habt ihr jemand sterben sehen?

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
Ich hab das auch noch nie erlebt, nur einmal fast. Als ich vor ein, zwei Jahren mal nach Hause kam, war direkt an der Ecke von unserer Straße ein Unfall. Da geht's eine Brücke runter, ein Motorradfahrer wurde irgendwie von einem Auto erfaßt. Es war mitten im Sommer, schönes Wetter, ich hab ein paar Sekunden gebraucht, bis ich realisiert hab, WIE schwer der Unfall war...

Krankenwagen war schon da... sie standen alle um diesen Mann rum... der Helm lag ganz woanders... ich hab nicht wirklich hingeschaut, dachte nur, wenn sie alle nur so drumrumstehen und gar nichts machen, ihn nicht in den Krankenwagen einladen, dann war's das wohl... mir war richtig schlecht, einfach der Gedanke... da liegt jemand gerade im Sterben oder ist schon tot... ich kannte denjenigen ja nicht, und ich war auch nicht stehengeblieben, um zu gaffen, ich hatte kaum was genaues gesehen. Aber allein zu wissen, was da passiert war...

Ich bin nach Hause gegangen, hab aber ein paar Minuten später einen Rettungshubschrauber auf einem Feld daneben landen sehen. Ein paar Tage später hab ich aus der Zeitung erfahren, daß der Mann schwer verletzt überlebt hatte. Irgendwie war ich unheimlich erleichtert, obwohl ich ihn ja überhaupt nicht kannte.

Ich denke, so etwas wirklich mitanzusehen, wie jemand stirbt, das würde mich sehr, sehr mitnehmen und lange nicht aus dem Kopf gehen. Der Tod hat für mich etwas Beängstigendes an sich. Meinen Uropa hab ich noch einmal angesehen, als er schon tot war (er wurde fast 90 und wollte schließlich auch selbst sterben, hatte sein Leben gelebt, ist friedlich eingeschlafen), und das fand ich schon schlimm, er sah aus wie aus Wachs... einen Unfall mit anzusehen, muß noch wesentlich schlimmer sein...

Sternschnuppe
 

Benutzer29688  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Ich hab meine beste Freundin sterben sehen..
In einem Moment hab ich noch mit ihr Witze gemacht, alles war in Ordnung..
5 Sekunden später wurde sie dann in einem Unfall zerschmettert. Schon krass.
Das ganze ist jetzt 1 Jahr und 9 Monate her.
Das einzige was da wirklich hilft, ist mit jemandem darüber reden, das kann ich euch da nur raten. Wenn euch sowas ständig beschäftigt und ihr keinen Freund habt, mit dem ihr darüber reden könnt, dann würde ich zum Psychologen gehen.
Ciao
 

Benutzer9692  (34)

Verbringt hier viel Zeit
ich hab auch schonmal jemanden sterben sehen...
war vor gut 1,5 jahren als ich allein zuhaus war abgesehen von meiner oma die in der oberen etage unseres hauses wohnte. als sie mich halt abends plötzlich zu sich hoch gerufen hatte, da es ihr nicht gut ging.. ich weiß nicht mehr genau was war.. hatte schlecht luft bekommen und ihr gings nich gut herzrasen oder was weiß ich. hab sie erstmal ins wohnzimmer gesetzt ihr n glaß wasser gegeben, aber arzt wollte sie nicht. hab erstmal versucht meine eltern zu erreichen (die waren mit meinem bruder pizza essen) aber hatte die handynummer nicht. zum glück kamen sie n paar minuten später nach hause. haben dann halt krankenwagen gerufen.. und sie kam sofort auf intensivstation. am nächsten mittag kamen meine eltern wieder nach haus und meinten dass man wohjl vielleicht nichts mehr machen könnte und ob wir uns verabschieden wollten. ich hatte schon am abend vorher kein gutes gefühl, obwohl meine oma ganz und gar nicht den eindruck gemacht hat als dass es soo ernst wäre. naja.. und binn dann halt mitgefahren und saß dann da.. als dann n arzt reinkam und meinte "wir werden jetzt langsam die medikamente einstellen.." und ich dacht nur so.. "was? die lassen meine oma jetzt hier einfach so elendig krepieren ohne i-was zu machen???" und dann kamen danach so alle 20 minuten ne schwester ins zimmer und hat die dosis halt herabgesetzt...
es war echt scheiße meine oma da so liegen zu sehen .. hab mich total hilflos gefühlt ... das kann man sich glaub ich gar nich vorstellen.
sie hat zwar zwischendurch noch die augen aufgemacht aber ich weiß nicht ob sie es noch wirklich bemerkt hat dass ich da war.. hab auch noch ihre hand gehalten usw. :cry:
jedenfalls gings dann relativ(!) schnell zuende... hmmm.... ich weiß gar nicht wie ich es geschafft habe die ganze zeit über bei ihr zu bleiben... ich kann das jetzt auch gar nciht so beschreiben ...

