Freundin ist sehr eifersüchtig

Benutzer154872  (34)

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Liebe Leute,

ich selbst bin mir nicht mehr im Klaren darüber, wie ich die Lage einschätzen soll. Deshalb hoffe ich auf eure Meinungen.

Kurz zum Kontext: Ich habe meine Freundin vor gut einem Jahr kennengelernt. Ich bin damals umgezogen, weil ich Arbeit gefunden habe. Allerdings ziemlich weit von meiner Heimatstadt entfernt. Wir sind schnell zusammengekommen und schließlich auch vor 6 Monaten zusammengezogen. Seitdem verbringen wir praktisch unsere gesamte Freizeit zusammen. Und seitdem kommt es auch hin und wieder zum Streit.

Nun also zum Problem: Im Grunde geht es um den Kontakt zu Freunden und Bekannten, besonders Frauen. Ich muss dazusagen, dass mein Bekanntenkreis zu rund drei Vierteln aus Frauen besteht. Besonders im Studium (Sprachen) hatte ich mehr Kontakt zu Frauen.

Den ersten großen Streit hatten meine Freundin und ich, kurz nachdem wir zusammengezogen sind. Sie sah wie ich auf die Nachricht einer Freundin antwortete und flippte direkt aus. Laut meiner Freundin hätte sie, seitdem wir zusammen waren, mit niemandem außer ihrer Familie Kontakt und ich würde ich hier einfach mit anderen Frauen rummachen. Das hat auch mich auf die Palme gebracht, denn es handelte sich lediglich um eine Freundin. Und es wurde leider ziemlich laut…

Ich habe meine Freundin nie darum gebeten, den Kontakt zu ihren Freunden abzubrechen. Im Gegenteil, ich habe sie sogar dazu ermuntert. Gerade auch weil sie seit fast einem Jahr arbeitslos ist.

Es gab noch ein paar weitere Situationen, die ähnlich abliefen. Meine Freundin wirft mir dann sofort vor, ich würde sie betrügen und hintergehen. Ich habe versucht ihr zu erklären, dass es sich um Freunde und Bekannte handelt (ja, wie gesagt, in drei Viertel der Fälle Frauen). Jedoch vergeblich. Wenn ich das Bedürfnis hätte, mit anderen Frauen Kontakt zu haben, dann würde ich sie nicht wirklich lieben, meint meine Freundin.

Zwischenzeitlich hatte ich sogar Gedanken an eine Trennung, diese jedoch wieder verworfen. Es gab ein klärendes Gespräch, bei dem meine Freundin zugab ein wenig zu besitzergreifend zu sein und versuchen wollte sich zu bessern.

So weit so gut. Das hielt jedoch nicht lange an. Sie machte mir immer noch ähnlich Vorwürfe bezüglich meines Bekanntenkreises. Zu diesem habe ich seit rund drei Monaten gar keinen Kontakt mehr. Ich habe versucht meiner Freundin zu zeigen, dass sie die wichtigste Person in meinem Leben ist, aber die Vorwürfe höre ich, wenn auch seltener, immer noch. Meine Arbeitskolleginnen seien ohnehin alle Schl*mpen…

Nun ist meine Freundin für einen Monat in einer anderen Stadt auf einer Art Fortbildung, die ihre Aussichten auf Arbeit hoffentlich verbessern. Was auch nicht ganz leicht war, ich könne mich ja in ihrer Abwesenheit mit anderen Frauen treffen.

Heute dann das nächste Drama: Ich wäre vor sechs Stunden bei Facebook online gewesen. Sie wisse nicht, wie sie es verstehen soll, dass ich ständig nachsehe, was diese ganzen Frauen machen. Ich bin wirklich kein FB-Junkie, ich schaue lediglich alle paar Tage mal rein um zu sehen, was es Neues gibt. Ich achte dabei nicht speziell auf bestimmte Bekannte oder Freunde. Laut meiner Freundin hat das jedoch mit anderen Frauen zu tun…

Ich habe langsam das Gefühl, dass es immer extremer wird. Höre ich auf FB zu nutzen, findet meine Freundin vielleicht eine andere Sache, die „ihr gegenüber nicht in Ordnung“ ist. Oder übertreibe ich? Ich bin mir nicht mehr sicher, wie ich auf solche Dinge reagieren soll. Hat jemand Erfahrung mit so etwas?
 

