freundin verloren

Benutzer95934 

Sorgt für Gesprächsstoff
hey leute,
muss euch was schreckliches erzählen,also ich versuch mal vorn an zu fangen...........
ich hab schon seit dem ich 5 bin, ne beste freundin "natalie".
und am mittwoch hat mich ne freundin angerufen,und gesagt sie müsste mit mir reden und kam dann zu mir gefahren,........
und dann hat sie mir erzählt, das natalie sich in der garage ihrer eltern aufgehängt hat.:schuettel:
ich kann es einfach nicht fassen.....und ständig quällen mich diese fragen
Warum hab ich nichts gemerkt?Warum hat sie nichts gesagt
ich hätte es einfach merken müssen:flennen:
ich versteh es einfach nicht,,,,,,,,,und ich vermisse sie so sehr
warum tut ein mensch so was?:flennen:
bei ihr lief alles gut, sie hatte einen freund und einen job, der ihr spaß machte.........
könnt hr mir bitte helfen, das zu verstehen???
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Ob bei ihr wirklich alles gut lief, weißt Du nicht wirklich, auch wenn es nach außen so schien. Für einen Suizid kann es die verschiedensten Gründe geben, oft nicht nachvollziehbar für andere.

Eine Freundin von mir hat sich zwei Jahre nach dem Abitur das Leben genommen - ich habe dann erfahren, dass sie schon lange wegen Depressionen in Behandlung war und auch Medikamente nahm. Dennoch hatte sie keinen Lebensmut und Lebenswillen mehr. Es war auch nicht der erste Suizidversuch. Ich habe sie einige Wochen vor dem Suizid noch getroffen, da haben wir uns unterhalten, sie hat mir alles Gute für mein Auslandsjahr gewünscht. Außer der Familie und eben ihren Ärzten wusste keiner von ihren Depressionen.

Ich weiß nicht, was der Auslöser bei Natalie war - dass Du schockiert bist, kann ich sehr gut verstehen, ich hoffe, Du hast jemanden, der Dich tröstet und Dir zuhört und Dich einfach in den Arm nimmt. Eine Antwort auf das Warum gibt es oft nicht, es ist manchmal schwer auszuhalten.
 

Benutzer91572 

Beiträge füllen Bücher
Mein bester Freund hat sich umgebracht. Er war schon immer sehr betrübt und nah an der Grenze zum Selbstmord. Und dann ging es ihm besser, er blühte total auf, ging viel raus, spielte Volleyball und lachte mehr denn je - und 3 Wochen später erhielt ich den Anruf, dass er sich erhängt hatte.

Was ich damit sagen will: Man kann es nicht immer merken. Zeichen können trügen. Selbstvorwürfe bringen nichts und die quälenden Fragen bleiben meist unbeantwortet.

Ich wünsche dir alles Gute für die Verarbeitung und das du dir nicht allzu viel vorwirfst.
Du solltest dir auch überlegen, ob du nicht einen Psychologen in Betracht ziehen möchtest, oder zumindest zu einer Selbsthilfegruppe zum reden suchen möchtest.

:knuddel:
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Übrigens können Menschen, die an Depressionen erkrankt sein, Meister im Vertuschen sein. Es ist oft nach außen nicht zu erkennen, wie es den Menschen wirklich geht, manche sind Meister darin, eine gutgelaunte Fassaden zu zeigen - insbesondere, wenn sie anderen nicht zur Last fallen wollen oder auch Angst haben, als schwach zu gelten.

Dass Du Dich fragst, warum Du nichts bemerkt hat, ist normal. Und Du wirst bei aller Trauer eventuell auch noch wütend werden, warum sie so "dumm" war, ihr Leben wegzuwerfen, warum sie sich nicht hat helfen lassen usw. All diese Gefühle sind in Ordnung und gehören dazu, auch das Ohnmachtsgefühl. Es tut weh.
Pass auf Dich auf, multibella.

Wirst Du zur Trauerfeier gehen?
 

Benutzer95934 

Sorgt für Gesprächsstoff
Wirst Du zur Trauerfeier gehen?[/QUOTE]

ich werd nicht dürfen ......
komm mit ihren eltern nicht klar und die wollen nur ne kleine beerdigung im engsten Familienkreis...........shit:schuettel:
 

Benutzer39497 

Sehr bekannt hier
Eine solche Nachricht zu erhalten ist immer schlimm, und gerade wenn es unerwartet kommt, im ersten Moment vielleicht auch schockierend oder seltsam, weil man sich erst an den Gedanken gewöhnen muss, dass ein Mensch, mit dem man enger verbunden war und der ganz selbstverständlich immer da war, plötzlich nicht mehr unter uns weilt.