das "tollste" war ja noch, dass ich mir davor den abend vorgenommen hatte am nbächsten tag zu ihr hochzugehen und ihr einfach mal so alles zu sagen, was ich ihr sagen wollte.. einfach mal so um "danke" zu sagen usw. weil ich mich auch die letzte zeit nicht so um sie gekümmert hatte. hatte n bissl stress und wenig zeit... und dazu bin ich dann ja nicht mehr gekommen.
 
S

Benutzer

Gast
ich habe noch nie einen menschen sterben sehen.
wichtig ist, einfach zu reden. suche dir einen menschen mit dem du ständig reden reden reden kannst. professionelle hilfe kann da helfen aber probier es erst einmal so.
das tragische und für einen persönlich bedrückende an dem thema ist denke ich, dass man erkennt, wie schnell der Tod kommen kann. Theoretisch kann es jeden von uns in jeder Sekunde treffen. Besonders schrecklich erscheint es einem dann, wenn ein Mensch stirbt, der etwa im gleichen Lebensjahr ist wie man selber. Leider sterben nicht nur alte Menschen.
Mir selber ist das früher erzählt worden und als dann ein Nachbarskind an Krebs erkrankte war ich furchtbar wütend. Ich fühle mich belogen und hatte von da an Angst, dass es auch mich "einfach so" trifft. Ich habe mich von der Uni aus dieses Wochenende 3 Tage lang mit dem Thema Sterben Tod und Traurigkeit beschäftigt und ich glaube das was hilft, ist, sich über sein eigenes Bild vom Tod klarzuwerden. Tief in einem drin stecken viele Bild-teile. Was passiert, Was kommt danach, tut es weh, gibt es ein neues Leben etc.
Mit Kindern funktioniert das sehr gut und ich kann aus Erfahrung sagen, dass viele Kinder nachdem sie sich ihr Bild vom Tod gemacht haben, mit Todeserfahrungen viel besser klarkommen. Einmal, weil sie vorbereitet sind und weil sie im Tod und Sterben nicht nur das tragische sehen sondern auch viele Hoffnungselemente finden können.
Ein Unfall ist immer schrecklich, vor allem wenn man selber den Menschen hat sterben sehen. Als realistisch denkender Mensch weiß man auch, dass derjenige Mensch zumindest bei einem Unfall Schmerzen gehabt haben wird. Aber das was einen danach beschäftigt ist vielleicht am meisten die Angst dass es einen selber einfach so treffen kann. (Zumindest bei einem fremden Menschen, bei einem geliebten kommt natürlich auch noch der persönliche Verlust dazu). Und diese Angst kann man sich nur nehmen, indem man das Thema nicht verdrängt.
:engel:
 

Benutzer27435  (46)

Verbringt hier viel Zeit
Bei mir war es erst im letzten November, als ich am Bett meiner Oma sass und sie starb.

Sie kam mit einem Oberschenkelhalsbruch ins KH und tot wieder raus.

Es ist dort alles schief gegangen was nur schief gehen konnte und wir sind uns sicher, das die Ärzte gefuscht haben.

Sie lag zwar im Tiefschlaf, aber ich konnte und wollte sie nicht alleine lassen.