Benutzer58449  (31)

Planet-Liebe ist Startseite
Also mal ohne Spaß: Das ist richtig krank.

Ich würde ihr mal klarmachen das sowas absolut nicht geht. Es ist zwar eine Sache das SIE den Kontakt zu ihren Freunden komplett abbricht, aber es ist eine andere Sache das von dir zu verlangen. Alleine sowas zu tun ist ja schon recht bizarr.

Sie beschneided dich in deinem Alltag und du merkst ja selbst wie eingeschränkt du bist und was das mit dir macht.
Ich wüde ihr ein Ultimatum stellen: Therapie oder Flucht....
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe langsam das Gefühl, dass es immer extremer wird. Höre ich auf FB zu nutzen, findet meine Freundin vielleicht eine andere Sache, die „ihr gegenüber nicht in Ordnung“ ist. Oder übertreibe ich? Ich bin mir nicht mehr sicher, wie ich auf solche Dinge reagieren soll. Hat jemand Erfahrung mit so etwas?
Das ist schon sehr extrem.
Ich würde ihr ganz offen sagen, dass du so nicht weiter machen kannst und ihr genau erklären, was dich stört und was du dir wünschst. Entweder könnt ihr dann kleine Schritte aufeinander zu machen – sie macht eine Therapie, du bist bei manchen Dingen nachsichtig, ihr vereinbart ein "Codewort" wenn sie zu weit geht und Ähnliches – oder sie will das nicht und ihr müsst euch trennen.
Nach meiner persönlichen Erfahrung ist es sehr schwierig, ohne professionelle Hilfe aus diesem Gefüge herauszukommen, aber das muss bei anderen ja nicht so sein.
 

Benutzer154852 

Ist noch neu hier
Finde das auch sehr unnormal...

Ich kenne natürlich auch Eifersucht... Vor allem wenn man eine Person sehr liebt, kann Eifersucht auch in gesundem Maße existieren, aber irgendwann muss das Vertrauen dann genügen um sie beiseite zu schieben.
Mach ihr noch mal klar, dass du sie liebst und nicht auf deinen Freundeskreis verzichten willst.
Verdeutliche ihr auch, dass du niemals gewollt hättest, dass sie ihre Freunde für ihn aufgibt.
Wenn sich eure Meinungen da jedoch so sehr unterscheiden und ihre Eifersucht weiterhin so schlimm bleibt, oder sich sogar noch steigert - beende das Ganze.
 

Benutzer133315  (24)

Planet-Liebe-Team
Moderator
Das ist ja nicht mehr normal, das ist krankhaft.
Ich würde mit ihr nochmal ernst, aber ruhig reden und ihr sagen, dass es so nicht weiter gehen kann. Sie erreicht eh nur das Gegenteil, wenn sie so weiter macht. Denn irgendwann suchst du dir nämlich jemanden anders.
Lass dir nichts verbieten!
Sie muss akzeptieren, dass du auch weibliche Freunde hast.
Ich würde mich eventuell auf Kompromisse einigen, vllt macht sie eine Therapie und du triffst dich im Gegensatz nicht mehr soo oft mit Freundinnen. Du solltest ihr die Situation jedenfalls gut erklären.
Wenn das nicht aufhört würde ich mich auch trennen.
Vllt habt hier das mit dem zusammenziehen auch etwas überstürzt, man kennt sich einfach nicht gut genug...
 

Benutzer6428 

Doctor How
Ich glaube du hast folgendes schon selbst langsam begriffen:
1. Eifersucht ist immer das Problem desjenigen, der sie hat, NICHT das Problem des anderen.
2. Der Partner kann fast gar nichts machen um die Eifersucht eines anderen zu bekämpfen...

Du hast ja selbst schon gesehen, dass es egal ist, was du tust. Sie wird immer etwas finden. Nicht weil du ein besonders untreuer oder schlechter Mensch bist, sondern weil sie ein sehr sehr großes Problem hat. Ich will hier noch nicht so weit gehen und von einer Krankheit sprechen, aber nur, weil ich sie nicht kenne. Meine Küchenpsychologie möchte jedoch sehr gerne von einer Krankheit sprechen. Fakt ist: Bei diesem Ausmaß sollte sie in Behandlung gehen, ohne wenn und aber!

