Gedrückte Stimmung

Benutzer111415  (28)

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Hallo allerseits!

Ich war mir nicht so sicher, ob ich dieses Thema wirklich eröffnen sollte, zumal ich ja sowieso alle Nase lang eines eröffne, aber da mir bei den bisherigen Themen die Tipps der User immer sehr geholfen haben, tue ich es nun doch. Es ist wie immer sehr lang, vielen Dank schon mal für eure Geduld beim Lesen.

Ich glaube, ich habe objektiv gesehen eigentlich keine ernsthaften Probleme. Ich habe zwar Probleme (die ich zumindest als solche ansehe, da gibt es teilweise auch schon Themen zu, z.B. zu meinen Versagensängsten im Studium und zu dem einen Typen), aber andere haben auch Probleme und drehen trotzdem nicht am Rad. Weswegen ich mich aber leider auch nicht besser fühle - eigentlich eher schlechter, weil ich ein schlechtes Gewissen habe, dass ich mich wegen so nichtiger Probleme so sehr aufrege.
Bei mir ist es wohl häufig auch eher die Angst vor dem, was kommen könnte, als die gegenwärtige Situation (das ist ja z.B. auch bei den Versagensängsten der Fall).

Belasten tut mich das ganze aber trotzdem und da ich nur mit einer Freundin, welche meiner Meinung nach aber eigentlich viel größere Probleme hat als ich und welche ich darum nicht auch noch mit meinen belasten will, darüber rede, habe ich mal dieses Thema eröffnet, vielleicht hat ja jemand ein paar Anregungen und unabhängig davon hilft es mir wohl auch schon, mir alles einfach mal von der Seele zu schreiben.

Dass es mir phasenweise schlecht geht, ist schon sehr lange so.
Mit 11 Jahren hatte ich quasi das umgekehrte Problem, damals hatte ich Angst vor z.B. Messern, weil ich Sorge hatte, mich umzubringen (was ich aber eigentlich nicht wollte).
Dann war das kurz weg, danach kam dann eine Phase (mit so ca 13), in der ich eigentlich gerne sterben wollte, aber ich wollte es auch nicht meinen Eltern antun und hatte auch noch Pläne für später.
Ich habe dann so ca. 2 Jahre lang sehr wenig gegessen, sozusagen als "Kompromiss" - mir war klar, dass ich davon nicht schnell sterben würde, aber die Möglichkeit bestand. Als ich dann aber merkte, dass das nichts brachte, außer, dass ich mich schlechter konzentrieren konnte und ich regelmäßig gefragt wurde, ob ich magersüchtig wäre, habe ich langsam wieder angefangen mehr zu essen und mir gesagt, dass ich mal abwarte, wie es im Studium wird.
Mir ging es weiterhin während der Schulzeit häufig nicht gut (aber nicht immer, es gab auch sehr gute Phasen). Irgendwas gemerkt hat meine Mutter wohl (obwohl ich mich sehr darum bemühte, es zu verbergen) - sie meinte kurz nach meinem Abi, als ich alleine zu einigen Vorstellungsgesprächen fahren wollte mal, dass sich jemand vor kurzem vor einen Zug gerworfen hätte und sie hoffen würde, dass ich das nie täte (den Wortlaut habe ich nicht mehr genau im Kopf, aber so ähnlich, ich hatte es aber auch gar nicht vor).
Dann war es zwischendurch für ein paar Jahre abgesehen von starken Versagensängsten gut.

Nun war es aber im Sommer diesen Jahres so, dass ich mich kaum zu etwas motivieren konnte, ich habe fast nichts getan (so zumindest mein Eindruck, vielleicht bilde ich mir das auch nur ein) und hatte deswegen ein unglaublich schlechtes Gewissen (und habe es immer noch).

Jetzt finde ich eigentlich, dass es mir gut gehen sollte, ich habe einige Freunde, ich finde auch immer mal wieder neue Freunde und mir wird desöfteren gesagt, dass ich immer so fröhlich und offen wäre und man sich freuen würde, mich zu sehen/man gut mit mir reden könne o.ä.
Zudem habe ich den Praktikumsplatz, den ich so gerne wollte, bekommen (das Praktikum mache ich nun) und bin wieder dort, wo ich das Auslandssemester gemacht habe.
Andererseits gibt es aber auch Dinge, die mich sehr belasten: Die Situation mit dem Typen aus meinem anderen Thread, die Situation der Freundin aus diesem Thread (jene, mit der ich auch ein bisschen (aber nicht so ausführlich) über das Thema dieses Threads rede), meine Angst, nicht rechtzeitig eine (passende) Masterarbeit zu finden, meine Sorge, das Studium noch mehr zu verlängern, meine Sorge, keine Arbeit zu finden, meine Sorge, keine glückliche Beziehung führen zu können.

Seit ein paar Wochen gibt es nun fast täglich (oder täglich? das weiß ich nicht so genau) mindestens einen Zeitpunkt, zu dem ich ohne Grund (oder aufgrund der oben genannten, meiner Meinung nach aber eigentlich nicht triftigen Gründe) in Tränen ausbreche. Manchmal kann ich das auch noch verhindern, meist wenn gerade Menschen in der Nähe sind. Meine Grundstimmung ist in letzter Zeit auch eher gedrückt, zwischendurch gibt es aber auch Momente, in denen es mir gut geht.
Ich wäre zurzeit eigentlich am liebsten tot. Neben einem vorbeifahrenden Zug kam mir auch schon der Gedanke, dass alles einfacher wäre, würde ich einfach davor springen. Direkt danach aber auch der Gedanke, dass ich das nicht tun sollte, weil ich es meinen Eltern, dem Zugführer und meiner Freundin nicht antun könnte und das zudem keine schöne Art ist zu sterben, da viele noch einige Stunden unter starken Schmerzen und ziemlich zermatscht weiterleben.
Tot umfallen wäre mir lieber, dann wäre ich auch nicht schuld daran.
Ich habe aber eigentlich auch die Hoffnung, dass es irgendwie wieder gut wird, zumal ich auch weiß, dass ich mich in einigen Bereichen verbessert habe (inzwischen integriere ich mitunter schüchterne Menschen in Menschengruppen, früher war ich die, die stumm daneben saß - wobei ich manchmal auch selber nicht so gesprächig bin).
Zudem habe ich mich als ich so ca 10 war gegen fast alle Mitschüler auf die Seite eines Mädchens in meiner Klasse, welche gemobbt wurde, gestellt und mich vor ca einem Jahr mit einem ziemlichen großen, ziemlich muskulösen Typen, welcher ausländerfeindliche Sprüche brachte, angelegt.
Es gibt also durchaus Dinge an mir, die ich gut finde, ich weiß nur nicht so recht, wie ich sie nutzen soll.
Zudem kann ich mich derzeit schlecht dazu aufraffen, etwas zu tun. Ich würde so gerne öfter wegfahren, gerade jetzt, wo ich wieder im Ausland bin.
Aber ich habe es, seit ich wieder hier bin, bisher nur ein Mal getan, weswegen ich schon wieder ein schlechtes Gewissen habe. Ich sollte die Zeit eigentlich sinnvoller nutzen, aber es fällt mir shcwer, etwas zu planen, es fällt mir schon schwer, einfach nur die Einkäufe auszupacken, rechtzeitig schlafen zu gehen (und einzuschlafen) aufzustehen, sobald der Wecker klingelt. Ich würde auch gerne Sport treiben, mich gesünder ernähren oder mehr einfach mal mehr rausgehen, aber auch das fällt mir schon schwer, ebenso nicht zwingend nötige Dinge im Haushalt - da denke ich immer, ich würde das gern tun (nicht, weil ich Spaß an Hausarbeit hätte, sondern einfach, weil es normal ist), tue es aber doch nicht.
Ich komme mir ziemlich faul vor, aber es fällt mir schwer, etwas daran zu ändern. Ich zwinge mich jetzt zu vielen Dingen (z.B. die Einkäufe möglichst bald auszuräumen), aber es fällt mir sehr sehr schwer und ich verstehe selber nicht so recht, waurm eigentlich.
Ich frage mich auch immer, ob ich mir das alles nur einbilde und mich da unnötig reinsteigern (das tue ich bestimmt auch, aber auch hierfür habt ihr ja vielleicht ein paar Tipps, wie ich das lassen kann).
Dass es mir zwischendurch mal nicht gut geht, habe ich immer mal wieder, das ist ja glaube ich auch normal. Ich vergleiche mich oft mit anderen und schneide dabei in meinen Vergleichen dann für mich oft schlechter ab (allerdings neige ich auch dazu, mich z.B. mit sehr sozialen Menschen bzgl meiner sozialen Fertigkeiten zu vergleichen, stelle fest, dass meine schlechter sind und das deprimiert mich dann - dabei weiß ich eigentlich, dass ich mich lieber mit mir vor ein paar Jahren oder noch vor einem Jahre vergleichen sollte, da würde ich auch besser abschneiden).
In den letzten Wochen ist es stimmungsmäßig aber schlechter als sonst, vergleichbar mit einer (oder mehreren? das weiß ich gerade nicht mehr so genau) Phase während meiner Schulzeit.

Danke schon mal für das Durchlesen des langen Textes, mich kurzfassen kann ich immer noch nicht, aber ich wollte auch einfach mal möglichst viel davon aufschreiben, vielleicht hat ja jemand ein paar Tipps.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer106548 

Team-Alumni
Hast Du mal abklären lassen, ob bei Dir eventuell eine leichte oder mittelschwere Depression vorliegen könnte?
Ist Deine Schilddrüse in Ordnung?
Hast Du mal recht aktuell ein Blutbild machen lassen?