Mein Opa, meine 2 Onkels und meine Schwester waren mit dabei und als sie zwischendurch auf der Intensiv in einen andern Raum gehen wollten um einen Kaffee zu trinken, bin ich bei ihr geblieben, weil ich sie nicht alleine lassen wollte.

Es ging über Stunden, wo sie auch die Medis nach und nach abgesetzt hatten.

Das war Samstags Nachts und den Sonntag vorher war ich noch mit meinem Mann, meiner Tochter und meinem Opa bei ihr, wo meine Kleine noch zu ihrer Uroma sagte, das sie sie lieb habe.
Das war das letzte mal woe sich die beiden gesehen haben.

As wir fuhren kam sie auf die Intensiv, wo ich sie in der Woche noch 2 mal besucht habe und ich das Gefühl hatte, das sie uns trotz des Tiefschlafes wahr nahm, denn das eine mal hob sie die Hand und dann, einen Tag bevor sie starb, kniff sie die Augen zusammen.

Sie fehlt mir sehr, habe Jahrelang bei ihr gewohnt und nun ist sie nicht mehr da.
Ich dachte, ich würde es verstehen, das sie nicht mehr wieder kommt, wenn ich bei ihr bin wenn sie stirbt, aber das ist nicht so.

Oft habe ich in gewissen Situationen das Bedürfnis sie anzurufen, bis mir dann klar wird, das es niemals wieder geht.

Auch meine Tochter spricht hin und wieder von ihr und meine Kleine ist gerade erst 5.

Meine Oma war auch Mutter und Freundin für mich und ich mache mir oft Vorwürfe, das ich sie nicht öfter besucht habe als sie im KH lag, aber wir konnten ja nicht ahnen das sie nicht lebend wieder raus kommt.
 

Benutzer13006  (38)

Verbringt hier viel Zeit
War mal im Casino als da einer zusammengeklappt ist, da haben die hinter so nem rollbaren Vorhang (Spanische Wand heißt das glaub ich) ne Wiederbelebungsmaßnahme gemacht, inmitten dem ganz normalen Spielbetrieb.

Man konnte sehen, wie die dem ne Herz-Massage verpasst haben, ob das erfolgreich war weiß ich nicht. Aber ich fand das mal krass, dass einfach weitergemacht haben, keine Unterbrechung nichts.

Stellt euch das mal vor, da stirbt einer im Casino und es wird einfach so hingenommen, alles läuft normal weiter, als wenn das das Normalste der Welt ist. (Gut, im Eingangsbereich hängt nen Defibrillator an der Wand, der ist da anscheinend nicht umsonst...)

Hätte nur noch gefehlt, dass die Sargträger nach oben gekommen wären.

Sachen gibt's....
 
B

Benutzer

Gast
bei dem typen in zürich war das ähnlich: er wurde mit dem defibrillator gerade bearbeitet...das sieht ziemlich unschön aus, nicht so wie im TV! und direkt daneben wirklich keinen meter haben die leute ihr mittagessen gegessen. die haben sich nichtmal an nen anderen tisch gesetzt um wenigstens den rettungsplätzen platz zu machen...vllt schmeckt fondue (werd ich nie vergessen) ja nur gut, wenn neben einem gerade jemand stirbt
 

Benutzer22294  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Während meine Lehrzeit in München. Da ist am Ostbahnhof 2 Gleise weiter jemand in eine einfahrende S-Bahn gesprungen, kein schöner Anblick. Was mir aber immer noch mehr zu schaffen macht ist der Selbstmord von jemandem, der mit mit Kendo trainiert hat und sich an seinem 18. Geburtstag umgebracht hat. In seinem Abschiedsbrief stand, er hätte nicht mehr die Kraft in einer solchen Welt die Verantwortung eines Erwachsenen zu übernehmen.
Teilweise hab ich heute noch unheimliche Albträume deswegen.

Ich hoffe, das niemand sowas je mitmachen muss...
 

Benutzer34658  (34)

Verbringt hier viel Zeit
ich denke alle Toderfahrungen sind negativ udn wir hofen alle das wir nicht mehr davon erleben müssen, denk ich.

