Hantel vs BWE, Yoga vs Kampfsport

Benutzer12784  (40)

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Hello.

Ich steh so vor nem kleinen Problem beim Entscheiden, womit ich mein nächstes Jahr sportlich verbringen soll.
Auf der einen Seite hab ich ein Fitnessstudio ein paar Liftstöcke unter mir und könnte da gemütlich ein paar mal die Woche ohne großen Aufwand hingehen und ein Kraftsport Programm durchziehen.
Alternativ wären da eine Mischung Kraftsport mit BWE + eine der oben genannten Vereinssportarten.

Auf der einen Seite haltet sich in meinem Kopf das Vorurteil, dass Hanteln wesentlich schneller zu Erfolgen führen und auch wesentlich leichter eine kontrollierte und lineare Steigerung zulassen, während BWEs eher langsam zum Ziel führen und vorallem ab einem gewissen Level wahnsinnig komplex werden.
Der Finanzielle Vorteil läge natürlich auf BWE Seiten weil auch wenns Studio nicht die Welt kostet, sinds doch ein paar € im Monat.

Und diese € könnte man natürlich in eine Vereinsmitgliedschaft stecken. Wär zwar ein wenig teurer, aber vielleicht lernt man ja da neue Menschen kennen, und auch das ist für mich gerade nicht verkehrt.
Außerdem kommt man da gut hin was Körpergefühl und Dehnung anbelangt.
Da ist halt die Frage, Yoga, wobei mich der spirituelle Zweig davon weniger interessiert sehr wohl aber Körperbeherrschung und Fitness vs Kampfsport (Taekwondo hab ich früher mal gemacht wäre jetzt auch eine Option) wo mich eben auch Körperbeherrschung und Fitness in erster Linie anmachen. Der kämpferische Aspekt allerdings etwas weniger zumindest wenns um Kontakt geht.

Falls ihr weiter Pros und Kontras habt. Einstweilen geht meine Tendenz eher Richtung BWE + X
 
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Hm, was willst du denn durch den Sport überhaupt bezwecken? Muskelaufbau, Fettverbrennung, vom Alttag abschalten, Auspowern, steht für dich die soziale Komponente im Vordergrund oder einfach Sport machen um Sport gemacht zu haben?

Vor allem der Punkt "mein nächstes Jahr" verwirrt mich gerade etwas. Willst du in nem Jahr wieder die Sportart wechseln? Ich weiß nicht, ob da ne komplexe Kampfsportart sinnvoll wäre... Dann lieber Krafttraining.
 

Benutzer12784  (40)

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Ein Jahr grundsätzlich deswegen weils immer ein guter Planungszeitraum ist. Solang weiß ich was ich mach wie ich Zeit und Ressourcen hab usw.

Muskelaufbau Fettverbrennung Körperliche Fitness Körperbeherrschung sind so die Primäre Motivation aber natürlich auch das sozialisieren, wobei ich das auch anderswo machen kann.
 
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Muskelaufbau Fettverbrennung Körperliche Fitness Körperbeherrschung sind so die Primäre Motivation aber natürlich auch das sozialisieren, wobei ich das auch anderswo machen kann.

Da macht Kampfsport sicherlich Sinn. Muskelaufbau im Sinne von Masse würde vielen Kampfsportarten im Wege stehen, weils auch überhaupt nicht darauf ausgerichtet ist. Wenn würde ich aber eine Kampfsportart mit Körperkontakt wählen. Die Frage ist, was verstehst du unter Körperbeherrschung?
 

Benutzer12784  (40)

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Da macht Kampfsport sicherlich Sinn. Muskelaufbau im Sinne von Masse würde vielen Kampfsportarten im Wege stehen, weils auch überhaupt nicht darauf ausgerichtet ist. Wenn würde ich aber eine Kampfsportart mit Körperkontakt wählen. Die Frage ist, was verstehst du unter Körperbeherrschung?
Masse mein ich jetzt auch nicht in Richtung Schwarzenegger sondern eher in Richtung funktionaler Kraft wobei mir schon klar ist, dass Definition mehr eine Sache des KFAs ist.
Zur Körperbeherrschung, ich merk halt heute noch, dass ich vom Falltraining im Judo profitiere, und deswegen denk ich, dass Sportarten die Stabilität Stand aber auch Dehnung und Beweglichkeit fördern einen Großen nutzen beim Älterwerden haben.

Kontakt ist halt so ne Sache, mit zuvielen Schrammen werden meine Praxistage nicht grad lustig.
 
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Kontakt ist halt so ne Sache, mit zuvielen Schrammen werden meine Praxistage nicht grad lustig.