Ich denke das wird bei ihr alles ein bisschen zusammen hängen. Eifersucht ist etwas, dass mit fehlendem Selbstbewußtsein einher geht. Die Arbeitslosigkeit wird da mit Sicherheit etwas hinein spielen. Es ist aber auch ganz schön schlimm, dass sie ihre sozialen Kontakte komplett eingestellt hat.

In meinen Augen ist Eifersucht eher das Gegenteil von Liebe. Wer sehr sehr eifersüchtig ist, hat mehr damit zu tun seinem Partner zu misstrauen, als ihm zu vertrauen. Es gibt aber keine Liebe ohne Vertrauen. Auf der anderen Seite wird aber der Partner auch immer mehr eingeengt werden und egal ob er diese absurden Spielchen mitspielt oder nicht, er wird seine Gefühle auch Stück für Stück verlieren. Wie kann man jemanden auch weiterhin lieben, der einem an jeder Ecke und mit jedem Blick sagt "ich bin mir Sicher, dass du mich verarschst". Bei vielen geht es sogar so weit, dass sie irgendwann in die Situation kommen, dass sie ihren Partner betrügen können und es einfach tun. "Dann hat sie / er wenigstens EINmal Recht..."

Du solltest dir einen kleinen Fahrplan zurecht legen. Wenn sie bereit ist, den Fehler bei sich zu sehen (und damit meine ich kein verniedlichendes "och ich bin ein klein bisschen Besitzergreifend") WIRKLICH einzusehen und sich hilfe zu holen, würde ich bei ihr bleiben. Ansonsten würde ich mir dieses Theater nicht mehr lange geben. Egal wie sehr sie ihre Tendenzen zu unterdrücken versucht, sie wird nie eine Partnerin sein, nie genug Vertrauen fassen um sich Abends nach der Arbeit zu küssen und sich entspannen zu können, nie Mitbringbar in die eigenen sozialen Kreise sein (sowas ist schon peinlich..die anderen sind ja nicht doof, die kriegen das mit), nie wirklich lieben können und sich somit auch immer mehr um sich selbst als um mögliche Kinder kümmern.
 

Benutzer154872  (34)

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Vielen Dank für eure Antworten! Es ist ja nicht mal so, dass ich mich weniger mit Freundinnen/Freunden treffen kann. Meine Freundin stört es schon, dass ich den Gedanken hege, mich mal mit jemandem zu treffen. Und ja, auch wenn sie mittlerweile ein wenig Einsicht gezeigt hat, kann es das so wirklich nicht sein.

Ich denke, es wird auf ein sehr ernstes Gespräch herauslaufen und wenn sie partout nicht einsieht, was falsch läuft (ich bin durchaus bereit für Kompromisse, außerdem liebe ich sie wirklich, sonst wäre ich längst nicht mehr bei ihr), dann muss ich eben in den sauren Apfel beißen und das Ganze beenden...
 

Benutzer116134 

Planet-Liebe Berühmtheit
Vielleicht hilft auch der Gedanke: Letztendlich tust du deiner Freundin keinen Gefallen, wenn du dich an ihre Regeln hältst und dich ihrer Eifersucht beugst. Bei ihr ist das ja fast schon krankhaft und rührt bestimmt von irgendwelchen Problemen her – seien es jetzt innere Selbstzweifel, Verlustängste, was auch immer. Das ist auch für die eifersüchtige Person oft kein leichtes Brot, aber man macht es nunmal nicht besser, indem man immer nur "kuscht".
 

Benutzer49550  (37)