Eure geschichten haben mich voll berührt, besonderst die mit der Freundin die 5s später tod war :cry:
 
S

Benutzer

Gast
ich musste an einem ganz normalen tag an der bushaltestelle vorm neumakrt warten! ein tag vor heilig abend! lag aber kein schnee! ich holte mir noch ein brötchen und kam gerade um die ecke, als mir zig schreiende menschen entgegen gelaufen kamen! irgendwann sah ich, das ein kind(weil es so klein aussah und so geschrien hatte) in flammen stand und über den platz lief! diese schreie, hör ich jetzt noch wenn ich dran denke! ich war total geschockt, is ja klar! aber es lief so wild hin und her! ich hätte es nie runter reißen können! ich bin um die ecke gerannt bis zum nächsten laden, die waren grade am einräumen und hatten noch ncih auf! ich hab wie ne bekloppte an die scheiben gehauen und geschrien, dass die nen krankenwagen holen sollen! die haben mir erst garnet geglaubt und mussten erst selbst hin laufen und gucken! so ein zeitverlust! ich hab noch schnell um die ecke geguckt, ob sie gelöscht war! da waren ein paar über sie gebeugt und sie war gelöscht!
ich bin dann mit ganz vielen umwegen zur arbeit und waurde dann aber auch nach hause gefahren! hab mir voll vorwürfe gemacht! aber ich glaube es war einfach verzweiflung, daqss die frau sich mit benzin übergossen hatte! byebye
 

Benutzer31252  (34)

Verbringt hier viel Zeit
hab vor 3 Jahren miterlebt wie jemand gestorben ist.

Ich kannte die Person vom Teakwondoe - Training recht gut. Würde ihn jetzt nich als Freund bezeichnen aber ich kannte ihn halt.
Wir hatten Schule aus (6. Stunde) und alle Kinder sind halt rausgerannt.
War da in der neunten Klasse. Unsere Schule liegt an einer Kreuzung und er stand halt mit dem Fahrrad auf dem Bürgersteig und wollte grad losfahren.
Ich stand ca. 15 m weiter an der Bushaltestelle und hab dann mitangesehen wie er von dem vorbeifahrenden Bagger erfasst und nach unten gezogen wurde.
Er war unter seinem Fahrrad eingeklemmt und hatte keine Chance.
Naja... man glaubt gar nicht wie viel 2-3 l Blut sind...

Es wurde dann vor Ort versucht ihn wiederzubeleben aber es war schon zu spät.
Mir persönlich ging die ganze SAche nicht so zu Herzen da ich der Meinung bin das der Tod zum Leben dazugehört und schliesslich bringt es mir nichts wenn ich mein Leben dann auch noch schlechter mache.
Leute sterben... und da kann man halt nix dran machen. naja.. meine Meinung.

Und dann hat sich ein ehemaliger Klassenkamered vor 1,5 Jahren umgebracht indem er sich ins Verteilerkraftwerk der Stadt geworfen hat.
Die gesamte Stadt war ohne Strom.

Aber wie gesagt, geht mir das nicht sehr nahe.
Es ist mir zwar nicht egal aber ich sehe keinen Sinn darin traurig und verzweifelt zu sein wenn man so oder so nichts mehr daran ändern kann.

mfg mazen
 

Benutzer25792  (41)

Verbringt hier viel Zeit
Ich bin in der Feuerwehr,da bleibt es nicht aus das man tote oder sterbende sieht.
Schlimm genug,das man als Feuerwehr in der öffentlichkeit nur als sauf-verein
dargestellt wird.Wir riskieren unsere eigenes leben,um andere Leute zu retten.Wenn wir es nicht schaffen sie zu retten,haben wir psychische störungen ein Leben lang.ich spreche aus erfahrung...
Hoffentlich konnte ich durch diesen kurzen Beitrag ein wenig bei den Lesern das bild von der Freiwilligen Feuerwehr korrigieren...
Wer fragen hat --> PN...
 
