Freunde Freundin in gewalttätiger Beziehung

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Hallo,

aktuell beschäftigt mich die Beziehung meines Kumpels (A) und seiner Freundin (B). Er ist 29, sie 26.

Kurze Klärung der Verhältnisse:
Ich kenne ihn seit 7 Jahren aus dem Studium, zeitweise waren wir sehr gut befreundet, die meiste Zeit eher locker befreundet, da er sehr fordernd und anstrengend sein kann.
Sie kenne ich seit etwa 4 Jahren, sie ist Spanierin und er hat sie im Auslandssemester in Spanien kennengelernt, sie zog dann seinetwegen nach Deutschland und wohnt nun seit 2012 hier, seit 2013 wohnen die beiden zusammen.
Wir verstanden uns immer ganz gut, da ich Spanisch spreche, war das am Anfang ganz praktisch, sie spricht mittlerweile aber auch gut Deutsch.

Am Anfang war sie recht abhängig von ihm und auch ziemlich naiv, da sie in Spanien nie das "wahre Leben" kennengelernt hatte, sie wurde extrem von ihrer Familie verhätschelt. Mittlerweile hat sie sich aber super entwickelt.
Er hielt sie aber irgendwie immer bewusst klein, behandelte sie eher wie ein naives Kind, sprach auch vor Freunden manchmal so mit ihr, wir fanden das immer komisch und haben das auch gesagt, aber wir gingen davon aus, dass ihr sein Macho-Gehabe auch zu einem gewissen Grad gefiel.

Bei Treffen gab es sehr häufig Streit zwischen beiden, sie hat gegenüber meiner besten Freundin bereits mehrfach geäußert, sich trennen zu wollen, hat es aber nie ernsthaft versucht.

Er arbeitet mittlerweile, sie hat einen Übergangsjob bis zum Sommersemester, wo sie weiter studieren kann. Sie hat aber einen Abschluss aus Spanien, mit dem sie hier arbeiten kann, allerdings eben kein Studium und sie will sich noch weiterbilden, um mal mehr verdienen zu können.

Wir alle drei sind dieses Jahr fast 500km weg aus der Heimat in eine Großstadt gezogen, hier gibt es viel mehr Möglichkeiten (auch für sie) und auch eine große spanische Gemeinschaft, das könnte später noch wichtig werden.
Sie kennt hier in der Stadt also nicht viele Menschen außer mir und ihren Kollegen und Nachbarn (er auch nicht).

Nun zum Anlass des Threads:
Sie schrieb mir vor einigen Tagen, ob sie bei mir schlafen könne, da A verrückt sei und etwas vorgefallen sei, wovon sie glaubte, es würde nie wieder passieren, sie wolle ihn nicht mehr sehen. Ich stimmte natürlich zu, sie wollte zu mir, da sperrte er sie in der Wohnung ein und versteckte ihren Schlüssel. Nach 5 Jahren habe er ein Recht darauf, mit ihr zu sprechen, meinte er. Sie schrieb mir, ich wollte schon fast die Polizei rufen, da rief sie ihre Nachbarin an, die einen Schlüssel zur Wohnung hat, und ließ sich von ihr helfen. Natürlich musste sie der Nachbarin von dem Streit erzählen.

Als sie dann bei mir war, erzählte sie, dass sie sich wegen einer lächerlichen Kleinigkeit (es ging A um seine "Prinzipien"...) gestritten hatten und er ihr dann den Weg aus der Küche versperrte. Sie schubste ihn zurück, da sie die Küche verlassen wollte.
Dazu muss man sagen, dass A fast 1,90m und etwa 90kg schwer ist, Kraftsport betreibt, und B 1,63m klein und ca. 55kg schwer ist.
Daraufhin stellte er sich mit seinem ganzen Gewicht auf ihren Fuß, um sie bewegungsunfähig zu machen. Der Streit ging dann noch weiter, er griff ihr in den Nacken, riss sie an den Haaren, es endete dann damit, dass er sie 10 Minuten auf den Fußboden drückte und mit seinem Gewicht ihre Beine und Hände fixierte, sie zeigte mir auch blaue Flecken an den Armen.
Sie sagte mehrfach, dass er ihr absichtlich Schmerzen zufügte und es nicht "nur" zur Beruhigung o.ä. dienen sollte. Meiner Meinung nach wollte er hier Macht demonstrieren, da er verbal nicht weiterkam und dann eben körperlich werden musste.

Sie habe das Gefühl, dass er sie emotional manipuliere.

Sie erzählte dann, dass sowas vor etwa 2 Jahren bereits vorgefallen war, da schlug er ihr mit der Hand ins Gesicht. Sie erzählte dies damals seinem Vater, der entgegnete, dass A früher auch mal seine Mutter geschlagen habe. As Vater rief auch mal die Polizei, als A als Teenager ihm gegenüber handgeiflich wurde, im Streit um eine Stereoanlage.

