Gefühlsschwankungen

Benutzer117767  (37)

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Hallo, ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Ich habe leider enorme Stimmungsschwankungen in Bezug auf meine Gefühle meinem Freund gegenüber. Wir sind seit 6 Jahren zusammen. Mal bin ich wie total verliebt und glücklich, mal bin ich sehr unglücklich und ablehnend, ohne dass ich sagen kann woran es liegt. Es ist wirklich teilweise schrecklich, dass ich schon drüber nachdenke Schluss zu machen. Aber meist geht es ja wieder aufwärts und dann kann ich mir diese negativen Gedanken gar nicht mehr erklären.

Was stimmt nur mit mir nicht? Habt ihr auch manchmal so krasse Gefühlsschwankungen? Es ist ein ewiges Auf und Ab. Mal drei Tage super, dann wieder eine Woche schlecht. Ich würde alles dafür geben immer in diesen glücklichen Phasen zu sein. In diesen Phasen kann ich mir gut vorstellen ihn zu heiraten und in den anderen Phasen denke ich an Trennung. Das ist doch nicht normal oder? :-(
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Naja, man fühlt sich nicht immer gleich und jeder gesunde Mensch erlebt auch mal Phasen des Zweifels und der Niedergeschlagenheit. Wo da die Grenze zum krankhaften anormalen gezogen werden sollte, ist stets eine schwierige Frage. Ich mag da jetzt eigentlich nicht unbegründete Ferndiagnosen stellen, da ja vieles sehr mysteriös ist. An deiner Stelle würde ich anfangen, nach den Ursachen dieser Schwankungen zu forschen. Sollte sich das durch keine Theorie vernünftig erklären lassen und dich/euch in eurem Leben fundamental negativ beeinflussen, ist auf jeden Fall der Gang zu einem Therapeuten anzuraten, der darauf spezialisiert ist, die Ursachen für solche Schwankungen zu finden. Ohne hier die Ursachen und Wechselwirkungen zu kennen, wird man dir kaum etwas raten können.
 

Benutzer116121  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Na, ich denke in gewissem Maße ist das total normal. Jeder hat Tage, wo die rosarote Brille mal wieder da ist - an anderen eben nicht. Schlimm wird es, sobald es eure Beziehung belastet. Und ich denke, wenn du dich an manchen Tagen zu sehr distanzierst - auch vollkommen ohne Grund - tut's das ja schon.

Wenn du mit Sicherheit sagen kannst, dass deine Gefühlsschwankungen nicht durch deine Beziehung und deinen Freund verursacht werden, solltest du schauen, woran es persönlich liegen könnte: Hast du zu viel Stress in Bezug auf Arbeit etc? Gibt es persönliche Wünsche, die dir die Beziehung grad nicht so recht erfüllen kann? Ist dein Leben grad sehr lebenswert gestaltet, durch Hobbies, Urlaube oder sonstiges?
Wenn du aber nur in Bezug auf deine Beziehung manchmal so unzufrieden bist, könnte es ja auch sein, dass du nach 6 Jahren einfach unbewusst das Gefühl entwickelst, die Luft gehe langsam raus. Vielleicht macht ihr zu viel zusammen, vielleicht krümelt ihr euch zu sehr ein. Sowas kann man ja als Außenstehender und vor allem hier im Web nicht beurteilen. Vielleicht solltet ihr ab und an mal etwas ganz Neues machen, um neuen Wind in die Sache zu bringen?

