Freundin ist homophob

Benutzer148886  (31)

Ist noch neu hier
Hallo,

so jetzt habe ich mich hier angemeldet, weil ich mir etwas von der Seele schreiben muss. Vielleicht bekomme ich ja auch einen guten Rat.

Also ich bin seid knapp drei Wochen mit meiner Freundin zusammen. Und ich bin immernoch frisch verliebt und sie ist einfach eine Traumfrau.

Es gibt nur ein Problem: sie ist sehr homophob und ich habe im Freundeskreis einige Homosexuelle. Mein bester Freund ist schwul.

Meine Freundin hat sich mit meinem Freund immer sehr gut verstanden. Vor ein paar Tagen hat sie dann auch den Freund meines Freundes kennengelernt. Somit erfuhr sie, dass er schwul ist. Ihre Reaktion war einfach nur unpassend. Sie hat versucht sich nichts anmerken zu lassen aber natürlich hat jeder gemerkt, dass sie das nicht so toll fand.

Naja, ich habe sie später als wir nach Hause fuhren drauf angesprochen. Und sie fing an total abwertend über meinen Freund zu reden. Mich hat das sehr schockiert und wir haben sehr lange diskutiert. Sie hat auch ein paar boshafte Dinge über Homosexuelle gesagt. Ich weiß nicht, ob ich mit jemanden zusammen sein möchte, der solchen Hass verbreitet.

Ich dachte mir einfach, dass sie nur länger brauchen würde, dass zu akzeptieren. Aber das tut sie nicht. Jedes mal, wenn ich mich mit meinem Freund verabrede, kommen von ihre komische Blicke. Ich habe mir erst gedacht, dass das nicht schlimm ist, so lange sie gegenüber meinen Freunden nichts sagt.

Aber ich kenne meinen Freund schon seid dem Sandkasten. Ich war dabei als er sein Comming-Out hatte. Ich habe gesehen, was dieser Art von Hass, den meine Freundin hat, einen Menschen an tun kann. Ich habe ihr gesagt, dass ich auch serst später von seiner Homosexuallität erfuhr (er outete sich mit 19) und merkte, dass er immer noch der gleiche Mensch ist. Ich fühle mich aber meinem Freund gegenüber illoyal. Is das übertrieben? Außerdem habe ich noch mehr homosexuelle Freunde, die ich über meinen besten Freund kennengelernt habe. Denen merkt man es allen nicht an aber ich will nicht wissen, was meine Freundin macht, wenn sie das auch erfährt.

Ich mag meine Freundin wirklich aber sie ist einfach stur. Ich wei nicht, ob ich abwarten soll oder nicht. Kann ich mit einem Menschen zusammen sein, der einen so geringen Horizont hat? Sie verurteilt meine Freunde und stellt meine Freundschaft zu meinem besten Freund in Frage. Ich lerne gerade eine Seite von ihr kennen, die mich einfach nur anekelt. Ich könnte ja auch nicht mit einer Rassistin zusammen sein. Also warum eine derart homophobe Person? Ich denke ernsthaft über eine Trennung nach, weil sie das wahrscheinlich nie einsehen wird.

Ich habe mit keinen meiner Freunde darüber gesprochen, weil sie eh nicht objektiv urteilen könnten und mich frisst das innerlich schon seid Tagen auf.
 
G

Benutzer

Gast
Ich würde keine homophobe oder rassistische Freundin haben wollen. Und da schwule Freunde hast, sogar noch weniger. Ich würde mich trennen, wenn sie sich nicht weltoffener wird.

Es geht hier ja nicht um Charaktereigenschaften, die stören...
 

Benutzer137374  (49)

Benutzer gesperrt
Ich habe mit keinen meiner Freunde darüber gesprochen, weil sie eh nicht objektiv urteilen könnten und mich frisst das innerlich schon seid Tagen auf.
Ich wuerde die Beziehung auf jeden Fall beenden. Es geht gar nicht darum, ob sie Deinen Freund mag oder nicht, sondern um eine wesensgrundsaetzliche Geisteshaltung. Wie Du sagst, sie koennte auch Rassistin oder Nazi sein. In meinem Intimumfeld waere das ein absolutes nogo.
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Ich fühle mich aber meinem Freund gegenüber illoyal. Is das übertrieben

Ich finde überhaupt nicht, dass das übertrieben ist. Wäre ich an deiner Stelle, wüsste ich genau, wo meine Loyalität läge, nämlich beim Freund.

