Freundschaft mit dem Ex???

Linaaa992   (20)

Ist noch neu hier
Hey,
ich würde gerne mal Meinungen von anderen einholen.
Findet ihr, dass eine Freundschaft mit dem Ex Grundsätzlich funktionieren kann?
Mein Ex und ich haben nach 4 Monaten wieder Kontakt aufgenommen und uns getroffen.
Er meinte das er mich vermisst habe und oft an mich gedacht hat.
Er würde gerne mit mir freundschaftlich befreundet sein... (laut ihm besteht jedoch die Gefahr das Gefühle ins Spiel kommen für ihn).
Die Trennung war nicht ganz einfach, aber wir haben uns nicht komplett im schlechten getrennt.
Dies ist mit dem Treffen knapp eine Woche her seid dem wieder Funkstille wie soll ich das deuten?
Erzählt mir auch gerne eure Erlebnisse würde mich interesieren.

LG
 

Armorika   (40)

Sehr bekannt hier
Klar ist das grundsätzlich möglich.

Ich bin mit mehreren Expartnern über viele Jahre schon befreundet, mein Mann ebenfalls.

Scheint mir auch logisch, schließlich geht es da um einen Menschen, den man sehr gerne hat(te).
Kommt allerdings sehr darauf an, wie und warum man auseinanderging und ob da (noch) Verletzungen und ähnlicher ungelöster, emotionaler Ballast zwischen den Beteiligten steht.
 

blackinmind   (44)

Meistens hier zu finden
Je nach Vorgeschichte kann es sicherlich möglich sein, mit einem Expartner eine freundschaftliche Beziehung weiterzuführen.

Wenn er aber den Wunsch hat, auf freunschaftlicher Basis wieder eine platonische Beziehung aufbauen zu wollen, jedoch gleichzeitig Bedenken äußert, dass von seiner Seite aus wieder Gefühle ins Spiel kommen könnten, sollten bei dir alle Warnglocken läuten. In dem Szenario würde ich vermuten bzw. sogar erwarten, dass seinerseits mehr dahinter steckt.
 

Spiralnudel   (35)

Planet-Liebe Berühmtheit
Er scheint über die Trennung noch längst nicht hinweg zu sein, nein, da würde ich freundschaftlichen Kontakt ablehnen.
 

Sun-Fun  

Verbringt hier viel Zeit
Dies ist mit dem Treffen knapp eine Woche her seid dem wieder Funkstille wie soll ich das deuten?
Nun, ich denke, dass ist doch das normale Verhalten zwischen Kollegen. Oder schreibst Du da jeden Tag? Ich nicht, wenn nicht gerade was spezielles ansteht. Er wird sich wohl in ein paar Wochen wieder melden.....

Grundsätzlich ja, ich kenne Leute, die noch befreundet sind und auch gut befreundet sind. Aber es ist die Minderheit. Ich hatte 2 Freunde, mit denen ging es gut und wir haben uns danach während 10 Jahren noch 3x pro Jahr auf eine Pizza in der Stadt getroffen...... aber es gibt Leute, mit denen ging es nicht.
 

liali  

Sorgt für Gesprächsstoff
Also wenn die Gefahr besteht, dass wieder Gefühle ins Spiel kommen würd ichs ihm,mir und meinem Partner zur Liebe sein lassen.

Ich finde das würde alles unnötig komplizieren.

Wenn ihr allerdings schon vor eurer Beziehung gute Freunde gewesen seid dann spricht da nichts gegen.

Die Gefühle sind halt kompliziert.
 

Tahini  

Beiträge füllen Bücher
Fuer mich geht das ohne weiteres. Ich unterhalte gute Kontakte zu allen Exen, die das so wuenschen. Meine Tuer ist immer offen, selbst fuer die, die was ausgefressen haben bei mir. Könnte ja sein, dass sie sich mal entschuldigen.

Was anderes ist es natuerlich, wie weit das betrieben wird.

Bei mir sind das alles Facebookfreundschaften, aber dass man gemeinsam nach Mallorca fliegt oder ein Segelboot kauft, wie's manche tun, undenkbar. Da bleibt Ex dann wirklich ex. Und da hat auch Madame Tahini dann einen geschuetzten Sonderstatus, und Vetorecht. Sollte sie mich bitten, eine Exe aus meiner Facebooksammlung zu streichen, dann ist's geschehen, um das Reptil in Frage.
 

LiSu  

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Ich denke, dass dies nicht pauschal zu sagen ist.
Hauptsächlich kommt es auf euch beide an.

Dass er aber gleich von Gefühlen spricht sowie dass er dich vermisst hat usw. wäre mir eindeutig zu viel des Guten. Aber auch hier kommt es natürlich darauf an, was du eigentlich möchtest. Kannst du dir einen erneuten Versuch vorstellen?
Für mich klingt es danach, dass er noch nicht über dich Hinweg ist oder eine „Rückfall“ hat.

