Freundschaft nach Trennung

Luiselotte
Benutzer232836  (34) Ist noch neu hier
  • #1
Hi, ich bin hier noch neu und beginne gleich mal mit meinem Problem:

Nach einer 6-jährigen Beziehung haben mein Freund und ich uns vor 4 Monaten getrennt. Für mich war es die ersten Tage sehr schmerzhaft. Aber wir waren beide auch erleichtert, weil es sich eigentlich schon länger abgezeichnet hat und inzwischen mehr eine Freundschaft als eine echte Paarbeziehung war. Wir haben beide die Sorge geäußert, unsere Freundschaft, unsere Gespräche usw. zu verlieren. Insgesamt haben wir die Trennung sehr vernünftig hinbekommen, was einige in unserem Familien- und Freundeskreis sehr seltsam finden.
1. Frage: Ist es wirklich seltsam nach einer Trennung direkt als Freunde weiterzumachen?

Direkt danach haben wir in unserer gemeinsamen Wohnung in getrennten Zimmer geschlafen. Während dieser Zeit haben wir regelmäßig immer noch intensive, freundschaftliche Gespräche geführt, Probleme und Gefühle besprochen etc. Meistens ging es von meinem Ex aus: Klopfen an der Zimmertür - "Wollen wir reden?" Es fühlte sich aber ein bisschen an, wie "auf rohen Eiern gehen".

Seit anderthalb Monaten wohne ich nun in meiner neuen Wohnung. Wir sehen uns ungefähr einmal die Woche. Mein Ex unterstützt mich wahnsinnig beim Renovieren. Wie gesagt, wir bekommen das vernünftig hin. Aber die intensiven Gespräche sind weg. Er hilft mir handwerklich, wir sprechen kurz über unseren Tag und dann geht er wieder. Er hat sich bei mir noch nicht ein einziges Mal hingesetzt, trotz Aufforderung. Selbst ein Stückchen Kuchen isst er im Stehen. Ich verstehe das nicht Wir wollten beide Freundschaft und trotzdem geht er immer sofort wieder. Dadurch, dass er immer auf dem Sprung ist, hatte ich auch noch nicht die passende Gelegenheit es anzusprechen.
2. Frage: Braucht es einfach Zeit bis ich unsere Beziehung normalisiert hat? Sollte ich ihn zu einem Gespräch - und nicht nur zur handwerklichen Arbeiten - einladen?

Mir geht's gerade nicht so gut und ich würde mir ihn als Freund gerade echt wünschen, bin aber auch total unsicher, wie das nach so einer Trennung eigentlich funktioniert.

Ich wäre dankbar für eure Erfahrungen und Anregungen.
 
yannick666
Benutzer226667  (23) Ist noch neu hier
  • #2
Bei mir hat eine solche Freundschaft gut 2 Monate gut funktioniert. Leider hat es sich dann doch verlaufen, weil sie auf Distanz ging, nachdem sie zufällig erfuhr dass ich wieder mit dem Daten begonnen hatte.

Ich habe für mich festgestellt, dass bei einer (weitestgehend) einvernehmlichen Trennung eine Freundschaft gut funktionieren kann wenn man sich erwachsen verhält. In unserem Fall hat es beiden Seiten geholfen, sich voneinander zu entwöhnen und auch den Auszug unkompliziert zu gestalten. Bin froh dass es zumindest für einige Zeit gut geklappt hat, auch wenn wir nun leider keinen Kontakt mehr haben. Wir haben uns auf menschlicher Ebene weiterhin geschätzt und ausgenutzt, dass wir uns gegenseitig kannten und im selben Boot saßen.

Um zu klären, ob das für euch funktioniert, solltet ihr offen über eure Gefühle und Bedürfnisse reden und dann entscheiden, ob ihr euch nach der Trennung einander gut tut. Man muss aber immer damit rechnen und das dann auch akzeptieren, dass es für einen von beiden irgendwann nicht mehr funktioniert.
 
krava
Benutzer59943  (44) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #3
Hey guten Morgen

Ich denke du solltest deinem Ex dringend mehr Raum geben und ja natürlich solltest du dir jemand anderen zum Renovieren suchen. Ich weiß du meinst das nicht böse, aber ihm tut das anscheinend nicht so gut wie dir und es kann gut sein, dass er jetzt durch deinen Umzug auch gemerkt hat, dass ihm Abstand besser tut als Nähe. Es dürfte ja auch in ihm was kaputt gegangen sein, es ist eine Beziehung gescheitert, also das macht auch was mit einem und auch wenn man erst denkt "ja ok bleiben wir Freunde", dann merkt man erst nach ein bisschen Zeit, dass das gar nicht so einfach ist und dass man den Cut auch erst mal realisieren und damit umgehen muss.
Also warum stellst du nicht einfach mal den Kontakt ein und lässt ihn auf dich zukommen?
Hast du andere Freunde? Du solltest dringend deinen Fokus von deinem Ex weg lenken, auch für dich und deine Zukunft. Ob ihr Freunde bleiben könnt, das wird die Zeit erst noch zeigen, aber da muss erst mal Ordnung in eure Gefühle und das verarbeitet jeder anders. Und vielleicht machst auch du dir ein bisschen was vor, das wäre ganz normal.
Also komm du erst mal in deinem neuen Leben an, da gehört dein Ex nicht mehr so dazu wie früher. Und ich würde da auch schon für mein eigenes Ego weniger Abhängigkeit von seiner Hilfe entstehen lassen.

