Trennung verarbeiten Gefühlslage nach Trennung

nerdape785   (35)

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Hallo Zusammen,

Ich habe mich im Dezember 2020 nach fast 4 Jahren Beziehung von meiner jetzt ex getrennt. Ich weiß das es richtig ist und ich weiß das es für uns beide besser ist. Es sind so viele Punkte die mir sagen es wäre entweder eh nicht ewig gut gegangen oder wir hätten es immer weiter so gemacht wie gehabt und wären nur scheinbar glücklich gewesen aber nicht mehr.

Aber trotzdem kann ich einfach nicht abschalten und lebe gerade mit stimmungsschwankungen die mal sagen es ist gut so und dann wieder sagen was für ein arsch ich doch bin und das man es mit der zeit vllt hätte regeln können. Dann denke ich es ist jetzt viel besser wie es ist und dann wieder an gemeinsame Unternehmungen und an diese leere jetzt.

Ich bin mir bewusst, dass es länger als 1 Monat dauert um das zu verarbeiten auch wenn ich nicht der bin der verlassen wurde aber ich weiß auch nicht wirklich wie ich es verarbeiten soll und sage mir dann immer hmm was ist wenn nie wieder jemand kommt weil ich die chance die eine zu finden schon hatte...

Und dieser Gedanke ärgert mich so hart... denn die Gründe weshalb ich mich trennte zeigen mir doch das es nicht die eine gewesen sein kann.

Vllt ist es mein Gewissen und das Wissen das sie sagte ich sei die Liebe ihres Lebens gewesen und hätte ihr jetzt alles genommen... auch hier sage ich mir, dass sie selber merken wird das jemand anderes besser passt und trotzdem mache ich mir Vorwürfe das ich jemanden verletzt habe. Ich habe mich noch nie getrennt und wurde bis jetzt immer verlassen... vllt spielt das auch eine Rolle weil ich weiß wie es ist verlassen zu werden.

Ich hasse mich für diese Gefühlslage gerade sehr... ich weiß die Gründe der Trennung sind absolut nachvollziehbar und trotzdem denke ich teilweise das ich mich selber hätte weiter aufgeben können und dann wäre jetzt noch alles gut.

Vllt mache ich aber auch gerade den Fehler den ich in der Beziehung von Anfang an gemacht habe: ich stelle mein Glück und mein Sein unter ihr Glück und ihren Bedürfnissen. Habe Erwartungen zurückgestellt und nie wirklich gesagt nach was ich mich sehne...

Aber wie kann ich das abstellen ? Es ist einfach so einfach zu sagen ich muss jetzt für mich da sein und dann wird das schon. Dabei müsste ich dringend mich selber pushen und sagen nein, diese Frau hat dich nicht glücklich gemacht und nein du warst nie wirklich du selber sondern immer der, der ihr Glück bringen sollte und sich dafür verbogen hat nur damit sie es gut hat.
 

unitylejean  

Sorgt für Gesprächsstoff
Es gibt nicht "DIE Eine". Vielleicht nimmt das den Druck aus der Situation.


diese Frau hat dich nicht glücklich gemacht und nein du warst nie wirklich du selber sondern immer der, der ihr Glück bringen sollte und sich dafür verbogen hat nur damit sie es gut hat
Genau. Das ist doch der richtige Gedanke.
 

Asis  

Benutzer gesperrt
und dann wieder an gemeinsame Unternehmungen und an diese leere jetzt.

Es ist einfacher gesagt als getan , ich weiß. Aber Du musst versuchen genau diese Leere mit etwas aufzufüllen. Unternehmungen mit Freunden (blöd zurzeit, klar), bisschen mehr in den Job stürzen. Für Ablenkung sorgen eben. Wenn Du Deinen Gedanken freien Lauf lässt, also an nicht anderes denken musst, werden sie meist wieder bei der Ex landen - zumindest in der ersten Phase nach einer Trennung. Das musst Du versuchen zu verhindern.
Aber eines kann ich dir sagen: die Zeit heilt alle Wunden.
 

krava   (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Gib dir Zeit. Das wird bedeutend länger dauern bis das alles abklingt und verarbeitet ist.
Ja aktuell hat man weniger Ablenkungen und mehr Zeit zum Grübeln, das machts nicht leichter.

