Geldanlagen?

Benutzer36720 

Verbringt hier viel Zeit
Eine Hausfrau, die die letzten 30 Jahre einfach nur alle 30 DAX-Aktien im Depot gehalten hat, hat in dem Zeitraum eine bessere Perfomance erzielt als die allermeisten aktiv gemanagten Aktienfonds.

Ganz so einfach ist das auch nicht.
Viele Firmen, die 1987 im DAX waren, existieren heute überhaupt nicht mehr oder sind wegen schlechter Performance aussortiert worden. Die Aktie der Deutschen Bank z.B. hat in den letzten 20 Jahren über die Hälfte an Wert verloren.
 

Benutzer155869  (26)

Öfters im Forum
Ganz so einfach ist das auch nicht.
Viele Firmen, die 1987 im DAX waren, existieren heute überhaupt nicht mehr oder sind wegen schlechter Performance aussortiert worden. Die Aktie der Deutschen Bank z.B. hat in den letzten 20 Jahren über die Hälfte an Wert verloren.
Und? Sie hätte einfach die entsprechende Aktie ausgetauscht und es geht hier nicht um die Deutsche Bank, sondern um den DAX.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Um sich sowas zu sparen, kauft man halt einen passiven Indexfond bzw. ETF und gut ist.
 

Benutzer121794 

Meistens hier zu finden
Ich kaufe nur noch Aktien,keine Fonds, damit fahre ich ganz gut. Hab vor ca 2-3 Jahren richtig angefangen und erziele bisher gute Gewinne. Wovon ich abrate ist das investieren in nur wenigen Aktien, ich habe eine Mischung aus konservativen alten Firmen und einige Newcomer aus verschiedenen Branchen.

Das ist so nicht wirklich aussagekräftig. Du müsstest deine Performance schon relativ zu dem Marktsegment vergleichen, das du versuchst abzubilden. Abgesehen davon reichen 3 Jahre auch nicht für die Beurteilung einer langfristigen Anlagestrategie aus. :zwinker:

Ich halte es grundsätzlich auch für eher unrealistisch, dass man als Privatanleger heutzutage noch dazu in der Lage ist, mittels Stock Picking längerfristig den Markt zu schlagen. In dieser Anlagestrategie steckt ja implizit die Annahme, dass man einen Informationsvorteil gegenüber dem Markt realisiert, indem man unterbewertete Wertpapiere findet und deren Preisunterschied ausnutzt, bevor der Markt das erkannt hat und den Preis angleicht. Ob man sich das bei der Informationseffizienz heutiger Systeme zutraut, wo Rechnerfarmen in Mikrosekunden jede frei verfügbare Information einpreisen, kann sich jeder selbst fragen. Übrigens schaffen das auch die meisten Fondsmanager nicht.
Der durchschnittliche Privatanleger fährt wohl am besten damit, sich eine Weltportfolio aus ETFs und einem risikolosen Anteil zusammenzustellen und alle Nase lang Rebalancing durchzuführen. Hat auch den schönen Nebeneffekt, dass es sehr wenig Aufwand macht.
 

Benutzer155869  (26)

Öfters im Forum
ETF's finde ich auch sehr ansprechend, gerade dann, wenn man mit kleineren Kapitaleinsätzen einsteigen/regelmäßig sparen möchte.

Da gibt es zwar auch minimale Gebühren, aber die sind verkraftbar und kein Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds.

chasin rainbows chasin rainbows
Um deine Aussage nochmal zu unterstreichen: So ziemlich jeder, an der Börse Geld verdient hat (Warren Buffett, Benjamin Graham, Andre Kostolany), sagt, dass diejenigen, die den Markt zu schlagen versuchen, vom Markt geschlagen werden. :zwinker:
 

Benutzer129180  (35)

