Habt ihr mehr Mitleid mit leidenden Tieren als mit leidenden Menschen?

Mensch vs Tiere

  • Mich berühren die Tiere mehr

    Stimmen: 42 38,5%
  • Mich berührern die Menschen mehr

    Stimmen: 32 29,4%
  • Mich berührt beides gleich stark/wenig

    Stimmen: 30 27,5%
  • Mich juckt keins von beiden

    Stimmen: 5 4,6%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    109

Benutzer15933 

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Off-Topic:
Aber der offensichtliche Unterschied ist, dass die Wärter doch schwer bewaffnet waren.
Definiere schwer!
Schußwaffen haben numal einen begrenzten Munitionsvorrat. Und wenn 3 Leute gleichzeitig einen Wärter angreifen, kann der nicht alle gleichzeitig erschießen. Bei 5 Angreifern wird das Bild deutlicher, bei 50 Angreifern hat er gar nicht genug Munition um alle zu erschießen.

Das Seitengewehr reicht dann vielleicht noch aus, um einen oder zwei kampfunfähig zu machen, danach liegt der Wärter auf dem Rücken und kann nichts mehr machen.

Ja, nicht jeder kennt sich mit sowas aus, aber ich habe schon gesehen was Verzweiflung einem Menschen alles ermöglicht. Das Problem besteht darin, dass es eben verluste gibt. Und keiner möchte sich für den anderen Opfern. Nur deswegen macht keiner den Anfang und ingesamt bleiben alle lieber ihrem Schicksal gefügig.

Schade, dass so eine Diskussion nie auf einer sachlichen Ebene bleiben kann.
Ja, wirklich Schade drum.
 

Benutzer82573 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:

Schußwaffen haben numal einen begrenzten Munitionsvorrat. Und wenn 3 Leute gleichzeitig einen Wärter angreifen, kann der nicht alle gleichzeitig erschießen. Bei 5 Angreifern wird das Bild deutlicher, bei 50 Angreifern hat er gar nicht genug Munition um alle zu erschießen.
Off-Topic:

Ja, toll. Du weisst aber schon, dass der Krieg aus mehr besteht als ein paar Wärter? ... oder ein paar KZs?
Ja, nicht jeder kennt sich mit sowas aus, aber ich habe schon gesehen was Verzweiflung einem Menschen alles ermöglicht. Das Problem besteht darin, dass es eben verluste gibt. Und keiner möchte sich für den anderen Opfern. Nur deswegen macht keiner den Anfang und ingesamt bleiben alle lieber ihrem Schicksal gefügig.
Gesehen oder erlebt?
Echt, so menschlich (oder unmenschlich?) wie ich bin, habe ich mit solch engstirnigen Menschen schon wieder Mitleid.

Ansonsten kann ich mich Samaire in allen Punkten anschliessen.
 

Benutzer15933 

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Off-Topic:
Ja, toll. Du weisst aber schon, dass der Krieg aus mehr besteht als ein paar Wärter? ... oder ein paar KZs?
Erst ging es darum, generell sein Schicksal in die Hand zu nehmen, dann sich nicht einsperren zu lassen und jetzt darum den Krieg zu gewinnen? Stolpert nicht die Treppe rauf, nehmt jede Treppe einzeln. Ich habe nicht behauptet, dass KZ-Insassen den Krieg hätten gewinnen können - aber, dass allgemeine Aufstände bei der Inhaftierung folgen gehabt hätte. Wer es aber gar nicht erst versucht, hat kein Mitleid verdient.

Gesehen oder erlebt?
Gesehen, es ging nicht um mich, und ich wurde nicht von der Verzweiflung oder ihrer Auswirkung getroffen. Und nein, es war nicht in der Flimmerkiste.
 

Benutzer82573 

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Gesehen, es ging nicht um mich, und ich wurde nicht von der Verzweiflung oder ihrer Auswirkung getroffen. Und nein, es war nicht in der Flimmerkiste.
Genau das habe ich mir gedacht, denn dann hättest du nie sowas unfassbares wie "Wer es gar nicht erst versucht, hat kein Mitleid verdient" gesagt. Es wird eher stimmen, dass Erde eine Scheibe ist als dass du mit dieser These im Recht bist.

