Gehst du am 24.9. wählen?

Gehst du zur Wahl?

  • Ja

    Stimmen: 131 97,8%
  • Nein

    Stimmen: 3 2,2%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    134

Benutzer111070 

Team-Alumni
Wäre es keine Alternative für euch, den Wahlzettel ungültig zu machen? Hat im Grunde genommen den gleichen Effekt, nur dass dann halt die Wahlbeteiligung steigt und die Zahl der ungültigen Stimmen.
Wieso sollte man das machen? Nur, um nicht Nichtwähler genannt werden zu können? :grin:
Die Wahlbeteiligung wird ja auch gern herangezogen, um die Politikverdrossenheit der Bevölkerung zu beurteilen, da ergibt es in meinen Augen mehr Sinn, nicht zu einer höheren Beteiligung beitragen zu wollen, wenn man keine Partei als unterstützenswert empfindet. Fürs Wahlergebnis zählen ohnehin nur die gültigen Stimmen und ob ein Wahlzettel nun ungültig ist, weil der Wähler zu doof zum Ausfüllen war oder ob er protestieren wollte, überprüft am Ende keiner. Daher hab ich noch nie verstanden, wieso man bewusst ungültig wählt, mal abgesehen von persönlicher Abneigung gegenüber den Wahlhelfern, die den Käse hinterher zählen müssen.
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
nur dass dann halt die Wahlbeteiligung steigt
aber das die Wahlbeteiligung so niedrig ist, ist doch auch schon eine bedeutende politische Aussage.
Nämlich, daß dieser Teil der Bevölkerung sich von der Politischen....unvielfalt einfach nicht mehr vertreten sieht.
 

Benutzer98820 

Sehr bekannt hier
Nein, es ist gerade nicht "eine" politische Aussage. Sondern es wird von jedem Politiker so aufgefaßt, wie es günstig ist.
Das Wahlsystem ermöglicht eben keine eindeutigen negativen Aussagen.
 

Benutzer121281  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Dann ist das so. Gründe führst Du ja nicht auf.
Du erwartest jetzt aber keine Glückwünsche, oder? :zwinker::grin:

Nö. Und die Frage ist eben: Geht ihr wählen? Da ist es genauso legitim nein zu antworten. Nur dass ich oben ebenso abgestimmt habe.
Ich erwarte da nichts an Reaktion.
 

Benutzer123832  (26)

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Daher hab ich noch nie verstanden, wieso man bewusst ungültig wählt,
Damit die Demokratie sich nicht irgendwann selbst abschafft. Wenn nur noch 10% der Wahlberechtigten wählen, darf man sich als Politiker zu Recht fragen, ob die Demokratie die richtige Staatsform ist.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
Bin nach wie vor unschlüssig, wie BrooklynBridge überlege ich dieses Mal ernsthaft eine Kleinpartei zu wählen, aber meist ziehe ich dann vor der Entscheidung doch den Schwanz ein und wähle eine zumindest etwas Größere um die Stimme nicht zu verschenken.
das hab ich hier ja nun schon von mehreren gelesen - diese denkweise find ich irgendwie komisch bzw. schon fast problematisch, denn so wirds ja irgendwie ne selbsterfüllende prophezeiung: wenn man den kleinen parteien nie ne stimme gibt weil die dann "verschenkt" wäre werden die kleinen parteien auch nie groß genug werden, dass sie dann nicht mehr verschenkt wäre.

was die großen angeht... da kommt mir das eh vor wie die wahl zwischen pest und cholera, am ende müsste ich mir noch ne mitschuld geben wenn die partei gewinnt der ich die stimme gegeben habe... nene, da sag ich lieber laut und deutlich: ihr seid nicht wählbar. eben, indem ich wählen gehe, aber denen keine stimme gebe.
 
M

Benutzer

Gast
Warum ist das eigentlich so, dass sich viele MOMENTAN nicht von der Politik ernstgenommen und vertreten fühlen und warum ist das so, dass viele lediglich die MOMENTANE Politik nicht gut finden und "protestieren" wollen. Ich bin ja älter, als die meisten hier und mir ging es höchst selten anders. Ich hab schon immer nur das kleinere Übel gewählt. Geht das anderen wirklich anders, dass das nur bei dieser Wahl so sein sollte und wenn ja, warum?
 

Benutzer111070 

Team-Alumni
Damit die Demokratie sich nicht irgendwann selbst abschafft. Wenn nur noch 10% der Wahlberechtigten wählen, darf man sich als Politiker zu Recht fragen, ob die Demokratie die richtige Staatsform ist.
Und wenn alle Nichtwähler - 90% in deinem Szenario - stattdessen ihre Stimmen ungültig machen, etwa nicht? :confused:
Ich habe nicht vor, Nichtwähler zu verteidigen, ich selbst bin übrigens auch keiner. Mir geht's darum, dass ich es schlicht kein Stück besser finde, ungültig zu wählen, denn das Ergebnis der Wahl beeinflussen beide Gruppen nicht.
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Für die, die denken, es mache keinen Unterschied, ob sie wählen gehen:

Wenn 100 Menschen wählen gehen und 10 davon wählen die AfD, dann sind das 10%.
Wenn 200 Menschen wählen gehen und 10 davon wählen die AfD, dann sind es nur noch 5%.
Dafür ist es völlig egal, welche andere noch so winzige Partei man ankreuzt.
Für mich ist das ein verdammt wichtiger Grund, wählen zu gehen.

Ein wirklich ungültiger Wahlzettel hingegen, hat tatsächlich den gleichen Effekt wie Nichtwählen.
Das kann man sich auch sparen.
 
