"Frauen wollen einen Versorger."

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Gast
Der Moderator eines Berliner Radiosenders stellte gestern in seiner Sendung die These auf, dass Frauen einen Mann wollen, der sie versorgt.

Dabei ging es nicht ausschließlich um den finanziellen Aspekt. Die Frau sitzt also nicht zu Hause, dreht Däumchen, während der Mann das Geld verdient.

Es ging vielmehr darum, dass sich Frauen einen Mann an ihrer Seite wünschen, der zwar den "Löwenanteil" des Geldes verdient, nebenher aber auch ein Kerl zum Beschützen und zum Anlehnen ist - eben ein starker Mann.

Getragen wird diese These von der Behauptung, dass Frauen von der Natur dazu bestimmt sind, die Kinder zu bekommen und zu versorgen. Frau kümmert sich somit eher um die häuslich-familiären Angelegenheiten, während der Mann "jagen" geht.

Zusätzlich behauptete er, dass im ersten Moment natürlich viele Frauen empört aufspringen und sagen: "Das stimmt nicht!"

In ihrem Inneren wünschen sie es sich aber doch, würden es offen aber nicht zugeben.

Ich frage euch jetzt ganz allgemein (Männer und Frauen): Was denkt ihr über diese These? Steckt dort ein Funken Wahrheit drin oder ist die These völlig überholt?
 

Benutzer54399 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich unterstütze zumindest mal die Behauptung, dass Frauen von der Natur dazu bestimmt sind die Kinder zu bekommen. :zwinker:

Beim Rest könnte man natürlich erst einmal gleich wieder sagen, dass nicht alle Frauen gleich sind. Ich denke aber, dass der Großteil der Frauen in etwa in dieses Schema passt. Zumindest was den Teil mit "Beschützen und Anlehnen" betrifft (wobei Beschützen natürlich nicht heißt, dass der Mann gleich jedem eine reinhaut, der seine Frau schief anschaut).
Den Teil mit dem Geld glaube ich hingegen nicht.
 

Benutzer32843 

Sehr bekannt hier
Ich persönlich brauche nicht unbedingt jemanden, der mehr verdient als ich.

Natürlich möchte ich aber einen Partner, an den man sich auch mal anlehnen kann, wenn es einem schlecht geht. Ich denke aber, dass das ein "universales" Bedürfnis ist, und Männer auch mal jemanden zum anlehnen brauchen. Ich brauche niemanden, der mich "beschützt", aber ich finde, dass in einer Partnerschaft beide für ihre Partner auch eine Stütze sein sollten, unabhängig vom Geschlecht.
 

Benutzer10752 

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"Von Natur aus" sind wir dazu bestimmt, von Säbelzahntigern gefressen zu werden.

Da es keine Säbelzahntiger mehr gibt, ist das offenbar ein Hinweis darauf, dass der Mensch imstande ist, sich über angeblich "von Natur aus" gesetzte Regeln und Traditionen hinwegzusetzen. (Zum Beispiel, indem er Säbelzahntiger tötet.)

Und in einer Diskussion zu sagen: "Du sagst zwar das eine, wünschst dir aber im Inneren das andere." ist natürlich der ultimative Totschlag-Stil ("Ich weiß besser als du, was du im Inneren denkst."), mit dem nichts bewiesen ist, außer dem übersteigerten Selbstbewusstsein des Sprechenden. ("Alle Berliner Radiomoderatoren sind kleingeistige Dummschwätzer, sie wissen es in ihrem Inneren auch ganz genau, aber sie würden es niemals offen zugeben." ... Was soll da irgend jemand sinnvoll entgegen?)

Zumindest was den Teil mit "Beschützen und Anlehnen" betrifft.

Ich möchte auch eine Frau, die mich stützt, wenn ich Probleme habe. Insofern ist die Aussage ziemlich sinnfrei. Die grundlegende Idee einer Beziehung besteht ja darin, dass der jeweils andere hoffentlich da ist, wenn man ihn braucht.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer117390 

Sorgt für Gesprächsstoff
Also auf mich trifft das vollkommen zu.
Dafür bin ich ja auch seine Krankenschwester, wenn ein Schnupfen ihn dahinrafft .

Was das Beschützen angeht, hier muss ich ihn zumindest vor den bösen Killerspinnen retten.
Ansonsten bin ich hier fürs Handwerkliche verantwortlich, dafür hat er meist eine wahnsinns Geduld im Umgang mit unserer Tochter und schwingt gerne den Staubsauger.

Es kommt immer darauf an was jeder in eine Beziehung einbringt, wenn sich das ergänzt läuft es von alleine.
Und trotz allem, dass ich so emanzipiert bin, kuschel ich mich Abends zu gerne in seine starken Arme und lass mich fallen.:knuddel:
 

Benutzer91095 

Team-Alumni
Das auf die Biologie zu schieben, halte ich für Quatsch. Ich kann mir aber vorstellen, dass es hier in der Kultur ein gesellschaftliches Phänomen ist, dass Frauen so geprägt sind, dass sie sich diese Rolle leichter für sich vorstellen können. Blickt man in andere Kulturen, sieht das schon wieder ganz anders aus.

Für mich persönlich trifft das z.B. auch nicht zu. Ich weiß, dass ich in meinem Leben beruflich einiges schaffen kann und auch will! und das grundsätzlich bedeutet, dass genug Geld zur Verfügung steht. Mein Partner muss dann nicht mehr verdienen. Auch momentan verdiene ich mehr als mein Partner.
 

Benutzer101233  (39)

Planet-Liebe Berühmtheit
Biologisch gesehen sind wir noch gar nicht soweit weg, als der Mann noch das Mammut gejagt und die Frau Beeren gesammelt hat. Heutzutage sind es eben die blauen Müllcontainer mit denen ich mich alle vier Wochen abkämpfen muss. :hmm:
Eine clevere Frau nutzt den Beschützerinstinkt des Mannes auch ein bisschen für sich aus und damit ist dann beiden geholfen. :zwinker:
 

Benutzer50283 

Sehr bekannt hier
Jemand der mehr verdient als ich nach dem Studium? Och, immer gerne :grin:. Zwangsläufig notwendig wird das aber nicht sein, weil man von meinem Gehalt auch locker überleben und ne Familie ernähren kann - also nehme ich doch den, der "einfach nur" gut zu mir passt und umgekehrt.
Zu beschützen braucht mich auch niemand. Mein Kerl hat deutlich mehr Angst im Dunklen, trägt gleichschwere Tüten wie ich usw., nur das Brotschneiden gebe ich sehr gerne ab, das hasse ich nämlich.

NUR: Wenn ein Kind da ist, möchte ich mindestens das erste Jahr zuhause bleiben können (des Stillens wegen, da kann er sich noch so sehr auf den Kopf stellen, er hat nun mal keine natürlichen Milchquellen), ohne dass wir am Hungertuch nagen.
Nee, ich mag eine faire Aufteilung, zu der jeder das beiträgt, was er kann. Die Hausarbeit sollte so aufgeteilt sein, dass beide pro Tag in etwa gleich viel Zeit mit Arbeiten (berufliche und häusliche Tätigkeiten zusammengenommen) verbringen. Wie das genau aussieht, ist mir aber recht egal.
 

Benutzer56469  (36)

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Genauso wie ich mir einen Partner wünsche der mich im Alltag unterstützt oder bei besonderen Dingen für mich da ist sich Zeit nimmt, sich meine Probleme und Sorgen anhört erwartet mein Partner das natürlich auch von mir. Ich finde ein guter Partner eine gute Partnerin macht sich in solchen Dingen aus. Dass Mann mehr verdient als Frau ist ja schon vorherbestimmt (wenn beide Arbeiten gehen) trotzdem es es natürlich gut wenn ein Part mehr verdient als der andere. (meine Meinung)
Desweiteren erwarte ich mir natürlich auch von meinem Partner dass er mich verteidigt wenn ich blöd angemacht werde oder mich ein Typ verprügeln will (hart und übertrieben ausgedrückt).
 

Benutzer115862 

Benutzer gesperrt
Einzig natürlicher Fakt ist, dass Frauen die Kinder gebären. :grin: Der Rest wird nach meiner Meinung, seit Generationen der sich kontinuierlich verändernden, ständig anpassenden moralischen Mehrheitsgesellschaft, anerzogen. So haben wir beide kein Problem damit, dass ich den Löwenanteilt verdiene, er unter Anderem deswegen auch bei späteren Kindern in Elternzeit gehen wird und wir einander eine Schulter zum Anlehnen anbieten können. Ein Mann, der sowas schwach oder unmännlich findet, würde zu mir einfach nicht passen.

Ich sehe mich als "starke Frau" und brauche gewiß einen "starken Mann", nicht in allen Belängen, aber so, dass wir uns unsere Defizite ausgleichen können oder gemeinsam bei dem Versuch untergehen. :zwinker: Nur so funktioniert's - simpel ausgedrückt - auf Augenhöhe.

Ganz allgemein gesagt, werden einige Faktoren aus dem "alten Rollenbild" zutreffen, andere wiederum nicht. Wie und wo was zutrifft, hängt von den Individuen ab, meine allerdings, dass Männer, wie der Berliner Radiomoderator, die Thesen ala "Frauen wollen einen Versorger" aufstellen, sich in der heutigen Zeit nicht mehr ganz zurecht finden und wie der Mammut von früher, zu einer aussterbenen "Gattung" gehört, was ihm wohl Angst macht.
 

