Gefühle trotz Betrugs

Herbivore   (21)

Ist noch neu hier
Hi. Mein erster Beitrag und dazu womöglich auch der emotionalste und ehrlichste, den ich jemals im Internet verfasst habe.

Wird lang.

Vorab: in einer schweren Zeit des Schmerzes lernte ich einen wirklich tollen Mann kennen, welcher mir ein besseres Lebensgefühl bescherte und die Person sein sollte, mit der ich mir ein neues Leben aufbaute.


Wir harmonierten mit ähnlichen Ansichten, unserer Betrachtungsweise der Welt und waren nicht nur ein Paar, sondern auch beste Freunde. Die Beziehung war sehr harmonisch, innerhalb kurzer Zeit bezogen wir sogar eine gemeinsame Wohnung, für welche er die knapp 850km entfernte Heimat aufgab. Seine und meine Familie waren erfreut darüber, dass wir uns gefunden haben, ebenso der (gemeinsame) Freundeskreis erwähnte immer wieder, wie stark das Band zwischen uns beiden sei. Das empfanden nicht nur andere so, sondern auch ich und er. Innerhalb der bis dahin kurzen Beziehungsdauer war ich mit ihm vertrauter, als ich es in meiner vorherigen fünfjährigen Beziehung jemals war, ich fühlte mich geliebt, liebte zurück und war unglaublich froh, einen derart tollen Mann an meiner Seite zu haben.


Umso schockierter war ich, als ich ihn vor etwa sechs Wochen dabei erwischte, wie er explizit sexuell mit einer anderen Frau schrieb. Mein Unverständnis war enorm, ich konfrontierte ihn direkt und erwartete Erklärungen: nach anfänglichem Abstreiten mit absurdesten Ausreden (er hätte es nicht getan und wurde gehackt..) gab er schlussendlich doch zu, diese Frau angeschrieben zu haben. Zuerst behauptete er, dass er sie nur einmalig angeschrieben hätte, später kristallisierte sich dann heraus, dass er sie von früher kannte und sie ihm entsprechende Bilder von sich selbst beinahe regelmäßig sendete. Der Schmerz saß tief, ich kommunizierte, dass ich einen solchen Kontakt zu anderen Frauen seinerseits nicht akzeptieren kann und er versprach mir hoch und heilig, dass es das erste und letzte Mal war.


Wie dem auch sei, stellte sich heraus, dass das weder das erste, noch das letzte Mal gewesen sein sollte.


Etwa vier Wochen später (mein Vertrauen war derart missbraucht, dass ich trotz meiner Prinzipien anfing, nachzuschauen, mit wem er schrieb. Das ist nicht cool und darf kein Bestandteil einer Beziehung sein, die einzige Rechtfertigung dafür ist der enorme Schmerz der mir inne war und der Wunsch, dass das Bauchgefühl in mir mich eigentlich nur trügt) fand ich heraus, dass er über die ganze Beziehung hinweg bereits mit anderen Frauen - nur sexuell - schrieb, diese zur Internetpornographie aufforderte und ihnen Komplimente für ihre sekundären Geschlechtsorgane machte (das Schwurbeln macht es mir etwas einfacher, die Sache nüchterner zu betrachten). Entsprechende Verläufe und Bilder druckte ich aus, erneute Konfrontation. Ich machte deutlich, wie sehr mich die fehlende Transparenz verletzte und wie erniedrigt ich mich als Frau fühlte, denn währenddessen er diesen Frauen regelmäßig schrieb und zwar immer dann, wenn er sich auf diese befriedigen wollte, war der Sex zwischen uns beiden nur noch sporadisch vorhanden: meine Lust auf ihn wurde oft abgewiesen, er hätte aufgrund der Arbeit keine Kraft/kein Verlangen und vertröstete mich. Seine Rechtfertigung für sein Verhalten musste ich ihm aus der Nase ziehen, im allgemeinen war ich diejenige, die daran arbeitete, dass es „funktionierte“, suchte Gespräche mit ihm etc. Damals wurde mir erstmalig bewusst, dass es sich hierbei um etwas pathologisches handeln müsse, denn er beteuerte immer wieder, wie sehr er mich lieben würde und dass er selbst nicht wüsste, weshalb er den Kontakt zu anderen Frauen sucht. Erneut verzieh ich ihm unter der Bedingung, dass sich das ändern muss (Therapie, Arzt) und stellte das Ultimatum, dass ein erneuter „Ausrutscher“ das Ende der Beziehung sei. Unter Tränen stimmte er mir zu - auch ich weinte viel, denn ich liebe diesen Mann trotz der Dinge, die er mir hiermit antat.



