Fremdgehen (beichten) - Berichte, Meinungen?

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Es ist schon merkwürdig, wie unterschiedlich die Zusammenhänge zwischen Liebe und Sex definiert werden.

Das finde ich ganz und gar nicht merkwürdig. Das unterscheidet sich einfach in unterschiedlichen Zeitepochen, in unterschiedlichen Kulturen und auch zwischen verschiedenen Personen ganz erheblich. Das war aber doch schon immer so.

Warum kann man dann die Sichtweise nicht akzeptieren, dass man den Partner liebt, obwohl man Sex mit jemand anderes hat. Dem Partner das aber nicht sagt, weil man ihn liebt und nicht verletzen will.

Das ist für viele einfach nicht leicht zu verstehen. Man tut etwas a) um selber einen Vorteil zu haben und b) gegen den Wunsch und Willen seines Partners, nimmt dabei durchaus auch in Kauf ihn zu verletzen. Das deckt sich halt bei den meisten Leuten nicht mit der persönlichen Definition von "Liebe", sondern eher mit der von Selbstsucht.

Das derjenige der Fremdgeht Sex und Liebe trennen kann, mag ja sein. Das finde ich aber gar nicht relevant. Wichtig ist ob dessen Partner das auch trennen kann.
 

Benutzer71335  (53)

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Und warum hast Du nicht die Reife besessen, Deine Probleme mit Eurer Beziehung vorher anzusprechen? Muss man dem Partner, den man vorgibt zu lieben (ich denke da eher an Besitzansprüche, wenn man trotzdem weitermachen will), erstmal "zur Sicherheit" weh tun?

Weil ich 18 war und von jeglicher Reife weit, weit entfernt, ganz einfach.:zwinker:
Ich war mir übrigens keiner Probleme bewusst, er auch nicht, was hätte ich also ansprechen sollen:ratlos: , ich hatte einfach spontan Lust auf Sex und Spaß (den ich aber auch mit meinem Freund hatte) und habe es ebenso spontan ausgeführt, wenn es sich ergab, da hat man sich überhaupt keine Gedanken gemacht.:ratlos:
Ich seh das heute auch etwas anders.

Auch wenn mein Freund und ich uns liebten, war uns ja völlig klar das das keine Beziehung für die Ewigkeit war, so schwer hat ihn das also nicht getroffen, dass war uns allen damals klar, das hat eigentlich niemand erwartet mit 17 oder 18, wir wollte uns alle ausleben, wir waren doch noch Kinder/Schüler und haben uns so benommen und in den Tag hineingelebt.
Sex und Liebe haben wir grundsätzlich nicht so eng miteinander verwoben, das wird heute und das ist vielleicht auch ganz gut, mehr idealisiert.
 

Benutzer79932 

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Das ist für viele einfach nicht leicht zu verstehen. Man tut etwas a) um selber einen Vorteil zu haben und b) gegen den Wunsch und Willen seines Partners, nimmt dabei durchaus auch in Kauf ihn zu verletzen. Das deckt sich halt bei den meisten Leuten nicht mit der persönlichen Definition von "Liebe", sondern eher mit der von Selbstsucht.

Ganz genau.
 

Benutzer71062 

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Das deckt sich halt bei den meisten Leuten nicht mit der persönlichen Definition von "Liebe", sondern eher mit der von Selbstsucht.

Ich glaube, dass die meisten Menschen gar nicht in der Lage sind "Liebe" genau zu definieren. Und unter Selbstsucht verstehe ich den eigenen Vorteil suchen, ohne Rücksicht auf andere. Natürlich kann das Verschweigen eines Fehltritts auch selbstsüchtig sein, muss aber nicht.

Die unterschiedliche Bewertung von Sex und Liebe bezog sich nicht auf unterschiedliche Kulturen oder Epochen, sondern auf ein und dieselbe Person, die zwar Liebe ohne Sex akzeptiert, aber nicht Sex ohne Liebe.
 

Benutzer76877 

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Also wenn ich fremdgehen würde (was niemals passieren wird!!) würde ich es auf jeden Fall beichten, weil mein Partner das Recht darauf hat.

Ich finde fremdgehen einfach nur zum Kotzen und kann kein bisschen verstehen wenn das jemand macht und wieder angekrochen kommt. Das ist sowas von respektlos dem Partner gegenüber. So Menschen kann ich nicht verstehen.
 

Benutzer55220 

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Wenn man das Fremdgehen mal von aussen, also unabhängig von der eigenen Beziehung betrachtet möchte ich es nicht verurteilen.

Klar ist schrecklich betrogen und/oder verlassen zu werden, aber wenn ein Mensch irgendwann eine lange Beziehung führt spürt er glaube ich das die eigen sexuellen Bedürfnisse vernachlässigt werden, und das Liebe dann in eine ganz andere Ebene übergeht, nämlich eine die mehr auf vertrauen, geborgenheit und ja vieleicht auch auf einer gewissen abhängigkeit basiert.
Lust ist dann oft etwas, was im Alltagsstress leider untergeht.

Das Leben stellt jeden Menschen irgendwann früher oder später vor diese Herausforderung, und wie er dann entscheidet das kann niemand prognostizieren.....

Ich finde Fremdgehen heisst nicht sich zu oder gegen seinen Partner, sondern sich für oder gegen sich und seine eigene Person, seine Bedürfnisse zu wenden, und eine Grenze für sich total neu zu definieren.
 

Benutzer16821 

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Die unterschiedliche Bewertung von Sex und Liebe bezog sich nicht auf unterschiedliche Kulturen oder Epochen, sondern auf ein und dieselbe Person, die zwar Liebe ohne Sex akzeptiert, aber nicht Sex ohne Liebe.

Für mich ist Sex notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für Sex. Und da gibt es anscheinend noch mehr Menschen, die das so sehen.

Es würde mich sehr, sehr tief verletzen, wenn mein Partner mich betrügen würde. Allein schon, dass er so etwas Intimes wie Sex mit einer anderen Person hatte, dann aber auch noch dass er mich angelogen hat... :kopfschue
Trotzdem weiß ich nicht, wie ich reagieren würde. Keine Ahnung. Ich befürchte aber, dass unsere Beziehung keine weiteren Vertrauensbrüche mehr überstehen würde.
 

Benutzer67156 

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Es ist schon merkwürdig, wie unterschiedlich die Zusammenhänge zwischen Liebe und Sex definiert werden.

in einer Beziehung, in dem sich jemand über zu wenig Sex beschwert, heißt es: Sex ist nicht alle. Aus Liebe sollte man auf Sex verzichen. Liebe und Sex werden deutlich getrennt.

Warum kann man dann die Sichtweise nicht akzeptieren, dass man den Partner liebt, obwohl man Sex mit jemand anderes hat. Dem Partner das aber nicht sagt, weil man ihn liebt und nicht verletzen will.
Genau das ist der Punkt.
Ich will hier fremdgehen nicht rechtfertigen und es ist mit Sicherheit nicht fair etc etc, aber man muss sich vor Augen führen, dass es mehr Menschen gibt, als nur einen selbst.
Ich kann Menschen verstehen, die sagen: "Ich kann damit nicht leben, ich will nicht, dass mein Freund/meine Freundin mir fremdgeht, für mich ist das allerunterste Schublade und punkt."
Anderherum kann ich aber auch die Beweggründe von Menschen verstehen, die fremdgehen.

Meiner Meinung nach darf man in so einem Fall nicht urteilen.
Jeder hat andere Beweggründe und bei sowas spielen so viele Dinge eine Rolle von denen Außenstehende einfach keine Ahnung haben, dass man es nicht beurteilen kann.
Übrigens finde ich es albern mit kaum 20 zu sagen, dass man NIE fremdgehen würde. Vor euch (und auch mir :zwinker: ) liegen noch rund 50 bis 60 Jahre in denen sich auch der Charakter ändert, da kann man sowas jetzt noch nicht sagen.
 

Benutzer55220 

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Übrigens finde ich es albern mit kaum 20 zu sagen, dass man NIE fremdgehen würde. Vor euch (und auch mir :zwinker: ) liegen noch rund 50 bis 60 Jahre in denen sich auch der Charakter ändert, da kann man sowas jetzt noch nicht sagen.

Das kann ich nur Unterschreiben ! ! !
 

Benutzer82207 

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ich find selbst wenn es nichtmal rauskommen würde, macht es schon vieles kaputt. weil es denn sogar schon vermutungen etc. gibt. vor allem bei mir war das so, als ich fremd gegangen bin, hab ich gemerkt wie schnell das gehen kann, und war denn auch überzeugt davon dass meine damalige freundin fremd gegangen ist. naja, jetzt war ich einige jahre single und konnte es auch ausleben :grin: wozu denn noch fremdgehen :kopfschue
 

Benutzer70315  (32)

Beiträge füllen Bücher
ich bin in meiner vergangenheit mehrfach fremd gegangen (in einer beziehung) und ich habe es nicht gebeichtet.

es kam zur trennung nach 2 jahren (vermutlich durch meine unbewusste angst, dass mein partner es rausfindet) und nun ja das ende vom lied: Sie weiß es bis heut noch nicht, denkt, ich wäre eine total treue seele. und ich habe noch immer mit den gewissensbissen zu kämpfen, acuh wenn dies wiederum 2 jahre zurück liegt.

auch wenn das (vermutlich unnötig) dramatisch klingt. es ihr nicht zu sagen, ist prinzipiell nun meine strafe. ich lebte und lebe teilweise noch mit dem gefühl im bauch. mit dem wissen, wie falsch es ist.
und es wirkt sich auch auf meine jetzige bald 2 jährige beziehung aus (die von meiner vergangenheit weiß)
aber in dieser bin cih noch nie fremdgegangen. es gibt da so einen spruch: "wer einmal fremdgeht, tut es wieder" ... da kann ich nur den kopf schütteln.
nein ich glaube an veränderung und dass fremdgehen keinesfalls ein "vorbestimmte" verhaltensweise ist.

ich lebe eben jetzt nach der devise : was man nicht will, dass einem angetan wird, das tut man auch nicht selber (oder so ähnlich*g*)
und ich habe auch gar nicht das bedürfnis mehr.

lg
 

Benutzer71062 

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Für mich ist Sex notwendige, aber nicht hinreichende Bedingung für Sex.

verstehe ich jetzt nicht.

@ Drusilla, wenn ich mich recht erinnere, bist gerade du jemand, der nicht viel Wert auf Sex in einer Beziehung legt, aber du sagst, dass du deinen Partner liebst.

Es ist für dich ok, wenn dein Partner aus Liebe zu dir auf Sex verzichtet und seine Bedürfnisse unterdrückt (was auch nicht gesund ist). Du hättest aber kein Verständnis dafür, wenn er sich den Sex woanders holt, dich aber genauso weiter liebt.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto fraglicher wird für mich, was selbstsüchtig ist.

Und was Liebe ist. Wenn Sex nicht zur Liebe gehört und mein Partner verbietet mir Sex mit anderen, stellt er dann Besitzansprüche? Wenn Sex nicht zur Liebe gehört, warum kann ich dann nicht mit jemand anderen Sex haben. Ich gehe ja auch nicht immer nur mit meinem Partner Essen oder ins Kino?

Wenn Sex zur Liebe gehört, liebt mich mein Partner dann mehr, wenn er mehr Sex will? Und liebt er mich nicht mehr, wenn er keinen oder nur wenig Sex will?
 

Benutzer40734  (38)

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Übrigens finde ich es albern mit kaum 20 zu sagen, dass man NIE fremdgehen würde. Vor euch (und auch mir :zwinker: ) liegen noch rund 50 bis 60 Jahre in denen sich auch der Charakter ändert, da kann man sowas jetzt noch nicht sagen.


Ich weiss das 100 pro, denn ich bin schonmal fremdgegangen (in einer früheren Beziehung). So einen Mist werde ich niemals wieder machen, da ich weiss wie beschissen sich das angefühlt hat und wie weh ich demjenigen damals getan habe.

Ausserdem könnte ich meinen Freund niemals hintergehen!
 

Benutzer67627  (51)

Sehr bekannt hier
Übrigens finde ich es albern mit kaum 20 zu sagen, dass man NIE fremdgehen würde. Vor euch (und auch mir :zwinker: ) liegen noch rund 50 bis 60 Jahre in denen sich auch der Charakter ändert, da kann man sowas jetzt noch nicht sagen.
Rischtisch :zwinker:

selbst für menschen in meinem alter würde ich nicht die hand ins feuer legen....für keinen
 
S

Benutzer

Gast
Übrigens finde ich es albern mit kaum 20 zu sagen, dass man NIE fremdgehen würde.

