Gefühle in Beziehung konstant oder in Wellen

Benutzer166375  (29)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo Liebe Planetianer,

ich hätte mal wieder ein Frage an euch! Würde mich echt interessieren, wie das bei euch ist, also bin ich dankbar für jede Meinung/Erfahrung/Antwort!

Thema sind die Gefühle, die ihr eurem Partner gegenüber habt. Sind die bei euch konstant immer da (jetzt mal davon abgesehen, wenn man einfach einen blöden Tag hatte) oder kommt das eher in "Wellen"?

Also dass ihr für Tage/Wochen/Monate vor Liebe brennt und dann kommt ein Tief, ihr zweifelt an der Beziehung und dann kommt dieses totale Verliebtheitsgefühl wieder zurück? Oder ist ein solches Tief für euch eher ein Zeichen, dass die Beziehung zu Ende geht?

Ich hoffe, ich habe einigermaßen klar ausgedrückt, was ich meine, ansonsten natürlich gerne Rückfragen :smile: Danke euch!
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
im besten fall - für mich - wechselt das nach relativ kurzer zeit (2-3 jahre) in einen zustand ruhiger, zufriedener zuneigung. dass mir manchmal wieder richtig bewusst wird wie gerne ich diesen kerl eigentlich habe - und ich ihn in anderen momenten an die wand klatschen könnte und mich frage warum ich mir das antue - sind gefühle, die zwar übergelagert sind in dem moment, aber nichts am langfristigen ändern.
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Oder ist ein solches Tief für euch eher ein Zeichen, dass die Beziehung zu Ende geht?
wenn das kommt, bevor die ruhige zuneigung einsetzt, dann ja - dann hats die beziehung einfach nicht geschafft. später... ist das nur für den moment von bedeutung, hat aber keine auswirkung auf die beziehung generell oder meine einschätzung derselben.
 

Benutzer133456  (49)

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Der Spruch "wahre Liebe darf nicht wanken" ist Quirlquark, finde ich.

Natuerlich ist man mit seiner Zuneigung auf lange Sicht nie auf einer total geometrischen Umlaufbahn - nichts im Universum ist das. Da sind Ellipsen, Torkelbewegungen...

Eine der ganz grossen Kuenste im Leben ist es, nicht in Panik zu verfallen, wenn's schlecht laeuft, sondern sich an die Planke zu klammern, bis der Sturm vorbei ist. Denn der flaut irgendwann ab. Und ein paar Stuerme spaeter begreift man, was das bedeutet, und wie weit das geht, beim jeweiligen Menschen. Erst dann sollte man sich die Frage stellen, ob einem die personentypischen Auswuechse zuviel sind oder nicht.

Aber es sind ja doch immer dieselben, und wenn man eine ueberlebt hat, ueberlebt man auch die weiteren. Und jeder Partner hat irgend sowas.
 

Benutzer164451 

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Dieses Wellenartige kenn ich aus meiner Exbeziehung - da gab es immer die guten und die schlechten Wochen. Das zieht eine nicht so optimale Beziehung ewig in die Länge, weil ja die guten Wochen einen immer wieder dazu motivieren, doch nicht aufzugeben.

Mit meinem Mann gibts keine schlechten Wochen. Sicher gibts mal schlechte Tage oder jemand hat berufliche Probleme etc. und das Leben ist nicht so leicht - aber das hat noch nie an meiner Zuneigung zu ihm gerührt, die ist absolut konstant (abgesehen von der einen blöden Stunde nachdem wir mal einen Streit gehabt haben).
 

Benutzer154152 

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mit meinen ex partnern war es ein heiteres auf und ab. und auf der beziehungszeit gesehen wurde das auf und ab immer schlimmer und jedes auf war nicht mehr so weit oben wie die aufs davor. also konstant bergab mit auf und abs.

meine jetzige beziehung ist absolut konstant. meine gefühle sind immer gleich intensiv. klar haben wir mal meinungsverschiedenenheiten aber ich bin da nie sauer auf ihn eher deprimiert oder mal enttäuscht aber mit jederzeit sicher wie ich fühle für ihn.
 

Benutzer68775  (36)

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe nie konstante Gefühle. Zu nichts, ich mag Dinge, ich mag sie nicht, ich muss sie haben, ich etrage sie nicht... gegensätzliche Empfindungen sind ganz normal für mich.
Wenn ich jedes Mal an etwas zweifeln würde, elementar, nur weil ich es grade nicht leiden kann, käme ich nicht weit. Ich kann mir zutiefst wünschen, dass er da ist, und mir genauso tief und ehrlich wünschen er wäre einfach NICHT da :zwinker: ich denk mir da nichts dabei... ,eine Gefühle zu Dingen hopsen schon immer wild umher, das konstante, die verlässliche Komponente ist mein Verstand. Eine Beziehung oder Freundschaft ist dann vorbei, wenn der Verstand es als "vorbei" betrachtet.

Meinen Gefühlen hat noch nie irgendwas oder irgendwer Stabilität bringen können, mein Kopf ist der ausgeglichene von uns :zwinker: Wenn ich etwas grade verabscheue, weiß ich, dass ich es durchaus auch mögen kann, dann sitze ich es einfach aus, bis das wieder zurück ist.