Man unterscheide Vollkontakt und Körperkontakt. Jiu Jitsu z. B. wäre eine Körperkontakt-Form und ich habe in 11 Jahre kaum nennenswerte Beschädigung erlitten. Man trainiert zwar mit dem Körper des Kampfpartners aber das macht eben auch ein Teil der Körperbeherschung aus. Man sollte sich soweit kontrollieren das auch schnell ausgeführte Aktionen immer das Verletzungsrisiko so gering wie möglich halten. Außerdem, wenn man keinen Partner hat dem man 100% Vertrauen kann, dann sollte man so eine Art auch nicht ausführen. Das ist im Grunde das A. und O. Was man aber innerhalb der Gemeinschaft und des Trainings lernt.
 

Benutzer86779  (36)

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wenn du leute kennen lernen willst, solltest du auf jeden fall einen verein (keine "kampsportschule"!) nehmen. im verein hat man eher ein soziales leben als in reinen konsumentengeschichten wie fitnessstudios (kommerzielle kampfsportschulen wie diese wing tsung dinger fallen IMO auch darunter zumal es meiner meinung eh abzocke ist).

also wenn du leute kennenlernen willst ist ein richtiges vereinsleben am besten.

wenn du körperbeherrschung und koordination willst ist übrigens ein ballsport das beste. mit der körperbeherrschung eines fußballers können auch die meisten kampfsportler nicht mithalten:smile:[DOUBLEPOST=1351350856,1351350734][/DOUBLEPOST]
Da macht Kampfsport sicherlich Sinn. Muskelaufbau im Sinne von Masse würde vielen Kampfsportarten im Wege stehen, weils auch überhaupt nicht darauf ausgerichtet ist. Wenn würde ich aber eine Kampfsportart mit Körperkontakt wählen. Die Frage ist, was verstehst du unter Körperbeherrschung?

kommt auch drauf an was für eine kampfsportart.

für schlag und trittsportarten ist muskelmasse meist eher ein nachteil, aber für wurf und haltesportarten wie ringen, judo oder BJJ hilft es schon.
 
S

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wenn du körperbeherrschung und koordination willst ist übrigens ein ballsport das beste. mit der körperbeherrschung eines fußballers können auch die meisten kampfsportler nicht mithalten

Das mag ich ehrlich gesagt bezweifeln, weils einfach völlig unterschiedliche Sportarten sind. Fußball und Kampfsport hat nichts miteinander gemein. Man kann sie daher auch garnicht vergleichen. Vielleicht eher Turner/Parkourläufer und Kampfsportler.

kommt auch drauf an was für eine kampfsportart. für schlag und trittsportarten ist muskelmasse meist eher ein nachteil, aber für wurf und haltesportarten wie ringen, judo oder BJJ hilft es schon.

In den seltesten Fällen sollte es eigentlich auch bei Judo/Ringen etc. um die Überlegenheit der Kraft gehen. Sondern viel mehr um die bessere saubere technik. Kampfsport ist nichts anderes als seinen Gegner mit den eigenen Waffen zu schlagen. Je mehr Energie und Kraft du also in ein Fight steckst umso größer wird der Vorteil deines Gegners. Du bietest ihm damit nur mehr Angriffsfläche.

Die Energie die man "aussendet" muss man auch jederzeit unter Kontrolle haben. Denn wenn du nach vorne willst, mit aller Kraft dann merkt dein Gegner das relativ schnell und wird ein Teufel tun dagegen zu halten. Er wird dir den Raum geben, denn du so gerne willst und meißt ist es dann schon zu spät, da der Konter schon längst eingeleitet ist. Denn der Körper und Geist deines Gegner weiß schon vorher was gleich kommt, bevor du überhaupt das Handeln des Gegners wahrnimmst und reagieren kannst. Das, sind dann die kleinen feinen Unterschiede die bei einem Kampf über Sieg oder Niederlage entscheiden.
 

Benutzer86779  (36)

Sehr bekannt hier
Das mag ich ehrlich gesagt bezweifeln, weils einfach völlig unterschiedliche Sportarten sind. Fußball und Kampfsport hat nichts miteinander gemein. Man kann sie daher auch garnicht vergleichen. Vielleicht eher Turner/Parkourläufer und Kampfsportler.



In den seltesten Fällen sollte es eigentlich auch bei Judo/Ringen etc. um die Überlegenheit der Kraft gehen. Sondern viel mehr um die bessere saubere technik. Kampfsport ist nichts anderes als seinen Gegner mit den eigenen Waffen zu schlagen. Je mehr Energie und Kraft du also in ein Fight steckst umso größer wird der Vorteil deines Gegners. Du bietest ihm damit nur mehr Angriffsfläche.