Benutzer gesperrt
Ich kaufe Aktien die mir zusagen und verkaufe Sie wenn sie mir Gewinn bringen. Da ich schätzen würde das meine Steigerung aktuell bei 20-30% liegt finde ich das für mich in Ordnung innerhalb dieser kurzen Zeit. Ich habe daher keine Strategie, ich kaufe und verkaufe eben, nicht innerhalb von wenigen Wochen. Hätte ich nicht einen Ausreißer in den ich viel investiert habe und Pech hatte so wäre mein Gewinn bei 30-45%. Mir persönlich reicht das, nebenbei kommt ja auch noch die Dividende rein. Darüber hinaus lege ich jeden Monat noch genügend Gelb zur Seite und zahle zusätzlich noch mein Haus ab. Ich bin finanziell gut abgesichert, mehr will ich nicht.
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich halte es grundsätzlich auch für eher unrealistisch, dass man als Privatanleger heutzutage noch dazu in der Lage ist, mittels Stock Picking längerfristig den Markt zu schlagen. In dieser Anlagestrategie steckt ja implizit die Annahme, dass man einen Informationsvorteil gegenüber dem Markt realisiert, indem man unterbewertete Wertpapiere findet und deren Preisunterschied ausnutzt, bevor der Markt das erkannt hat und den Preis angleicht. Ob man sich das bei der Informationseffizienz heutiger Systeme zutraut, wo Rechnerfarmen in Mikrosekunden jede frei verfügbare Information einpreisen, kann sich jeder selbst fragen. Übrigens schaffen das auch die meisten Fondsmanager nicht.
Man sollte auch die Gebühren nicht vergessen. Gerade bei den Summen, die unsereins so schüppt macht man sich da durch viel herumgetrade jeden Gewinn kaputt.
Ich kaufe Aktien die mir zusagen und verkaufe Sie wenn sie mir Gewinn bringen. Da ich schätzen würde das meine Steigerung aktuell bei 20-30% liegt finde ich das für mich in Ordnung innerhalb dieser kurzen Zeit. Ich habe daher keine Strategie, ich kaufe und verkaufe eben, nicht innerhalb von wenigen Wochen. Hätte ich nicht einen Ausreißer in den ich viel investiert habe und Pech hatte so wäre mein Gewinn bei 30-45%. Mir persönlich reicht das, nebenbei kommt ja auch noch die Dividende rein. Darüber hinaus lege ich jeden Monat noch genügend Gelb zur Seite und zahle zusätzlich noch mein Haus ab. Ich bin finanziell gut abgesichert, mehr will ich nicht.
Du betreibst so eine Art Swing Trading und tauschst Risiko gegen Gewinn ein. Da ist nichts verwerflich dran, aber risikobereinigt schlägt das auf Sicht vermutlich auch keinen Index. Wenn der Index halbwegs vorhersehbar und gleichmäßig auf und ab gehen würde, wäre das eine sichere Bank. Aber so verhalten sich die Aktienkurse ja nicht wirklich.
 

Benutzer129180  (35)

Benutzer gesperrt
Für mich zählt nur was am Ende dabei rauskommt. Und das passt sehr gut und lohnt sich sehr. :smile:
 
7 Monat(e) später

Benutzer2610 

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Der Thread ist zwar schon etwas angestaubt, aber ich hätte da mal noch ne Frage:
Was würdet ihr jemandem raten der 0 Ahnung von Kapitalanlagen hat, sich damit auch nicht beschäftigen will aber gerne ein wenig investieren möchte so dass da eine ordentliche Rendite bei rumkommt (dass das nicht ohne Risiko geht ist mir klar)?
 

Benutzer105448 

Sehr bekannt hier
Der Thread ist zwar schon etwas angestaubt, aber ich hätte da mal noch ne Frage:
Was würdet ihr jemandem raten der 0 Ahnung von Kapitalanlagen hat, sich damit auch nicht beschäftigen will aber gerne ein wenig investieren möchte so dass da eine ordentliche Rendite bei rumkommt (dass das nicht ohne Risiko geht ist mir klar)?

Bundesanleihen odersowas.
Aber wenn derjenige sich nicht damit beschäftigen will, dann sollte man nicht zu Aktien, ETF und co raten.
Dann lieber Tagesgeld.
 

Benutzer2610 

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Na bei Tagegeld kann ich mir die Kohle auch unters Kopfkissen legen, da kommt +- genausoviel bei rum :zwinker:

Ich hätte aber halt schon gerne eine vernünftige Rendite (natürlich auch mit dem entsprechenden Risiko, meinetwegen auch bis zum Totalverlust), nur weder den Nerv noch das Interesse mich damit zu beschäftigen.

