Frauen (oder: Wenn ich mal wieder gefrustet bin)

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sarkasmus schrieb:
Ich weiss nicht recht, wie ich dies formulieren soll, aber mir scheint teilweise, als ob du den von dir beschriebenen Wesen die Schuld für deine jetzige Lage gibst ohne dich selbst dafür verantwortlich machen zu müssen, dabei bist du eindeutig unfähig dich zu binden und Vertrauen zu erweisen. Wie kann man mit einem solchen ausgeprägten Denken so egoistisch sein?
Eine Teilschuld schriebe ich ihnen zu, ja. Ich meine, nehmen wir an, ein Mann wird von all seinen Partnerinnen betrogen - was soll er dann denken? hat er dann nicht Grund zu der Annahme, die nächste wird es ihren Vorgeängerinnen gleich tun?
Ich tue mich schwer, jemandem tiefes Vertrauen zu schenken, ja. Aber das kommt mit Sicherheit nicht aus heiterem Himmel, soviel sei gesagt. Ich möchte es ja (nicht jedem, das versteht sich von selbst), aber das ist nun mal nicht so einfach. Man kann sich nicht ohne weiteres dazu überreden, an etwas zu glauben. Überzeugung zaubert man nicht einfach herbei.
Deinen Schluß auf Egoismus kann ich nicht nachvollziehen.

Du müsstest am Besten wissen, dass du anscheinend für die Allgemeinheit zu hohe Ansprüche stellst, also such auch nicht den Fehler in ihr sondern schau dich nach weiteren Individuen um, die deiner gerecht werden und sitz nicht wie ein gebranntes Kind in der Ecke über Menschen urteilend, die in deinem Leben niemals eine entscheidende Rolle spielen werden - DAS WEISST DU AUCH.
Das ist richtig. Nur zwei Dinge dazu: Irgnedwann wird man müde, weiterzusuchen. Und: Geurteilt habe ich nur über die, die meines Erachtens das Vertrauen ihres Partners mißbraucht haben. Der Rest meines Textes ist voll von Fragen, und Fragen sind keine Urteile. Mann kann natürlich Urteile in ihnen vermuten, aber das ist Interpretation, Zwischen-den-Zeilen-Lesen. Oder nicht?

Schenke dein Vertrauen niemals als Gegenleistung für Loyalität, wenn du niemanden erpressend halten willst.
Ich bin ein vorsichtiger Mensch - Vertrauen entsteht bei mir nur, wenn ich überzeugt bin, daß es gerechtfertig ist; im Gegenzug erwarte ich auch von niemandem, mir einfach zu vertrauen.
Du schriebst, wie ich es nicht machen soll - wie soll ich es denn deiner Meinung nach tun?
 
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sarkasmus schrieb:
ich kann einfach nicht verstehen, warum du dich für die allgemeinheit bzw. für den kranken teil der gesellschaft interessierst, für die fremdgehen (z.b.) nicht diesen stellenwert einnimmt, wie bei dir. warum machst du dir gedanken über solche menschen?
Das will ich versuchen, dir zu erklären: Diese ganze Thematik betrifft einen Bereich, in dem ich sehr unsicher bin, mich nicht auskenne, nicht weiß, wie ich mich verhalten soll. Das gepaart mit meiner Neigung, allgemein die menschlichen Verhaltensweisen zu untersuchen, veranlaßt mich, mich für diesen Teil zu interessieren.
Die Unsicherheit hat zudem zur Folge, daß scheinbar alles mit Fremdgehern vollgestopft scheint (ständige Präsenz dieses Themas, häufig leider ohne Kritik desselben, in den Medien. Ich gehe ja davon aus, daß dieses Bild nur ein Zerrbild ist, nicht der Realität entspricht (in meiner recht zahlreichen Verwandtschaft ist es sogar voll von glücklichen Paaren), aber das besiegt den Zweifel leider nicht.

deinen egoismus habe ich in der form gemeint: "ich werde jetzt über die perfekte frau denken und sie soll SICH finden und zu mir kommen." suchst du wirklich? oder weisst du legidlich, was du in einer beziehung NICHT haben willst ohne dich auch nach solchen frauen umzuschauen? redest du nur viel anstatt wirklich was zu tun (musst du nicht widerlegen, aber belüge dich nicht in der beantwortung dieser fragen selbst) ?
Ich habe keine Vorstellung von einer perfekten Frau. Es gibt natürlich gewisse Dinge, die ich mir an einer Frau wünsche / nicht wünsche, andere, die ich als unerläßlich / inakzeptabel empfinde.
Finden - mir ist es ein Rätsel, wie das funktioniert. Mir ist klar, daß ich nicht gefunden werde, wenn ich mich nicht finden lasse, daß ich selbst aktiv sein muß. Aber wie immer ist es von der Theorie zur Praxis ein weiter Schritt. Und leider ist es so, daß ich mit den meisten Menschen (ob nun Frauen, Männer, was auch immer) wenig bis gar nichts anfangen kann.
Das liegt natürlich auch an meiner Einstellung, Veranlagung, meinen Wertevorstellungen, wie auch immer man es nennenoder anführen möchte, aber da sie einen Großteil meiner Identität ausmachen, bin ich nicht bereit, viel davon aufzugeben. Vielleicht bin ich einfach nicht kompatibel zu der Welt, in der ich lebe, ich weiß es nicht.
 
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sarkasmus schrieb:
hast du wirklich erwartet hier könnte jemand dir die augen öffnen?
Nein.

such dein glück nicht innerhalb der gesellschaft, die deinen wertevorstellungen eindeutig nicht entsprechen
Habe ich auch nicht vor. Ist nur blöd, wenn dieser Teil der Gesellschaft den größten Platz beansprucht.

und selbst wenn du inkompatibel zu dieser welt scheinst/bist, es gibt immer noch irgendwo solche opfer, die dein leid teilen
Das glaube ich gern - ich nehme aber an, daß du mir die Frage nach dem "Wo" leider nicht beantworten kannst.

Ich weiß, daß sich das jetzt sehr deprimiert anhört, ist aber nicht so gemeint, entspräche auch nicht der Realität.
Wie im ersten Beitrag erwähnt, habe ich mir durch das Schreiben des Textes nichts Konkretes erhofft, aber der entstandene Meinungsaustausch war einiges wert.
 
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Ja, das ist nur allzu verständlich.

Mir fällt jetzt erst auf, daß der Spruch aus deiner Signatur in diesem Thread seinen Platz findet. :zwinker:
sarkasmus schrieb:
** Vertraue niemals einem Menschen, der tagelang blutet ohne zu sterben! **
 
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