Frage: Braucht es einfach Zeit bis ich unsere Beziehung normalisiert hat? Sollte ich ihn zu einem Gespräch - und nicht nur zur handwerklichen Arbeiten - einladen?
gar nicht einladen, sondern auf einen Schritt von ihm warten.
Gerade jetzt kurz vor Weihnachten geht es ihm vielleicht nicht so toll wie es scheint und nein du kannst ihm da auch nicht helfen, weil du ja für seinen Kummer mitverantwortlich bist. Also da hilft ihm Abstand sehr viel mehr wahrscheinlich.
Zieh das mal in Erwägung :smile:

Warte mal ab, was von ihm kommt und schalte mal 3 Gänge zurück.
 
Katzenauge123
Benutzer202690  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • #4
Hallo
Bei mir ist es so, dass ich vor ca einem Jahr die Trennung ausgesprochen habe.
Wir sind auch befreundet.
Er ist einer meiner Lieblingsmenschen.
Wir sind immer wieder unsicher, wie oft wir Kontakt haben sollten, was wir noch gemeinsam machen und was nicht mehr.
Ich glaube, dass das erstmal normal ist.

Manchmal stellt man dann auch fest, dass man vielleicht doch mehr Abstand braucht - ich könnte mir vorstellen, dass es deinem Ex gerade so geht.

Ich liebe und begehre meinen Ex noch, dennoch weiß ich, dass eine Partnerschaft mit ihm keinen Sinn macht.

Wenn es mir schlecht geht und ich Redebedarf habe, weiß er ganz genau, wie er mich wieder runterholen kann.

Ich denke, wenn einer neu verpartnert ist, werden die Verhältnisse klarer.

Mir ist auch schon empfohlen worden, mehr auf Abstand zu gehen - aber im Grunde müssen wir das doch selbst wissen, oder eben für uns ausprobieren.
 
Alex_ander_83
Benutzer232071  (42) Ist noch neu hier
  • #5
Das ist zwar sicher keine wirkliche Hilfe oder bereichert dich Liselottemarok ungemein aber ich probiere es mal aus meiner Warte.

Ich hab das jetzt schon zwei mal probiert ein Freund zu sein und zu bleiben. Aber bei mir schwingt da immer was mit.
Spätestens dann wenn bei jemanden ein neuer Partner kommt oder man was erzählt.

Ich/man stellt sich dann unterbewusst die Frage, wie war das während der Beziehung. 🫤


Naja einmal endete es wieder in Sex und kurzes on, wobei wir beide wussten das off kommt gleich wieder.

Das andere Mal wollte ich die Mutter meines Kindes nicht im Stich lassen, nach dem wir ausgezogen sind.
Habe aber zeitnah gemerkt, stimmt wir hatten einen Grund weshalb wir sie verlassen haben.

Also Hut ab wer da eine Freundschaft hinbekommt. Gerade nach einer langen Beziehung aber ich persönlich bekomme das nicht hin. Distanz ist da der bessere Weg aus meiner Sicht.
 
I
Benutzer228593  (32) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #6
Ich glaube, dass ein nahtloser Übergang schwierig ist. Wenn dann, wenn man genügend innerlichen Abstand gewonnen hat.

Manchmal versucht man auch dieses Freundschaftsding, damit man die Person nicht von jetzt auf gleich verliert. Rückblickend könnte das dann aber einfach zum Schluss gehört haben. Ein Ausschleichen sozusagen.

Es gibt kein festes Schema, wie man sich nach einer Trennung verhalten sollte. Finde aber schon, so wie du das schilderst, dass er sich zurückzieht. Und das ist auch in Ordnung so. Ich würde ihm den Raum für den Rückzug lassen.

Dass es dir gerade nicht gut geht, würde ich vielleicht erstmal mit anderen Freunden besprechen.
 
Katerstrophe
Benutzer217004  (30) Öfter im Forum
  • #7
Ich denke, damit eine stabile Freundschaft entstehen kann, müssen beide Mal in ihren neuen Alltag finden.

Man sollte durch diese Freundschaft nicht versuchen, das zu kompensieren was weggebrochen ist, die Gefahr, das zu tun besteht aber in meinen Augen.

Abstand, Leben neu ordnen und dann kann man wieder schauen, ob man in Leben des anderen einen stabilen Platz finden kann.

Ich würde mir auch jemand anderes zum Renovieren und auf jeden Fall zum reden suchen.
 
Damian
Benutzer6428  Doctor How
  • #8
Ich hab das irgendwann mal versucht logisch aufzudröseln.

