Freundschaft oder doch mehr? Was tun?

Benutzer78489 

Sehr bekannt hier
Hallo,

ich habe vor einigen Tagen folgendes gepostet:

also ich bin seit Monaten (ich sag lieber nicht wieviele) an einem Uni-Kollegen von mir interessiert. Unsere "Geschichte" im Überblick: Wir kannten uns vom sehen schon länger, bestimmt zwei Jahre. Anfang letztens Jahres fing ein Freund an, ihn regelmäßig zum Essen (Uni) mit zu bringen, da kamen wir näher in Kontakt. Eigentlich hat es direkt gefunkt, beiderseitig, würde ich sagen. Wir hatten von Anfang an einen Draht zueinander, Blickkontakt, haben geflirtet und...... da wart halt was.
Ich war jetzt lange Single nachdem meine letzte Beziehung bzw deren Scheitern ziemlich hart zu verdauen war. Als ich merkte, dass ich den "Neuen" mag, hab ich erstmal abgewartet, um zu sehen, was bei mir dahinter steckt. Wir wurden Freunde, haben weiter geflirtet, ich hatte oft das Gefühl, dass es immer ziemlich gefunkt hat, wir viel Blickkontakt hatten, etc.. Ab Juni ca. wollte ich nicht mehr darauf warten, dass er mal was tut und hab angefangen, ihn zu fragen, ob wir uns auf einen Kaffee treffen wollen, was unternehmen wollen, etc. Wir haben uns aber auch immer zweimal die Woche im Kurs getroffen und dann auch zusammen gesessen.
Ja, im Grunde habe ich mich extrem blöd angestellt, weil es immer Sachen waren, die man auch unter "Freunde" hätte abhaken können. Meist hat er abgelehnt oder abgesagt, nachdem er mich auch einfach mal versetzt hatte, ohne sich zu melden, war ich sauer und hab mich innerlich distanziert.

Dann waren Semesterferien und wir haben uns wochenlang nicht gesehen und ich dachte, ich wär drüber weg. Wir haben uns einmal im Freundeskreis getroffen und ich war wieder "voll drauf". Jetzt, seit die Uni im Oktober wieder angefangen hat und ich ihn wieder regelmäßig sehe, merke ich, wie wahnsinnig ich ihn in den drauffolgenden zwei Monaten vermisst hatte.
Nach diesem Treffen in den Ferien hab ich ihm auch sehr deutlich geschrieben, dass ich ihn mal alleine treffen will, usw.
Seit Semesterbeginn habe ich das Gefühl, dass er wesentlich zugänglicher und unverkrampfter ist. Ich hatte das Gefühl, jetzt kriegen wir die Sache endlich mal ans Laufen.

Mein Problem war, dass er zwar immer geflirtet hat, dass er nahe an mich ran gerückt ist, meine Nähe gesucht hat, aber sonst sehr zurückhaltend und verkrampft war, mich nicht wirklich an sich herangelassen hat und - obwohl er nach den wenigen Treffen immer wieder betont hat, dass er es toll fand - auf Date-Anfragen immer ablehnend reagiert hat. Über das obligatorische Sehen im Kurs oder seltene Treffen im Freundeskreis, bzw zwei-dreimal Kaffeetrinken kamen wir nie hinaus.

Letzte Woche waren wir im Freundeskreis essen und es lief eigentlich ganz toll zwischen uns, Körperkontakt, Blickkontakt, Draht zueinander, Flirten,etc. und ich dachte, das wäre jetzt wieder ein Fortschritt. Dann kam aber von ihm nix mehr und hätte ich nicht nachgeforscht, bzw angefragt, hätten wir uns auch nicht getroffen. Und das nachfolgende Treffen sah etwa so aus:
Ich schreibe ihm per SMS, weil er an dem Tag nicht im gemeinsamen Kurs war und frage, ob er Zeit zum Essen hat. Er sagt ua. dass er zu dem Kurs nicht mehr kommt, ich sage "schade, dann sehen wir uns ja gar nicht mehr?" und frage, ob er abends mit uns (Freunden) zu einer Filmvorführung kommt. Und rechne damit, dass er, wie üblich, nicht kommt.
Abends taucht er dann urplötzlich doch auf, aber es war halt eine Freundin dabei und es lief eigentlich nix, nichtmal eine wirkliche Unterhaltung. Ich frage ihn, ob er am nächsten Tag noch mittags oder abends an der Uni essen gehen will und er meinte, mittags nicht, abends vielleicht. Ich antworte, er soll mir schreiben, wenn er abends noch da ist. Am nächsten Tag seh ich ihn dann nachmittags und frag ihn, ob es mit Abends klappt. Da meint er "Ja, können wir machen" und so treffen wir uns abends. Erst ist er total müde und eher schlecht drauf, dann taut er auf und später sitzen wir noch 2 1/2 Stunden da und quatschen noch, als wir schon gehen wollen. Und ich merke, dass es ihm total gefallen hat.

Ich hab das Gefühl, seit ich halt deutlich sage, dass ich ihn sehen will und dass ich es schön finde, wenn er irgendwo dabei ist, dass ich mich darüber freue, etc oder es schade finde, wenn er nicht dabei ist, wird er offener, zugänglicher, lässt sich eher auf ein Treffen ein. Andererseits finde ich, dass ich ihm total hinterherlaufe und mir wirklich schon vorkomme, als würde ich klammern oder so. Das meinte auch ein Freund, dem ich das erzählt habe.