Möchtest du definitiv keine erneute Beziehung oder ein Drama usw. würde ich definitiv noch abwarten. Meiner Erfahrung nach sagen Männer auch gern „nur freundschaftlich“ oder dass es okay ist, wenn du nicht dieselben Gefühle hast und dabei stimmt das gar nicht.

Ich bin mit paar meiner Ex befreundet, vor allem aus dem bereits von Armorika Armorika genannten Grund, dass man sich ja mal gern hatte. Es kann zwar gefährlich werden, da man sich die Frage stellen könnte „warum ist es eigentlich in die Brüche gegangen?“ und meiner Meinung nach schneller emotional unbedacht handelt, aber bei wenn es klappt, finde ich diese Freundschaften schön.
 

ferdl  

Öfters im Forum
Nein, für mich undenkbar, eine Frau, die ich aus tiefstem Herzen geliebt habe, war meine Liebe und ist für mich keine Freundin. Ich würde mit ehemaligen Sexpartnerinnen keine Freundschaft wollen, weil es eben nur Sex war.
Dass man mit einer Ex wegen gemeinsamer Kinder guten Kontakt hat, ist wieder selbstverständlich, was aber nicht Freundschaft bedeutet.
Wäre meine Partnerin mit einer intensiven Freundschaft zu einem Ex daherkommen, hätte ich mich zurückgezogen und diese Freundschaft nicht gestört.
Bei jedem Treffen können Erinnerungen aufkommen was einmal verbunden hat und wie sollte da eine ev lange Beziehung restlos abgeschlossen werden können.
Für mich einfacher zu handhaben, aus dem Leben aus dem Sinn.
 

yasminbell1986   (34)

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Das kann funktionieren, aber nicht in dem Alter und 4 Monate ist zu früh. Früher oder später kommen da wieder Gefühle mit ins Spiel.
 

Mausezahn  

Sehr bekannt hier
Ja, das geht, halte ich aber nach vier Monaten so gesichert nicht für möglich.
Die Aussage mit den Gefühlen ist Quatsch, evtl sind sie auch noch garnicht weg.

Ex-Partner sind Ex, man muss mit ihnen im Nachhinein nicht mehr befreundet sein, sehe auch nichts schlimmes daran, wenn man das nicht möchte, ich sehe meist auch keine Notwendigkeit darin.
Mit einer Ex-Freundin bin ich sehr gut befreundet, das hat aber fast drei Jahre gedauert.
 

mickflow  

Sehr bekannt hier
Ich war mit meiner Ex 10 Jahre zusammen, die letzten 3 haben wir zusammengewohnt. Die Trennung hatte eine sehr lange und schleichende Vorgeschichte, kam demnach nicht wirklich überraschend und mit lautem Knall. Wir haben sogar noch ein paar Monate getrennt, aber in der selben Wohnung gelebt. Die „Freundschaft“ nach meinem Auszug hielt dann noch so um die 10 weiteren Jahre - bis ich Vater wurde (Kinder hatte sie kategorisch abgelehnt), dann war Funkstille.

Heute, mit 20 Jahren Abstand, sehe ich das so, dass ich in der „Freundschaft“ die selbe Rolle für sie gespielt hatte, wie in der Beziehung davor. Der Unterschied war nur der, dass sie mit den Eigenschaften, Bedürfnisse, etc. von mir, die ihr nicht passten, die es aber zwangsläufig im Beziehungsbündel gegeben hatte, nun nicht mehr interagieren musste. Ich hab mir in dieser Freundschaftszeit selbst etwas vorgemacht, hab emotional deutlich mehr gegeben als bekommen. An dieser Freundschaft festzuhalten hat mich selbst daran gehindert, mich weiterzuentwickeln (und damit für mich den Zweck erfüllt, mir selbst nicht begegnen zu müssen und für mich selbst einzustehen). Mein mehr als notwendiger Entwicklungsschritt wäre gewesen, nein zu sagen für defizitäre Kontakte, und für mich und meine Bedürfnisse einzustehen und mir dafür die richtige, passende, kompatible Partnerin zu suchen.

Was ich damit sagen will ist folgendes. Es gibt gute Gründe dafür, dass es eine Beziehung gegeben hat, es gibt gute Gründe dafür, warum es zur Trennung gekommen ist. Eine Beziehung und eine Freundschaft unterscheiden sich nicht nur in der Frage der Verbindlichkeit und des Sexes. Wenn mir eine Beziehung in meiner persönlichen Selbstentwicklung nicht wirklich die Unterstützung war, die sie eigentlich sein sollte, dann würde ich auf eine Freundschaft im Nachgang ganz sicher verzichten. Die Freundschaft wird mir dann auch nicht diese Unterstützung sein. Das hat mit Egoismus nichts zu tun, sondern mit Sinnhaftigkeit. Sinn entsteht, wenn Bedürfnis und Kompetenzen zusammenpassen.
 
