freundschaft - beziehung / worin liegt der unterschied?

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
worin liegt eurer meinung nach der unterschied zwischen einer guten freundschaft und einer beziehung?
sex mal ausgenommen

los gehts!
 

Benutzer10848 

Verbringt hier viel Zeit
Abgesehen vom Sex? Die Verliebtheit und das Bedürfnis nach Nähe...
Ich mag meinen besten Freund sehr gern, aber ich hab nie das Bedürfnis, mit ihm zu kuscheln (mal umarmen, ja, aber mehr halt nicht), während ich mit meinem Freund dauernd kuscheln könnte. Außerdem sind in einer Freundschaft (bei mir zumindest) keine Verliebtheitsgefühle, Schmetterlinge im Bauch oder ähnliches vorhanden.
 

Benutzer98010 

Sorgt für Gesprächsstoff
sex mal ausgenommen

Warum eigentlich?
Sex kann doch auch innerhalb einer Freundschaft eine Rolle spielen...

Für mich besteht der Unterschied hauptsächlich in den Gefühlen füreinander. Die sind natürlich in einer Freundschaft ganz anders als in einer Beziehung - so sollte es zumindest sein...
 

Benutzer2160 

Beastialische Beiträge
ich will das aber so.. denn das wäre nachher die hauptantwort
ich will aber die anderen dinge wissen
 

Benutzer56624  (32)

Benutzer gesperrt
Ich glaube, ein großer Unterschied besteht auch an Verantwortung, Verbindlichkeit usw. Ein Freund vergisst es, wenn ein Versprechen nicht eingehalten wird, der Freund nimmt es übel :mad:
 

Benutzer88899 

Verbringt hier viel Zeit
In meine Freunde bin ich nicht verliebt, fühle mich normalerweise körperlich nicht zu ihnen hingezogen (nicht nur auf Sex, sondern auch auf Kuscheln etc bezogen), ich habe auch sehr selten Sehnsucht nach ihnen und kann länger darauf verzichten sie zu sehen oder die Stimme zu hören. Ich denke auch viel weniger an sie als an den Partner. Ich kann mir gar nicht vorstellen, Freunde täglich zu sehen oder gar mit ihnen zusammenzuziehen, anders als beim Partner. Sie sind auch, zumindest die engeren, mehr oder weniger gleichgestellt, der Partner hat aber einen Sonderstatus, den er mit niemandem teilt.
 

Benutzer79932 

Verbringt hier viel Zeit
Neben sexueller Anziehung das "Mehr" an Gefühlen, das man schlicht nicht umschreiben kann, sondern das einfach ist.

Das ist für mich alles. Alles andere kann ich bei platonischen Freunden genauso haben und/oder wünschen.
 

Benutzer92211 

Sehr bekannt hier
Ich nehme EINEN Freund ganz anders wahr als MEINEN Freund. Ich kann ihn vielleicht ganz gutaussehend finden, fühle mich aber körperlich nicht zu ihm hingezogen. Will nicht mit ihm kuscheln, ihn nicht anfassen (außer natürlich mal eine Umarmung zur Begrüßung oder so). Er ist in erster Linie MENSCH, nicht MANN für mich. Das ist beim Partner umgekehrt (auch wenn hier natürlich beide Komponenten wichtig sind :zwinker: ). Vielleicht vermisse ich den Freund manchmal, aber nicht so körperlich-verzehrend wie den Partner. Eher so: "Ach, wäre ja eigentlich schön, wenn er jetzt da wäre." Aber nicht: "Ich MUSS jetzt bei ihm sein."

Und die Verbindlichkeiten sind ganz anders. Ich bin vielleicht mal sauer, wenn der Freund sich nicht meldet. Bei meinem Partner bin ich auf ganz andere Weise verletzt, wenn er mich "vergisst" oder ein Versprechen nicht einhält.

