Freundschaft vs. Beziehung

Benutzer95038 

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Angenommen, ihr müsstet euch entscheiden zwischen einer wirklich guten Freundschaft und einer ebenso guten, harmonischen Beziehung.
(Es geht um 2 verschiedene Menschen.) Beides haben könnt ihr nicht.

Wie würdet ihr euch entscheiden und wieso?
Und wieviel Einfluss hätte das Geschlecht der betreffenden Person auf eure Entscheidung?

(Würdet ihr euch z.B. als Frau für eine Freunschaft mit einem Mann entscheiden, weil daraus später evtl. Liebe werden könnte?)


Damit es vergleichbar ist, nehmen wir weiterhin an, dass beide Verbindungen krisensicher sind, was ihr aus Erfahrung wisst, es würde also in nächster Zeit keine von beiden auseinander gehen, wenn ihr sie nicht beendet.

Und: Die Situation erfoderdert eine Entscheidung, nicht einer der beteiligten Personen.
 
M

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Gast
Beides oder gar nichts. Grundlegend sind mir Freundschaften wichtiger, aber wer mich zur Entscheidung drängt kann gehen.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Wenn es emotional passt, natürlich für die Beziehung. Letztendlich ist mein Beziehungspartner idealerweise auch einer meiner besten Freunde.


edit: Ich versteh das jetzt so, dass ich grundsätzlich nur das Verhältnis zu einer Person pflegen kann. Also, etwas, was ansonsten eher unrealistisch ist, aber z.B. in einer zukünftigen Welt, wo man sich dafür entscheiden muss: Entweder gute Freundschaft oder gute Beziehung.
 

Benutzer95038 

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...aber wer mich zur Entscheidung drängt kann gehen.
Noch ein Schwachpunkt in meiner Fragestellung :grin:.
Also Ergänzung: Die Situation erfordert eine Entscheidung, nicht einer der anderen Personen.

---------- Beitrag hinzugefügt um 13:26 -----------

edit: Ich versteh das jetzt so, dass ich grundsätzlich nur das Verhältnis zu einer Person pflegen kann. Also, etwas, was ansonsten eher unrealistisch ist, aber z.B. in einer zukünftigen Welt, wo man sich dafür entscheiden muss: Entweder gute Freundschaft oder gute Beziehung.
Es geht grundsätzlich um die Frage, ob eine Bezihung oder eine Freundschaft Vorrang hat, wieso man sich entscheiden muss, ist nebensächlich. (Kann ja sein, dass man für den Partner weit weg ziehen müsste oder sonst was.)
 

Benutzer72148 

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Würde ich einen von beiden deutlich länger kennen? Wenn ja, entscheide ich mich für diese Person.

Ich kann mir ehrlich gesagt überhaupt keine Situation vorstellen, in der so eine Entscheidung notwendig wäre. Hast du ein Beispiel?

Edit: Wenn man zum Beispiel zu einer Person hin und von der anderen Person weg ziehen müsste, müsste man sich doch in der heutigen Zeit trotzdem nicht entscheiden. Es gibt Autos, Züge, Flugzeuge. Briefe, Telefon, Internet. Kontakt halten ist nicht so schwer, wenn beide wollen.
 

Benutzer95038 

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Würde ich einen von beiden deutlich länger kennen? Wenn ja, entscheide ich mich für diese Person.

Ich kann mir ehrlich gesagt überhaupt keine Situation vorstellen, in der so eine Entscheidung notwendig wäre. Hast du ein Beispiel?
Wie gesagt, es geht generell darum, ob einem eine Beziehung od. eine Freundschaft wichtiger ist. Nimm also für deine Entscheidung an, du kennst beide gleich lang.


Edit: Wenn man zum Beispiel zu einer Person hin und von der anderen Person weg ziehen müsste, müsste man sich doch in der heutigen Zeit trotzdem nicht entscheiden. Es gibt Autos, Züge, Flugzeuge. Briefe, Telefon, Internet. Kontakt halten ist nicht so schwer, wenn beide wollen.
Es geht generell um die Frage, wofür man sich entscheiden würde.
(Und abgesehen davon: eine Freundschaft, wo man sich z.B. jeden Tag sieht ist nicht zu vergleichen mit einer, wo man nur per Telefon Kontakt hat. - Das würde für mich eher dafür sprechen, dass einem die Beziehung wichtiger ist.)
 