Einige Sachen, die Du erzählst, klingen ein bisschen wie Kennzeichen einer Depression. Es könnte aber auch rein organische Gründe geben, aber auch "einfach" eine depressive Verstimmung (das ist keine Depression!) ist denkbar. Oder etwas, das in gar keine Schublade passt.
Es ist aus der Ferne unheimlich schwer, auch nur ansatzweise seriös etwas zu Deinem Zustand zu sagen, es gäbe so viele Möglichkeiten.
Und genau aus diesem Grund würde ich Dir raten, Schritt für Schritt abzuklären, was Du Alles nicht hast. Nur, um dies sicher abgeklärt zu haben. Und, das ist das Wichtige dabei, dass die Zahl der Möglichkeiten, was mit Dir los ist, immer kleiner wird.
Im Moment scheinst Du mir vor einem riesengroßen Berg von Fragen zu stehen und überhaupt nicht zu wissen, wo Du anfangen könntest, Antworten zu finden.
Gehe erst einmal zu Deinem Hausarzt und lasse Blut, Hormone, Schilddrüse usw. untersuchen.
Dann suche Dir einen Psychiater (ich weiß nicht, wie es da ist, wo Du gerade lebst, in D gibt es unglaublich lange Wartezeitem) und führe ein Erstgespräch. Meistens bekommst Du da schon eine erste Einschätzung, was mit Dir los sein könnte, bzw., ob überhaupt etwas los ist.
 
N

Benutzer

Gast
Okay.. wenn ich das so lese, frage ich mich, was deine Freundin wohl für Probleme hat, dass ihre so viel schlimmer sind, als deine? :hmm:

Du findest es sollte dir gut gehen. Tuts aber nicht. Ich finde, das solltest du erst mal so annehmen. Wenn du mit dir schimpfst, weil es dir nicht gut geht, obwohl es dir deiner Meinung nach eigentlich gut gehen müsste, geht es dir dann wirklich besser.. oder nicht doch eher.. schlechter? Zusammen mit den ganzen vielen tollen anderen Dingen, die du eigentlich tun müsstest, solltest, in deinem Kopf hin und her wälzt, die ungelöst bleiben und dich permanent belasten?

Deine Probleme gibt es ja so eigentlich schon recht lang. Warst du mal beim Arzt und hast körperliche Ursachen abklären lassen? Bist du mal in therapeutischer Behandlung gewesen? Hast du dich beraten lassen?

Was - außer, das alles irgendwie überspielen und aushalten - hast du schon versucht, um es zu ändern? Und zwar nicht "den Anforderungen von außen" entsprechend, sondern deinen Wünschen entsprechend? So, dass es dir gut gehen könnte?

Wenn du nicht zum Arzt oder zum Psychologen gehen möchtest.. wie sieht dein Leben so aus? Hast du deine Ziele selbst gewählt, oder erfüllst du damit irgendwelche (unausgesprochenen) Erwartungen? Studierst du ein Fach, dass deinen Interessen entspricht? War das Auslandssemester etwas, das du für dich wolltest? Gibt es Stressoren in deinem Leben (außerhalb deines Kopfes), die man mindern könnte?
Musst du nicht mir beantworten, das wären so Fragen, die ich mir stellen würde.

Mir fiele spontan schon ein Stressor ein, den man abschalten könnte: Diesen Typen, der deine Freundin und dich gegeneinander auszuspielen versucht, den du aber nicht Arschloch nennen und krampfhaft unbedingt gerne weiterhin mögen möchtest.
Ich glaube, das ist ein Faktor in deinem Kopf, den du nicht brauchen kannst. Nicht zusätzlich zu allem anderen in deinem Kopf auch noch brauchen kannst.
Aber das musst ja du wissen.

Dann könntest du ein bisschen Druck abbauen, in dem du es dir erlaubst, mit anderen Menschen zu reden. Menschen, die es gut mit dir meinen (nicht irgendwelchen Arschlöchern). Es ist irre anstrengend, immer stark und immer gut gelaunt zu sein, wenn man innerlich weint und vollkommen überfordert ist. Und es kann einen unglaublich erleichtern und stärken, sich anderen Menschen mitzuteilen, eine Schulter zu bekommen, etwas Verständnis.

Und das solltest du auch dir selbst geben: Etwas Verständnis. Es geht dir nicht gut. Ist nicht schön, ist aber gerade so. Das kann man ändern - aber nicht, durch Vorwürfe, dass es dir eigentlich gut gehen sollte. Sondern in dem du Dinge veränderst, so dass es dir gut gehen kann.

Deine Gedanken sind ein Teil davon. Du machst dir den ganzen Tag Gedanken und Vorwürfe. Was du alles eigentlich tun wolltest - und was davon du getan hast. Dass du dich nicht richtig ernährst, nicht genug erlebst und faul bist.
Würde es mir gut gehen, wenn die ganze Zeit jemand neben mir steht, und schimpft? Nein. Habe ich Energie und Lust und Nerven, viel zu tun, wenn ich den ganzen Tag Vorwürfe höre? Nein.

Versuch das zu stoppen. Nimm dir für die Tage weniger vor. Guck realistisch, was du an einem Tag erledigen kannst und willst - und dann hast du genau das gut gemacht. Und plane ganz gezielt Entspannungsphasen ein. In denen du bloß nix tust. Oder bloß Musik hörst. Oder spazieren gehst. Und in diesen Phasen bist du nicht faul, in diesen Phasen tust du etwas für dich. Etwas gutes, wichtiges und richtiges.

Wenn du anfängst mit dir zu schimpfen: Unterbrich das. Sofort. Denk was anderes. Was positiveres. Oder mach was anderes, bei dem du nicht mehr weiterschimpfen kannst. Wenn du anfängst, dir um irgendwas Sorgen zu machen: Kannst du den Inhalt dieser Sorgen irgendwie ändern? Abwenden? Wie? Mach einen Plan, auf Papier, setz dir Meilensteine die du Schritt für Schritt erledigen kannst.
Kannst du daran nichts ändern, sondern musst es einfach auf dich zukommen lassen? Oder du hast realistisch betrachtet, keinen Grund dich zu Sorgen oder schon alles getan, was du konntest?
Unterbrich das Gedankenkreisen. Sofort. Denk was positiveres, anderes. Oder mach etwas, bei dem du Erfolge hast und dir keine Sorgen machen kannst.

So paar Gedanken, die mir spontan einfallen, was man auf jeden Fall immer schon mal für sich selbst tun kann.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Auch wenn ich mich wiederhole:
Gibt es irgendeinen rationalen Grund für deine Versagensängste in Sachen Studium, Jobsuche, usw.?
Wenn ich es recht weiß, gehörst du zwar nicht unbedingt zu den Top-Studenten (mit denen du dich so gerne vergleichst), aber bist trotzdem immer recht ordentlich durchgekommen. Wieso solltest du das nicht weiterhin schaffen?
Immerhin waren deine bisherigen Leistungen offensichtlich gut genug, um dein Traum-Praktikum zu bekommen!
Wieso hast du Angst, keine Masterarbeit zu finden? - Zumindest in meiner Studienzeit habe ich nie mitgekommen, dass jemand ein Problem bei der Suche einer Diplomarbeit hatte (ich habe ja noch auf Diplom studiert). Viel eher gab es diverse Arbeitsgruppen, die händeringend Diplomanden gesucht haben und die bei den Studenten in höheren Semestern kräftig die Werbetrommel gerührt haben.
Und wieso glaubst du, später keinen Job zu finden? Die Suche nach der ersten Stelle mag für einen Physiker vielleicht etwas schwieriger sein, als für einen Maschinenbau-Ingenieur, weil er kein ganz so klar definiertes Profil hat. Aber im Vergleich zu vielen anderen Akademikern sind die Berufsaussichten frür Physiker verdammt gut!
Auch wenn man keine Lust auf die akademische Laufbahn hat, gibt es da viele Möglichkeiten in der Wirtschaft. - Insbesondere, wenn man dazu bereit ist, auch ein wenig über den Tellerrand der reinen Physik hinauszuschauen.
 

Benutzer155480 

Sehr bekannt hier
Ich glaube in Deine Situation hilft Rationalität nicht wirklich, oder? :zwinker: Je mehr man versucht, sich selbst zur Ordnung zur Rufen und rational zu denken, desto eher galoppieren negative Gedanken und Ängste davon....

Ab zum Hausarzt. Lass bei ihm alles abchecken, was eine körperliche Erkrankung erklären könnte: Schilddrüse, Vitamin D, E, Folsäure. Pille? Andere Medikamente? Herz?

Hast du andere körperliche Beschwerden? Kopfschmerzen? Verspannungen? Bauchweh? Rückenschmerzen?

Für mich lesen sich Deine Schilderungen aber auch eher nach mehreren mittelgradigen depressiven Episoden und nach einer beginnenden Panikstörung.
 

Benutzer111415  (28)

Meistens hier zu finden
Hallo!
Erstmal vielen Dank für eure Nachrichten, ich habe sie mir bereits alle durchgelesen, bin aber noch nicht zum Antworten gekommen, ich weiß auch noch nicht, ob ich heute dazu komme, da ich gleich weg muss, dann zwischendurch wiederkomme, aber heute Abend schon wieder weg bin, und ich dann nicht nur so was hingerotztes schreiben möchte :X3:
 

Benutzer26398 

Beiträge füllen Bücher
3 386 :
erst dachte ich "das Mädel hat die üblichen Probleme..." - aber die Schilderung in deinen Anfangspost macht schon irgendwie betroffen... es schein als würden die "unguten" Momente die "guten Momente" bei dir immer weiter überlagern.

Ich denke auch das es wichtig wäre wenn du dich erstmal körperlich untersuchen lässt - ich bin Laie vermute aber auch etwas psychisches... such Fachleute auf!

Wie war das früher bei euch zuhause? - du schreibst das du denkst das deine Mutter etwas gemerkt hat (das es dir nicht gut geht) aber nicht wirklich etwas unternommen... Das ist nicht schön... hilfreich sind sicherlich Leute denen du dich anvertrauen kannst - das können Freunde sein aber vielleicht sind eben auch Fachleute nötig.
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Warst du schon mal bei der psychologischen Studierendenberatung?
Die haben einigen Freunden mit Versagensängsten und Co. extrem gut geholfen, teils mit Einzelsitzungen und wer wollte auch mit Gruppensitzungen. Man bekommt recht zeitig einen Termin, es ist quasi-Anonym, es erfährt die Krankenkasse nicht und man muss für die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht angeben, dass man schon mal in psychologischer Behandlung war. Es ist nämlich nur eine Beratungsstelle. Selbst Freundinnen mit Magersucht haben dort tolle Ansprechpartner gefunden, bis diese ihr einen Platz in einer Klinik verschaffen konnten.
Ich selbst bin kurz vor dem BA aus der Uni geflogen (vermasselter Drittversuch) und bin dadurch in ein tiefes Loch gefallen. Ich war bei der psychologischen Beratung der ev. Kirche, habe da ca. ein halbes Jahr meine Sitzungen gemacht.
Obwohl ich keinen Abschluss habe, bin ich heute in (fast) meinem Traumjob. Das Leben muss nicht immer einfach sein und gerade aus gehen. Kurven machen die Reise erst spannend.
Wenn ich heute zurück schaue ist die ganze Angst und die ganzen Tränen gar nicht nötig gewesen.
 

