Gefühlskalt

Benutzer35148 

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Vieles erkenne ich bei mir wieder :ashamed:

Wann ist man denn ein "guter" Mensch?

Eine Beziehung ist etwas Gegenseitiges. Man gibt und nimmt, aber daß muß in einer guten Balance sein. Gerät das Verhältnis in Schieflage, profitiert nicht nur der eine Partner, der andere geht dabei ganz unter und verkümmert.

Aber schieb bitte nicht alles nur auf Dich selber. Deine Umwelt hat Dich geprägt. Und solange sich an dieser Umwelt nichts ändert, wird es so weiter gehen.

Du hast leider nicht die Person kennen gelernt, die es aufrichtig und wahrhaftig gut mit Dir meint, und die Dich so liebt wie Du bist und nicht so wie Du vielleicht sein solltest.

Wer bist Du denn? Wer willst Du sein? Willst Du Dich ändern? Geht das überhaupt? Wärst Du dadurch wirklich ein so wesentlich anderer und besserer Mensch?

Gibt es denn rein gar nichts was Dich glücklich macht?

Du kannst Dich und Deine Umwelt aber leider nicht so plötzlich ändern, es sind eher viele kleine Schritte nötig, das geht nicht von jetzt auf eben.
Du mußt vor allem mit Dir selber viel Geduld haben, natürlich auch etwas Geduld mit den anderen.

Vielleicht brauchst Du auch wieder mehr Mut, dich auf jemanden einzulassen, um herauszufinden, wer er wirklich ist.

Nur weil Du ein paar Mal enttäuscht wurdest, sind doch nicht alle 6 Milliarden Menschen auf der Welt genauso!

Sicher, viele ähneln sich, vom Aussehen, vom Charakter, von den Eigenarten und Macken.
Doch jeder Mensch ist einzigartig.

Mach aus Dir etwas worauf Du selber stolz sein kannst, auch ohne Partner!
 

Benutzer100804 

Sorgt für Gesprächsstoff
Danke für deine Antwort :smile:

Natürlich prägt einen die Umwelt, aber Schuld trage ich doch trotzdem an den Dingen, die ich anderen weitergebe. Und wenn ich mit den Gefühlen von Menschen spiele ist das wohl schon meine eigene Schuld!

Ich weiß eben nicht ob ich mich überhaupt ändern will und könnte, so würde ich vielleicht selbst wieder so enttäuscht werden. Klar das Risiko besteht ja immer, doch nach vielen unverhofften Versuchen weiß ich nicht ob ich es überhaupt wollen würde. Wer weiß wann ich mal auf einen Menschen treffen werde, der es erst mit mir meinen würde.

Doch einige Dinge machen mich glücklich und ich kann auch Spaß haben (z.B wenn ich mit Freunden feiern geh oder Sport treibe etc.). Aber ich bin so launisch und oft rede ich einfach alles schlecht. Warum ich das mache weiß ich selbst nicht so richtig. Es stört mich manchmal selbst aber ich kann in so vielen Dingen nicht positives sehen, selbst wenn ich es mal genau in diesen Dingen gesehen hab.
Ich weiß einfach nicht wie ich mich noch auf jemanden einlassen soll ohne Hintergedanken :frown:

Was erkennst du denn bei dir inwiefern wieder "einsamerEngel"?
 

Benutzer35148 

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Vieles erkenne ich wieder.
Vor allem das Zurückziehen von den anderen, nur damit ich doch in Ruhe bleiben kann und niemandem Rechenschaft schuldig bin.
Das Gefühl, ausgenutzt zu werden, wenn doch nichts zurück kommt.
Ein Stück auch die Angst vor allen anderen zu versagen.
Sich selber nicht akzeptieren, sich selber nie gut genug zu sein.
Und auch Lob und den still und heimlich eingeforderten Dank eigentlich gar nicht vertragen zu können, zumindest nicht vor anderen.
Die realistischere Sicht der Dinge, die für andere oft eher negative aussieht, nur weil man das geradeaus sagt was man denkt.
Das Gefühl, nicht verstanden, und auch nicht geliebt zu werden.

Ich weiß nicht, manchmal "muss" ich mich einfach mies fühlen, damit es mir später wieder besser gehen kann.
Aber das ist gefährlich, wenn man sich durch den Strudel herunterziehen lässt. Zu leicht sagt man doch etwas, was andere verletzt.

Ich habe schon mal gute Momente, aber so richtig glücklich und zufrieden bin ich nicht.
Eine gewisse Verbitterung gebe ich zu.
Aber das ist alles nur Gefühlsduselei, nicht? So etwas darf man sich in der schönen erfolgreichen und immer nur auf Spaß und Konsum orientierten Gesellschaft nicht erlauben...
 
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