Frauen mögen keinen deutschen HipHop?

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Ob nun Kommerz hin oder her, in erster Linie verdienen Alle ihr Geld damit und machen "Ihre Musik" und ihre Kreativität nicht für die Wohlfahrt. UNd je mehr Menschen sich damit identifizieren, desto größer das Publikum je mehr Einnahmen.......

Was du hier Ansprichst, ist doch eher das Castingshow-Geschäftsmodell, bei dem die Musik rein strategisch platziert wird, und lediglich Mittel zum Zweck bei der Gewinnmaximierung ist. Natürlich gibt es das, keine Frage. So pauschal stimmt es natürlich nicht, da es genug Musiker gibt, die ohne Plattenvertrag von kleinem Festival zu noch kleinerem Festival tingeln, und ihre eigene Idee durch einen regulären Job stark subventionieren müssen.
Daneben gibt es im Web 2.0-Zeitalter viele Leute, die bei Youtube und co. kostengünstig ihre Vorstellung von Kunst einem breiten Publikum anbieten, ohne dafür sofort den dicken Scheck in der Hand zu halten - möglicherweise bekommen sie ihn nie. Gehört werden wollen sie sicherlich - sonst müsste man sich nicht auf Bühnen stellen. Das man gerne mit Musik Geld verdient, um eigene Rechnungen zahlen zu können, ist auch verständlich. Das es nur Strategie ist, die hinter allem steckt, wird dem aber wohl nicht gerecht.


Musik und deren Texte sollen etwas verändern, bewegen. Jugendliche haben oftmals (hab ich ja auch gehabt) Idole und Vorbilder.

Und dem werden diese Menschen nicht gerecht. Das gefährlich, bei einigen Texten.
Sie singen oder Rappen oder (verzeiht, wenn ich nicht das richtige Vokabular finde oder benutze..;-)..) "HippHoppen" um eine möglichst breite Masse anzusprechen.
Sie Bewegen etwas und Ändern etwas. Aber auch nur für sich.
Nicht für die tausenden junger Menschen, die aus diesen Gettos kommen und mit dieser Musik und Texten ihre Probleme und ihre Aussichtslosigkeit und Probleme immer wieder vor den Latz geknallt bekommen. Wird der Frust und Wut (?) nicht noch größer?

Es gab schon viele Interviews mit Leuten aus Problemstadtteilen, die Rap hören. Sehr oft fallen dabei Sätze wie "So ist das bei uns wirklich...der sagt, wie wir darüber denken". Musik führt hier zu Identifikation, die diese Menschen eben nicht bekommen, wenn sie die üblichen Verdächtigen bei Anne Will und co sehen, und sich denken "Die wissen doch eh nicht, wie es uns wirklich geht". Eventuell macht dies das eigene Schicksal etwas erträglicher, wenn man weiß, dass man nicht der Einzige ist, der mit Hartz 4, Perspektivlosigkeit etc. zu kämpfen hat.
 
D

Benutzer

Gast
Was du hier Ansprichst, ist doch eher das Castingshow-Geschäftsmodell, bei dem die Musik rein strategisch platziert wird, und lediglich Mittel zum Zweck bei der Gewinnmaximierung ist. Natürlich gibt es das, keine Frage. So pauschal stimmt es natürlich nicht, da es genug Musiker gibt, die ohne Plattenvertrag von kleinem Festival zu noch kleinerem Festival tingeln, und ihre eigene Idee durch einen regulären Job stark subventionieren müssen.
Daneben gibt es im Web 2.0-Zeitalter viele Leute, die bei Youtube und co. kostengünstig ihre Vorstellung von Kunst einem breiten Publikum anbieten, ohne dafür sofort den dicken Scheck in der Hand zu halten - möglicherweise bekommen sie ihn nie. Gehört werden wollen sie sicherlich - sonst müsste man sich nicht auf Bühnen stellen. Das man gerne mit Musik Geld verdient, um eigene Rechnungen zahlen zu können, ist auch verständlich. Das es nur Strategie ist, die hinter allem steckt, wird dem aber wohl nicht gerecht.




Es gab schon viele Interviews mit Leuten aus Problemstadtteilen, die Rap hören. Sehr oft fallen dabei Sätze wie "So ist das bei uns wirklich...der sagt, wie wir darüber denken". Musik führt hier zu Identifikation, die diese Menschen eben nicht bekommen, wenn sie die üblichen Verdächtigen bei Anne Will und co sehen, und sich denken "Die wissen doch eh nicht, wie es uns wirklich geht". Eventuell macht dies das eigene Schicksal etwas erträglicher, wenn man weiß, dass man nicht der Einzige ist, der mit Hartz 4, Perspektivlosigkeit etc. zu kämpfen hat.