Glaubt mir nun jemand, dass es satte 13 Tage dauerte, bis er erneut rückfällig wurde? Beim Durchstöbern des Suchverlaufes am PC (nochmal: ich verachte mich selber dafür, meinen Partner auszuspionieren) stellte ich fest, dass er auf sexuelle Annoncen von Frauen reagierte, teilweise sogar Geld anbot, damit diese ihm beim Masturbieren zusahen oder es sich selber vor ihm besorgten, einmal fragte er nach einem Treffen Bzw stellte in den Raum, das dies möglich sei, hätte die Dame Interesse. Hierfür erstellte er sogar Accounts mit Wegwerfemails und schrieb den Frauen sogar teilweise, dass er nur eine bestimmte Zeitspanne zur Verfügung hätte - er hatte also bewusst im Kopf, dass ich bald nach Hause komme und er sich deshalb beeilen müsste.


Beim dritten Mal ist der Schmerz ein anderer; während die ersten beiden Male aus Verwunderung und Vorahnung bestanden, war nun die einfache Bestätigung, die mich derart lähmte.


Erneute Konfrontation. Erneute Tränen seinerseits; versuchte Rechtfertigung: er versuche damit sein geringes Selbstwertgefühl aufzubauen, indem er andere Frauen „ausnutzt“ und sich „klärt“. Toll. Mehr als beim letzten Mal, aber nichts, was ich als erneuten Grund zum verzeihen nehmen kann. Zumal ich nicht unattraktiv und auch nicht doof bin, weshalb ich nicht verstehe, dass ich nicht ausreichte, um seinem Ego zu schmeicheln.


Seitdem sind einige Tage vergangen, im Grunde liege ich nur noch in meinem Bett und versickere erneut in depressiven Episoden, wie es auch vor der Beziehung der Fall war. Mein Ekel auf Männer (bei Gott, obwohl mit Sicherheit nicht alle so sind) nimmt unerwartete Ausmaße an, mein Selbstwertgefühl hat hart zu kämpfen und mein Magen krampft bei dem Gedanken, etwas anderes als Suchtmittel zu konsumieren. Ich bin ein Wrack und der Graufilter, der nun über mir hängt, macht das ganze nicht besser. Zum Glück habe ich tolle Freundinnen und zwei Hunde, welche mir die Zeit etwas erleichtern und mich zwingen, mich nicht ganz aufzugeben, aber die Luft ist irgendwie raus. Das Übel an der ganzen Sache: ich liebe ihn noch immer. Autsch. Trotz der Kacke. Und trotz dessen, dass ich ihn liebe, habe ich die Beziehung gestern beendet. Doppelt Autsch. Hinzu kommt die Angst, wie ich die Wohnung finanzieren soll (beziehe Bafög) und auch ein bisschen Angst davor, wieder alleine zu sein, denn bis heuer dachte ich, meinen Seelenpartner gefunden zu haben. Es tut weh, weil die ganze Sache für mich unerwartet ist. Ich, niemand, hätte erwartet, dass ausgerechnet er so etwas macht.


Anfänglich wollte er die Trennung nicht akzeptieren, meinte, dass es dumm wäre, wenn wir beide uns doch noch lieben, aber mittlerweile hat er wohl verstanden, dass drei Chancen einfach ein bisschen zu viel für mich sind; wahrscheinlich wird er zurück in den Norden ziehen und seine Sachen allmählich packen, währenddessen ich überlege, ob es überhaupt das richtige war, alles aufzugeben.


Mit Sicherheit habe ich einiges vergessen; entschuldigt und fragt einfach nach, sollten Fragen bestehen.
 