Benutzer111415  (28)

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Ich werde vermutlich nicht alles in einer Antwort unterbringen, aber ich fange einfach mal an:

Hast Du mal abklären lassen, ob bei Dir eventuell eine leichte oder mittelschwere Depression vorliegen könnte?
Nein, ich habe mich wohl schon mal darüber informiert und ähnliche Symptome gefunden, aber bei einem Psychologen habe ich nichts dergleichen angesprochen.

Ist Deine Schilddrüse in Ordnung?
Hast Du mal recht aktuell ein Blutbild machen lassen?
Meine Schilddrüse wurde 2014 (?) zuletzt überprüft, zu dem Zeitpunkt war sie in Ordnung.
Im Oktober wurde ein Blutbild gemacht, allerdings für eine Untersuchung, die ich für das Praktikum brauchte, ich weiß nicht, was alles überprüft wurde.

Gehe erst einmal zu Deinem Hausarzt und lasse Blut, Hormone, Schilddrüse usw. untersuchen.
Ich habe dort, wo ich gerade wohne, allerdings keinen Hausarzt. Ab Anfang/Mitte Januar bin ich allerdings wieder in Deutschland.

Okay.. wenn ich das so lese, frage ich mich, was deine Freundin wohl für Probleme hat, dass ihre so viel schlimmer sind, als deine? :hmm:
Ihre Mutter ist todkrank und hat vermutlich nur noch wenige Jahre zu leben.

Wenn du mit dir schimpfst, weil es dir nicht gut geht, obwohl es dir deiner Meinung nach eigentlich gut gehen müsste, geht es dir dann wirklich besser.. oder nicht doch eher.. schlechter?
Es geht mir dann eindeutig schlechter. Aber es fällt mir schwer, damit aufzuhören. Jetzt zum Beispiel auch schon wieder, weil ich immer noch wach bin.

Warst du mal beim Arzt und hast körperliche Ursachen abklären lassen? Bist du mal in therapeutischer Behandlung gewesen? Hast du dich beraten lassen?
Vor einer Weile wurden mal Schilddrüse und ein paar potentielle Mängel (ich weiß leider nicht mehr genau, welche...) abgeklärt - bis auf Vitamin B12 Mangel war da alles in Ordnung (und ein Enzym, welches wohl zu wenig gebildet wird, aber da andere Krankheiten ausgeschlossen wurden, wird das wohl an einem Gendefekt liegen).
Ich war schon mehrfach bei Psychologen. Meistens wegen meinen Versagensängsten, einmal weil ich von einem Lehrer hingeschickt wurde und einmal, weil meine Eltern mich hingeschleppt haben, ich weiß aber nicht mehr genau, warum. Womöglich hing das mit der nicht so guten Phase als ich so ca 11 war zusammen.

Was - außer, das alles irgendwie überspielen und aushalten - hast du schon versucht, um es zu ändern? Und zwar nicht "den Anforderungen von außen" entsprechend, sondern deinen Wünschen entsprechend? So, dass es dir gut gehen könnte?
Nicht viel, denke ich... Ich habe versucht, meine Ernährung umzustellen, weil ich dachte, dass es vielleicht damit zusammenhinge. Und die Dinge, die mir Angst machen/mich stören "einfach" anzugehen.

wie sieht dein Leben so aus? Hast du deine Ziele selbst gewählt, oder erfüllst du damit irgendwelche (unausgesprochenen) Erwartungen? Studierst du ein Fach, dass deinen Interessen entspricht? War das Auslandssemester etwas, das du für dich wolltest? Gibt es Stressoren in deinem Leben (außerhalb deines Kopfes), die man mindern könnte?
Ich kann nicht ganz genau sagen, was alles meine eigene Entscheidung ist und inwieweit ich beeinflusst bin, da z.B. mein Vater wohl schon ziemlich genaue Vorstellungen von meinem Leben habe. Ich dachte z.B. auch darüber nach, eine Ingenieurwissenschaft zu studieren, damit wäre er aber wohl nicht einverstanden gewesen (meinte er zumindest zu dem Zeitpunkt, ich glaube aber, dass er es letztlich schon akzeptiert hätte). Mein jetziges Studienfach interessiert mich schon und ich habe mich auch dafür entschieden. Ich weiß aber noch nicht genau, was ich später machen will, und das verunsichert mich. Das Auslandssemester wollte ich gerne machen. Ich wollte schon lange ins Ausland, hatte mich aber vorher nicht getraut. Nun hätte ich mich auch beinahe nicht getraut, Freunde und meine Eltern haben mich ermutigt.
Ich denke, würde ich es schaffen, die anstehenden Entscheidungen zu treffen (Masterarbeitsthema z.B., entscheiden, wann ich fliege, ob ich noch ein Praktikum direkt Anfang nächsten Jahres mache oder nicht) und die Dinge, die noch erledigt werden müssen, zu tun (z.B. Flug buchen, ein Dokument verschicken, nachdem ich irgendwie die Unterschriften u.ä. zusammengekriegt habe), würde mich das schon mal entlasten.
Auch würde ich mal die Vorlesungen nacharbeiten und schneller auf Nachrichten anderer Menschen antworten.
Ein weiterer Stressfaktor ist gerade ein Freund von mir, welchen ich sehr gerne mag, welcher mich glaube ich auch sehr gerne mag, aber welcher wohl mehr als Freundschaft will, was ich bis vor kurzem nicht wusste (wissen tu ich es eigentlich immer noch nicht). Ich habe vor seinen Augen einen anderen geküsst und seitdem hat er kaum noch mit mir geredet. Morgen (also eigentlich heute) wollen wir uns treffen, um darüber zu reden.

Mir fiele spontan schon ein Stressor ein, den man abschalten könnte: Diesen Typen, der deine Freundin und dich gegeneinander auszuspielen versucht, den du aber nicht Arschloch nennen und krampfhaft unbedingt gerne weiterhin mögen möchtest.
Ich glaube, das ist ein Faktor in deinem Kopf, den du nicht brauchen kannst. Nicht zusätzlich zu allem anderen in deinem Kopf auch noch brauchen kannst.
Aber das musst ja du wissen.
Der ist definitiv ein sehr großer Stressfaktor. Der auch jetzt gerade wieder bewirkt, dass es mir mies geht.
Er wollte sich heute Abend/Nacht mit mir (und seinen Freunden vermute ich) treffen, ich hatte aber keine Zeit, weil ich schon verabredet war. Zudem wollte ich mit ihm reden, weil er sich häufig meiner Meinung nach alles andere als nett verhält, gerade mir gegenüber. Ich habe ihm dann geschrieben, dass ich mit ihm reden will, er wollte wissen worüber, dann habe ich es angedeutet, er hat die Beleidigungen, welche ich angeführt hatte (welche meine Freundin mir übermittelt hatte), abgestritten und das Gespräch für beendet erklärt, ich habe ihm dann einen langen Text geschrieben, über einiges, was mich an seinem Verhalten stört, dabei jedoch auch erwähnt, dass er sich bevor ich zwischenzeitlich wieder nach Deutschland ging durchgehend nett verhalten habe und ich ihm darum keinen schlechten Charakter unterstellen würde u.ä. - es war meiner Meinung nach nicht gemein geschrieben, Vorwürfe waren enthalten, aber ich hab mich auch für Verhalten meinerseits, welches ich als Fehlverhalten ansehe, entschuldigt.
Von ihm kam dann ein Treffensvorschlag, ich habe eine andere Uhrzeit vorgeschlagen, er hat erst zugestimmt und meinte dann später, die andere würde ihm doch besser passen. Da war ich aber noch am Essen und bin dann einfach so gefahren, dass ich zu meiner vorgeschlagenen Uhrzeit ankäme (zu welcher er ja zunächst auch zugestimmt hatte) und habe ihn darüber informiert. Einige Zeit später meinte er dann, er wäre gerade nicht daheim, ich habe gefragt, wann er wiederkäme.
Nach einer Weile hat er dann mehrfach versucht, mich anzurufen, und als ich ihn eine Weile später (ich war gerade einkaufen) zurückrief, hatte er einen Freund (welchen ich auch kenne) da, meinte aber ich könnte trotzdem kommen (das reden hätte dann aber natürlich nicht geklappt). Ich habe mich dann aber weiter um die Einkäufe gekümmert, er hat mir dann mitgeteilt, dass sein Freund gegangen wär, da war ich aber auf dem Heimweg. Später hab ich ihm dann vorgeschlagen, mit mir und meinen Freunden mitzukommen, da war er dann aber gerade zu müde, meinte er, hat sich aber für die Einladung bedankt. Irgendwann nachts habe ich ihm dann geschrieben, dass wir immer noch reden müssten, sein Verhalten mich verletzen würde und das nicht ok wäre, seine Antwort darauf lautete "wtf, ich rede fast gar nicht mit dir".
Rational gesehen ist mir eigentlich schon klar, dass er wohl ein ziemliches Arschloch ist. Aber ich kann es trotzdem nicht so recht glauben, weil er sich eben mal sehr lieb und fürsorglich verhalten hat und das über Monate und er es manchmal immer noch tut. Zudem ist er zu meiner Freundin gerade nett - allerdings war er das bei mir ja auch ne ganze Weile, anscheinend kriegt sie grad seine Zuneigung ab, was ich aber auch schon wieder seltsam finde (er hat/ hatte zwar schriftlich viel Kontakt zu ihr, gesehen hat er sie aber nur zwei mal sehr kurz, einmal zufällig und einmal, als ich mit ihm am anbändeln war und er dementsprechend kaum mit ihr geredet hat oder so sondern durchgehend mit mir beschäftigt war).
Das Problem ist aber auch, dass ich nun schon wieder die Schuld bei mir suche. So nach dem Motto "wäre ich einfach gestern vorbeigegangen, als er seinen Kumpel da hatte oder als der dann gerade gegangen war, wäre das viel einfacher und womöglich schon geklärt und wir schon quasi gute Freunde - und ich bin jetzt Schuld an seiner Bemerkung, weil ich schon wieder Stress mache".
Wobei er sich ja eigentlich auch vorher schon bisweilen arg unsensible verhalten hat.
Also ja, er ist ein sehr großer Stressfaktor.
Rational betrachtet stelle ich fest, dass es vermutlich durchaus auch Vorteile hat, dass es nun so gelaufen ist, bevor meine Freundin oder ich eine Beziehung mit ihm eingegangen wäre. Denn auch in einer Beziehung gibt es ja nicht nur gute Phasen und die Gefühle lassen auch mal nach. Wenn er nur "dauernett" ist, solange er verliebt ist/ meint, es zu sein, würde die Beziehung vermutlich ziemlich unschön laufen/enden. Und je nachdem wie weit das dann schon gegangen wäre, könnte das erheblich unangenehmer sein.
Er hat aber eigentlich auch eine ganze Menge Freunde, zu denen ist er ja auch nett. Wobei er in erster Linie mit Männern befreundet ist (soweit ich das beurteilen kann, ein paar weibliche Freunde hat er aber auch), vielleicht hat er ein Problem mit Frauen :cautious: Er hat da auch schon ein paar seltsame Kommentare gebracht.