Beiträge füllen Bücher
Auch von mir nochmal:
Nein, das Verhalten Deiner Freundin ist nicht normal.
Bei mir gäbe es hier nur zwei Optionen:
- Sie sucht sich Hilfe und ihr kommt aus dem Teufelskreis raus
oder:
- Ihr trennt euch.
Willst Du wirklich auf alles verzichten? Was ist in 5 Jahren, solltet ihr euch da trennen sind alle Freunde weg, der Weg zurück in eine Freundschaft ist dann schwer wenn nicht zum Teil unmöglich. Wir sehen das selbst bei einem unserer Freunde wie schwer er sich tut, nach "nur" 3 Jahren.
Das Gespräch müsst ihr führen, aber erst wenn sie zurück ist, das müsst ihr persönlich führen.
Jetzt hast Du genug Zeit um Deine Standpunkte zu notieren, schreib alles auf was ihr besprechen MÜSST!
Ich wäre auch kein Stück kompromissbereit was meine Freunde angeht (ich rede hier von normalen Freunden, die soweit alle in Ordnung sind). Niemals würde ich mir den Kontakt verbieten lassen. Ebensowenig würde ich ich auch nur einmal rechtfertigen ob und wann ich in Facebook online war. Bei einem solchen Vorwurf wäre sie sofort von meiner Freundesliste herunter und gesperrt.
 

Benutzer6428 

Doctor How
Vielen Dank für eure Antworten! Es ist ja nicht mal so, dass ich mich weniger mit Freundinnen/Freunden treffen kann. Meine Freundin stört es schon, dass ich den Gedanken hege, mich mal mit jemandem zu treffen. Und ja, auch wenn sie mittlerweile ein wenig Einsicht gezeigt hat, kann es das so wirklich nicht sein.

Ich denke, es wird auf ein sehr ernstes Gespräch herauslaufen und wenn sie partout nicht einsieht, was falsch läuft (ich bin durchaus bereit für Kompromisse, außerdem liebe ich sie wirklich, sonst wäre ich längst nicht mehr bei ihr), dann muss ich eben in den sauren Apfel beißen und das Ganze beenden...
Ich stimme dir bis zu einem bestimmten Teil zu: Es gibt leider keine Kompromisse in deinem Fall. Was sollst du machen? Dich nur zwei mal jeden Monat mit jemandem treffen, den sie aussucht? Eingrenzungen, die von ihr kommen sagen ihr eigentlich nur, dass ihr Verhalten nicht falsch ist...das ist es aber.
 

Benutzer154872  (34)

Ist noch neu hier
Ja, ihr habt schon Recht. Auf diese Weise wird es nicht besser. Letztendlich habe ich ja sogar ein wenig dazu beigetragen, dass sie sich weiter so verhält. Zwar habe ich anfangs immer protestiert, was sie noch mehr auf die Palme brachte und es wir uns am Ende teils heftig gestritten haben. Aber zum Schluss habe ich fast immer klein beigegeben. Zwar hatten wir auch ein paar ruhige Gespräche darüber, wie ich im ersten Post schon angedeutet habe, aber offensichtlich hat das nicht viel geändert.
Ich muss dazu sagen, dass ich eher, ich sage mal harmoniebdürftig bin und es nicht lange aushalte, wenn der andere böse auf mich ist. Und dann versuche ich eben die Wogen zu glätten. Zwar hilft meine "Appeasement-Politik" Streit zu vermeiden, aber ich merke, dass so immer weniger glücklich mit dieser Beziehung bin.

Die Idee mit dem Aufschreiben finde ich gut, das wird mir helfen meine Gedanke zu strukturieren. Klar ist auch, dass ich das Gespräch persönlich führen muss, wenn sie wieder da ist. Sobald sie zurück kommt, haben wir geplant zwei Wochen bei meinen Eltern zu verbringen, als kleiner Urlaub und Familienbesuch für mich. Was übrigens meine Familie angeht, gibt es kein Problem. Ich bin mir deshalb noch im Unklaren, wie und wann genau ich das Gespräch mit ihr führe.

Allerdings habe ich jetzt schon die Vorahnung, dass sie mir wieder sagen wird, dass sie mich so sehr liebt, dass sie niemand anderes braucht und deshalb auch keinen Kontakt mehr zu ihren Freunden hat. Und wenn ich Kontakt zu anderen bräuchte, ich sie einfach nicht so sehr lieben würde.
Ich sehe da den Zusammenhang nicht. Aber ich begreiflich machen, dass diese Logik irgendwie nicht greift? Ich weiß nicht wie?
 

