GEZ - Gebühren

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Doch, genau darum geht es. Natürlich darf das nicht Überhand nehmen aber die ÖR sind nichts desto trotz inzwischen auch dafür da, Programmlücken, die von den Privaten geöffnet werden, aufzufüllen (Eine Art Minderheitenschutz). Grundversorgung heißt eben nicht Minimalversorgung (5. Rundfunkurteil)
Ich scheiss auf solche Rundfunkurteile. Zum Glück bin ich kein Politiker und muss mich wirklich mit den ÖRs rumschlagen, sondern kann hier ganz frei meine Meinung posten.
Ich finde einfach, öffentlicher Rundfunkt sollte auf ein informatives Minimum beschränkt werden, meinetwegen eine stark abgespeckte ARD die nur noch Nachrichten, Dokus und "wirkliche" Kultur bringt sowie den großartigen Deutschlandfunk.
Und das ganze bitte verschlüsselt und PayTV, alleine schon damit die Nachbarländer nicht einfach umsonst mitgucken dürfen.
Klappt in anderen Ländern auch recht passabel ohne ein total aufgeblähtes Staatsfernsehen.
 

Benutzer55230 

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Vor 40 Jahren hat dieses Gesetz auch noch Sinn gemacht, ohne PlayStations, Privatsender, DVD-Player, etc.
Heute macht es definitiv keinen mehr.

Es sollten eben doch die Zuschauer entscheiden, was sie wollen und was nicht.
 

Benutzer24257 

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Vor 40 Jahren hat dieses Gesetz auch noch Sinn gemacht, ohne PlayStations, Privatsender, DVD-Player, etc.
Heute macht es definitiv keinen mehr.

Es sollten eben doch die Zuschauer entscheiden, was sie wollen und was nicht.

1) Deshalb ja weg von der geräteabhängingen Zahlung und hin zur Haushaltsabgebe. Dann würde jeder beteiligt.

2) Begrenzt. Der Rundfunk dient der umfassenden Meinungsbildung und auf diese Grundversorgung hat eben JEDER Anspruch und nicht nur die Mehrheit. Analog könnte man auch Leute fragen, ob sie wollen, daß ihre Steuerzahlungen für xyz, z.B. Harz 4 ausgegeben werden sollen. Die Mehrheit würde vermutlich des öfteren "Nein" sagen, aber dem Gemeinwohl tut eine solche Leistung nun eben doch gut.
 

Benutzer66733 

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Ach, die GEZ...

1. Es ist richtig, dass es öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten gibt. Erstens aus Gründen der Neutralität und als Garant für seriöse Berichterstattung (z.B. gegenüber politischen Parteien).
Auch für gewisse kulturelle Sendungen.

2. Trotzdem sind die Öffentlich-Rechtlichen gnadenlos überdehnt und aufgeblasen ! Sie sollten sich aufs Wesentliche beschränken und keine staatlich subventionierte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für arbeitslose Fernsehleute darstellen. D.h. Nachrichten und einige Kultursendungen. Meinetwegen noch ein Programm für alte Leute, aber das wars ! Warum wird hier so unglaublich verschwenderisch mit dem Geld der Bürger umgegangen ? Es ist eine Frechheit !

3. GEZ für PCs, Handys, etc ?? Momentan vollkommener Unsinn.

4. Die haben ja sogar schon Universitäten "abgezockt" (im moralischen Sinne, im rechtlichen Sinne wars okay, aber manchmal ist Recht ja nicht wirklich gerecht). Da mussten Unis, die TVs für Lehrzwecke bereit hielten für jeden Fernseh kräftige Nachzahlungen berappen, das ging im Einzelfall an die Hundertausend Euro, wenn ich mich recht entsinne. Finde ich ein absolutes Unding, geradezu ein Schlag in den Magen von Forschung und Lehre.
Auf diesen Fernsehern wurde garantiert NIE Ard und co gesehen.
 