Wie kommt es, dass "Tierfreunde" solchen Hass auf Menschen haben .... und "Menschenfreunde" keinen Hass auf Tiere haben?
Das ist echt auffallend (und bezeichnend) - nicht nur in diesem Thread.
 

Benutzer15933 

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Off-Topic:
Genau das habe ich mir gedacht, denn dann hättest du nie sowas unfassbares wie "Wer es gar nicht erst versucht, hat kein Mitleid verdient" gesagt.
Erkläre mir das bitte näher, nur wenn ich in einer scheinbar ausweglosen Situation gewesen wäre, und nur durch schiere Verzweiflung herausgekommen wäre, würde ich nicht so reden wie ich es tue?
Ich war bisher nicht in einer solchen Situation, weil es nie behaupten würde. Weil ich immer sage, dass es eine Chance gibt, dass ich diese nur nutzen muss! Das ist keine These, dass ist ein Lebensmotto, wenn man es so will, eine Lebenseinstellung, die einem das Überleben ermöglicht.

Also bitte, erkläre mir das genauer, wie du das gemeint hast.

Es wird eher stimmen, dass Erde eine Scheibe ist als dass du mit dieser These im Recht bist.
Das haben viele Menschen viele Tausend jahre lang geglaubt.. und erst viel später hat sich herausgestellt, dass diejenigen recht hatten, welche von der Masse verteufelt wurden.

Wie kommt es, dass "Tierfreunde" solchen Hass auf Menschen haben .... und "Menschenfreunde" keinen Hass auf Tiere haben?
Das ist echt auffallend (und bezeichnend) - nicht nur in diesem Thread.
Bin ja nun auch einer der "Tierfreunde" - aber einen Hass habe ich nicht auf Menschen. Ich mag sie nicht, ganz einfach. Und das werde ich in diesem Thread nicht ausbaldovern, das gab es hier schonmal im Forum und würde diesen Thread nur noch weiter Abseits führen.

 
L

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Gast
BeowulfOF schrieb:
Die Frauenbewegung ist ein deutliches Beispiel dafür, dass sich etwas ändern kann, wenn der "unterdrückte" teil der Bevölkerung sich auflehnt.

Die Frauenbewegung mit dem Holocaust zu vergleichen finde ich schon ein starkes Stück. Da fehlen mir die Worte. :kopfschue
 

Benutzer66580 

Meistens hier zu finden
Manche Äußerungen in diesem Thread sind echt nur :eek: :eek: ... ich fang da lieber gar nicht erst an, zu diskutieren.


Ich hab abgestimmt für "beides berührt mich gleich stark", weil es eben immer auf den einzelnen Fall ankommt. Das Leid eines unschuldigen Hundes berührt mich mehr als das Leid eines Kinderschänders, um mal ganz deutlich zu werden. In den meisten Fällen wird mich aber wohl das Leid des Menschen mehr berühren. ... und das betrifft ja auch nur die Schiene des "Berühren". Wenn es ums "Handeln" geht, also wen ich zB zur Not retten würde, würde es mit Sicherheit außer in Ausnahmefällen immer zugunsten des Menschen gehen.

Ich bin wirklich eine absolute Tierfreundin, Vegetarierin, spende für den WWF, und so weiter. Dennoch heißt meine Einstellung ja nicht "Tiere sind super, Menschen sind böse" :ratlos: kann so eine Einstellung auch wirklich in keinster Weise nachvollziehen. Genaugenommen find ich das sogar äußerst pervers und dekadent.

Meine Einstellung heißt viel eher "Menschen sind beschützenswert, Tiere aber genauso". Und natürlich stehen mir Menschen näher, die können nachdenken, und bei denen kommt in einer schlimmen Situation neben dem körperlichen Schmerz auch noch der psychische Schmerz hinzu! Das ist wahrscheinlich teilweise noch viel schlimmer ... Menschen haben eben ein wirklich ausgeprägtes Bewusstsein, können über die Zukunft nachdenken usw. ... und können zB denken "ich werde mein Kind nie wieder sehen" oder so. Das können Tiere nicht wirklich, sie leiden nur unter dem akuten physischen Schmerz -- was auch schon schlimm genug ist, natürlich. Aber menschliches Leid ist dennoch meistens schlimmer.