Er ist halt einerseits sehr ruhig und teilweise auch verschlossen, in Uni-Dingen in der Regel aber recht selbstsicher. Wenn auch in sozialer Hinsicht manchmal etwas unsicher. Oft schwankt es zwischen uns auch ganz stark, dann ist da mal eine ganz starke Verbundenheit, dann ist es wieder total verkrampft, mal funkt es tierisch und manchmal ist er auch gereizt. Er ist halt schon ein ziemlicher Einzelgänger und hat hier am Studienort außer unserem gemeinsamen Freund eigentlich keine außeruniversitären sozialen Kontakte. An der Uni halt auch nur Bekanntschaften. Manchmal glaube ich, dass es überhaupt ein Wunder ist, dass ich schon so weit an ihn rangekommen bin...Aber wer weiß.

Ich weiß gar nicht mehr, wo mir der Kopf steht. Ich wäre ja prinzipiell bereit, da die Führung zu übernehmen, wenn er nur schüchtern wäre. Aber er flirtet ja einerseits und zieht sich andererseits zurück, oft hab ich gar nicht die Chance mal deutlicher zu werden. Körperkontakt aufbauen und mehr flirten und so - alles schon versucht. Von ihm geht - außer nah an mich ranrücken - eher kein Körperkontakt aus, er weicht meinem aber auch nicht aus.

Ich denke auch oft, wenn er interessiert wäre, würde er sich doch treffen wollen. Also ist er nicht interessiert. Aber warum schmachtet er mich dann an, "kuschelt" im Unterricht oder so? Also doch interessiert? Und dann schüchtern?

Nun haben wir gestern miteinander geredet, ich hab ihm gesagt, dass mein Interesse nicht rein freundschaftlich ist und ich an ihm interessiert bin. Er war daraufhin völlig überrascht und meinte, dass er nie gedacht hätte, dass ich das so sehen könne und dass das alles nicht rein freundschaftlich sein könnte.
Woraufhin ich natürlich ziemlich platt war....
Dann kam halt so das übliche, er wäre sehr gern mit mir befreundet und verbringt sehr gerne Zeit mit mir, hätte aber nie gedacht, dass da mehr sein könnte. Er hat mich auch gefragt, ob er vielleicht falsche Signale ausgesandt hat, in dem Moment war ich natürlich zu überrascht, um da wirklich drauf zu antworten.
Im Nachhinein verwundert mich das alles total, wie man an dem Zitat oben sehen kann, war ich ja durchaus überzeugt, dass da etwas ist zwischen uns und dass er auch Anzeichen gegeben hat. Oder hab ich mir das alles bloß eingebildet?
Kann man so einen derartigen Knick in der Wahrnehmung haben??

Ich weiß nicht, ob ich nochmal mit ihm darüber reden soll. So wie es aussieht, will er gerne weiter befreundet sein, das scheint ihm schon wichtig. Ich habe darauf aber eher weniger Lust, weil man dann ja immer im Stillen hofft, dass es doch noch was wird.
Genauso, wie ich mir jetzt schon still und leise Hoffnungen mache, dass sich bei ihm etwas ändert, da er ja jetzt weiß, dass ich interessiert bin.
Also kann mir mal bitte, bitte jemand den Kopf waschen? Oder mir wahlweise Tipps geben, wie ich den Kerl doch noch erobern kann?
 

Benutzer99715  (35)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hey, ich habe das problem auch zurzeit! Nur er weiß nichts von seinem Pech oder Glück...

Wir haben auch am anfang sehr viel geflirtet und geredet etc.
Aber ich weiß nicht ob ich es ihm mal sagen da ich das gute verhältniss als freunde nicht verlieren möchte!

Ich denke auch sehr oft das da mehr zwischen uns ist aber er hat sich nun in eine andere verguckt und erzählt mir dauernt davon ....

Ich hoffe du findest eine lösung versuche doch noch mal mit ihm zu reden!
LG
 
H

Benutzer

Gast
Wieso denn nochmal mit ihm reden? Er weiss, dass du mehr willst & er hat trotzdem nur von ner Freundschaft geredet - also wozu nochmal reden? Will er auch was von dir, wird er dir das sagen - will er nichts weiter von dir, dann ziehe deine Konsequenzen und verzichte dir zu liebe auf eine Freundschaft.

Er hat geflirtet ect pp, völlig egal, ob ers tatsächlich getan oder du einen "Knick" in der Wahrnehmung hast - Fakt ist, dass er von deinem Interesse weiss und keinerlei Anstalten gemacht hat, dir von seinen tiefen Gefühlen für dich zu erzählen, WEIL er vermutlich keinerlei dieser Gefühle für dich empfindet.

So hart wie es ist, manchmal muss man Dinge einfach nur hinnehmen, NICHT VERSTEHEN, aber eben einfach hinnehmen - du hast den Mut gehabt, ihm von deiner Sicht der Dinge zu berichten, Gratulation!, auch wenn bei euch nichts draus wird, hast du es wenigstens versucht und nur darauf kommt es im Endeffekt an.
 

Benutzer101324 

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo, dieses Problem hatte ich auch schon. Ist jetzt knapp 1 Jahr her.
Mir wurde ganz schön das Herz gebrochen.

Männer versteht man manchmal echt nicht. Das Männer eine andere Sprache sprechen als Frauen weiß ich jetzt auch.

Wir haben viel miteinander gemacht. Hatten richtig viel Spaß. Er schrieb mir immer ganze süße Sms und irgendwann habe ich all meinen Mut zusammen genommen und ihm gesagt, dass bei mir mehr ist als Freundschaft. Sein Kommentar war nur: "Sorry, ich wollte dir keine falschen Hoffnungen machen. Möchte mit dir befreundet sein!" Habe nur noch geweint und war echt fix und fertig. Irgendwann habe ich dann endlich begriffen, dass der Typ echt keine Träne wert war!

Reden hilft da leider gar nicht. Das einzige was du tun kannst, endlich einen Schlussstrich ziehen. Alles andere macht dich nur noch mehr traurig.

lg
 
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