Fiona-Maria   (19)

Ist noch neu hier
Ich glaube, es ist das richtige, das ihr euch trennt. Klar sind immer noch Gefühle im Spiel, aber so wie du es beschreibst, macht es dich seelisch kaputt und wahrscheinlich auch körperlich. Chancen hast du ihm ja genug gegeben, die er nicht genutzt hat. Lass etwas Zeit verstreichen und komm zur Ruhe, und dann bist du auch wieder bereit für etwas neues.
 

Mark11  

Team-Alumni
Es tut sauweh, wenn man so fest vertraut, sich so sicher ist, "ihn" (oder "sie") tatsächlich gefunden zu haben. Und dann muss man feststellen, dass das Alles nur eine blöde Illusion war, dass jeden Tag mehr von dem Fundament weg bröckelt, von dem man dachte, man steht für immer sicher darauf.
Und man hat keine Chance, etwas daran zu ändern oder das wegbröckeln zu verhindern. Man kann nur noch zugucken, wie Alles in sich zusammen fällt.

Du hast das einzig Richtige getan: alles versucht, das Haus, das Eure Beziehung eigentlich sein sollte, zu erhalten, zu retten aber Du bist rechtzeitig aus ihm heraus gelaufen, bevor es Dich verschüttet. Auch wenn es sich jetzt im Moment wahrscheinlich für Dich anders anfühlt.

Er war nicht Dein Seelenverwandter. Seine Einstellung zu einer Beziehung, zu gegenseitigem Vertrauen und Respekt ist eine völlig andere als Deine. Du bist ihm egal, zumindest so lange er sein Doppelspiel spielen kann. Dass Du dabei auf der Strecke bleibst, interessiert ihn nicht, ebenso Deine Wünsche und Grenzen. Ob sein Verhalten eine Sucht ist oder andere Gründe hat, kann Dir letztlich egal sein. Solange er nichts daran ändern will, solange er nicht versteht, was er Dir damit antut, sollte er auch nicht an Deiner Seite sein.

Natürlich kommt jetzt erst einmal eine harte Zeit für Dich, aber so wie bisher wäre es schlimmer für Dich gekommen. Wenn Du merkst, dass Deine Depressionen nicht wieder weg gehen, gehe bitte schnell zu einem Arzt, der Dich in eine Therapie vermitteln kann. Schieb das nicht auf.
 

fraukraehe   (37)

Öfters im Forum
Du hast die richtige Entscheidung getroffen, keine Sorge.
Kein Mensch sollte so behandelt werden.
Liebe allein reicht leider nicht immer aus, um die Beziehung zu retten.
Viel Kraft dir :herz:
 

SAMSARA  

Öfters im Forum
hmmm ...
ich frage mich,
wie lange ihr zusammen ward ...
die ersten monate sind die verliebtheitsphase - und verliebtsein macht blind ...
man lernt einander praktisch im alltag kennen ...
und die nächsten monate kann sich das, wenn es passt, zu einer liebesgeschichte hin entwickeln - liebe macht sehend ...
(im schamanischen spricht man da von 9 + 9 monaten, wurde mir erzählt ...)
 

Souvereign  

Meistens hier zu finden
Du schreibst: "vor 6 Wochen". Klar, 3 Chancen sollten eigentlich genug sein. Die Frage ist aber ... waren das überhaupt 3 Chancen?

Wenn jemand ein psychologisches Problem hat, dann wird er dies selten alleine und in aller seltensten Fällen innerhalb von 6 Wochen in den Griff bekommen.

Natürlich stellt sich auch die Frage, was seitdem so alles passiert ist. Sprich wenn er schon zu 3 Psychotherapeuten Kontakt aufgenommen hat und nächste Woche 2 Gespräche hätte, wäre das etwas ganz anderes als wenn man feststellen müsste: er hat in den 6 Wochen noch überhaupt gar nichts gemacht.

Von daher muss ich sagen ... fehlen MIR für eine sinnvolle Einordnung einfach noch einige Informationen.
 

Herbivore   (21)

Ist noch neu hier
Danke für eure zahlreichen Antworten. Es tut gut, die Gedanken anderer diesbezüglich zu lesen.


