GUT UND BÖSE

Benutzer149148  (26)

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Guten Abend und frohe besinnliche weihnachten.
Ich bin weiblich, 17 jahre alt und habe ein gewaltiges Problem, welches mein inneres zerstört, als würde meine Seele aufgefressen werden.
Leidergottes bin ich ein sehr herzlicher, hilfsbereiter Mensch und ich kann es nicht ertragen wenn andere menschen leiden müssen. Wenn sie wirklich massiv leiden. eigentlich kann ich sehr gut unterscheiden ob jemand wirklich verzweifelt, hilflos und gefrustet ist oder sich nur in kleine Probleme reinsteigert.

Jetzt zu meinem eigentlichen Problem:
meine Mutter (52) hat vor geraumer zeit einen mann kennen- und lieben gelernt. Ich hab mich auch wirklich für sie gefreut, dass sie endlich wieder jemanden gefunden hat, bei dem sie sich geborgen fühlt.
Dieser Mann: ist 73 jahre alt, Psychologe, ehemaliger priester, allgemeinmediziner, Kettenraucher, fan klassischer musik, schreibt gerne Briefe, ist hoch verschuldet, war schon 4 mal verheiratet, scheint auf dem ersten blick introvertiert, stört sich nicht daran im chaos zu leben, stammt aus einer wohlhabenden akademikerfamilie, hat früher warscheinlich nur sehr wenig Zuneigung von seinen Eltern bekommen, lebt sehr sparsam, hat eine drogensüchtige Adoptivtochter (34) usw. Ich könnte einen Roman über sein leben verfassen, jedoch würde ich noch in 10 Jahren daran sitzen. deswegen ist das genug Information über ihn... Ich hoffe ihr könnt euch jetzt ein Bild von ihm machen.

Meine Mutter und ich haben immer ein friedliches Leben geführt, immer.
Sie hat den ganzen Sommer bei ihm verbracht und mir immer vorgeschwärmt wie schön die zeit mit ihm war, das hat mich so sehr gefreut und obwohl ich dennoch immer meine zweifel hatte, ob dieser Mensch eine Frau wirklich auf Dauer glücklich machen kann, hatte ich vorerst auch kein Problem damit, wenn wir bei ihm einziehen würden und meine Mutter ihn heiratet.
Heute ist der 1. Weihnachtsfeiertag, gestern war Heiligabend (ich bin Atheist, aber meine ganze Familie ist sehr religiös, deswegen gehört weihnachten zu feiern für mich einfach dazu und ich empfinde weihnachten immer als wirklich schön und harmonisch)
Ich kann meine Gedanken so schlecht in Worte fassen.
dieser Mann und meine Mutter streiten seit 2 Wochen, die schuld liegt definitiv bei ihm.
Am 31.12.14 war die Hochzeit der beiden geplant, aber meine Mutter erkennt diesen Mann nicht mehr wieder. JETZT KOMME ICH WIRKLICH ZU MEINEM PROBLEM: Dieser Mann ist verrückt und kann sehr boßhaft werden, verbal, nicht körperlich. Ich traue diesem Mann nicht
Man kann einen Psychologen nicht durchschauen, ich glaube er versucht zu manipulieren, scheitert aber kläglich, er meint es nicht böse, das weiß ich. Ich frage mich nur ob man einen solchen Menschen noch umkrämpeln kann, eigentlich weiß ich dass soetwas nicht möglich ist aber ich empfinde großes mitleid für diesen Menschen dennoch weiß ich auch, dass meine Mutter sich (und mich)durch eine Heirat mit ihm in große Schwierigkeiten reitet.

Das ist alles sehr schlecht von mir erklärt, ganz einfach aus dem Grund weil niemand weiß was vorgefallen ist, es ist viel zu viel vorgefallen. Ich möchte hier nur ein paar meiner Gedanken abbauen hoffe vielleicht auf ein paar tröstende Worte.
Wer Interesse an einer genauen Beschreibung meiner Gedanken hat, kann sich gerne bei mir melden.
 

Benutzer127708 

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Off-Topic:
Wirklich ohne Vorurteil, aber:
Hast du nicht gesagt, er hat schon viermal geheiratet?
 

Benutzer149148  (26)

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Ja, und ich glaube man heiratet nicht ohne Grund 4, oder sogar ein fünftes mal. Ich weiß dass irgendwas schief läuft und ich würde ihm so gerne helfen aber kann man solchen Menschen überhaupt noch helfen?
 

