Freundin sexuell gehemmt - trotz längerer Beziehung

Benutzer106238  (31)

Sorgt für Gesprächsstoff
Hallo,
ich habe ein kleines Problem mit meiner Freundin. Vorweg: Wir sind seit über 3 Jahren zusammen und haben einen soliden Altersunterschied in der Beziehung. Ich 21 (m), sie 35 (w). Dabei ist sie aber nicht typisch für ihr Alter, sowohl optisch, als auch von der Lebenserfahrung. Hatte vor mir nur einen richtigen festen Freund und Sexualpartner und war fast 10 Jahre danach Single.
Ich bin mit ihr sehr glücklich und liebe sie auch sehr, da wir trotz des Altersunterschiedes bei vielem auf einer Wellenlänge liegen: beide eher introvertiert (d.h. keine Party/Ausgehmenschen), ähnlichem Familienhintergrund (narzisstisches Elternteil), geteilte Interessen und Ansichten etc.
Zudem finde ich sie sehr attraktiv. Eine Top-Figur (1,60 m, 48 kg), hübsches Lächeln und Gesicht, knackiger Po etc.

Sex haben wir von der Häufigkeit normal oft (ca. 6x im Monat würde ich sagen), allerdings bin ich damit nicht immer glücklich, denn meine Freundin ist im Bett sehr gehemmt. Sie will immer nur den "puren" Sex, den genießt sie auch und fordert ihn auch gelegentlich selbst ein, aber experimentieren ist nicht. Weder Oralverkehr ihrerseits (nur in Ausnahmen und dann gaaaanz zaghaft und kurz. Ich befriedige sie dagegen gerne oral), noch so Dinge wie 69, Dominanzspiele auf beide Arten (also nicht SM, eher so ne Art Fesselspiele oder sowas. Ich mag es auch gerne, ihr mal etwas unterwürfig zu sein) oder sonstige Spielereien. Immer wenn ich sowas vorschlage, zerrt sie mich so hin, dass wir "normalen" Sex haben, angeblich weil sie so scharf sei, dass sie mich einfach nur spüren wolle. Mittlerweile traue ich mich auch nicht mehr wirklich zu fragen oder etwas auszuprobieren. Anal ist bei ihr komplett tabu, aber das ist auch nicht das Ding. Sie stöhnt auch nur leise (selbst wenn wir in einem Hotel oder sowas sind, wo uns keiner kennt) und Dirty Talk traue ich mich auch nicht mehr, da der sie auch nicht so zu gefallen scheint.
Auch das Vorspiel bricht sie ab und zu ab, weil sie gleich "zur Sache" kommen will.
Pornos sind auch nicht ihr Ding, findet sie eklig. Ich wollte uns auch mal filmen beim Sex, einfach weil ich uns mal beim Akt sehen will, ich finde auch Sex vorm Spiegel toll. Aber auch da blockt sie, mit der Begründung, sie wolle sich nicht sehen dabei, da sie sich danach wohl so schämen würde, dass sie gar keinen Sex mehr wolle.
Sie erscheint mir insgesamt relativ prüde, obwohl sie nicht religiös ist oder sonst aus einem besonders konservativen Elternhaus kommt.

Ich habe natürlich auch schon daran gedacht, dass es an mir liegen könne. Aber erstens scheint sie sehr zufrieden mit unserem Sex zu sein und kommt auch meistens, zweitens habe ich sie mehrfach direkt gefragt und sie hat mir versichert, dass es nicht an mir liege (ich erkenne auch meistens, wenn sie lügt, dass schien hier nicht so), sondern, dass sie sich gehemmt fühlt.
Ein einziges Mal in unserer Beziehung war sie richtig wild, das war an Silvester 2008, wo sie richtig über mich herfiel, wir Oralverkehr hatten, und allgemein uns durch die halbe Wohnung vögelten. Am gleichen Abend bekam sie allerdings einen Heulkrampf und stellte sogar unsere Beziehung in Frage. Nicht wegen dem Sex, einfach so. Weder das Eine, noch das Andere ist seitdem wieder vorgekommen.