Samsara: über die Verliebtheitsphase waren wir schon lange hinweg; da war beidseitig viel, viel mehr da. Klar, die recht kurze Dauer der Beziehung (14 Monate) spricht dahingehend nicht für mich, aber wenn es nach mir gegangen wäre hätte ich auch noch die nächsten zweihundert Jahre mit dieser Person verbracht, obwohl ich mir seiner Schwächen und Stärken bewusst war.

Souvereign: Über die ganze Zeit seit der „Aufdeckung“ hinweg gab es keine Ambitionen seinerseits, sein Verhalten ärztlich untersuchen zu lassen. Erst heute (!) gab es eine Nachricht, dass er sich nun über mögliche Therapeuten informiert hat.


Am meisten stört mich der innere Zwiespalt, der zwischen Rationalität und meinen Emotionen herrscht. Ich glaube ihm, dass er mich liebt - aber unsere Auffassung davon, was das bedeutet, sind grundverschieden, wie Mark bereits feststellte.
 

Art_emis   (32)

Öfters im Forum
Dass du ihn noch liebst ist irgendwie klar, Gefühle verschwinden nicht einfach, auch nicht wenn man derart verletzt wurde. Und gerade weil die Gefühle noch da sind, zweifelst du jetzt natürlich, ob alles wegzuwerfen richtig wäre. Aber mal ehrlich, im Grunde wirfst du nichts weg! Denn es war ja nie wirklich was reales da. Soweit ich dich verstanden habe, hat er die ganze Zeit eurer Beziehung immer wieder virtuelle sexuelle Kontakte zu anderen Frauen gehabt. Sprich die gesamte Beziehung war von Lügen geprägt und wurde auf falschen Tatsachen aufgebaut.
Das ist in meinen Augen nicht nur ein Vertrauensbruch, sondern das gesamte Vertrauen in ihn war sozusagen verschenkt - hätte er eigentlich also niemals wirklich verdient gehabt.

Die Tatsache, dass er nach der ersten Konfrontation nichts unternommen hat und dasselbe Spiel weiter getrieben hat, spricht ganz und gar nicht für ihn. Mag sein, dass er dich dennoch liebt, aber das ist dann eben seine verdrehte Art von Liebe, die dich sicher nicht glücklich machen wird. Du siehst ja selbst, wie es dir momentan ergeht.
Stütze dich jetzt erstmal auf die Menschen, die wirklich verlässlich für dich da sind. Hole dir im Zweifelsfall auch professionelle Hilfe, wenn du das Gefühl hast aus dem Tief nicht mehr heraus zu kommen. Aber die Phase der Trauer wird vorübergehen und dann wirst du dir auch sicher sein können, dass deine Entscheidung die richtige war. Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit.
 

SAMSARA  

Öfters im Forum
Am meisten stört mich der innere Zwiespalt, der zwischen Rationalität und meinen Emotionen herrscht. Ich glaube ihm, dass er mich liebt - aber unsere Auffassung davon, was das bedeutet, sind grundverschieden, wie Mark bereits feststellte.
mhm.
wenn das mit euch wirklich sein soll, dann werdet ihr euch irgendwann wohl wieder über den weg laufen.
also wenn er in einigen monaten in deinem leben wieder auftauchen sollte, kannst du ja darüber nachdenken, ob du da eine veränderung bei ihm siehst, die eine wiederannäherung und vielleicht beziehungswiederaufnahme für dich stimmig macht.

abgesehen davon sei gesagt: menschen sind verschieden. und das, was in ihren augen "liebe" ist, ist verschieden. die für sie richtige beziehungsform ist mitunter ganz verschieden - irgendeine beziehung halt, exklusive beziehung / offene beziehung, liebesbeziehung, monoamor / polyamor, ...
und sie sind verschieden aufrecht - den einen kann man also mehr vertrauen, und den anderen weniger. da richtig auszuwählen hat ausschliesslich mit uns selbst zu tun (also zumindest bei den gut 90%, die uns nicht eindeutig pathologisch begegnen).

jedenfalls:
alles gute dir!