Benutzer55230 

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Neutralität? Seriöse Bericherstattung? Das ist schon recht optimistisch angesichts der wirklich üblen Berichterstattung einiger öffentlicher Sender (man denke an die falsch zusammengeschnittenen und schlichtweg gelogenen Berichte über Gewaltspiele)
Ich finde "staatliches Fernsehen" geht schon ein wenig in Richtung "China-Politik".
Diese Sender senden heutzutage nichts mehr, was man nicht auch auf privaten sehen könnte und auf den Musikantenstadl kann ich verzichten.

Und Haushaltsabgabe? Bitte? Ich soll zahlen, obwohl ich keine Glotze hab? Klar, eher spül ich doch mein Geld ins Klo!
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Analog könnte man auch Leute fragen, ob sie wollen, daß ihre Steuerzahlungen für xyz, z.B. Harz 4 ausgegeben werden sollen. Die Mehrheit würde vermutlich des öfteren "Nein" sagen, aber dem Gemeinwohl tut eine solche Leistung nun eben doch gut.
Die Frage ist halt nur, was wirklich gut fürs "Allgemeinwohl" ist und wer sich anmaßt, überhaupt so etwas wie ein "Allgemeinwohl" zu definieren.
Irgendwie steh ich mal gar nicht auf solche Bevormundungspolitik.
 

Benutzer24257 

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Die Frage ist halt nur, was wirklich gut fürs "Allgemeinwohl" ist und wer sich anmaßt, überhaupt so etwas wie ein "Allgemeinwohl" zu definieren.
Irgendwie steh ich mal gar nicht auf solche Bevormundungspolitik.

Das ist aber das Wesen der repräsentativen Demokratie. Letzendlich ist jegliche politsche Entscheidung eine Bevormundung. Du wählst diejenige Partei, deren Ziele dir zusagen und gibts ihr damit ein Mandat, über die nächsten 4 Jahre für dich Entscheidungen vorzunehmen. Wenn dir das Ergenbis nich gefällt, bleibt dir übrig, eine andere Partei zu wählen oder selbst aktiv zu werden.

Viele von diesen Sendern empfängt meine Freundin gar nicht.

Das widerum ist eine völlig andere Baustelle. Mit der entsprechenden technischen Infrastruktur sind alle diese Sender frei empfangbar. Du bezahlst mit deinen Gebühren nicht für die Signalübermittlung.

Und Haushaltsabgabe? Bitte? Ich soll zahlen, obwohl ich keine Glotze hab? Klar, eher spül ich doch mein Geld ins Klo!

Ich soll Steuern zahlen, obwohl ich kein Harz 4 bekomme? Ich soll Krankenversicherung zahlen, obwohl ich nicht krank bin? Ich soll Arbeitslosenversicherung zahlen, obwohl ich arbeite? Ich soll Rentenversicherungsbeiträge zahlen, obwohl ich niemals mehr Rente als die Grundversorgnung wieder rausbekomme?
Nein danke, da spül ich mein Geld lieber das Klo runter.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
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Ich soll Steuern zahlen, obwohl ich kein Harz 4 bekomme? Ich soll Krankenversicherung zahlen, obwohl ich nicht krank bin? Ich soll Arbeitslosenversicherung zahlen, obwohl ich arbeite? Ich soll Rentenversicherungsbeiträge zahlen, obwohl ich niemals mehr Rente als die Grundversorgnung wieder rausbekomme?
Nein danke, da spül ich mein Geld lieber das Klo runter.
Da hast du aber jetzt wirklich miese Beispiele rausgesucht. Dies sind alles Versicherungen für einen Fall, der mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintritt. Staatlicher Rundfunk ist einfach etwas völlig Anderes.
Mal davon abgesehen das man auch darüber diskutieren kann, in wie weit der Staat für Renten-, Arbeitslosen- oder sonstige Versicherungen gut ist, das ginge wohl auch besser privat. Ebenso andere staatliche Leistungen wie Strassenbau.
 