Und ganz ehrlich - damit werden hier wohl viele nicht konform gehen, aber für mich ist mein Partner der wichtigste Mensch in meinem Leben. Meine Freunde sind mir auch wahnsinnig wichtig, aber auf andere Weise.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
- Mit meiner Partnerin möchte ich ein gemeinsames Leben aufbauen, zusammen wohnen, usw., während das bei einer platonischen Freindschaft nicht sein muss. So könnte ich z.B. mit meiner besten Freundin niemals zusammen wohnen, weil mir einige ihrer Eigenschaften, die ich bei ihr als platonische Freundin mit nicht all zu häufigem Kontakt, sehr schätze, beim Zusammenleben wahnsinnig auf die Nerven gehen würden. (Sie ist z.B. ein sturer Dickkopf und immer schonungslos ehrlich und direkt, was ziemlich anstrengend sein kann.) Mehr als einen zweiwöchigen Urlaub würde ich mit ihr nicht aushalten.

- In einer platonischen Freundschaft habe ich kein Bedürfnis nach körperlicher Nähe, das über eine Umarmung zur Begrüßung und zum Abschied, oder zweckgebundenen Körperkontakt (tröstendes in den Arm nehmen, o.Ä.) hinaus geht. Einfach nur Kuscheln um der körperlichen Nähe willen gibt es in einer Freundschaft nicht.

- Ich hoffe, dass es in einer Liebesbeziehung mehr, andere und intensivere Gefühle füreinander gibt, wobei ich mangels Erfahrung nicht weiß, in welchem Ausmaß ich zu solchen Gefühlen fähig bin, da sich so etwas wie Verliebtheit bei mir nur sehr zaghaft und ohne z.B. eine extreme rosarote Brille bei mir zeigt. (Ich bin eben vor allem ein rationaler Kopfmensch)


Dazu gibt es auch noch einige Argumente, die zumindest teilweise etwas mit dem unerwünschten Thema Sex zu tun haben:
- Eine platonische Freundin muss ich optisch nicht attraktiv finden. Meine Freundin schon.
- In einer guten Freundschaft ist das Geschlecht des Freundes ziemlich egal. - In einer Liebesbeziehung nicht, weil ich nur auf Frauen stehe.
 

Benutzer36171 

Beiträge füllen Bücher
Ich bin nicht so sehr der Typ für enge, platonische Freundschaften. Ich weiß nicht, warum, aber ich bin und war darin nie so offen wie in einer Beziehung. Ich kann mich darin selbst nicht so preisgeben wie anderswo. Ich kann nicht alles tun, ich kann nicht über alles reden, ich kann nicht alle Möglichen peinlichen Dinge tun.
Es müsste schon eine sehr enge Freundschaft sein, bei der ich prinzipiell Ähnliches habe wie bei meinem Freund.

Mit meinem Freund kann ich über alles reden. Wir haben eine enge Bindung zueinander, brauchen Nähe und Kontakt, sowie Zärtlichkeiten und Sex. Wir können streiten und uns anschreien - und danach ist es wie zuvor.
Also neben den offensichtlichen Dingen unterscheideit sich BEI MIR eine Freundschaft gewaltig von einer Beziehung. Das mag aber bei anderen Leuten anders sein, ist also keine pauschal zu beantwortende Frage.
 

Benutzer10855 

Team-Alumni
Off-Topic:
Witzig, dass du das fragst: Habe Heute erst selbst darüber nachgedacht, mal einen Thread zu einem ähnlichen Thema zu erstellen.


Ich versuch mich mal an der Unmöglichkeit, das zu beantworten:

Viele Menschen antworten auf die Frage nach Beziehungen mit der Formel:

Beziehung = Freundschaft + Sex

Was offensichtlich als Gleichung nicht aufgeht, da es auf der rechten Seite dann doch noch einen unbekannten Term gibt, der das ganze zu "mehr" macht, denn Sex allein reicht da nicht aus (zudem würden "friends with benefits" dann dasselbe wie Beziehungspartner sein).

Häufig ist es so, dass in Beziehungen Freundschaft und Sex zwar eine wichtige Rolle spielen, aber eine stärkere emotionale Bindung zum Partner besteht. Diese Bindung zu beschreiben, ist schwierig, wenn nicht gar unmöglich, aber sie veranlasst die Menschen dazu, längerfristig ihr Leben zu teilen, es gemeinsam mit dem Partner auszurichten und in merkwürdiger weise dennoch unabhängig zu bleiben. Man lebt aber ein bisschen durch seinen Partner mit. Ein banales Beispiel: Ich erfreue mich selbst nicht an einem Waldspaziergang und nehme dabei nichts besonderes wahr. Dadurch, dass ich aber eine Partnerin habe, die positive Gefühle bei einem Waldspaziergang erlebt, kann ich durch sie daran teilhaben. In dem Moment kann ich Dinge emotional spüren, die ich sonst einfach niemals empfinden könnte. Ich bekomme sie nur durch diese emotionale Bindung mit meiner Partnerin.

Um das noch zu toppen besteht weiterhin eine rationale Verbindung, da ich stark an ihren Gedanken teilhabe: Es ist kein Zufall, dass in vielen Beziehungen die Partner scheinbar gegenseitig ihre Gedanken lesen können: Sie können es tatsächlich, da sie sich die Art des Partners zu denken aneignen!

Auch auf der sexuellen Ebene gibt es den Effekt, dass man plötzlich Lust verspürt, wenn der Partner es tut. Das ist alles kein Zufall. In einer Beziehung teilt man alle diese Dinge und Empfindungen bzw. erweitert seine Welt durch die Welt des Partners und dessen Subjektivität.

Freundschaften alleine erreichen meistens nicht diese Qualität, da man - um ein guter Freund zu sein - meistens eine gewisse Objektvität und damit Distanz bewahrt (was manchen Beziehungen im übrigen auch gut tun würde). Letztlich kann man aber einwenden, dass manche Freundschaften dennoch eine ähnliche Tiefe erreichen können, Freunde gegenseitig ihre Gedanken lesen, gemeinsam leiden, etc.; insbesondere wenn die Freundschaft zentral im Leben der Personen ist und sie nicht mehr oder nur unter heftigsten Schmerzen wegdenkbar wird.

Dagegen lässt sich dann auch nicht viel sagen. Es gibt tatsächlich eine Stelle, wo das ganze dann zu einer "platonischen Liebe" wird, und einer Beziehung damit sehr ähnelt. Oftmals fehlt dann nur der Sex bzw. wird der Schwerpunkt in der platonischen Liebe auf das rationale Band gelegt, während in Beziehungen meistens eine gewisse Gier oder Sucht nach dem gemeinsamen emotionalen oder triebhaften Erlebnis besteht, was sich am direktesten durch Berührungen, Kuschelei oder eben Sex stillen lässt und Sex in Beziehungen halt auch dem gesellschaftlichen Ideal entspricht.

Generell spielen hier natürlich gesellschaftliche Faktoren eine nicht zu unterschätzende Rolle. Liebe ist manchmal möglich, aber Beziehungen aufgrund divergierender Zukunftsperspektiven oder Lebensumstände nicht durchführbar. Hier muss man also auch stark unterscheiden, aber ich mag mich da jetzt nicht in Details verlieren.

Wenn man es auf den kleinsten Nenner herunterbrechen möchte, dann ist es eben dieses intensive "Teilen" oder "Erweitern", was Beziehungen eine andere Geschmacksnote als Freundschaften gibt. Das findet sich übrigens auch zwischen Geschwistern, Eltern und Kindern und überall sonst, wo man dieses Wort "Liebe" gerne hernimmt. Beziehungen sind dann eine Form stabiler Manifestation von Liebe.

Scharfe Grenzen zwischen diesen Begriffen zu ziehen, ist jedoch ein Ding der Unmöglichkeit, wenngleich ein Thema, über das man sich totquasseln kann...

Off-Topic:
Samaire schreibt wieder! Schön! :anbeten:
 

Benutzer15352 

Beiträge füllen Bücher
Für mich besteht ein Unterschied zwischen platonischer Freundschaft und Liebesbeziehung einmal auf der emotionalen Ebene: Zwischen Gernhaben und diesem kribbeligen Verliebtheitsgefühl resp. der später daraus entstehenden tiefen Bindung.

Ein weiterer Punkt ist das Vertrauensverhältnis: Einem (guten) Freund vertraue ich zwar Vieles, aber garantiert nicht alles, was mich bedrückt, an, meinem Partner hingegen schon, d.h. ich würde ihn - um es mal negativ zu formulieren - stärker belasten als einen Kumpel.

Zuletzt wäre vielleicht noch der Zeitfaktor zu nennen: In der Regel verbringe ich viel mehr Zeit, an einen Partner zu denken als an einen Kumpel und für gewöhnlich verbringe ich mit ersterem auch deutlich mehr Zeit :zwinker:.




Off-Topic:
Off-Topic:
:zwinker: *wink*
Yeah :herz:!
 

Benutzer14969  (34)

Verbringt hier viel Zeit
Bei meinen Freunden fehlt mir dieses Glücksgefühl in der Brust wenn ich sie sehe und die Seligkeit wenn ich sie anfasse. Klar vermisse ich meine Freunde und meine beste Freundin wird auch gern und oft gekuschelt und in den Arm genommen. Aber das ist irgendwie nicht das selbe Gefühl. Diese innere Zufriedenheit stellt sich nicht ein. Das Gefühl am liebsten nie wieder loszulassen... das macht den Unterschied.
 

Benutzer90972 

Team-Alumni
ich freue mich zwar, wenn ich gute freunde treffe, aber es ist nicht die selbe art von freude, die ich bei einem partner verspüre.
es ist das bedürfnis nach nähe (nicht nur ein freundschaftliches in den arm nehmen), was den unterschied ausmacht. ich will neben meinem partner einschlafen und aufwachen, in seinem arm liegen und seine wärme spüren. wenn ich bei einer freundin oder einem freund übernachte, dass wird eh die ganze nacht gequaselt und es fühlt sich ganz anders an.
einer der hauptunterschiede für mich ist aber, dass ich mit meinem partner meine zukunft plane bzw. planen will. mein leben mit ihm teilen will und eine familie mit allem drum und dran haben will. ein guter freund soll zwar auch möglichst lange in meinem leben sein, aber mit ihm/ihr möchte ich keine kinder in die welt setzen. :zwinker:
hinzu kommen natürlich noch gewisse themen, die man eher mit dem partner als mit der besten freundin bespricht, und anders herum.
 
R

Benutzer

Gast
Ich bin nicht so sehr der Typ für enge, platonische Freundschaften. Ich weiß nicht, warum, aber ich bin und war darin nie so offen wie in einer Beziehung. Ich kann mich darin selbst nicht so preisgeben wie anderswo. Ich kann nicht alles tun, ich kann nicht über alles reden, ich kann nicht alle Möglichen peinlichen Dinge tun.
Es müsste schon eine sehr enge Freundschaft sein, bei der ich prinzipiell Ähnliches habe wie bei meinem Freund.

Mit meinem Freund kann ich über alles reden. Wir haben eine enge Bindung zueinander, brauchen Nähe und Kontakt, sowie Zärtlichkeiten und Sex. Wir können streiten und uns anschreien - und danach ist es wie zuvor.
Also neben den offensichtlichen Dingen unterscheideit sich BEI MIR eine Freundschaft gewaltig von einer Beziehung. Das mag aber bei anderen Leuten anders sein, ist also keine pauschal zu beantwortende Frage.
Doch, bei mir ists genauso. :smile:
 
S

Benutzer

Gast
Ganz ehrlich: Einen wirklichen Unterschied gibt es für mich nicht.
Meinen Freund behandel ich wie meinen besten Freund. Das einzige, was eben anders ist, ist der körperliche Kontakt durch Küssen, Kuscheln, Streicheln, Sex, sowie teilweise verbale Dinge wie zB. das "Ich liebe Dich" oder "Ich vermisse Dich".
Ansonsten gibt es keine Unterschiede.
Das bedeutet andererseits aber auch, dass meinen besten Freund eigentlich nix von meinem Freund unterscheidet, außer eben die körperliche Nähe.

Gerade in einer Partnerschaft sollte es meiner Meinung nach auch keinen Unterschied zu einer Freundschaft geben, denn mein Parnter ist grds. auch immer ein Freund.
 
J

Benutzer

Gast
Leichte Unterschiede sind zu erkennen aber eigentlich ist eine Beziehubg so ähnlich wie eine sehr gute Freundschaft.
 
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