Ich als junger Kerl habe natürlich Lust, sexuelle Fantasien auszuleben oder wenigstens mal auszuprobieren, sie ist auch meine erste "richtige" Sexualpartnerin, von einem ersten Mal mit einer Anderen abgesehen. Ich habe auch schon häufig überlegt, wie das wohl mit anderen Frauen wäre oder auch mal, zu speziellen Damen zu gehen, um da etwas mehr Abwechslung zu kriegen, aber es blieb bisher immer beim Gedanken, da meine Freundin mir zu wichtig ist, ich sie sehr liebe und sie nicht betrügen will.

Mögliche Begründungen für ihre Gehemmtheit, obwohl sie ja mittlerweile schon 35 ist!, sind Folgende:

- Sie hat kein starkes Selbstbewusstsein, bedingt durch ihre dominante Mutter und ihren abwertenden Vater
- Sie nimmt seit über einem Jahrzehnt durchgängig die Pille, mittlerweile im Langzyklus, also 6 Monate am Stück ohne Pause (was natürlich für unsere Verhütung und unseren Sex allgemein genial ist)
- Sie hat immer wieder beruflichen Stress (ist auch etwas dünnhäutig) und hat allgemein mehr Lust auf Sex wenn sie Urlaub ist.
- In ihrer Kindheit hat sich ein Pädophiler neben ihr im Kino einen runtergeholt, sie sollte ihn auch auf Aufforderung anfassen, hat dies aber nicht getan. Er hat sie auch nicht berührt.
- Ihre Mutter war sehr "versext", hat viel mit ihr darüber gesprochen in ihrer Teeniephase
- Sie wurde mit 14 am Jungfernhäutchen operiert, weil dieses irgendwie verwachsen war, jedenfalls musste es operativ entfernt werden.

Es gibt also durchaus Erklärungen für ihre Gehemmtheit, allerdings denke ich mir, dass diese sich doch mit der Zeit und dem Vertrauen auch lösen müsste? Sie zeigt mir immer wieder, dass ich ihre große Liebe bin, sie mir blind vertraut etc. Dennoch bleibt sie gehemmt.
Jetzt ist meine Frage, was ich tun kann oder was sie tun kann, es ist ihr ja selbst aufgefallen und sie würde selbst gerne mehr aus sich raus, schafft es aber irgendwie nicht. Sie hat auch schon wegen ihrer Familienvergangenheit eine längere Therapie hinter sich (bevor wir uns kennenlernten), aus der sie sehr gestärkt herausging, ist auch die "normalste" in ihrer Familie.

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen,
Krümel
 

Benutzer106179 

Verbringt hier viel Zeit
Hey
Meine Güte so einen langen Text hab ich hier noch nie gesehn!
Nun zu deinem Problem. Was ich dir sagen kann ist, das du rein garnichts unternehmen kannst, wenn sie so zurückweisend erscheint. Ich denke sie hat keine Hemmung wegen ihrer Operation. Ich denke eher, dass sie einfach nur "normal" sex haben will. Viellleicht ist es für das größte dir in die Augen zu schauen und dich zu spüren?

Ich würde nicht versuchen etwas zu ändern, da du durch solche Taten alles kaputtmachen kannst.