@ Beowulf: bist du auch der Meinung, dass ein 7-jähriges Mädchen, das von irgendeinem Schwein zigmal grausam vergewaltigt und dann umgebracht wird, an seinem Elend selbst Schuld ist? Hätt ihn doch irgendwie austricksen können, die dumme Göre, geschieht ihr eigentlich Recht ... :kopfschue
 
D

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Gast
Meine Einstellung heißt viel eher "Menschen sind beschützenswert, Tiere aber genauso". Und natürlich stehen mir Menschen näher, die können nachdenken, und bei denen kommt in einer schlimmen Situation neben dem körperlichen Schmerz auch noch der psychische Schmerz hinzu! Das ist wahrscheinlich teilweise noch viel schlimmer ... Menschen haben eben ein wirklich ausgeprägtes Bewusstsein, können über die Zukunft nachdenken usw. ... und können zB denken "ich werde mein Kind nie wieder sehen" oder so. Das können Tiere nicht wirklich, sie leiden nur unter dem akuten physischen Schmerz -- was auch schon schlimm genug ist, natürlich. Aber menschliches Leid ist dennoch meistens schlimmer.

Wow, eine sehr gebildete Tier"freundin" wenn du von allem was du "Freund" nennst, auch so viel Ahnung hast dann aber gute Nacht Marie.
Du meinst Tiere können nicht nachdenken? Nur mal so als kleiner Denkanstoß: Wenn vor vielen Tausenden Jahren nicht ein paar kluge Köpfe Bücher geschrieben und Dinge ergründet hätten, würdest du heute in einem Pelz eingewickelt mit nem spitzen Stein nem Eichhhörnchen nachlaufen. Und soll ich dir was sagen? Ich wette das Eichhörnchen würde dich überlisten und du könntest dir vom nächsten Strauch paar Beeren abzupfen.
Nur weil du Bücher gelesen und in der Schule gesessen hast zeugt das noch lange nicht von Intelligenz.
Du kommst genauso nur mit primitiven Instinkten auf die Welt. Das Einzige was dich von den meisten Tieren unterscheidet ist, daß du auf 2 Beinen läufst.
Die haben keine Bücher, sondern nur ihre Instinkte und leben immernoch. Die haben alles was sie zum Leben brauchen.
Das nur mal so am Rande.
Und die haben auch keine Psyche? Natürlich nicht. Deswegen sterben manche Tiere auch weil ihre Jungen getötet wurden.
Also so nen geschwollen Beitrag anfangen und dann null ahnung haben. Ist ja übel.
Ich kann Menschen nicht ausstehen, die glauben nur weil sie paar Bücher gelesen und dadurch was gelernt haben seien sie die Könige der Welt.
Wenn wir uns irgendwann zu Grunde gerichtet haben, leben die Tiere immernoch.
Also sag mir wer hier die bessere Spezies ist.
Manchmal könnte man sich echt schämen ein Mensch zu sein wenn man sowas liest.
 

Benutzer15933 

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Off-Topic:
Die Frauenbewegung mit dem Holocaust zu vergleichen finde ich schon ein starkes Stück. Da fehlen mir die Worte. :kopfschue

Wenn du mir noch sagst, wo ich das gemacht haben soll, stimme ich dir sogar zu.

Ansonsten wenn man es abstrakt genug sieht, kommt es doch auf dasselbe heraus. Auflehnung der Benachteiligten, gegen die Benachteiligenden. Nicht Holocaust gegen Frauenbewegung.

@ Beowulf: bist du auch der Meinung, dass ein 7-jähriges Mädchen, das von irgendeinem Schwein zigmal grausam vergewaltigt und dann umgebracht wird, an seinem Elend selbst Schuld ist? Hätt ihn doch irgendwie austricksen können, die dumme Göre, geschieht ihr eigentlich Recht ... :kopfschue

Jetzt legst du mir Worte in den Mund. Aber ist es nicht doch interessant, dass fast alle Opfer irgendwann keine Gegenwehr mehr zeigen?
 