Aber wenn es da nichts gibt, schade.
 

Benutzer129180  (35)

Benutzer gesperrt
Ich setze auf Aktien und fahre damit echt gut. Fonds hatte ich mal, war mir aber irgendwie zu langweilig.
 
2 Woche(n) später

Benutzer162053  (41)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich hätte aber halt schon gerne eine vernünftige Rendite (natürlich auch mit dem entsprechenden Risiko, meinetwegen auch bis zum Totalverlust), nur weder den Nerv noch das Interesse mich damit zu beschäftigen.

Wenn man sich gar nicht drum kümmern will wäre ein oder mehrere gemanagte Fonds meiner Meinung nach das richtige.

Da kann man nach Risikoklassen unterscheiden und das Geld dann auch etwas aufteilen. Nachteil: Ausgabeaufschläge und Verwaltungskosten fressen ein Teil der Rendite, allerdings gibt es auch Berater, bei denen man zumindest den Ausgabeaufschlag spart und wenn die Verwaltungskosten bei 1-2% liegen geht das noch.

Ich habe z.b. einen Sparplan für drei unterschiedliche solche Fonds, die ich bei meiner Beratungsgesellschaft ohne Ausgabeaufschlag bekomme. Die laufen über die letzten fünf Jahre mit durchschnittlichen Renditen von 3,5-12,5% abzüglich der Verwaltungsgebühr.
 

Benutzer121794 

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Mr. Poldi Mr. Poldi Es gibt Anlagevehikel, mit denen man sich im laufenden Betrieb wenig bis kaum beschäftigen muss, aber eine der goldenen Regeln am Finanzmarkt lautet: Investiere in nichts, was du nicht verstehst. Diese Mindestbereitschaft zur thematischen Auseinandersetzung solltest du also mitbringen, sonst kannst du auch ins Kasino gehen und alles auf Rot setzen. :grin:

Vor der Frage nach konkreten Produkten wären ohnehin noch wesentliche Grundfragen zu klären, z.B. wie lange, wofür, größenordnungstechnisch wieviel du anlegen willst, insbesondere im Hinblick auf den eigenen Lebensentwurf (Arbeitssituation, Familie, Immobilien, Absicherung von Lebensrisiken, etc.). Ohne all das mit einzubeziehen lässt sich deine Frage nicht sinnvoll beantworten.

Wovon ich allerdings auch bei der Informationslage schon abraten kann, ist ein Investment in Einelaktien oder einen aktiv gemanagten Fonds. Es gibt mittlerweile zahlreiche Studien, die belegen, dass das für die überwältigende Mehrheit der Privatanleger verglichen mit einem passiven Investmentansatz nicht sinnvoll ist.
 
1 Monat(e) später

Benutzer2610 

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Ich buddel den Thread mal wieder hoch da mich das Thema noch immer beschäftigt :smile:

Diese Mindestbereitschaft zur thematischen Auseinandersetzung solltest du also mitbringen, sonst kannst du auch ins Kasino gehen und alles auf Rot setzen. :grin:
Also wenn dann auf schwarz, rot mag ich gar nicht :zwinker:

Zu den Fragen:

> wie lange
kA, eigentlich flexibel - denke mal 3 Jahre bis Open End

> wofür
Ein konkretes Ziel gibt es eigentlich nicht, der Wunsch wäre einfach Geld anzulegen damit es nicht (wie aktuell) "vor ich hin gammelt" (und dabei im Grunde weniger wert wird)

> größenordnungstechnisch wieviel du anlegen willst
ca. 25 K einmalig + ggf. 500 €+ /Monat

> Arbeitssituation
Die ist ziemlich sicher und ich plane da auch keine Veränderungen

> Familie
Habe ich im großen nur meine Eltern und meine Schwester; meine Eltern (in Pension) sind soweit ganz gut abgesichert

> Immobilien
Würde ich mir ggf. zulegen wenn sich genügend Kapital gebildet hat
 
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