Geld und Karriere der Frau @ Maenner

Benutzer29290 

Meistens hier zu finden
Mein Ex konnte auch nicht damit umgehen, dass ich promoviere und eine Unikarriere anstrebe obwohl er auch studiert hat. Er wollte Kinder und ich sollte zu Hause bleiben was für mich absolut nicht in Frage kommt. Also hat er Schluss gemacht weil ich ihm zu karrieregeil war :grrr: . Ich bin allerdings froh, dass ich mich von ihm nicht überreden lassen habe und bereue meine Entscheidung nicht. Irgendwann wird auch noch ein Mann kommen, dem meine angebliche "Karrieregeilheit" nichts ausmacht.
 

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
Viele schreiben hier so als wäre man ein schlechterer oder nicht so interessanter Mensch wenn man ein normaler Arbeiter ist. Was ist schlecht daran? Warum sollte irgendjemand ein Problem damit haben? Ist es jetzt leicht schon so das wenn man nicht Studiert gleich ein schlechterer Mensch ist. Ich hoffe nicht.
Darum ging es mir nie. Mein Ex ist ein toller Mensch, er kann unglaublich liebevoll sein und lustig und zärtlich, wenn ihm etwas an jemandem liegt, ist er für denjenigen immer da... er ist bestimmt kein "schlechter Mensch", und er ist auch nicht "dumm", er weiß eine Menge, ist nicht so, als wäre er ein totaler Prolet, der sich nur für die Bildzeitung interessiert und fußballglotzend mit Bier auf der Couch liegt!

Es ging aber eben einfach nur darum, ob eine solche Beziehung auf die Dauer gutgeht. Und ich hab die Erfahrung gemacht, daß es da einfach bestimmte "Grenzen" gibt. Mag sein, daß viele Leute, die nicht studiert haben, unglaublich vielseitig interessiert und auch intelligent sind (mein Freund hat ja auch nicht studiert :zwinker:), genauso wie's eine Menge Studenten gibt, die grottenblöd sind, Abi schafft ja heutzutage echt jeder!

Aber speziell in dem Fall von mir und meinem Ex hat das eben einfach nicht mehr gepaßt irgendwann. Zum einen, weil er SELBST sich mir unterlegen gefühlt hat und deshalb extrem eifersüchtig wurde, zum anderen, weil ich auch gespürt habe, daß er mir - richtig langfristig betrachtet - einfach nicht mehr "genug" war. Ich sage sowas ja nicht, weil ich denke, daß ich was besseres bin oder weil ich total überheblich wäre. Aber es WAR eben einfach so, daß es nicht mehr funktioniert hat.

Sternschnuppe
 

Benutzer26732 

Verbringt hier viel Zeit
Ja aber glaubt ihr, dass es von beiden Seiten aus nicht klappt oder von der Seite des Partners der mehr verdient / studiert hat / intelligenter ist oder des Partners der eben nicht studiert hat / weniger verdient??
 

Benutzer10736 

Benutzer gesperrt
Letztlich vermutlich von beiden Seiten. Bei meinem Ex und mir kam beides zusammen, aber erst durch sein Verhalten wurde mir so richtig klar, daß das ganze keine Zukunft hat. Die Bedenken meinerseits hab ich mir sehr, sehr lange nicht eingestanden - eben weil ich ihn nicht verletzen wollte, weil ich keine "eigentlich" schöne Beziehung nach so langer Zeit (waren ja 3 Jahre zusammen) "einfach so" beenden wollte, weil ich auch genau das dachte, was viele hier schreiben, daß das sonst so aussieht, als würde ich mich für was "Besseres" halten...

Na ja, irgendwann kam der Punkt, wo ich es mir auch selbst eingestanden hab, weil es so einfach nicht mehr weitergehen konnte. Ich denke, es ist keiner daran "schuld", daß diese Beziehung gescheitert ist. Wir haben einfach nicht mehr zusammen gepaßt - er nicht mehr zu mir, aber ich auch nicht mehr zu ihm.

Sternschnuppe
 

Benutzer32618 

Verbringt hier viel Zeit
Knuffeline19 schrieb:
Ja aber glaubt ihr, dass es von beiden Seiten aus nicht klappt oder von der Seite des Partners der mehr verdient / studiert hat / intelligenter ist oder des Partners der eben nicht studiert hat / weniger verdient??

Ei ei ei, ich glaube, dass ist schwierig. Ich würde mal sagen: beides. Einmal, weil sich der, der sagen wir, den "besseren" Job hat, gebildeter ist, oder meinetwegen auch intelligenter, irgendwann nicht mehr von seinem Partner inspiriert und gefordert fühlt, bzw. zu 'überlegen'. Und andersherum, weil sich der andere vielleicht zu 'klein', zu 'minderwertig' fühlt.
Ich habe nochmal darüber nachgedacht und ich muss leider auch sagen, dass ich mir nicht wirklich vorstellen kann, dass ich mit einer nicht-studierten an meiner Seite glücklich werden kann. Aber im Endeffekt sehe ich das so: Wenn ich jetzt jemanden kennenlerne (gerne auch die von mir gesuchte :gluecklic), die mich ausfüllt, liebt und glücklich macht, ist das Letzte, wonach ich fragen würde, der Schulabschluss, oder der Beruf. Einzig wichtig wäre und ist dann, dass sie mein innerstes zum 'leuchten' bringt!!

