Glauben und Religion bei der Partnersuche

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Gast
Vorweg: Ich möchte nicht, dass hier wieder ein "Glaubenskrieg" entsteht, sondern dass hier auf sachlicher Ebene diskutiert wird. Vielen Dank.

Inspiriert durch einen anderen Thread hier mal eine kleine Umfrage zum Thema "Glauben bei Partnersuche und Beziehung".

Spielt Glaube und Religion bei der Partnersuche bei euch überhaupt eine Rolle?
Muss zum Beispiel ein potentieller Partner die gleiche Glaubensrichtung verfolgen wie ihr? (Gleiches gilt auch, wenn ihr nicht in irgendeiner Form gläubig seid: Wollt ihr einen Partner, der genauso "nicht glaubt" wie ihr?)
Für die Gläubigen unter euch: Könntet ihr mit einem Partner dauerhaft zusammen sein, der gar nicht glaubt oder eure Religion gar in irgendeiner Form verurteilt/ lächerlich macht/ etc?
Für die Nicht-Gläubigen: Könntet ihr dauerhaft mit einem sehr religiösen Partner zusammen leben?
Wie genau wird Religion in eurer Beziehung "ausgelebt"? Spielt es überhaupt eine Rolle? Besucht ihr zB. gemeinsam oder getrennt Gotteshäuser oder betet? Wird über Religion diskutiert?
Bei "gemischten" Paaren (also zB unterschiedliche Glaubenrichtungen oder ein Partner ist komplett nicht-gläubig): Interessiert ihr euch für die Ansichten des anderen? Oder kocht quasi jeder sein eigenes Süppchen?

Weitere Anmerken und auch persönliche Erfahrungen zum Thema sind natürlich gerne gesehen!
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich bin Agnostikerin und er ist Gläubiger. Uns ist es nicht komplett egal, was der andere glaubt und denkt, aber sein Glaube und mein Nicht-Glaube beeinflussen unsere Beziehung nicht negativ, wir reden selten, interessieren und für die Ansichten des Anderen (um unsere Argumentationsfähigkeiten auszubauen und zu stärken), wir streiten nicht darüber und unser Alltag bleibt davon weitgehenst unbeeinflusst.

Schon zuvor war ich mit Atheisten, Agnostikern, Gläubigen (darunter einem Wicca) zusammen. Gestritten oder getrennt würde sich deswegen nie. Ich habe in der Hinsicht immer sehr akzeptable Partner gehabt.
 

Benutzer34738 

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Bin Atheist und mir wäre es völlig egal, was für einen Glauben meine potentielle Partnerin hätte, ich würde es respektieren. Sofern es nicht unbedingt was wie Scientology ist :zwinker:
 

Benutzer48909 

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Ich selber bin nicht gläubig, mein Mann ist praktizierender Christ.

Zwischen uns gibt es da keine Probleme. Am Anfang unserer Beziehung haben wir darüber diskutiert und er hat versucht mich auch mal in die Kirche mitzunehmen. Ich habe ihm klar gemacht, dass ich damit nichts anfangen kann und auch nicht will und das hat er so akzeptiert.
Das Einzige, was ich ihm zuliebe gemacht habe ist kirchlich geheiratet. Ihm war das wichtig, dass er Gottes Segen bekommt und mir hat es nicht weh getan. Wenn es um unsere Kinder geht wird es nochmal zu Diskussionen kommen wegen der Taufe bzw. Nicht-Taufe. Aber das wird sich dann finden. Wir sind eigentlich beide ziemlich kompromissbereit.

Grundsätzlich diskutieren wir heute wenig über den persönlichen Glauben, da wir uns in einem einig sind: Es heißt Glauben weil man eben glaubt und nicht weiß. Beide Standpunkte sind okay und keiner von uns beiden kann seinen Standpunkt mit Fakten untermauern. Damit ist es müssig darüber zu diskutieren.
Jeder kennt aber den Standpunkt des anderen und weiß was der andere glaubt bzw. nicht glaubt.

Im alltäglichen Leben geraten wir wegen Glaubensfragen überhaupt nicht aneinander.
 