Benutzer24257 

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Da hast du aber jetzt wirklich miese Beispiele rausgesucht. Dies sind alles Versicherungen für einen Fall, der mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintritt. Staatlicher Rundfunk ist einfach etwas völlig Anderes.
Mal davon abgesehen das man auch darüber diskutieren kann, in wie weit der Staat für Renten-, Arbeitslosen- oder sonstige Versicherungen gut ist, das ginge wohl auch besser privat. Ebenso andere staatliche Leistungen wie Strassenbau.

Ist mir ehrlich gesagt, völlig egal, ob du diese Beispiele als schlcht empfindest. Es lassen sich noch genug andere konstruieren. :zwinker: Weitere Beispiele: Deiche und Leuchttürme, Wissen, saubere Umwelt.

Und ob Staßenbau in privaten Händen besser wär, wage ich sehr zu bezweifeln. Sicher gibt es da Konstruktionen, die u.U. funktionieren. Aber wie heißt es so schön: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert. Wie toll privater Straßenbau ist, kannst du schön am Beispiel "Warnowtunnel" sehen.

Was aber die eigentliche Quintessenz meiner Aussage sein soll: Es gibt sehr sehr viele staatliche Ausgaben, von denen der einzelne erstmal nicht viel hat. Aber auf die Gesellschaft bezogen, gibt sich dennoch in vielen Fällen ein Mehrwert.

Um das ganze noch einmal auf den Punkt zu bringen: Wer sehen möchte, wie ein Rudfunksystem ohne ÖR aussieht, möge sich die TV-Landschaft der USA angucken. Extrem viel Werbung, exrem viel oberflächliche Berichterstattung, die Nachrichtensender, die es gibt, sind spürbar von den Meinungen der Eigentümer beeinflußt. Hochgradig grauenvoll.
 

Benutzer11032  (34)

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Ich find die Behörde in diesem Aufbau auch vollkomen überholt.
Soviel zum Thema, freies Land. Ich hab die Wahl einen Fernseher zu haben oder nicht und sobald ich ihn habe bin ich gezwungen! für ARD und co zu bezahlen das die ja ach so tolle Spiele auf ihrer Website einbinden können :kopfschue.
Und wenn du keinen Fernseher hast, dann wirste solange Schusselig gemacht das du trotzdem was anmeldest fürs RADIO ?!?
Off-Topic:
Juhu heute hat ich die erste Abbuchung von 15€, nochmehr laufende Kosten die ich mit meinem Azubilohn von etwa 3,20€ die Stunde ableisten muss
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Um das ganze noch einmal auf den Punkt zu bringen: Wer sehen möchte, wie ein Rudfunksystem ohne ÖR aussieht, möge sich die TV-Landschaft der USA angucken. Extrem viel Werbung, exrem viel oberflächliche Berichterstattung, die Nachrichtensender, die es gibt, sind spürbar von den Meinungen der Eigentümer beeinflußt. Hochgradig grauenvoll.
Das ist schon richtig, ich habe nie behauptet, dass es in DE wirklich besonders scheisse wäre.
Nichtsdestotrotz halte ich TV nicht für so wichtig, das man es durch staatlichen Zwang sicherstellen muss. Wenn wirklich genug verlangen nach hochkarätigem Programmen vorhanden wäre, würde es diese auch in privater Hand geben.
Im Prinzip funktioniert es doch so, wie es in der demokratischen Politik auch sollte: Wenn man mit dem Angebot nicht zufrieden ist, kann man sich halt mit Anderen zusammenschließen und eine entsprechende Firma gründen.

Gerade in den USA im Nachrichtensektor sieht man das sehr gut. Sender wie CNN bieten durchaus seriöse Nachrichten. Leider ist trotzdem derzeit wohl der eher rechts gerichtete Propagandasender fox die Nummer eins. Jeder bekommt halt das, was er verlangt.