Mal ganz davon abgesehen, dass ich homophobe Leute generell nicht um mich haben wollen würde, weder im Freundeskreis noch als Partner. Von daher wäre für mich die Sache ganz klar und ich würde mich trennen.
 

Benutzer132163  (25)

Benutzer gesperrt
Ich würde mich auf jedenfall trennen.
Homosexualität ist für mich etwas absolut normales.
Einen Freund zu haben der das so extrem verurteilt und etwas dagegen hat könnte ich nicht akzeptieren.

An deiner Stelle würde ich das Gespräch mit ihr suchen. Sollte das nichts bringen wäre der Punkt gekommen einen Schlussstrich zu ziehen.
 

Benutzer71796 

Sehr bekannt hier
Für mich wär klar, das ich mit so einer person nicht weiter zusammen sein könnte
Einerseits weil das zu problemen mit meinem schwulen bruder und meinen schwul/lesbischen freundeskreis gäbe, anderseits weil solche personen (meiner erfahrung nach) auch in anderen bereichen engstirnig und vorurteilsgesteuert denken und ich mit solchen leuten nix anfangen kann über kurz oder lang
 

Benutzer58449  (32)

Planet-Liebe ist Startseite
Ich wüsste ja für wen ich mich entscheiden würde.
Lieber den loyalen Freund als die sture neue Freundin.
 

Benutzer104498 

Meistens hier zu finden
Was sagt sie denn genau? Manchmal sagen Menschen, die mit Dingen, mit denen sie zuvor keinerlei Berührung hatten, die dümmsten Sachen. Manchmal werden Menschen vom Elternhaus die dümmsten Sachen in den Kopf gesetzt. Manchmal brauchen Menschen Zeit gegen ihre Vorurteile zu kämpfen bzw. sie zu überdenken. Wenn das nicht abzusehen ist, dass sie sich darüber Gedanken macht, und sie ihre Haltung einfach als unveränderbar abtut, dann ja, mach Schluss. Mich würde erst einmal interessieren, was sie genau sagt, woher ihre Abneigung kommt, und/oder ob sie nicht einfach das nachplappert, was viele Menschen ihr bis dato vorgelebt haben.
 

Benutzer72433 

Planet-Liebe ist Startseite
hat sie denn einen grund für ihre meinung, irgendeinen?
ich habe auch schon schwule männer kennengelernt, also wären das die einzigen gewesen hätte ich jetz zumindest ganz dezente vorurteile... sowas lässt sich aber durch positive neue erfahrungen abbauen.

wenn sie einfach nur so.. naja, nen hass auf leute schiebt die "nicht normal" sind würde ich mal ganz klar sagen "und tschüss" - und ganz grundsätzlich finde ich es so oder so absolut korrekt, dass deine loyalität deinem langjährigen besten freund gehört, du dich weiter mit ihm verabredest und eher eine trennung in betracht ziehst.
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Was ist denn ihr Problem mit Homosexuellen?

Mein Freund hatte zu Beginn auch homophobe Vorurteile und eine ordentliche Portion Skepsis gegenüber Schwulen (aufgrund von negativen Erfahrungen mit Schwulen). Mich hat das wahnsinnig gestört, u.a. deswegen, weil auch ich einige homosexuelle Menschen in meinem Freundeskreis habe. Ich habe ihm damals gesagt, wenn er nicht aufhört mit seiner Einstellung, dann kann er meine Freunde nicht treffen und dann wird das nichts mit der Beziehung. Mein Freund hat mit der Zeit und nach mehreren Diskussionen eingesehen, dass seine Einstellung nichts als Vorurteile und eine Generalisierung von schlechten Erfahrungen waren. Mittlerweile hat er seine Einstellung also komplett verändert und seit er auch meine (schwulen) Freunde kennt, hat er eine ganz andere Sicht auf die Dinge.

Dadurch, dass deine Freundin aber deine Freunde schon kennt, und nachträglich erst von der Homosexualität erfahren hat und dadurch eher ein schlechteres Bild von ihnen hat, finde ich, dass es so klingt, als sei der Zug für eine Besserung des Verhältnisses schon abgefahren. Wenn das stimmt, dann würde ich an deiner Stelle tatsächlich auch über ein Trennung nachdenken.
 