Ich war total schockiert, musste mit ihr gemeinsam weinen, als sie das erzählt hat. Sie selbst sagte dann, dass die ganze Beziehung nur noch lieblos sei, sie ihn regelrecht hasse und nicht mehr mit ihm leben könne. Sie wollte ausziehen, wir guckten nach Wohnungen, dank ihres Jobs könnte sie sich das Alleine-Leben nun erstmals leisten und wäre nicht mehr finanziell von ihm abhängig. Mein Freund und ich boten ihr jegliche Hilfe beim Umzug und mit Formularen an, sie war fest entschlossen, sich zu trennen.

Sie hatte auch schon im Netz über gewalttätige Beziehungen nachgelesen und ihr war bewusst, dass sowas immer wieder passieren wird, sie war zu dem Zeitpunkt also völlig rational.

Währenddessen schrieb A ihr ständig SMS (sie hatte ihn bei Facebook und Whatsapp schon gelöscht), wollte mit ihr sprechen, meinte, dass sie ihn doch noch liebt und er eine zweite Chance verdient habe. Dass er zwar Mist gebaut habe, aber dass sie auch nicht unschuldig an allem sei. Dass sie sein Leben zerstören würde, wenn sie sich trennen würde, dass sie das alles doch selbst gar nicht hinschmeissen wolle. Er heulte und litt gaaaaaaaaaaaanz furchtbar... Also durchaus manipulativ.

B hatte schon As Eltern angerufen und mitgeteilt, dass sie nicht mit ihm nach Hause fahren würde, um Weihnachten zu feiern. Die Eltern wollten natürlich wissen, wieso, sie meinte dann nur, dass sie das ihren Sohn fragen müssen. Sie wollte alleine in der Wohnung bleiben.
Für Silvester hatte sie Pläne, zu einem Freund zu fahren, ohne A, und dort zu feiern.


Tja, nun die traurige Nachricht:
Ich habe seitdem nichts mehr von ihr gehört. Hatte ihr mehrmals geschrieben, wie es weitergehen könnte (sie muss ja die Wohnung kündigen usw.) und wollte mich erkundigen, wie es ihr geht. Keine Antwort, obwohl sie online war.
Sie ist wohl wieder bei ihm, bei Facebook sah ich, dass sie wohl zu zweit Weihnachten gefeiert haben, mit mit Kosenamen beschrifteten Geschenken...sie sind offenbar nicht in die Heimat gefahren, sondern feiern "idyllisch" zu zweit...er hat es also geschafft, sie mal wieder zu manipulieren.

Mit A habe ich jetzt keinen Kontakt mehr und will das auch eigentlich nicht, er wirft mir vor, seine Seite nicht angehört zu haben, räumt die Handgreiflichkeiten aber ein.


Klar kann ich jetzt nicht wirklich viel machen. Aber wie geht man hier vor? Wie verhält man sich? Am besten nicht einmischen, aber Hilfe anbieten, falls gewünscht? Ich kann doch nicht mit ansehen, wie sie bei einem Mann bleibt, der sie derart behandelt? :frown:
 

Benutzer108566 

Sehr bekannt hier
:knuddel:
Ich fürchte, dass Dir meine Antwort nicht gefallen wird, weil Du sie im Grunde kennst: Nur sie kann sich befreien. Du kannst da sein, mit ihr sprechen, sie trösten und immer wieder anbieten zu helfen. Aber auch hier können irgendwann Deine Kräfte am Ende sein. Denn dieses Zusehen und Aushalten müssen ist furchtbar. Können andere Freunde oder ihre Eltern sie und auch Dich unterstützen?
 
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:knuddel:
Ich fürchte, dass Dir meine Antwort nicht gefallen wird, weil Du sie im Grunde kennst: Nur sie kann sich befreien. Du kannst da sein, mit ihr sprechen, sie trösten und immer wieder anbieten zu helfen. Aber auch hier können irgendwann Deine Kräfte am Ende sein. Denn dieses Zusehen und Aushalten müssen ist furchtbar. Können andere Freunde oder ihre Eltern sie und auch Dich unterstützen?
Danke für deine Antwort. Ja, im Grunde ist mir das klar. Dennoch ist es so schwer, das mit ansehen zu müssen. Sie hat das nicht verdient und gerade jetzt mit dem Job wäre es die Gelegenheit, endlich unabhängig von ihm zu werden...

Ihren Eltern möchte sie das nicht erzählen. Die sind eh unglücklich darüber, dass sie in Deutschland lebt und wenn sie dann erfahren, dass ihr Freund sie misshandelt, würden sie sie drängen, wieder nach Spanien zu kommen.
Andere Freunde wissen nichts davon, sie hat es nur mir erzählt (ob die Nachbarin sich nach dem Streit mit dem Schlüssel was denkt, weiß ich natürlich nicht) und ich kann es ja schlecht weiter erzählen...