L

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Gast
Du denkst also mit ein bisschen Revolution lässt sich jeder Konflikt lösen? Da stellst du doch jedes Ereignis auf eine Stufe, ob nun Holocaust oder Frauenbewegung: "Wir lehnen uns einfach auf und haben Erfolg." Träum weiter. Solche Aussagen sind eine Schande für alle Opfer.

BeowulfOF schrieb:
Aber ist es nicht doch interessant, dass fast alle Opfer irgendwann keine Gegenwehr mehr zeigen?

Den Satz hab ich gerade erst gelesen, das zeugt von großer Dummheit und Ignoranz.
 

Benutzer15933 

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Off-Topic:
Wie bitte?!?!?! Das bezogen auf neverknows Beispiel ist ein absolut indiskutabler Kommentar, du hast sie ja nicht mehr alle!!!

Ein Kommentar hätte Bezug zu dem Post von ihr gehabt, der einzige Bezug ist jedoch der, dass von Opfern geschrieben wurde und ihr das nicht trennen könnt, da ihr nur von 12 bis Mittag denkt. Über ihr Beispiel habe ich mich überhaupt nicht geäussert.

Du denkst also mit ein bisschen Revolution lässt sich jeder Konflikt lösen? Da stellst du doch jedes Ereignis auf eine Stufe, ob nun Holocaust oder Frauenbewegung: "Wir lehnen uns einfach auf und haben Erfolg." Träum weiter. Solche Aussagen sind eine Schande für alle Opfer.
Wie schon erwähnt, mit genügend Abstraktion sind diese Ereignisse nicht unterschiedlich. Auf eine Stufe habe ich sie dennoch nicht gestellt.

Mit Revolutionen lösen sich übrigends keine Konflikte - vielleicht solltest du die beiden Worte nochmal nachschlagen.

Den Satz hab ich gerade erst gelesen, das zeugt von großer Dummheit und Ignoranz.
Ich behaupte einfach mal, dass es ignoranter ist, eine Tatsache totzuschweigen, nur weil sie bei einem Thema angesprochen wird, welches von den meisten als "undiskutabel" behandelt wird.
 

Benutzer49007  (34)

Sehr bekannt hier
Jetzt legst du mir Worte in den Mund. Aber ist es nicht doch interessant, dass fast alle Opfer irgendwann keine Gegenwehr mehr zeigen?

Off-Topic:
wahrscheindlich ist das jetzt wieder falsch..aber..*piiiep*. Sry aber du schweifst vom Thema ab und wirst richtig richtig schlagfertig..und zwar unter die Gürtellinie.
 

Benutzer15933 

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Off-Topic:
wahrscheindlich ist das jetzt wieder falsch..aber..*piiiep*. Sry aber du schweifst vom Thema ab und wirst richtig richtig schlagfertig..und zwar unter die Gürtellinie.
1. Schreibe ich seit geraumer Zeit nur innerhalb der OT-Tags, im Gegensatz zu denen, die mir antworten.
2. Sind die einzigen Beleidigungen bisher gegen mich oder meine Aussagen gewesen.
3. Geht alles unter die Gürtelinie, was man nicht wahrhaben, nicht akzeptieren oder schlicht nicht widerlegen kann?
 

