Freund ist drogensüchtig

Benutzer187409  (21)

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Ich weiß einfach nicht was ich machen soll und wie ich mich verhalten soll, ich hoffe, dass irgendwer hier vielleicht helfen kann.



Ich bin jetzt fast 2 Jahre mit meinem Freund zusammen. Er ist süchtig nach Koks. Das wusste ich als wir zusammengekommen sind nicht und ich hätte mich auch nicht auf ihn eingelassen wenn ich das gewusst hätte. Als er mir das dann irgendwann relativ am Anfang gesagt hat, hat er im gelichen Atemzug auch versprochen, dass er damit aufhören will und das er das auch schafft.

Er hat sich im Laufe der Zeit einiges zu Schulden kommen lassen (z.B. hat er sich auf Datingapps angemeldet und seinen Ex-Freundinnen nachgehangen und keine Ahnung was noch da gemacht, er hat mich auch öfter angelogen z.B. darüber wer ihn irgendwo abholt, wo er sich von seiner Ex hat abholen lassen).

Er hat am Anfang auch noch andere Sachen gemacht, die meiner Meinung nach in einer Beziehung nicht gehen und mich sehr verletzt haben, aber das hat er wirklich geändert und in der Hinsicht sich geändert.

Die anderen Sachen die er gemacht hat, schiebt er auf die Sucht und behauptet, dass er das nir gemacht hätte weil er drauf war, ich weiß aber natürlich nicht ob das stimmt…

Aber seine Sucht hat er nicht unter Kontrolle, ich hab ihm so viele Chancen gegeben und er hat sie alle nicht genutzt und ich hab auch nicht wirklich feststellen können, das er es überhaupt versucht hat.



Nach der letzten Scheiße, die er gebaut hat, hab ich ihm gesagt, dass das jetzt seine letzte Chance ist und wenn er nocheinmal kokst oder mich anlügt dann trenne ich mich von ihm.

Vorgestern wollte er dann zu Freunden fahren und „nur“ trinken, da hatte ich schon bedenken, weil er sobald er betrunken ist sich auch Koks besorgen will und die Freunde zu denen er fahren wollte sind, koksen auch, deshalb dachte ich mir schon, dasss das in die Hose geht und hab ihn nochmal daran erinnert, dass es vorbei ist wenn er kokst und er ist trotzdem gefahren.

Es ist natürlich gekommen wie es kommen musste und er hat gekokst, also hab ich mit ihm Schluss gemacht, auch wenn ich ihn liebe, obwohl er mir so oft so doll wehgetan hat.



Jetzt bettelt er mich an ihm noch eine letzte Chance zu geben und das er in Therapie geht und den Kontakt zu allen Freunden, die auch koksen, abbricht.

Als ich ihm bei allen Chancen vorher gesagt hab, dass er genau das machen soll, hat er gesagt, dass das nichts bringt und er das nicht machen wird, aber jetzt plötzlich ist das eine Option für ihn.



Ich bin 20 Jahre alt und hab überhaupt keine Erfahrung mit Sucht und Drogen und kann das alles deshalb auch so schlecht einschätzen und er sagt auch immer, dass ich das nicht verstehn kann.

Aber ich glaube, dass wenn er mich wirklich geliebt hätte, sowas wie mit anderen Frauen flirten etc nicht gemacht hätte, auch wenn er dabei auf Drogen war, kann das aber nicht mit Sicherheit sagen.



Ich hoffe irgendwer hier kann mir irgendwie weiterhelfen oder einen Tipp geben was ich machen soll, ich weiß einfach nicht wie ich mich entscheiden soll.