Ich selbst wüsste nur gerne, wie man sich verhält, dass sie sich zB nicht vollkommen verschließt. Soll ich ihr auch in Zukunft den Schlafplatz anbieten? Was soll ich dazu sagen, dass sie sich wieder "vertragen" haben, wenn sie das Thema anbringen sollte? Was, wenn sie was mit meinem Freund und mir unternehmen wollen? Wir waren in den letzten Monaten ab und zu mal was trinken oder auch bei ihnen zu Hause eingeladen. Ich möchte das aber nicht mehr, da ich A verachte und ihn nicht mehr sehen mag. Wie soll ich ihr das mitteilen?
 

Benutzer108566 

Sehr bekannt hier
Ich selbst wüsste nur gerne, wie man sich verhält, dass sie sich zB nicht vollkommen verschließt. Soll ich ihr auch in Zukunft den Schlafplatz anbieten? Was soll ich dazu sagen, dass sie sich wieder "vertragen" haben, wenn sie das Thema anbringen sollte? Was, wenn sie was mit meinem Freund und mir unternehmen wollen? Wir waren in den letzten Monaten ab und zu mal was trinken oder auch bei ihnen zu Hause eingeladen. Ich möchte das aber nicht mehr, da ich A verachte und ihn nicht mehr sehen mag. Wie soll ich ihr das mitteilen?

Hm, ich glaube, dass ich wohl, wenn sie so gar nicht reagiert auf Anrufe oder so, eine Nachricht schreiben. Dass Du Dich sorgst, weil Du so gar nichts von ihr hörst. Dass Du glaubst, dass sie wieder mit ihm zusammen ist und Angst hat es Dir zu sagen. Sie braucht aber keine Angst zu haben vor Deiner Reaktion, weil Du ihre Entscheidung respektierst. Ich würde versuchen sie in keinen Loyalitätskonflikt zu bringen, denn im Zweifel entscheidet sie sich für die Abhängigkeit in der Beziehung und wendet sich von Dir ab und das was sie wirklich braucht - eine Freundin die hilft - hat sie dann nicht mehr, wenn sie bereit ist wirklich loszulassen. Ich würde noch schreiben, dass Du Dich über ein kurzes Lebenszeichen freuen würdest und ob man sich nicht mal einen Kaffee trifft, dass sie erzählen kann, wie es ihr gegangen ist in den letzten Wochen.

Erst bei einem Treffen würde ich kritische Fragen stellen und auch klar machen, dass Du ihre Entscheidung respektierst, aber ihren Freund mit anderen Augen siehst und ihn erstmal nicht treffen möchtest. Vielleicht geht es Deiner Freundin gerade wirklich "nur" darum, dass sie Angst hat, dass Du ihr Vorwürfe machst und sagst "Wie konntest Du nur so dumm sein?!" - auch wenn Du das denkst, sagen würde ich das nie. Dann verlierst Du sie vermutlich.
 
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Danke, nepomuk nepomuk , das hilft mir fürs erste sehr! Werde ihr gleich schreiben, dass sie sich keine Sorgen machen muss, dass ich ihre Entscheidung nicht respektiere.
 

Benutzer135918 

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Im Prinzip kannst du nichts machen außer für sie da zu sein wenn sie es sich anderst überlegt.
 

Benutzer79820 

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Am Anfang war sie recht abhängig von ihm

Als deine Freundin aus Spanien nach Deutschland zog, war sie verständlicherweise ziemlich "angewiesen" auf ihren Freund, durch eine fremde Stadt, neue Leute etc.

Das ist für mich ein großer Unterschied, als von einem Menschen "abhängig" zu sein (emotional).

Möglicherweise ist es aber eben genau so, das dieses "angewiesen sein, sich durch die Umstände und die Dauer der Beziehung, sowie den Umgang tatsächlich in eine Art "Abhängigkeit" verwandelt hat, dabei ist deiner Freundin garnicht groß aufgefallen, das:

Er hielt sie aber irgendwie immer bewusst klein, behandelte sie eher wie ein naives Kind,aber wir gingen davon aus, dass ihr sein Macho-Gehabe auch zu einem gewissen Grad gefiel.

sie ihm zunehmend immer "höriger" wurde. Da sie vielleicht dachte, wie am Anfang, als sie nach Deutschland kam, das ertragen bzw. erdulden zu müssen. Dabei hat sie evtl. verlernt eine "gesunde" Reaktion zu zeigen, auf Dinge, die ihr nicht nur seelisch sondern auch köperlich schaden.

Es kann sogar sein, dass es soweit ging, dass sie durch die Liebe zu ihren Freund angefangen hat, unbewusst das alles so abgeschmälert und abgefederd wahrzunehmen. Bis Liebe & Gewalt sowie das schlechte Behandeln des Freundes, so eng miteinander verwoben sind (Es ist bei manchen Gefangenen bereits vorgekommen, dass sie anfangen ihre Peiniger zu "lieben" und sie irgendwann sogar als Verbündete sehen), dass sie das eine nicht von dem anderen unterscheiden kann.

