Fusionen von Bundesländern

Benutzer26195  (52)

Verbringt hier viel Zeit
Das Scheitern der Föderalismus-Kommission hatte mal wieder gezeigt, das unser Land nahezu unregierbar geworden ist. :cry:
Jede Reform, die von einer Bundesregierung angegangen wird, ist in der Regel zustimmungspflichtig, durch den Bundesrat. Leider haben die verschiedenen Landesregierungen ein große Interesse daran, die Reformen zu verwässern, oder den eigenen Stempel aufzudrücken. Bei Vorhaben, die nur die BL betreffen, sieht es noch katastrophaler aus. (Siehe Reaktionen auf PISA, oder Thema Elite-Universitäten.) Resultat: Deutschland gerät international immer mehr ins Hintertreffen. :grrr:

Mein Vorschlag: Radikale Reduzierung der Anzahl der Bundesländer durch Fusionen. :smile:
Vorteile: Weniger Verhandlungspartner am Tisch, weniger (dafür aber bedeutendere) Landtagswahlen, starke Kostenreduzierung auf Bundes und Landesebene, demokratischer ...

Was haltet ihr von folgender Aufteilung:
BL „Küste“:
Schleswig-Holstein ,Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern , Niedersachsen
Fläche: 87403 km^2
Einwohner: 14,4 Mill.

BL NRW:
Fläche: 34070 km^2
Einwohner: 17,69 Mill.

BL „Brandenburg-Anhalt“:
Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt
Fläche: 50385 km^2
Einwohner: 8,92 Mill.

BL „Rheinland-Hessen“
Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen
Fläche: 43530 km^2
Einwohner: 10,86 Mill.

BL „Sachsen-Thüringen“

Sachsen, Thüringen
Fläche: 34589 km^2
Einwohner: 7,14 Mill.

BL Baden-Württemberg
Fläche: 35751 km^2
Einwohner: 10 Mill.

BL Bayern
Fläche: 70553 km^2
Einwohner: 11,6 Mill.
 
L

Benutzer

Gast
Warum Sachsen-Thüringen???
Warum denn nicht Hessen-Thüringen? Das ist so erniedrigend immer wieder mit Sachsen gleichgestellt oder gar verwechselt werden.:angryfire
 

Benutzer16852 

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solarfighter schrieb:
Vorteile: [...] demokratischer
Wenn mehr Macht über mehr Fläche auf weniger Personen als jetzt schon der Fall verteilt wird, dann wird die Republik demokratischer? Ich bitte um Erläuterung.

Was haltet ihr von folgender Aufteilung: [..]
BL „Rheinland-Hessen“
Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen
Fläche: 43530 km^2
Einwohner: 10,86 Mill.
Eher fusioniert das Saarland mit Luxemburg.
 

Benutzer12216 

Sehr bekannt hier
genau!also sachsen-thüringen muss ja wirklich nich sein!:angryfire
 
C

Benutzer

Gast
Lumière de lune schrieb:
Warum Sachsen-Thüringen???
Warum denn nicht Hessen-Thüringen? Das ist so erniedrigend immer wieder mit Sachsen gleichgestellt oder gar verwechselt werden.:angryfire


BITTE?
 

Benutzer18846 

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Grundsätzlich eine sehr gute Idee, halte aber Dein vorgeschlagenes Bundesland "Küste" so für nicht realisierbar und regierbar. Das Gebiet wäre viel zu groß und zu unterschiedlich strukturiert. Denke daß das eher zu chaos führen würde. Eine Fusion zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein halte ich für durchaus machbar und anzustreben, ggf noch unter Beteiligung von Mecklenburg-Vorpommern. Alles andere wäre zu groß, da würden dann nur die Probleme von der Bundesebene auf die landesebene verlagert, weil ein Landestag eines soclhen Budneslandes wäre kaum noch Beschlussfähig, aus den gleichen gründen warum Du für eine Reduzierung der Bundesländer plädierst.
Gruß koyote
 

Benutzer12012 

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wir können doch gleich bundesländer abschaffen und den zentralismus einführen.
und nen diktator statt ewig wahlen und koalitionen, da kommen doch nur noch kompromisse bei raus.
wir brauchen mal wieder einen, der das durchzieht!


:rolleyes2


totaler stuss!
 

Benutzer18846 

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Eric|Draven schrieb:
Aber gerade der Nordstaat ist das einzige, was derzeit verfolgt wird :grin:

Ja, finde ich auch sehr gut! Aber zum Glück ohne Niedersachsen und Bremen (gegen die ich nichts habe, mehr wegen der oben genannten gründe)
Koyote
 

Benutzer25792  (41)

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Ich finds auch blödsinn,das Hamburg,Bremen und Berlin eigene Bundesländer sind.Als ersten Schritt könnte man diese "Länder" in die umliegenden Bl eingliedern. Wenn Hessen schon fusionieren soll,dann mit Thüringen,die waren ja früher auch mal zusammen (glaub Ich :confused: )
Ansonsten würden solche reformen wieder ne menge Arbeitsplätze kosten. Die Bl brauchen ja nur jeweils eine Verwaltung.Zwar mit paar mehr Leuten,aber nicht so viele wie 2 verwaltungen. Der Staat sollte eine vorbildfunktion gegenüber anderen Arbeitgebern einnehmen,und nicht Leute abbauen ohne ende. Siehe Bundeswehr... :angryfire
 

Benutzer12012 

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PassoaO schrieb:
Ich finds auch blödsinn,das Hamburg,Bremen und Berlin eigene Bundesländer sind.Als ersten Schritt könnte man diese "Länder" in die umliegenden Bl eingliedern.

