Gegen Sexuelle Belästigungen im Freundeskreis vorgehen

Benutzer161456 

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Wenn du mal in den Metoo Thread hier schaust, kann man den Eindruck gewinnen das manche Menschen glauben man nehme ihnen die persönliche Freiheit und wolle sie in ein totalitäre Regime zwingen, wenn man es nicht in Ordnung findet angefasst zu werden (auch wenn es "nur" der Oberschenkel ist und nicht gleich die Brust

Hey, das stimmt so nicht und ist unfair.
Im meetoo-Thread geht es um die Problem und Gefahren, solche Delikte viel später und dann öffentlich mit Gewaltdelikten zusammen zu artikulieren.

Dass sich eigentlich jeder unter Kontrolle haben und den Gegenüber respektieren sollte, und dass Sexismus scheisse ist, haben wir als allgemeine Gesprächsgrundlage angenommen.
 
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Benutzer135586 

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Weil er doch "nichts" gemacht hat.
Weil er das doch auch bei anderen macht und die das "in Ordnung" finden.
Weil er doch "ansonsten ein ganz Netter" ist.
Weil man doch nicht "die Spaßbremse" sein will.
Weil man "sich doch nicht so haben" soll.
Weil man selbst sonst schnell "das Problem" ist und nicht der andere.
Weil man von Familie und/oder Peergroup dazu erzogen wurde "lieb" zu sein.
Weil man sich nicht in anderer Leuts Angelegenheiten einmischen soll.
Weil man..

Wenn du mal in den Metoo Thread hier schaust, kann man den Eindruck gewinnen das manche Menschen glauben man nehme ihnen die persönliche Freiheit und wolle sie in ein totalitäre Regime zwingen, wenn man es nicht in Ordnung findet angefasst zu werden (auch wenn es "nur" der Oberschenkel ist und nicht gleich die Brust).
Wenn der Betreffende das öfter macht und keiner was sagt, ist man als der jenige der etwas sagt der aus dem sozialen Rahmen fallende und damit gefährdet von der Gemeinschaft ausgeschlossen zu werden.
Danke.

John_Sheppard John_Sheppard : ICH habe gehandelt. ICH gehe den Verdächtigen aus dem Weg und mache den Mund auf, wenn was ist. Wenn die anderen das nicht tun, kann ich nur bedingt handeln. Und Rosoideae Fragaria Rosoideae Fragaria hat ja nun mehr als genügend Gründe genannt, warum sie nun mal nichts tun.
 

Benutzer89539 

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Vielleicht sollten wir die #me too-Sache hier raushalten.
 

Benutzer147358  (27)

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Hey, das stimmt so nicht und ist unfair.
Im meetoo-Thread geht es um die Problem und Gefahren, solche Delikte viel später und dann öffentlich mit Gewaltdelikten zusammen zu artikulieren.
Hm. Vielleicht hätte ich es eher so formulieren sollen das ich beim Lesen diesen Eindruck hatte. Aber ehrlich gesagt scheint es mir bei den Antworten auf entsprechende Kommentare nicht alleine so gegangen zu sein.
Wahrscheinlich gehört unsere Unterhaltung auch nicht hier her, sondern eher in dem Metoo Thread.
 

Benutzer151786 

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Aus wie vielen Personen besteht denn diese Clique?

Und noch eine Verständnisfrage: Typ A und B haben sich beide "schmierig" verhalten, Typ B hat dem Mädel an dem Abend einen Klaps auf den Hintern gegeben und weil Typ A deinem Ex auch schon früher mal irgendwann unangenehm aufgefallen ist, hast du daraufhin was über A und B in dieser WA-Gruppe geschrieben? Was hast du da überhaupt geschrieben?

Einerseits finde ich es gut, dass du an dem Abend eingegriffen hast. Wirklich. Andererseits halte ich das mit der WA-Gruppe für ziemlich unglücklich gelaufen und ich hätte - vielleicht zusammen mit den betroffenen Mädels - lieber zunächst persönlich das Gespräch mit den beiden gesucht, wenn eben alle wieder nüchtern sind und den Ernst der Lage eher erfassen können (sollten).

Den Ärger von A und B kann ich schon nachvollziehen, ehrlich gesagt. Je nachdem, wie groß diese Clique ist, wurde diese Nachricht von vielen Personen gelesen, die an dem Abend weder dabei waren noch denen eventuell jemals was in der Richtung aufgefallen ist. Klar, dass man sich dann erst mal in die Defensive gedrängt fühlt.

Was erwartest du denn nun von der Clique?

Ihr seid ja, wie du selbst geschrieben hast, ein (lockerer) Freundeskreis und keine Gruppe, die gezwungenermaßen miteinander auskommen muss - ihr verbringt freiwillig Zeit miteinander. Ich würde aus dem Verhalten der beiden für mich die Konsequenz ziehen, dass ich einfach nirgendwo mehr bin, wo diese Typen auch sind. Und auf Nachfrage von anderen durchaus wahrheitsgemäß antworten. Wenn das Thema zur Sprache kommt, muss man als Dritter ja zwangsläufig Stellung beziehen. Und wenn jemand feiern möchte und es die Runde macht, dass einige Personen nicht kommen, wenn A oder B kommen, würde ich mir als Gastgeber schon genau überlegen, wen ich jetzt wirklich dabei haben will. So löst sich das Problem meiner Meinung nach von alleine.

Wenn du schon davon ausgehen musst, dass dir einige in den Rücken fallen werden, heißt das wohl, dass es auch Personen gibt, die das Verhalten von A und B nicht so dramatisch finden. Da muss man dann halt in Kauf nehmen, dass sich die Gruppe langsam in zwei Lager spaltet und sich jeder selber aussuchen kann, in welchem er spielen möchte.

So hat das für mich momentan schon was von "an den Pranger stellen", zumal die Nachricht eben auch nicht von dem Mädel kam, dem an den Hintern gefasst wurde, sondern von einer Beobachterin.

Was an dem Abend vorgefallen ist, liest sich für mich auch sehr unangenehm, andererseits sind die beiden Mädels noch über eine Stunde freiwillig dort geblieben... Solange die nicht gerade im Vollrausch waren, würde ich sagen: selber groß. Und da das Problem offenbar sowohl von den 'Tätern' als auch den 'Opfern' bislang (?) unter den Teppich gekehrt wurde, würde ich mich wohl von der Gruppe insgesamt abwenden, wenn ich das nicht mit meinen Prinzipien vereinbaren könnte.
 

Benutzer140332  (33)

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Im engeren Freundeskreis habe ich das nicht miterlebt und würde es auch nicht, für diese Menschen lege ich meine Hand ins Feuer. Ich lege aber auch keine Wert auf solche Bekanntschaften, wenn man sich dermaßen daneben benimmt.

Tatsächlich habe ich in meinem Leben schon öfter sexuelle Übergriffe erleben müssen. Als Betroffene und als "zufälliger Zeuge". Es ist leider in der Realität so, dass man solche Situationen nur entschärft bzw. verhindert, wenn man den Mund aufmacht. Deine Freundinnen hatten Glück, dass du was gesagt hast. Ansonsten hätte die Situation auch prekärer werden können.

Wenn man so etwas noch nicht erlebt hat, läuft das ganze wie im Film ab. Man nimmt die Situation wahr, aber hat das Gefühl man ist Zuschauer - dass das, was man gerade erlebt, nicht sein kann.

Leider wird gerade diese "Paralyse" gerne ausgenutzt und fehlinterpretiert. Gerade Männer, die alkoholisiert sind, nehmen nur noch wenig wahr. Subtilität hilft da nicht, da müssen klare Grenzen gezogen und kommuniziert werden.

Ich wünschte, kein Mensch müsste sich dazu gezwungen fühlen, aber wir leben leider nicht in einer idealen, guten Welt. Deshalb ist es so wichtig, für sich (oder in dem Fall für andere) einzustehen, wenn diese das nicht können. Zivilcourage gibt es leider noch viel zu wenig.

Ich finde es gut, dass du dich stark gemacht hast. Und ich hoffe, du nimmst es mir nicht böse, wenn ich das jetzt schreibe, aber ich hätte niemals meine Freundinnen da alleine gelassen. Und wenn mich da keiner ernst nimmt, dann rufe ich die nächste höhere Gewalt und zwar die Polizei. Oft reicht es auch, wenn man damit droht. Da ziehen die meisten echt den Schwanz ein.

Und bitte glaube nicht, dass das überzogen ist. Kein guter Polizist würde das ignorieren. Gerade solche Abende können schnell kippen.

Mir tut es immer leid, wenn man sich so hilflos fühlt, aber das muss man nicht. Es gibt Möglichkeiten auch als "schwächere" Frau solche Situationen zu entschärfen oder zu beenden.

Zukünftig würde ich auch das Weite suchen, wenn der Typ auftaucht bzw. ihn eben nicht mehr einladen. Wer sich daneben benimmt und dann das eigene Verhalten nicht reflektiert und Besserung gelobt, der wäre bei mir raus. Und wenn er es auf den Alkohol schiebt, klarer Fall, kein Alkohol mehr trinken.

Mit den Damen würde ich aber auch noch mal im Vertrauen reden. Du kannst ja nicht immer für sie einstehen. Zeige ihnen auf, was es für Wege gibt, so eine Situation zu umgehen.

Tut mir leid, dass du das erleben musstest.
 

Benutzer135586 

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So hat das für mich momentan schon was von "an den Pranger stellen", zumal die Nachricht eben auch nicht von dem Mädel kam, dem an den Hintern gefasst wurde, sondern von einer Beobachterin.
Ich muss nicht am Hintern angefasst werden, um mich bedrängt zu fühlen. Kein Mann muss immer wieder meine Beine und Arme berühren, wenn er sich mit mir unterhält. Auch das fühlt sich unangenehm an.

Aus wie vielen Personen besteht denn diese Clique?

Und noch eine Verständnisfrage: Typ A und B haben sich beide "schmierig" verhalten, Typ B hat dem Mädel an dem Abend einen Klaps auf den Hintern gegeben und weil Typ A deinem Ex auch schon früher mal irgendwann unangenehm aufgefallen ist, hast du daraufhin was über A und B in dieser WA-Gruppe geschrieben? Was hast du da überhaupt geschrieben?
Wir sind bestimmt so 15 Leute.

Ich habe beide angeprangert, weil beide an dem Abend zu aufdringlich waren. Und sie sind auch nicht das erste Mal aufdringlich. Nur an dem Abend war es einfach besonders doll. Ich habe gesagt, dass sie das nächste Mal die Finger bei sich lassen sollen, dass das widerlich ist, und betrunken sein keine Ausrede ist.
Und ich hoffe, du nimmst es mir nicht böse, wenn ich das jetzt schreibe, aber ich hätte niemals meine Freundinnen da alleine gelassen. Und wenn mich da keiner ernst nimmt, dann rufe ich die nächste höhere Gewalt und zwar die Polizei. Oft reicht es auch, wenn man damit droht. Da ziehen die meisten echt den Schwanz ein.
Ich bin dir nicht böse. Ich gebe dir sogar Recht. Ich sag ja, dass ich wahrscheinlich mehr hätte tun können und sollen. Den Mädels habe ich sogar gesagt, dass sie auch lieber fahren sollen und dass ich sie nur ungerne zurück lassen würde. Aber ich gebe auch ganz offen zu: ICH wollte da weg. ICH fühlte mich da nicht mehr wohl.

Mal wieder hab ich von so einer Erfahrung gelernt. Und ich weiß, dass ich das nächste mal besser und stärker handeln werde.
 

Benutzer140332  (33)

Planet-Liebe ist Startseite
andererseits sind die beiden Mädels noch über eine Stunde freiwillig dort geblieben... Solange die nicht gerade im Vollrausch waren, würde ich sagen: selber groß.
Ich gebe dir da recht, sie sind selber groß und keiner hat sie gezwungen länger zu bleiben.

Aber es gibt bestimmte Konstellationen, gerade in Bezug auf Alkohol, dass man prekäre Situationen verharmlost. Zudem sind sie nicht alleine gewesen und das hat sie wohl bewogen, noch länger da zu bleiben. Aber ich persönlich könnte da nicht gehen. Da springt bei mir mein Beschützterinstinkt an. Und vor allem weiß ich, wie es ist, wenn man belästigt wird. Das wünsche ich Niemanden, auch nicht den Damen, die die Situation gar nicht einschätzen können und sich leichtfertig dort weiter aufhalten.

Ich könnte da nicht gehen. Aber ich persönlich hätte da auch anders "aufgeräumt".
Off-Topic:
Dieses Thema ist echt so ein Trigger von mir. :sorry:

[doublepost=1509882711,1509882413][/doublepost]
Aber ich gebe auch ganz offen zu: ICH wollte da weg. ICH fühlte mich da nicht mehr wohl.
Ich verstehe das, wirklich. Du hast auch alles richtig gemacht. Sie sind schließlich erwachsen und du nicht die Mama.

Ich kenne den Fluchtreflex. Du hast vollkommen normal reagiert. Mach dir keine schlechtes Gewissen. :knuddel:
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
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Denn meine Frau erzählte mir auf dem Nachhauseweg, dass der andere Mann ihr im Laufe des Abends immer näher rückte und die Hände an Schenkel und Schulter legte..
Und das direkt neben seiner Frau, mit der ich mich ja intensiv unterhielt. ... Meine Flossen blieben übrigens artig...
Hat deine Frau denn nicht klargestellt, dass sie das nicht will? Ich weiß gar nicht, wieso man sich sowas den ganzen Abend gefallen lässt. Da gibt es doch so viele Varianten, da rauszukommen, von einem unauffälligen, freundlichen Wegschieben der Hände bis hin zu einer klaren Ansage oder man setzt sich um mit Information an die vertraute Person, weshalb man das tut.

Wenn niemand diesen Menschen jemals gesagt hat, dass sie einem zu nah kommen, dann ist ihnen vielleicht wirklich nicht klar, dass das daneben ist.

kaykay<3 kaykay<3
Ich finde es daher auch absolut richtig, dass du es thematisiert hast - auch in der Gruppe, nachdem er ja an dem Abend alles andere als einsichtig war. Das gibt auch anderen den Mut, sich beim nächsten Mal zu äußern. Man muss den Menschen auch klar machen, wenn ihr Verhalten inakzeptabel ist.
 

Benutzer161456 

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Hat deine Frau denn nicht klargestellt, dass sie das nicht will? Ich weiß gar nicht, wieso man sich sowas den ganzen Abend gefallen lässt. Da gibt es doch so viele Varianten, da rauszukommen, von einem unauffälligen, freundlichen Wegschieben der Hände bis hin zu einer klaren Ansage oder man setzt sich um mit Information an die vertraute Person, weshalb man das tut.

Sie ist wohl immer mehr auf der Bank weggerutscht und er hinterher.
Er sagte wohl immer wieder zu ihr, sie solle doch näher rücken, er verstehe sie nicht.
Weg konnte man nicht so ohne Weiteres, da es eine enge volle Alpenhütte war.

Ich habe es dummer Weise nicht mitbekommen, war wohl auch ziemlich betrunken.
sie hatte aber nichts gesagt. Leider.

Sie wollte den Abend nicht so enden lassen. Sie meinte aber später, ich hätte es aber doch sehen können. Und hätte sich gewünscht, dass ich was gesagt hätte.
 

Benutzer135586 

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Redakteur
Meine öffentliche Ansage ist ja auch gewisserweise ein Appell an alle. Wenn man schon sieht, dass andere zu weit gehen, sollte man auf jeden Fall den Mund aufmachen. Ich hab es gestern geschafft und ich würde mir zumindest wünschen, dass es andere auch tun.