Benutzer96961 

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Du hast viel geschrieben, aber von deinem genauen Problem leider nicht viel erzählt.
Grundsätzlich ist deine Mutter aber ein erwachsener Mensch. Sie muss wichtige Entscheidungen für sich selbst treffen.
Natürlich kann die Sicht bei Verliebtheit verschwimmen und du kannst versuchen, mit ihr zu reden... Letztendlich liegt es aber an ihr.

Wobei willst du ihm helfen? Ein anderer/besserer Mensch zu werden?
Du kannst ihm natürlich deutlich machen, dass dir sein Verhalten nicht schmeckt, aber ändern wirst du ihn vermutlich nicht.
 

Benutzer149148  (26)

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Es ist so schwer mein Problem zu schildern.
Meine Mutter weiß, dass sie kaputt geht, wenn sie ihn heiratet. Sie wird ihn auch nicht heiraten aber sie hängt an den schönen Erinnerungen im Sommer und an ihre schönen Vorstellungen von einem gemeinsamen Zusammenleben. Leider fühl ich mich nicht wohl in diesem Haus. Das ist aber kein großes Problem.
Ein Problem ist, dass wenn meine Mutter ihn verlässt, er wieder in ein tiefes schwarzes Loch fällt in dem er eh schon ist und das möchte ich nicht weil ich genau weiß wie sehr er leidet auch wenn er es nicht zeigen kann sondern stattdessen noch größere Dummheiten anrichtetet. ich möchte ihn sozusagen nicht auf dem Gewissen haben
 

Benutzer90869  (27)

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Liebe kleinessternchen6,

für eine Siebzehnjährige drückst du dich grundsätzlich sehr gut aus, ich habe an manchen Stellen sogar sehr stark das Gefühl mich mit dir zu identifizieren. Ich hatte mal ähnliche Sorgen bezüglich einer neuen Freundin meines Großvaters. Zu deinem eigentlichen Problem schreibst du jedoch nichts. Es ist nicht erkennbar, wie du auf den Vorwurf der Manipulation kommst - nenne mal Beispiele. So kann dir hier keiner helfen.

Ehrlich gesagt werde ich den Verdacht nicht los, dass du bloß Angst hast, deine Mutter an ihn quasi "abgeben" zu müssen. Dass du angesichts der baldigen Hochzeit nur noch kritisch auf ihn schaust. Als Stiefvater hat man es wirklich nicht leicht glaube ich. Vielleicht versuchst du auch die guten Seiten zu sehen. Deine Mutter scheint ihn schließlich ja noch heiraten wollen. Und das kannst du letztendlich nicht verhindern.
 

Benutzer97517 

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Ich kann nur ein wenig aus Erfahrung schreiben... Meine Mutter ist damals einem... ich wuerde sagen Heiratsschwindler aufgesessen... Ich konnte ihn noch nie leiden aber als Sohn, Mutter war damals auf Wolke 7, wollte ich ihr nicht wirklich da reinreden. Sie ist erwachsen. Sie waren 7 Jahre zusammen... Als er erfahren hat das das Haus in denen sie (mietfrei) lebten, mir gehoert war sein Interesse ploetzlich nicht mehr so gross... Na ja den Rest kann man sich denken... Was ich eigentlich sagen wollte, bis zum Ende schwelgte meine Mutter in den schoenen Erinnerungen der ersten Jahre.

Nun zurueck zu dir... Also ich finde es ist nicht deine oder die Verantwortung deiner Mutter ihn zu schonen... Er ist erwachsen, intelligent, usw. und kann sich jederzeit (professionelle) Hilfe holen, egal fuer welchen Lebensbereich. Wenn deine Mutter der Hochzeit schon mit Schrecken entgegensieht, sollte sie es lieber bleiben lassen.
Wie waere es wenn er erstmal seine Probleme angeht und dann... Sie sollte nicht in Erinnerungen schwelgen.
 

Benutzer149148  (26)

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Ich hätte kein Problem damit, meine Mutter "herzugeben", denn ich habe selbst einen Freund mit dem ich sehr viel zeit verbringe. Ich möchte nur nicht dass meine Mutter unglücklich wird.
Mir sind eben komische Dinge an ihm aufgefallen, z.B. dass er noch keinen einzigen Einkauf erledigt hat seit dem wir im Haus wohnen - das hat alles meine Mutter gezahlt. Außerdem schuldet er ihr 700€, er fährt einen Leihwagen für 800€ im Monat und das obwohl er hoch verschuldet ist!
Oft habe ich das Gefühl, dass er meine mutter nur ausnutzen will
 

Benutzer58449  (31)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich möchte nur nicht dass meine Mutter unglücklich wird.