Üblicherweise bin ich da in einer guten Balance, ein bisschen hiervon, ein bisschen davon - nur wenn die Phasen des "nicht mögens" immer länger werden und kaum mehr begeisterte Phasen dazwischen sind, DANN übernimmt der Verstand die echten Abwägungen, und trifft die Entscheidung.
In stabilen Freundschaften/Beziehungen gibt es aber so eine ... Fundamentskonstante an Zuneigung und Sympathie, die nie unterschritten wird, egal wie wenig man ihn grade leiden kann. Wenn dieses Fundament angegriffen wird, spring auch sofort der Verstand an.

Also generell, ja, natürlich verlaufen meine zwischenmenschlichen Beziehungen in Wellen. Alle, immer. Allerdings sollten die negativen Wellen eine gewissen Amplitude nicht überschreiten, ohne dass der Verstand nachhakt, was da los ist.

Wellen von "ja nein vielleicht" innerhalb dieser Amplitude sind einfach mein Wesen, das lässt der Verstand unkommentiert durchlaufen :zwinker: Ich nehme mich da in meinen Empfindungen (so lange im üblichen Rahmen) selbst nicht so wahnsinnig ernst, ich kenn mich nicht anders, und fände es zu anstrengend meinen Launen immer nachzugehen :zwinker:
 

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Beides irgendwie. Es sind sozusagen zwei Spuren; Die eine ist recht konstant und bezeichnet meine Zuneigung zu ihm. Die anderen steht für meine Leidenschaft und diese Spur ist eher kurvig. Mal geht er mir so auf den Keks, dass ich ihn am liebsten zum Mond schießen würde, und mal würde ich ihn am liebsten überall küssen und ihm einfach ganz nahe sein. Und ich kann sehr leidenschaftlich sein - in beiden Richtungen :zwinker:.

Wir hatten auch eine etwas schwierige Zeit, in der auch die erste Spur kurvig war. Das war sehr zermürbend und ich bin froh, dass das kein Dauerzustand war. Damit wäre ich nicht zurechtgekommen. Die "Leidenschaftsspur" hingegen hält bei uns schon einige Serpentinen aus.
 

Benutzer168759  (62)

Sorgt für Gesprächsstoff
Bin seit 1979 verheiratet. Da gibt es viel auf und ab. Im letzten Jahr gab es ein tiefes ab eine Trennung kam aber nie zur Sprache. Wir haben uns Zeit gegeben und viel miteinander gesprochen. Derzeit erfinden wir uns nach 38 Ehejahren neu - auch sexuell und sind sehr verliebt
 

Benutzer72433 

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Eine der ganz grossen Kuenste im Leben ist es, nicht in Panik zu verfallen, wenn's schlecht laeuft, sondern sich an die Planke zu klammern, bis der Sturm vorbei ist.
...oder: sich solange an den strand zu setzen, die paar sonnenstrahlen zu genießen die durch die wolken dringen und gelassen abzuwarten, bis das unwetter wieder vorbei ist. das ist aber auch etwas, das man erst lernen muss - und ncht immer kann und darf man das genau so zeigen.

ich steh dazu: eine beziehung ist mir ziemlich wenig wert, wenn sie noch keinen sturm überstanden hat. sowas muss drin sein, im zweifelsfall, denn sonst verlasse ich mich nicht drauf - und ich will den beweis dafür, bevor ich wirklich vertraue.
einer immer sachte und positiv dahinfliessende beziehung kann ich nicht vertrauen, für mich spricht das von "mit genügend abstand leben, dass es nicht zu reibereien kommt" - daran ist auch nichts verkehrt, aber es ist halt nichts für mich. ich brauche die sicherheit, dass die beziehung auch bei stress nicht zerbricht.
 

Benutzer2610 

Meistens hier zu finden
Mit allzuvielen Erfahrungen kann ich leider nicht dienen (da sich diese auf eine einzige Beziehung beschränken), darauf basierend würde ich aber sagen dass das bei mir sehr konstant ist.
Natürlich gab es auch mal Momente in denen ich meine Frau gerne "an die Wand geklatscht" hätte oder mich über irgendetwas ganz besonders gefreut habe, das waren dann aber nur sehr kurze Momenteindrücke - an der Grundzuneigung hat dies nichts verändert.
Wenn ich jemanden wirklich liebe, dann ist diese Liebe nur äußerst schwer bis gar nicht zu erschüttern - bis dieser Zustand erreicht ist dauert es aber auch eine gewisse Zeit (2-3 Jahre).
 

Benutzer166375  (29)

Sorgt für Gesprächsstoff
ich steh dazu: eine beziehung ist mir ziemlich wenig wert, wenn sie noch keinen sturm überstanden hat. sowas muss drin sein, im zweifelsfall, denn sonst verlasse ich mich nicht drauf - und ich will den beweis dafür, bevor ich wirklich vertraue.

Und so ein Sturm ist für dich etwas "Innerliches"? Ich frage nur, weil ich den Sturm immer als etwas äußerliches gesehen habe, über das man gemeinsam hinweg kommt oder eben nicht. Bei meinem Partner war das zum Beispiel der Verlust des Studienplatzes. War eine schwierige Phase, kam aber von außen und hatte mit unseren Gefühlen per se erstmal nichts zu tun.
 
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