Klar kann man das sagen, wenn man diese Meinung hat. Ich halte nichts von diesen ewigen weichgespülten Toleranzantworten, die möglichst diplomatisch jede kleine mögliche Eventualität des Lebens mit einbeziehen.

Irren ist menschlich und nicht verwerflich. Aber ich find's gut, wenn jemand auch Ecken und Kanten hat und eine klare Meinung vertritt.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich habe sowas immer meinem Partner erzählt und habe bis heute keinen Grund gefunden, warum ich das nicht hätte tun sollen. Und Ausreden brauche ich mir da nicht ausdenken, die Wahrheit tut's meistens auch.

Persönlich finde ich Fremdgehen jetzt nicht sonderlich prickelnd, aber als Beinbruch sehe ich jetzt auch nicht. Fällt bei mir in die Kategorie "kann passieren". Das Einzige, was ich nicht haben kann, ist Unehrlichkeit. Also sagen was los ist, dann liegt die Entscheidung beim Betrogenen, was er draus macht. Für mich wäre es definitiv kein Grund zum Schluß machen.
 

Benutzer82207 

Verbringt hier viel Zeit
Ich habe sowas immer meinem Partner erzählt und habe bis heute keinen Grund gefunden, warum ich das nicht hätte tun sollen. Und Ausreden brauche ich mir da nicht ausdenken, die Wahrheit tut's meistens auch.

Persönlich finde ich Fremdgehen jetzt nicht sonderlich prickelnd, aber als Beinbruch sehe ich jetzt auch nicht. Fällt bei mir in die Kategorie "kann passieren". Das Einzige, was ich nicht haben kann, ist Unehrlichkeit. Also sagen was los ist, dann liegt die Entscheidung beim Betrogenen, was er draus macht. Für mich wäre es definitiv kein Grund zum Schluß machen.

sieht ganz danach aus als fändest du fremdgehen okay... :kopfschue

bzw mehr oder weniger so schlimm, als wenn du auf dem eis ausrutscht und einen blauen fleck auf dem hintern hast.

für mich nicht verständlich. aber wenn deine frau im vorraus weiß wie du drüber denkst, und damit klar kommt, denn ist da doch nichts bei :grin:

es gibt da so einen spruch: "wer einmal fremdgeht, tut es wieder" ... da kann ich nur den kopf schütteln.

da stimm ich dir zu. ich denke dass man aus fehlern lernt / lernen sollte... und vor allem:


ich lebe eben jetzt nach der devise : was man nicht will, dass einem angetan wird, das tut man auch nicht selber (oder so ähnlich*g*)

das würde mir bei einigen menschen zu denken geben... was es anscheinend nicht tut
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
sieht ganz danach aus als fändest du fremdgehen okay... :kopfschue

bzw mehr oder weniger so schlimm, als wenn du auf dem eis ausrutscht und einen blauen fleck auf dem hintern hast.

für mich nicht verständlich. aber wenn deine frau im vorraus weiß wie du drüber denkst, und damit klar kommt, denn ist da doch nichts bei :grin:
Okay finde ich es nicht, aber eben auch nicht dramatisch.

Abgesehen davon, wissen meine Partner immer vorher, wie ich darüber denke und das ich sowas nicht ausschließe. Und nein, ich habe keine offene Beziehung.

Off-Topic:
Konnte noch nie so nachvollziehen, warum das überhaupt für jemanden so schlimm sein kann, deswegen eine sonst intakte Beziehung über Bord gehen zu lassen. Aber da tickt wohl jeder etwas anders. Solange sich die passenden Partner finden, gibt's da auch kein Problem.
 

Benutzer37  (36)

im Ruhestand
Klar kann man das sagen, wenn man diese Meinung hat. Ich halte nichts von diesen ewigen weichgespülten Toleranzantworten, die möglichst diplomatisch jede kleine mögliche Eventualität des Lebens mit einbeziehen.