Benutzer71015 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Allerdings habe ich jetzt schon die Vorahnung, dass sie mir wieder sagen wird, dass sie mich so sehr liebt, dass sie niemand anderes braucht und deshalb auch keinen Kontakt mehr zu ihren Freunden hat. Und wenn ich Kontakt zu anderen bräuchte, ich sie einfach nicht so sehr lieben würde.
Ich sehe da den Zusammenhang nicht. Aber ich begreiflich machen, dass diese Logik irgendwie nicht greift? Ich weiß nicht wie?
Versuch ihr klarzumachen, dass du nicht weniger liebst als sie, sondern anders. Mach ihr deutlich, dass du noch andere Menschen in deinem Leben brauchst und ohne soziale Kontakte zu Freunden unglücklich bist, dass du dich richtig schlecht fühlst, wenn du keine anderen Kontakte mehr haben kannst. Zeig ihr auf, dass du es versucht hast, für sie, aber dass es dich unglücklich macht (so wie es übrigens den meisten anderen Menschen damit ginge) und du so nicht leben kannst. Mach ihr ganz deutlich klar, dass du die Beziehung nicht weiterführen kannst, wenn sie von dir erwartet, deine sozialen Kontakte abzubrechen. Sag ihr, dass sie der wichtigste Mensch in deinem Leben ist, aber nicht der einzige und dass, wenn sie damit nicht umgehen kann, ihr wohlmöglich nicht zusammen passt.

Ich muss dir aber auch ganz ehrlich sagen, dass ich glaube, dass das der Anfang vom Ende sein wird. Sie wird es vielleicht für den Moment verstehen und sich vornehmen, was zu ändern (wenn es gut läuft) oder du wirst einen faulen Kompromiss aushandeln (wenn es weniger gut läuft), aber ebenso wenig wie du, kann sie raus aus ihrer Haut. Sie wird dir wieder und wieder eine Szene machen und deine (eure) Gefühle werden darunter leiden, bis es zu wenige sind, um die Beziehung aufrecht zu erhalten. Es ist nur meine Vermutung, ich bin kein Hellseher, aber ich fürchte, ihr werdet nicht glücklich miteinander - weil ihr zu unterschiedliche Vorstellungen von Liebe habt.
 

Benutzer154872  (34)

Ist noch neu hier
Danke Fedora für deine Hilfe, das scheint mir ein guter Ausgangspunkt für einen Erklärungsversuch zu sein. Es ist in der Tat so, dass ich mich einfach eingeengt fühle und bei banalen Dingen schon überlegen muss, wie ich mich rechtfertige, weil ich genau weiß, dass es zu einem Problem führt. Auch wenn ich einen Punkt erreicht habe, an dem ich darüber nachgedacht habe, Dinge zu verheimlichen, habe ich es nie getan. Ich glaube, zu einer Beziehung gehört Ehrlichkeit und Vertrauen. Doch trotz Ehrlichkeit habe ich nicht das Gefühl, dass sie mir mehr vertraut.

Ein Beispiel von vor zwei Monaten: Aus heiterem Himmel schreibt mir eine Studienbekanntschaft, nachdem ich mindestens zwei, vielleicht drei Jahre nichts von ihr gehört hatte. Sie hatte damals ein Kind bekommen und suchte jetzt nach einer sinnvollen Möglichkeit ein Auslandssemester oder Ähnliches zu machen.
Ich habe dann meiner Freundin davon erzählt. Zunächst nahm sie es erstaunlich gelassen. Ich antwortete kurz, dass ich im Ausland Arbeit gefunden habe und gab ihr einen Tipp, der mir spontan einfiel.

Allerdings blieb es dabei nicht. Wenn die mir schreiben würde, dann wolle die bestimmt was von mir. Ich versicherte ihr, leider ohne Erfolg, dass sie ein Kind mit ihrem Freund hat und bestimmt kein Interesse hat.
Nach rund zwei Wochen antwortete mir die Studienbekanntschaft, was meine Freundin direkt dazu veranlasste ihre Theorie als bestätigt anzusehen und mir zu sagen, dass sie es nicht gut fände, wenn ich ihr nochmal schreiben würde...

Ok, ihr seht und ich merke, dass ich mir hier ein wenig den Frust von der Seele schreibe, der sich angestaut hat. Vielleicht weil ich die letzten Wochen viel Zeit hatte nachzudenken. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass es so nicht weitergehen kann.
Ich danke euch, für eure hilfreichen Analysen und Ratschläge zu meiner Situation. Ihr seid wirklich eine große Hilfe!
Ich werde berichten, wie es weitergeht...
 
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