Benutzer54458 

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Ich bin nicht gläubig, respektiere aber diejenigen, die religiös sind. Damit habe ich kein Problem, aber ich würde mich weigern, in irgendeiner Form missioniert zu werden.
 

Benutzer79369 

Benutzer gesperrt
ich bin nicht gläubig und ich möchte keinen partner, bei dem das anders ist. ich kann mit dieser ganzen sache einfach überhaupt nichts anfangen und habe auch kein interesse daran, mich damit direkt auseinander setzen zu müssen. wenn das thema irgendwie aufkommen würde, würde ich nur jedesmal mein unverständnis zum ausdruck bringen und irgendwie macht das keinen sinn.
wobei es vielleicht noch gehen würde, wenn er das einfach nur in seinem kopf ausmacht. aber wenn er seine religion aktiv lebt (gottestdienst, beten,...)... neee...
 

Benutzer48909 

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wobei es vielleicht noch gehen würde, wenn er das einfach nur in seinem kopf ausmacht. aber wenn er seine religion aktiv lebt (gottestdienst, beten,...)... neee...

Wo ist für dich der Unterschied, ob er zum Gottesdienst/ Bibelgruppe geht oder ob er zum Fußballtraining, Schachverein oder zum Japanischkurs geht?
 

Benutzer11128 

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Nicht gläubig.

Wenn sie mich nicht missionieren wollte und die Ausübung ihres Glaubens keinen negativen Einfluss auf unsere Beziehung hätte, wäre es mir ungefähr so egal, wie wenn sie fanatischer Fan vom FC Obergrummelsfeld wäre.

Solange es unsere Beziehung nicht belastet, darf, kann und soll jeder seine eigene Einstellung dazu haben.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
ich bin atheist - könnte aber begrenzt mit einem gläubigen zusammenleben.
würde mir schwer fallen, denjenigen dann wirklich ernst zu nehmen wenn er echt an nen gott oder so glaubt, aber man ist ja tolerant...

sowas wie kirchliche hochzeit hingegen wäre nicht drin. weder hab ich lust auf die show, noch würde ich mich extra taufen lassen um mir das anzutun.
 

Benutzer87316 

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Es ist sehr von der Person abhängig, aber ich suche meine Partner definitiv nicht nach dem Glauben aus. Es gibt Sachen, die würde ich mitmachen (a la in die Kirche gehen zu Weihnachten oder ein der Religion entsprechendes Gebäude, kirchlich heiraten, auf bestimmte Lebensmittel verzichten, Tischgebet), aufhören würde es bei mir bei der >>Umerziehung<<, er jeden Sonntag um 8 in die Kirche ginge oder bei Kindern, da ich der Auffassung bin, dass das jeder für sich selbst entscheiden muss. Da würde ich ihnen nicht aufzwingen wollen. Wenn sie alt genug sind und sagen, sie glauben an Gott, so soll es mir recht sein, wenn nicht, dann auch.
Womit ich ebenfalls nicht umgehen könnte wäre ein muslimischer, streng gläubiger Freund, aber nicht aus dem religiösen Motiv sondern weil Hunde da verpönt sind und die ein Prozedere veranstalten um sich zu reinigen, was ich mit meiner Hundeliebe nicht vereinen könnte.
 

Benutzer79369 

Benutzer gesperrt
Wo ist für dich der Unterschied, ob er zum Gottesdienst/ Bibelgruppe geht oder ob er zum Fußballtraining, Schachverein oder zum Japanischkurs geht?

das eine sind irgendwelche freizeitbeschäftigungen und das andere passiert eben auf der grundlage religion/glauben. und wenn er das in seinem alltag aktiv auslebt, dann würde ich ja doch immer mal wieder damit konfrontiert und in der folge mit unverständnis reagieren. das passt dann einfach nicht.
 

