Grübeleien

Benutzer116330 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo, ich bin neu hier und hoffentlich richtig: seit Tagen bin ich so lustlos, frustriert. Das hat aber mehrere Gründe: 1. die Beziehung zu dem Freund plätschert einfach so hin. Jeder macht irgendwie sein Ding, man redet zwar miteinander, aber ich habe das Gefühl, die innere Nähe fehlt. Die Gefühle sind noch da, aber die Probleme aussenrum einfach stärker. Ob sich das ändert? 2. Mein Freund hat nicht so den guten Kontakt zu seinem Sohn und ich bin das die treibende Kraft zwischen dem Sohn, Freund und der Mutter des Sohnes. Das ist manchmal auch ganz schön belastend. Man schaut, dass der Sohn kommt, das Verhältnis zwischen den dreien besser wird, da in der Vergangenheit einiges nicht rund lief. 3. Ich weiß nicht, ob ich die Arbeitsstelle wechseln soll, gibt einiges was falsch läuft z. B. die Zuschläge fehlen bis jetzt, habe lange gekämpft bis ich mindestens zwanzig Urlaubstage bekam (mir hat sie im Vertrag 15 aufgeschrieben und eigentlich stehen mir 30 zu), zu wenig Arbeit vorhanden: Patienten und Kollegen gehen, die Chefin weiß nicht wie es weiter geht 4. Der Freund wechselt nach Jahren zum ersten Mal die Arbeitsstelle zum ersten April, dadurch hat man weniger Zeit, für ihn ist es was neues, wie geht es ihm damit. Man leidet ja mit und zu guter Letzt 5. Wir sind am Renovieren und wollen im Mai einziehen. Mache mir auch Gedanken, ob das gut geht, klappt alles, Es ist einfach der Abschied vom Alten und in der neuen Wohnung das neue.
Es sind viele Bereiche, die mich belasten und ich nur kurz angerissen habe, aber mir ist das einfach zu viel. Weiß nicht, wo ich anfangen soll, die Probleme zu lösen. Würde gern mal wegfahren, nichts hören von all dem, aber ich habe keinen Urlaub. Ich habe das Gefühl, die Last auf dem Rücken ist so schwer. Hoffe, mir schreibt jemand, zum Austauschen und Drüber reden. Danke!
 
P

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Gast
Hallöchen hoffnungsschimmer35

Ob du hier richtig bist, wirst Du selber am besten feststellen können, wenn Du die Antworten auswerten kannst und für Dich was daraus schlußfolgern kannst.
Einen Fahrplan zu erstellen , jetzt das, dann das und zu letzt dies ist sicherlich auch gar nicht möglich. Ich sehe aber die Belastung, die Dich im Moment überfährt. Du bist im Moment unzufrieden mit der Aufmerksamkeit, die du von Deinem Partner zu wenig erhältst, Dich belastet ferner, die Beziehung zu seinem Sohn, die er nicht genügend pflegt nach Deiner Meinung und damit die Verbindung zwischen der ehemaligen Familie. Dazu kommen die nicht ganz rund laufende Arbeit, die einen erheblichen Teil deines Tagesablaufes bestimmt. Jetzt kommt der Effekt, ihr wollt zusammenziehen und renoviert euch ein eigenes Heim. Du verlässt demnach Dein zu Hause und ziehst zu ihm, Du verlässt damit ein Stück ich alleine und das ist schwer, ja das ist auch deshalb schwer, weil Du jetzt Angst hast, du könntest vielleicht doch was falsch machen? Weil die Aufmerksamkeit im Moment nicht so ist, wie sie früher mal war? Was fehlt an der Beziehung, damit sie wieder rund läuft ? Ist es nur die Aufmerksamkeit oder fehlt die Zuneigung, das mal in den Arm genommen werden, die helfende Hand im Haushalt, das zureden, das schaffen wir, das wir ist wichtig, da gibt er Dir das Gefühl, du gehörst wie früher immer noch dazu, Du bist wichtig, Du bist Dreh- und Angelpunkt in meinem Leben.
Probleme von Außen wird es immer geben, aber kannst Du Deinem Partner auch damit kommen, und er hört Dir zu, wenn er gerade selbst den Kopf voll hat? Er wird Dir nicht sofort für alles eine Lösung nennen können, aber er hört Dir zu, in dem Moment, wenn es Dir wichtig ist.