Die Energie die man "aussendet" muss man auch jederzeit unter Kontrolle haben. Denn wenn du nach vorne willst, mit aller Kraft dann merkt dein Gegner das relativ schnell und wird ein Teufel tun dagegen zu halten. Er wird dir den Raum geben, denn du so gerne willst und meißt ist es dann schon zu spät, da der Konter schon längst eingeleitet ist. Denn der Körper und Geist deines Gegner weiß schon vorher was gleich kommt, bevor du überhaupt das Handeln des Gegners wahrnimmst und reagieren kannst. Das, sind dann die kleinen feinen Unterschiede die bei einem Kampf über Sieg oder Niederlage entscheiden.

http://www.thewrestlinggreats.com/m...319eda06f020e43594a9c230972d/k/a/karelin1.jpg

:grin:

das mag stimmen wenn du irgend nen penner aufs kreuz legst, aber wenn du auf wettkampflevel kämpfst, wo beide meist technisch zumindest einigermaßen ähnlich gut sind, spielt die kraft und auch das gewicht in den griffsportarten eine extrem große rolle.
 
S

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Gast
http://www.thewrestlinggreats.com/m...319eda06f020e43594a9c230972d/k/a/karelin1.jpg

:grin:

das mag stimmen wenn du irgend nen penner aufs kreuz legst, aber wenn du auf wettkampflevel kämpfst, wo beide meist technisch zumindest einigermaßen ähnlich gut sind, spielt die kraft und auch das gewicht in den griffsportarten eine extrem große rolle.

Ich habe Griffsportarten nicht Wettkampftechnisch betrieben und kann daher nur meine Erfahrungen schildern. Mag möglich sein, das Kraft und Gewicht gerade bei diesen Formen unverzichtbar sind. Für Arten wie Jiu Jitsu, Karate, Kung Fu, Teakwoondo etc. spielt dieses Zusammenspiel aber eher eine untergeordnete Rolle. Denn die funktionieren im Grunde genau nach dem Prinzip was ich geschildert hab. Aber wie auch immer, der TS wird sich schon für die ihm naheliegendste Form entscheiden.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Ich habe Griffsportarten nicht Wettkampftechnisch betrieben und kann daher nur meine Erfahrungen schildern. Mag möglich sein, das Kraft und Gewicht gerade bei diesen Formen unverzichtbar sind. Für Arten wie Jiu Jitsu, Karate, Kung Fu, Teakwoondo etc. spielt dieses Zusammenspiel aber eher eine untergeordnete Rolle. Denn die funktionieren im Grunde genau nach dem Prinzip was ich geschildert hab. Aber wie auch immer, der TS wird sich schon für die ihm naheliegendste Form entscheiden.
Off-Topic:
Alleine schon dass so ziemlich alle Wettkämpfe mit Kontakt Gewichtsklassen haben bestätigt es doch schon. 10 Kilo sind in den unteren Gewichtsklassen einfach eine ganze Welt (im Schwergewicht dann nicht mehr unbedingt weil man einfach nicht unbegrenz Muskeln draufpacken kann ohne zu stoffen oder ein Mastschwein zu werden).
 

Benutzer90024 

Sorgt für Gesprächsstoff
Die beste Alternative wäre es wohl Kampfsport mit zusätzlichem Krafttraining und BWEs zu mischen, wobei BWEs auch immer ein Teil eines guten Kampfsporttrainings sein werden.
Dass Kraftsport (mit Hanteln) schlecht für die Beweglichkeit und Schnelligkeit ist, ist übrigens ein sich hartnäckig haltender Mythos, der weitestgehend nicht der Wahrheit entspricht. Wenn du (wovon ich ausgehe) keinerlei muskelwachstumsfördernde Mittel wie anabole Steroide einsetzt, kannst du das volle Kraftprogramm durchziehen ohne Nachteile zu spüren. Im Gegenteil, du wirst besonders im Bereich der Beine nach relativ kurzer Zeit einen deutlichen Zuwachs an Explosivkraft bemerken.
Um vernünftig mit BWEs trainieren zu können, ist aber eine gewisse Grundkörperspannung nötig, ansonsten macht man mehr kaputt als man aufbaut. BWEs sind also eher für Fortgeschrittene geeignet und keinesfalls für Anfänger.
Das Fitnessstudio kannst du mit BWEs aber auch nicht umgehen, denn auch hierfür braucht man Geräte, wie z.B. eine Klimmzugstange oder eine Vorrichtung für Dips.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Dass Kraftsport (mit Hanteln) schlecht für die Beweglichkeit und Schnelligkeit ist, ist übrigens ein sich hartnäckig haltender Mythos, der weitestgehend nicht der Wahrheit entspricht.
Bei Übungen wie Kreuzheben, Kniebeugen, Snatch oder Clean&Jerk sogar eher im Gegenteil, diese erfordern eine gewisse dynamische Beweglichkeit, die sich auch mit der Ausführung dieser Übungen verbessert.

Ich kann Kraftdreikampf oder Gewichtheben im Verein empfehlen, damit entgeht man auch dem typischem forever_alone, wie man sich ja gerne mal beim Pumpen in der Mukkibude fühlt :grin:
 
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