Benutzer87316 

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das eine sind irgendwelche freizeitbeschäftigungen und das andere passiert eben auf der grundlage religion/glauben. und wenn er das in seinem alltag aktiv auslebt, dann würde ich ja doch immer mal wieder damit konfrontiert und in der folge mit unverständnis reagieren. das passt dann einfach nicht.

so gesehen ist es aber auch eine Freizeitbeschäftigung, der religiöse Aspekt ist da für mich nebensächlich. Er muss sich ja nicht mit dir ausführlich drüber unterhalten oder? Und solange eine Akzeptanz da ist, die du ja anscheinend ablehnst, muss ja kein Verständnis da sein. Ich heiße es nicht gut, einen religiösen Partner von vornherein abzulehnen , nur weil man sich selbst mit diesem einen Teil der Person nicht identifizieren kann. Können viele mit den Hobbies ihrer Partner oder auch anderer Freunde auch nicht.
 

Benutzer84394 

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Sie sollte möglichst nicht an diverse allmächtige Science-Fiction-Figuren glauben.
 

Benutzer48909 

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das eine sind irgendwelche freizeitbeschäftigungen und das andere passiert eben auf der grundlage religion/glauben. und wenn er das in seinem alltag aktiv auslebt, dann würde ich ja doch immer mal wieder damit konfrontiert und in der folge mit unverständnis reagieren. das passt dann einfach nicht.

Eigentlich ist die Sache mit dem Glauben doch auch eine Freizeitbeschäftigung, wenn man es mal ganz genau nimmt. Wenn er nun nicht gerade einer Religion angehört, die 5x am Tag gen Mekka betet oder z. B. den Zeugen Jehovas, die sich nun ja auch wirklich richtig oft treffen und sehr starre Regeln haben, sondern einer christlichen Religion, dann bekommt man als Partner im Alltag doch kaum was davon mit. Nicht mehr jedenfalls, als wenn er zum Fussball gehen würde.
 

Benutzer18889 

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Für mich ist es schon wichtig, dass der Mann genauso wenig mit der Kirche oder generell Glauben zu tun hat wie ich. Ich mag das Thema einfach bzw. interessiere mich null dafür und ein Partner, der betet oder gar in die Kirche geht, der würde überhaupt nicht zu mir passen.
 

Benutzer48909 

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Hm... irgendwie verstehe ich diese Einstellung: "Ich interessiere mich nicht für das Thema, also darf mein Partner nicht gläubig sein" nicht.
Ich weiß ja nicht, ob unsere Ehe die einzige ist, aber es gibt diverse Sachen/ Hobbies in unserer Zweierbeziehung, die den anderen nicht interessieren. Das find ich völlig normal, und es will mir nicht in den Kopf, warum der Glaube davon ausgenommen sein sollte. Oder ist es in anderen Beziehungen immer so, dass ihr euch zu 100% für alles interessiert, was euren Partner interessiert?
 

Benutzer56469  (36)

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Mir ist das egal. Wenn er an Gott glauben würde dann soll er, nur soll er verstehen dass ich das nicht tue und nur in die Kirche gehe wenn jemand stirbt oder jemand heiratet. ;-)

Mein Freund ist überhaupt ausgetreten aus der Kirche war aber eher ein Grund der hohen Kirchensteuer.
 

Benutzer88899 

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Ich bin selbst gläubig und seit über 10 Jahren mit einem nicht-gläubigen Partner zusammen - es geht also und es ist auch nicht so schwer. Ich habe da bei der "Partnersuche" keinen Wert drauf gelegt - wichtig ist mir nur, dass der Partner eben meinen Glauben akzeptiert und kein fanatischer Atheist ist, das wäre zu gegensätzlich, der käme mit mir wahrscheinlich auch nicht klar. ;-)

---------- Beitrag hinzugefügt um 09:30 -----------

Hm... irgendwie verstehe ich diese Einstellung: "Ich interessiere mich nicht für das Thema, also darf mein Partner nicht gläubig sein" nicht.
Ich weiß ja nicht, ob unsere Ehe die einzige ist, aber es gibt diverse Sachen/ Hobbies in unserer Zweierbeziehung, die den anderen nicht interessieren. Das find ich völlig normal, und es will mir nicht in den Kopf, warum der Glaube davon ausgenommen sein sollte. Oder ist es in anderen Beziehungen immer so, dass ihr euch zu 100% für alles interessiert, was euren Partner interessiert?

