Freund im Militär

G

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Gast
Hallo zusammen,

ich weiss, dass es schon zig Beiträge zu diesem Thema gibt, aber ich würde es mir doch gerne mal "von der Seele schreiben".

Erstmal etwas zu uns: mein Freund (20) und ich (18) sind seit fast 1.5 Jahren zusammen. Unsere Beziehung könnte mMn eigentlich nicht besser laufen - wir verstehen uns (meistens) super, sind noch so wild auf uns wie am 1. Tag:zwinker:, und ergänzen uns auch sonst sehr gut.

Vor einem Monat bin ich in meine eigene Wohnung gezogen und er ist - aus familiären Gründen - auch gerade mit eingezogen. So habe ich mich daran gewöhnt, dass ich es nicht mehr erwarten konnte, bis ich abends nach Hause zu ihm gehen konnte, wo wir dann immer zusammen kochten und eine schöne Zeit hatten. :smile: Es gab nichts schöneres, als jeden Abend in seinen Armen einzuschlafen :zwinker:

Nun musste er aber am Anfang dieser Woche in die Armee einrücken - für die nächsten 9 Monate. Das bedeutet, dass ich seine Anwesenheit nur noch von Samstag morgens bis Sonntag abends geniessen kann.
Wie ihr euch denken könnt, nimmt mich das ziemlich mit, dass ich nun plötzlich jeden Abend alleine bin. Ich weiss, ich weiss, wir sehen uns "immerhin" jedes Wochenende, aber nach 1.5 Jahren, wo wir uns fast täglich gesehen haben ist es doch eine Umstellung. Natürlich versuche ich jetzt die positiven Seiten zu sehen, da ich eiiiigentlich eine selbstbewusste Person bin, die auf eigenen Füssen stehen kann :tongue: - ich habe mehr Zeit für mich, ich habe auch Freunde die ich einladen kann usw.
Und doch fehlt mir irgendein Hobby oder ähnliches - als kleine Anmerkung: keinen Sport :zwinker: hat jemand vielleicht eine interessante Idee, mit der ich mich an zb. einen Abend in der Woche "ablenken" kann?

Dann kommt natürlich noch die andere Frage in mir auf - kann unsere Beziehung diese schrecklich langen 9 Monate überleben?! Ich habe ziemliche Angst, dass wir uns immer mehr von einander distanzieren, ich merke es schon jetzt; wenn ich Glück habe, bekomme ich pro Tag 2 SMS (ja ich weiss, es ist nicht so wenig:tongue:) - aber ich erfahre nicht was er denkt, wie er sich fühlt, was er gerade macht, ich kann ihn nicht aufmuntern, der Kontakt ist irgendwie so unpersönlich.(nein, ich will ihn nicht stalken, falls das jetzt so rüberkommt:grin:) Ich hoffe, ihr versteht was ich meine :zwinker:

Hat jemand hier ähnliche Erfahrungen gemacht? Dass einem der Freund von einem Tag auf den anderen so "weggenommen" wurde, nachdem man lange Zeit so engen Kontakt zueinander hatte? Und wie ist es weitergegangen?

Danke schon mal für die Antworten :zwinker:

LG
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Na ja das tägliche Sehen war ja jetzt nur 1 Monat, vorher wars ja sicherlich auch anders oder nicht?
Nach 1 Monat ist natürlich alles noch toll. Dass der Alltag einkehrt und man sich auch mal nervt, wenn man sich jeden Abend sieht, das kommt erst später. :zwinker:

Was du machen kannst, da gibts viele Möglichkeiten: Schau dir das Programm der Volkshochschulen an, evtl. kannst du noch in einen Kurs einsteigen. Oder es gibt auch andere Schulen und Schularten, wo du Sprach- oder Computerkurse machen kannst. Lern ein Instrument, geh zum Bowling oder was auch immer. Es muss ja nicht Marathonlauf sein. :zwinker:

