Geschwisterchen- Vorteile und Nachteile?

Benutzer35546 

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Ich schließe mich den anderen an: Man härtet da ab, es geht dann eben nicht den ganzen Tag auf der Couch zu liegen und sich auszuruhen, aber das ist auch ok. Wenn man richtig krank ist, dann sucht man sich Möglichkeiten das Kind zu betreuen.
Und man denkt vor... ich gebe mir nicht mehr die Kante, denn ich brauche den Kater am nächsten Morgen nicht, wenn die Kinder pünktlich 7 Uhr total fit sind.
 

Benutzer69081  (35)

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Wenn ich Magen-Darm habe, liege ich total flach. Da geht gar nix mehr. Mein Hausarzt weiß aber, dass ich funktionieren muss und gibt mir soviel Flüssigkeit und Medikamente iv dass ich wieder funktionieren kann.
Bei allen anderen Grippen und Krankheitsgeschichten komme ich eigentlich gut klar. Das einzige was mich dann noch flach legt, sind Eileiterentzündungen. Die gehen tatsächlich erst weg, wenn ich einige Tage am Stück absolute Bettruhe hatte. Das kann ich mir nur erlauben, wenn M. zu Hause ist.

Es ist ja gar nicht gesagt, dass dir in einer weiteren Schwangerschaft schlecht wäre ;-)
 

Benutzer29410 

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ich gebe mir nicht mehr die Kante, denn ich brauche den Kater am nächsten Morgen nicht, wenn die Kinder pünktlich 7 Uhr total fit sind.

Ich hab das noch genau einmal gemacht, hatte danach den schrecklichsten Tag meines Lebens und daraus gelernt *gg*

Auch schön war es, als mein Mann und ich gleichzeitig Magen-Darm hatten, und Püppi erst 2 Monate alt war. :ratlos:
 

Benutzer75021 

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:grin:
Ja wir trinken auch nur wenn P. bei Oma und Opa schläft, ansonsten darf sich nur einer von uns die Kante geben...momentan er...und der andere kümmert sich um P.
Wir gehen eh nie raus, von daher ist das egal und wenn dann plant man das vorher entsprechend.

Hachja, ich denke auch gern an die Zeit zurück als ich alleinerziehend war. Die großen damals 2 und 4 Jahre alt. Wir hatten alle Magen-Darm und ich musste mitten in der Nacht ein Bett nach dem anderen beziehen, die Kinder versorgen, Wäsche (nachts!!) waschen und zwischendurch selber die Kloschüssel knutschen *gg*
Man schafft das alles aber irgendwie.
 

Benutzer37900 

Teammitglied im Ruhestand
Man kann auch vorher nie sagen, ob sich die Geschwister gut verstehen werden oder nicht. Und wenn man es dann erfährt, dann ist sowieso zu spät und man hat schon (mind.) zwei Kinder. :tongue: Ebenso kann man auch vorher nicht sagen, wie ein Kind vom Wesen her sein wird. Sie entwickeln sich ganz individuell und gerade das finde ich so schön.

Mein Schwester und ich haben als Kinder viel miteinander gespielt, dann hatten wir eine mehr als 15 jährige Streitphase und seit meiner Schwangerschaft mit dem Großen und einer ordentlichen Aussprache haben wir uns wieder lieb (wie das klingt :grin:). Rückblickend betrachten wir beide unsere Streitphase für absolut überflüssig und als verschwendete Zeit.

Mein Mann hat sich nie mit seinem Bruder gestritten, die verstehen sich prächtig. Sie sind allerdings beide Menschen, die eher Zeit mit sich selbst verbringen wollen, so dass sie trotz gutem Verhältnis zueinander, nicht viel miteinander zu tun haben.
 
G

Benutzer

Gast
Ich bin auch ein Einzelkind. Ich hab mir immer Geschwister gewünscht als ich klein war und hab meine Eltern oft regelrecht angefleht, doch noch ein zweites Kind zu bekommen.

Gelangweilt habe ich mich zwar nie (ich kann und konnte mich, wahrscheinlich dem Einzelkinddasein geschuldet, immer hervorragend mit mir selbst beschäftigen und auch gut allein sein), weil meine Eltern sehr darauf geachtet haben, dass ich viel Kontakt zu anderen Kindern habe, aber manchmal hab ich mich doch sehr einsam gefühlt. Vor allem, wenn es Zuhause mal Knatsch gab und ich meine Eltern ›gegen‹ mich hatte - da hab ich mir oft einen Bruder oder eine Schwester gewünscht, auf den/die ich den Ärger hätte schieben können, oder der/die zu mir gehalten hätte.

Was mich als Kind dann oft noch zusätzlich getroffen hat (extrem sensibel, wie ich war): dieses ätzende Klischee vom verwöhnten Einzelkind. Ich durfte mir wirklich ständig durch die Blume anhören, ich wäre verwöhnt, egoistisch, sozial unfähig, nur, weil ich keine Geschwister hatte. Dabei war ich das nie. Meine Eltern haben mir, sofern ich das objektiv beurteilen kann, deutlich klarere Grenzen gesetzt, als die Eltern von so manchen Geschwisterkindern. Wahrscheinlich, weil's schwerer ist, konsequent Regeln durchzusetzen, wenn zwei oder mehr Kinder durchs Haus toben.

Dennoch: das ist wieder ein Thema, in dem man nichts pauschalisieren kann und sollte. Auch ich kenne Geschwister, die ein Herz und eine Seele sind - genauso aber auch solche, die sich tatsächlich spinnefeind sind und immer schon waren.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Ich habe eine große Schwester und liebe sie sehr. Wir sind teils recht ähnlich, teils recht unterschiedlich, wir hatten auch Streitphasen in der Pubertät. Als Kind hatte ich meine eigenen Freunde und habe nicht an meiner Schwester gehangen, das fand ich nervig. Wirklich intensive Nähe entstand, als sie nach dem Abitur auszog, da habe ich gemerkt, wie sehr wir einander vermissen. Mittlerweile leben wir seit über zehn Jahren in derselben Stadt, das ist toll. Ich war damals froh und bin es bis heute, dass wir einander haben.

Durch die Geburt ihres Sohnes sind wir noch näher zusammengerückt, ich bin Patin des Kleinen und kann mit ihm viel Zeit verbringen. Auch ihrem Mann bin ich durch das Kind näher gerückt. Im Lauf der nächsten zehn Tage wird das zweite Kind geboren, Abstand von gut zwei Jahren - ich freue mich darauf. Für meine Schwester war es immer klar, dass sie gern zwei Kinder will, für ihren Mann - einer von vier Geschwistern - ebenfalls.
Nach ihren zwei Fehlgeburten waren ihr zwei sehr unkomplizierte Schwangerschaften vergönnt mit wenig Beschwerden. Dass seine Mutter ihn nicht mehr so locker auf den Arm nehmen konnte, musste ihr Sohn halt lernen. Ansonsten war sie ja auch nicht allein, sondern konnte sich von ihrem Mann, mir, Freunden unterstützen lassen.

Da ich es gerade heute als Erwachsene wunderbar finde, eine Schwester zu haben, würde ich mich auch für mindestens zwei Kinder entscheiden.
 
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