Irren ist menschlich und nicht verwerflich. Aber ich find's gut, wenn jemand auch Ecken und Kanten hat und eine klare Meinung vertritt.
Da würde ich nur bedingt zustimmen. Ich halte auch nichts davon, wenn man für sich in seinem Leben kein richtig und falsch, gut und schlecht, ja und nein, schwarz und weiß mehr definieren kann, nur weil immer alles eine Frage der Perspektive und der Umstände ist. Es ist wichtig, auch mal klare Meinungen zu haben, obwohl jede klare Meinung ein klein wenig Pauschalisierung beinhaltet - denn es ist besser, ab und an ein wenig zu pauschalisieren, als sich einfach auf keine Werte und Vorstellungen festlegen zu können.

Allerdings finde ich, dass bei manchen Themen (und Fremdgehen ist eins davon) diese ganzen "Nie!"s nicht nach Wertvorstellung und klarer Meinung tönen, sondern in erster Linie nach einer schier unerträglichen Selbstgerechtigkeit. Wenn jemand einfach sagt, er werde nie fremdgehen, ist das ja in Ordnung. Aber häufig hat das alles durch Smilies oder ein paar zusätzliche Worte einen Unterton, der impliziert: Wie können Menschen nur, solche charakterschwachen Schweine, also ICH würde nie...
Und das halte ich für selbstgerecht und realitätsfern. Denn wie gesagt, so ein klares NIE gibt es in der weichgespülten Toleranzrealität für niemanden, und darum sollte es keine Basis darstellen, um sich als etwas Besseres zu fühlen.

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Ja, und was meine Meinung zum Thema angeht :zwinker::

Ich bin ein einziges Mal fremdgegangen, da war ich 18, und ich habe es nicht gebeichtet - ich wusste aber, dass mein damaliger Freund es nicht groß schlimm gefunden hätte (ich bin mit einer Frau fremdgegangen, manche Männer finden das ja irgendwie nicht so tragisch) und hatte deshalb auch nicht ewig ein schlechtes Gewissen.

Dass ich heute nicht mehr fremdgehen würde, kann ich nicht sagen - aber ich versuche Dinge, die meinen Partner verletzen könnten, zu vermeiden. Also hoff ich mal, dass ich nicht so bald vor die Wahl "beichten oder nicht beichten" gestellt werde. Sollte das doch mal irgendwann passieren, käme es wohl auf die Umstände an - wenn die Beziehung an sich gut laufen würde, das Fremdgehen tatsächlich ein sehr dummer Ausrutscher war, ich mir sicher wäre, dass es so schnell nicht wieder passiert, und außerdem nicht die Gefahr bestünde, dass mein Partner es von anderen erfährt - dann würde ich vermutlich den Mund halten und versuchen, mit meinem schlechten Gewissen klarzukommen. Ansonsten würde ich wohl zähneknirschend beichten.

Generell finde ich, dass Fremdgehen nicht toll ist, aber auch kein Weltuntergang. Es setzt einiges auf's Spiel und ist meist ein ziemlicher Vertrauensbruch, ich wäre schon angegriffen und verletzt, wenn ich von einem Seitensprung meines Partners erfahren würde - aber es ist für mich trotzdem nicht DER Supergau. Mir fallen auf Anhieb etwa ein Dutzend schlimmere Dinge ein, die mein Partner mir antun könnte.
Das ist aber nur mein persönliches Gefühl bei dem Thema. Viele andere Leute empfinden einen Seitensprung deutlich katastrophaler als ich, und wenn mein Partner dazu gehört, muss ich darauf Rücksicht nehmen.
Aus Erfahrung kann ich sagen: Ich könnte mit niemandem eine Beziehung führen, für den ein Seitensprung das denkbar schlimmste Horrorszenario ist, aber auch mit niemandem, der denkt, dass sexuelle Treue nur dann selbstverständlich ist, wenn man das vorher explizit so festgelegt hat. Beides stimmt nicht unbedingt mit meinen Vorstellungen von Liebe und Beziehung überein.
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich würde relativ schnell Schluss machen und es beichten oder umgekehrt.
Ich kann mir nicht vorstellen mit jemandem zusammen zu sein, den ich hintergangen habe. :ratlos:
 
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