Dann könntest du ein bisschen Druck abbauen, in dem du es dir erlaubst, mit anderen Menschen zu reden. Menschen, die es gut mit dir meinen (nicht irgendwelchen Arschlöchern).
Das ist dann vermutlich nicht unbedingt der Kerl. Es fällt mir schwer, über so etwas zu reden. Ich habe nun ja angefangen, mit besagter Freundin darüber zu reden, vorher habe ich mit niemandem darüber gesprochen.
Aber zur Zeit fällt es mir sehr schwer, das alleine mit mir auszumachen. Ich weiß nicht, ob es zu Schulzeiten auch schon mal so schlecht war. Die letzten Jahre auf jeden Fall nicht in dem Maße (soweit ich mich erinnere). Ich dachte nun auch diese Woche eigentlich, es wäre wieder besser, ist es aber nicht. Jedenfalls nicht in nennenswertem Maße, falls überhaupt.
Ich möchte meine Freunde nicht damit verschrecken. Außerdem wäre das auch so viel zu erzählen und nur wenige kennen mich so gut wie diese eine Freundin. Irgendwie fehlt mir auch das Vertrauen, SOWAS anderen zu erzählen. Und ich habe Sorge, dass es die Lockerheit aus den Kontakten nehmen würde, ein bisschen Lockerheit möchte ich aber behalten.

Nimm dir für die Tage weniger vor.
Ich nehme mir häufig eigentlich gar nicht so viel vor. Einfach nur das Praktikum und eine andere Sache zum Beispiel. Die andere Sache erledige ich meistens nicht, beim Praktikum bin ich auch nicht immer aufmerksam und es fällt mir mitunter schwer, wach zu bleiben, weil ich nicht genug schlafe nachts. Allerdings habe ich beim Praktikum mit meiner derzeitigen Aufgabe eigentlich auch noch bis nächsten Donnerstag Zeit, fühle mich davon aber etwas unterfordert, habe die Aufgabe an sich schon seit einigen Tagen fertig (obwohl ich letzte Woche ein paar Tage krank war) und korrigiere sie nun, weil ich mit ein paar Dingen nicht ganz zufrieden bin, habe noch zusätzliche Werte, welche ich für sinnvoll erachte, berechnet und werde, sollte ich noch Zeit habe, noch was anderes zu Vergleichszwecken austesten.
Ich wollte während des Praktikums eigentlich auch viel öfter verreisen, bisher habe ich das aber nur einmal getan.

Wenn du anfängst mit dir zu schimpfen: Unterbrich das. Sofort. Denk was anderes. Was positiveres. Oder mach was anderes, bei dem du nicht mehr weiterschimpfen kannst. Wenn du anfängst, dir um irgendwas Sorgen zu machen: Kannst du den Inhalt dieser Sorgen irgendwie ändern? Abwenden? Wie? Mach einen Plan, auf Papier, setz dir Meilensteine die du Schritt für Schritt erledigen kannst.
Das werde ich ausprobieren. Aber ich muss mich erstmal dazu motivieren, einen solchen Plan zu machen...

Kannst du daran nichts ändern, sondern musst es einfach auf dich zukommen lassen? Oder du hast realistisch betrachtet, keinen Grund dich zu Sorgen oder schon alles getan, was du konntest?
Das fällt mir leider häufig recht schwer einzuschätzen...

Oder mach etwas, bei dem du Erfolge hast und dir keine Sorgen machen kannst.
Was wäre das z.B.?
[doublepost=1481466319,1481430017][/doublepost]
Gibt es irgendeinen rationalen Grund für deine Versagensängste in Sachen Studium, Jobsuche, usw.?
Das weiß ich nicht. Ich bin nicht schlecht, ich stand im Bachelor auf 2,3 und jetzt im Master auf 1,9, hab aber auch noch nicht alle Kurse. Aber es gibt eben auch immer Leute, die besser sind. Zumal ich ja auch länger als Regelstudienzeit studiere.

Immerhin waren deine bisherigen Leistungen offensichtlich gut genug, um dein Traum-Praktikum zu bekommen!
Hier ist es allerdings auch nicht üblich, Zeugnis an Bewerbungen anzuhängen. Man verschickt nur Motivationsschreiben und Lebenslauf.

Wieso hast du Angst, keine Masterarbeit zu finden?
Das weiß ich gar nicht so genau... Das ist wohl nichts rationales, die Angst ist einfach da. Vielleicht auch, weil ich Sorge habe, dass alle Plätze in den mich interessierenden Bereichen dann schon weg sind oder so.

Und wieso glaubst du, später keinen Job zu finden?
Weil es ja immer wieder Menschen gibt, welche Schwierigkeiten bei der Jobsuche haben. Dann frag ich mich immer "Warum sollte es mir anders gehen?

Warst du schon mal in psychologischer Behandlung?
Wegen Versagensängsten schon, allerdings nie besonders lange. Ich fand es die Atmosphäre und die Gespräche dort immer sehr seltsam.

genetisch bedingt
Da ich ein paar Fälle von psychischen Erkrankungen in der Familie hab (eine depressive Großtante mit mehreren Selbstmordversuchen (man ist sich auch unsicher, ob ihr Tod tatsächlich durch einen Unfall oder durch Selbstmord zustande kam), eine schizophrene Großtante, Versagensängste hatte zumindest mein Vater während seines Studiums auch in sehr starkem Maße, ein aufgrund seines Alkoholismus verstorbener Großvater), wäre das schon möglich.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann nicht ganz genau sagen, was alles meine eigene Entscheidung ist und inwieweit ich beeinflusst bin, da z.B. mein Vater wohl schon ziemlich genaue Vorstellungen von meinem Leben habe. Ich dachte z.B. auch darüber nach, eine Ingenieurwissenschaft zu studieren, damit wäre er aber wohl nicht einverstanden gewesen (meinte er zumindest zu dem Zeitpunkt, ich glaube aber, dass er es letztlich schon akzeptiert hätte). Mein jetziges Studienfach interessiert mich schon und ich habe mich auch dafür entschieden. Ich weiß aber noch nicht genau, was ich später machen will, und das verunsichert mich.
Wenn du eine genaue Berufsperspektive willst, musst du eine Ausbildung machen und kein Studium.
Aber irgendwie kann ich dich in dieser Hinsicht nicht wirklich verstehen. Ich fand es nämlich toll, zu wissen, dass ich gute Berufsaussichten und viele verschiedene Möglichkeiten habe.
Es gab zwar immer ein Themengebiet, das mich besonders interessiert hat, aber dann bin ich mehr oder weniger zufällig nach dem Studium doch erstmal in einem Bereich gelandet, der nur ein paar kleine Berührungspunkte mit meinem Spezialgebiet hat und ich habe das keineswegs bereut. - Auch wenn ich jetzt wieder zurück in meinem Spezialgebiet bin.

Und ansonsten würde ich dir ganz klar dazu raten, die Wünsche und Vorstellungen deiner Eltern geflissentlich zu ignorieren, wenn sie nicht zufällig mit deinen eigenen Wünschen und Vorstellungen deckungsgleich sind. :whistle:
In erster Linie musst du mit dir und deinem Leben glücklich sein und nicht deine Eltern!

Ein weiterer Stressfaktor ist gerade ein Freund von mir, welchen ich sehr gerne mag, welcher mich glaube ich auch sehr gerne mag, aber welcher wohl mehr als Freundschaft will, was ich bis vor kurzem nicht wusste (wissen tu ich es eigentlich immer noch nicht). Ich habe vor seinen Augen einen anderen geküsst und seitdem hat er kaum noch mit mir geredet. Morgen (also eigentlich heute) wollen wir uns treffen, um darüber zu reden.

Der ist definitiv ein sehr großer Stressfaktor. Der auch jetzt gerade wieder bewirkt, dass es mir mies geht.
Er wollte sich heute Abend/Nacht mit mir (und seinen Freunden vermute ich) treffen, ich hatte aber keine Zeit, weil ich schon verabredet war. Zudem wollte ich mit ihm reden, weil er sich häufig meiner Meinung nach alles andere als nett verhält, gerade mir gegenüber. [...]
Hm... irgendwie scheint bei deinen zwischenmenschlichen Beziehungen auch vieles drunter und drüber zu gehen.
Die Aussrpache mit dem Freund, der möglicherweise mehr für dich empfindet, ist sicherlich gut, um Klarheit zu schaffen.
Aber warum tust du dir den Kontakt zu diesem seltsamen Typen an, der dich nur massiv verwirrt und dich auch nicht nett behandelt?!? Aber irgendwie scheint eure Kommunikation ja auch ein ziemlich verwirrendes hin und her zu sein. Wie wäre es zumindest mal mit klaren Absprachen, um so eine Verwirrung, wie bei dem geplanten Treffen zu vermeiden?