Es geht darum eine neue Form von emotionaler Beziehung einzugehen. Dazu gibt es immer ein paar Grundvoraussetzungen.
Ihr habt sehr lange eine andere Form von emotionaler Beziehung geführt und habt in dieser Zeit eine gemeinsame Geschichte geschrieben. Ihr habt Rituale und Gewohnheiten miteinander entwickelt und seid euch dabei auf verschiedenen Ebenen näher gekommen und habt viele Dinge miteinander geteilt.

Jetzt soll es was neues sein. Dabei funktioniert das in meinen Augen ein bisschen so wie Hausbau. Wenn da noch eine Ruine steht, kann man da kein neues Haus drauf bauen. "Freunde bleiben" kann nicht funktionieren, weil das ja impliziert, dass man vorher schon Freunde war und genau das war ja nicht gegeben.

Also sollte die Frage lauten, ob ihr BEIDE schon an dem Punkt seid, an dem man etwas neues aufbauen kann und ob ihr BEIDE auch vor dem Fundament gestanden habt und BEIDE da was neues drauf bauen wolltet.
Das funktioniert im Allgemeinen nicht ohne, dass man vorher erstmal mit sich selbst ins Reine kommt und zwar wirklich alleine. Mit dem Alten muss abgeschlossen sein. Dass beide WÄRHEND die Beziehung noch offiziell exisitert damit abschließen ist extrem selten und selbst dann muss man sich ja erstmal neu (er)finden. Ansonsten ist man als Person ja gar nicht in der Lage sich selbst in einer Beziehung zu "schenken" und zu geben, auch in einer neuen freundschaftlichen Beziehung.

Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, dass er mehr Zeit für sich selbst braucht und das noch nicht gemerkt hat. Vielleicht geht es dir selbst aber auch so....währe zumindest eine Überlegung wert...
 
S
Benutzer190912  (50) Verbringt hier viel Zeit
  • #9
Es gibt da keine Vorschriften wie was zu sein hat und jede Beziehung war in der Schlussphase anders. Bei manchen war die Endphase schon reine Freundschaft und eine räumliche Distanzierung hat daran nichts geändert.
Ich denke dieser Vorsatz direkt Freunde bleiben zu wollen hat auch die Absicht sich vor Auseinandersetzung und Konflikten zu schützen oder schöne Anteile zu bewahren.
Der Knackpunkt bei der Freundschaft sind neue Partner. Wenn neue Partner ins Spiel kommen zeigt sich ob beide wirklich den Beziehungsteil verarbeitet haben und dem Ex die neue Beziehung und das Glück auch gönnen können. Soweit seid Ihr ja noch nicht

Die Frage aktuell ist was Dein Ex braucht und sich wünscht, auch aus einer Freundschaft zu Dir? Aktuell brauchst Du ihn auf verschiedenen Ebenen, er ist der Gebende, was aber hat er denn davon? Kannst Du ausschließen dass da nicht irgendwo bei ihm Hoffnung schlummert dass Ihr wieder zusammenkommt?
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Verbringt hier viel Zeit
  • #10
Nach einer 6-jährigen Beziehung haben mein Freund und ich uns vor 4 Monaten getrennt. Für mich war es die ersten Tage sehr schmerzhaft. Aber wir waren beide auch erleichtert, weil es sich eigentlich schon länger abgezeichnet hat und inzwischen mehr eine Freundschaft als eine echte Paarbeziehung war. Wir haben beide die Sorge geäußert, unsere Freundschaft, unsere Gespräche usw. zu verlieren. Insgesamt haben wir die Trennung sehr vernünftig hinbekommen, was einige in unserem Familien- und Freundeskreis sehr seltsam finden.
1. Frage: Ist es wirklich seltsam nach einer Trennung direkt als Freunde weiterzumachen?
Generell finde ich das nicht seltsam (sondern eher dass euer Umfeld eine vernünftige Trennung seltsam findet), zumal ihr ja ein freundschaftliches Verhältnis schon in der Beziehung hattet. Ich selbst kann das aber nicht direkt.
Meine Ex-Partnerin hätte es sich eher anders gewünscht. Ich sehe sie auch ca. einmal die Woche, meist wegen Kind, aber seltener auch zu zweit, und manchmal ist es ganz nett. Mich stresst es aber auch oft und ich spüre dann mehr die Trauer. Zudem ist es mir unangenehm, dass ich mich oft abgrenzen muss.
Seit anderthalb Monaten wohne ich nun in meiner neuen Wohnung. Wir sehen uns ungefähr einmal die Woche. Mein Ex unterstützt mich wahnsinnig beim Renovieren. Wie gesagt, wir bekommen das vernünftig hin. Aber die intensiven Gespräche sind weg. Er hilft mir handwerklich, wir sprechen kurz über unseren Tag und dann geht er wieder. Er hat sich bei mir noch nicht ein einziges Mal hingesetzt, trotz Aufforderung. Selbst ein Stückchen Kuchen isst er im Stehen. Ich verstehe das nicht Wir wollten beide Freundschaft und trotzdem geht er immer sofort wieder. Dadurch, dass er immer auf dem Sprung ist, hatte ich auch noch nicht die passende Gelegenheit es anzusprechen.
2. Frage: Braucht es einfach Zeit bis ich unsere Beziehung normalisiert hat? Sollte ich ihn zu einem Gespräch - und nicht nur zur handwerklichen Arbeiten - einladen?
Ja, aus meiner Perspektive klingt es, als brauche er Zeit zum Verarbeiten. Ich würde ihn an Deiner Stelle gerade zu gar nichts einladen.
 