M

Benutzer

Gast
eure beiträge haben mich sehr berührt und ich hoffe für jeden, dass er seine seelischen frieden wiederfindet!

ich arbeite neben dem studium in einem alten- und pflegeheim, da bleiben erfahrungen mit dem sterben und dem tod nicht aus. einige male habe ich auch schon sterbebegleitung, wie man das nennt, gemacht. die ersten male war das alles andere als einfach und ich kann auch nicht behaupten, dass es mit jedem mal einfacher wird. bei mir kommt noch dazu, dass ich die menschen, die ich im sterben begleitet habe, auch schon (länger) kannte. über die arbeit habe ich kurse/workshops zu diesem thema gemacht, was mir sehr geholfen hat. aber es bleibt halt was anderes, ob ich jemanden begleite, der ruhig einschläft oder eine schwere krankheit hatte und es deswegen ein ende des leidenswegs ist, oder ob man zeuge eines tödlichen unfalls wird. die workshops haben sehr gut dazu beigetragen, die trauer und die todeserfahrungen besser verarbeiten zu können. nach der sterbebegleitung steht es uns frei, die hilfe eines (haus-) psychologen in anspruch zu nehmen, was absolut hilfreich ist.
bis heute hin fällt es mir immer noch sehr sehr schwer, die toten anzuschauen. bei uns im altenheim geht fast jeder mitarbeiter nochmal ins zimmer des verstorbenen um sich zu verabschieden, quasi die letzte ehre zu erweisen.
 

Benutzer33752  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Mein Freund ist auch schon seit mehreren Jahren bei der Feuerwehr und arbeitet als Rettungssanitäter. Ihm hilft es immer sehr, wenn er über seine Erlebnisse reden kann- zum Teil mit mir, mit anderen Feuerwehrkameraden und auch mit Seelsorgern!

Aber ich denke, viel schlimmer als jemanden sterben zu sehen ist das Gefühl, nicht helfen zu können.

Ich selbst habe noch nie jemanden sterben sehen, aber mir reichen ehrlich gesagt auch schon die Einsatzfotos und Videos von meinem Freund!!

Das ist auch der Grund, warum ich mich nicht traue, aktives Mitglied in der FF zu werden, und "nur" die Jugendfeuerwehr mitbetreue!

Ich glaube es würde mir sehr schwer fallen, nach einem Einsatz wo jemand gestorben ist, weiterzumachen...

Habe absoluten Respekt vor allen Feuerwehrmännern und -frauen, Notärtzen, Rettungssanis usw.!!!!!!
 
M

Benutzer

Gast
Ich arbeite auch in der altenpflege und hab schon viele gesehen/begleitet und betreut die im sterben lagen.

Viele davon sterben aber trotzdem im Krankenhaus. In dem einen jahr wo ich dort arbeite war ich selbst ein mal in dem moment dabei als jemand gestorben ist.
Ehrlich gesagt war dieser Moment eher schön. Nach dem letzten Atemzug war wirklich alles so friedlich. Sie sah wirklich "erlöst" aus und das war sie wohl auch weil sie hat wirklich starke schmerzen gehabt.


Aber wenn ich bei einem unfall mit dabei wäre..ich glaube da bräuchte ich auf jeden fall ärztliche hilfe!!!
 

Benutzer26605  (33)

Benutzer gesperrt
Ich habe meine Katze sterben sehen. Beim Tierarzt hat sie Blut gekotzt :kotz: und ist dann halt gestorben...

Dann ist mein Hamster gestorben, vor meinen Augen.

Dann bin ich vor 2 Jahren mal durch eine Straße gegangen und habe einen alten Mann in der Einfahrt liegen sehen. Der sah echt tot aus. Vielleicht war der auch nur bewusstlos hm. Naja, ich bin weitergegangen, da ich nicht wusste, was ich tun soll.

Es ging mich ja auch eigentlich nichts an.
 

Benutzer10282 

Verbringt hier viel Zeit
Fighter schrieb:
Dann bin ich vor 2 Jahren mal durch eine Straße gegangen und habe einen alten Mann in der Einfahrt liegen sehen. Der sah echt tot aus. Vielleicht war der auch nur bewusstlos hm. Naja, ich bin weitergegangen, da ich nicht wusste, was ich tun soll.