Rational zumindest, scheint ihr vieles klar zu sein, wenn sie sagt:

- sie wolle ihn nicht mehr sehen
- Sie sagte mehrfach, dass er ihr absichtlich Schmerzen zufügte
- Sie habe das Gefühl, dass er sie emotional manipuliere
- Sie erzählte dass A früher auch mal seine Mutter geschlagen habe
- Sie selbst sagte dann, dass die ganze Beziehung nur noch lieblos sei
- sie ihn regelrecht hasse und nicht mehr mit ihm leben könne
- Sie wollte ausziehen
- Sie hatte auch schon im Netz über gewalttätige Beziehungen nachgelesen und ihr war bewusst, dass sowas immer wieder passieren wird

Das jedoch heisst nicht, das deine Freundin das auch emotional so sieht.
Momentan befindet sie sich in einer Opferrolle und beklagt sich eher über ihre Situation, als zu handeln. Die Folge ist, ihr Freund bemüht sich um sie, es wieder gut zu machen und die wenigen Bekannte, die deine Freundin hat, versuchen ebenfalls ihr bestes, damit es ihr gut geht. Beides bedeutet für sie: Aufmerksamkeit bzw. eine Art Bestätigung.

Da jedoch der Freund ein Wiederholungstäter ist, setzt sie noch einen drauf:

B hatte schon As Eltern angerufen und mitgeteilt, dass sie nicht mit ihm nach Hause fahren würde, um Weihnachten zu feiern. Die Eltern wollten natürlich wissen, wieso, sie meinte dann nur, dass sie das ihren Sohn fragen müssen.

und dramatisiert das Ganze noch weiter, was nicht heissen soll, dass das alles nicht schlimm ist.
Ich glaube jedoch vielmehr, dass das ganze für ihr Umfeld fast schlimmer ist, als für sie selbst.
Denn sonst würde sie Konsequenzen ziehen und nicht:

Sie ist wohl wieder bei ihm, bei Facebook sah ich, dass sie wohl zu zweit Weihnachten gefeiert haben, mit mit Kosenamen beschrifteten Geschenken.

denn das widerspricht sich.
Kurz zuvor hiess es nämlich noch wie "lieblos" ihre Beziehung sei, nur um im nächsten Moment, etwas in Facebook zu posten, bei den ihre "liebevollen" Kosenamen zu erkennen ist.

Zu einer Manipulation gehören immer zwei, eine die manipuliert und eine die es mich machen lässt. Was gegen Manipulation gemacht werden kann ist Aufklärung. Und deiner Freundin ist aufgeklärt und es ist ihr auch schon "irgendwie" klar, macht es aber trotzdem bewusst weiter, entgegen ihrer Beklagung.

Klar kann ich jetzt nicht wirklich viel machen. Aber wie geht man hier vor? Wie verhält man sich? Am besten nicht einmischen, aber Hilfe anbieten, falls gewünscht? Ich kann doch nicht mit ansehen, wie sie bei einem Mann bleibt, der sie derart behandelt?

Du hast auch nicht zugesehen, Du und dein Freund habt ihr Hilfe angeboten, die sie aber letztlich annehmen und umsetzen muss. Sie zu "zwingen" ihre Beziehung zu beenden oder sie zumindest versuchen, davon zu überzeugen, dass es besser für sie ist, hat eine ähnliche Wirkung, wie die Wirkung ihres Freundes, welches er seit Jahren auf sie ausübt. Das muss sie selbst für sich erkennen.

Vielmehr glaube ich:

Mit A habe ich jetzt keinen Kontakt mehr und will das auch eigentlich nicht

Das dies das einzige ist, was Du aktiv machen und für Dich selbst entscheiden kannst. Es kann auch sein, dass das "verhätschelt" und die dazugehörige "Opferrolle" genauso zu ihren persönlichen Muster gehört, wie das Muster, Gewalt und das demonstrieren von Macht, zu ihrem Freund.
 
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Die Fotos hatte A gepostet, sie wusste davon nix, da sie ja nicht mehr mit ihm bei Facebook befreundet ist. In ihrem Umfeld weiß es doch kaum jemand und ich glaube nicht, dass jemand mehr unter der Situation leidet als B. Das siehst du mMn falsch, zumal ich nicht sehe, dass sie dramatisiert.

Sie hat mir inzwischen geantwortet, dass sie von den Fotos nichts wusste und findet es wohl auch komisch. Außerdem fällt es ihr schwer, zu überlegen, ob sie ihn noch in ihrem Leben haben will, wenn sie keinen Abstand hat, meinte sie. Er sei jetzt wieder nett und lieb.
Sie hat die Sache außerdem seiner Mutter erzählt, aber außer dass sie ihren Sohn als bescheuert bezeichnete, gab es keinerlei Reaktion oder Hilfsangebote an B. Finde ich sehr merkwürdig.
B meinte daher, dass sie sich jetzt in ihrer Entscheidung wieder so unsicher fühle...