Danke für jede Antwort
 
G

Benutzer

Gast
Aus Erfahrung kann ich dir raten nicht nochmal mit ihm zusammen zukommen. Ich habe bei meinem Ex damals selbst diesen Fehler immer wieder begangen. Auch wenn die Liebe groß ist und ihr auch schöne Zeiten hattet, sag ich dir, du wirst es später bereuen nicht gegangen zu sein.
Ich kenne einige Leute die auf Drogen sind bzw. waren und dies in ihren Beziehungen nie geklappt hat.
Irgendwann bist du im Geschehen dabei, du wirst immer seine schlechte Laune ab kriegen, alles was schief läuft wird auf dich geschoben, du bist an allem schuld, wenn er mal kein Geld haben sollte dafür, wird er es von dir erwarten und und und. Glaub mir das willst du nicht durchmachen. Da wirst du erst recht nicht mehr so einfach weg können, weil du immer ein schlechtes Gewissen haben wirst und Mitleid und immer helfen wollen.
Sollte es wirklich ernst von ihm sein, dann soll er die Therapie machen und dann kannst du immer noch wenn du es möchtest zu ihm zurück, was ich persönlich aber nicht machen würde. Leider sind die meisten die ich kenne rückfällig geworden und dies macht alle Leute im Umfeld auch kaputt.
Wie gesagt war jetzt nur meine Erfahrung ist natürlich nicht bei jedem so.
Aber wenn du nie mit dem Thema in Berührung gekommen bist, belasse es dabei
 

Benutzer187409  (21)

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einen Entzug will er nicht machen also was genau will er dann mit dir schaffen??

hat er die letzten 2 Jahre irgendein Versprechen je gehalten????

Ich wiederhole mich: lauf ganz schnell und brich den Kontakt ab!!!

2 Jobs werden nicht reichen, um die Sucht zu finanzieren. Da hängst du ganz schnell mit drin. also lauf bei allem was dir lieb und teuer ist!
Naja jetzt behauptet er ja, dass er bereit ist eine Therapie zu machen, ich weiß nicht ob das sich auf einen Entzug in einer Klinik bezieht

Also die Versprechen, die nichts mit den Drogen zu tun hatten, hat er gehalten
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
dann soll er sich JETZT um einen Therapieplatz kümmern, Arzttermine machen etc.

wird er aber nicht. Schließlich ist es draußen schon dunkel und morgen ist auch noch ein Tag.
 

Benutzer186595 

Klickt sich gerne rein
ich fühl mich so schlecht, das ich ihm das ja quasi „antue“
Du tust ihm gar nichts an, er selbst tut sich das an. Ohne Therapie wird er es mit Sicherheit nicht schaffen, auch mit braucht es meist mehrere Anläufe. Und wenn du ihm jetzt entgegen kommst wird seine Motivation wieder weg sein. Er muss erst hart auf dem Boden aufschlagen, um zu merken dass er was ändern muss.
 

Benutzer187409  (21)

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Dann wird er dir das ja sicher innerhalb der nächsten 2-3 Tage beweisen können.
Er kann schon morgen früh in der nächsten Beratungsstelle einen Termin machen.
Ich denke, dass ich ihm sage, dass er sich einen Termin bei einer Beratungsstelle machen soll und dann eine Therapie und im Zweifelsfall auch einen stationären Entzug und wenn er das dann macht also wirklich damit anfängt, dann kann er sich bei mir melden und wir können überlegen ob es noch eine Chance gibt, sonst bleibt es bei der Trennung
Ich glaub halt irgendwie nicht das er das machen wird, aber vielleicht ja doch
 

Benutzer187100  (58)

Sorgt für Gesprächsstoff
D dreamer12345 , bei uns war es so, daß sie einer Therapie zugestimmt hat, wenn ich Druck machte. Sogar Termine ausgemacht und zu Erstgesprächen hinging. Sobald ich aufatmen wollte, sprang sie wieder ab, sie hätte ja kein Alkoholproblem, sondern ich. Wieder und wieder.

Als ich dann endlich Schluss gemacht habe, flossen Tränen und Versprechungen und auch der Vorwurf, sie im Stich zu lassen. Es waren „nur“ 3 gemeinsame Jahre, ich brauchte fast genauso lange, um dieses Gefühl, ihr etwas angetan zu haben weil ich die Beziehung beendet habe, loszuwerden.

Gibt es in deiner Gegend eine Suchtberatungsstelle? Viele bieten auch Beratung für Co-Abhängige an, weil es leider sehr häufig vorkommt, daß Bezugspersonen von Suchtkranken sehr in Mitleidenschaft gezogen werden und emotional daran fast zerbrechen. Es wäre wichtig für dich, nach Hilfe zu suchen. Für dich!
 