Das weiß ich nicht. Ich bin nicht schlecht, ich stand im Bachelor auf 2,3 und jetzt im Master auf 1,9, hab aber auch noch nicht alle Kurse. Aber es gibt eben auch immer Leute, die besser sind. Zumal ich ja auch länger als Regelstudienzeit studiere.
Auch wenn ich mich wiederhole: Es wird immer irgendwo Leute geben, die eine Sache noch besser und schneller machen.
Aber dein Notenschnitt ist gut und es ist völlig normal, die Regelstudienzeit zu überschreiten. Mach dir da mal keinen Kopf!

Hier ist es allerdings auch nicht üblich, Zeugnis an Bewerbungen anzuhängen. Man verschickt nur Motivationsschreiben und Lebenslauf.
Na und? Glaubst du wirklich, dass dir deine guten (aber nicht sehr guten) Noten diese Sache sonst versaut hätten? - Oder, Halt! Denke lieber einfach nicht mehr über derartige Fragen nach, sondern freue dich darüber, das Praktikum bekommen zu haben!

Das weiß ich gar nicht so genau... Das ist wohl nichts rationales, die Angst ist einfach da. Vielleicht auch, weil ich Sorge habe, dass alle Plätze in den mich interessierenden Bereichen dann schon weg sind oder so.
Dann schalte dein Hirn ein und denke rational darüber nach, anstatt dir irrationale Sorgen zu machen!

Weil es ja immer wieder Menschen gibt, welche Schwierigkeiten bei der Jobsuche haben. Dann frag ich mich immer "Warum sollte es mir anders gehen?
Sind diese Menschen ebenfalls Physiker?
Und welche Schwierigkeiten haben sie? Sind sie langzeitarbeitslos, oder brauchen sie nur etwas mehr Zeit und Aufwand, um eine passende Stelle zu finden?
Ersteres kenne ich von meinen Kommilitonen nämlich überhaupt nicht, während zweiteres insbesondere direkt nach dem Studium schon mal vorkommen kann, aber eben auch kein Beinbruch ist.
 

Benutzer111415  (28)

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Ich glaube in Deine Situation hilft Rationalität nicht wirklich, oder?
Hm, es wäre praktisch, würde es helfen, aber ich weiß nicht, ob es das tut... Ich kann gerade schlecht einschätzen, wie die Situation wirklich ist und wie sie objektiv beurteilt würde. Aus meiner Sicht ist es gerade schlecht, aber ich weiß nicht, ob ich dafür rationale Gründe habe oder das meine Einbildung ist.

Schilddrüse, Vitamin D, E, Folsäure. Pille? Andere Medikamente? Herz?
Vitamine und Schilddrüse wurden soweit ich weiß 2014 überprüft, ich weiß aber nicht genau, was alles überprüft wurde.
Die Pille oder andere Medikamente nehme ich nicht.
Meinst du, ob mein Herz in Ordnung ist? Überprüft wurde das nie. Es sollte eigentlich mal überprüft werden, weil mein Vater eine eventuell erbliche Herzkrankheit hat.

Hast du andere körperliche Beschwerden? Kopfschmerzen? Verspannungen? Bauchweh? Rückenschmerzen?
Nackenverspannungen habe ich recht häufig, aber schon sehr lange. Die waren dann zwischendurch lange fast weg, jetzt sind sie wieder da, aber nicht so stark wie früher.
Ich hab manchmal ein ziemlich starkes Stechen in der linken Brust oder kriege schlecht Luft, da das aber bisher immer wieder weggegangen ist, habe ich da nicht näher nachgeforscht.
Für mein Praktikum wurde im Oktober meine Lungenfunktion überprüft und es stellte sich heraus, dass die wohl unterdurchschnittlich ist (2 Werte knapp 100%, der dritte 68%) - allerdings meinte der Arzt nicht, dass ich da weiter nachforschen müsste oder so. Ich hatte aber auch mal Asthma, er meinte dann, dass es vielleicht noch daran läge.

Wie war das früher bei euch zuhause? - du schreibst das du denkst das deine Mutter etwas gemerkt hat (das es dir nicht gut geht) aber nicht wirklich etwas unternommen... Das ist nicht schön...
Einmal hat sie mich ja zum Psychologen "geschleppt". Ich glaube nicht, dass ihr das egal war. Ich glaube eher, dass sie mich nicht bedrängen wollte oder so, ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu meiner Mutter.

Ich denke auch das es wichtig wäre wenn du dich erstmal körperlich untersuchen lässt
Wie stellt man das denn eigentlich an? Was sagt man dem Arzt?
[doublepost=1481580428,1481579832][/doublepost]
Warst du schon mal bei der psychologischen Studierendenberatung?
Ja, aufgrund meiner Versagensängste. Zu Beginn des Studiums war ich auch mal bei einer Gruppentherapie, das fand ich sehr gut.
Die Einzelgespräche habe ich nie lange fortgeführt, weil ich es so seltsam dort fand...

Ich selbst bin kurz vor dem BA aus der Uni geflogen (vermasselter Drittversuch) und bin dadurch in ein tiefes Loch gefallen. Ich war bei der psychologischen Beratung der ev. Kirche, habe da ca. ein halbes Jahr meine Sitzungen gemacht.
Obwohl ich keinen Abschluss habe, bin ich heute in (fast) meinem Traumjob. Das Leben muss nicht immer einfach sein und gerade aus gehen. Kurven machen die Reise erst spannend.
Wenn ich heute zurück schaue ist die ganze Angst und die ganzen Tränen gar nicht nötig gewesen.
Das klingt sehr gut! Wie hast du es trotzdem in deinen Traumjob geschafft? Was hast du gemacht, als du nicht weiterstudieren konntest? (wenn du das nicht beantworten möchtest, weil es dir zu persönlich ist oder so, ist das auch ok)
 

Benutzer107106 

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Beim arzt sagt man:
"Ich fühle mich seit einiger zeit sehr niedergeschlagen, müde und antriebslos, bevor ich mich psychische beratung suche, möchtebichbgerne ausschließen, dass es etwas körperliches wie irgendwelche mängel oder die hormone sind. meine Schilddrüse wurde auch noch nie kontrolliert, könnten sie das bitte machen?"
Genauso habe ich es damals gemacht. dann gab es ein großes blutbild und eine ultraschalluntersuchung der Schilddrüse.
[doublepost=1481580870,1481580697][/doublepost]Geschafft habe ich aus einer mischung aus glück, zuversicht, eigeninitative (initativbewerbung), vitamin b und nieschenwissen, was jemand gesucht hat. ich habe neben dem studium immer gearbeitet. mein studium hat die nicht groß interessiert, aber mein know how aus meinem ex-job.
 

Benutzer111415  (28)

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viele verschiedene Möglichkeiten habe.
Dass ich viele verschiedene Möglichkeiten habe, finde ich auch sehr gut. Es verunsichert mich aber auch, weil ich Sorge habe, nicht hinreichend viel/nicht das benötigte zu können/ zu schlecht/zu faul zu sein, für das, was mich interessiert.
Oder dass ich aus anderen Gründen nicht in einen entsprechenden Bereich komme.
Und ich weiß noch nicht genau, in welchen Bereich ich will, ich habe ein paar Ideen, weiß aber noch nicht, was genau es werden soll. Deswegen habe ich den Eindruck, dass bei mir was schief liefe. Weil ich denke, ich müsste schon wissen, wo genau ich hin will.

Und ansonsten würde ich dir ganz klar dazu raten, die Wünsche und Vorstellungen deiner Eltern geflissentlich zu ignorieren, wenn sie nicht zufällig mit deinen eigenen Wünschen und Vorstellungen deckungsgleich sind.
Das versuche ich, aber es ist gar nicht so einfach. Mein Vater möchte z.B. unbedingt, dass ich promoviere. Ich möchte das selber an sich auch, aber eben nur, wenn ich ein passendes Thema finde. Und ich möchte nicht das Gefühl haben, ich müsste das unbedingt tun und vor allem nicht ständig daran erinnert werden, weil ich mich dadurch unter Druck gesetzt fühle. Und den kann ich mir auch selber sehr gut machen (auch wenn es irgendwie nichts bringt und ich trotzdem leider nicht fleißiger werde), dafür brauche ich keine Hilfe von außen.

Die Aussrpache mit dem Freund, der möglicherweise mehr für dich empfindet, ist sicherlich gut, um Klarheit zu schaffen.
Mit ihm habe ich mich Sonntag vor einer Woche getroffen, das hat sehr gut funktioniert und ich habe den Eindruck, dass er es mir nicht mehr übel nimmt.
Er hatte tatsächlich mehr im Sinn, meinte aber auch, dass er ja auch mit Schuld gewesen wäre, weil er weder mich noch die anderen über seine Intentionen aufgeklärt hat.