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #11
Er hat sich bei mir noch nicht ein einziges Mal hingesetzt, trotz Aufforderung. Selbst ein Stückchen Kuchen isst er im Stehen. Ich verstehe das nicht
Ist dir schon mal der Gedanke gekommen, dass er eventuell jemanden kennengelernt haben könnte?

Selbst wenn (noch) nicht, lässt er zumindest eine gewisse Weitsicht walten und versucht einen gesunden Abstand herzustellen. Im Grunde bleibt dir nichts anderes übrig als das zu respektieren.


Frage: Ist es wirklich seltsam nach einer Trennung direkt als Freunde weiterzumachen?
Aus meiner Sicht schon, ja ....zumal ich etwas anderes unter Freundschaft verstehe.

Ich verstehe zwar die Logik dahinter, wenn Menschen das anstreben, denke aber auch, dass dabei mehr Wunschdenken als dann auch praktisch gelebte Realität reinspielt.

Du willst dir das Gute, das noch übrig geblieben ist, aus eurer Beziehung bewahren - nur ist die Beziehung eben zu Ende und Beziehungen funktionieren nicht nach einem Baukastensystem.

Jeder geht jetzt seines eigenen Weges und wird auf diesem Weg neue Erfahrungen machen, neue Menschen kennenlernen und neue Beziehungen eingehen - und all das bleibt nicht ohne Konsequenzen.

Die Nähe, die du dir wünscht, hattet ihr beide ja anscheinend einvernehmlich beendet und dennoch willst du sie in deinem Leben behalten. Strukturell habt ihr sie aufgelöst, indem ihr die Beziehung offiziell beendet habt. Aber emotional scheinbar noch nicht so wirklich und diesen Schritt scheint er nun gehen zu wollen.

Für mein Verständnis ist das einfach nur vernünftig. Denn eine Entscheidung impliziert eben die Scheidung: ich entscheide mich für einen bestimmten Weg und damit eben auch gleichauf gegen einen anderen.

Ich würde an deiner Stelle loslassen, ihn nicht mehr zu dir einladen oder um seine Hilfe bitten. Ziehe erstmal mit deinem Leben weiter und vielleicht findet sich dann irgendwann eine neue Basis für euch. Vielleicht wird dir das dann aber auch gar nicht mehr so wichtig sein.
 
CasualFun
Benutzer218141  Öfter im Forum
  • #12
1. Frage: Ist es wirklich seltsam nach einer Trennung direkt als Freunde weiterzumachen?
... die intensiven Gespräche sind weg. Er hilft mir handwerklich, wir sprechen kurz über unseren Tag und dann geht er wieder. Er hat sich bei mir noch nicht ein einziges Mal hingesetzt, trotz Aufforderung. Selbst ein Stückchen Kuchen isst er im Stehen. Ich verstehe das nicht Wir wollten beide Freundschaft und trotzdem geht er immer sofort wieder.
Ich verstehe ihn ziemlich gut und vermute, dass er erstmal Abstand braucht um sich aus der Beziehung abzunabeln, die Trennung auch emotional umzusetzen, zu durchfühlen.

Hattet ihr euch denn einvernehmlich getrennt oder ging es doch irgendwie von einer Seite aus?

2. Frage: Braucht es einfach Zeit bis ich unsere Beziehung normalisiert hat?
Ja ich denke das braucht Zeit - abhängig davon, wie einvernehmlich die Trennung war und ob beide gleichermaßen mit vollem Herzen hinter der Entscheidung standen (dann kannst schnell gehen), ob dich einer der beiden die Trennung etwas mehr wollte als der andere (dann dauert s etwas länger) oder ob nur einer die Trennung wollte und der andere eigentlich gar nicht (dann dauert es meist am längsten).

Meine Ex ist mit ihrem Ex nach ca 2 Wochen zu einer Freundschaft übergegangen, die nach außen hin heute (5 Jahre später) noch besteht. Wie es den beiden tatsächlich damit geht, was sie wirklich noch füreinander empfinden wissen nur die zwei selbst.

Mit mir hat sie seit der Trennung keinerlei Kontakt mehr, nicht mal in organisatorisch-praktischen Fragen. Im Abschiedsgespräch begründete sie die totale Kontaktsperre damit, dass sie mich immer noch so sehr liebe, dass sie Angst habe wieder weich zu werden und in die Beziehung zurück zu rutschen wenn wir miteinander reden oder schreiben. Darum gehe ich davon aus, dass es mindestens 1-2 Jahre dauern wird, bis es sich überhaupt lohnt darüber nachzudenken, ob eine Freundschaft in Betracht kommt.
 