Die Umstellung dauert sicher eine Weile, aber das wird schon.
Ich hatte 4,5 Jahre eine WE-Beziehung und ich dachte sonntags immer, dass ich es nie und nimmer bis nächsten Freitag aushalte und dann war der Freitag doch viel schneller da als ich es erwartet hätte. :smile:

Und heute, wo ich meinen Partner bis auf wenige Ausnahmen jeden Tag sehe und ihn jeden Abend um mich habe (und das seit über 2 Jahren), da bin ich mitunter auch mal froh, wenn er 2 oder 3 Tage beruflich weg ist und ich einfach meine Ruhe habe. :tongue:

Konzentrier dich in der Zeit einfach auf dich und beschäftige dich so gut wie möglich, dann wird die Wartezeit nicht so lang.
 
L

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Gast
Natürlich dauert die Umstellung jetzt ein wenig. Wichtig ist,dass du nicht nur wartest, sondern weiterlebst und dich beschäftigst. Aber 9 Monate gehen recht schnell vorbei. Und wenn er erstmal mit der Grundausbildung fertig ist,dann hat er auch mehr Zeit. Dann könnt ihr auch telefonieren usw. Wobei ich sagen muss, dass 2 SMS pro Tag eine gute Leistung sind, wenn man bedenkt, dass er erst seit Anfang der Woche beim Bund ist :smile:.
Off-Topic:
Ich frag mich aber gerade, wieso er im November überhaupt einberufen wird?
 

Benutzer95608 

Planet-Liebe Berühmtheit
... kann unsere Beziehung diese schrecklich langen 9 Monate überleben?! Ich habe ziemliche Angst, dass wir uns immer mehr von einander distanzieren, ich merke es schon jetzt; wenn ich Glück habe, bekomme ich pro Tag 2 SMS (ja ich weiss, es ist nicht so wenig:tongue:) - aber ich erfahre nicht was er denkt, wie er sich fühlt, was er gerade macht, ich kann ihn nicht aufmuntern, der Kontakt ist irgendwie so unpersönlich.(nein, ich will ihn nicht stalken, falls das jetzt so rüberkommt:grin:) Ich hoffe, ihr versteht was ich meine :zwinker:

Hallöchen, ich habe zwar keine ähnlichen Erfahrungen aber mein Schatz ist seit über 20 Jahren beim Bund (und wir sind nicht mal drei Jahre ein paar) ... er sagt immer: das schönste ist für einen Soldaten heimzukommen ... zu einer Frau, die unkompliziert ist und einem nicht noch das bisschen Freizeit vermiest, das man hat, durch Zickigkeit, Traurigkeit, schwierige Gespräche etc. ...

Du musst bedenken, dass für ihn die Umstellung noch vieeeel krasser ist, als für Dich ... ein 8-Stunden-Arbeits-Tag ist keine Selbstverständlichkeit ... ne neee - da wird mann ganz schön gescheucht und insgesamt ist es kein Zuckerschlecken und manche Standorte sind unterkunftstechnisch richtig ätzend (40 Jahre alte sanitäre Anlagen beispielsweise) ... abgesehen von überhaupt dem ganzen Gedöhns, was die Männer sich da so reinziehen müssen.

Lass Deinem Schatz einfach Luft ... wenn ihr wieder richtig zueinander gefunden habt, könntet ihr jeden zweiten Abend camchatten oder so was - je nachdem wann er Dienst hat.
 
C

Benutzer

Gast
Also mein Freund ist ja momentan auch bei der Bundeswehr und ich dachte am Anfang auch: "Oh Gott, wie soll ich das überleben?" Aber ich muss sagen, dass man sich da echt leicht dran gewöhnt. Also ich bin halt immer unterwegs unter der Woche: feiern, Uni und so weiter und das Wochenende nutzen mein Freund und ich dann ganz intensiv. Wir sind dann bei ihm und seiner Familie zu Hause, gehen mit Freunden feiern, machen was mit meiner Familie und nehmen uns Zeit zu 2. Das finde ich auch ganz wichtig, dass du dich am Wochenende dann so gut es geht, nach ihm richten solltest. Er hat nämlich ne ziemlich anstrengende Woche und braucht daheim den Rückhalt.