Benutzer84021 

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Off-Topic:
@Beowulf

In extremen Situationen ist es doch immer im Endeffekt das eigene Leben und Wohlbefinden, und vieleicht noch das wirklich nahestehender Menschen, das wirklich zum Handeln bewegt.
Es mag ja sein dass eine erdrückende Menschenmasse ungeachtet ein paar Opfern auch mit einem Pack bewaffneter Terroristen fertig werden könnte oder mit einem unbequemen Regime, und sicher bist du auch der erste der freiwillig ins Feuer läuft um alle anderen zu retten...:engel: :kopfschue
Nur handelt der Großteil der Menschheit nun gerade in Extremsituationen aus ihrem eigenen Überlebensinstinkt.
Wenn ich für mich persönlich keine Chance sehe etwas auszurichten beziehungsweise zu überleben... mache ich dann immer noch den ersten Schritt?
Ich war noch nicht in einer solchen Situation, aber ich bin mal so ehrlich nicht genau zu wissen wie ich dann wirklich reagieren würde.. und auch nicht so dreist von anderen zu erwarten dass sie Opferlamm spielen.
Sicher ergibt das eine im Endeffekt für die Allgemeinhat schlechtere Situation da es die Handlungsfähigkeit lähmt. Aber wer bist du, den einzelnen für seinen Überlebenswillen verurteilen zu können? Dazu hättest du vieleicht, posthum, als ein solcher Märtyrer das Recht. Aber gewiss nicht so.


In die Richtung Nazizeit und KZ mich zu äußern habe ich hier keine Lust, das führt wirklich zu weit in eine Offtopic-Richtung die man im Endeffekt nie völlig ausdiskutieren können wird.
Vieleicht ein ander mal...


@DarkPrince
Jedem seine Meinung, schon recht. Nur was du hier im Thread betreibst ist einzig und allein, Ansichten die nicht in dein Weltbild zu passen scheinen mit persönlichen Angriffen teilweise weit unter der Gürtellinie zu begegnen, und im Nachhinein deine Weisheit aus ebenso lückenhaftem Halbwissen und einigen klangvollen Stammtischparolen zu verbreiten.
Und nur weil sich jemand vieleicht etwas vorsichtiger ausdrückt zu einem Thema zu dem er vieleicht selbst erkannt hat die Weisheit auch nicht mit Löffeln gefressen zuhaben, beziehungsweise kein Experte zu diesem Thema zu sein, ist er sicherlich kein Mitläufer ohne eigene Meinung der stets konform schwimmt.


@neverknow
Schöner Beitrag.
Auch wenn ich im Punkt Tierliebe in meinen Schlüssen und Konsequenzen daraus bewusst nicht ganz so weit gehe, und doch auch ganz gerne mal eines verspeise:link:, im Prinzip kann ich das nur so unterschreiben.
Gut dass nicht alle der Vegetarierfraktion auf dem ach so bösen und wertlosen Menschen herumhacken müssen im Gegensatz zu den "armen unschuldigen" Tieren.


Generell finde ich die Diskussion darüber in wie weit Tiere nun in einer dem Menschen ähnlichen Art und Weise denken oder nicht , hier nicht gerade zielführend was das Thema Mitgefühl angeht.
Fakt ist hier nur dass wir im Endeffekt schlichtweg nicht wissen können was genau in einem Tierhirn so abgeht und in wie fern es mit dem Menschen vergleichbar ist.
Dass sie aber durchaus leiden können ist an den Reaktionen offensichtlich zu erkennen.
Mit ihnen Mitgefühl zu haben ist nur zu menschlich.
Sie soweit es geht zu schützen und unnötige Qualen zu ersparen finde ich durchwegs eine sehr gute Einstellung.

Nur gleichzeitig menschliches Leiden auszublenden oder gar den Tieren mehr Wert zuzuschreiben ist nun wirklich absurd und unverantwortlich. Ich möchte nicht wissen wie mir leben und mit unseren Mitmenschen generell umgehen müssten, wenn alle so denken würden. :kopfschue


Aber es fällt wahrscheinlich leichter seine Heile-Welt-Vorstellungen in Tiere hineinzuprojizieren, schließlich können sie ja nichts dafür, man würde ihnen selbst ja auch nie etwas tun. Und wenn man sich dann auf ihre Seite stellt, kann man sich ja als richtiger Gutmensch fühlen: als moralischer Bestandteil der "unschuldigen" Seite.
Nur so eine Vermutung die sich mir aufdrängt wenn ich so manche Beiträge hier lese... und sicherlich kein Generalangriff auf alle Tierfreunde.:zwinker:
 
L

Benutzer

Gast
Off-Topic:
BeowulfOF schrieb:
Ich behaupte einfach mal, dass es ignoranter ist, eine Tatsache totzuschweigen, nur weil sie bei einem Thema angesprochen wird, welches von den meisten als "undiskutabel" behandelt wird.