Ok, geb ich dir Recht und kann das Nachvollziehen.

Dass sich aber viele Leute, die "Erfolg" mit ihren Texten und der Musik haben auch immer mehr von dem entfernen, was sie wirklich meinen und denken und dabei vergessen, wo sie herkommen ist auch Fakt.
Darunter leiden dann nicht nur die Texte, sondern die Glaubwürdigkeit gegenüber dem wirklichen, kleinen Künstler von "nebenan". Und der PRobleme, die die Zuhörer haben.
Denn ich "glaube" dem, der da oben singt nicht mehr.....


Ich beabsichtige nicht, zu pauschalisieren, bleiben immer die jenigen, die von der Hand im Mund leben, vor "ihresgleichen" auftreten und dennoch nichts bewegen oder ändern können.
Ausser natürlich dass sich ein paar Menschen mit dem identifizieren und das sie Anerkennung bekommen für das was sie machen und sie Spass daran haben und an das glauben was sie tun.
 

Benutzer76802  (30)

Verbringt hier viel Zeit
MrShelby schrieb:
"Die wissen doch eh nicht, wie es uns wirklich geht". Eventuell macht dies das eigene Schicksal etwas erträglicher, wenn man weiß, dass man nicht der Einzige ist, der mit Hartz 4, Perspektivlosigkeit etc. zu kämpfen hat.

Man sucht sich die Musik doch nicht raus, weil sie das eigene leben erträglicher macht. Man mag die Musik ganz einfach.

Klar ist es fakt das dies so in Deutschland ist und sie Rappen darüber. Was ich auch gut finde. Ich kenne sonst keine guten Musiker die es so auf dem Punkt bringen wie Hip Hopper wie Bushido,Sido,Fler,Bizzy Montana etc...

für mich müssen sie nichts erträglicher machen, Ich bin in einer guten geordneten Familie aufgewachsen.

Eltern gehen beide Arbeiten, Oma ist in Rente, Ich und Sis gehen/gingen zur schule.

genug Geld ist da (von meinen Eltern aus) Ich selbst suche eine Ausbildung, seid 2 Jahren. Klar kann man nun sagen ich höre hip Hop, sie rappen genau darüber - ich klammer mich daran und alles ist erträglicher.

Ist es aber eben nicht. Denn für mich hat die Musik nichts mit der Situation zu tun das ich noch keine Ausbildung gefunden habe. die 11 Klasse konnte ich als ich letztes Jahr nichts bekommen habe zum glück nochmal machen, um noten aufzubessern. Doch nun ist die Schule definitiv vorbei und ich muss suchen.

Wenn ich nun noch keine finde werde ich mich definitiv um einen Job bemühen auf 400€ Basis. Mein Musik Geschmack beeinflusst mich in keinster weise.

Das einzige was ich an der Musik gut finde, das es endlich mal jemanden gibt der sich traut die ganze Sache auszusprechen. Und zwar im Jugendstyle.

LG ViolaAnn
 

Benutzer50955 

Sehr bekannt hier
Man sucht sich die Musik doch nicht raus, weil sie das eigene leben erträglicher macht. Man mag die Musik ganz einfach.

Das kann man eben so pauschal nicht sagen. Natürlich "mag" man Musik, die man hört. Aber ich glaube nicht, dass deine Gründe auf alle anderen passen müssen, die auch Rap mögen. Ich habe von Leuten aus Problemvierteln schon häufiger gehört, dass sie sich mit der Musik identifizieren. Man hat den Eindruck, dass diese Musik ihnen Halt gibt.

Wenn deine Motive anders aussehen, ist das doch kein Widerspruch. Musik richtet sich eben an ein breites Publikum...und was genau man aus einem Lied macht, liegt doch an einem selber. Manche hören ein Lied, weil der beat gut ist, manche denken über die Texte nach etc. Jeder, wie er will.
 
8 Monat(e) später

Benutzer92334  (31)

Sorgt für Gesprächsstoff
gibts hier eigtl. so noch leute die auch blokkmonsta oda kaisa feiern?:grin:
 
K

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Gast
Kann ich nicht nachvollziehen, denn ich mag (teilweise) deutschen Rap sehr gerne. Vielleicht stehen die meisten Frauen auf "Famerap" sprich Amerikanischen Rap, weil sie die Texte nicht verstehen. :grin:
 
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