Lass es einfach auf dich zu kommen und du wirst sehen: Alles halb so schlimm!!!
 

Benutzer100889  (30)

Sorgt für Gesprächsstoff
Mein Freund war nach dem Abi 12 Monate beim Bund. Wir haben in der Zeit davor auch jeden Tag miteinander zu tun gehabt und beieinander übernachtet. Und am Anfang gab es auch viele Tränen wenn wir Sonntagabends am Bahnhof standen und ich ihn wieder fahren lassen musste. Wir haben zwar versucht jeden Abend zu telefonieren, aber er war natürlich immer ziemlich k.o. und irgendwann kam dann das Problem auf, das man ja eigentlich in 2 verschiedenen Welten lebt, er hat mir von Dingen erzählt von denen ich keine Ahnung hatte und darum auch nicht viel dazu sagen konnte. Er wiederrum fand es auch nicht schön zu hören, dass ich immer mit anderen Leuten unterwegs und er nie dabei sein konnte.
Er hatte auch viele Hobbys und das dann miteinander an 2 Tagen im Wochenende zu vereinen war schwierig. Ich hab mich jeden Freitag Abend aufs Neue gefreut, ihn wiederzusehen, aber die wenige Zeit dann auch noch mit seinen Freunden und seinen Hobbys zu teilen, war oft Streitauslöser.
Aber wir haben die 12 Monate überstanden, es gab zwar viele Hochs und Tiefs, aber man lernt den anderen und die Zeit mit ihm noch mehr zu schätzen, wenn es davon so wenig gibt :smile:
Also Kopf hoch...ihr schafft das
 
D

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Gast
Ich durfte ja noch 15 Monate beim Bund bleiben....es hatte der damaligen Beziehung nicht gut getan, nach einem halben Jahr wars dann auch aus, obwohl wir uns jedes Wochenende sahen und auch Seitenlange Briefe geschrieben hatten.
Es kommt auf euch beide an, jeder ist da anders, jede Beziehung anders. Wenn du dich versuchst abzulenken wird es schon klappen.
Natürlich sind die Erwartungen an den Tagen, an denen man sich sieht sehr hoch. Es kommt schnell zu Meinungsverschiedenheiten. Er ist ja aus seiner bekannten Umgebung raus und kann sicherlich auch nicht ganz abschalten. Du wiederum glaubst meinen zu können, dass er gleich wieder voll da sein muss.
Das geht leider sehr schlecht, gerade der Bund ist ein 24/7 ner Job - man richtet ales darauf aus und ein.
Da bleiben Gedanken, Sorgen und Nöte im Hinterkopf - wenn dann kommen diese Dinge erst am Wochenende, ausgerechnet wenn man frei hat und bei der Freundin ist alle hoch.

9 Monate sind wirklich keine Zeit, aber Zeit genug um vieles zu ändern und "kaputt zu machen".
Ihr solltet das als eine Ausnahmezeit sehen, wirklich nicht zu hohe Erwartungen haben und viel für die Zeit danach planen! Man muss sich zu nichts genötigt fühlen, du hast die Woche Zeit dich "auszutoben" und das muss nicht grade sein, wenn er da ist und dann keine Lust hat, "rauszukommen".

Übertreibt es nicht mit den SMS und den "vermissdichhabdichlieb" Bekundungen (soll nicht jetzt Negativ bewertet sein!) vielleicht tut es jedem mal gut, wenn er Allein ist - Gedanken an den Partner sind immer da und man kann sich wirklich in Ruhe gedanklich mal frei machen.....
Sonst bleibt nur der gute alte Brief - oder aber schreibe auf, was dich bewegt, was du ihn fragen möchtest usw......Das ist persönlicher und "bindet" euch irgendwie - wenigstens Gedanklich. Ne SMS ist schnell weg und vergessen......:zwinker:

9 Monate....das schafft ihr schon.
 
G

Benutzer

Gast
Danke vielmals für die Antworten - ich hoffe, dass ich mich so gut an die Umstellung gewöhnen kann wie ihr sagt.