Benutzer12529 

Echt Schaf
Sicher, dass sie nicht vielleicht einfach nur etwas Zeit braucht, um sich daran zu gewöhnen, dass dein bester schwul ist und du schwule Freunde hast?
Vielleicht hilft es ihr ja auch schon, wenn sie die Leute näher kennenlernt und merkt, dass "die Homos" gasr nicht so sind, wie sie bisher immer dachte usw. Wenn sie vorher keine homosexuellen Menschen näher kennengelernt hat...

Andererseits - du ekelst dich.
Meinst du, das kann sich legen, wenn sie diesbezüglich offener werden sollte? Wenn ja, und du glaubst, dass ihr Zeit hilft, würd ich es erstmal noch so lassen. Wenn beides nein, dann wäre beenden wohl das einzige sinnvolle. Vermutlich würde das Ekelempfinden die Verliebtheitsgefühle eh irgendwann töten.
 

Benutzer122263  (30)

Meistens hier zu finden
Steht da vll. eine religiöse Haltung dahinter? Also ich habe vor kurzem so etwas ähnliches erlebt, als ich eine Frau kennenlernte, die mir sehr gut gefiel und sehr nett war, aber leider eben auch erzkatholisch ist und Mitglied im Opus dei.Dadurch hat sie bedingt durch ihre Glauben eine kritische Haltung gegenüber Homosexuellen, so dass ich mich gegen sie entscheiden musste :zwinker: was ich mit Bauchschmerzen tat,aber es ging dann eben nicht anders^^
 

Benutzer141430  (36)

Benutzer gesperrt
seh ich alles etwas anders.

du erwartest von ihr toleranz aber tolerierst ihre ansicht nicht.
sie scheint es ja anscheinend nicht aktiv an diesen menschen auszuleben und sie verbal oder physisch anzugreifen.
sie hat, wie du sagtest, wohl versucht es sich nicht anmerken zu lassen.

das sie diese meinung hat, egal wie falsch oder richtig sie ist, sollte genauso toleriert werden, solange sie ihre meinung nicht an schwulen auslebt und sie dumm anmacht. außerdem muss sie dann einfach damit klarkommen das du einen freundeskreis hast in dem homosexuelle beteiligt sind. das muss sie nicht gut finden aber sie muss damit leben können.

und schlussendlich muss sie es dann natürlich auch tolerieren und hinnehmen wenn du entscheidest mit so einer person nicht zusammen sein zu wollen.

da ich eh nur einen schwulen kumpel habe den ich eh alle jubel jahre mal sehe wäre mir das wohl egal.
hätte ich mehr davon im freundeskreis würde ich ihr wohl sagen "du kannst deine meinung darüber haben wie du möchtest und du musst dich auch nicht mit diesen leuten treffen wenn du das nicht willst aber schreib dir gleich ab mich mit dem zeug vollzulabern oder zu denken ich würde den kontakt für dich abbrechen"
 

Benutzer137374  (49)

Benutzer gesperrt
seh ich alles etwas anders.
du erwartest von ihr toleranz aber tolerierst ihre ansicht nicht.
sie scheint es ja anscheinend nicht aktiv an diesen menschen auszuleben und sie verbal oder physisch anzugreifen.
sie hat, wie du sagtest, wohl versucht es sich nicht anmerken zu lassen.
Das ist aber der Kernpunkt. Dass sie Schwule nicht umbringt, sollte wohl selbstverstaendlich sein, weil das verboten waere. Sie ist aber anmassend angewidert und kann das nur sehr schlecht verbergen. Das ist eine Grundsatzfrage. Sie kann andere Menschen nicht achten und respektieren, wenn deren Lebensweise nicht mit der ihren kompatibel ist. Diese Form der Engstirnigkeit und das oberflaechliche emotionale Erleben wuerden mich abstossen.
 

Benutzer104498 

Meistens hier zu finden
Naja, wenn die Meinung ganz klar gefasst wäre, und kein unabänderbares Vorurteil vorliegt, nämlich, dass sie keine schwule Menschen akzeptieren kann, und daraus resultierend, nur aufgrund der andersgerichteten Sexualität, sie diese Menschen als eventuell minderwertig, krank, ekelhaft oder ähnliches abstuft, so ist das keine "Meinung" die man als Andersdenkender tolerieren kann - ich könnte es jedenfalls nicht. Ich verstehe prinzipiell was du meinst Sulux Sulux aber Toleranz zu verlangen oder jemanden/etwas entgegen zu bringen, bedeutet nicht im Umkehrschluss, dass man jede absurde Meinung oder Einstellung tolerieren muss/kann/soll. Toleranz hat ihre Grenzen.
 