Benutzer172636 

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Jetzt bettelt er mich an ihm noch eine letzte Chance zu geben und das er in Therapie geht und den Kontakt zu allen Freunden, die auch koksen, abbricht.
Wenn er das gemacht hat und tatsächlich durch den Entzug in der Einrichtung durch ist, kann er sich wieder bei dir melden. Vorher kannst du es vergessen.
Ich denke, dass ich ihm sage, dass er sich einen Termin bei einer Beratungsstelle machen soll und dann eine Therapie und im Zweifelsfall auch einen stationären Entzug und wenn er das dann macht also wirklich damit anfängt, dann kann er sich bei mir melden und wir können überlegen ob es noch eine Chance gibt, sonst bleibt es bei der Trennung
Ich glaub halt irgendwie nicht das er das machen wird, aber vielleicht ja doch
Gehe davon aus, dass er es nicht tun wird. Rechne nicht damit, warte nicht auf ihn. Wenn er wirklich aufhören will, dann muss er den Schritt auch ohne die Gewissheit machen, dass du zurückkommst, denn nur dann macht er den Entzug, weil er etwas verloren hat und verhindern will, dass ihm diese dämliche Sucht sein Leben weiter kaputtmacht. Ein Entzug für dich, bzw. das Versprechen aufzuhören sind bei ihm erwiesenermaßen wertlos. Das hast du mehrfach gesehen, das weißt du. Es kann erst besser werden, wenn er einsieht, dass er ein gewaltiges Problem hat (an dem Punkt ist er noch nicht, noch ist er nicht tief genug gefallen und wenn er fällt, kannst du ihn weder halten, noch bist du dafür verantwortlich - allein wegen diesem Gedanken würde ich dir schon nahelegen, eine Suchtberatung aufzusuchen. Nicht für ihn, sondern damit du dort nicht emotional reingerissen wirst), im Moment leugnet er es noch.
Versuche, den Schaden von dir fernzuhalten, ziehe die Trennung durch und brich den Kontakt für die nächsten acht bis zehn Monate ab. So lange wird er brauchen, falls er das wirklich angehen möchte, um eine Therapie zu finden, clean zu werden und für sich stabilisierende Strukturen zu schaffen. Wenn er nach diesen zehn Monaten noch clean ist und du noch Interesse hast, könnt ihr euch nochmal zusammensetzen. Vorher richtet allein dein Bleiben schon Schaden an, weil er dann noch eine weitere Person mit reinzieht und du dich als seine Partnerin eben kaum abschirmen kannst.
 

Benutzer187409  (21)

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Wenn er das gemacht hat und tatsächlich durch den Entzug in der Einrichtung durch ist, kann er sich wieder bei dir melden. Vorher kannst du es vergessen.

Gehe davon aus, dass er es nicht tun wird. Rechne nicht damit, warte nicht auf ihn. Wenn er wirklich aufhören will, dann muss er den Schritt auch ohne die Gewissheit machen, dass du zurückkommst, denn nur dann macht er den Entzug, weil er etwas verloren hat und verhindern will, dass ihm diese dämliche Sucht sein Leben weiter kaputtmacht. Ein Entzug für dich, bzw. das Versprechen aufzuhören sind bei ihm erwiesenermaßen wertlos. Das hast du mehrfach gesehen, das weißt du. Es kann erst besser werden, wenn er einsieht, dass er ein gewaltiges Problem hat (an dem Punkt ist er noch nicht, noch ist er nicht tief genug gefallen und wenn er fällt, kannst du ihn weder halten, noch bist du dafür verantwortlich - allein wegen diesem Gedanken würde ich dir schon nahelegen, eine Suchtberatung aufzusuchen. Nicht für ihn, sondern damit du dort nicht emotional reingerissen wirst), im Moment leugnet er es noch.
Versuche, den Schaden von dir fernzuhalten, ziehe die Trennung durch und brich den Kontakt für die nächsten acht bis zehn Monate ab. So lange wird er brauchen, falls er das wirklich angehen möchte, um eine Therapie zu finden, clean zu werden und für sich stabilisierende Strukturen zu schaffen. Wenn er nach diesen zehn Monaten noch clean ist und du noch Interesse hast, könnt ihr euch nochmal zusammensetzen. Vorher richtet allein dein Bleiben schon Schaden an, weil er dann noch eine weitere Person mit reinzieht und du dich als seine Partnerin eben kaum abschirmen kannst.
Was mir Sorgen macht ist, dass er teilweise so depressive Momente hat und mir halt auch gesagt hat, dass er sich umbringen will (das glaub ich macht er nicht wirklich) aber er sagt auch, dass wenn er mich verliert alles egal ist und das er dann auch ein Vollzeit Junkie werden kann und auf alles scheißen kann…
Ich will ja nicht, dass er sein Leben so wegwirft
Aber darauf hab ich ja keinen Einfluss und das kann ich auch irgendwie nicht ändern
 