Ja, wir haben ja immer noch das Wochenende, das dann schön wird (hoffe ich ^^), aber ich möchte auch, dass er zB. abends etwas nur mit seinen Freunden unternimmt, ohne dass ich ständig um ihn "herumtänzle" - so haben wir das auch früher immer gemacht, also ich will ihn nicht das ganze Wochenende beanspruchen und mit meiner Liebesbedürftigkeit überfordern :tongue::zwinker: naja, mal sehen wies wird...

Off-Topic:
Ich frag mich aber gerade, wieso er im November überhaupt einberufen wird?
Ich komme aus der Schweiz, und hier gibt es soviel ich weiss das "Winter" und das "Sommer"-Militär, also entweder beginnt man die Rekrutenschule im Nov. oder im Sommer einmal.

und irgendwann kam dann das Problem auf, das man ja eigentlich in 2 verschiedenen Welten lebt, er hat mir von Dingen erzählt von denen ich keine Ahnung hatte und darum auch nicht viel dazu sagen konnte. Er wiederrum fand es auch nicht schön zu hören, dass ich immer mit anderen Leuten unterwegs und er nie dabei sein konnte.
genau das ist die Angst, die ich habe, dass wir uns dann so von uns distanzieren, uns plötzlich die Gesprächsthemen ausgehen. Und dass er sich - unter so vielen, zT. recht speziellen :tongue:, Männern auch (negativ) verändert.



tja wenn es die beziehung nicht überlebt war sie eh nicht gut.

ja, ich wusste genau, dass so eine Aussage kommt. :zwinker: da kann schnell mal jemand sagen "die Beziehung war eh nicht gut". Falls sie in den kommenden Monaten zerbricht, würde ich sagen, dass der Grund dafür ist, dass wir uns entfremden. Und nicht, dass wir bis jetzt keine gute, starke Beziehung hatten :smile:
 

Benutzer93180 

Verbringt hier viel Zeit
Normalerweise entfremdet man sich nicht so einfach, wenn man sich unter der Woche nicht sieht Ist zumindest meine Meinung.
Klar ist es ne Umstellung, wenn ihr vorher mehr oder weniger ständig aufeinandergehockt habt aber es ist ja nun auch nicht so, dass ihr euch wochenlang nicht seht. Wenn bei euch in der Schweiz die Ausbildung beim Militär ähnlich wie in Deutschland abläuft mit ner dreimonatigen Grundausbildung werden die ersten drei Monate sicher für deinen Freund ziemlich anstrengend und er wird keine Zeit haben für lange Telefonate oder ähnliches. Mein Bruder war beim Bund und die ersten Monate waren hart aber ihm hat es Spaß gemacht und er kam am Wochenende immer mit den tollsten Geschichten nach hause und ich hab ihm immer gerne zugehört. Ist halt auch ne Frage der eigenen Einstellung. Wenn du generell sagst "ah Militär find ich total scheiße da hab ich keinen Bock mir stundenlang irgendwelche Geschichten anzuhören" ist das natürlich blöd. Denn ich bin mir sicher, dass dein Freund viel zu erzählen hat. Ist ja logisch wenn man so viel Zeit verbringt und alles neu ist.
Wieso sollten die Gesprächsthemen ausgehen, wenn ihr nicht mehr nur über die Dinge reden könnt, die ihr gemeinsam erlebt. Gespräche wo der Partner über die Sachen erzählt, die er erlebt hat sind doch viel spannender als sich gegenseitig was zu erzählen das man sowieso schon weiß.

Und dass er sich - unter so vielen, zT. recht speziellen , Männern auch (negativ) verändert

Was genau meinst du denn mit "recht speziellen Männern"?
Sicher kann es passieren, dass er sich verändert aber das kann genau so passieren wenn er sein Studium oder Ausbildung anfängt oder einen sonstigen neuen Lebensabschnitt beginnt.