Luiselotte
Benutzer232836  (34) Ist noch neu hier
  • Themenstarter
  • #13
Vielen Dank für die Rückmeldungen. Von Außen betrachtet sind manche Dinge manchmal leichter zu erkennen, als für die Person, die sich in der Situation befindet - also in diesem Fall ich.
Er ist einer meiner Lieblingsmenschen.
(...)
Ich liebe und begehre meinen Ex noch, dennoch weiß ich, dass eine Partnerschaft mit ihm keinen Sinn macht.
Wenn es mir schlecht geht und ich Redebedarf habe, weiß er ganz genau, wie er mich wieder runterholen kann.
Ich begehre meinen Ex nicht mehr.
Aber, so blöd das klingt: Er war mein bester Freund. Er hat mich nicht immer verstanden, aber er wusste, wie er mich "runterholt", was mir gut tut und umgekehrt genauso. Vor ihm ist mir nichts zu peinlich und niemand kennt mich besser als er. Geheimnisse hatte ich vor ihm nie - auch weil ich grundsätzlich Geheimnisse schlecht für mich behalten kann. :zwinker: Ich wünschte, er würde mein "Lieblingsmensch" bleiben.
Du willst dir das Gute, das noch übrig geblieben ist, aus eurer Beziehung bewahren - nur ist die Beziehung eben zu Ende und Beziehungen funktionieren nicht nach einem Baukastensystem.

Es geht darum eine neue Form von emotionaler Beziehung einzugehen. Dazu gibt es immer ein paar Grundvoraussetzungen. Ihr habt sehr lange eine andere Form von emotionaler Beziehung geführt und habt in dieser Zeit eine gemeinsame Geschichte geschrieben. Ihr habt Rituale und Gewohnheiten miteinander entwickelt und seid euch dabei auf verschiedenen Ebenen näher gekommen und habt viele Dinge miteinander geteilt.

Jetzt soll es was neues sein. Dabei funktioniert das in meinen Augen ein bisschen so wie Hausbau. Wenn da noch eine Ruine steht, kann man da kein neues Haus drauf bauen. "Freunde bleiben" kann nicht funktionieren, weil das ja impliziert, dass man vorher schon Freunde war und genau das war ja nicht gegeben.
Ihr beide habt wahrscheinlich recht. Bisher habe ich nicht reflektiert, dass eine Freundschaft nur etwas "Neues" / "Anderes" sein kann und nicht ein "Weiter so" einzelner Aspekte. Es schmerzt mich und macht mir Angst, die guten Bestandteile unserer Beziehung zu verlieren. Da muss ich wohl lernen loszulassen.
Manchmal versucht man auch dieses Freundschaftsding, damit man die Person nicht von jetzt auf gleich verliert. Rückblickend könnte das dann aber einfach zum Schluss gehört haben. Ein Ausschleichen sozusagen.
Genau das möchte ich halt nicht. Und mein Ex meinte, er will das auch nicht. Aber vielleicht ist das der natürliche Ablauf...

Aktuell brauchst Du ihn auf verschiedenen Ebenen, er ist der Gebende, was aber hat er denn davon? Kannst Du ausschließen dass da nicht irgendwo bei ihm Hoffnung schlummert dass Ihr wieder zusammenkommt?
Du hast recht, er ist (momentan) der Gebende und möglicherweise habe ich das als zu selbstverständlich hingenommen. Er ist halt in allen möglichen Nachbarschaftsforen und Vereinen unterwegs und hilft fremden Menschen ehrenamtlich. Deswegen haben ich mir da nicht weiter bei gedacht, seine Hilfe bei der Renovierung anzunehmen.
Ja, ich schließe aus, dass da noch Hoffnung schlummert.
Ich würde mir auch jemand anderes zum Renovieren und auf jeden Fall zum reden suchen.
Das nehme ich mir an.

Hattet ihr euch denn einvernehmlich getrennt oder ging es doch irgendwie von einer Seite aus?
Es war einvernehmlich und hat sich über eine längere Phase angebahnt, in der wir versucht haben, an der Beziehung zu arbeiten. Letztlich gab es einen Streit, bei dem ich ihn gefragt habe, ob er sich trennen möchte. Nachdem ich die Frage dreimal gestellt hatte, hat er "ja" gesagt. Ich habe drei Tage geheult, war aber gleichzeitig erleichtert. Auch mein Ex sagte, er sei erleichtert, hatte dann aber etwa eine Woche später eine Art Trauerphase. Während der ganzen Zeit haben wir uns über unsere Gefühle ausgetauscht. Ich hatte schon den Eindruck, dass ich weiß, was in ihm vorgeht... und jetzt weiß ich es halt nicht mehr.
 