Benutzer120063 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich würde nochmal versuchen, mit ihr zu reden um herauszufinden woher ihr negatives Bild/ihre Vorurteile kommen. Oder weißt du das schon aus den Gesprächen mit ihr?

Wenn sie ihre Meinung wirklich nicht zu änderen bereit ist bzw. nicht bereit ist, offener an die Sache ranzugehen und deinen Freund besser kennenzulernen, würde ich mich an deiner Stelle trennen. Ich könnte das nicht mit mir vereinbaren, einen Partner zu haben, der meine Freunde aufgrund ihrer sexuellen Präferenz verurteilt.

du erwartest von ihr toleranz aber tolerierst ihre ansicht nicht.
sie scheint es ja anscheinend nicht aktiv an diesen menschen auszuleben und sie verbal oder physisch anzugreifen.
sie hat, wie du sagtest, wohl versucht es sich nicht anmerken zu lassen.

das sie diese meinung hat, egal wie falsch oder richtig sie ist, sollte genauso toleriert werden, solange sie ihre meinung nicht an schwulen auslebt und sie dumm anmacht.

Leider merkt man ihr es ja eben schon an. Ich denke, dass gerade so eine Art "unterdrückte aber spürbare Verachtung" besonders unangenehm sein kann für die gemeinten Personen.

Ehrlich gesagt finde ich diese Argumentation nicht schlüssig, auch wenn es sich zunächst einmal logisch anhört, dass man andere Meinungen tolerieren soll, wenn man Toleranz erwartet. Die meisten Menschen möchten einen Partner haben, der wesentliche Wertvorstellungen teilt. Das hat gar nichts mit Intoleranz zu tun. Einen Menschen (mit einer Einstellung) zu tolerieren oder ihn als Partner zu haben sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
 

Benutzer141430  (36)

Benutzer gesperrt
Sie ist aber anmassend angewidert und kann das nur sehr schlecht verbergen.
das ist ihr gutes recht.

Ich verstehe prinzipiell was du meinst Sulux Sulux aber Toleranz zu verlangen oder jemanden/etwas entgegen zu bringen, bedeutet nicht im Umkehrschluss, dass man jede absurde Meinung oder Einstellung tolerieren muss/kann/soll. Toleranz hat ihre Grenzen.
und wer entscheidet wo diese grenze liegt ?
wer sagt das die grenze nicht schon da ist das man andere wegen ihrer sexualität nicht tolerieren muss und diejenigen die es tun übertolerant sind oder wer sagt das man menschen die eben so eine meinung haben auch tolerieren muss und die, die es nicht tun intolerant sind ?

die gesellschaft? glaube ich nicht. da wird ja sonst auch immer drauf gepfiffen.
das gesetzt? ich jedenfalls kenne keins das vorschreibt wen man tolerieren muss.
die menschlichkeit ? zu subjektiv und unterschiedlich.

wer also entscheidet das und kann man das auch für andere etnscheiden oder darf das nur jeder für sich selbst festlegen und muss andere und ihre eigene entscheidung wo die toleranzgrenze gesetzt wird akzeptieren? :zwinker:

Ehrlich gesagt finde ich diese Argumentation nicht schlüssig, auch wenn es sich zunächst einmal logisch anhört, dass man andere Meinungen tolerieren soll, wenn man Toleranz erwartet. Die meisten Menschen möchten einen Partner haben, der wesentliche Wertvorstellungen teilt. Das hat gar nichts mit Intoleranz zu tun. Einen Menschen (mit einer Einstellung) zu tolerieren oder ihn als Partner zu haben sind zwei verschiedene Paar Schuhe.
dann ist es doch aber schlüssig.
ich sagte doch auch
und schlussendlich muss sie es dann natürlich auch tolerieren und hinnehmen wenn du entscheidest mit so einer person nicht zusammen sein zu wollen.
:zwinker:
 

Benutzer12616  (32)

Sehr bekannt hier
Eine homophober, rassistischer, faschister, sexistischer... Mensch als Partner oder auch nur Freund käme für mich nicht in Frage. Für mich ist eine solche Person gestorben.

Ich hatte bis vor Kurzem einen homophoben Arbeitskollegen und schon das war für mich nahezu unerträglich. Und zur allgemeinen Diskussion werde ich mich nicht äußern. Wer ein so kleinbürgliches Licht ist, soll es meinetwegen bleiben, ich werde mich nicht auf deren Niveau begeben und meine Zeit mit lächerlichen Argumentationen verbringen - so jemand hat in meinem Leben eben nur einfach nichts zu suchen. Basta.