Benutzer72148 

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Ich kann das nicht allgemein entscheiden.
Grundsätzlich sind mir langjährige Freundschaften wichtiger als eine frische Beziehung. Aber irgendwann holt eine stabile langandauernde Beziehung an Wichtigkeit auf, bis sie dann irgendwann "wichtiger" ist.
"Wichtig" ist nicht unbedingt der richtige Ausdruck. Denn auch wenn ich mich ab diesem bestimmten Zeitpunkt dann für die Beziehung und gegen die Freundschaft entscheiden würde, würde das nicht bedeuten, dass mir der Freund weniger wichtig ist. Aber mein Partner ist im Idealfall auch gleichzeitig einer meiner besten und engsten Freunde und in dem er zusätzlich mein Partner ist kann er mir sozusagen mehr gleichzeitig geben als der freundschaftliche Freund. Deshalb denke ich, würde es mir in dem Moment weniger weh tun, "nur" meinen sehr guten freundschaftlichen Freund zu verlieren anstatt meinen sehr guten partnerschaftlichen Freund und meinen Partner zu verlieren.
 

Benutzer12443  (40)

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Das fällt mir überhaupt nicht schwer. Ich entscheide mich für die Beziehung.

Mit (m)einem Mann kann ich so viel mehr teilen als mit einem Freund, obwohl natürlich Freundschaften wichtig sind. Aber Freunde haben irgendwann auch Familien oder Partnerschaften und können nicht immer für mich da sein. Freunden würde ich nicht alles erzählen, was in mir vorgeht. Freunde würde ich nur ungern bitten, mir zu helfen, wenn ich in Schwierigkeiten bin. Bei einem Partner ist das was anderes. Ein Partner hat für mich den Stellenwert der Familie, wenn die Beziehung gefestigt ist. Ich habe keinem meiner Freunde je so nahe gestanden wie meinem Partner - nie.

Für mich ist die Reihenfolge also immer Familie - Partner - Freunde.

Wie man seine Freunde vor seinen Partner stellen kann, verstehe ich auch ehrlich gesagt nicht so richtig.
 

Benutzer108485 

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Natürlich entscheide ich mich für meinen Partner. Freunde kann ich immer noch welche finden. Aber den Partner fürs Leben findet man nur höchst selten.
 

Benutzer95038 

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Das fällt mir überhaupt nicht schwer. Ich entscheide mich für die Beziehung.
Danke. wenigstenst jemand mit einer klaren Meinung.

Für mich ist die Reihenfolge also immer Familie - Partner - Freunde.
Ha! Dann ginge für dich die Familie vor. Was ist, wenn du mit deinem Partner verheiratet bist, ist das dann immer noch so?


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Off-Topic:
Ich verstehe nur Bahnhof :grin:

Ich glaube nicht an solche Entscheidungen.
:totlach: Leute ihr macht mich noch kirre. Ich wollt doch nur wissen, was für euch wichtiger ist.
 
S

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Gast
Ich würde mich wohl für die Beziehung entscheiden, weil mein Partner Lebensgefährte und Freund in einer Person ist, während ein Freund "nur" ein Freund ist.

Das sage ich allerdings nur, weil ich als Partner meinen jetzigen Freund gesehen habe und mit diesem schon Ewigkeiten zusammen bin.
Bei einer Monatsbeziehung würde ich mir nochmal überlegen, ob ich wirklich auf die Freundschaft verzichte.
Kommt eben drauf an, wie lange Freundschaft und Beziehung bereits andauern.

An meine jetzige Beziehung kommt aber keine Freundschaft ran.
 

Benutzer105121 

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Für mich ist die Reihenfolge:

Partner (verheiratet, somit eigene Familie) > Familie (Eltern etc.) > Freunde.

Imho denke ich sollte es auch so sein.
 
R

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Ich würde mich für die Beziehung entscheiden, obwohl ich grade frisch getrennt bin. Freunde und Leute, mit denen was unternehmen kann, findet man meistens leichter als einen passenden Partner.