... und bedenke:
wenn das leben gerade nicht dein freund ist, dann ist es dein lehrer! : - )
 

ferdl  

Öfters im Forum
Im großen und Ganzen habt ihr als Paar sehr gut funktioniert, nur in der Sexualität hat er anscheinend andere Vorlieben, die er durch die Selbstbefriedigung via Internet vor anderen Frauen auslebt.
Klar ist es für dich sehr verletzend, aber sein Tick hat meiner Einschätzung nach mit seinen Gefühlen dir gegenüber nichts zu tun.
Hätte es ihm nicht gereicht, wenn er sichhin und wieder in deinem Beisein selbst befriedigt hätte und du dabei vielleicht in verschiedene Rollen geschlüpft wärst?
Solange er die Frauen aus dem Internet nicht persönlich trifft, wäre es für mich wahrscheinlich auch sehr unangenehm, würde aber versuchen, für uns beide dass beste daraus zu machen.
Du hast kein Verständnis für seinen Fetisch, weil die gemeinsame Sexualität darunter leidet und anscheinend merklich nachgelassen hat, also ist es nur logisch und richtig, dass du die Beziehung beendest.
 

Herbivore   (21)

Ist noch neu hier
Also, seit Freitag hat sich nicht wirklich viel verändert. Die gemeinsame Wohnung und Abhängigkeit von ihm (muss ihn täglich zur Arbeit fahren und auch wieder abholen), erleichtern mir die Sache nicht wirklich; solange ich keine richtige Distanz schaffen kann, kann ich von einem klaren Kopf nur träumen.

Gestern hatten wir ein erneutes Gespräch, aber ganz ehrlich: so wirklich "neue" Sachen erfahre ich dabei nicht (aber was erwarte ich da eigentlich?). Er meinte nur, dass er über all das nicht wirklich nachgedacht habe und dass das Sexting bzw ,,Klären" von Frauen wohl so ein Ding unter Männern sei, das mache man halt so (nachdem ich sah, dass er vor einem seiner Kumpels geprahlt hat, wenn er eine dazu brachte, zu machen, was er wollte).

Also bleibt mir nur eine Frage an die Männer: ist das wirklich so? Ist das normal? Hat man als Mann das verlangen, andere Frauen -virtuell- rumzukriegen? Muss ich als Frau einfach nur lernen, damit umzugehen?

Es geht einfach nicht in meinen Kopf, nichts davon.
 

Art_emis   (32)

Öfters im Forum
Also bleibt mir nur eine Frage an die Männer: ist das wirklich so? Ist das normal? Hat man als Mann das verlangen, andere Frauen -virtuell- rumzukriegen?
Ich bin kein Mann, aber normal finde ich das Verhalten ganz und gar nicht. Das ist doch irgendwie stark pubertäres Verhalten.
nachdem ich sah, dass er vor einem seiner Kumpels geprahlt hat, wenn er eine dazu brachte, zu machen, was er wollte
Das finde ich mitunter am schlimmsten daran. Das ist absolut respektlos gegenüber einer Frau, zumal diese Frauen wahrscheinlich nicht einmal wissen, dass sie hier nur als "Spielzeug" fungieren. Das grenzt ja schon fast an Missbrauch. Ich bringe gezielt Frauen dazu sexuelle Handlungen zu tun (wenn auch nur virtuell) um dann vor anderen damit zu prahlen?!? Du musst da keinesfalls umdenken oder dich damit zurechtfinden, sowas geht einfach gar nicht in Ordnung, selbst dann nicht, wenn er ungebunden wäre!
 

Souvereign  

Meistens hier zu finden
Also bleibt mir nur eine Frage an die Männer: ist das wirklich so? Ist das normal? Hat man als Mann das verlangen, andere Frauen -virtuell- rumzukriegen? Muss ich als Frau einfach nur lernen, damit umzugehen?

zu 1.) Nein! zu 2.) Nein! zu 3.) Nein! und zu 4.) Nein!

Er wird nicht der einzige Mann sein, der so denkt / drauf ist. Da reden wir dann aber über eine kleine Minderheit, welche mit dem Ding zwischen den Beinen "denkt".
 

liali  

Sorgt für Gesprächsstoff
Also ich denke du hast dich richtig entschieden und das es jetzt scheisse ist, wehtut und du ihn immernoch liebst ist ja klar. Du wirst ihn vermutlich immer etwas lieben.