Ich schweige überhaupt nix tot, ich bin nur nicht so gefühlskalt wie du. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass du überhaupt nicht darüber nachdenkst, was du da von dir gibst. Hast du dich mal mit der Opferseite auseinander gesetzt? Oder mit der Psyche und Gefühlen von Menschen? Was unser Handeln beeinflusst? Ich denke nicht.
 

Benutzer87508 

Sorgt für Gesprächsstoff
Kommt drauf an, ne Ratte, eine Fliege oder einen stinkenden, arroganten, kleinen Mischlingshund der noch fett ist kann ich leiden sehen.
Genauso kann ich Menschen leiden sehen die es auch verdient haben.
Da macht es mir nix aus.

Anders wäre es zB bei einem Bären, die tun mir immer Leid.
 

Benutzer82573 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Erkläre mir das bitte näher, nur wenn ich in einer scheinbar ausweglosen Situation gewesen wäre, und nur durch schiere Verzweiflung herausgekommen wäre, würde ich nicht so reden wie ich es tue?
Genau. In einer scheinbar ausweglosen und ausweglosen Situation. Irgendwie kann ich das nicht ernst nehmen, tut mir leid. Wie kann man nur so wenig Ahnung von Menschen haben – wenn man auch einer ist? Und nein, das ist nicht als Beleidigung gemeint, es ist einfach unfassbar und es macht mich sehr neugierig in was für einem Umfeld man aufwächst um so eine Lebenseinstellung zu haben. Das ist aber viel zu persönlich und ich werde nicht danach fragen.

Ich war bisher nicht in einer solchen Situation, weil es nie behaupten würde. Weil ich immer sage, dass es eine Chance gibt, dass ich diese nur nutzen muss! Das ist keine These, dass ist ein Lebensmotto, wenn man es so will, eine Lebenseinstellung, die einem das Überleben ermöglicht.

Also bitte, erkläre mir das genauer, wie du das gemeint hast.
Ammenmärchen. Man hat vielleicht die Macht/Kraft was zu ändern, wenn man sich im Job durchsetzen will, seine Art zu leben usw., aber selten wenn man in einer Extremsituation wie Vergewaltigung, Krieg, Gefangenschaft usw. steckt!
Nun, die gibt es immer in der Theorie …. diese Chancen. Das Überleben aber bedeutet nicht immer kämpfen, sondern sich anpassen … sich nicht wehren. Wenn man den Tod vor den Augen hat, dann ist es vorbei mit dem Lebensmotto und Chancen.
„Jeder ist mutig, wenn die Feinde fort sind“. Ein Mensch, der in einer lebensbedrohlichen Situation ist, wird selten rational handeln.

Bin ja nun auch einer der "Tierfreunde" - aber einen Hass habe ich nicht auf Menschen. Ich mag sie nicht, ganz einfach. Und das werde ich in diesem Thread nicht ausbaldovern, das gab es hier schonmal im Forum und würde diesen Thread nur noch weiter Abseits führen.
Ja, wir belassen es dabei. Ich will nur sagen, dass ich ein „Menschenfreund“ bin und Tiere mag … und das ist eben die geläufigere Konstellation. Und ich würde mir Sorgen um meine geistige Gesundheit machen, wenn ich das gesamte Tierreich als überflüssig und böse bezeichnen würde. Gesund ist das nicht so ein großes Herz (?) für Tiere zu haben und gleichzeitig dennoch so gefühllos zu sein wenn es um Menschen geht ….und umgekehrt.

Aber ist es nicht doch interessant, dass fast alle Opfer irgendwann keine Gegenwehr mehr zeigen?
„Interessant“, aber vor allem menschlich und oft die klügste Entscheidung wenn man überleben will.
Wenn ihr Ende kommt, dann handeln viele Tiere auch wie Menschen und geben auf. Ja, so „dumm“ sind die dann auch.