Aber warum tust du dir den Kontakt zu diesem seltsamen Typen an, der dich nur massiv verwirrt und dich auch nicht nett behandelt?!? Aber irgendwie scheint eure Kommunikation ja auch ein ziemlich verwirrendes hin und her zu sein. Wie wäre es zumindest mal mit klaren Absprachen, um so eine Verwirrung, wie bei dem geplanten Treffen zu vermeiden?
Zum Einen wohl, weil er in mancher Hinsicht gewissermaßen therapeutische Wirkung auf mich zu haben scheint. Ich traue mich vieles nicht, was ich eigentlich so an sich gar nicht schlimm finde (z.B. in Gegenwart anderer Menschen zu singen, auch Karaoke oder ähnliches hab ich bisher eher vermieden, weil ich überzeugt davon bin, nicht singen zu können - an sich ja kein Problem, es gibt viele Menschen, die nicht singen können und es trotzdem tun, ich habe es mich aber trotzdem nicht getraut). Er stößt mich dann quasi mit der Nase drauf, dass das eigentlich gar nicht schlimm ist, weil er meine Zurückhaltung in solchen Situationen überhaupt nicht nachvollziehen kann und das auch deutlich macht. Dann denke ich selber darüber nach und komme zu dem Schluss, dass er damit eigentlich recht hat und es gar keinen rationalen Grund dafür gibt, so ein Problem damit zu haben.
Bei Dingen, welche ich wirklich nicht tun will, ist das aber mitunter schon sehr anstrengend und nervig. Z.B. als ich nicht mit ihm schlafen wollte, er aber mit mir und er ein Nein nicht akzeptieren wollte. Oder wenn ich keinen Alkohol/ nicht mehr Alkohol trinken will, er aber will, dass ich das tue (das sind dann aber auch Situationen, in denen ich auf meinem Nein bestehe, egal was er tut/sagt - da kommt dann nämlich auch bei der möglichst objektiven Überprüfung des Sachverhalts, welche ich nach seinen Aussagen durchführe, rum, dass es sinnvoll ist, auf der Weigerung zu bestehen.
In solchen Situationen finde ich sein Verhalten dann auch verletzend, weil er dann für mich verletzende Aussagen tätigt und ich keine Möglichkeit sehe, seine Meinung diesbezüglich zu ändern. Allerdings habe ich den Eindruck, dass er dann sowas sagt, um mich doch noch dazu bewegen, zu tun, was er will, darum weiß ich vom rationalen her, dass ich sowas wohl nicht ernst nehmen sollte - ich denke aber natürlich (?) trotzdem darüber nach und es fällt mir schwer, es nicht persönlich zu nehmen.
Ich verstehe mich aber auch mit seinen Freunden sehr gut und kann es trotzdem als angenehm empfingen, mich mit ihm und seinen Freunden zu treffen - ich weiß aber noch nicht, ob insgesamt der negative oder der positive Einfluss größer ist, es existieren auf jeden Fall beide.
Ich stelle dadurch mein Verhalten mehr in Frage, was manchmal gut ist, da mein Verhalten manchmal tatsächlich einfach nur von irrationalen Ängsten geprägt ist. Wenn diese aber nicht so schnell (innerhalb von 5 Minuten oder so :confused:) zu überwinden sind oder es tatsächlich meine Überzeugung ist, die hinter meinem Verhalten steht, finde ich sein Verhalten, wenn er versucht, mich umzustimmen, verletzend.
[doublepost=1482070442,1482069449][/doublepost]Die Situation mit meiner Freundin finde ich derzeit aber auch sehr belastend. Sie möchte einerseits nicht, dass ich irgendwie gearteten Kontakt zu ihm habe, anderseits habe ich aber auch den Eindruck, dass sie eigentlich will, dass ich ihr die "Genehmigung" erteile, ihn zu daten. Sie meinte, dass ich das nicht wollen würde, läge nur an meinen Selbstwertproblemen und wäre weder gut noch normal.
Ich finde es aber durchaus normal, dass ich ein Problem damit hätte (interessante Frage an dieser Stelle: Wie würdet ihr sowas handhaben?). Mal ganz abgesehen, dass er sich ja auch weiterhin an mich ranmacht und ihre Aussagen da auch irgendwie ambivalent sind - mal hat sie Interesse, mal nicht, mal sollten wir beide keinen Kontakt zu ihm haben, mal bringt sie Kommentare, welche mich vermuten lassen, dass ich sie es mit ihm versuchen lassen solle, mal will sie keinen Kontakt zu ihm abbrechen, mal will sie, dass ich es tue. Dann will sie nicht, dass er ihr so viel schreibt, schreibt ihm aber von sich aus, wenn er es nicht tut.
Ich finde das sehr verwirrend, ich mag klare Aussagen - und wenn man gerade keine klare Aussage treffen kann, dann wenigstens ein "Ich weiß es gerade nicht wegen x" und nicht ständig wechselnde definitive Aussagen (Zumal sie gereizt reagiert/e, wenn ich wissen wollte, ob sie Interesse an ihm hätte, weil ich mir ihr Verhalten anders nicht erklären konnte - sie meinte dann immer wieder, sie hätte keines, also habe ich ihr das geglaubt. Dann lief was zwischen ihm und mir (mit meinem Hintergrundwissen, dass sie kein Problem damit hätte (ich habe sie mehrfach explizit gefragt und ihr gesagt, dass da nichts passieren würde, wenn sie das nicht wollte) und eh nur platonisches Interesse an ihm hätte) - und dann war sie sauer auf mich und meinte, sie wäre mir egal. In letzter Zeit tendieren ihre Aussagen aber doch mehrheitlich zu "sie hat Interesse" - zwischendurch kommen aber trotzdem wieder gegenteilige Aussagen.
Sie meinte nun, sie hätte seit ein paar Tagen keinen Kontakt zu ihm.
Sie meinte zudem, sie würde mir nicht mehr vertrauen, will mir aber nicht sagen, wieso. Ich habe sie mehrfach gefragt, da ich mir da keiner Schuld bewusst bin. Ich habe sie sogar in letzter Zeit informiert, wenn ich mich mit ihm traf (und dafür gesorgt, dass Freunde von ihm oder mir mit dabei waren)/ sie gefragt, ob es ihr recht wäre.

Ich glaube, zurzeit sind es in erster Linie die Schwierigkeiten mit diesem Typen und meiner Freundin (verbunden mit meiner bisherigen Beziehungslosigkeit und dem immer mal wieder aufkommenden Gedanken, dass ich vielleicht nie jemanden finde, mit dem es passt) und meine Unsicherheiten bezüglich des Berufes/ Studiums, die mich belasten und meine Gedanken die ganze Zeit kreisen lassen (was man vermutlich auch an meinen Texten merkt).
[doublepost=1482071400][/doublepost]Das alles aufzuschreiben hilft mir aber sehr.
Ein bisschen geordneter kommt es mir gerade auch vor, wenn auch nicht viel.
Aber ich habe zumindest für mich herausgefunden, dass ich zu dem jetzigen Zeitpunkt sowas ähnliches wie eine Freundschaft mit dem Typen versuchen möchte. Ich glaube, ein Kontaktabbruch würde mich derzeit härter treffen, zumal der persönliche Kontakt zu ihm, wenn auch seine Freunde anwesend sind, derzeit mehrheitlich angenehm ist. Ich habe den Eindruck, dadurch nicht nur mehr aus mir herauszukommen, was das "sich Dinge, die ich eigentlich gerne tun würde, trauen" anbelangt, sondern dass ich auch anfange, mehr für mich einzustehen und mir dabei weniger Sorgen darum zu machen, was andere gerade davon halten könnten. Damit habe ich nämlich manchmal Schwierigkeiten, weil ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll, und dann ständig darüber nachdenke, welches Verhalten jetzt gerade angebracht ist und ob ich mich vielleicht gerade falsch verhalten habe und das negative Auswirkungen haben wird - das ist auf Dauer ziemlich anstrengend. Ich frage es mich jetzt immer noch, aber es wird zumindest schon mal etwas besser.
Ich kann mit ihm und seinen Freunden auch manchmal gute Diskussionen führen - heute nacht zum Beispiel. Ich habe den Eindruck, ich trainiere in solchen Situationen meine sozialen Fähigkeiten - allein schon das Erkennen, wann jemand fertig ist mit reden. In vielen Diskussionen ist wahlweise unterbrechen oder schnell einspringen, wenn jemand "ausgeredet" hat nämlich sehr hilfreich, ich erkenne jedoch häufig nicht, ob jemand fertig ist oder nur eine Pause macht, die meisten erkennen das viel schneller, so dass ich in vielen Diskussionen kaum zu Wort komme, was mich ausgesprochen unzufrieden macht.
Das wird in den Diskussionen mit ihm und seinen Freunden derzeit besser. Ich schaffe es inzwischen auch, mir meine Redezeit "zu erkämpfen" und alle anderen dazu zu bringen, mir zuzuhören und mich nicht zu unterbrechen. Das ist mir heute nacht positiv aufgefallen. Solche Situationen sind es, die bewirken, dass ich denke, dass Kontakt zu ihm auch einen erheblichen positiven Effekt auf mich hat. Ein negativer ist aber natürlich trotzdem da.
Allerdings ist mir inzwischen auch aufgefallen, dass er die Kommunikationsprobleme mitunter auch mit seinen Freunden hat und ich nicht die einzige bin, die mitunter fiese Kommentare von ihm abgekriegt - auch wenn ich schon den Eindruck habe, dass er das gehäuft an mir auslässt.
Ich habe ihm dann allerdings letzte Woche mal ziemlich deutlich mitgeteilt, was ich von seinem Verhalten halte, daraufhin hat er mich erstmal angezickt, dann habe ich ihm mitgeteilt, dass ich nichts davon halte, wenn er das tut, und wieso und ihm Ersatzreaktionen, welche ich angemessener fände, angeboten, daraufhin hat er sich dann entschuldigt.
[doublepost=1482098031][/doublepost]Ich habe inzwischen angefangen, mir positives vom Tag aufzuschreiben, allerdings mache ich das noch nicht ganz konsequent.
Und versuche inzwischen, Nachrichten schneller zu beantworten.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Dass ich viele verschiedene Möglichkeiten habe, finde ich auch sehr gut. Es verunsichert mich aber auch, weil ich Sorge habe, nicht hinreichend viel/nicht das benötigte zu können/ zu schlecht/zu faul zu sein, für das, was mich interessiert.
Oder dass ich aus anderen Gründen nicht in einen entsprechenden Bereich komme.
Und ich weiß noch nicht genau, in welchen Bereich ich will, ich habe ein paar Ideen, weiß aber noch nicht, was genau es werden soll. Deswegen habe ich den Eindruck, dass bei mir was schief liefe. Weil ich denke, ich müsste schon wissen, wo genau ich hin will.
Wenn es verschiedene Bereiche gibt, die du interessant findest, ist das doch super! Dann kannst du dich ja in allen Bereichen bewerben und dann eben dort anfangen, wo du eine Zusage bekommst und wo auch dein erster Eindruck vom Vorstellungsgespräch gut ist, bzw. sonstige Rahmenbedingungen passen.
Das muss ja auch keine Entscheidung für die Ewigkeit sein. Wenn sich mit der Zeit zeigt, dass dir der Job doch nicht gefällt, kannst du ja wechseln. (Es heißt ja auch immer wieder, dass es für die Karriere vorteilhaft ist, nach ein paar Jahren im ersten Job zu einem anderen Arbeitgeber zu wechseln.)