An deiner Stelle würde ich aufstehen, alles aktuell Tolle aufschreiben oder dir sogar ne Pro Liste machen (Contra ist Tabu) und alles gute im Hinblick auf eure Trennung aufschreiben und dir vor Augen führen. Eine riesen Gassi Runde gehen (OHNE Handy) und anschließend zu deiner Power Musik anfangen seine Sache zu verpacken. Aus den Augen aus den Sinn. Und ganz dazu würd ich überlegen die Wohnung zu wechseln, ansonsten wird dich ja immer alles an Ihn erinnern..


zu dem was du gehört hast SAMSARA SAMSARA das klingt ja intressant :smile: Da werd ich mal genauer drauf achten.
 

Mark11  

Team-Alumni
zu 1.) Nein! zu 2.) Nein! zu 3.) Nein! und zu 4.) Nein!
Trifft auf mich exakt genauso zu. Und so weit ich weiß, auch auf alle Männer in meiner Umgebung.


Er meinte nur, dass er über all das nicht wirklich nachgedacht habe und dass das Sexting bzw ,,Klären" von Frauen wohl so ein Ding unter Männern sei, das mache man halt so
Das ist einfach nur eine strunzdumme Ausrede, die Dir zeigen sollte, dass er Null verstanden hat, wie sehr er Dir damit weh getan hat. Und die Dir zeigen sollte, dass es ihm egal ist, Dir weh getan zu haben. Und, vor Allem: dass er nie damit aufhören wird. Er will gar nicht damit aufhören, Du hast es einfach zu akzeptieren in seiner Welt.


muss ihn täglich zur Arbeit fahren und auch wieder abholen
Nein, musst Du nicht. Wieso?


über die Verliebtheitsphase waren wir schon lange hinweg
Alleine diese Aussage sollte Dir deutlich machen, wie wenig es bei Euch Beiden passt. 14 Monate sind doch immer noch der Anfang einer Beziehung, da ist man doch immer noch im alles-rosarot-und-voller-Glitter-Modus. Zumindest, wenn es eine Beziehung mit Zukunft ist. Aber "schon lange hinweg" so früh?
 

aglaia  

Verbringt hier viel Zeit
Also bleibt mir nur eine Frage an die Männer: ist das wirklich so? Ist das normal? Hat man als Mann das verlangen, andere Frauen -virtuell- rumzukriegen? Muss ich als Frau einfach nur lernen, damit umzugehen?

Ich bin kein Mann, aber ich kann das trotzdem verneinen.

Das hat nichts mit "die Männer" zu tun, sondern mit diesem Mann, bzw mit Männern mit krankhaft schwachem psychosexuellem Selbstbild.

Daher würde ich auch an deiner Stelle vor dem stark überdramatisierten "Ekel vor Männern" Abstand nehmen. Damit tust du dir nichts gutes und den Männern in deiner Umgebung doppelt nichts Gutes.

Letztlich war die Trennung nun wohl richtig, aber lange vorher wäre von euch beiden (da ihr ja wohl doch sehr stark füreinander empfandet) ein anderer Weg der richtige gewesen - die Zeit dafür war aber dann am Schluß natürlich passé
 

Archangel   (46)

Sorgt für Gesprächsstoff
Also bleibt mir nur eine Frage an die Männer: ist das wirklich so? Ist das normal? Hat man als Mann das verlangen, andere Frauen -virtuell- rumzukriegen? Muss ich als Frau einfach nur lernen, damit umzugehen?
Die einzige klare Antwort sehe ich bei 4.: nein. Da muss nur er was lernen. Ansonsten: tschüss!

Zu 1. und 3.: Bei Idioten schon. Wobei ja immer zwei dazugehören. :whistle:
Zu 2.: normal? Hm, ersetze “normal“ mit “gar nicht so selten“, dann ja.
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muss ihn täglich zur Arbeit fahren und auch wieder abholen
Warum musst Du? Er ist doch so ein Megatalent, andere (Frauen) rumzukriegen...
Aber im Ernst, Du bist doch nicht sein Butler. Jetzt mal Schluss mit Komfortzone. :zwinker:
 
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