Fakt ist hier nur dass wir im Endeffekt schlichtweg nicht wissen können was genau in einem Tierhirn so abgeht und in wie fern es mit dem Menschen vergleichbar ist.
Dass sie aber durchaus leiden können ist an den Reaktionen offensichtlich zu erkennen.
Mit ihnen Mitgefühl zu haben ist nur zu menschlich.
Sie soweit es geht zu schützen und unnötige Qualen zu ersparen finde ich durchwegs eine sehr gute Einstellung.

Nur gleichzeitig menschliches Leiden auszublenden oder gar den Tieren mehr Wert zuzuschreiben ist nun wirklich absurd und unverantwortlich. Ich möchte nicht wissen wie mir leben und mit unseren Mitmenschen generell umgehen müssten, wenn alle so denken würden. :kopfschue
und
Ich hab abgestimmt für "beides berührt mich gleich stark", weil es eben immer auf den einzelnen Fall ankommt. Das Leid eines unschuldigen Hundes berührt mich mehr als das Leid eines Kinderschänders, um mal ganz deutlich zu werden. In den meisten Fällen wird mich aber wohl das Leid des Menschen mehr berühren. ... und das betrifft ja auch nur die Schiene des "Berühren". Wenn es ums "Handeln" geht, also wen ich zB zur Not retten würde, würde es mit Sicherheit außer in Ausnahmefällen immer zugunsten des Menschen gehen.

Ich bin wirklich eine absolute Tierfreundin, Vegetarierin, spende für den WWF, und so weiter. Dennoch heißt meine Einstellung ja nicht "Tiere sind super, Menschen sind böse" :ratlos: kann so eine Einstellung auch wirklich in keinster Weise nachvollziehen. Genaugenommen find ich das sogar äußerst pervers und dekadent.
Sehr schön gesagt.

Nach diesem Thread hoffe ich, dass ich nie in eine Situation komme wo ich mich entscheiden müsste wen ich jetzt aus dem Käfig retten sollte. Eigentlich hätte ich den Menschen gewählt - sofern dieser nicht zur Ausnahmefällen gehört - aber ich hätte auch keine Lust einen Menschen zu retten, der es "verdient" in dem Käfig zu sein ... "nur" weil er ein Sprachvermögen hat.
 

Benutzer15933 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
@Beowulf

In extremen Situationen ist es doch immer im Endeffekt das eigene Leben und Wohlbefinden, und vieleicht noch das wirklich nahestehender Menschen, das wirklich zum Handeln bewegt.
...
Nur handelt der Großteil der Menschheit nun gerade in Extremsituationen aus ihrem eigenen Überlebensinstinkt.
Wenn ich für mich persönlich keine Chance sehe etwas auszurichten beziehungsweise zu überleben... mache ich dann immer noch den ersten Schritt?
Genau das ist der Grund, warum die meisten Menschen kein Mitleid verdient haben. Sie wollen alle Profitieren, und keiner will ein Risiko eingehen. Stattdessen leidet jeder für sich und zieht seine Mitmenschen mit in das Fiasko rein.

Aber wer bist du, den einzelnen für seinen Überlebenswillen verurteilen zu können? Dazu hättest du vieleicht, posthum, als ein solcher Märtyrer das Recht. Aber gewiss nicht so.
Posthum bringt aber niemanden was. Wenn jemand Überlebenswillen hat, kämpft er bis zum schluss, um sein Leben selbst zu bestimmen und nicht jemand anderen drüber entscheiden zu lassen.

In die Richtung Nazizeit und KZ mich zu äußern habe ich hier keine Lust, das führt wirklich zu weit in eine Offtopic-Richtung die man im Endeffekt nie völlig ausdiskutieren können wird.
Ich danke dafür, gibt auch genug andere Beispiele.