Du kennst ihn als Vater und somit bist Du dafür, das er sich mehr um seinen Sohn kümmert, was im Augenblick Deiner Eindrücke entsprechend zu wenig ist, gib ihm Zeit sich selbst zu finden, das Vatergefühl muß ihn übermannen, das kann nicht durch reden erzeugt werden, daß muß von Innen kommen. Habt ihr denn selber eigene Kinder und wenn nein, wünscht ihr euch noch welche? Du schreibst Du bist die treibende Kraft, bist Du es aus Liebe zu dem Kind, überhaupt zu Kindern oder weil er halt einen Sohn hat und Du dieses Verhältnis unbedingt erhalten willst.? Ist es für Dich wichtig Kinder um Dich zu haben?

Und schließlich die Arbeit, ja Arbeit kann nervig sein. Aber Arbeit haben und nicht zufrieden sein auf Dauer kann die Seele belasten und letztlich vielleicht auch krank machen. Ob Du sie wechseln sollst kann keiner entscheiden, diese Entscheidung triffst nur Du alleine für Dich, Wenn Du was anderes hast, was Deinen Vorstellungen entspricht, dann kann man nur sagen trau Dich, aber ob es richtig war empfindest nur Du alleine. Und in diesem Zeitraum wechselt nun Dein Partner auch noch die Arbeit, ist dieser Umstand eher Glück für Dich oder löst es Sorgen aus, es könnte schief gehen, Probezeit, Arbeitsdruck, weniger Zeit für die Familie / Partnerschaft.

Letztendlich mußt Du da durch, denn der Mensch wächst mit seinen Aufgaben, aber die kann man etwas mit gestalten. Die Last ist im Moment schwer, Du steht ja nicht umsonst im Augenblick an einer Weggabelung um neue Wege zu beschreiten. Nur der Blick nach vorn zählt, das was will ich erreichen. Bei allem Druck finde die Zeit Deinen Partner zu schnappen und bei schönem Wetter raus an die frische Luft, nimm ihn in den Arm und sag du brauchst es jetzt und zwar jetzt und nicht später, Du willst den Pinsel und den Spachtel mal aus der Hand legen , schon zwei Stunden Abstand wirken manchmal Wunder, oder einfach mal ne Stunde beruhigende Musik , am besten gemeinsam hören, was euer Geschmack ist und danach wieder durchstarten!

Viel Glück und Erfolg
 

Benutzer116330 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hi, vielen lieben Dank für die rasche und sehr aufschlussreiche Antwort! Das tat gut!
Ich wohne schon beim Freund (bin zu ihm eingezogen) und nun wollen wir in eine andere Wohnung, untendrunter wohnen die Eltern. Da mache ich mir Gedanken, ob das gut geht, ist die Entscheidung richtig gewesen....
Kinder wollen wir zur Zeit keine, zu seinem Sohn habe ich ein sehr gutes Verhältnis und dass es nicht rund zwischen Sohn und Vater läuft, habe ich auch von der Mutter.
Das mein Freund die Arbeit wechselt, verstehe ich, aber das löst bei mir und bei ihm die Sorgen aus, die du beschrieben hast!
Ich habe einfach das Gefühl, im Moment flüchten zu wollen, weil es einfach zu viel ist. Ob es einfach reicht, mit dem Freund raus zu gehen, wenn die Beziehung im Moment nur so hin plätschert?
Es hat auf jeden Fall gut getan, dass da jemand ist, der einem zuhört! Danke!
 