Deus Ex Machina
 

Benutzer22294  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Also mich würd' das net stören. Ich glaub, ich würd das vielleicht sogar gut finden. Hebt irgendwie auch so bissl die Tatsache der (leider noch immer net so wirklich vorhandene :angryfire ) Gleichstellung hervorzuheben. :gluecklic

:karate-ki
 

Benutzer26732 

Verbringt hier viel Zeit
Ich kenne auch ein Ehepaar - sie ist Ärztin und er ist Krankenpfleger! Die beiden ergänzen sich wunderbar und passen einfach super zusammen!! Ich glaube einfach nicht, dass einer der Partner dem anderen überlegen sein sollte... es kommt auch immer auf die Einstellung eines jeden an. Ich könnte mit niemandem zusammen sein, der sich für super wichtig hält und nur etwas von Studenten oder Hochgebildeten hält. Ich bin auch sehr gebildet und will mein Abi noch nachholen, allerdings ist es heutzutage wirklich schon ein blödes gefühl Personen nahe zu sein, die studiert haben und die von all den anderen nichts halten.

Genauso umgekehrt: Jemandem neben mir zu haben, der nicht gebildet ist und der sich für nichts interessiert, wäre genauso schlimm für mich.

Man sollte sich gegenseitig einfach ausgleichen! Jeder sollte sich in bestimmten Gebieten gut auskennen...
 

Benutzer18441  (47)

Verbringt hier viel Zeit
Hallo,
ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen, dass es funktioniert.
Als mein Mann und ich uns kennenlernten, hat er studiert und ich gearbeitet. Ich hatte eine eigene Wohnung, er wohnte noch zu Hause.
Momentan bin ich die jenige die arbeitet und er ist auf Jobsuche. Er haette auch kein Problem damit zuhause zu bleiben, wenn wir ein Kind haben und ich gehe wieder arbeiten. Der jenige von beiden, der den besseren Job hat geht arbeiten. Warum muss es denn umgekehrt sein, bloedes ueberaltetes Klischee. Ich bin aber trotzdem FRAU, ich meine, ich bin keine Emanze oder Karrierefrau oder die Domina zuhause. Es ist eben wie es ist. Vielleicht ist es in ein paar Jahren umgekehrt, wer weiss.
 
G

Benutzer

Gast
Finde es am besten, wenn's einigermassen ausgeglichen ist. Wenn sie etwas mehr verdient als ich, macht mir das nichts aus, eine "reiche" Frau möchte ich aber genau so wenig haben wie eine, die nur einen Drittel oder Viertel meines Lohns bekommt; das wird auf die Dauer zu asymmetrisch. Ganz und gar nicht, weil es mich reuen würde, ihr etwas zu bezahlen :zwinker: sondern das Gefühl dieser implizit vorhandenen Abhängigkeit an und für sich ist doof - egal ob man bezahlt oder alles bezahlt kriegt.

Und wegen Karriere: ich find's sehr cool, wenn sie beruflich was aus sich zu machen weiss.
 

Benutzer24446  (41)

Verbringt hier viel Zeit
Eigentlich sind hier schon viele Aspekte angesprochen worden. Viel gibts da nicht mehr zu schreiben. Es kommt halt auf den gegenseitigen Respekt an, wie es auch in allen anderen Punkten einer Beziehung notwendig ist.
MMn kommt es auch darauf an, ob die Partner die selben Vorstellungen vom Leben haben. Wenn eine Frau Karriere machen möchte und der Mann möchte aber auch Kinder haben, dann kann es ja nicht wirklich funktionieren:
Raven48 schrieb:
Mein Ex konnte auch nicht damit umgehen, dass ich promoviere und eine Unikarriere anstrebe obwohl er auch studiert hat. Er wollte Kinder und ich sollte zu Hause bleiben was für mich absolut nicht in Frage kommt. Also hat er Schluss gemacht weil ich ihm zu karrieregeil war . Ich bin allerdings froh, dass ich mich von ihm nicht überreden lassen habe und bereue meine Entscheidung nicht. Irgendwann wird auch noch ein Mann kommen, dem meine angebliche "Karrieregeilheit" nichts ausmacht.
Ich kann es ihm nicht übel nehmen, eine Frau, die keine Kinder haben möchte, wäre für mich keine ideale Partnerin. Natürlich kann ich Dich auch verstehen! Willst Du überhaupt keine Kinder oder erst später?

Es geht auch nicht unbedingt darum, ob man studiert hat oder nicht. Es kommt auf die Toleranz an! Warum sollte ich nicht mal den Hausmann "spielen"? Es gibt Szenarien bei denen ich mir das vorstellen kann. Wenn ich meinen Job verlieren würde, meine Freundin/Frau hätte einen guten Job, warum sollen wir beide zu Hause sitzen? Und den Kindern würde es auch nicht schaden :smile: . Das Geld muss ja irgendwo herkommen. Man sollte in seinem Leben flexibel genug sein, um sich auch auf neue Situationen einzustellen.
 

Benutzer29290 

Meistens hier zu finden
Tim Taylor schrieb:
Ich kann es ihm nicht übel nehmen, eine Frau, die keine Kinder haben möchte, wäre für mich keine ideale Partnerin. Natürlich kann ich Dich auch verstehen! Willst Du überhaupt keine Kinder oder erst später?
Ich könnte mir schon vorstellen so mit Mitte 30 ein Kind zu haben wenn es beruflich machbar ist und ich den Richtigen gefunden habe, aber sicherlich nicht jetzt oder bald und schon gar nicht damals mit 22 als er schon eins wollte. Es ging mir auch noch nicht mal um das Kind an sich sondern darum, dass er wollte dass ich nicht mehr weiter studiere. Wenn ein Mann mit mir Kinder haben will muss er akzeptieren, dass ich dafür nicht meinen Beruf aufgebe und er auch seinen Teil leisten muss. Nach all der Arbeit und Zeit die ich in meine Ausbildung investiert habe will ich auch etwas davon haben.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren