Fremdverliebt, trotz glücklicher Ehe

Benutzer185112  (33)

Ist noch neu hier
Hallo zusammen!
Vielleicht bekomme ich hier, ein paar Tipps oder Ratschläge.

Zu mir: Ich bin seid 7 Jahren, mit meiner Frau zusammen. Wir sind seid knapp 3 Jahren verheiratet. Haben zwei Kinder. Zwei Jungen, im Alter von 3,5 Jahren und 7 Monaten. Wir beide sind 33 Jahre alt. Nächstes Jahr im Sommer, ziehen wir in meine Heimat zurück, da mir Familie & Freunde fehlen. Wir haben im März 2021, bereits ein Haus gekauft, wo wir im August 2022 einziehen wollen. Alles eigentlich wunderbar. Das Glück, steht auf unserer Seite. Wir arbeiten beide in der sozialen Branche, und werden daher, immer Arbeit finden.

Zu meiner Frau: Offen, lacht viel und gerne, Familienmensch, handwerklich begabt, fussball interessiert, kocht, wäscht, bügelt, putzt, eine liebevolle Mutter, klug und weiteres. Also kurz und knapp:" Es wird keine Frau geben, die so viel mitbringt, wie meine Frau es tut".

Leider, habe ich das Gefühl, seid Anfang Juni, die Kontrolle über mein Leben zu verlieren. Ich habe eine Arbeitskollegin, die 26 Jahre alt ist. Verstanden, haben wir uns immer schon. Und Klar, auch mal geflirtet. Allerdings, haben sich die letzten 8 Wochen Gefühle beidseitig entwickelt. Ich kann nichts dagegen tun. Wir schreiben regelmäßig, telefonieren regelmäßig, und treffen uns ab und an. Wir hatten noch kein Sex. Aber: Blicke werden ausgetauscht, sie lag auf meinem Arm und ein Kuss, ist auch schon gefallen.

Ich habe mir die Situation nicht ausgesucht und gewünscht. Zumal ich weiß, dass meine Arbeitskollegin bei weitem nicht die ganzen Charakter Eigenschaften mitbringt, die meine Frau hat. Und trotzdem, hat Sie mein Kopf verdreht. Ich habe unendliches Gefühlschaos. Meiner Arbeitskollegin geht eigentlich die Sache auch mega gegen den Strich, da ich verheiratet bin und zwei Kinder habe. Ich bin gewiss nicht stolz, über die Situation. Aber, ich habe mich fremdverliebt bzw liebe zwei Frauen. Mit meiner Frau, habe ich darüber noch nicht gesprochen, da ich erstmal etwas Zeit verstreichen lassen wollte.

Bei meiner Frau, ist es eher die vertraute Liebe. Familie, Ankerplatz, Geborgenheit usw.

Bei meiner Arbeitskollegin ist es natürlich das neue, ungewohnte, wo das Feuer entflammt worden ist.

Klar, könnte ich mir mit meiner Arbeitskollegin mehr vorstellen. Aber der Preis, wäre zu hoch. Da:

Keine Frau mehr
Kinder bei meiner Frau
Unterhalt bezahlen
Kein Haus mehr
Keine Heimat
Gegen Familie & Freunde entscheiden, die auf einen warten.
Angst auf Ablehnung.

Der Berg ist groß. Und ich weiß, welches die richtige Entscheidung ist. Aber von meiner Arbeitskollegin, komme ich momentan auch nicht los. Es ist eine komplizierte und doofe Situation. Klar, spannend und schön. Aber irgendwie trotzdem nicht zufriedenstellend. Es macht mein Kopf kaputt.

Vielleicht könnt ihr euch etwas in die Lage hineinversetzen oder jemand hat schonmal etwas ähnliches erlebt.

Danke :smile:
 

Benutzer185049  (38)

Ist noch neu hier
Schwärmereien hat sicher jeder von uns schon gehabt. Du musst dir nur im klaren sein, was du willst bzw was dir fehlt. Klar, neues ist erstmal aufregend. Du fühlst dich vielleicht durch die Annäherung der Kollegin geschmeichelt. Das Kontinuierliche / Beständige hast du bei deiner Frau bzw Familie. Im Endeffekt musst du das für dich alleine entscheiden. Das können wir dir nicht abnehmen.
 

Benutzer180541  (31)

Sorgt für Gesprächsstoff
Ich finde es ehrlich schäbig von dir.
Du wurdest von niemandem angeleitet. Diesen Weg hast du allein beschritten mit all seinen Konsequenzen und ich finde es nur fair wenn du mit offenen Karten spielst und mit deiner Frau redest.
Du hast sie betrogen, da muss es nicht erst zum Sex kommen. Während du flirtest und mit einer fremden Frau kuschelst passt sie auf die Kinder auf und putzt die Hütte.
Ich würde dich verlassen, gleich was da noch für ein Rattenschwanz dran hängt.
Ausreden findest du ja genug und leider sind deine Gründe des Bleibens eher traurig.
Kinder kommen auch mit getrennten Eltern klar, man muss Ihnen nicht die heile Welt Vorspielen das bekommen sie irgendwann eh mit.
Unterhalt sollte bei dem ganzen gerade keine Rolle spielen.
Du schreibst zwar das du dich schlecht fühlst, aber eindeutig noch nicht genug sonst würdest du die Sache beenden und mit deiner Frau reden.
 

Benutzer171204 

Verbringt hier viel Zeit
Dass man mal ein Auge auf jemand anderen wirft, kann sicherlich vorkommen. Allerdings hat man es selber in der Hand, ob man dem nachgeben will oder nicht - sprich: du musst weder mit ihr außerhalb der Arbeit Kontakt halten geschweige denn dich mit ihr treffen und kuscheln.
DAS kann man dir durchaus vorwerfen. Wie wäre es, wenn du den Kontakt und die Treffen ab sofort einstellst und dich mehr auf die Ehe konzentrierst? Daran kann man auch arbeiten, wenn man es will.
 

Benutzer171320 

Verbringt hier viel Zeit
Ich würde den Kontakt zur Kollegin auf ein Mindestmass herunterfahren, was halt beruflich nötig ist und jeglichen privaten Kontakt unterbinden. Und dann schau was passiert. Investiere die Zeit und die Gedanken bewusst in Deine Frau. Wenn sie in 2 Monaten noch genauso interessant ist, dann würd ich es mir überlegen.

Aber wegen 8 Wochen Schmetterlingen verlässt man doch keine Ehe, schon gar nicht, wenn Du Euch beiden noch nicht mal ne Chance gegeben hast, daran zu arbeiten. Sieh es als Zeichen, dass ihr noch ganz viel Potenzial habt!
 

Benutzer132552 

Meistens hier zu finden
Wird ein bisschen ruppig rüberkommen - Du hast zwei Möglichkeiten:

a) mit Deiner Frau sprechen, ihr sagen, dass Du Dich fremdverliebt hast, schonmal fremd knutschst und gerne mehr möchtest und die Konsequenzen tragen
b) Dir einen virtuellen Knoten reinmachen, Dich zusammenreißen, den Kontakt zur Kollegin einstellen, Dir eingestehen, dass man in einer langen Beziehung durchaus mal einen Blick auf jemanden dritten werfen kann, dann aber nicht sofort in die Kiste hüpfen muss und beschließen, dass das mit ein bisschen Haltung auch wieder vorbei geht

So wie Du Deine Beziehung schilderst, würde ich alles für b) tun

Ich stolpere überigens über Deinen Eingangsthread: wir ziehen in "meine" Heimat zurück weil "mir" "meine" Familie und "meine" Freunde fehlen - bisschen viel "mein". Dazu "ich" knutsche ein bisschen mit der 26jährigen weil "ich" mich dadurch geschmeichelt fühle (was meinst Du, wie ich mich geschmeichelt fühle, wenn mich die junge Kollegin ein bisschen anblinkert?). Ich glaube, Du solltest - zumindest laut dem, was hier so rüberkommt - grundsätzlich ein bisschen mehr am "wir" arbeiten, wenn Dir Deine Ehe langfristig wirklich etwas wert ist. Angst vor Unterhaltszahlung ("raus aus der Komfortzone") in Deine Überlegungen, ob Du nun mehr mit der Kollegin anfängst, einzubeziehen, passt auch in dieses Bild.
 

Benutzer183259  (50)

Sorgt für Gesprächsstoff
Leider, habe ich das Gefühl, seid Anfang Juni, die Kontrolle über mein Leben zu verlieren. Ich habe eine Arbeitskollegin, die 26 Jahre alt ist. Verstanden, haben wir uns immer schon. Und Klar, auch mal geflirtet. Allerdings, haben sich die letzten 8 Wochen Gefühle beidseitig entwickelt. Ich kann nichts dagegen tun. Wir schreiben regelmäßig, telefonieren regelmäßig, und treffen uns ab und an. Wir hatten noch kein Sex. Aber: Blicke werden ausgetauscht, sie lag auf meinem Arm und ein Kuss, ist auch schon gefallen.

Ich habe mir die Situation nicht ausgesucht und gewünscht.

Also jetzt tu bitte nicht so, dass Du ein armes Opfer bist.

Zwingt Dich die Kollegin zu Telefonaten, schreiben und Treffen?
Wohl kaum.
Also hör auf zu jammern.

Du hast gehörig mit dem Feuer gespielt und Dir die Finger verbrannt.
Noch ist es Zeit, auf die Bremse zu treten.
Brich den Kontakt so weit als möglich ab. Eigentlich ganz einfach...
 

Benutzer97853 

Planet-Liebe Berühmtheit
Was ich dir definitiv nicht raten würde, ist, die Affäre mit der Kollegin weiter zu führen. Hau da jetzt mal einen Stop rein und leg die Sache auf Eis und halte Abstand. So schwer es für dich sein mag. Ich würde mir stattdessen die Zeit nehmen mir Gedanken darüber zu machen, was ich eigentlich will. Was liebst du an deiner Frau? Was fehlt dir? Was willst du? Siehst du dich mit deiner Frau alt werden? Was tust DU für eine schöne Ehe? Ist bei euch der Alltag eingeschlichen? Betreibst du Beziehungsarbeit, oder lässt du alles so laufen? Überrascht du deine Frau noch? Erlebt ihr etwas abseits von Job, Kids und Co?

Und dann geh ruhig mal in Gedanken durch das Szenario, wie dein Leben sein würde, wenn du deine Frau verlässt. Wie schon angemerkt hier und entgegen Barney Stinson: „Neu ist nicht immer besser!“ Am Anfang wird es natürlich aufregend sein. Aber auch mit der Kollegin wird es irgendwann mal alltäglich. Sie hat ihre Eigenheiten/nervigen Seiten. Woher glaubst du zu wissen, dass ihr auch auf lange Sicht kompatibel seid? Was verlierst du, wenn du deine Frau verlässt? Du gewinnst sehr viel Unsicherheit, weil du deine Kollegin einfach nicht gut kennst. Die Katze im Sack. Zu welchem Preis? Keiner kann dir garantieren, dass ihr auch abseits von Aufregung und Flirts gut funktioniert.
 

Benutzer36171 

Beiträge füllen Bücher
Du bist nun vermutlich nicht polyamor, aber im Bereich Polyamorie nennt man deinen Zustand NRE = new relationship energy. Jeder (!) ist auf Wolke 7, wenn er mit einer neuen Person anbandelt. Die "alte" Person hat da kaum eine Chance. Aber wie lange wird deine Verknalltheit anhalten? Ein paar Monate vielleicht, vielleicht etwas mehr, und dann bist du mit der neuen da, wo du jetzt mit deiner Frau bist: Beziehungsalltag (egal, ob jetzt Partnerschaft, Sexbeziehung, Freundschaft Plus) oder vielleicht passt ihr außerhalb des neuen aufregenden Verbotenen eh nicht zusammen. Es klingt jedenfalls nicht so, als wäre deine Affäre die Liebe deines Lebens.

Ist es das wert? Das kannst nur du entscheiden.

Eins wird nicht funktionieren: ein bisschen Sexabenteuer und dann zurück zu deiner Frau einen auf heile Welt machen. Das garantiere ich dir.

Choose wisely.
 

Benutzer180126 

Sorgt für Gesprächsstoff
Vor ein paar Jahren hast du deine Frau kennen gelernt, dich in sie verliebt, warst verrückt nach ihr, wolltest nur sie, hast sie geheiratet, eine gemeinsame Zukunft aufgebaut. Warum? Versetze dich in die Zeit zurück. Was waren die Gründe dafür, wie hast du es erlebt, was hat dir so viel bedeutet, gefallen etc.? Was ist davon noch da und dir heute noch so wichtig? Was fehlt dir davon heute? Oder ist etwas neues hinzugekommen, was dir fehlt oder dich stört? Dann frage dich, was ihr beide gemeinsam dazu beitragen könnt, um wieder eine erfüllte Beziehung zu erleben. Wenn es möglich ist, willst du es nicht versuchen?
Vielleicht helfen dir die richtigen Fragen mehr als Antworten.
 

Benutzer163532  (37)

Verbringt hier viel Zeit
Jeder (!) ist auf Wolke 7, wenn er mit einer neuen Person anbandelt.
Ein guter Beitrag, nicht nur der zitierte Teil.

Diese "Energie" lässt sich ja durchaus auch in der bestehenden Beziehung nutzen, denn es kann sich ja auch auf diese positiv auswirken, wenn man besser drauf ist, mehr lacht, vielleicht wieder mehr aus sich macht, sich schön anzieht,...

Ich habe noch nie mit jemandem außerhalb meiner Beziehung angebandelt, aber oberflächlich verknallt war ich schon und ich genieße diesen Zustand auch durchaus und habe genau diese Erfahrung gemacht, also dass sich das durchaus positiv auf meine Beziehung ausgewirkt hat.
Der Unterschied ist, dass es für mich nie eine Option war, meine Schwärmereien weiter zu vertiefen.
 

Benutzer180757  (46)

Sorgt für Gesprächsstoff
Dass man sich heimlich fremdverliebt ist doch schon soooo vielen passiert. Aber irgendwann lässt der Reiz des Neuen nach. Oder man erlebt die neue Person zunehmend in weit weniger aufregendem Kontext - nennt sich Alltag. 😆

Ihr stellt gerade fundamentale Weichen (Kinder, Hauskauf, Umzug in andere Gegend, ggf. Kredit ...). Vielleicht schiebt Dein Unterbewusstsein Panik nach dem Motto „dann sitze ich für immer fest...“. Ich habe das beim Hauskauf ganz sanft selbst so erlebt, wenn auch nicht auf meine Frau bezogen. Zum Glück ist dieses Gefühl total irrational! 😉

Also, Dein Kopf fährt Karussell. Bei aller Kritik hier an Dir finde ich gut, dass Du nachfragst und dem Reiz nicht einfach komplett nachgibst, wie es viele tun würden. Wenn Du Deine Frau noch liebst, und danach sieht es aus, rate ich zum Kontaktabbruch mit der Kollegin. Wenn das im Job nicht funktioniert dann auch zu einem Jobwechsel. Der Umzug kommt in einem Jahr, dann musst Du die Stelle doch eh verlassen und andererseits ist ein Jahr zu lang für diese Hölle im Kopf. Neue Arbeit findest Du ja leicht wie Du schreibst.
 
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