Im Übrigen, auch wenn das nicht das ist was du hören willst, bin ich der Meinung, dass wenn man sich entfremdet nur weil man sich 9 Monate lang mal nur am Wochenende sieht und nicht derselben Beschäftigung nachgeht schon entfremdet die Beziehung auch nicht so besonders gut und stark gewesen sein kann.

Aber warte doch erstmal ab und mach dir nicht so viele Gedanken :smile:
Wegen dem Hobby nach dem du suchst. Gibt es bei euch sowas wie Volkshochschulen, wo man alle möglichen Kurse belegen kann? Wenn ja mach dich doch mal schlau und guck ob es da irgendwas gibt was dich interessiert. Kochkurs oder irgendnen Sprachkurs, Malkurs, da gibts ja ne ganze Menge Dinge. Oder nimm dir einen Abend in der Woche wo du nen ganz bestimmtes Buch liest oder such dir nen paar Filme raus, die du schon immer mal gucken wolltest und dann schaust du jede Woche einen davon. Du sagst zwar du magst kein Sport aber was ich total gerne mache (obwohl ich normalerweise net so gerne Sport mache) ist einfach mal abnds ne Runde schwimmen zu gehen. Grad wenns schon draußen schon dunkel ist ist das immer ganz schön, wenn dann die Lichter an sind und wenn ich dann ne halbe Stunde geschwommen bin geh ich immer noch ne Runde in den Whirlpool. Vielleicht wäre das ja auch was für dich.
Ansonsten vielleicht einen festen Abend mit ner Freundin ausmachen, wo ihr euch trefft und irgendwas macht. Oder vielleicht gibts ja irgendne Serie die du gerne guckst die unter der Woche abends im Fernsehen läuft. Ich guck zum Beispiel immer total gerne Desperate Housewives. Mittwochs ist dann immer mein Fernsehabend. Da mach ich mir irgendwas leckeres zu Essen und dann hau ich mich gemütlich vorn Fernseher. Hmm..mehr fällt mir grad nicht ein aber vielleicht kannst du ja mit einer oder zwei Ideen was anfangen :smile:
 
G

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Gast
Danke für die Antwort, hier erst mal meine :zwinker:

Mein Bruder war beim Bund und die ersten Monate waren hart aber ihm hat es Spaß gemacht und er kam am Wochenende immer mit den tollsten Geschichten nach hause und ich hab ihm immer gerne zugehört. Ist halt auch ne Frage der eigenen Einstellung. Wenn du generell sagst "ah Militär find ich total scheiße da hab ich keinen Bock mir stundenlang irgendwelche Geschichten anzuhören" ist das natürlich blöd. Denn ich bin mir sicher, dass dein Freund viel zu erzählen hat. Ist ja logisch wenn man so viel Zeit verbringt und alles neu ist.

Ja, das ist eines von den Problemen - ich bin absolut strikte Gegnerin des Militärs und finde nichts sinnloser als dieser "Verein". Aber ja, jedem die seine Meinung. Auch wenn es mir nicht so passt, ständig Geschichten übers Militär anzuhören, werde ich es natürlich trotzdem tun, denn schliesslich interessiere ich mich ja dafür, was er so erlebt usw. Mein Freund war zwar nie richtig begeistert vom Militär, aber er versuchte sich trotzdem positiv einzustellen, aber was ich bis jetzt vernommen habe passt es ihm nicht wirklich dort(v.a. da er auch ein Mensch ist, der mit solch extremer Autorität über ihm nicht ganz klar kommt - eher der "selbstbestimmende" Typ :zwinker:)

Was genau meinst du denn mit "recht speziellen Männern"?
Diese Einstellung hängt jetz vermutlich auch ein bisschen mit meiner Ablehnung gegen das Militär zusammen :zwinker: aber grundsätzlich habe ich bemerkt, dass Leute aus meinem Freundeskreis, als sie im Militär waren eher so "machohaft" wurden, so männliches Geprotze und Getue, und wer ist der bessere und männlichere usw., so wie es halt oft unter vielen Männern ist.
Nicht so mein Ding ^^


Im Übrigen, auch wenn das nicht das ist was du hören willst, bin ich der Meinung, dass wenn man sich entfremdet nur weil man sich 9 Monate lang mal nur am Wochenende sieht und nicht derselben Beschäftigung nachgeht schon entfremdet die Beziehung auch nicht so besonders gut und stark gewesen sein kann.