Er hat wohl auch gesagt, dass er zum Psychologen gehen möchte. Das passt aber null zu ihm, daher zweifle ich das sehr stark an.
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Die Situation kommt mir leider recht bekannt vor, ich habe in meinem Umfeld schon recht ähnliches erlebt. Manipulatives Verhalten, gewalttätige Ausbrüche, "Zuckerbrot und Peitsche". Die Partnerin die sich nicht von ihm lösen kann, Erklärungen sucht, nach Wegen sucht seine Ausbrüche zu "entschuldigen", Rat bei Angehörigen von ihm sucht und auf Granit beißt, der Partner der nach Außen geradezu gezwungen heile Welt demonstriert.

Damit umzugehen ist extrem schwierig - und sollte sie sich wirklich nochmal für ihn entscheiden, kann es durchaus ein Ansatz sein, auch den Kontakt zu ihr - mit der Ansage dass man für sie da ist, falls sie sich trennt - ruhen zu lassen. Wenn man das zusehen nicht mehr erträgt, ist das manchmal die einzige wirkliche Wahl die einem bleibt.

Allerdings ist das in einem solchen Fall oft ein recht zweischneidiges Schwert, weil so ein Kontaktabbruch sie schon noch ein Stückchen weiter isoliert und dem gewalttätigen Partner und seinen Besitzansprüchen, seinen Versuchen sie abzuwerten und zu kontrollieren, in die Hände spielt. Soll heißen: Mit Glück hilft diese Isolation bei der Erkenntnis, dass die Beziehung nichts ist, mit Pech bleibt man erst recht in der Abhängigkeit stecken, weil es gar keine Alternativen mehr zu geben scheint, keine Stimmen, die das, was einem der "Partner" da einbläuen will, in Relation setzen.

Ich würde von daher - so wie diese spezielle Situation sehe - erstmal versuchen mit ihr in Kontakt zu bleiben. Nicht aufdrängen, sie nicht dazu drängen, ihn zu verlassen, aber ihr beratend zur Seite stehen und durchaus die eigene Einschätzung und Interpretation der Lage zu Protokoll geben - und ihr zuhören.

Versuchen Dinge mit ihr unternehmen, sie da so ein bisschen rauszuholen, sie spüren lassen, dass man da ist und es noch eine Welt neben dieser Beziehung gibt, Angebote machen, Wege aufzeigen.

Den Kontakt zu ihm würde ich verweigern - das ist Dein gutes Recht. und wie gesagt: Setze für Dich auch Grenzen. Wenn Dir die Geschichte zu nahe geht und sie nicht von ihm loskommt, solltest Du aus Selbstschutz selbst auf Distanz gehen - Dich selbst mit auf die Achterbahnfahrt begeben, Dich emotional zu sehr involvieren lassen - das solltest Du nicht.
 
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Benutzer79820 

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Die Fotos hatte A gepostet, sie wusste davon nix,Sie hat mir inzwischen geantwortet, dass sie von den Fotos nichts wusste und findet es wohl auch komisch.

Ich ging anhand deines Textes davon aus, dass sie es gepostet hat und nicht er.

In ihrem Umfeld weiß es doch kaum jemand und ich glaube nicht, dass jemand mehr unter der Situation leidet als B

Wenn sie, wirklich "Liebe und Gewalt" miteinander vermischt, wäre das garnicht so abwägig.
Du, die das nicht miteinander vermischt, sieht das selbstredent natürlich anders.

Außerdem fällt es ihr schwer, zu überlegen, ob sie ihn noch in ihrem Leben haben will, wenn sie keinen Abstand hat, meinte sie.

Wenn aber alles so ist, wie sie selbst beschrieben hat und wie Du es auch miterlebt hast, dann gab es doch mit der Übernachtung bei Dir und die Hilfe die ihr beide ihr angeboten habt, jetzt die perfekte Gelegenheit, Abstand zu gewinnen.

Und das ist es wovon ich rede, so schlimm, ihre Geschichte auch ist, trotzdem trägt sie ein Stück weit auch dafür Verantwortung und hat die Möglichkeit sich jederzeit von ihrer Opferrolle zu befreien.

Unabhängig von ihrer Begründung, entscheidet sie sich aber dagegen, obwohl es ist nicht das erste mal gewesen ist.

B meinte daher, dass sie sich jetzt in ihrer Entscheidung wieder so unsicher fühle...

Und anstatt, euer Angebot anzunehmen, entscheidet sie sich dafür, Weihnachten mit ihm zu verbringen. Und begründet das mit ihrer Unsicherheit. Mag sein, dass er sie eingewickelt hat (Psychologe), dass kann gut sein, aber dann frage ich mich, was noch erst passieren muss, damit sie Konsequenzen zieht.

Ich könnte mir vorstellen, dass genau, wie der Freund, bei dem es wahrscheinlich ist, dass er wieder einen Gewaltausbruch hat, sie ihm ebenfalls erneut verzeiht.
 