Benutzer122815 

Öfter im Forum
In ihrem Inneren wünschen sie es sich aber doch, würden es offen aber nicht zugeben.

Ich finde dieses "tough sein" als Frau um jeden Preis irgendwie überzogen und stelle es mir sehr anstregend vor. Da ist die Emanzipation zu weit gegangen. Was ist falsch daran, wenn man das Gefühl haben möchte, beschützt zu sein und sich anlehnen zu können?

Frauen sind i.d.R. emotionaler, zerbrechlicher, körperlich unterlegen... ich finde es ok, wenn Mädchen eben Mädchen sind und Frauen eben Frauen. Und ich denke, dass diese Wahrnehmung und eine gewisse Sehnsucht nach Geborgenheit mehr oder weniger vorhanden ist. Die heutige Zeit suggeriert aber, dass man dieses Rollenverständnis nicht mehr haben soll bzw. darf und dieser Druck führt dann sicherlich z.T. dazu, dass die eigenen Bedürfnisse verleugnet werden (zumindest vor der Gesellschaft, im schlimmsten Fall dann auch vor sich selbst).
 

Benutzer30217 

Sophisticated Sexaholic
Ich brauche keinen finanziellen Versorger, auch niemanden, der mehr verdient als ich, im Gegenteil, das finde ich ziemlich uncool. Hingegen bin ich körperlich ziemlich stark durchs Training und ein stärkerer Mann, bei dem man sich mal in schwachen Momenten anlehnen kann ... wobei - wie oft habe ich schon einen Mann der down ist im Arm gehalten ... Alles in allem brauche ich vorallem einen selbstbewussten Mann, der mich handhaben kann. :zwinker:
 

Benutzer107106 

Planet-Liebe ist Startseite
Redakteur
Ich bin 1,68 und habe Normalgewicht. Ich habe keine Kampftechnik gelernt. Damit ist es logisch, dass so gut wie jeder Mann mir körperlich überlegen ist. In einer Welt in der mich körperlich durchsetzten müsste, hätte ich schlechte Karten.
Ich lebe aber nicht im Urwald, sondern in der Stadt. Ich kämpfe nicht gegen Tiger, sondern gegen fehlende Treibersoftware und das nächste lahme Windowsupdate. Dafür brauche ich keinen starken Mann (höchstens den Büro-Informatiker). Ich setzte meine Meinung nicht mit der Faust durch, sondern mit Argumenten. Auch das schaffe ich mit meinem Gehirn und brauche keinen Kerl an meiner Seite.

In meiner Beziehung bin emotional sicherlich ich stärker als mein Mann. Ich bin mutiger als er, setze mich generell mehr durch und kann mich in jeder Gruppe behaupten. Ist er deshalb schwach? Nein, nur anders als ich. Wir ergänzen uns. Vielleicht muss man einfach mit den unsinnigen Steinzeitvergleichen aufhören, denn die brauchen wir im 21. Jahrhundert nicht mehr. Ich bin nicht zwanghaft emanzipiert, sondern ich bin einfach wie ich bin und gesellschaftliche Konventionen halten mich eben nicht zwanghaft zurück.
 

Benutzer36171 

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Ich frage mich, warum man als Mensch überhaupt etwas dagegen haben sollte, wenn der Partner ein "starker" Partner ist, also einer, der finanziell gut versorgt und auch psychisch eine starke Stütze ist? Mein Freund ist ziemlich dankbar, dass ich einmal in der Lage sein werde, gutes Geld zu verdienen und dass ich - im Gegensatz zu seinem eher wankelmütigen Selbst - mental sehr stabil bin und für ihn da sein kann, wenn er seine "Phasen" hat. Ich bewahre immer einen kühlen Kopf und bin gut im "Sachen regeln", auch finanzieller Art. Umgekehrt bin ich froh, dass er ebenfalls studiert und dass er handwerklich begabt ist, weil ich in der Hinsicht zwei linke Hände habe. Wir werden beide für das Einkommen sorgen und wenn einer einmal ausfällt (ob das Krankheit, Geburt oder Arbeitslosigkeit ist), gibt es immer noch den anderen. Das finde ich überaus beruhigend.

Ich behaupte: jeder ist froh, wenn er jemanden an seiner Seite hat, der auch "stark" ist. Männern entgegen steht dann allerdings der gesellschaftliche Druck, keine Schwäche zu zeigen, weswegen kaum einer zu sagen wagen würde, dass er dankbar ist, dass die Frau nicht gerade Malerin geworden ist (überspitzt formuliert). :zwinker: Und sicher sind viele Männer froh, wenn sie auch mal ihre schwachen Momente haben dürfen oder die Frau einfach mal das Ruder übernimmt; so wie ich z.B. bestimme, welche Versicherungen wir abschließen, weil er da nicht durchsteigt. Und ich würde gar nicht das hilflose Ding sein wollen, das von nichts eine Ahnung hat. Ich finde, es ist meine Verantwortung, in allen Dingen theoretisch auch ohne meinen Partner klarzukommen.