M

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Gast
Wenn eine Partei die 5% Hürde nicht stemmt, ist diese Stimme doch für die Parteienzusammensetzung im Bundestag eine Stimme exakt so wie bei einer ungültigen bzw. einer Nichtwahl, oder übersehe ich etwas?
 

Benutzer138875 

Beiträge füllen Bücher
Off-Topic:
Wenn eine Partei die 5% Hürde nicht stemmt, ist diese Stimme doch für die Parteienzusammensetzung im Bundestag eine Stimme exakt so wie bei einer ungültigen bzw. einer Nichtwahl, oder übersehe ich etwas?

Wenn eine Partei mit großem Stammwählerpotential bei einer Wahl auf eine geringe Wahlbeteilung trifft, ist die Wahrscheinlichkeit eine solche Hürde zu überspringen höher, als bei höherer Wahlbeteligung. Siehe auch Fedora Fedora s Beispielrechnung.
 

Benutzer152150 

Sehr bekannt hier
Sondern es wird von jedem Politiker so aufgefaßt, wie es günstig ist.
Na ja....egal was man als Wähler/in macht, am Ende fühlt sich ja trotzdem jeder Politiker in seiner Meinung bestätigt. Wie auch jeder Kanzlerkandidat grundsätzlich glaubt Kanzler zu werden (obgleich doch schon längst mit der unsichtbaren Tinte im Grundgesetzt angefügt wurde, daß das auf jeden Fall Angela wird, bleibt und immer sein wird)

immer nur das kleinere Übel gewählt.
Das ist die Crux: es gibt kein "kleineres Übel" mehr.

Wenn 100 Menschen wählen gehen und 10 davon wählen die AfD, dann sind das 10%.
Wenn 200 Menschen wählen gehen und 10 davon wählen die AfD, dann sind es nur noch 5%.
blöd nur wenn die zusätzlichen 100 sonst-Nichtwähler dann auf einmal die NPD wählen würden....
 

Benutzer123832  (26)

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Bei einer ungültigen Stimme geht es darum, die Wahlbeteiligung hoch zu halten und nicht darum, dass Ergebnis zu beeinflussen!
Und Wahlbeteiligung ist halt wichtig, weil die Demokratie sich sonst selbst abschafft.
 
M

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Gast
Das ist die Crux: es gibt kein "kleineres Übel" mehr.
Inwiefern hast Du Dich denn früher besser von Parteien vertreten gesehen oder inwiefern haben sich die von den Parteien vertretenen Meinungen und Handlungen so verändert, dass das HEUTE zutrifft, früher aber ganz anders war?
Off-Topic:

Off-Topic:


Wenn eine Partei mit großem Stammwählerpotential bei einer Wahl auf eine geringe Wahlbeteilung trifft, ist die Wahrscheinlichkeit eine solche Hürde zu überspringen höher, als bei höherer Wahlbeteligung. Siehe auch Fedora Fedora s Beispielrechnung.
Dann versteh ichs halt nicht. :pfff:
 

Benutzer65313 

Toto-Champ 2008 & 2017
Makealongstoryshort Ich glaube, ihr redet von zwei unterschiedlichen Dingen :smile:

Wählen zu gehen heißt eben, je mehr ihre Stimme nicht zB der AFD geben, desto weniger Stimmen bekommt sie im Gesamtkonzept, logischerweise, und desto niedriger ist die Prozentzahl, die sie erreicht. Sprich: Gehen gaaanz viele Nichtwähler wählen, die NICHT die AFD wählen, aber egal welche andere Partei, dann würde diese es zB nicht in den Bundestag schaffen, weil die Prozentzahl langsam absinkt und irgendwann unter 5% landet. Das ist das, was viele Leute mit dem Wahlaufruf erreichen wollen.

Anders sieht es aber aus, wenn die AFD ohnehin in den Bundestag einzieht, wozu es laut Prognosen ja kommen soll. Dann nutzt es wiederum leider nichts mehr, eine Kleinpartei zu wählen. Dann hat die AFD ja die 5%-Hürde erreicht, und ab DANN zählen für die Sitzverteilung nur noch die Stimmen der Parteien, die in den Bundestag eingezogen sind. Erst dann ist die Stimme an eine Kleinpartei "verloren".

Ich hoffe, das war verständlicher :grin: (Und nicht völlig falsch :ninja:)
 

Benutzer18168 

Planet-Liebe Berühmtheit
ich hoffe ja das viele afd wähler ihren stimmzettel unterschreiben um wahlbetrug zu verhindern oder den stimmzettel nicht ausfüllen wollen weil oben rechts ne ecke fehlt.. aufrufe dazu gab es ja genug
 
M

Benutzer

Gast
Anders sieht es aber aus, wenn die AFD ohnehin in den Bundestag einzieht,
Davon ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auszugehen, denke ich doch mal, ohne mir eine einzige Prognose anzusehen. Ja, deshalb denke ich eben auch so
Dann hat die AFD ja die 5%-Hürde erreicht, und ab DANN zählen für die Sitzverteilung nur noch die Stimmen der Parteien, die in den Bundestag eingezogen sind. Erst dann ist die Stimme an eine Kleinpartei "verloren".
 

Benutzer138875 

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Off-Topic:



Dann versteh ichs halt nicht. :pfff:

Du hast Geburtstag und lädst 10 Leute ein.
Einer von ihnen ist ein Arschloch, das weißt Du zwar, aber Du lädst ihn trotzdem ein. Somit beträgt der Anteil von Arschlöchern unter Deinen Gästen 10%.

Jetzt lädst Du einfach zehn nette Leute mehr ein und der Arschlochanteil sinkt auf 5%. Dich als Gastgeberin eingerechnet auf ~ 4,76%
Arschlochhürde erfolgreich unterschritten.

:tentakel:
 
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