Benutzer177622 

Verbringt hier viel Zeit
dass er teilweise so depressive Momente hat
Deswegen ist es Koks. Das macht aufgedreht-happy.
Dann sollte er zum Arzt gehen und sich gegen Depressionen behandeln lassen.

mir halt auch gesagt hat, dass er sich umbringen will
Dann sollte er in eine Klinik gehen. Oder wenn er dir gegenüber das zB äußert und danach abhaut, solltest du die Polizei rufen.

das er dann auch ein Vollzeit Junkie werden kann
Das wäre bei Koks jetzt eher außergewöhnlich. Nimmt er noch was anderes? Die "Vollzeitjunkies" machen eher Mischkonsum, weil das permanente überdrehte "Leistungs-High" des Koks nicht zu ertragen ist. Da braucht man dann was, um wieder runterzukommen. Dann ist die Gefahr groß, dass die Depressionen wiederkommen. Von daher - ich glaub's nicht so ganz. Das wird eher Manipulation sein.
 

Benutzer172636 

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Was mir Sorgen macht ist, dass er teilweise so depressive Momente hat und mir halt auch gesagt hat, dass er sich umbringen will (das glaub ich macht er nicht wirklich) aber er sagt auch, dass wenn er mich verliert alles egal ist und das er dann auch ein Vollzeit Junkie werden kann und auf alles scheißen kann…
Ich will ja nicht, dass er sein Leben so wegwirft
Aber darauf hab ich ja keinen Einfluss und das kann ich auch irgendwie nicht ändern
Wenn er dir das schreibt, könntest du ihn erstmal einweisen lassen. Wichtig ist, dass du die gefühlte Verantwortung abgibst oder loswirst. Du kannst nichts verbessern, wenn er dauernd dabei ist, seinen Zustand zu verschlechtern. Wenn er sich umbringt, ist das seine Entscheidung. Wenn er sich keine Hilfe holt, auch.
Du hast es ihm mehrfach gesagt, du hast ihm Hilfe angeboten, aber retten kannst du ihn nicht. Du kannst nur dich selbst schützen. Mehr geht leider nicht. Alles andere hast du leider nicht in der Hand.
Und dass er dann Vollzeitjunkie werden kann ist emotionale Erpressung. Spätestens wenn das kommt, ist es Zeit, den Absprung zu finden. Das ist eine Zone, in der sich sehr schnell Co-Abhängigkeiten bilden. Wende dich an eine Suchtberatung. Die gibt es in jeder größerer Stadt und meistens gibt es dort auch Angebote für Angehörige. Sprich mit den Leuten dort und höre ihnen zu. Schildere deine Situation und lass dir helfen.
Du hast es schon richtig erkannt: Wenn er nicht will und seine Sucht priorisiert, dann hast du keinen Einfluss mehr auf sein Verhalten. Rette dich selbst, so lange du noch einigermaßen schadensfrei dort rauskommst.
 

Benutzer187409  (21)

Ist noch neu hier
Danke, all die Antworten helfen mir echt weiter, ich geb ihm keine Chance mehr bevor er nicht clean ist und dann vielleicht auch nicht je nachdem
Vielleicht geh auch noch zu einer Suchtberatung, da bin ich mir aber noch nicht ganz sicher

Wirklich danke, ihr habt mir sehr geholfen
 

Benutzer174652 

Verbringt hier viel Zeit
... und das schreibst dir jetzt auf einen grossen zettel, und hängst dir übers bett!
 

Benutzer175418  (40)

Öfter im Forum
Das schlimme ist ja, der Betroffene fängt erst dann an wirklich etwas zu ändern wenn er ganz unten angekommen ist.
Solange es noch Menschen in seinem Umfeld gibt die ihn sozusagen "unterstützen" indem sie eine Chance nach der anderen geben oder auf jede Manipulation reinfallen, gibt es doch keinerlei Anlass TATSÄCHLICH etwas zu ändern.
Also tut man dem Betroffenen eigentlich sogar einen Gefallen wenn man ihn fallen lässt. Denn damit bekommt er dann endlich mal die Chance ernsthaft darüber nachzudenken ob er so weiterleben möchte und es riskieren will immer wieder alles zu verlieren.
Ob er diese Chance dann auch nutzt liegt natürlich nur bei ihm alleine. Das kann so oder so niemand von außen beeinflussen.
Und so romantisch die Vorstellung auch ist, aber nur durch Liebe allein bekommt man einen Süchtigen nicht clean.