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Danke für eure Beiträge!

Sie meinte, er hätte ihr das mit dem Psychologen versprochen. Ich hoffe, er macht das wirklich, vorstellen kann ich es mir nicht wirklich bei ihm. Naja.

Außerdem fragte sie, ob wir was trinken gehen wollen, wenn ich wieder in der Stadt bin, aber ich werde ihr sagen, dass ich gerne mit ihr was mache (auch gern ohne meinen Freund, wenn ihr das lieber ist), aber ich nichts mit A unternehmen möchte.

Dass sie selbst dafür verantwortlich ist, ist schon klar. Aber ich finde es zu einfach, sie jetzt zu verurteilen, weil sie wieder bei ihm ist.

Immerhin gibt es da ja noch den Mietvertrag, in dem beide als Hauptmieter drinstehen und ich weiß gar nicht, wie das rechtlich wäre, wenn nur sie ausziehen wollen würde. 3 Monate Kündigungsfrist sind auch ein großes Problem, denn nach ihrer Kündigung kann sie da ja kaum noch 3 Monate wohnen und sich 3 Monate doppelt ne Wohnung leisten kann sie nicht... Zusätzlich würde er wohl alles tun, um den Auszug zu verhindern. So redet er ihr aktuell schon ein, dass sie ihm bereits 2000 Euro schuldet für die Möbel, wobei sie diese ja beim Auszug alle ihm überlassen würde...
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Sie meinte, er hätte ihr das mit dem Psychologen versprochen. Ich hoffe, er macht das wirklich, vorstellen kann ich es mir nicht wirklich bei ihm. Naja.
Japp - darauf verlassen sollte man sich auf jeden Fall nicht. Vielleicht als Rat an Deine Freundin: Man sollte ihn an seinen Taten und seinem Verhalten messen, nicht an seinen Versprechungen. Und man sollte dabei all das "negative" nicht kleinreden - das gehört eben genauso "zu ihm" wie das "Gute". Es ist ja bei solchen Beziehungen oft so, dass die "Zuckerbrot"-Phasen als unfassbar intensiv wahrgenommen werden - ein echter Traummann! - und man versucht die negativen Ausbrüche klein zu reden, oder umzudeuten. "Er kann nichts dafür, das ist nicht er,..."

Ist er eben doch. Das gehört zu ihm. Versprechen, dass er sich ändern wird und das nie mehr vorkommen wird, sind da sehr mit Vorsicht zu genießen - es war ja jetzt schon das zweite mal. Mensch ändert sich gerne mal nicht so schnell. Oder gar nicht. Und manipulative Persönlichkeiten sind oft nicht zwingend die ehrlichsten.
Außerdem fragte sie, ob wir was trinken gehen wollen, wenn ich wieder in der Stadt bin, aber ich werde ihr sagen, dass ich gerne mit ihr was mache (auch gern ohne meinen Freund, wenn ihr das lieber ist), aber ich nichts mit A unternehmen möchte.
Sehr gut. :jaa:
Dass sie selbst dafür verantwortlich ist, ist schon klar. Aber ich finde es zu einfach, sie jetzt zu verurteilen, weil sie wieder bei ihm ist.
Ist es auch - von außen sieht's eben immer einfacher aus. Sie steckt da emotional drin, sie hat nicht den Abstand, sie muss das für sich geordnet bekommen - man kann da eigentlich nur beraten, seine Perspektive aufzeigen. Und wie gesagt eben selbst Grenzen ziehen, gerade wenn's einem zu nahe geht.
Immerhin gibt es da ja noch den Mietvertrag, in dem beide als Hauptmieter drinstehen und ich weiß gar nicht, wie das rechtlich wäre, wenn nur sie ausziehen wollen würde. 3 Monate Kündigungsfrist sind auch ein großes Problem, denn nach ihrer Kündigung kann sie da ja kaum noch 3 Monate wohnen und sich 3 Monate doppelt ne Wohnung leisten kann sie nicht...
Ich sag's mal so: Wenn sie von ihm weg will, wär's eigentlich das beste, ihm nicht eine lange Vorwarnzeit zu geben. Ideal ist da eher die Methode Auszug über Nacht (oder Tag), ohne Vorwarnung. Das ist dann zwar problematisch mit der Kündigungsfrist und der Miete (könnte sie für die Zeit woanders unterkommen...?) hilft aber möglicherweise, weitere Eskalationen zu vermeiden, die auftreten könnten wenn er merkt, dass er sie gerade "verliert", aber noch Zeit alleine mit ihr unter einem Dach hat. :hmm: Notfalls würde ich da echt an die Option Frauenhaus denken.
Zusätzlich würde er wohl alles tun, um den Auszug zu verhindern. So redet er ihr aktuell schon ein, dass sie ihm bereits 2000 Euro schuldet für die Möbel, wobei sie diese ja beim Auszug alle ihm überlassen würde...
Dass er mit sowas ankommt ist zu erwarten. Und sehr wahrscheinlich geht's ihm dabei nicht um das Geld, sondern darum sie an sich zu binden. Gerade nachdem sie finanziell ja scheinbar nicht so gut da steht, sollte sie da aber weder große Diskussionen mit ihm starten, noch klein beigeben (auch nicht aus "schlechtem Gewissen"), sondern sich notfalls rechtlichen Beistand suchen.
 