Wenn es sich nicht bessert ist ein Gang zum Therapeuten vielleicht wirklich sinnvoll - würde ich aber nicht unbedingt sofort machen. Erstmal würde ich für mich allein überlegen, woher solche Trennungsgedanken und Unzufriedenheiten kommen. :smile:
 

Benutzer117767  (37)

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Danke für eure Antworten und Ratschläge, ich werde drüber nachdenken.
Ich denke schon, dass diese Schwankungen durch die Beziehung verursacht bzw. durch das was ich gerade im Moment wahrnehme und interpretiere. Ich bin nicht bipolar oder Borderline oder so. Zumindest glaube ich das relaitv sicher zu wissen.
Diese Schwankungen gab es immer mal wieder seit Beginn der Beziehung. Wahrscheinlich sind das auch normal. Es ist meine erste richtige Beziehung. Sonst bin ich eigentlich meist relativ ausgelichen. Wenn ich etwas wahrnehme, was mir nicht gefällt, zieht es mich gleich total runter, genauso umgekehrt bin ich dann fröhllich und glücklch. Das ist meist schon eher unabhängig von meiner sonstigen Stimmung. Aber vielleicht ist das auch in gewisser Weise normal. Mein Freund ist auch schon mächtig angenervt von diesen schon gefühlskalten Phasen, in denen ich so abweisend bin. Ich kann mich ja selbst nicht verstehen, sage mir dann mmer nur dass es bald wieder anders wird.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich persönlich finde ja, du solltest viel mehr Hintergründe beleuchten und Selbstanalyse betreiben.

Nur zu sagen "ich bin halt so und weiß nicht warum" macht es ein bisschen zu einfach.

Sprich, ist es eine Reaktion auf etwas, das er tut, wenn ja, worauf, sind das Dinge, die du generell nicht an ihm magst, sind es bestimmte Situationen, all sowas.

Meiner Meinung nach gehört in eine - vor allem langjährige - Beziehung nicht nur eitel Sonnenschein, und man darf ruhig genervt voneinander sein, oder Ecken am andern haben, die man einfach nicht mag. Aber in SUMME sollte die Waage IMMER auf der Positiv Seite schwerer sein.
Wenn die Summe negativ ist, kann man das mit der Beziehung auch lassen, ein Partner soll das eigene Leben schließlich nicht dauerhaft belasten, sondern bereichern.

Mir würde es ehrlich gesagt an Stelle deines Freundes schon ziemlich auf die Nerven gehn, aber auch an deiner Stelle. Das ist doch nichts wie ein Schnupfen, das man eben aussitzen muss und irgendwann wirds besser...
Man kann und muss finde ich Gründe identifizieren und schauen inwiefern man allein oder als Paar dagegen an kann.
 

Benutzer117152 

Öfters im Forum
Nimmst du denn die Pille? Die kann nämlich auch solche Gefühlsschwankungen verursachen. Muss aber natürlich nicht der (alleinige) Auslöser sein.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Nunja, sie betont doch, dass es sich alleinig auf ihren Freund und wie sie zu ihm steht bezieht...
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Wenn ich so drauf bin, dann bedeutet das, dass ich nicht glücklich bin mit der Beziehung. Die kurzzeitige "glückliche" Phase ist dann eine Phase, in der ich mir einrede, dass doch alles toll ist und die Beziehungsträume (zusammenbleiben, zusammenziehen, zusammenleben, etc.) erfüllt sein sollen. Ich bin normalerweise nicht zickig und ablehnend. Wenn ich es mal bin, dann bedeutet das, dass der Haussegen ordentlich schief hängt. Ich würde an deiner Stelle mal drüber nachdenken, ob du die Beziehung wirklich willst. 6 Jahre sind eine lange Zeit, in der man sich sehr gut an einen Partner gewöhnen kann und sich auch gut etwas vormachen kann (leider). Überleg dir, ob die Beziehung wirklich das ist, was du willst oder ob du dich nicht doch nach was anderem sehnst.
 

Benutzer117152 

Öfters im Forum
Nunja, sie betont doch, dass es sich alleinig auf ihren Freund und wie sie zu ihm steht bezieht...

Was ja auch daran liegen kann, dass das momentan sowieso ein sensibles Thema ist, sie sich viele Gedanken darüber macht, und es deshalb hauptsächlich da merkt.