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #14
Es schmerzt mich und macht mir Angst, die guten Bestandteile unserer Beziehung zu verlieren

Er hat mich nicht immer verstanden, aber er wusste, wie er mich "runterholt", was mir gut tut und umgekehrt genauso.
Und das ist etwas, dass so in der Form eben nicht mehr sein sollte. Ihr habt euch getrennt und damit ist jeder für seine emotionale Regulation selbst verantwortlich.

Ihr verbaut euch selbst sonst total viel damit und werdet Schwierigkeiten haben neue Partnerschaften aufzubauen oder zieht fragwürdige Partner an, die unbewusst damit fein sind, dass ihr emotional anderweitig gebunden seid.

Nach einer Trennung wird man eben auf sich selbst zurückgeworfen und muss sich selbst ordnen, ohne den anderen und meines Erachtens auch grundlegend ohne jemand neues. Sonst entwickelt man sich nicht weiter.
 
krava
Benutzer59943  (44) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #15
Ich hatte schon den Eindruck, dass ich weiß, was in ihm vorgeht... und jetzt weiß ich es halt nicht mehr.
Vielleicht geht es dich auch einfach nichts mehr an.
Ich versteh schon, dass man nicht einfach so zu Fremden wird nach so langer Zeit, aber ihr seid jetzt kein Paar mehr.
Und das verändert erst mal alles.
Einfach zu sagen "nur der Sex fällt weg, der Rest bleibt" das funktioniert nur höchstselten und vor allem langfristig entwickeln sich da Probleme. Weil ihr euch nicht vorwärts bewegt. Ihr wollt das Vertraute behalten aus Angst vor dem Neuen und Unbekannten, aber damit nehmt ihr euch auch die Chance voranzukommen. Oder möchtest du nicht auch mal jemand neues kennenlernen?
Und was wird der dann sagen, wenn da noch dein Ex an dir klebt und du sagst "das ist mein allerbester Freund, wir haben uns getrennt, aber wir haben und noch sooooo lieb"... übertrieben gesagt, aber ich hoffe du verstehst was ich meine und das gilt natürlich auch für deinen Ex, der auch irgendwann mal wieder jemand anderen daten möchte und eben nicht die Ex "runterholt".

klar ist es eine Umstellung, aber da musst du durch und nach einer Trennung fallen auch die Benefits erst mal weg. Also man kann nicht nur das schlechte und die Streitigkeiten streichen, den Rest aber behalten. Da musst du jetzt Verantwortung übernehmen für dich.
 
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CasualFun
Benutzer218141  Öfter im Forum
  • #16
Vielen Dank für die Rückmeldungen. Von Außen betrachtet sind manche Dinge manchmal leichter zu erkennen, als für die Person, die sich in der Situation befindet - also in diesem Fall ich.

Ich begehre meinen Ex nicht mehr.
Aber, so blöd das klingt: Er war mein bester Freund. Er hat mich nicht immer verstanden, aber er wusste, wie er mich "runterholt", was mir gut tut und umgekehrt genauso. Vor ihm ist mir nichts zu peinlich und niemand kennt mich besser als er. Geheimnisse hatte ich vor ihm nie - auch weil ich grundsätzlich Geheimnisse schlecht für mich behalten kann. :zwinker: Ich wünschte, er würde mein "Lieblingsmensch" bleiben.



Ihr beide habt wahrscheinlich recht. Bisher habe ich nicht reflektiert, dass eine Freundschaft nur etwas "Neues" / "Anderes" sein kann und nicht ein "Weiter so" einzelner Aspekte. Es schmerzt mich und macht mir Angst, die guten Bestandteile unserer Beziehung zu verlieren. Da muss ich wohl lernen loszulassen.

Genau das möchte ich halt nicht. Und mein Ex meinte, er will das auch nicht. Aber vielleicht ist das der natürliche Ablauf...


Du hast recht, er ist (momentan) der Gebende und möglicherweise habe ich das als zu selbstverständlich hingenommen. Er ist halt in allen möglichen Nachbarschaftsforen und Vereinen unterwegs und hilft fremden Menschen ehrenamtlich. Deswegen haben ich mir da nicht weiter bei gedacht, seine Hilfe bei der Renovierung anzunehmen.
Ja, ich schließe aus, dass da noch Hoffnung schlummert.

Das nehme ich mir an.


Es war einvernehmlich und hat sich über eine längere Phase angebahnt, in der wir versucht haben, an der Beziehung zu arbeiten. Letztlich gab es einen Streit, bei dem ich ihn gefragt habe, ob er sich trennen möchte. Nachdem ich die Frage dreimal gestellt hatte, hat er "ja" gesagt.
Dann habe ich eine Vermutung was passiert ist und kann mir vorstellen, dass er im Moment leidet wie ein Hund wenn er sieht und fühlt wie leicht und schnell Du anscheinend alles abgeschlossen und hinter Dir gelassen hast.
Ich habe drei Tage geheult, war aber gleichzeitig erleichtert. Auch mein Ex sagte, er sei erleichtert, hatte dann aber etwa eine Woche später eine Art Trauerphase. Während der ganzen Zeit haben wir uns über unsere Gefühle ausgetauscht. Ich hatte schon den Eindruck, dass ich weiß, was in ihm vorgeht... und jetzt weiß ich es halt nicht mehr.
Ja, ich glaube ich kann euch beide verstehen.