Ich schweige überhaupt nix tot, ich bin nur nicht so gefühlskalt wie du. Irgendwie hab ich das Gefühl, dass du überhaupt nicht darüber nachdenkst, was du da von dir gibst. Hast du dich mal mit der Opferseite auseinander gesetzt? Oder mit der Psyche und Gefühlen von Menschen? Was unser Handeln beeinflusst? Ich denke nicht.
Hast du dich mal mit beiden Seiten beschäftigt, dass du dir überhaupt ein realistisches Bild von der Sache machen kannst? Oder beleuchtest du das ganze von deinem kleinen Standpunkt aus und hast keine Ahnung über die Zusammenhänge, die Entwicklungen. Wie willst du ein objektives Urteil fällen können, wenn du nur die Operseite betrachtest?
Achja, da steckt implizit eine Antwort drin, aber ich wiederhol es gerne nochmal, ja ich hab mich mit sowas beschäftigt, Täter wie Opfer, sowie die Zusammenhänge.

Genau. In einer scheinbar ausweglosen und ausweglosen Situation. Irgendwie kann ich das nicht ernst nehmen, tut mir leid. Wie kann man nur so wenig Ahnung von Menschen haben – wenn man auch einer ist? Und nein, das ist nicht als Beleidigung gemeint, es ist einfach unfassbar und es macht mich sehr neugierig in was für einem Umfeld man aufwächst um so eine Lebenseinstellung zu haben. Das ist aber viel zu persönlich und ich werde nicht danach fragen.
Das was du als Mensch bezeichnest ist in der Regel nicht im Ansatz bewußt über seine Möglichkeiten, weder körperliche, noch geistige. Ansonsten würden viele Menschen das Wort "Ausweglos" viel viel seltener gebrauchen.

Ammenmärchen. Man hat vielleicht die Macht/Kraft was zu ändern, wenn man sich im Job durchsetzen will, seine Art zu leben usw., aber selten wenn man in einer Extremsituation wie Vergewaltigung, Krieg, Gefangenschaft usw. steckt!
Warum sollte es was anderes sein? Es ist immer dasselbe, oder wenn du es mit Zen haben möchtest: "Alles ist eins!". Solche Grundsätze gibt es übrigends in allen Religionen, nicht ohne Grund.

Nun, die gibt es immer in der Theorie …. diese Chancen. Das Überleben aber bedeutet nicht immer kämpfen, sondern sich anpassen … sich nicht wehren. Wenn man den Tod vor den Augen hat, dann ist es vorbei mit dem Lebensmotto und Chancen.
Wenn es um Leben oder Tod geht, sollte man sich nicht anpassen, sonst hat man seinen Lebenswillen verloren und lässt sein Gegenüber entscheiden, ob man selber weiterleben darf oder nicht.

Du magst Theorien, welche nie ausgesprochen werden sollten? Bitteschön: Wenn alle Geiselnehmer erschossen werden würden, ohne Rücksicht auf die Geiseln, würde es bald keine Geiselnehmer mehr geben, da es sowieso keinen Vorteil mehr bringt. Genauso, wenn alle Geiseln sich entschlossen den Geiselnehmern entgegenstellen, so könntne die Geiselnehmer entweder alle umbringen und ihre Geiseln verlieren, oder werden von den Geiseln überrannt.

Gibt es da auch keine Chance? Oder ist das nichts anderes, als die anderen Situationen, die wir schon hatten?

„Jeder ist mutig, wenn die Feinde fort sind“. Ein Mensch, der in einer lebensbedrohlichen Situation ist, wird selten rational handeln.
Und genau das ist sein Verhängnis und meist auch der einzige Grund, warum die Situation lebensbedrohlich ist.

Wenn ihr Ende kommt, dann handeln viele Tiere auch wie Menschen und geben auf. Ja, so „dumm“ sind die dann auch.
Wenn sie aus Altersschwäche oder Krankheit sterben sollen, ja. Aber kein Tier, was beroht wird, gibt sich kampflos geschlagen. Und das machen nicht nur Wildtiere, sondern auch Zuchttiere.
 

Benutzer87580 

Sorgt für Gesprächsstoff
Off-Topic:

Posthum bringt aber niemanden was. Wenn jemand Überlebenswillen hat, kämpft er bis zum schluss, um sein Leben selbst zu bestimmen und nicht jemand anderen drüber entscheiden zu lassen.

Hallo? Was glaubst du denn wie groß die Angst in so einer Situation ist? Ist nicht jeder so stark und kann für sein Leben kämpfen.
 
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