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Dass er mit sowas ankommt ist zu erwarten. Und sehr wahrscheinlich geht's ihm dabei nicht um das Geld, sondern darum sie an sich zu binden. Gerade nachdem sie finanziell ja scheinbar nicht so gut da steht, sollte sie da aber weder große Diskussionen mit ihm starten, noch klein beigeben (auch nicht aus "schlechtem Gewissen"), sondern sich notfalls rechtlichen Beistand suchen.
Nee, da geht es natürlich auch wieder um Macht.

Für Frauenhaus findet sie die Lage nicht dramatisch genug. Sie meinte nun, wenn er bis Silvester alles in Ordnung bringt, wird sie mit ihm feiern. Ich weiß nicht genau, was er da in Ordnung bringen soll und wie das in wenigen Tagen gehen soll. :hmm:
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Nee, da geht es natürlich auch wieder um Macht.

Für Frauenhaus findet sie die Lage nicht dramatisch genug. Sie meinte nun, wenn er bis Silvester alles in Ordnung bringt, wird sie mit ihm feiern. Ich weiß nicht genau, was er da in Ordnung bringen soll und wie das in wenigen Tagen gehen soll. :hmm:
Vermutlich meint sie, sie könne wieder Vertrauen fassen wenn er sich jetzt um 'nen Termin beim Psychologen kümmert und sich nur von seiner besten Seite zeigt. Schwierig. Den emotionalen, irrationalen Wunsch - und der ist wohl in der Situation das Bestimmende - kann ich irgendwie nachvollziehen, aber gut wär's nicht, wenn sie das so schnell vergeben und vergessen und einen auf heile Welt machen könnte. :hmm:

Sie will glauben, dass er sich wirklich ändern kann und das nicht mehr passiert. Sie ist noch nicht bereit, wirklich loszulassen. Aber vermutlich braucht es jetzt eh Zeit, bis sie sich sortiert hat - ich denke nicht, dass sie ihm wirklich wieder so schnell vertrauen wird. Nicht so schnell vergessen wird, was er getan hat. Sie ist da wohl gerade noch am Verarbeiten von dem, was passiert ist, sowas hinterlässt ja ein emotionales Chaos und oft ist der Wunsch nach "Alles wieder gut" erstmal übermächtig - die Erkenntnis, dass das nicht so einfach ist, braucht leider oft mehr Zeit. Oder mehr Leidensdruck, den ich ihr aber nun wirklich nicht wünsche.

Wie gesagt: mehr als zuhören, Angebote machen und Deine Meinung kundtun, kannst Du da gerade nicht machen. Die Erkenntnis - und die Entscheidung - müssten von ihr kommen.

Und zum Thema Frauenhaus: Die Hemmschwelle verstehe ich. Es ist aber halt 'ne bessere Option, als - im worst case - im Krankenhaus zu landen. Aber mei, auch hier: Es ist ihre Entscheidung, große Diskussionen bringen da nichts. Aber es wäre natürlich gut, wenn sie zumindest die Option im Hinterkopf behält und sich nicht so sehr von der Wohnsituation an ihn fesseln lässt.
 
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Danke, du hast natürlich Recht, brainie brainie , es ist nur so unfassbar schwer, dass man da nichts machen kann als Außenstehender.

Ich glaube auch, dass der Leidensdruck noch nicht groß genug ist, so schlimm das auch klingt. Wahrscheinlich muss er sie erst noch richtig übel verletzen, bis sie endlich realisiert, dass sowas nicht geht. :frown:
 

Benutzer10802 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich glaube auch, dass der Leidensdruck noch nicht groß genug ist, so schlimm das auch klingt. Wahrscheinlich muss er sie erst noch richtig übel verletzen, bis sie endlich realisiert, dass sowas nicht geht. :frown:
Hoffen wir mal, dass es nicht so weit kommt - manchmal kommt die Erkenntnis auch noch, ohne dass es dafür weitere ganz große Katastrophen braucht. Vertrauen und "vertrauen wollen" sind dann doch unterschiedliche Dinge und ich denke schon, dass sie das Thema jetzt nicht sofort wieder vergessen wird und hoffentlich für seine Manipulationsversuche sensibilisiert ist. Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, dass alles gut geht und sie dann vielleicht doch den Absprung schafft.

Ach, scheisse, sowas. :knuddel:
 

Benutzer92501  (40)

Meistens hier zu finden
Und zum Thema Frauenhaus: Die Hemmschwelle verstehe ich. Es ist aber halt 'ne bessere Option, als - im worst case - im Krankenhaus zu landen. Aber mei, auch hier: Es ist ihre Entscheidung, große Diskussionen bringen da nichts.