Beherzige all die guten Ratschläge hier und kümmere dich um dich. Du bist es einfach wert ohne diese enorme Belastung dein Leben leben und genießen zu können.
 

Benutzer82687 

Meistens hier zu finden
Du willst nicht mehr mit ihm zusammen sein, aber hast Angst, dass er es nicht schafft. So ging es mir auch jahrelang. Nur war es Alkohol und ein extrem ungesunden Lebensstil, der Erkrankungen nach sich zog, die vermieden hätten werden können. Ich habe mir aufgrund meines familiären Hintergrunds ständig massiv Sorgen gemacht. Bis ich irgendwann nicht mehr konnte bzw. wollte. Wir waren fast 10 Jahre zusammen. Die Trennung bedeutete entweder er bekommt den Arsch hoch und schafft es allein oder er versinkt. Ich will dir damit Mut machen, denn er hat es, wie ich über Freunde erfahren habe, geschafft. Das tut im Nachhinein sehr, sehr weh, denn es gibt einem das Gefühl, dass man selbst für die Änderung nicht genug Wert war. Andererseits freut es mich sehr für ihn, auch wenn wir keinen Kontakt mehr haben. Vielleicht ergab auch die Dynamik der Beziehung eine Situation in der er sich nicht ändern konnte. Ich bin mir mittlerweile aber sicher, dass er ohne diese Trennung nie da raus gekommen wäre, da ich alles aufgefangen habe. Ich hoffe du bleibst stark, denn er ist für sich selbst verantwortlich und niemand sonst.
 

Benutzer186759  (34)

Sorgt für Gesprächsstoff
Bis ich irgendwann nicht mehr konnte bzw. wollte. Wir waren fast 10 Jahre zusammen. Die Trennung bedeutete entweder er bekommt den Arsch hoch und schafft es allein oder er versinkt. Ich will dir damit Mut machen, denn er hat es, wie ich über Freunde erfahren habe, geschafft. Das tut im Nachhinein sehr, sehr weh, denn es gibt einem das Gefühl, dass man selbst für die Änderung nicht genug Wert war

Das klingt ein wenig nach meiner Ex. Bei uns waren zwar keine Suchtproblematiken im Spiel, sondern ein Burnout+Jobverlust bei mir, aber sie hat mir auch viele Chancen gegeben, versucht was sie konnte, dass ich mir Hilfe hole. Ich habe alles abgeblockt und schleifen lassen und sie konnte dann irgendwann nicht mehr und hat sich getrennt.
Das war für sie auch unheimlich schwer, aber das war irgendwie der Tritt, den ich gebraucht habe.

Eventuell ist es dir und auch der TE ein Trost aus Sicht eines "wegen Problemen Verlassenen" zu hören:
Im Grunde seid genau ihr der Grund, warum sich der Verlassene geändert hat! Euer Mut hat ihnen die Augen geöffnet, klar gemacht, dass es so nicht weiter gehen kann, weil man sonst alles verliert, was einem wichtig ist.
Ich bin jedenfalls inzwischen sehr dankbar dafür, dass meine Ex den Schritt gemacht hat. Ich hätte sie nur weiter runtergezogen und meinen Arsch wohl nicht hochbekommen, weil ich zu stur war. Dank ihrers Mutes, fand ich auch meinen wieder.

Also liebe TE: Wenn du auf dich hörst und dich abkapselst, besteht trotzdem die Chance, dass dein (Ex)Freund das hinbekommt. Es könnte genau der Tritt sein, den er braucht.

Mach dich also nicht verrückt und lass dich nicht runterziehen!
 