Natürlich sind in den Köpfen auch noch alte Rollenbilder vorhanden, die Erziehung tut ihr übriges und sicher spielt da auch eine genetische Komponente mit hinein, sodass viele Frauen auch heute tendenziell weniger die Versorgerrolle übernehmen und übernehmen wollen. So richtig verdenken kann ich es ihnen nicht. Es ist ein beruhigender Gedanke, "versorgt" und nicht für alles ganz alleine verantwortlich zu sein.

Mir persönlich ist aber wichtig, umgekehrt auch meinen Partner zu "versorgen". Ich käme nicht auf die Idee, ihn alleine zu lassen und mich in seiner Arbeit zu sonnen. Wir packen das gemeinsam an. Deswegen baue ich trotz meiner linken Hände Regale auf und werde ihm irgendwann ermöglichen, eine lange Elternzeit zu genießen. Das ist für mich echte Partnerschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:

Benutzer96881 

Benutzer gesperrt
Einen starken Mann im Sinne von "er macht die Spinnen weg", "er trägt die Wasserkisten in die Wohung, weil sie mir zu schwer sind" und "er beschützt mich nach einem Gruselfilm vor den bösen Monstern, die überall lauern" möchte ich haben, ja. Einen starken Mann im Sinne von "er muss den Löwenanteil des Geldes nach Hause bringen", das brauch ich nicht. Geld kann ich selbst verdienen.
 

Benutzer54534 

Meistens hier zu finden
Er:"Schatz, hast du Lust auf einen Spaziergang?"
Sie:"Na klar, gerne."
Er:"Dann bring auf dem Rückweg Bier mit."

:grin:
 

Benutzer115563 

Verbringt hier viel Zeit
also ich such eigentlich nicht wirklich nach einem mann der mehr verdient als ich, meist hatten sie gleich viel geld zur verfügung wie ich. mein vorteil ist jedoch dass ich scheinbar meist besser mit geld umgehen kann als manche männer ohne dass ich sparen muss und somit komm ich auch wenn mein partner 300 euro mehr geld verdient dennoch gleich gut über die runden. wenn ich jetzt einem mann kennenlernen würde der das doppelte verdient wie ich wär ich auch abgeneigt aber das würde ich normalerweise meist später wenn schon lange eine beziehung besteht herrausfinden. was einen starken mann angeht das trifft auch auf mich zu da ich es doch komisch finden würde wenn der mann weniger kraft hätte und kleiner ist als ich, was bei meinen 1.60 glaub ich fast unmöglich ist. er soll jedoch nicht meinen dass er mich immer beschützen muss oder bei jedem streit sich vor mich stellt, denn auch wenn es meine rechtschreibung weniger vermuten lässt bin ich beim sprechen sehr wortgewannt so dass ich mich immer gut selbst verdeidigen kann. was ich jedoch möchte ist dass der mann hinter mir steht und ich weis dass ich mich auf ihn verlassen kann sobald ich doch mal hilfe benötige.
das einzige wo der mann der absolute beschützer sein darf und sollt ist bei wespen da ich vor diesen viechern mega angst habe oder mir die hand im flugzeug heben sollte aufgrund meiner flugangst.
 

Benutzer9517  (31)

Benutzer gesperrt
Es ist jetzt lang genug von Emanzipation geredet worden, von Geschlecht und Gender, usw.
Jetzt sind Sendezeit und Papier frei, wieder die natürliche Bestimmung der Geschlechter zu konstruieren.
Auch die Zeit wird vorbei gehen.

Ich bin erst 22. Aber manchmal hab ich den Eindruck, als sei ich schon ewig auf dieser Welt... :grin:
 

Benutzer90559 

Verbringt hier viel Zeit
Um Gottes Willen. Wir leben im Jahr 2012. Hochachtung vor Männern, die Hausmann sind. Versorger= Abhängigkeit. Und das geht nie gut.
 

Benutzer65590 

Beiträge füllen Bücher
Über Biologismus diskutiere ich nicht, derartige Thesen haben denselben wissenschaftlichen Stellenwert wie Astrologie und Homöopathie.

Soweit ich weiß, gibt es keine Zeugenaussagen darüber, wer in der "Steinzeit" Mammuts gejagt und wer Beeren gesammelt hat. Mit Spekulationen macht man keine haltbaren Argumente.
 
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