So leid es mir tut aber deine Mutter muss für sich selbst begreifen das er ihr nicht gut tut, wenn es denn so ist.
Ich denke es würde viel eher euer Verhältnis belasten wenn du jetzt ständig versuchst ihn ihr auszureden.

Da muss sie selbst drauf kommen.
 

Benutzer149148  (26)

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Sie weiß es, aber sie hängt zu sehr an den schönen Erinnerungen und Vorstellungen mit ihm und das macht mich so fertig. Ich würde ihr so gerne helfen aber eigentlich weiß ich, dass dieser Mensch sich nie ändern wird und uns immer mehr mit seinen Problemen belasten wird.
 

Benutzer97517 

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Sorry ich noch mal... Leider muss sie diese Erfahrung selber machen...

Meine Mutter hatte (ich glaube) ein Helfersyndrom... Meine Eltern haben sich um Pflegekinder gekuemmert. Ich komme so auf ca. 50 Geschwister (einige blieben nur Vorruebergehend, einige Jahre). Das letzte 'Kind' das noch bei ihr gewohnt hat war schon 24, hat immer Schwierigkeiten gemacht, hat ihr Auto einfach genommen obwohl kein Fuehrerschein, Unfall gebaut, Schulden, Drogen, kleine Delikte, usw. Immer hat sie ihm finanziell aus der Patsche geholfen. Hoehepunkt war als ich erfahren habe das sie schon monatelang keine Krankenkasse mehr bezahlt hat... Alles Reden hat nichts genuetzt... sie hat immer hinter ihm bzw schuetzend vor ihm gestanden.
Es hat sehr, sehr lange gedauert bis sie ihn endlich gebeten hat auszuziehen und auf eigenen Fuessen zu stehen.

Davor habe ich alles Moegliche versucht die zwei raeumlich voneinander zu trennen. Er war schon ausgezogen, hat seinen Job geschmissen und schon war er wieder bei ihr drin. Dann wollte sie betreutes Wohnen. Ihr den Umzug und Einrichtung bezahlt, 6 Monate spaeter wieder zusammen gezogen. Nichts hat geholfen. Sie ist mit ihm in ihr Unglueck gerannt. Sie musste es erst selber wollen... Leider hat sie das nicht mehr erlebt da sie zuvor (im Februar 2014) ueberraschend verstorben ist.
 

Benutzer96776 

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Nein, du kannst ihm ganz sicher nicht helfen und es wäre auch nicht deine Aufgabe.
Die beiden sind erwachsen und da kannst du wohl leider nicht viel tun, auch wenn du zunehmend siehst, dass hier gewaltig was schief läuft und der Mann evtl. auf Dauer deiner Mutter nicht gut tun würde.

Was du aber versuchen kannst, ist deine Mutter mal drauf anzusprechen und dabei siehst du ja dann was sie von dem Ganzen hält.
[DOUBLEPOST=1419595171,1419594677][/DOUBLEPOST]
er eh schon ist und das möchte ich nicht weil ich genau weiß wie sehr er leidet auch wenn er es nicht zeigen kann sondern stattdessen noch größere Dummheiten anrichtetet. ich möchte ihn sozusagen nicht auf dem Gewissen haben

Ansonsten kann ich dir nur sagen: Jede/r ist zu einem großen Teil seines Glückes Schmied (von den unbeeinflussbaren Dingen abgesehen) und es bringt sicher nichts, wenn ihr alle 3 in ein tiefes Loch fällt weil jeder todunglücklich ist.
Du hast ihn keineswegs auf dem Gewissen, der Mann ist mehr als alt genug, als dass er auf sich selbst achten kann.
Bei dir klingt das Ganze wirklich ein bisschen nach Helfersyndrom und da wirst du es aber im Leben schwer haben, vorallem weil man vielen gar nicht helfen kann.

Es ist ja wohl komplett sinnlos, einen Mann zu heiraten oder bei ihm zu bleiben wegen schöner Erinnerungen oder des Mitleids wegen, findest du nicht auch?
Da ist keine Basis für ne Beziehung vorhanden und es wäre ihm gegenüber auch unfair
 

Benutzer149148  (26)

Ist noch neu hier
Dieses helfersyndrom hat meine Mutter glaube ich auch
[DOUBLEPOST=1419596709,1419596642][/DOUBLEPOST]Aber wir werden ganz sicher wieder ausziehen, auch wenn wir wissen dass er darunter leiden wird.
 
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