Das versuche ich, aber es ist gar nicht so einfach. Mein Vater möchte z.B. unbedingt, dass ich promoviere. Ich möchte das selber an sich auch, aber eben nur, wenn ich ein passendes Thema finde. Und ich möchte nicht das Gefühl haben, ich müsste das unbedingt tun und vor allem nicht ständig daran erinnert werden, weil ich mich dadurch unter Druck gesetzt fühle. Und den kann ich mir auch selber sehr gut machen (auch wenn es irgendwie nichts bringt und ich trotzdem leider nicht fleißiger werde), dafür brauche ich keine Hilfe von außen.
Das ist doch schon mal eine sehr gute Einstellung! Promotion nur dann, wenn du ein Thema findest, das dir gut gefällt.

Mit ihm habe ich mich Sonntag vor einer Woche getroffen, das hat sehr gut funktioniert und ich habe den Eindruck, dass er es mir nicht mehr übel nimmt.
Er hatte tatsächlich mehr im Sinn, meinte aber auch, dass er ja auch mit Schuld gewesen wäre, weil er weder mich noch die anderen über seine Intentionen aufgeklärt hat.
Eine vorherige Aufklärung über die Intention fände ich ja irgendwie seltsam. Aber insgesamt hört sich das doch ziemlich gut an!
Er hat eben versucht, bei dir zu landen (was ja erstmal völlig legitim ist) und scheint nun nach anfänglicher Enttäuschung zu akzeptieren, dass es eben nichts wird.

Zum Einen wohl, weil er in mancher Hinsicht gewissermaßen therapeutische Wirkung auf mich zu haben scheint. Ich traue mich vieles nicht, was ich eigentlich so an sich gar nicht schlimm finde (z.B. in Gegenwart anderer Menschen zu singen, auch Karaoke oder ähnliches hab ich bisher eher vermieden, weil ich überzeugt davon bin, nicht singen zu können - an sich ja kein Problem, es gibt viele Menschen, die nicht singen können und es trotzdem tun, ich habe es mich aber trotzdem nicht getraut). Er stößt mich dann quasi mit der Nase drauf, dass das eigentlich gar nicht schlimm ist, weil er meine Zurückhaltung in solchen Situationen überhaupt nicht nachvollziehen kann und das auch deutlich macht. Dann denke ich selber darüber nach und komme zu dem Schluss, dass er damit eigentlich recht hat und es gar keinen rationalen Grund dafür gibt, so ein Problem damit zu haben.
Bei Dingen, welche ich wirklich nicht tun will, ist das aber mitunter schon sehr anstrengend und nervig. Z.B. als ich nicht mit ihm schlafen wollte, er aber mit mir und er ein Nein nicht akzeptieren wollte. Oder wenn ich keinen Alkohol/ nicht mehr Alkohol trinken will, er aber will, dass ich das tue (das sind dann aber auch Situationen, in denen ich auf meinem Nein bestehe, egal was er tut/sagt - da kommt dann nämlich auch bei der möglichst objektiven Überprüfung des Sachverhalts, welche ich nach seinen Aussagen durchführe, rum, dass es sinnvoll ist, auf der Weigerung zu bestehen.
In solchen Situationen finde ich sein Verhalten dann auch verletzend, weil er dann für mich verletzende Aussagen tätigt und ich keine Möglichkeit sehe, seine Meinung diesbezüglich zu ändern. Allerdings habe ich den Eindruck, dass er dann sowas sagt, um mich doch noch dazu bewegen, zu tun, was er will, darum weiß ich vom rationalen her, dass ich sowas wohl nicht ernst nehmen sollte - ich denke aber natürlich (?) trotzdem darüber nach und es fällt mir schwer, es nicht persönlich zu nehmen.
Ich verstehe mich aber auch mit seinen Freunden sehr gut und kann es trotzdem als angenehm empfingen, mich mit ihm und seinen Freunden zu treffen - ich weiß aber noch nicht, ob insgesamt der negative oder der positive Einfluss größer ist, es existieren auf jeden Fall beide.
Dass es auch mal nützlich sein kann, ein wenig dazu gedrängt zu werden, über seinen eigenen Schatten zu springen, ist ja durchaus nachvollziehbar. Aber das, was er abzieht, geht doch deutlich darüber hinaus, wenn er ein Nein deinerseits partout nicht akzeptieren will.

Die Situation mit meiner Freundin finde ich derzeit aber auch sehr belastend. Sie möchte einerseits nicht, dass ich irgendwie gearteten Kontakt zu ihm habe, anderseits habe ich aber auch den Eindruck, dass sie eigentlich will, dass ich ihr die "Genehmigung" erteile, ihn zu daten. Sie meinte, dass ich das nicht wollen würde, läge nur an meinen Selbstwertproblemen und wäre weder gut noch normal.
Ich finde es aber durchaus normal, dass ich ein Problem damit hätte (interessante Frage an dieser Stelle: Wie würdet ihr sowas handhaben?). Mal ganz abgesehen, dass er sich ja auch weiterhin an mich ranmacht und ihre Aussagen da auch irgendwie ambivalent sind - mal hat sie Interesse, mal nicht, mal sollten wir beide keinen Kontakt zu ihm haben, mal bringt sie Kommentare, welche mich vermuten lassen, dass ich sie es mit ihm versuchen lassen solle, mal will sie keinen Kontakt zu ihm abbrechen, mal will sie, dass ich es tue. Dann will sie nicht, dass er ihr so viel schreibt, schreibt ihm aber von sich aus, wenn er es nicht tut.
Kann es sein, dass der Typ einfach mit euch beiden spielt?

Ich kann mit ihm und seinen Freunden auch manchmal gute Diskussionen führen - heute nacht zum Beispiel. Ich habe den Eindruck, ich trainiere in solchen Situationen meine sozialen Fähigkeiten - allein schon das Erkennen, wann jemand fertig ist mit reden. In vielen Diskussionen ist wahlweise unterbrechen oder schnell einspringen, wenn jemand "ausgeredet" hat nämlich sehr hilfreich, ich erkenne jedoch häufig nicht, ob jemand fertig ist oder nur eine Pause macht, die meisten erkennen das viel schneller, so dass ich in vielen Diskussionen kaum zu Wort komme, was mich ausgesprochen unzufrieden macht.
Das wird in den Diskussionen mit ihm und seinen Freunden derzeit besser. Ich schaffe es inzwischen auch, mir meine Redezeit "zu erkämpfen" und alle anderen dazu zu bringen, mir zuzuhören und mich nicht zu unterbrechen. Das ist mir heute nacht positiv aufgefallen. Solche Situationen sind es, die bewirken, dass ich denke, dass Kontakt zu ihm auch einen erheblichen positiven Effekt auf mich hat. Ein negativer ist aber natürlich trotzdem da.
Wieso sollte so etwas nur mit ihm (und seinen Freunden) möglich sein? Geht das nicht auch mit anderen Menschen, die dich z.B. nicht so angreifen, wie er es macht?
 

Benutzer111415  (28)

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Hallo banane0815 banane0815 , vielen Dank für deine Antwort!

Wenn es verschiedene Bereiche gibt, die du interessant findest, ist das doch super! Dann kannst du dich ja in allen Bereichen bewerben und dann eben dort anfangen, wo du eine Zusage bekommst und wo auch dein erster Eindruck vom Vorstellungsgespräch gut ist, bzw. sonstige Rahmenbedingungen passen.
Das stimmt, von der Warte habe ich es noch nicht betrachtet... Ich dachte, ich müsste das entschieden haben bis nach dem Studium bzw. schon bis Studienende.

Eine vorherige Aufklärung über die Intention fände ich ja irgendwie seltsam. Aber insgesamt hört sich das doch ziemlich gut an!
Er hat eben versucht, bei dir zu landen (was ja erstmal völlig legitim ist) und scheint nun nach anfänglicher Enttäuschung zu akzeptieren, dass es eben nichts wird.
Hm,vielleicht meinte er damit, dass die anderen und ich dann darauf Rücksicht genommen hätten und er nicht so verletzet worden wäre (ich hätte ja keinen anderen vor seiner Nase geküsst, wenn ich gewusst hätte, dass er in mich verliebt ist).

Aber das, was er abzieht, geht doch deutlich darüber hinaus, wenn er ein Nein deinerseits partout nicht akzeptieren will.
Ich finde einiges von dem, was er so abzieht auch durchaus grenzwertig. Aber andererseits kann er eben auch nett sein und ich verstehe mich sehr gut mit seinen Freunden.