Es ging mich ja auch eigentlich nichts an.

Du warst in dem Moment vielleicht überfordert, aber das "es ging mich nichts an" ist meiner Meinung nach bloß eine Ausrede. Einen Krankenwagen anrufen kann und darf jeder, der einen scheinbar Bewusstlosen sieht. Es wäre sogar Deine Pflicht gewesen!

Zum Thema- außer meinem Wellensittich habe ich nie jemanden sterben sehen. Aber mein Wellensittich hat mich zum Schluss nochmal ganz besonders angesehen, das vergesse ich nie :geknickt: . Er war ein ganz besonderer Vogel im Vergleich zu den anderen Wellensittichen, die ich hatte. Kam ich zur Tür herein, ist er auf meine Schulter geflogen und hat an meinem Ohr geknabbert. Er konnte sogar sprechen und wusste genau, wie ich heiße... :flennen:
 
J

Benutzer

Gast
Unglaublich, was man hier so ließt, echt schrecklich.
Ich habe sowas noch nicht erlebt, noch nicht mal annähernd. Solche Geschichten habe ich bis jetzt immer nur im Fersehen gesehen oder in der Zeitung gelesen, ohne das man sich da großartig Gedanken drum macht. Auch wenn es zum Leben gehört, diese Erfahrung möchte ich nicht machen. Ich hab jetzt hier ne ganze Weile gesessen und einfach nur versucht mir vorzustellen, wie es den Betroffenen ergangen sein muss und wie schnell so etwas passieren kann, so unerwartet. Auch dass ich mich der Gefahr ganz oft ausgesetzt hab... zum Beispiel 25Meter.Klippen-Springen auf Mallorca oder so... Sollte ich nochmal drüber nachdenken...
Ich glaube ich würde sehr drunter leiden, wenn mir so etwas wiederfahren würde...
 

Benutzer18906  (39)

Verbringt hier viel Zeit
Hi!

Arbeite jetzt auch schon mehrere Jahre als Rettungsassistent auf dem Rettungswagen, bzw. Notarzteinsatzfahrzeug. Da bleibt sowas eben nicht aus. Anfang hab ich da auch recht oft drüber nachgedacht und mit Kollegen gesprochen. Mit eigenen Angehörigen ist das ja nicht so einfach, von wegen Schweigepflicht und so. Mitlerweile hab ich mich, so hart das auch klingen mag, an den Anblick von Toten oder grade sterbenden Personen gewöhnt. Es ist fast schon alltag geworden. Ein Umstand, den ich selbst zwar nicht schön finde, der aber bei meinem Beruf hilft. Alle paar Monate kommt es aber noch vor, das es auch Unfälle mit kleinen Kindern gibt. Es ist echt nicht schln anzuschauen, wenn ein dreijähriger halb geköpft im Autowrack liegt. Bei solchen Situationen wird dann bei uns der Notfallseelsorger angerufen und alle an der Rettungs-/Bergungssituation betroffenen Kollegen machen eine gemeinsame, oder auf Wunsch auch Zweisame Einsatznachbesprechung. Reden ist bei sowas das Einzige was hilft. Wichtig ist dabei, das man sich selbst nicht als härter hinstellt, als man eigentlich ist.
Wenn ich mal bei einer Famielie bin, die z.B. durch einen Unfall ein Familienmitglied verloren hat, dann lasse ich denen eigentlich immer die Nummerunseres Seelsorgers vor Ort und biete es zudem an, zu mir auf die Wache zu kommen und nochmal mit den Kollegen über den Einsatz, Leben, Sterben und Tod zu sprechen.
Ich denke aber, das was hier rüberkommen sollte ist, das sich niemand zurückhält über eine solche Situation zu sprechen. Egal ob man jetzt der harte Mann, die harte Frau, oder sonst wer. So ganz einfach steckt das niemand weg.

MfG

p3t4
 
B

Benutzer

Gast
hat es euch geholfen hier eure erlebnisse zu schildern?
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren