Habt ihr Angst vor dem Tod?

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich sehe keinen Grund, weshalb ich Angst vor dem Tod haben sollte.
Wenn ich tot bin, ist es schlicht und ergreifend aus und vorbei. Da gibt es dann kein "ich" mehr, das irgendein Problem damit haben könnte, gestorben zu sein. (Diese Vorstellung finde ich auf jeden Fall deutlich angenehmer, als der Glaube an irgendein Leben nach dem Tod. So etwas würde mir eher Angst einflößen, weshalb ich froh bin, dass es keinerlei Indizien dafür gibt, dass es so etwas tatsächlich geben könnte.)
Und dazu habe ich auch keine Kinder, die von mir abhängig sind und die mein Tod schwer treffen würde.
 

Benutzer3277 

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Dabei bin ich doch eigentlich noch viel zu jung für solche Verhaltensmuster, wie ich finde. Denn wie soll das denn erst in ein paar Jährchen werden?

In Gesprächen mit sehr alten Menschen höre ich oft den Satz: "Ich bin froh wenn das alles vorbei ist und ich für immer schlafen kann. Von mir aus kann das schon morgen sein. Mir ist das Leben zu anstrengend geworden."

Zur Thread-Frage: Ich verdränge diese Gedanken so weit wie möglich und versuche im hier und heute zu leben.
 

Benutzer2610 

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Ganz schön viele Todes-Umfragen die es heute zu beantworten gilt ...

Ich habe keine Angst vor dem Tod, eher im Gegenteil :
Mitunter wünsche ich mir dass mein Leben möglichst bald enden möge, denn ich empfindet es (nicht immer aber doch des öfteren) als sinnlos und qualvoll.
 

Benutzer156506 

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Das Thema Angst vorm Tod find ich irgendwie spannend. In meiner wilden Jugend glaubte ich ja mal, unsterblich zu sein. War ja auch irgendwie logisch: Sterben, das machten doch irgendwie immer nur andere Leute. Aber inzwischen habe ich den Gedanken verworfen :smile:

Vielleicht ist das eine der Ursachen dafür, dass ich eigentlich keine Angst vorm Tod habe. Ich hab auch keine Angst vorm Sterben, das ist für mich einfach nicht gegenwärtig. Ganz allgemein scheinen sich meine Ängste in Grenzen zu halten. Ich versteh auch nicht wirklich, warum man (davor) Angst haben sollte, und was genau einem (diese) Angst bringt.

Das heisst aber nicht, dass ich nicht doch am Leben und der Gesundheit hängen würde. Den Tod bewusst herbeiführen oder billigend in Kauf nehmen will ich mit Sicherheit nicht. Das wird mir immer wieder dann klar, wenn mich mal wieder jemand in Lebensgefahr gebracht hat (passiert mir als Rad- bzw. Mopedfahrer andauernd), oder ich irgendwas leichtsinniges getan habe und es beinahe schiefgegangen ist (passiert mir irgendwie auch oft genug), oder auch wenn mir mal tatsächlich irgendwas passiert und grad so glimpflich ausgegangen ist. Das beschäftigt mich dann schon eine Weile. Wobei sich das selten auf den möglichen Tod bezieht, sondern eher darauf, schwer behindert zurückzubleiben und das Leben nicht mehr so genießen zu können, wie ich es gewohnt bin.
 

Benutzer151320  (22)

Sorgt für Gesprächsstoff
Angst direkt vor dem Tod habe ich jetzt nicht, ich weiß ja das er früher oder später kommt.... Nur vor dem Sterben habe ich Angst weil ich nicht weiß wie ich irgendwann abtreten werde, vor einer langen ekligen Krankheit habe ich Angst.
 

Benutzer56469  (36)

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Vor dem Tod ansich hab ich keine Angst, wenns passiert dann passiert es eben. Nur ich möchte da nicht zuviel drüber nachdenken wei das macht mich traurig und nervös. Ich möchte mein Leben genießen. Habe aus diesem Grund auch noch kein Testament machen lassen.
 

Benutzer165999  (39)

Benutzer gesperrt
Ich habe Angst vor einem langen, qualvollen Sterben. Vor einem plötzlichen oder einem Einschlaftod - gar nicht.

Das einzige Mal in meinem Leben, bei welchem ich dem Tod wohl am nächsten gewesen bin, war am 23. Dezember 2016. Ich habe unwissend mit Rattengift oder Drogen beschmierte Kuchen gegessen (lange idiotische Geschichte, wäre total vermeidbar gewesen).

Jedenfalls wurde ich um 9 Uhr ziemlich ohnmächtig ins Krankenhaus eingeliefert und bin erst nach 14 Uhr wieder bei vollem Bewusstsein gewesen. Diese Zeitspanne kam mir aber maximal wie eine Stunde vor.

Große Angst hatte ich, als die Substanz zu wirken begann und die damit verbundenen physischen und psychischen Ausfallerscheinungen eintraten: ich wurde binnen einer halben Stunde immer schwächer - zum ersten Mal in meinem Leben. Das ist ein sehr unangenehmes, beängstigendes Gefühl - das Gefühl eines rapiden Sich-Ausschaltens, das ich zunächst einmal nicht wahr haben wollte.
Dann brach ich zusammen und hatte das Gefühl, dass ich nur ein kleiner Geist in meinem Körper bin, während dieser wie ein Kleidungsstück von mir herunterfällt. Ich konnte mich längst nicht mehr bewegen, spürte aber, dass jemand meine Augenlider offenete, während meine Augäpfel völlig ausgekullert waren und sagte, "kalte Extremitäten", "Puls schlägt noch". Dann war ich ganz weg...

Aber ehrlich gesagt, als ich zusammengebrochen dalag und lediglich die o. g. Wortfetzen vernahm, fühlte ich keine Schmerzen, auch keine Schwäche oder Angst mehr. Ich war sozusagen jenseits dieses Kontinuums.

Wenn mein Sterben so ablaufen wird, dann ist das total easy!!!!
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Keine, die über die genetisch bedingte Ablehnung von Lebensgefahr hinausgeht, ehrlich gesagt.

Es kann immer dumm laufen, egal wobei. Die meisten Unfälle passieren um Haushalt, und ich kenn soviele ...Todesarten, die wirklich unnötig waren, wo keiner ein besonderes Risiko einging. Manchmal ist die Zeit einfach gekommen, dann ist es, wie es ist.

Ich habe aber auch nicht allzu viel Unsterblichkeitsbedürfnis. Ich bin gerne eine kleine, vergängliche, unwichtige Schneeflocke im Gebtriebe. Ich finde es töstlich, wie unwichtig ich und mein leben eigentlich für den Lauf der Welt so ist. Das nimmt mir die Verantwortung, ich kann einfach ganz für mich zu meiner Zufriedenheit vor mich hin leben.

Ja es wäre schön, wenn ich noch ein paar Jahre hätte, ich hab so viel vor. Und ich will nicht vor meinen Eltern sterben, ich will nicht, dass sie damit umgehen müssen. Danach? Well, irgendwann ist es sowiet und dann werde ich genauso entspannt sein, wie ich lebe. Ob und was danach kommt ist mir egal, ob sich jemand an mich erinnert eigentlich auch.

Die Vergänglichkeit gibt allem erst den Wert des Einmaligen, Besonderen. Ich mag das :smile: also nein, ich habe keine Angst vor meinem eigenen Sterben. Allerdings hab ich durchaus Angst davor jemand wichtigen zu verlieren, und mit dem Loch weiterleben zu müssen.

Ich tue generell auch was immer ich will, ohne Hinblick auf Lebensgefahr - wenn ich auf etwas verzichte, dann wenn sich eine Einschränkung meiner Lebensqualität abzeichnet... weniger aus Angst, ich habe schlicht einfach kein Bedürfnis danach das Schicksal herauszufordern :zwinker:

Nach dem ein oder anderen Nah-Todes-Erlebnis habe ich trotzdem das Bedürfnis den Schutzengeln etwas zu opfern :zwinker: Ich finde zwar nicht, dass ich eine tragenden Rolle habe, aber ich bin schon ganz gern hier unter der Sonne.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer22419 

Sehr bekannt hier
Nach dem ein oder anderen Nah-Todes-Erlebnis habe ich trotzdem das Bedürfnis den Schutzengeln etwas zu opfern :zwinker: Ich finde zwar nicht, dass ich eine tragenden Rolle habe, aber ich bin schon ganz gern hier unter der Sonne.
Hattest du tatsächlich schon mehrere Nahtoderfahrungen oder meinst du damit brenzlige Situationen, die gerade nochmal gut ausgingen?
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Hattest du tatsächlich schon mehrere Nahtoderfahrungen oder meinst du damit brenzlige Situationen, die gerade nochmal gut ausgingen?
Off-Topic:
Was ist da der Unterschied? Also ich neige nicht zur Hysterie, ich zähle da nur Dinge, in denen meine pragmatische Überlegung zu den Schluss führte, dass das jetzt echt viel Glück braucht... oder ich keine Überlegung mehr angestellt habe. Wenn Nahtod jetzt Engel und Licht am Ende des Tunnels meint, das nicht nein, kein Koma oder sonstiges. Nur Unfälle, Flugzeuge, sowas...
 

Benutzer22419 

Sehr bekannt hier
Off-Topic:
Ich verstehe unter Nahtod-Erfahrung diese ominöse Bewusstseinsveränderung, von der manche etwa nach erfolgreicher Reanimation berichten, gerne auch mit Tunnel und Licht und so. Das finde ich sehr spannend und hätte nochmal nachgebohrt :smile:
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Off-Topic:
Ich verstehe unter Nahtod-Erfahrung diese ominöse Bewusstseinsveränderung, von der manche etwa nach erfolgreicher Reanimation berichten, gerne auch mit Tunnel und Licht und so. Das finde ich sehr spannend und hätte nochmal nachgebohrt :smile:
Off-Topic:
Oh achso, nein, da kann ich nicht helfen, so richtig tot war ich bisher noch nicht. Ich glaube auch mein Hirn neigt zur Schockstarre, weil sowas wie "Film des Lebens" oder sonstige Überlegungen fingen erst wieder an, als das Flugzeug aufgehört hat zu fallen :zwinker:
 

Benutzer49007  (33)

Sehr bekannt hier
Der Tod ist unumgänglich. Wieso also sollte ich Angst davor haben? Angst qualvoll zu sterben..ja das habe ich durchaus. Aber das Wissen, dass es mal zu Ende geht mit mir, ist in Ordnung.
Man sollte das Leben in vollen Zügen geniessen solange es geht
 

Benutzer93844 

Verbringt hier viel Zeit
Was für ein Typ seid ihr? Kümmert ihr euch nicht um eure Sterblichkeit, oder seit ihr auch eher vom Typus "Angsthase"?

Ich bin eher etwas zwischen drin. Ich bin weder ein Angsthase noch ein "all-in"-Typ.

Die Risiken die ich eingehe sind durchdacht, und je höher das Risiko, desto eher baue ich ein Sicherheitsnetz ein.

Was den Tod angeht: er gehört zum Leben dazu, irgendwann erwischt es einen so oder so, die einen früher, die anderen später.
 

Benutzer87573 

Sehr bekannt hier
Momentan will ich nicht sterben, weil ich denke mein Leben ist dafür einfach noch zu kurz gewesen.
Vor dem Tod selbst habe ich jedoch keine Angst, ich finde es sehr beruhigend, dass meine Zeit auf dieser Erde definitiv begrenzt ist und im Tod alle Menschen gleich sind.
Das einzige, vor dem ich Angst habe, ist vor meinem Tod für eine lange Zeit qualvoll dahinzusiechen, da es ja für Menschen in Deutschland leider immer noch keine Euthanasie gibt. W
enn man schon einmal jemandem dabei zugesehen hat, wie er sich über einen langen Zeitraum hinweg wünscht, endlich sterben zu dürfen, dann kann das einen schon ängstigen.
 
9 Monat(e) später

Benutzer135918 

Sehr bekannt hier
Ich habe ehr Nagstz etwas verpasst zu haben, nicht genug Zeit zu haben um dieser Welt meine Stempel aufzudrücken. Sie anchhaltig zu verbessern. Oder auch das Schlechte was ich hinterlassen habe auszubügeln.
 

Benutzer167764 

Öfters im Forum
"Wenn ein Mann sagt, er habe keine Angst vor dem Sterben, ist er entweder ein Lügner oder ein Gurkha". Feldmarschall Sam Manekshaw, Indische Streitkräfte.
 

Benutzer155202  (22)

Sorgt für Gesprächsstoff
Berufsbedingt muss ich sagen ich habe nicht direkt angst vor dem Tod, sondern vor dem Leiden vor dem Sterben.
Was vielen Patienten angst macht, ist das Vergesse werden von den Menschen die einem viel bedeuten. Die wenigsten haben wirklich Angst davor Tod zu sein, sondern eher vor dem was der Prozess des Sterbens mit sich bringt
 
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