Es geht mir ja auch nicht darum, weil wir uns nur am WE sehen können. Meistens gehen Beziehungen ja zu Bruch, weil man sich voneinander distanziert und es passt halt einfach nicht mehr richtig. Und ich denke schon, dass das Risiko etwas erhöht ist, wenn man in sozusagen 2 verschiedenen Welten lebt. Ich bin auch keine Person die sich jetzt gleich auf andere Männer stürzt, nur weil er nicht mehr da ist, wenn du verstehst was ich meine.

Und danke für die Tipps, ich schau mal was ich sonst finde (so Kurse würden mich schon interessieren, aber die kosten leider auch immer ziemlich viel *geizkragen* :tongue:) :smile:
 

Benutzer93180 

Verbringt hier viel Zeit
v.a. da er auch ein Mensch ist, der mit solch extremer Autorität über ihm nicht ganz klar kommt - eher der "selbstbestimmende" Typ :zwinker:

Hmm ja, ging meinem Bruder ähnlich. Er hat oft versucht mit den Ausbildern zu diskutieren und dann eins auf den Deckel bekommen. Beim Militär hat halt immer der der über dir steht das Sagen egal was er für ne Dumpfbacke ist und ob du nun der Meinung bist er hätte Unrecht und deine Meinung wäre die Bessere. Aber wenn man sich vorstellt wie es im Falle eines Krieges ist ist es ja logisch, dass man da nicht groß rumdiskutieren kann und so wird das dann in der Ausbildung natürlich auch gehandhabt. Das ist natürlich unglaublich gewöhnungsbedürftig, wenn man es von seinem eigenen Umfeld anders kennt.

Diese Einstellung hängt jetz vermutlich auch ein bisschen mit meiner Ablehnung gegen das Militär zusammen :zwinker: aber grundsätzlich habe ich bemerkt, dass Leute aus meinem Freundeskreis, als sie im Militär waren eher so "machohaft" wurden, so männliches Geprotze und Getue, und wer ist der bessere und männlichere usw., so wie es halt oft unter vielen Männern ist.
Nicht so mein Ding ^^

Naja, ich bin der Meinung wenn jemand ne einigermaßen gefestigte Persönlichkeit hat dann wird sich diese in den 9 Monaten beim Bund nicht um 180° verändern. Generell verhalten sich Jungs unter Jungs ja aber immer anders als wenn sie mit der Freundin zusammen sind, wenn du verstehst was ich meine. Da wird dein Freund bestimmt auch keine Ausnahme sein aber wie er sich da mit den Jungs beim Militär verhält kriegst du ja eh nicht mit.

Generell würde ich das Militär allerdings jetzt nicht als so schlecht für deinen Freund betrachten. Ich kann natürlich nur von den Erfahrungen sprechen, die ich so bei meinem Bruder mitbekommen habe aber er war selber der Meinung, dass seine Zeit beim Bund eine war in der er viel gelernt und auch erlebt hat. Es ist seinen Aussagen zufolge ne völlig andere Welt und sowas mal kennenzulernen halte ich nicht unbedingt für schlecht. Für mich fällt sowas unter "seinen Horizont erweitern" und egal, ob es einem dort gefällt oder man es nicht toll findet, man nimmt was mit und das ist immer was wert. So sehe ich das zumindest und mein Bruder hat es auch so empfunden, obwohl er am Anfang auch nicht zum Bund wollte und es eigentlich darauf ausgelegt hatte ausgemustert zu werden und auch sonst nicht der engstirinige autoritätshörige Mensch ist, ganz im Gegenteil.