Nochmal zum Verständnis: Das sollte nur eine weitere Idee sein, hab damit selber schlechte Erfahrungen gemacht, und darauf, dass es auch an der Pille liegen könnte kommt man nicht immer gleich. Die ganzen anderen Ideen, die bis jetzt genannt wurden, finde ich mindestens (!) genauso plausibel.
 

Benutzer117767  (37)

Benutzer gesperrt
Die Pille nehme ich nicht mehr, hormonelle Schwankungen sind aber bei mir schon festzustellen. Wie bei jeder Frau denke ich...
Die Situationen mit den Schwankungen. Hm, es passiert meist schon im ersten Moment, in dem ich ihn sehe, das ich weiß, heute ist ein guter oder eben schlechter Tag. Es hat meist nicht so sehr damit zu tun, was er sagt oder wie er sich verhält. Eher wie er auf mich wirkt vom Gesamteindruck. Ich bin dann manchmal einfach enttäuscht und verhalte mich dementsprechend.

Es stimmt schon, dass ich mich manchmal auch nach etwas anderem sehne. Also einfach nach einer Beziehung ohne diese negativen Phasen und Zweifel zwischendurch. Zudem haben wir seit längerem Probleme im sexuellen Bereich, da ich nicht so häufig Lust habe und das natürlich auch belastet.

Ich bin trotz allem schon die meiste Zeit wirklich glücklich ihn in meinem Leben zu haben. Also, die Waage ist durchaus im positiven Bereich. Eine Trennung ist für mich irgendwie unvorstellbar und schrecklich, obwohl ich manchmal leider drüber nachdenke...
 

Benutzer117152 

Öfters im Forum
Von was genau bist du denn enttäuscht?
Enttäuscht ist man doch eigentlich, wenn bestimmte Erwartungen nicht erfüllt werden. Was für Erwartungen sind das denn bei dir? Das solltest du glaube ich versuchen herauszufinden, und dann auch mit deinem Freund darüber sprechen, da diese Erwartungen ja offensichtlich größtenteils an ihm hängen. Vielleicht sind sie ja realistisch, und er/ihr könnt etwas daran ändern, vielleicht ist es auch etwas, was du selber ändern musst.

In jeder Beziehung gibt es schlechte Phasen mit Zweifeln und vielleicht auch mal Trennungsgedanken, das Problem wirst du früher oder später immer haben. Daran kannst du nichts ändern, nur daran wie du/ihr damit umgeht, wie ihr Lösungsstrategien dafür entwickelt. Also zum Beispiel mal ein paar Tage Abstand voneinander, oder einem gemeinsamen Hobby nachgehen, darüber reden (!), einen gemütlichen Abend zu zweit planen und verbringen,...

Sex beeinflusst natürlich die Beziehung, und die Beziehung umgekehrt den Sex. Vielleicht könnt ihr in dem Bereich mal "arbeiten"? Habt ihr das schonmal versucht?
Wenn du immer nur denkst "wir haben zu wenig Sex, ich muss öfter mit ihm schlafen" wird das natürlich nix. Aber vielleicht könntest du ja auch mal die Initiative ergreifen und ihn überraschen? Oder ihr probiert mal was neues aus? Oder lasst es ganz langsam und gemütlich angehen? Die Lust auf Sex kommt ja meistens durch (guten) Sex...
 

Benutzer117767  (37)

Benutzer gesperrt
Danke für eure Antworten und Tipps!

Also, enttäsucht bin ich wirklich von meinen Erwartungen. Ich fühle dann manchmal einfach nicht so, wie ich gerne würde. Also, nicht diese Verliebtheit, Freude, Warm ums Herz, sondern dann eher ganz normal. Ich weiß auch nicht. Ich bin einfach enttäuscht von meinen Gefühlen. Vielleicht sind meine Erwartungen auch viel zu unrealistisch. Oder wie geht es euch da?