P

Benutzer

Gast
Kopf hoch, das wird alles, wenn es wieder etwas ruhiger wird, Ihr dürft jetzt nur nicht den Blick für wesentliche verlieren, alles zusammen ist manchmal tödlich, eins nach dem anderen...


das wird, Ihr müsst nur beide dran glauben und dran arbeiten, alleine geht das nicht

und wenn Du schon da wohnst ist ja das verhältnis zur Schwiegermama auch schon da, gut !

Kopf hoch das wird :zwinker: :smile:
 

Benutzer116330 

Sorgt für Gesprächsstoff
Mir sind noch ein paar Dinge durch den Kopf, die ich einfach gern mal loswerden möchte; wenn man es niederschreibt, soll es einem ja besser gehen.
In Bezug auf den Job weiß die Chefin einfach nicht, wie es weiter geht und das in der Luft hängen ist furchtbar. Daher mache ich mir Gedanken, was soll ich tun, mich bewerben oder einfach abwarten, ob es bei der Chefin in Zukunft besser laufen wird? Habe einfach Angst, vor was neuem. Der Freund meinte, es sei nicht gut, so oft zu wechseln, aber in der Pflege denke ich, sind Erfahrungen von Vorteil.
Braucht man einfach nur Zeit, bis man die Probleme gelöst hat? Dann wird es besser? Stelle mir auch die Frage, ob die Beziehung zu dem Freund noch in Ordnung ist? Mir fehlt die Abwechslung, die Aufmerksamkeiten, er vermisst die Zärtlichkeiten von mir (aber das fällt mir schwer, wenn ich unzufrieden bin) jeder Tag fast der Selbe, ich mache den Haushalt, gehe arbeiten und helfe beim Renovieren, aber mir ist das einfach zu viel. Die ganzen Sorgen; ja ein Problem ist in Ordnung und dann das nächste, aber soviel auf einmal? Nicht mal Lust auf die Arbeit habe ich, obwohl mir die Tätigkeit gefällt, einfach die Decke über den Kopf, bis es besser wird. Ich weiß, das ist auch keine Lösung, aber ich weiß einfach nicht, was ich tun soll und wie es weiter geht.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich kann deine Situation in gewisser Weise nachvollziehen.
Es drängt sich mir aber bei jedem deiner Beiträge ein gewisser Eindruck auf. Du machst auf mich den Eindruck wie jemand, der sich hinlegt, die Arme und Beine von sich streckt und dann hofft, dass es besser wird.

Das wird es nicht.

Jedenfalls nicht so.

Einer der Vorposter hat es ganz gut erklärt: Du brauchst Pläne für die Zukunft und du machst mir nichtmal den Eindruck, als hättest du überhaupt mal drüber nachgedacht. Anders ausgedrückt: Krieg deinen allerwertesten hoch und werde aktiiv! Das gilt für alle Lebenslagen!

Warum solltest du dich nicht bewerben? Es sieht nicht gut aus und das ist defintiv ein guter Grund sich neu zu bewerben...die Frage wird kommen, warum du wechseln willst und ein "in meinem akutellen Betrieb sieht es zur Zeit nicht nicht so gut aus, ansonsten würde ich sehr gerne bleiben" ist eine exzellente Antwort.
Eine Beziehung wird auch IMMER vor die Wand fahren, wenn einer immer von anderen erwartet, dass der zuerst aktiv wird. Man kann Vorgehensweisen und Ideen austauschen, was man in Zukunft anders machen könnte...es gibt so viele Ansätze, dass ich jetzt hier ewig schreiben könnte, aber es ist DEINE Aufgabe sie dir zu überlegen und bevor du nicht selbst anfängst, wären Vorschläge auch sinnlos...

Falls du schon aktiv geworden bist, dann tut mir das Leid...du hast jedenfalls nicht von irgendwelchen Ansätzen berichtet. Ohne wird das jedenfalls nix...
 