Ob sie dies nun tun, ist eine andere Sache.
 

Benutzer165615 

Öfters im Forum
Damit alle was zum draufhauen haben:

1. Ich verstehe nicht, wenn in der Vergangenheit klar war das Typ Y unter Alk reagiert, wie er es tat - das man den Abend nicht auch ohne Alk verbringen könnte. Oder einfach den Typ gar nicht einlädt. Warum macht man das, im Wissen das es eh keine "gute" Idee ist?

2. Kann ich Frauen nicht begreifen, die nicht in der Lage sind ihren MISSFALLEN auszudrücken. Scheiß egal ob der Typ das nun nicht machen sollte oder nicht. Hier ist wenn auf beiden Seiten reichlich versagt wurden auf der zwischenmenschliche Ebene. Niemand wird sich frei sprechen können immer richtig in einer Situation zu handeln. Niemand kann vermuten wie der andere etwas auffasst und das wohl möglich fehlinterpretiert. Da muss man schon klar sagen, ich will das nicht. Oder einfach auch mal - im Falle deiner Freundin - den Alk weg lassen, wenn dieser negative Eigenschaften befördert (Aufzreizend, blablabla).

3. Kann ich den Kerl schon verstehen, warum man sich wundert nach so einem Abend am nächsten Tag in irgendeiner Whattsappgruppe etwas lesen zu müssen. Man hätte das direkt im entstehen der Situation machen sollen und nicht via Chatprogramm. Ob die Aussagen letztlich anders wären spielt keine Rolle. So lange die Person nicht alkoholtechnisch so im Delirium ist, dass er nix mehr begreift. Ist doch klar, wenn man vor einer "Gruppe" mit unbeteiligten zur "Sau" gemacht wird, dass das nicht Akzeptanz hervor ruft.
 

Benutzer151786 

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Ich muss nicht am Hintern angefasst werden, um mich bedrängt zu fühlen. Kein Mann muss immer wieder meine Beine und Arme berühren, wenn er sich mit mir unterhält. Auch das fühlt sich unangenehm an.
Natürlich, das hab ich damit auch nicht sagen wollen. Mir war nicht klar, dass ihr alle angefasst wurdet (obwohl du es geschrieben hast, sorry). Du hattest dich ja als "Beobachterin" bezeichnet, deshalb auch meine Frage, was du da in der WA-Nachricht genau geschrieben hast - vielleicht wollten die anderen Mädels das nämlich gar nicht an die große Glocke hängen, sondern es anders regeln, wenn überhaupt.

Ich glaube einfach, dass ein Umdenken von A und B wahrscheinlicher gewesen wäre, wenn man das in kleiner Runde direkt unter den Betroffenen geklärt hätte. Sie sind ja immerhin fester Bestandteil der Clique, werden also zumindest vom Großteil geschätzt und vom Rest geduldet - und innerhalb auch ihres Freundeskreises haben sie jetzt den Ruf weg. Aber wenn du das Gefühl hast, dass es der richtige Weg war, dann ist es so. Du kennst die Leute ja besser und jetzt wird sich zeigen, wer zu wem steht.
 

Benutzer50955 

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Die WhatsApp-Stellungnahme finde ich denkbar ungünstig, da sie in Shitstorm-Zeiten insbesondere eine öffentliche Pranger-Wirkung hat - ob man dies nun will oder nicht.

Daneben stellt sich noch die Frage, wie man dies gemacht hst. Ein emotional aufgeladenes "Typ A ist ein sexueller Aggressor, der beim letzten treffen Missbrauch betrieben hat!1!1" wirkt dann ja doch anders als ein "Mir liegt viel am Zusammenhalt der Gruppe und ich selber hatte das Gefühl, dass die Grenzen mancher nicht ausreichend beachtend wurden. Darüber sollten wir mal reden".
 