NEIN, ein ganz eindeutiges nein, als direkt betroffene.

Berlin hat zum beispiel 800 000 einwohner mehr als brandenburg, warum sollte man also berlin in brandenburg eingliedern?
außerdem passen die bundesländer nicht wirklich zusammen...

des weiteren hat berlin mehr einwohner als Bremen, Hamburg, Mecklemburg-Vorpommern, das Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und eben Brandenburg, es gibt also einige einwohnerschwächere Bundesländer.
nur weil Berlin nur aus einer Stadt besteht, ist das ein grund, es mit brandenburg fusionieren zu lassen... :rolleyes2

das einzig sinnvolle wäre bremen mit den nichtmal 700 000 einwohnern einzugliedern.
 

Benutzer8995 

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Lumière de lune schrieb:
Warum Sachsen-Thüringen???
Warum denn nicht Hessen-Thüringen? Das ist so erniedrigend immer wieder mit Sachsen gleichgestellt oder gar verwechselt werden.:angryfire
lol

bin dagegen. wozu soll das gut sein?
 

Benutzer25792  (41)

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JuliaB schrieb:
Berlin hat zum beispiel 800 000 einwohner mehr als brandenburg, warum sollte man also berlin in brandenburg eingliedern?
außerdem passen die bundesländer nicht wirklich zusammen...

*nichtgewußthab*

Dann soll man halt Brandenburg in Berlin eingliedern *scherz*

Von mir aus kann alles so bleiben wie es ist.Klappt ja seit 60 Jahren *g*
 

Benutzer21642  (32)

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JuliaB schrieb:
das einzig sinnvolle wäre bremen mit den nichtmal 700 000 einwohnern einzugliedern.

Sinnvoll ist es das Bundesland Bremen einzugliedern trotzdem hat Bremen fast 800 000 Einwohner und nicht 700 000!
 

Benutzer16852 

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Eric|Draven schrieb:
Alelrdings ist auch irgendwo Schluß mit lustig. Die Bundesländer müssen zu einer gewissen Zahl vorhanden bleiben, da ihr von der vefassung geschützter Sinn in der Verhinderung eines Zentralstaates liegt.
Spätestens bei 2 Bundesländern.
 

Benutzer12012 

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Edge schrieb:
Sinnvoll ist es das Bundesland Bremen einzugliedern trotzdem hat Bremen fast 800 000 Einwohner und nicht 700 000!

quelle


da haben wir wohl verschiedene quellen, meine ist von 2003, da sind es nichtmal 700 000 (genau 663 129)
dachte nicht, dass in 2 jahren nochmal gut 100 000 dazu kommen :zwinker:
(oder es wurden verschiedene umliegende gegenden/gemeinden dazu gezählt, die bei meiner quelle nicht bei sind?)


ändert ja aber am sachverhalt auch nix.
 
D

Benutzer

Gast
Eine Fusion von Bundesländern ist grundsätzlich richtig und seit langem überfällig.
Ich kann da Eric|Draven nur zustimmen.
Nur über die Aufteilung kann man dikutieren.
Die einzigen Bundesländer die so bleiben sollten wie jetzt sin NRW und Bayern.
Baden-Würtemberg könnte je nach Aufteilung noch was dazubekommen.
Mein Vorschlag:
Niedersachsen/Hamburg/Bremen/Schleswig-Holstein
Brandenburg/Berlin/Mecklenburg-Vorpommern und ein Teil Sachsen-Anhalts
Sachsen/Thüringen und der südliche Teil von Sachsen-Anhalt
Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland
Baden Württemberg
Bayern
NRW

Das wäre die eine Möglichkeit mit 7 grossen Ländern. Eins könnte man noch einsparen wenn man hessen zu bayern oder NRW schlägt und Rheinland-Pfalz/Saarland zu Badenwürtemberg.
Aber es wird nie gemacht werden weil unsere politiker an ihren Fpründen hängen.
 

Benutzer1680  (40)

Meistens hier zu finden
Also für die obige Autteilung wäre ich nicht. Aber die Stadtstaaten irgendwo einzugliedern fände ich richtig.
 