Ja, am Sex arbeiten müssen wir wirklich, aber es fällt mir schon schwer genug mich überhaupt drauf einzulassen. Ich blocke häufig ab. Die Initiative ergreife ich nur sehr sehr selten. Ich hatte schon öfter Sex mit ihm, obwohl ich keine Lust hatte, aber das bringt ja auch nichts auf Dauer. Es stimmt vielleicht, dass der Sex irgendwie mir nicht so gefällt und ich deswegen kaum noch Lust habe. Manchmal fehlt mir die Leidenschaft vom Anfang, die ist total verloren gegangen.
 

Benutzer116121  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Muss man denn immer mörder-überglücklich sein, wenn man den Partner sieht?
Also wenn ich mal nen richtig stressigen Tag habe, dann kann es auch gut sein, dass ich die Anwesenheit meines Freundes eben einfach "hinnehme". Klingt recht fies, aber ich bezweifle, dass es bedeutet, dass ich eine schlechte Beziehung führe. Weißt du, wie ich das meine? Auch wenn man mal nicht vor Freude ausrastet, sondern eher normal auf den Partner reagiert, führt man doch eine Beziehung. Und dann gibt es Tage, wo ich glücklicher nicht sein könnte, wenn er lediglich lächelt. Das ist nunmal so und ich glaube, dass, vor allem mit der Zeit, eben öfter mal n Tag dazwischen kommt, wo man nicht vor Verliebtheit verrückt wird. Auch Alltag gehört irgendwann mit in eine Beziehung. Wie man damit umgeht, sagt - meiner Meinung nach - einfach viel über die Beziehung aus.

Vielleicht solltest du dir nicht so viele Gedanken machen, wenn mal keine rosarote Brille da ist. Denn je mehr Gedanken man sich in negativer Richtung macht, desto verzwickter wird die Situation: Sie lässt einen dann nicht mehr los.

Gibt es denn Dinge, die er tun könnte, oder die ihr tun könntet, um dich einfach zufriedener zu machen?

Wenn die Leidenschaft fehlt und du beim Sex auch abblockst, wird natürlich auch dein Freund irgendwann unsicher werden und nichts mehr tun wollen. Gibts vielleicht sextechnisch mal was Neues, was du gern ausprobieren würdest, um wieder für "Pepp" zu sorgen?
 

Benutzer117767  (37)

Benutzer gesperrt
Natürlich hast du da recht. Ja vielleicht verunsichert mich, dass manchmal ungemein, dass ich wie du schon sagst seine Anwesenheit auch einfach hinnehme. Leider habe ich aber auch manchmal das Gefühl ihn dann gar nicht richtig zu mögen :-( fehlt mir dieses Verliebtsein Gefühl einfach und ich fange an zu zweifeln. Du hast bestimmt Recht, ich denke zu viel nach und grübele so vor mich hin. Er könnte eigentlich nichts tun, um mich zufriedener zu machen. Ich wüsste nicht was.
Sextechnisch haben wir früher viel ausprobiert, inzwischen aber gar nicht mehr. Manchmal macht der Sex mich eher traurig.
 

Benutzer116121  (28)

Verbringt hier viel Zeit
Wenn dich die Beziehung nervt, er dich nicht mehr glücklich macht und der Sex dich deprimiert, solltest du ernsthaft darüber nachdenken, ob es auf Dauer weiterhin Sinn macht. Eine Beziehung sollte das Leben bereichern, nicht unnötig erschweren. Und wenn du anscheinend sehr oft so negativ denkst, macht es das Leben schwer...

Es kann auch sein, dass du mitlerweile nur noch aus Gewohnheit mit ihm zusammen bist. Das ist nicht böse gemeint, nur irgendwann hat man sich eben an den Partner gewöhnt und vor allem an die Sicherheit, die einem eine feste Beziehung gibt. Vielleicht wäre es für dich besser, etwas Neues zu probieren.

Das musst natürlich du allein wissen. Wenn du aber schon so lange immer mal wieder so ernsthaft ins Grübeln kommst, dann machen es die guten Tage am Ende auch nicht mehr einfacher.
 
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