>mach dir keinen kopf, sei glücklich wie es gerade ist<

hoffe ich konnte dir helfen!

mfg sh00tingmaster
 

Benutzer106148  (32)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich muss mal kurz zu meiner eigenen Schande zugeben, dass ich auch nicht der experimentierfreudige Typ bin. Ok mein Schatz ist dadurch natuerlich auch etwas ruhiger geworden aber das ist natuerlich nicht die Loesung. Wir haben festgestellt, dass ich etwas offener bin wenn ein wenig Alkohol im Spiel ist. Zum Beispiel ist mein Schatz heute soweit, dass er sagt wenn wir irgendwie zu einer Feier gehen, das er faehrt oder nur ganz wenig trinkt und wir uns dann abholen lassen(denn bei ihm ist es irgendwie anders rum). Meist bin ich dann fuer seine Phantasien offener. Irgendwann hat er mal ganz offen das Gespraech mit mir gesucht bzw hat mir eine Mail geschrieben damit es nicht zu direkt ist was ich den so fuer Phantasien habe!!! Manchmal geht es uebers Schreiben besser. Ich glaube nicht, dass deine Freundin keine Phanatsien hat. Wahrscheinlich hat sie die gleiche Hemmschwelle wie ich und mag diese nicht auslieben. Obwohl ich trotz Phantasien immer noch den "normalen" Sex am schoensten und intensivsten finde. Aber auch das haengt wie du schon gemerkt hast auch mit Urlaub zusammen. Wenn ich meinen Schatz, weil wir Urlaub haben immer sehe bin ich offener fuer Spielchen als wenn ich ihn weniger sehe. ICh finde einfach ich kann ihm beim normalen Sex naeher sein und geniesse diese Naehe dann immer ungemein!
 

Benutzer87825 

Öfters im Forum
Ich kann deine Freundin in gewisser Hinsicht nachvollziehen.

Ich kenne auch das Gefühl das Normaler Sex nah ist und ausreicht, Geschlechtsverkehr is schöner als Oralverkehr, und kenne auch Hemmschwellen, hinter denen man vielleicht ein paar Phantasien hat, über die man aber nicht so leicht rüberkommt, und eigentlich muss das ja auch nicht unbedingt sein, wenn ich denn so drüber nachdenke, weil nomal ist eben auch schön und gut genug, vor allem wenn die Liebe stimmt.

"Ein einziges Mal in unserer Beziehung war sie richtig wild, das war an Silvester 2008, wo sie richtig über mich herfiel, wir Oralverkehr hatten, und allgemein uns durch die halbe Wohnung vögelten."

Was war an dem Tag anders als sonst? Überleg mal, oder hast du sicher schon. Da ich auch mal so einen Aha-Moment hatte, wo etwas ging, was vorher eher nich so ging, könnte da ein Schlüssel sein. Oder war da vielleicht auch nur viel Alkohohl im Spiel?

"- In ihrer Kindheit hat sich ein Pädophiler neben ihr im Kino einen runtergeholt, sie sollte ihn auch auf Aufforderung anfassen, hat dies aber nicht getan. Er hat sie auch nicht berührt."

Find ich wichtig, weil es ein verstörender Einschnitt in einer intimen Entwicklung ist, und einem schon einiges an späterer Lust, unvoreingenommenen Herangehen oder Neugier verderben kann. Ich weiß da jetzt nicht, inwiefern es eine Rolle spielt dass sie "schon" 35 ist, inwiefern sie dass durch positive Bestätigung innerhalb ihrer ersten Beziehung mit ihrem Ex schon verarbeitet haben könnte, oder inwiefern es vielleicht in der Therapie mit dran war.

- Ihre Mutter war sehr "versext", hat viel mit ihr darüber gesprochen in ihrer Teeniephase"

Das auch, einfach nur weil ich es kenne. Meine Eltern haben auch immer über alles mehr als genug gesprochen, waren extra-aufgeklärt und offen. Als Kind fand ich das natürlich normal, als Teenager natürlich super-peinlich und war mir nicht sicher ob ich über den Sex meiner Eltern alles wissen wollen muss, und je älter wir alle wurden desto unangenehmer wurde das. Vielleicht neigt man bei solcher Erziehung dazu, im Sex lieber wieder ein bisschen etwas geheimnisvolles und intimes zu suchen, und sich mit seiner eigenen Sexualität mehr in sich zurück zu ziehen...
 
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