Benutzer186526  (32)

Klickt sich gerne rein
Einen Entzug würde bei seinem Problem nichts bringen, er ist ja psychisch abhängig ( ist bei Koks eigentlich immer so) und nicht physisch. Da er aber nicht aufhören kann sollte er eine Therapie beginnen und da würde es auch niemand mitbekommen da er ja nicht stationär aufgenommen wird. Da sein Freundeskreis allerdings auch konsumiert müsste er sich von da verhalten. Ich persönlich weiß was es bedeutet abhängig zu sein physisch wie psychisch. Hab es ohne Therapie oder begleitenden entzug hinbekommen aufzuhören aber das kann nicht jeder und deshalb möchte ich dir auch nicht raten dich einfach so wieder auf ihn einzulassen. Außerdem habt ihr so wie es sich anhört eh noch mehr Probleme als nur Koks. Du schreibst ja nicht genau was aber ihr schiebt es wohl auf das Koks. Aus Erfahrung kann ich dir sagen das man sich auf Koks ziemlich gut unter kontrolle hat und nicht so einen Kontrollverlust wie auf Alkohol hat. Mischkonsum ist natürlich wieder etwas anders da dann irgendwann der Alkohol dominiert also Kontrollverlust. Er scheint dann wohl auch ein Problem mit seiner Kontrolle und Alkohol zu haben. Falls du dich doch nochmals für ihn entscheiden solltest muss er unbedingt abstinent sein und am besten eine Therapie machen. Kauf dir auf Amazon Urin Drogentest für Kokain und schau ihm dabei zu wie er sie macht. Er darf nicht mehr zu seinen Freunden da er ja schon bewiesen hat wie schnell er da schwach wird. Seine Freunde könnte ihn jederzeit zu einem Rückfall führen da nicht jeder so stark ist und nein sagen kann. Erstmal würde ich die Trennung aufrecht halten bis er beweisen kann damit aufgehört zu haben
 

Benutzer187409  (21)

Ist noch neu hier
Ich hab ihm jetzt gesagt, dass er zur Beratung gehen soll und dann Therapie oder Entzug machen soll und er meinte, dass er da dann noch diese Woche hingehen will.
Jetzt sagt er aber die ganze Zeit, das er das ohne Unterstützung nicht schafft und das ich ihm helfen soll und er mich braucht. Jeder außer mir, der davon weiß, konsumiert das selber und deshalb meint er, dass er das nicht ohne mich kann.
Ich bin einfach hin und her gerissen weil er sich ja anscheinend wirklich darauf einlässt und das ändern will, andererseits hat die Sucht schon so viel kaputt gemacht und ich will natürlich auch nicht weiter verletzt werden.
Und weiter mit ihm Kontakt zu haben und ihm dabei zu helfen ohne mit ihm zusammen zu sein erscheint mir irgendwie komisch und für ihn ist es dann ja auch wuasi wie vorher
 

Benutzer187100  (58)

Sorgt für Gesprächsstoff
Es ist wirklich schwer, dir da einen Rat zu geben, wenn die eigenen Erfahrungen sich quasi wie ein Filter vor deine Situation schieben, D dreamer12345 . Wie gesagt, ich habe das Ganze mehrmals durchgemacht mit meiner Ex, bis ich begriffen hatte, daß es einfach sinnlos war. Natürlich könntest du ihn dort "abliefern" und dann sagen: "Jetzt sieh selber zu, daß du deinen Weg gehst, an dieser Stelle Tschüß", aber wenn sich das für dich falsch anfühlt, würde ich es nicht tun.

Und natürlich könnte man jetzt überlegen, ob dein Freund zu den Ausnahmen gehören könnte, bei denen das alles ganz anders läuft. Nur: genau diese Überlegungen sind ja Teil des Systems Sucht. Was, wenn du nicht mitgehst? Dann bist Du "Schuld", weil er nicht aufhören konnte. Was, wenn du mitgehst und dann sagst: "Hier endet meine Verantwortung dir gegenüber"? Auch dann kann er dir die Schuld geben.

Sucht hat sehr, sehr viel mit Schuldzuweisungen anderen gegenüber zu tun, Sucht enthält immer auch den Versuch, sich der Verantwortung für das eigene Leben, Kummer, Ängsten zu entziehen, und auch wenn es Momente der Einsicht gibt: diese "Schuldverlagerung" bzw. Weigerung, für sich selbst Verantwortung zu übernehmen, ist eines der Symptome für Sucht.

Deshalb würde ich hier raten: Setz den Schlußpunkt. Jetzt. Vorwürfe werden kommen, ganz egal, was du tust. Sie werden aufhören, je eher du den eindeutigen Schlußpunkt setzt.
 
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