Hallo!

Ja, die Hemmschwelle ist groß. Ich habe mal irgendwo aufgeschnappt, dass eine Frau ca. 6 mal ins Frauenhaus zieht, bis sie bleibt.

Das finde ich wirklich krass. Ebenso, wie die Tatsache, dass sich die Geschichten, wie von Riots Freundin, sich durch alle Schichten der Gesellschaft ziehen.

@ Riot: Du kannst nur für sie da sein, wenn sie Deine Hilfe benötigt und einfach nicht wertend sein. Weder A gegenüber noch dem Verhalten und dem Rückgehen von B.
Eine Trennung dauert leider so lange sie dauert und wenn A es weiter schafft, B erstmal zu blenden und ihr was vorzuspielen, dann ist das so. Du kannst da tatsächlich nur abwarten und ihr dann beistehen, wenn sie Dich wirklich braucht.
Vielleicht schaffst Du das sogar, selbstlos zu tun, ohne enttäuscht zu sein, wenn sie wieder zurück gehen wird.
Aber schütze Dich da bitte selbst. Wenn Du es nicht schaffst, gebe ihr evtl. nur die Telefonnummer des örtlichen Frauenhauses und ziehe Dich zurück. Da wird niemand sauer auf Dich sein, denn der Selbstschutz ist hier für Dich am wichtigsten.

Ich drücke Deiner Freundin und Dir die Daumen, dass ihr beide glimpflich aus der Situation hinaus kommt und Eure Freundschaft diese Problematik übersteht.

LG
Heike
 
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Danke auch für deine Antwort!

Vielleicht sehe ich sie vor Silvester nochmal. Mit uns feiern kann sie leider nicht, wir fahren in ein Hotel, ansonsten hätte ich ihr das natürlich angeboten.

Ich werde versuchen, alles möglichst wertfrei zu besprechen, auch wenn es mir schwerfallen wird. Sie soll sich auf keinen Fall blöd oder nicht mehr von mir respektiert fühlen, damit wäre ja keinem geholfen.

Für mich ist die Thematik völlig neu, ich habe mit Gewalt in Beziehungen keine Erfahrung, daher bin ich so unsicher, wie man am besten reagiert...
 

Benutzer135968 

Sehr bekannt hier
Große Statur, Muskeltraining und ein Selbstvertrauen, was stark durch den Kraftsport gesteigert wurde. Man fühlt sich dann natürlich immer überlegen. Dadurch werden einige schnell übermütig. Darum würde ich mir, wäre ich eine Frau, niemals so einen Mann zulegen. Natürlich wollte er seine Macht demonstrieren. Da frage ich mich auch, wie man immer an solche kommt, da muss man ja fast alles um sich ausblenden. Das läuft immer gleich ab, er wird gewalttätig und dann kommen solcher wieder, sozusagen zu Sinnen, schämen sich vielleicht richtig dafür, aber dann kommt wieder der Alltag und ihr Gehirn schaltet wieder auf die alten Gewohnheiten um. Solche haben dann ihre eigenen Maschen und die weinerliche Weichei-Art ist die oft genutzte.

Hilfe sollte man anbieten, diese aber nicht aufzwingen. Es hängt aber auch mit der generellen Situation zusammen. Wie gewaltbereit ist er, wie psychopathisch ist er, wo kann sie untertauchen. Solche werden oft zu Stalker. Und das man abhaut, oder sich trennen will, sollte man am besten garnicht Aug im Aug verkünden. Einfach abhauen und dann alles abkühlen lassen. Sich danach auch Jahre nicht alleine mit so einer Person treffen, am vorsichtigsten. So hat es die Mutter eines Kumpels gemacht, der Vater des Kumpels soll ein Arschloch gewesen sein, beide haben über Nacht das Haus verlassen.

Vorallem musst du dich ablenken, mach dir nicht zu viele Gedanken da du es doch eh nicht ändern kannst. Jetzt.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Auch wenn es natürlich ziemlich unbefriedigend ist, dass sie wieder zu ihrem Arschloch-Freund zurückgekehrt ist, kannst du sie daran nicht hintern. Immerhin ist sie eine erwachsene Frau.

Aber im Rahmen deiner Möglichkeiten machst du auf jeden Fall alles richtig:
Du bietest ihr weiterhin Hilfe und Unterstützung an und versuchst nicht, den Eindruck zu erwecken, dass du von ihrem Verhalten enttäuscht bist. - Mehr kannst du einfach nicht tun.

Ich kann jedenfalls gut nachvollziehen, wie beschissen sich so etwas anfühlt, seit ich mit ansehen musste, wie ein guter Freund von mir in einer Beziehung war, die ihm psychisch massiv zugesetzt hat - und ich konnte einfach nichts dagegen tun.
Also: Fühle dich mal von mir gedrückt! :knuddel:
 
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