Kann es sein, dass der Typ einfach mit euch beiden spielt?
Das halte ich durchaus für möglich. Ich zumindest hätte sowas an seiner Stelle nicht abgezogen.
Das Problem ist nun allerdings auch, dass die Freundschaft mit meiner Freundin gerade ein bisschen instabil ist, ist so mein Eindruck. Wir hatten schon einige schwierige Phasen, von daher denke ich, dass wir uns wieder zusammenraufen, wenn wir nun wirklich beide die Finger von ihm lassen.
Das Problem ist inzwischen allerdings: Ich vertraue ihr nicht mehr (sie mir auch nicht, allerdings weiß ich nicht wieso und sie beantwortet mir die Frage auch nicht). Dass ich ihr nicht mehr vertraue, liegt daran, dass sie, als sie mich für ein paar Tage besuchte und ich tagsüber bei der Arbeit war, ihn getroffen hat - das an sich finde ich noch verständlich, da es ihr gerade nicht gut ging - vielleicht brauchte sie einfach menschliche Nähe.
Allerdings hat sie ihn geküsst (oder er sie, aber auf jeden Fall hat sie mitgemacht), obwohl wir vorher abgemacht hatten, dass wir beide die Finger von ihm ließen und ich mich trotz weiterer Annäherungsversuche seinerseits daran gehalten habe. Sie hat mir das bis vor kurzem verschwiegen/ mich angelogen, was den Tag anbelangte. Und nun bin ich mir aufgrund einiger Widersprüchlichkeiten nicht sicher, ob sie mir nun wirklich die Wahrheit gesagt hat oder ob da noch was fehlt. Sie hatte sich jedoch - als zwischen ihm und mir wieder was lief und vor unserer Abmachung, beide die Finger von ihm zu lassen - sehr darüber aufgeregt, dass ich wieder was mit ihm hatte, obwohl sie vorher vehement abgestritten hatte, Gefühle für ihn zu haben und meinte, sie hätte kein Problem damit, wenn ich was mit ihm hätte. Zu einem späteren Zeitpunkt hat sie mich dann beschimpft, weil sie anscheinend dachte, ich hätte sie angelogen - hatte ich jedoch nicht, ich habe auf ihre Beschimpfungen dann reagiert, indem ich ihr Screenshots meiner Unterhaltung mit ihr, welche unterstrichen, dass ich sie nicht belogen hatte, schickte.
Das ganze stellt gerade ein bisschen meine Menschenkenntnis und meine Zuneigung zu ihr in Frage.
Ich möchte das eigentlich noch mal ansprechen, habe allerdings Sorge, dass sich das Ansprechen vielleicht negativ auf unsere Freundschaft auswirkt - weil es das heikle Thema noch mal auf den Tisch bringt und eventuell wieder in lange Diskussionen ausartet und ich mir lange Diskussionen und Stress eigentlich gerade auch zu anstrengend sind.
Andererseits schwirren die Gedanken so aber auch in meinem Kopf rum und drehen sich im Kreis. Ich will ihr auch nicht unrecht tun, allerdings hat sie halt schon so einige widersprüchliche Aussagen getätigt - auch schon lange vor dem Typen immer mal wieder.
Zudem gefällt es mir nicht, wie ausfallend sie wird, wenn sie den Eindruck (!) hat, ich hätte sie belogen z.B.. Und dass sie mir sagt, sie würde mir nicht mehr vertrauen/ ich wäre besitzergreifend o.ä., ohne mir jedoch zu erklären, welche Situationen dazu führten, dass sie mir nicht mehr vertraut/ sie mich als besitzergreifend empfindet.

Wieso sollte so etwas nur mit ihm (und seinen Freunden) möglich sein? Geht das nicht auch mit anderen Menschen, die dich z.B. nicht so angreifen, wie er es macht?
Bei anderen habe ich das ehrlich gesagt noch nicht erlebt. Es gibt Dinge, die ich mich die letzten 15 Jahre oder so nie traute und mich nun seinetwegen doch traue - vielleicht auch ein bisschen, weil ich sein Gezicke immer weniger ernst nehme und mir darum nicht mehr so viele Gedanken darum mache, ob ich ihn verletzen/verschrecken könnte. Ich weiß, er wird zwischendurch zickig und nach einer Weile kriegt er sich wieder ein.

Gerade ist meine Stimmung insgesamt immer noch labil, aber nicht mehr so negativ wie in der letzten Zeit.
 
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Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Das stimmt, von der Warte habe ich es noch nicht betrachtet... Ich dachte, ich müsste das entschieden haben bis nach dem Studium bzw. schon bis Studienende.
Genau. Das schöne am Physiker-Dasein ist ja gerade, dass man in vielen verschiedenen Bereichen arbeiten kann.

Ich finde einiges von dem, was er so abzieht auch durchaus grenzwertig. Aber andererseits kann er eben auch nett sein und ich verstehe mich sehr gut mit seinen Freunden.
Naja... also ich hätte wenig Lust, mich mit jemandem abzugeben, der zwar auch mal nett sein kann, aber der mich auch immer wider total schlecht behandelt.
Mir sind da eigentlich Leute lieber, die mich immer nett behandeln. :zwinker:

Das halte ich durchaus für möglich. Ich zumindest hätte sowas an seiner Stelle nicht abgezogen.
Das Problem ist nun allerdings auch, dass die Freundschaft mit meiner Freundin gerade ein bisschen instabil ist, ist so mein Eindruck. Wir hatten schon einige schwierige Phasen, von daher denke ich, dass wir uns wieder zusammenraufen, wenn wir nun wirklich beide die Finger von ihm lassen.
Das Problem ist inzwischen allerdings: Ich vertraue ihr nicht mehr (sie mir auch nicht, allerdings weiß ich nicht wieso und sie beantwortet mir die Frage auch nicht). Dass ich ihr nicht mehr vertraue, liegt daran, dass sie, als sie mich für ein paar Tage besuchte und ich tagsüber bei der Arbeit war, ihn getroffen hat - das an sich finde ich noch verständlich, da es ihr gerade nicht gut ging - vielleicht brauchte sie einfach menschliche Nähe.
Allerdings hat sie ihn geküsst (oder er sie, aber auf jeden Fall hat sie mitgemacht), obwohl wir vorher abgemacht hatten, dass wir beide die Finger von ihm ließen und ich mich trotz weiterer Annäherungsversuche seinerseits daran gehalten habe. Sie hat mir das bis vor kurzem verschwiegen/ mich angelogen, was den Tag anbelangte. Und nun bin ich mir aufgrund einiger Widersprüchlichkeiten nicht sicher, ob sie mir nun wirklich die Wahrheit gesagt hat oder ob da noch was fehlt. Sie hatte sich jedoch - als zwischen ihm und mir wieder was lief und vor unserer Abmachung, beide die Finger von ihm zu lassen - sehr darüber aufgeregt, dass ich wieder was mit ihm hatte, obwohl sie vorher vehement abgestritten hatte, Gefühle für ihn zu haben und meinte, sie hätte kein Problem damit, wenn ich was mit ihm hätte. Zu einem späteren Zeitpunkt hat sie mich dann beschimpft, weil sie anscheinend dachte, ich hätte sie angelogen - hatte ich jedoch nicht, ich habe auf ihre Beschimpfungen dann reagiert, indem ich ihr Screenshots meiner Unterhaltung mit ihr, welche unterstrichen, dass ich sie nicht belogen hatte, schickte.
Das ganze stellt gerade ein bisschen meine Menschenkenntnis und meine Zuneigung zu ihr in Frage.
Ich möchte das eigentlich noch mal ansprechen, habe allerdings Sorge, dass sich das Ansprechen vielleicht negativ auf unsere Freundschaft auswirkt - weil es das heikle Thema noch mal auf den Tisch bringt und eventuell wieder in lange Diskussionen ausartet und ich mir lange Diskussionen und Stress eigentlich gerade auch zu anstrengend sind.
Andererseits schwirren die Gedanken so aber auch in meinem Kopf rum und drehen sich im Kreis. Ich will ihr auch nicht unrecht tun, allerdings hat sie halt schon so einige widersprüchliche Aussagen getätigt - auch schon lange vor dem Typen immer mal wieder.
Zudem gefällt es mir nicht, wie ausfallend sie wird, wenn sie den Eindruck (!) hat, ich hätte sie belogen z.B.. Und dass sie mir sagt, sie würde mir nicht mehr vertrauen/ ich wäre besitzergreifend o.ä., ohne mir jedoch zu erklären, welche Situationen dazu führten, dass sie mir nicht mehr vertraut/ sie mich als besitzergreifend empfindet.
Sorry, aber das hört sich für mich einfach nur nach einem ziemlich albernen Seifenoper-Drama an, zu dem ich wirklich nichts Sinnvolles beitragen kann.

Bei anderen habe ich das ehrlich gesagt noch nicht erlebt. Es gibt Dinge, die ich mich die letzten 15 Jahre oder so nie traute und mich nun seinetwegen doch traue - vielleicht auch ein bisschen, weil ich sein Gezicke immer weniger ernst nehme und mir darum nicht mehr so viele Gedanken darum mache, ob ich ihn verletzen/verschrecken könnte. Ich weiß, er wird zwischendurch zickig und nach einer Weile kriegt er sich wieder ein.
Wäre es nicht angenehmer, sich mit Leuten abzugeben, die gleich auf derartig unglaubwürdiges Gezicke verzichten? Ich halte diesen Typen jedenfalls nach wie vor für ziemlich dubios.
 

Benutzer111415  (28)

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Hey, nochmals vielen Dank für die schnelle Antwort!

Das schöne am Physiker-Dasein ist ja gerade, dass man in vielen verschiedenen Bereichen arbeiten kann.
Das stimmt :smile:

aja... also ich hätte wenig Lust, mich mit jemandem abzugeben, der zwar auch mal nett sein kann, aber der mich auch immer wider total schlecht behandelt.
Mir sind da eigentlich Leute lieber, die mich immer nett behandeln. :zwinker:
Mir eigentlich auch... Aber wir haben uns mal wirklich gut verstanden und jetzt gerade ist es auch wieder besser - so dass ich doch die Hoffnung habe, dass das auch mit Kontakt doch noch gut geht.
Ich habe noch nie in meinem gesamten Leben den Kontakt zu jemandem abgebrochen :confused:

Sorry, aber das hört sich für mich einfach nur nach einem ziemlich albernen Seifenoper-Drama an, zu dem ich wirklich nichts Sinnvolles beitragen kann.
Es nervt mich auch ziemlich und ich dachte eigentlich nicht, dass wir mal in so eine Situation kommen würden. Nun ist es aber leider doch passiert und es belastet mich, darum habe ich das aufgeschrieben - was mit der Situation anfangen kann ich auch nicht.

Wäre es nicht angenehmer, sich mit Leuten abzugeben, die gleich auf derartig unglaubwürdiges Gezicke verzichten?
Wäre es womöglich.

Heute ist meine Stimmung leider schon wieder schlechter, aber wenigstens nicht so schlecht wie die letzten Wochen.
Dem Schlaf hat das heute Nacht aber leider nicht geholfen, es wurden dann 2 oder 3 Stunden.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe noch nie in meinem gesamten Leben den Kontakt zu jemandem abgebrochen :confused:
So einen richtig harten Kontaktabbruch gab es bei mir auch noch nie. Aber ich habe schon den einen oder anderen Kontakt auslaufen lassen, wenn ich gemerkt habe, dass es einfach nicht mehr passt.

Es nervt mich auch ziemlich und ich dachte eigentlich nicht, dass wir mal in so eine Situation kommen würden. Nun ist es aber leider doch passiert und es belastet mich, darum habe ich das aufgeschrieben - was mit der Situation anfangen kann ich auch nicht.
Ich wüsste, was ich damit anfange: Mich aus derartigem Zickentheater raushalten und den Kontakt mit den Leuten einschränken, die mich in solche Situationen bringen.
 
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