Benutzer116330 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hi, ich strecke nicht alle Beine und Arme von mir und warte bis es besser wird!! Ich mache mir Gedanken, überlege, wie ich was ändern kann und hole mir hier Hilfe!!! Pläne? Ja, das mit dem Sohn, da tue ich als einzige was! In Bezug auf den Beruf, da bewerbe ich mich und in Bezug auf die Beziehung: da möchte ich erst mal wissen, woran es liegt, dass einiges schief läuft und dann kann ich doch Pläne schmieden, oder? Wie soll ich dem Freund mit dem Jobwechsel helfen, wenn er mit mir nicht darüber redet, was ihn bedrückt? Ich sehe es aber nicht ein, dass ich immer diejenige bin, die über die Beziehung reden und was ändern will, wenn es nicht gut läuft. Ein Problem nach dem anderen ist ja ok, aber so viel auf einmal? Da fragt man sich, wie man Kraft sammelt, um das gut durchzustehen?
Danke für die zahlreichen Antworten!
 

Benutzer6428 

Doctor How
Dann bitte ich um Entschuldigung!
Falscher Eindruck und das tut mir Leid.

Du hast recht...es kann nicht funktionieren, wenn eine Beziehung einseitig wird. Das mit der Kraft kann ich auf verstehen. Es gibt nur die Möglichkeit erstmal alles unwichtige von sich zu schieben (schätze das hast du schon gemacht) und dann ein Problem nach dem anderen anzugehen. Kraft kann man sich nur zwischendurch verschaffen. Für manche ist es eine Kanne Tee, für andere ein ausgedehnter Klogang mit Zeitung. Das ist nicht viel, aber besser als garnichts.

Zu deinem Freund: Hast du es mal richtig rappeln lassen? Ich meine ihn mal so richtig in die Senkel gestellt und ihn gefragt wie lange er glaubt, dass du es mit 2 Kindern und ohne Hilfe aushältst, wenn Kind Nr. 2 eigentlich erwarchsen ist und sich um mehr als sich selbst kümmern müsste?
Er muss sich doch irgendwie mal geäussert haben, wie er sich das in Zukunft vorstellt und das würde ich wehement einfordern!

Es würde auch Sinn für dich machen, dein Kind mal bei Eltern / Freunden abzugeben und einfach mal einen Nachmittag was für dich zu machen...und zwar regelmäßig. Ob es ein Saunagang oder ein Shoppingtrip wird, ob du dabei Begleitung hast oder alleine bist, das musst du für dich wissen. Wichtig ist: raus da!

Ansonsten: fühl dich mal gedrückt...
 

Benutzer116330 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo, ich habe es nicht richtig rappeln lassen, würde ich gern mal! Aber er zieht sich zurück, wenn ich mal lauter werde und meine Meinung sage (das kann er gar nicht haben, deswegen läuft es zwischen seinem Sohn und ihm auch nicht so toll), und ich habe Angst, dass er dann sagt: nun hat es keinen Sinn mehr zwischen uns. Aber das stimmt: ein Problem nach dem anderen angehen und dann geht es auch vorwärts!!
Danke für euer Ohr!
 

Benutzer6428 

Doctor How
Dann würd ich ihn mal in die Ecke drängen und ihm somit klar machen, dass es jetzt weglaufen nicht mehr gibt. Wenn er dann aus DIESEM Grund erklären würde, dass es vorbei sei, dann kannst du sehr froh sein ihn loszuwerden, denn dann ist er tatsächlich nicht Beziehungsfähig. Man muss auch mal tacheles reden können, ganz besonders, weil bei dir der Ofen nur noch glimmt und bald ganz aus ist...
Wenn das nicht geht, dann hast du wirklich ein weiteres kleines Kind und keinen Mann an deiner Seite..
 

Benutzer116330 

Sorgt für Gesprächsstoff
Vielen Dank für die ehrlichen Worte und ich werde es bei nächster Gelegenheit umsetzen!!
 
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