"Geburtstag" (Kurzgeschichte; hat nicht unbedingt was mit DER liebe zu tun)

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Gast
Nabend,

ich hab gestern auf unserer Kursfahrt im Bus mal eine kleine Kurzgeschichte verfasst. Da wir im Deutsch-Kurs mal wieder Kurzgeschichten behandeln, hat sich das mit dieser bei mir mal so ergeben. Die Geschichte hab ich aus meinen jahrelangen Schulerfahrungen zusammen gestellt.

„Geburtstag“

Der Pausengong ertönt.
Auf dem Etikett, dass an der Tasche des 13 jährigen Jungen hängt, ist „Daniel Hassel“ eingraviert. Die Telefonnummer fehlt. 1...2...3...4. Sekunden schaut er auf das Pausenbrot seines Schulkameraden. Er selbst hat keines. „Haste mal ’ne Kippe für mich?“, fragt er seinen braunhaarigen, kräftigen Kameraden, unsichere Blicke ihm zuwendend. „Alder, kauf dir mal selbst welche“, und reicht ihm eine zerdrückte Zigarette in die Hand. Er nimmt sie, zieht ein Feuerzeug aus seiner Hosentasche, dass er von seiner Mutter gestohlen hat.
Kinder strömen aus dem Gebäude. Der kleine zierliche, blonde Kevin ist einer der Letzten. Ihm ist ein Dauerlächeln ins Gesicht geschrieben. Er hat einen lockeren Gang, die Arme intensiv mitschwingend. „Spasti, hat dir deine Mutter dein Gesicht festgeklebt?“, schreit der braunhaarige Dicke ihm zu. Daniel hat sich mittlerweile die Zigarette angezündet. Er pafft. Seine Hände zittern leicht. Zu ihnen sind noch zwei Jungs hinzugekommen. Ein Rothaariger mit Punkfrisur und ein langer schmaler Junge mit Scheitel. „Schwuler“, ruft Daniel dem Blonden hinterher. Dessen Mundwinkel haben sich gesenkt.
Daniel pafft.
Allein spaziert Kevin über den Schulhof. Seine Kleider sind etwas zu kurz. „Hey, was hast du für einen behinderten Gang?“, ruft der Rothaarige. Der schmale Junge in der Gruppe:“Ist das ne Schwuchtel.“ Alle lachen. Daniel grinst nur kurz.
Er schaut unsicher um sich. „Wie ist der so?“, fragt der Braunhaarige Daniel. Unsicher und zögernd antwortet dieser: „Weiß nicht.“; „Wie weiß nicht?“; fügt sein Gegenüber hinzu, „du sitzt doch neben ihm!“
Es ist 9:49. „Lasst uns reingehen!“, schlägt der Schmale vor. Daniel wirft seinen Zigarettenstummel weg – die Hälfte. Sie trifft ein Mädchen am Kopf. „Arschloch!“
Daniel geht schnell gesenkten Haubes ins Gebäude. Ich gehe noch schnell auf die Toilette.“, sagt er zu den anderen.
Er geht hastig die Treppe hinunter, fällt beinahe. Kevin, der blonde Junge kommt ihm entgegen. Daniel reicht ihm verlegen die Hand. „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.“
Der Gong ertönt.

Versucht diese mal zu interpretieren. Manche hatten da so ihre schwierigkeiten :zwinker:

Bitte um Kritik.
 

Benutzer38183 

Verbringt hier viel Zeit
was gibt es da zu interpretieren?
gruppenzwang, darum dreht sich die gschichte halt,oder wie ist sie denn gemeint?
 
1 Monat(e) später

Benutzer17298  (33)

Verbringt hier viel Zeit
Ich denke,dass es sich sowohl um Gruppenzwang handelt,aber das es auch darum geht,dass manchmal fremde Leute mehr Interesse an einem zeigen als die eigenen "Freunde".
Der Daniel war einsam und ängstlich,doch das würde er nie zugeben.
So sind leider VIEL zu viele Leute. Bloß nicht zeigen,dass man Fehler hat,denn die anderen könnten einen nicht mögen.
 
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