Vielleicht verhindert in DE auch das Vorhandensein des ÖR gerade das Entstehen von besseren Privatsendern, die seriöse Schiene wird von den ÖRs einfach zu allumfassend abgedeckt.

Und zu Privat vs. Staat:
Eine sehr schwierige Frage. Es gibt sicherlich Bereiche, für die das plakative "Gewinne privatiesieren, Verluste versteuern" gilt, es gibt aber auch Bereiche, wo privat inzwischen viel besser funktioniert, man vergleiche nur mal den heutigen Markt der Telefon/DSL-Anbieter mit dem einstigen Staatsmoloch Telekom.
 

Benutzer24257 

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Und zu Privat vs. Staat:
Eine sehr schwierige Frage. Es gibt sicherlich Bereiche, für die das plakative "Gewinne privatiesieren, Verluste versteuern" gilt, es gibt aber auch Bereiche, wo privat inzwischen viel besser funktioniert, man vergleiche nur mal den heutigen Markt der Telefon/DSL-Anbieter mit dem einstigen Staatsmoloch Telekom.

Klar gibts einige Bereiche, in denen das durchaus funktioniert. Aber am Beispiel der Telekom kann man auch sehr schön sehen, daß in einem Markt mit einem natürlichen Monopol erst Wettbewerb entsteht, wenn eine Regulierung erfolgt und wenn dieses natürliche Monopol durch den technischen Fortschritt aufgebrochen wird.
Guck dir dagegen die Versorger an, die jahrelang ohne Wettbewerb schalten und Walten konnten. Oder auch die Bahn (Fernverkehr).
Ich hab beileibe nichts gegegn Privatisierungen. Viele staatliche Bereiche sollten auch meiner MEinung nach lieber früher als später privatisieren. Aber so einfach, wie man es sich noch mitte der 90er machen wllte, ist s nunmal nicht. Das kann auch ganz kräftig ins Auge gehen.
Mit privatem Kapital ist nunmal auch privater Einfluß vorhanden, der mitunter eine andere Interessenslage hat als der Staat. Und besonders im Rundfunk ist mir das zu sensibel, die Meinungsbildung vollständig in von privatem Kaptial abhängige Hände zu geben. (Daß sich die Zeiten im Vergleich zum Anfang des öffentlichen Rundfunks geändert haben, ist auf der anderen Seite aber vollkommen klar)
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Klar gibts einige Bereiche, in denen das durchaus funktioniert. Aber am Beispiel der Telekom kann man auch sehr schön sehen, daß in einem Markt mit einem natürlichen Monopol erst Wettbewerb entsteht, wenn eine Regulierung erfolgt und wenn dieses natürliche Monopol durch den technischen Fortschritt aufgebrochen wird.
Lol, Telefon und natürliches Monopol. In diesem Bereich war eine Regulierung nötig, weil der Staat dort früher alles in einem Anbieter zentriert hat. Das hat mit einem natürlichem Monopol ungefähr null zu tun. Natürliche Monopole hat man ganz vielleicht bei Stromnetzen oder der Bahn, aber selbst dort zeigen doch derzeitige Veränderungen, das man von einem natürlichen Monopol nicht wirklich sprechen kann.
Nenne mir mal ein echtes natürliches Monopol!

Man kann doch nicht den Markt dafür verantwortlich machen, das durch staatlich verordnete Monopole Systeme aufgebaut wurden, die schwerfällig, teuer und kaum reformierbar sind. Beispiel halt Stromindustrie, Bahn oder wenn man sehr marktradikal ist auch Schulen, Strassen und Gesundheitssystm/Renten.

Bisher lehrt doch die Geschichte, das staatlich gesteurte Wirtschaftsbetriebe meistens an einer viel zu großen Verwaltung, unflexibilität und schlechter Reformierbarkeit leiden. Alles trifft auf den ÖR zu.

Das es privat besser wird, muss nicht so sein, oft war es aber nunmal so.
Nicht umsonst ist die DDR wirtschaftlich völlig gescheitert.
 
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