Zuletzt bearbeitet:

Chess93   (27)

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Ich war mit meiner Ex 10 Jahre zusammen, die letzten 3 haben wir zusammengewohnt. Die Trennung hatte eine sehr lange und schleichende Vorgeschichte, kam demnach nicht wirklich überraschend und mit lautem Knall. Wir haben sogar noch ein paar Monate getrennt, aber in der selben Wohnung gelebt. Die „Freundschaft“ nach meinem Auszug hielt dann noch so um die 10 weiteren Jahre - bis ich Vater wurde (Kinder hatte sie kategorisch abgelehnt), dann war Funkstille.

Heute, mit 20 Jahren Abstand, sehe ich das so, dass ich in der „Freundschaft“ die selbe Rolle für sie gespielt hatte, wie in der Beziehung davor. Der Unterschied war nur der, dass sie mit den Eigenschaften, Bedürfnisse, etc. von mir, die ihr nicht passten, die es aber zwangsläufig im Beziehungsbündel gegeben hatte, nun nicht mehr interagieren musste. Ich hab mir in dieser Freundschaftszeit selbst etwas vorgemacht, hab emotional deutlich mehr gegeben als bekommen. An dieser Freundschaft festzuhalten hat mich selbst daran gehindert, mich weiterzuentwickeln (und damit für mich den Zweck erfüllt, mir selbst nicht begegnen zu müssen und für mich selbst einzustehen). Mein mehr als notwendiger Entwicklungsschritt wäre gewesen, nein zu sagen für defizitäre Kontakte, und für mich und meine Bedürfnisse einzustehen und mir dafür die richtige, passende, kompatible Partnerin zu suchen.

Was ich damit sagen will ist folgendes. Es gibt gute Gründe dafür, dass es eine Beziehung gegeben hat, es gibt gute Gründe dafür, warum es zur Trennung gekommen ist. Eine Beziehung und eine Freundschaft unterscheiden sich nicht nur in der Frage der Verbindlichkeit und des Sexes. Wenn mir eine Beziehung in meiner persönlichen Selbstentwicklung nicht wirklich die Unterstützung war, die sie eigentlich sein sollte, dann würde ich auf eine Freundschaft im Nachgang ganz sicher verzichten. Die Freundschaft wird mir dann auch nicht diese Unterstützung sein. Das hat mit Egoismus nichts zu tun, sondern mit Sinnhaftigkeit. Sinn entsteht, wenn Bedürfnis und Kompetenzen zusammenpassen.

Wow, sehr weise gesprochen. War fast drei Jahre mit meiner seit Juni 2020 Ex zusammen. Sex fand sie viel weniger wichtig als ich. Hatte ihr da immer sehr viel gegeben (geleckt bis zum Umfallen quasi) als sie mir (vielleicht 5 mal geblasen). Zudem manisch depressiv, ich war in der Beziehung ihr bester Freund. Wir hatten uns prima verstanden. Dann sind kleinere Dinge eskaliert, ihre Eltern mischten sich ein und wir verspielten unser Vertrauen. Eigentlich wollten wir im Guten auseinandergehen, aber sie verbat mir, mich bei ihr zu melden. Wie gerne hätte ich ihr Frohe Weihnachten gewunschen, aber es fühlt sich zu 60% falsch an. Meine jetzige Freundin ist super. Dennoch denke ich manchmal, wenn ich alleine bin, an früher zurück. Ich hoffe, dass sie gesund ist und dass sie sich nichts antut.
 

krava   (39)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich bin mit meinem Ex heute sehr gut befreundet, allerdings hatten wir nach unserer Trennung erst mal mehrere Jahre keinen Kontakt bzw. nur das allernötigste am Anfang zwecks Wohnungsauflösung, aber dann war erst mal Funkstille und das war auch gut so. Man muss das erst mal verarbeiten, sich neu ordnen.
Gleich danach will und brauch ich keine Freundschaft. Das schadet mehr als das es nützt und ist meistens nur eine Umschreibung dafür, dass man sich immer noch Hoffnung macht und nicht loslässt.
 
2 Woche(n) später

Chrissy22   (22)

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Es ist möglich, aber wenn er dich wieder kontaktiert, könnte es auch sein das er noch in dich verliebt ist und dich zurück will. Ich würds eher nicht machen.
 

Streuselchen   (35)

Sehr bekannt hier
Ich bin mit meinem Exfreund seit 11 Jahren nur befreundet. Und das richtig gut. Das funktioniert wohl aber auch nur so gut, weil wir uns wirklich im Guten beide getrennt haben.

Solange dein Ex dich noch vermisst und Gefühle zu haben scheint, würde ich noch auf Abstand bleiben.
 

Hailei   (16)

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Ich will mit meinem Ex nichts mehr zu tun haben. Hallo sage ich noch zu ihm, aber mehr auch nicht.
 
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