60% auf dem Schwerbehindertenausweis zugesprochen wurden.

Das GEHT?! *staun*
Sollte ich vielleicht mal machen lassen!

Also... zum Thema - ich kenne keine Menschen mit einer "richtigen körperlichen Behinderung" näher, deswegen kann ich nicht sagen, ob ich mir das vorstellen könnte. Ich weiß ja nicht... all diese Auswahlkriterien, die immer aufgeführt werden - diese Kriterien zieht man doch nicht zu Rate, wenn man sich verliebt! Das passiert einfach.

Die "geistige Behinderung" - wie definiert ihr das überhaupt? Wenn das bei Dingen wie Depressionen, Angststörungen etc. anfängt... das haben so viele Menschen... oftmals ohne es zu wissen. Also, ich hab meinem Freund auch nicht gleich am Anfang gesagt "Du, bevor das ernster wird mit uns sollte ich dir sagen, dass ich ziemlich psycho bin."! Ich mein, ganz unter uns, das hat er von alleine gemerkt :zwinker:

LG
fee
 

Benutzer11742 

Verbringt hier viel Zeit
feeX schrieb:
Das GEHT?! *staun*
Sollte ich vielleicht mal machen lassen!
Ich bin seit 5 Jahren in psychologischer Betreuung...Mit einem Gutachten wurden mir dafür (Depressionen usw.) 10% oder 15% zugesprochen. Die restlichen Prozente habe ich aufgrund des Diabetes..
 
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