Benutzer26195  (52)

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deBergerac schrieb:
Wenn mehr Macht über mehr Fläche auf weniger Personen als jetzt schon der Fall verteilt wird, dann wird die Republik demokratischer? Ich bitte um Erläuterung.
Zwei Gründe:
1.) Das Gleichheitsgebot. Die Stimme eines jeden Bürgers sollte gleich viel wert sein, egal aus welchem Bundesland er kommt. Ich habe ja nichts dagegen, das die Ministerpräsidenten die Bürger ihres Landes im Bundesrat vertreten, nur sollte die Gewichtung der Stimmen wenigstens ungefähr mit der Größe der BL (nach Einwohnern) übereinstimmen. Beispiel: Bremen hat im Bundesrat 3 Stimmen. Aber das, fast 26 mal so große, NRW nur 6. :geknickt:
2.) Die Regierungspraxis der Bundesregierungen. (Spätestens seit Kohl) Alle wesentlichen Reformen werden in Kungelrunden und Vermittlungsausschüssen entschieden. Hierbei gilt ja, viele Köche verderben den Brei. Und irgendwo ist ja immer Wahlkampf. :kotz:

Koyote schrieb:
Grundsätzlich eine sehr gute Idee, halte aber Dein vorgeschlagenes Bundesland "Küste" so für nicht realisierbar und regierbar. Das Gebiet wäre viel zu groß und zu unterschiedlich strukturiert. ...
Na ja, die reine Fläche wäre ja nur 1.23 mal so groß wie Bayern, hätte aber immer noch wesentlich weniger Einwohner, wie NRW. Das mit der unterschiedlichen Struktur, kann ich so nicht nachvollziehen, kannst Du mir ein Beispiel geben? (Bezogen auf die Flächenländer.) Das mit der Verlagerung von Bundes auf Länderebene kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Die drei großen Bundesländer NRW,BW und Bayern haben auch stark unterschiedliche Regionen.

JuliaB schrieb:
wir können doch gleich bundesländer abschaffen und den zentralismus einführen.
und nen diktator statt ewig wahlen und koalitionen, da kommen doch nur noch kompromisse bei raus. ...
Hältst Du Frankreich für eine Diktatur? :ratlos:
Während andere Länder (zügig) richtige Reformen schaffen, kommen bei uns immer (nach Ewigkeiten ) nur Reförmchen raus. Unser Land erinnert mich immer mehr an die Weimarer Republik (oder besser 1. Berliner Republik), da wurde dann ja mal ein Herr aus Braunau gewählt... :frown:

JuliaB schrieb:
NEIN, ein ganz eindeutiges nein, als direkt betroffene.

Berlin hat zum beispiel 800 000 einwohner mehr als brandenburg, warum sollte man also berlin in brandenburg eingliedern?
außerdem passen die bundesländer nicht wirklich zusammen...
Da gab es doch mal einen Versuch...
:grin:
Meiner Erinnerung nach, ist es aber daran gescheitert, dass die Brandenburger nicht wollten. Aber wer, der bei Sinnen ist, will schon so eine Stadt, wie Berlin. Da kann man ja gleich in den Schuldenturm ziehen. :grin:

dirty_beast schrieb:
Mein Vorschlag:
Niedersachsen/Hamburg/Bremen/Schleswig-Holstein
Brandenburg/Berlin/Mecklenburg-Vorpommern und ein Teil Sachsen-Anhalts
Sachsen/Thüringen und der südliche Teil von Sachsen-Anhalt
Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland
Baden Württemberg
Bayern
NRW
Ich persönlich fände es nicht so gut, wenn nur Alt-BL mit Alt-BL und Neu-BL mit Neu-BL fusionieren würde.
 

Benutzer16852 

Verbringt hier viel Zeit
solarfighter schrieb:
Zwei Gründe:
1.) Das Gleichheitsgebot. Die Stimme eines jeden Bürgers sollte gleich viel wert sein, egal aus welchem Bundesland er kommt. Ich habe ja nichts dagegen, das die Ministerpräsidenten die Bürger ihres Landes im Bundesrat vertreten, nur sollte die Gewichtung der Stimmen wenigstens ungefähr mit der Größe der BL (nach Einwohnern) übereinstimmen. Beispiel: Bremen hat im Bundesrat 3 Stimmen. Aber das, fast 26 mal so große, NRW nur 6. :geknickt:
Das Repräsentationsprinzip (ich nehme mal an das meinst du mit Gleichheitsgebot) kann man auf den Bundesrat nicht anwenden, schließlich wird er nicht direkt gewählt. Das ist schließlich ein Gremium der Exekutiven der Länder und nicht von deren Legislativen.

2.) Die Regierungspraxis der Bundesregierungen. (Spätestens seit Kohl) Alle wesentlichen Reformen werden in Kungelrunden und Vermittlungsausschüssen entschieden. Hierbei gilt ja, viele Köche verderben den Brei. Und irgendwo ist ja immer Wahlkampf. :kotz:
Und was würde eine Verringerung der Anzahlen von Ländern dort abändern? Die Gefahr das in Bundestag und Bundesrat verschiedene Mehrheiten sitzen ist permanent gegeben.

Und das System so anzupassen, dass bestimmte Ergebnisse rauskommen ist ein bisschen als ob der Schwanz mit dem Hund wedelt.
 
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