Es geht mir ja auch nicht darum, weil wir uns nur am WE sehen können. Meistens gehen Beziehungen ja zu Bruch, weil man sich voneinander distanziert und es passt halt einfach nicht mehr richtig. Und ich denke schon, dass das Risiko etwas erhöht ist, wenn man in sozusagen 2 verschiedenen Welten lebt.

Klar ist das Risiko, dass man sich irgendwie entfremdet erhöht, wenn man in zwei verschiedenen Welten lebt und nicht mehr zu 100% oder auch nur 90% den gleichen Alltag hat. Aber mal ganz im Ernst. Das Militär ist eine von hundert Sachen. Das hat in meinen Augen nichts mit dem Militä an sich zu tun. Dieselbe Angst müsstest du ja dann auch haben, wenn er anfängt zu studieren (falls er das tut) und einen neuen Lebensabschnitt beginnt. Das Leben verändert sich nunmal. Gerade in unserem Alltag bleibt man nicht am Fleck stehen, man verändert sich, entwickelt sich weiter und natürlich sit das gleichzeitig auch immer ein gewisser Risikofaktor für eine Beziehung, weil man nie weiß, ob sich der andere in dieselbe Richtung entwickelt oder plötzlich völlig andere Interessen und Lebensvorstellungen entwickelt. So ist das halt. Ne Garantie, dass alles so bleibt wie es ist hast du nie. Egal, ob er jetzt 9 Monate beim Bund ist oder nicht.
 

Benutzer100557 

Meistens hier zu finden
@ Ion2

Also verstehen kann ich das schon, war ja selber beim Bund gewesen.
Hatte eigentlich so gesehen damals genau das gleiche "Problem" wie du (Ihr)
Ich kann nur dazu sagen wir haben és damals geschafft,klar ist es zu anfang schwer aber mit der Zeit pegelt sich das ein und man versucht einfach nur das bisschen was einem an gemeinsamer Zeit bleibt voll auszukosten.
Ich fand es damals auch nicht leicht bzw. schön solange bzw. dauerhaft getrennt von ihr gewesen zu sein aber ich hab mich mit der Zeit daran gewöhnt wobei sie auch ihren Teil zu beigetragen hat. Ich war ja ziemlich in der nähe von ihr stationiert und wenn ich mal ausgang bekommen habe dann hat man sich auch ab und an mal getroffen in der Stadt auf einen Kaffee oder Kino oder sowas.
Lerne einfach damit umzugehen,sprich mit ihm drüber wie er sich dabei fühlt. Reden darüber miteinander sowas hilft ungemein. Vielleicht denkt er genau so wie du und ihr könnt vielleicht einen Kompromiss machen wie man die gemeinsame Zeit voll auskosten kann.
 

Benutzer92896 

Verbringt hier viel Zeit
Hallo :smile:
Also mein Freund ist auch bei der Bundeswehr. Und das für die nächsten 6 Jahre. (Er hat sich für 12 Jahre verpflichten lassen). Wir sehen uns oft nur ein Wochennede im Monat weil es einfach zu teuer ist jedes Wochenende von 350km hin, und 350km zurück zu fahren. Aber es klappt super :smile:
Also mach dir um die 9 Monate keinen Kopf :zwinker:
 

Benutzer93180 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Wir sehen uns oft nur ein Wochennede im Monat weil es einfach zu teuer ist jedes Wochenende von 350km hin, und 350km zurück zu fahren.

Kriegt dein Freund kein Bahnticket von der Bundeswehr? Normalerweise kriegt man doch beim Bund nen Ticket mit dem man kostenlos vom Kasernenort bis zum Wohnsitzort fahren kann.
 
G

Benutzer

Gast
Hallo, danke noch für die weiteren Antworten :smile:

wollte nur mal einen kleinen Zwischenbericht erstatten, falls es jemanden interessiert :zwinker:

Ich komme eigentlich nicht schlecht zurecht, u.A. da ich auch nur ca. 4 "wache" Stunden zu Hause bin und sonst auf der Arbeit :tongue:
auf eine Weise kann ich mich auch selbst beschäftigen und heute kommt zb. eine Freundin zu mir. Ich bin eigentlich auch ein Mensch, der nicht gar nicht so ungerne allein ist.