Sofern deine Freundin nichts hinterlassen hat, niemandem gegenüber eine Andeutung gemacht hat, dass es ihr schlecht geht, bzw. sich das Leben nehmen will, dürfte es schwierig werden im Nachhinein die wahren Motive für ihr Handeln zu erfahren.

Diese könnten dir zwar helfen die Sache besser zu verstehen, würden aber an dem tragischen Vorfall an sich nichts ändern.

Ein Suizid wird vom Betreffenden nicht immer angekündigt und man merkt es ihm auch nicht immer an, wenn er derartiges vor hat. Letztlich trifft eine solch einsame Entscheidung jeder für sich selbst, und wenn jemand wirklich entschlossen ist dies durchzuziehen, wird oder kann er es auch tun.

Auch wenn es vielleicht nicht einfach ist sie loszuwerden, so solltest du dennoch versuchen dich nicht mit Schuldgefühlen herumzuquälen. Sicherlich hätte dies deine Freundin ebenfalls nicht gewollt, denn du konntest ja nichts für ihre offensichtlichen Probleme, die zu dieser Tat geführt haben.

Stell dir vor du hättest Anzeichen wahrgenommen, dass es ihr sehr schlecht geht und sie sich möglicherweise umbringen will, bzw. sie hätte dies angekündigt, dann würdest du dich vielleicht jetzt noch viel mehr hilflos und schuldig fühlen, wenn du es dennoch nicht hättest verhindern können. Auch in diesem Fall bestünde aber kein Grund dazu dir Schuld einzureden und in der jetzigen Lage erst recht nicht.

Dennoch bist du natürlich sehr traurig und erschüttert über den Verlust und es wäre sicherlich sehr wichtig, dass man dir den Rücken stärkt, dass du mit Freunden, Familie oder vielleicht auch anderen Betroffenen darüber reden kannst, wenn du das Bedürfnis dazu verspürst.
 

Benutzer20976 

(be)sticht mit Gefühl
Vielleicht machst Du einfach mit Freunden, die Natalie auch vermissen, eine Art privater Trauerfeier, wo Ihr über sie sprecht, Fotos anschaut, sich an Erlebnisse mit ihr erinnert und so weiter.
Keiner kann Dir verwehren, später zu Natalies Grab zu gehen.

Dass in manchen Fällen Angehörige die Trauerfeier nur im engsten Kreis wollen, ist zu respektieren, auch wenn es für den engen Freundeskreis nicht unbedingt weniger schmerzlich ist als für die Familie.
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Ich kann gut verstehen, dass es dich quält, dass du nichts gemerkt hast. Das geht mir mit meiner Oma bis heute so und ihr Suizid ist über 15 Jahre her. :frown:
Meine Mutter und auch ihr Mann wussten, dass sie depressiv ist (das war sie über 30 Jahre und sie hat ihren Selbstmord auch bestimmt 500x angekündigt), aber wir Kinder haben das nie bemerkt und für uns war sie einfach nur eine tolle Oma. :smile:
Warum sie dann ausgerechnet an diesem Tag ihren Suizid umgesetzt hat, das frag ich mich bis heute. Sie hat das akribisch geplant und es war definitiv kein spontaner Entschluss.

Es ist schwer, die Motive zu ergründen, erst recht, weil man als Außenstehender vermutlich keinen Einblick in einen evtl. Abschiedsbrief erhalten wird und natürlich die Familie nicht mit Fragen löchern will (auf die sie vielleicht auch keine Antworten haben).

Es war ihr Entschluss und das muss man respektieren, auch wenns noch so hart ist.
Vor etwa 5 Jahren hat eine Freundin von mir sich umgebracht. Sie ist einfach irgendwie in einen See gegangen... Das war total rätselhaft und hat auch eine Weile gedauert bis es sich als Suizid heraus gestellt hat. Und auch ihr Leben war vermeintlich schön. Nur kam sie mit ihrer Hochbegabung nicht klar und es war einfach nicht nachzuvollziehen wie sehr sie gelitten hat.
Auch bei deiner Freundin wird es etwas gegeben haben, womit sie nicht klar kam. Das kann ganz vieles sein. Evtl. war sie schon länger krank (depressiv), evtl. auch erst seit kurzem.

Für dich tuts mir besonders leid, weil du ja schon deinen Freund damals durch einen Autounfall verloren hast. Und solche Verluste sind mit das schlimmste, das einem passieren kann.

Ich wünsch dir viel Kraft!
 

Benutzer94422 

Meistens hier zu finden
Naja, es gibt auch eine Kehrseite des Ganzen und zwar die Fragestellung, wie es denn mit einem solchen Suizidfall weitergegangen wäre, hätte er/sie sich nicht umgebracht.

Mal ehrlich, etwas in einem muss schon tot sein, dass man das macht. Und zwar die Seele. Ich war selbst auch ganz kurz davor - bin mir heut nicht sicher, ob meine Seele wirklich überlebt hat oder im Koma liegt. Freude, Lachen, Trauer und das alles, kann man aufsetzen. Seit Kind an war ich ein guter Schauspieler, also fällt mir das auch nicht allzu schwer.

Oma tot - mir wars egal
Hund tot - nun ja, passiert
diverse Naturkatastrophen - geschehen
Kriege - hats immer schon gegeben
bestimmte Schicksalsschläge - wayne
Geburtstage - immer das gleiche
Weihnachten - Smile for the Family
Ostern - wie Weihnachten, nur heller

Ob es noch ein lebenswertes Leben war? Das muss jeder für sich entscheiden. Wie soll ich sagen... mein persönliches Leben ist zwar existent, wäre es dies aber nicht, würde es mich auch nicht stören. Wenn es ginge, würde ich für meinen Teil meine verbleibenden Lebensjahre opfern, aufteilen und auf meine Eltern übertragen, diese halte ich für die besseren Menschen als ich es bin und würde ihnen eine neue Jugend gönnen (naja, da reichts mit meiner Lebensjahresanzahl wohl nicht ganz aus, aber 30 statt 60 hat was).

Außerdem weiß man ja auch nicht, was mit einem Körper so alles ohne Emotionen geschieht in den Jahrzehnten - Emotionen außerhalb und innerhalb.

Meine Seele würde visualisiert so aussehen:

Ich liege nackt und alein in einer Wüste aus grauem Sand. Es ist sehr dunkel und kalt und die Wüste erstreckt sich hügellos bis zum Horizont. Es ist nichts, aber auch wirklich GAR nichts dort. Kein Baum, kein Strauch, kein Wind, kein Getier. Nur der graue Sand, auf dem ich liege in der Dunkelheit. Und es gewittert und regnet ständig.

Ich denke, genau dieses melancholische hält MICH am Leben. Nun gut, auch eine Form von Emotion, aber ... naja. Und die Klammerung, dass es im Leben nach dem Tod besser wird.

Sieh es so: für sie ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen, so makaber das auch klingt.

Das Leid, was diese Menschen durchmachen, ist so unglaublich groß, so unfassbar und unerträglich für eine Seele, dass es ein "normaler" Mensch nichtmal gedanklich fassen und vorstellen kann. Vielleicht ist das gut so...
 

Benutzer103916 

Meistens hier zu finden
dark84 mach mal lieber selber einen thread auf, das erscheint mir für die ts wenig hilfreich. außerdem glaube ich auch nicht, dass man das seelenleid eines jeden suizidgefährdeten (und ausführer) gleichsetzen kann
 

Benutzer36283 

Verbringt hier viel Zeit
ohje, das tut mir Leid :frown:

verstehen wirst Du das wohl nie.
Selbst wenn man irgendwelche Gründe wüsste, denkt man sich immer noch - das man das auch ohne Selbstmord hinbekommen hätte.

Meine Uroma erhängte sich damals auch, ich erfuhr das aber erst später.
Von meiner Schwester hat sich eine Freundin vor 4 Jahren Nachts vor den Zug geschmissen. Das war eine Horrornacht, weil ich genau das Wochenende bei Ihr war und wir das sozusagen alles noch selbst mitbekommen haben. Waren nämlich noch bei ihr zuhause, bzw Ihrem Freund um ihn zu trösten.
Und bei dem Mädchen schien auch alles ok zu sein. Sie war verliebt, hatte einen tollen Job und tolle Freunde. Am Ende kam da aber raus, dass Sie wohl schwanger war und nicht abtreiben konnte/wollte.
Auch keinen Grund für uns, das man dann so etwas tut.

Ich glaube, man kann so etwas nie verstehen...
Auch wenn alles in ordnung schien, irgendwas hat sie geplagt... sonst würde man nie auf solche Gedanken kommen. Vielleicht wirst Du es irgendwann erfahren, vielleicht kommts aber auch nie raus.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.
 

Benutzer53592 

Planet-Liebe ist Startseite
Hallo,

ich weiß, wie du dich fühlen musst. Auch ich durfte bereits mehrfach in meinem Leben erfahren, wie nahestehende Menschen auf diese Weise zu Tode gekommen sind und es war jedesmal schrecklich.
Und ganz schlimm war es, wenn die Personen keinen Abschiedsbrief hinterlassen haben oder die möglichen Gründe für die Verzweiflungstat für immer im Dunkeln und die Frage nach dem Warum unbeantwortet blieb bzw. sich in Spekulationen verlief.

Schau, deine Freundin hat keinen anderen Ausweg mehr gewusst. Die meisten von uns verstehen das nicht, weil wir denken, dass es doch schließlich nahezu für alles eine Lösung gibt.
Aber es gibt einfach Menschen, die versuchen ganz alleine ihre Probleme zu bewältigen, aber sie sind damit irgendwann massiv überfordert und niemand merkt ihnen an, was für ein Seelenleid sie durchlaufen.
Sie sagen einfach nichts, weil sie nicht unbequem sein wollen. Sie schweigen, weil sie nicht möchten, dass sich andere wegen ihnen Sorgen machen.
Und vielleicht war sie wirklich ernsthaft krank, hatte Depressionen oder irgendeine Persönlichkeitsstörung und da ist es dann nochmals viel schwerer, sich den Mitmenschen anzuvertrauen bzw. Hilfe zu suchen.

Was glaubst du, was ich mir nach Suizid wichtiger Personen für Gedanken machte und für ein Gefühlschaos durchlebte...von Ohnmacht, Verzweiflung, Trauer, Wut, Selbstzweifel, Schmerz, Hoffnungslosigkeit, Verantwortung und Schuld war alles dabei, doch letzendlich bleibt einen nichts anderes übrig, es zu akzeptieren.
Man muss lernen, nicht zu verurteilen, denn das Leid deiner Freundin muss wahrscheinlich furchtbar gewesen sein.
Niemand weiß, ob sie das Ganze länger geplant hat oder vielleicht eine Kurzschlussreaktion war - aber das Leid war größer und hat eventuell alles blockiert, so dass sie eventuell auch nicht darüber nachgedacht hat, was sie ihren Liebsten damit antut und wieviele offene Fragen zurückbleiben.
Aber sie hat ihre Entscheidung getroffen und nur diesen Ausweg gesehen...es war vielleicht ihr letzter freier Wille in einer gefangenen Seele.

Und bitte gräme dich nicht allzu sehr, auch wenn du bei der Beerdigung deiner Freundin gerne anwesend wärst...es ist auch für die Familie nicht leicht, das alles zu verstehen und zu verarbeiten, so dass sie vielleicht mit einem ganz kleinen Rahmen offene Fragen aus dem Weg gehen möchten.
Jedoch kann dir niemand verbieten, irgendwann das Grab zu besuchen...tu es, wenn dir danach ist. Schreib ihr ein kleines Zettelchen mit deinen Fragen, schreib ihr, was für ein toller Mensch sie war und was sie dir alles gegeben hat und verbuddle in tief in der Erde oder halte Zwiesprache mit ihr bzw. durchlebe ganz intensiv und bewusst all die wunderschönen und positiven Seiten eurer Beziehung.
Ja, deine Freundin mag gegangen sein, aber sie wird in deinem Herzen weiterleben - auch wenn du glaubst, dass dieses kleine Organ vor Kummer und Schmerz fast zerbricht. Es hat immer einen Platz - auch für die Toten - selbst wenn sie freiwillig aus dem Leben geschieden sind.

Ich wünsche dir Alles Gute. Du bist ein Mensch, der in jungen Jahren leider schon viele Schicksalsschläge erleben musste. Das ist nicht einfach, aber diese Erfahrungen - so schrecklich sie auch sein mögen - lassen dich reifen und die nötige Kraft geben, dein eigenes Leben besser zu meistern.
 
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