Ich habe homosexuelle Freunde, Freunde aus anderen Ländern und mit anderen Hautfarben... ich könnte das unmöglich mit meinen Wertvorstellungen vereinbaren.
 
G

Benutzer

Gast
und wer entscheidet wo diese grenze liegt ?
Jeder für sich selbst. Du hast Recht, ich muss tolerieren, dass es homophobe und rassistische Menschen da draußen gibt. Das Stichwort ist "da draußen" - daran kann ich nur schwerlich etwas ändern. Toleranz ist für mich aber nicht gleichbedeutend mit Akzeptanz, deswegen nehme ich mir das Recht heraus solche Leute aus meinem direkten Dunstkreis auszuschließen. Ich könnte niemals mit einem Partner mein Leben teilen, der solche Ansichten vertritt. Meine Loyalität läge da ganz eindeutig bei meinem schwulen Kumpel.

Dennoch könnte der TS den Versuch wagen zu ergründen, woher genau die Homophobie seiner Freundin kommt. Wenn sie in einem entsprechend geprägten Umfeld aufgewachsen ist und ihre Vorurteile nie an der Realität abbauen konnte, dann besteht vielleicht noch die Hoffnung, dass sie mal den Blick über ihren Tellerrand hinaus richtet. Das kann aber nur der TS beurteilen.
 

Benutzer104498 

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und wer entscheidet wo diese grenze liegt ?
wer sagt das die grenze nicht schon da ist das man andere wegen ihrer sexualität nicht tolerieren muss und diejenigen die es tun übertolerant sind oder wer sagt das man menschen die eben so eine meinung haben auch tolerieren muss und die, die es nicht tun intolerant sind ?
Grundsätzlich entscheidet das jeder für sich selbst.
Es ist nicht verboten Homosexuelle nicht zu tolerieren.
Aber schau mal hier:
Artikel 3, Abschnitt 3 aus GG
"(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."

Es gibt eine Initiative, die befürwortet, dass das GG bei Artikel 3, Absatz 3, in diesem Punkt ergänzt wird, sodass sexuelle Orientierung mitaufgenommen wird.

Niemand muss alles und jeden tolerieren. Doch grundsätzliche Dinge, wie eben Aufzählungen aus Artikel 3, Abs. 3 und auch sexuelle Orientierung sind zu tolerieren. Und wer dafür keine Toleranz aufbringen kann, ist - zumindest für mich - kein Mensch den ich als Freund oder Partner haben möchte. Ich rede hier nicht von Akzeptanz, denn akzeptieren muss man so oder so. Sie könnte ja auch konsequent den Freundeskreis von TE meiden aber damit löst sich für den TE nicht das Problem. Ihm geht es um etwas grundsätzliches, nämlich die mangelnde Toleranz bei einer ganz einfachen Sache, nämlich der sexuellen Orientierung. (gut, wir haben hier noch keine konkrete Gründe für ihre Abneigung erfahren) Spinnen wir das mal weiter: Gibt es irgendeinen plausiblen Grund jemanden aufgrund seiner sexuellen Orientierung als Mensch abzulehnen und ihn ggf. als Menschen abzuwerten, ihn also in seiner Würde zu verletzen? (kannst dir ja auch mal Artikel 1, Abs. 1 GG anschauen) Ich finde dies im übrigen sehr vergleichbar mit der Tatsache, dass manche Menschen aufgrund ihrer Herkunft abgelehnt werden. Dies ist im Gesetz verankert. Da wäre alles doch ganz klar oder? Und selbst wenn es nicht im Gesetz verankert wäre, ist es doch auch ziemlich klar, dass es absolutes falsches Gedankengut ist, jemanden aufgrund seiner Herkunft abzulehnen - und selbiges, gilt meiner Meinung nach für die sexuelle Orientierung.
Noch mal: Es geht nicht darum zu sagen: Naja, ich kann mir irgendwie so gar nicht vorstellen homosexuell zu sein, aber gut, jedem das seine. Es geht darum, dass der Mensch abgelehnt wird aufgrund der Tatsache, dass er homosexuell ist. Es geht nicht um den Verlust von Achtung, was schon sehr herb ist, es geht um etwas substantielles, eine Herabstufung des Menschen. Ein Mensch ist vieles, aber nicht auf seine sexuelle Orientierung reduziert.
So zu Denken war schon immer falsch, ist falsch und wird immer falsch sein.
 
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