Interesse ist nicht so das Problem, schätze ich - viele Atheisten können Gläubige nicht so ganz ernst nehmen und finden es "traurig", dass sie an etwas glauben, das in ihren Augen Schwachsinn ist. Kann auch schwierig sein, wenn Kinder da sind und einer der beiden gar nicht will, dass sie mit Religion in nähere Berührung kommen. Ein Freund von mir ist so, der hasst die Kirche leidenschaftlich und würde nie mit einer Frau ein Kind wollen, die dorthin geht und womöglich seine Kinder wenn auch unterbewusst animiert, das auch zu tun. Oder wenn der Gläubige meintwegen ein Kreuz in der Wohnung aufhängen will und der Atheist da slächerlich findet - da sist komplizierter als wenn es um ein normales Poster geht, schätze ich.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Spielt Glaube und Religion bei der Partnersuche bei euch überhaupt eine Rolle? ja und am allermeisten die Intensität des Glaubens

Muss zum Beispiel ein potentieller Partner die gleiche Glaubensrichtung verfolgen wie ihr? (Gleiches gilt auch, wenn ihr nicht in irgendeiner Form gläubig seid: Wollt ihr einen Partner, der genauso "nicht glaubt" wie ihr?) nicht zwangsläufig, aber allzu groß sollte der Unterschied nicht sein. Ich glaube nicht und einen Partner, der sehr stark glaubt, der passt dann einfach nicht in mein Leben.

Für die Nicht-Gläubigen: Könntet ihr dauerhaft mit einem sehr religiösen Partner zusammen leben? Nein ich denke nicht.

Wie genau wird Religion in eurer Beziehung "ausgelebt"? Spielt es überhaupt eine Rolle? Besucht ihr zB. gemeinsam oder getrennt Gotteshäuser oder betet? Wird über Religion diskutiert? Wir diskutieren ab und an darüber, haben beide aber eine negative Haltung dazu. Kirche gibts für uns beide nicht.

Ein muslimischer Partner käme für mich niemals in Frage! Hat nichts mit INtoleranz zu tun, aber da sind mir die Unterschiede zu der Kultur, aus der ich komme einfach viel zu groß. Das würde niemals funktionieren, ich würde mich niemals derartig verbiegen wollen.

Jeder seinen Glauben von mir aus, aber ich muss ja nicht mit jedem Glauben zusammen leben.
 
J

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Gast
Spielt Glaube und Religion bei der Partnersuche bei euch überhaupt eine Rolle?
Muss zum Beispiel ein potentieller Partner die gleiche Glaubensrichtung verfolgen wie ihr? (Gleiches gilt auch, wenn ihr nicht in irgendeiner Form gläubig seid: Wollt ihr einen Partner, der genauso "nicht glaubt" wie ihr?)
Ist völlig egal was der andere glaubt, solange sein Glaube nicht auf mich überspringen soll bzw zu extrem wird. Jeder glaubt anders.

Für die Nicht-Gläubigen: Könntet ihr dauerhaft mit einem sehr religiösen Partner zusammen leben?
unter obiger Bedingung ja. Allerdings könnten sich bei so Sachen wie Kindererziehung dann sicher Probleme ergeben.

Wie genau wird Religion in eurer Beziehung "ausgelebt"? Spielt es überhaupt eine Rolle? Besucht ihr zB. gemeinsam oder getrennt Gotteshäuser oder betet? Wird über Religion diskutiert?
Weder noch, auf dem Papier sind wir zwar unterschiedlichen Glaubens, glauben jedoch ähnlich.

Bei "gemischten" Paaren (also zB unterschiedliche Glaubenrichtungen oder ein Partner ist komplett nicht-gläubig): Interessiert ihr euch für die Ansichten des anderen? Oder kocht quasi jeder sein eigenes Süppchen?
Schon allein für das Verständnis des Partners sollte man sich eventuell auch mit seinen Glauben ein wenig auseinandersetzen. Man muss ja nicht selbst daran glauben.

Weitere Anmerken und auch persönliche Erfahrungen zum Thema sind natürlich gerne gesehen!
Bisher ist Glaube in meinen Beziehungen nicht zu einem primären Gesichtspunkt geworden.
 
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