Magst Du darüber reden was der Trennungsgrund war? Nach dem was Du schreibst klingt es eigentlich nach einer total gefestigten Beziehung mit einer tollen Basis und gelegentlichen Meinungsverschiedenheiten zur individuellen Weiterentwicklung.
 
S
Benutzer190912  (50) Verbringt hier viel Zeit
  • #17
E
Letztlich gab es einen Streit, bei dem ich ihn gefragt habe, ob er sich trennen möchte. Nachdem ich die Frage dreimal gestellt hatte, hat er "ja" gesagt.
Es klingt so dass er sich schwer tut seine Gefühle zu äußern oder unangenehme Entscheidungen zu treffen. Warum hast Du die Trennung nicht ausgesprochen sondern es ihm überlassen?
Ich habe das Gefühl dass er sich auch aktuell sehr schwer tut sich zu Dir abzugrenzen und sich zu trauen Nein zu sagen. Er weiß aktuell selbst nicht wie es ihm geht, was er will und wie er Dein Verhalten so einordnen soll. Dann nimmst Du ihn in Anspruch, er bräuchte eigentlich Abstand und kann sich das nicht zugestehen. Seine Ruhelosigkeit spricht dafür, sonst wäre es ja normal dass man nen Kaffee trinkt und oder Smalltalk hält.
Aktuell siehst Du ihn als Brückenbauer, er soll Dich unterstützen bis Du auf eigenen Beinen stehst, das ist nur nicht schön für ihn
 
Nucifraga
Benutzer179251  Meistens hier zu finden
  • #18
Freunde bleiben ist meist der falsche Ansatz. Freunde werden kann jedoch funktionieren, wenn sich beide der Tatsache bewusst sind, dass da etwas Neues entstehen muss. Auch wenn man sich schon sehr gut kennt und vertraut, ist die freundschaftliche Ebene ohne Beziehungsaspekte eine andere als die freundschaftlichen Anteile in einer Beziehung. Ich finde es schwer zu beschreiben. Irgendwie ist das emotional etwas anderes.

Besonders dann, wenn die Beziehung einvernehmlich und ohne große Verletzungen als gemeinsamer Prozess beendet wurde, stehen die Chancen gut, dass man sich nicht ganz verliert und mit der Zeit etwas Neues entstehen kann, das durchaus auch von der Beziehungsvergangenheit profitieren kann.

Vielleicht kannst du ihn fragen, ob er Raum für sich braucht oder du bemerkst für dich, dass das gar nicht so gut ist diese Phase des Ankommens in der neuen Wohnung so eng mit ihm und Unterstützung von ihm zu gestalten. Du könntest dann selbst verbalisieren etwas Abstand zu brauchen, um der neuen Ebene eine gesunde Basis zu ermöglichen.
Eine Freundschaft profitiert genauso von einer offene Kommunikation über Bedürfnisse und Grenzen wie eine Beziehung.

Ich bin sei 2 Jahren getrennt und mein Ex und ich haben noch guten Kontakt, unterstützen einander bei Bedarf, bringen uns manchmal kleine Geschenke aus dem Urlaub mit und haben einen Teil der schönen Aspekte der Beziehung, die uns so lange, vielleicht zu lange, von einer Trennung abgehalten haben, in eine Freundschaft überführt.
Das war und ist nicht immer leicht und auch darüber oder wenn wir etwas nicht (mehr) teilen möchten, sprechen wir immer mal wieder. Die Feuerprobe einer neuen Partnerschaft bei einem von uns, wartet noch auf uns. Das kann nochmal vieles verändern und dennoch wünschen wir uns, das wir das erleben dürfen, weil wir uns gegenseitig wünschen wieder jemanden zu finden.
 
Nik Traverse
Benutzer197010  (47) Verbringt hier viel Zeit
  • #19
Freunde bleiben ist meist der falsche Ansatz. Freunde werden kann jedoch funktionieren, wenn sich beide der Tatsache bewusst sind, dass da etwas Neues entstehen muss. Auch wenn man sich schon sehr gut kennt und vertraut, ist die freundschaftliche Ebene ohne Beziehungsaspekte eine andere als die freundschaftlichen Anteile in einer Beziehung. Ich finde es schwer zu beschreiben. Irgendwie ist das emotional etwas anderes.
Ich hätte es nicht besser sagen können. Genau das! Wer 'Freund:innen bleiben' will, verpasst die Chance, später eine neue freundschaftliche Beziehung aufzubauen.
 
Borsig
Benutzer93844  Verbringt hier viel Zeit
  • #20
1. Frage: Ist es wirklich seltsam nach einer Trennung direkt als Freunde weiterzumachen?
Nein, ist es nicht. Es kommt immer drauf an, wie die Trennung verlaufen ist - wenn es einvernehmlich ist, kann sowas schon mal vorkommen.