Aber die Eine war sie sicher nicht, sonst hätte sie dich nicht am ausgestreckten Arm verhungern lassen.
Es mag hart klingen, aber lieber keine als sie. Und wenn du in 1 Jahr zurückschaust, dann siehst du das genauso. Und ich sprech da aus Erfahrung :zwinker:
 

nerdape785   (35)

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Danke euch !
Alleine das mal hier "neutral" rauslassen tut irgendwie gut. Ja durch die Umstände ist es schwieriger sich abzulenken aber zum Glück nicht unmöglich.

Früher als ich verlassen wurde, da dachte ich immer: Ja für euch ist das so einfach und nur der verlassen wird ist im Eimer... aber zu verlassen ist meiner meinung nach nicht wirklich einfacher. Man muss zwar nicht dieses wieso verstehen und diese "überraschung" verarbeiten aber trotzdem.

Vielleicht ist es auch irgendwie schlecht für mich das ich da so krass konservativ bin. Ich sagte mir immer wenn ich jemanden finde dann gehe ich durch gute und schlechte Zeiten und wenn es irgendwie passt dann wird gekämpft und trennen möchte ich mich nicht denn wenn man jemanden gefunden hat ist das so bestimmt...

Und dann merkt man mit der Zeit: nein, auch wenn man schöne Dinge erlebt, wenn man nur kämpft damit man nicht alleine ist und es einfach nicht passt, dann macht es keinen Sinn...

Und das muss ich lernen das ich von anfang an mehr auf mich und meine Bedürfnisse achte. Und wenn ich sehe es ist nur geben dann muss ich sagen so soll es nicht sein...

Immer wieder hatte ich bedenken... bei jedem Streit und wir hatten keinen monat ohne, dachte ich mir nur das wird schon... aber nein, man muss auch erkennen wenn es halt nichts ist...
 

nerdape785   (35)

Ist noch neu hier
Da gab es einige Punkte:

-Ständiger Streit und das sehr unfair.. Sie drohte mit Selbstmord..-

-von Anfang an sollte ich sehr viele Dinge ändern um ihr zu gefallen oder vor anderen besser dazustehen-

-sie nahm sich Zeit für Freunde und Familie ohne Rücksicht aber wehe ich habe mal was für mich geplant-

-kaum Einbindung in einigen Dingen das hat sie lieber mit anderen getan-

-der typische Seestern beim Sex mit sehr wenigen Ausnahmen-

Dann immer wieder Sprüche die einfach respektlos waren. Wir waren zb in Luxemburg um etwas zu unternehmen und was zu essen. Da kam ein Typ der aussah wie ein Banker mit einer Begleitung und sie meinte dann zu mir "ja bei so einem lohnt es sich so zurecht zu machen der hat ja auch was zu bieten".

Im grossen und ganzen hatte ich nie das Gefühl gut genug zu sein
 

Archangel   (46)

Sorgt für Gesprächsstoff
Gut. Da hast Du gerade 6 Themen aufgezählt. Bei dem einen oder anderen hätte ich mir wohl gedacht: „ok, jede/r hat Macken“ oder „da müssen wir weiter dran arbeiten“. Aber wenn das alles zusammen kommt und die Perspektive fehlt, ist es dann zu viel, da gebe ich Dir recht.

Was mir noch auffällt: Du stelltest Deine Interessen in der Beziehung oft zurück und auch jetzt grübelst Du noch lange nach, was Du ihr antust. Solche Denkmuster (wenn ich das richtig diagnostiziere) lassen sich leider überhaupt nicht einfach abschütteln. Schlimmer noch: man ist damit schwer gefährdet bei manipulativen „Gegenspielern“ - Stichwort: Selbstmorddrohung!?! Das hat sie vielleicht - ggf. unbewusst - ausgenutzt. Sowas kommt gar nicht so selten vor und kann echt toxisch werden, wie ich selbst erfahren habe.

Prüf das mal für Dich und versuche in diesem Fall, dieses Muster (anzu)erkennen und dann innerlich eine Abwehr aufzubauen. Wenn man das erstmal durchschaut, fällt es viel leichter.
 
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