Aber.... trotzdem macht es mich extrem traurig, wenn ich daran denke, wie es vorher war und was sich nun verändert. Wir haben kaum Zeit für "spontane" Aktionen, was wir früher abends immer gemacht haben oder sonst wenn wir frei hatten; gemeinsam in die Stadt gehen, spazieren, zusammen Abendessen kochen (ich bringe abends ehrlichgesagt kaum einen Bissen mehr runter, wenn ich alleine essen muss, obwohl ich sonst mehrere Portionen verdrücke...), Spiele spielen, kuscheln.... :frown:

Das Wochenende geht so unglaublich schnell vorbei, und schliesslich will ich es ja nicht "durchplanen". Aber doch habe ich zB. am Sonntag morgen wenn wir ausschlafen das Gefühl, dass uns die Zeit wieder davon rennt und wir schlussendlich nicht so viel tolles gemacht haben.

Tut mir leid, wenn mein Text ein bisschen verwirrend ist :zwinker: aber ich hoffe ihr versteht.
 

Benutzer25573 

Verbringt hier viel Zeit
Liebe TS,
ich kenne deine Situation nur allzu gut.
Als ich mit 15 mit meinem allerersten Freund zusammen war, und dieser zum Bund gehen wollte, haben wir uns so sehr darüber gestritten, dass unsere Beziehung darunter zerbrochen ist. Ich war immer eine "Gegnerin" vom Militär, Krieg und all dem drumherum, und kann es auch heute noch nicht leiden.
Und trotzdem bin ich seit 1 1/2 Jahren mit einem Soldaten zusammen.
Die ersten 3 Monate unserer Beziehung haben wir jeden Tag miteinander verbracht, viel (auch mit Freunden) unternommen und sind unheimlich zusammengewachsen. naja, und dann musste er für 1 Jahr nach Afghanistan.
Keine schöne Situation, wir hatten auch Angst, wir könnten uns entfremden, ihm könnte etwas passieren oder man verguckt sich in jemand anderen. Aber auch das Jahr verging (rückblickend) sehr schnell. Anfang August ist er wiedergekommen, nach ein paar Anfangsschwierigkeiten haben wir wieder vollkommen zueinander gefunden und es klappt wunderbar.
Jetzt wohne ich seit Mitte Oktober wieder an meinem Studienort und wir führen eine Wochenendbeziehung. Freitagabend nach Dienstschluss (meist zwischen 18 und 19 Uhr) sehen wir uns und Sonntag Mittag muss ich wieder zurückfahren.

natürlich ist es nicht ideal, aber auch diese Zeit geht um :smile: Glaub mir, die 9 Monate werden schneller vorbei sein als geglaubt. Verabrede dich einfach häufiger mit Freunden, geh einem Hobby nach und freu dich letzten Endes auf das Wochenende. Aber wenn du zu sehr "an ihm klebst" ist es verständlich, dass die Zeit sich wie Kaugummi zieht und es nach jedem Wochenende noch schwerer ist, sich wieder zu verabschieden.
Recht bald wird sich auch in diese Situation der Alltag einschleichen und es wird normal werden :smile:

Viel Kraft für die kommenden Monate!
 

Benutzer22358  (33)

Meistens hier zu finden
mein mann hat sich für 12 jahre verpflichten lassen und so sehen wir uns auch nur am wochenende. es geht immer phasenweise, von "Es stört mich überhaupt nicht allein zu sein" zu "wenn ich noch länger allein bin, dreh ich durch"... ich versuche die zeut sinnvoll zu nutzen, muss ja auch den ganzen tag arbeiten und den abend hab ich dann zeit für alles mögliche.
und es ist auch mal ganz schön, dass ich das fernsehprogramm bestimmen kann und dieses nicht ständig kommentiert wird...
 
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