Benutzer71015 

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Ich sehe die What's App-Sache anders.
Der Typ wurde am entsprechenden Abend angesprochen und tat das mit irgendwelchen "Hab-dich-nicht-so"-Kommentaren ab. Das wäre komplett im Sande und beim nächsten Mal wieder ähnlich verlaufen, wenn da nicht noch was hinterhergekommen wäre. Zudem schreibt kaykay<3 kaykay<3 ja, er sei schon bekannt gewesen für sein unpassendes Verhalten, alle wussten es und keiner sagte was. Da finde ich es gerade wichtig, innerhalb der Gruppe für alle sichtbar zu kommunizieren, dass man sich das nicht mehr gefallen lässt. Die anderen, die sich nie getraut haben, was zu sagen, müssen mitbekommen, dass jemand angefangen hat "Nein" zu sagen - völlig zurecht und lange notwendig. Klar, der fühlt sich jetzt vielleicht eine Runde blöd - auch zurecht. Genug andere haben sich vorher auch aufgrund seines Verhaltens blöd gefühlt - was er aber abgetan hat, wohlgemerkt. Dann muss er sich jetzt auch nicht so haben, wenn man das nicht mehr nur unter 4 Augen klärt. Mal ehrlich, ein Mädel, was das versucht hätte, hätte dieser Typ ausgelacht. Nur die Mitwissenschaft der Gruppe, die ihn kennt, nimmt ihm jetzt hoffentlich den Wind aus den Segeln. Ich finde, es war richtig so.
 

Benutzer50955 

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Was offenbar ja nicht passiert ist, ist nach dem Abend nüchtern (!) darüber zu reden. Damit hätte ich mal angefangen, da Gespräche sich mit Abstand und ohne Alk typischerweise anders entwickeln als bei einer Party in alkoholgeschwängerter Stimmung.
 

Benutzer71015 

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Was offenbar ja nicht passiert ist, ist nach dem Abend nüchtern (!) darüber zu reden. Damit hätte ich mal angefangen, da Gespräche sich mit Abstand und ohne Alk typischerweise anders entwickeln als bei einer Party in alkoholgeschwängerter Stimmung.
Wenn das jetzt nur an dem Abend vorgefallen wäre oder das ein sonst eher verunsicherter oder zurückhaltender Mensch wäre, dann würde ich dir zustimmen. Beides entspricht aber nicht der Beschreibung hier.
 

Benutzer50955 

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Wenn das jetzt nur an dem Abend vorgefallen wäre oder das ein sonst eher verunsicherter oder zurückhaltender Mensch wäre, dann würde ich dir zustimmen. Beides entspricht aber nicht der Beschreibung hier.

Und das ist dann der Punkt, an dem ich es schwierig finde, über den Sachverhalt zu sprechen, wenn die subjektive Sichtweise einer Person zur Debatte steht. Zu sagen, wie der Fall "wirklich" war, wer was wie gesagt, interpretiert hat usw. ist doch seriös nicht möglich. WhatsApp-Pranger lehne ich grundsätzlich erstmal ab und mache mir von konkreten Fällen dann lieber ein eigenes Bild, spreche mit involvierten Personen etc.
 
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Benutzer71015 

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WhatsApp-Pranger lehne ich grundsätzlich erstmal ab und mache mir von konkreten Fällen dann lieber ein eigenes Bild, spreche mit involvierten Personen etc.
Ich weiß jetzt nicht, vielleicht seh ich das als genereller What'sApp-Meider auch zu unkritisch, aber ich bin jetzt davon ausgegangen, dass in dieser Gruppe nur Menschen sind, die auch tatsächlich involviert sind und ein klares Bild von der Gesamtsituation haben. WA ist ja kein öffentliches Medium, (um mal Bezug auf deinen neuen Thread zu nehmen, der hierfür meiner Meinung nach nicht zutrifft).

Ob wir das jetzt hier alles richtig einschätzen, ist natürlich schwer zu sagen. Wir deuten die Situation hier wohlmöglich auch unterschiedlich. Von uns kennt ja niemand die Leute.
 
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