Wenn ich mir meine Zukunft vorstelle, gehört da unbedingt ein fester Partner dazu. Klar, will ich auch Freunde haben, aber mal ehrlich, in einem gewissen Alter unternimmt man nicht mehr so viel mit Freunden, sondern mehr mit dem Partner/der Familie. Und ich wäre wohl glücklicher, hätte ich einen festen Partner, mit dem ich glücklich bin, und nur wenige Bekannte, als hätte ich zwar viele gute Freunde, müsste aber abends allein daheim sitzen.
Natürlich ist das übertrieben dargestellt, aber ich hoffe, man versteht, was ich meine. :zwinker:
 

Benutzer42813 

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Beides. Ich sehe keinen, aber auch wirklich gar keinen Grund, der mich im realen Leben zwingen könnte, eine derartige Entscheidung zu fällen.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Es geht grundsätzlich um die Frage, ob eine Bezihung oder eine Freundschaft Vorrang hat, wieso man sich entscheiden muss, ist nebensächlich. (Kann ja sein, dass man für den Partner weit weg ziehen müsste oder sonst was.)

Das kann ich so nicht entscheiden. Ich würde weder dem Partner überall hin folgen noch würde ich wegen Freunden einen Ort nicht verlassen. Da spielen viel mehr Aspekte eine Rolle. Und ansonsten kommt es ganz auf die Leute, auf die Qualität der Beziehung und auf meine Lebensphase an.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Um dich noch irrer zu machen: Beides ist wichtig! :grin:

Ich empfinde Beziehungen aber als kurzlebiger und schwieriger als pure Freundschaften (denn Beziehungen inkludieren für mich immer auch eine tiefe Freundschaft). Von dieser Perspektive aus sind mir Freundschaften wichtiger, denn meine Freunde stehen mir bei und helfen mir, wenn ich eine verloren gegangene Liebe verarbeiten muss.

Weiterer Kommentar: Eine Partnerin, die sich gezielt gegen meine Freunde stellt, sich mit denen auf Ebenen vergleicht, die nicht existieren und mich zu derlei absurden Entscheidungen zwingen möchte, wird nicht lange glücklich mit mir zusammen sein. Sie muss meine Freunde keinesfalls mögen, aber sie hat zu akzeptieren, dass diese ebenfalls ihren Platz in meinen Leben einnehmen und ich ihr nicht allein gehöre. Glücklicherweise gibt es aber einige Menschen, die verstehen, dass eine Liebe nicht dadurch weniger wird, wenn man sie nicht über alles stellt und zum Lebensmittelpunkt der eigenen persönlichen Seifenblasenwelt ernennt. :zwinker:

Hierarchien und Prioritäten bei Dingen aufzubauen, die ebensogut parallel laufen können ist, ohnehin allgemein nicht ratsam.
 

Benutzer42813 

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Ich habe vor kurzem eine Entscheidung (für mich selbst, beruflicher Natur etc.) fällen müssen. Da bin ich mit dem Freund zusammen in eine neue Stadt gezogen - und die Freundin sehe ich immer noch etwa so oft wie früher, nämlich einmal im Monat. Dann besuche ich sie nämlich. Wir haben jetzt in gewisser Hinsciht eine Fern-Freundschaft, deren schöne Momente genau dadurch immer besonders intensiv werden.
 

Benutzer46728 

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Ich entscheide mich für den Partner, denn er ist auch ein Freund. Freunde habe ich "genug", Partner ist nur einer und da bin ich schon wählerisch. Wenn du sagst, dass beides stabil ist, umso mehr die Beziehung. Freunde finden sich leichter.
Hab mich schon mal für ne Beziehung und gegen die Freundin, die "dagegen" und eifersüchtig war entschieden. Auch, weil mein damaliger Freund ehrlich war, heute bin ich mit ihm nicht mehr zusammen, wir waren aber echt glücklich. Mit ihr hatten wir ein Jahr keinen Kontakt, nur auf Gebs gesehen, dann ein halbes Jahr so auf "egal"-Basis, aber in derselben Theatergruppe, seit nem Jahr sind wir aber wieder befreudnet, so viel wie damals würde ich ihr aber nciht mehr anvertrauen. Ich bereue es nicht.
 
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