2. Frage: Braucht es einfach Zeit bis ich unsere Beziehung normalisiert hat? Sollte ich ihn zu einem Gespräch - und nicht nur zur handwerklichen Arbeiten - einladen?
Es braucht seine Zeit. Ihr wart sehr lange zusammen, jetzt bist du weg und die Sicht auf dich (sollte) inzwischen eine andere sein, als während der Beziehung. Da warst du (Sexual)partnerin - jetzt bist du 'nur' noch eine Freundin, dass benötigt einfach seine Zeit.
 
A
Benutzer167118  (31) Sehr bekannt hier
  • #21
1. Frage: Ist es wirklich seltsam nach einer Trennung direkt als Freunde weiterzumachen?
Also ich finde/ fände es seltsam. Ich habe zu zwei Exfreunden gar keinen Kontakt aus unterschiedlichen Gründen.
Zu einem habe ich ich eigentlich eine ganz gute Beziehung. Wir mögen uns, haben auch hin und wieder Kontakt, aber nicht viel und ich würde es auch keine Freundschaft nennen.

Aber nur weil ich es nicht kenne und mir eine Freundschaft mit einem Mann den ich geliebt habe nur schwer vorstellen kann, heißt das nicht, dass es das nicht gibt und funktionieren kann.
Die Frage ist also weniger ob es seltsam ist, sondern ob es sich für euch seltsam anfühlt.

2. Frage: Braucht es einfach Zeit bis ich unsere Beziehung normalisiert hat? Sollte ich ihn zu einem Gespräch - und nicht nur zur handwerklichen Arbeiten - einladen?
Nach 6 gemeinsamen Jahren? Ja, das braucht Zeit, aber das bedeutet nicht, dass ihr den Kontakten abbrechen müsst. Es wird nur dauern sich tatsächlich als "nurnoch Freunde" zu sehen und das auch so zu fühlen, wenn das überhaupt möglich ist.

Um Gespräch bitten? Definitiv. Ist immer richtig oder fast immer.
Egal ob du nur reden möchtest oder ob Bedarf besteht weil etwas ungeklärt ist. Manchmal ist reden entgegen des Sprichworts doch Gold.
 
D
Benutzer205023  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #22
Nein, bitte auf keinen Fall so, wie es weiter oben vorgeschlagen wurde! Erst "darf" er beim Renovieren helfen, wobei du ja schon selbst merkst, dass er nicht mehr Zeit investiert als unbedingt nötig - also eher Pflichterfüllung von seiner Seite -, und dann sollst du ihn auch noch abrupt vom Kontakt abschneiden, gerade kurz vor Weihnachten, wenn es ihm sowieso schon "nicht so gut geht?" Das würde ich persönlich als "Nachtreten" werten.
Viele Männer hier beschweren sich über genau eine Sache, nämlich Ghosting, und dann werden Frauen von anderen auch noch dazu aufgefordert. Als ob das eine ganz normale Art der Problemlösung wäre.
Redet unbedingt ganz offen darüber, wie oft ihr euch in Zukunft sehen wollt und wie ihr damit umgehen werdet, wenn der andere wieder einen Partner hat oder sucht. Auch gelegentlicher Kontakt kann eine Bereicherung sein, aber eine plötzliche kalte Dusche ist nicht gut für ihn!
 
B
Benutzer230303  (28) Ist noch neu hier
  • #23
Was erwartest du eigentlich? All die schönen Dinge die eine Beziehung so mit sich bringt wie die tiefen Gespräche und Vertrautheit und dafür gibt's du im Gegensatz nichts.
Der arme macht sich doch nur Hoffnungen und du nutzt das aus damit deine Bude renoviert wird
 
CasualFun
Benutzer218141  Öfter im Forum
  • #24
Was erwartest du eigentlich? All die schönen Dinge die eine Beziehung so mit sich bringt wie die tiefen Gespräche und Vertrautheit und dafür gibt's du im Gegensatz nichts.
Naja weder eine Liebesbeziehung noch eine Freundschaft sollten mMn ein Tauschgeschäft sein, wo der eine mit dem was er gibt sich eine Gegenleistung verdient bzw erarbeitet.
Wenn's auf Dauer nur einseitig ist kann es auch nicht funktionieren, aber es sollte immer alles freiwillig sein, ohne Erwartungen und Verpflichtungen.
Der arme macht sich doch nur Hoffnungen und du nutzt das aus damit deine Bude renoviert wird
Die Hoffnungen gehören zwar ihm, aber die Gefahr besteht schon.
Ich hab eher den Eindruck, Luiselotte Luiselotte möchte sich hier noch etwas offenhalten, die Tür nicht ganz zuschlagen. Aus der Enge und Verbindlichkeit der Beziehung raus, aber die Annehmlichkeiten einer lockeren Freundschaft weiter behalten. Das Beste aus allen Welten. Rosinenpickerei.
Kann das sein?
 
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