Frau schwanger - wer bestimmt über Abtreibung?

Benutzer81990 

Verbringt hier viel Zeit
ich persönlich finde diese vorstellung ganz furchtbar und würde mich daher immer gegen ein kind entscheiden. da spielt es keine rolle, welche optionen es im anschluss gibt (wobei ich es niemals weggeben würde).


soll ich jetzt also nie vögeln, weil ich kein baby in meinem bauch möchte?

Du musst ja nicht schwanger werden, es gibt heute genug Möglichkeiten und wenn du dich sowieso immer gegen ein Kind entscheiden würdest, dann lass dich sterilisieren, dann hast du das Problem auch nicht mehr.

(und als wäre leben um jeden preis etwas, das man unbedingt erreichen muss...)

Das sollte in meinen Augen aber immer noch das Leben selber entscheiden und nicht jemand anderes (auch nicht die Mutter!)

So weit ich weiss bekommt - im Falle dass der Mann das Sorgerecht für das Kind hat - dieser auch Unterhalt für das Kind von seiner Frau.

Das wäre mir neu, werde mich aber mal schlau machen...

OK... scheinst recht zu haben: Hab zumindest auf die schnelle einen Artikel gefunden, nachdem nur jede fünfte Mutter Unterhalt an den alleinerziehenden Vater zahlt.
 

Benutzer79369 

Benutzer gesperrt
es gibt zwar einige möglichkeiten, die aber alle nicht 100% sicher sind (zumal ich die meisten für mich ablehne), ein risiko besteht also immer. und mit 24 einfach mal so sterilisieren lassen, macht ja auch jeder arzt...

du kannst aber einen unfertigen (und nur durch die mutter lebensfähigen) menschen nicht danach fragen, ob er leben möchte oder nicht und die umstände kann er sich auch nicht aussuchen.

aber ist bestimmt ein tolles gefühl: nicht gewollt in die welt gesetzt und dann irgendwann abgeschoben ins heim. ich halte von "leben um jeden preis" einfach nichts und finde es besser, wenn man ein kind nur bekommt, wenn man die passenden lebensumstände, eine kindgerechte persönlichkeit und viel liebe bieten bzw. geben kann.
 
R

Benutzer

Gast
Off-Topic:
- keiner will ein Kind: Dann passt verdammt nochmal auf, ansonsten Heim/Adoption.
So leicht kannst du es dir aber auch nicht machen. Ich habe in der Vergangenheit mehrfach und auch in direktem persönlichem Bezug mit Kindern/Jugendlichen zu tun gehabt und habe es tagtäglich noch immer, die "keiner wollte".
Du kannst dir anscheinend nicht vorstellen, was diese Menschen durchmachen, v.a. wenn sie erfahren, dass eben niemand sie wirklich wollte, dass sie in einer Familie aufwachsen, zu der sie nie wirklich gehören werden (klar haben sie es dort gut und höchstwahrscheinlich auch besser als in der Herkunftsfamilie), auch wenn diese sich noch so viel Mühe gibt. Wie viele junge Menschen begeben sich (spätestens) mit 18 auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern - sowas ist psychisch sehr anstregend und führt häufig zu einer inneren Zerrissenheit, da man nicht weiß, wo man nun dazugehört.
Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich nur sagen, dass eine Adoption für mich persönlich wesentlich (!) gravierender wäre als eine Abtreibung. Vom Kinderheim möchte ich hier gar nicht anfangen.
 

Benutzer81990 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:
Off-Topic:

So leicht kannst du es dir aber auch nicht machen. Ich habe in der Vergangenheit mehrfach und auch in direktem persönlichem Bezug mit Kindern/Jugendlichen zu tun gehabt und habe es tagtäglich noch immer, die "keiner wollte".
Du kannst dir anscheinend nicht vorstellen, was diese Menschen durchmachen, v.a. wenn sie erfahren, dass eben niemand sie wirklich wollte, dass sie in einer Familie aufwachsen, zu der sie nie wirklich gehören werden (klar haben sie es dort gut und höchstwahrscheinlich auch besser als in der Herkunftsfamilie), auch wenn diese sich noch so viel Mühe gibt. Wie viele junge Menschen begeben sich (spätestens) mit 18 auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern - sowas ist psychisch sehr anstregend und führt häufig zu einer inneren Zerrissenheit, da man nicht weiß, wo man nun dazugehört.
Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich nur sagen, dass eine Adoption für mich persönlich wesentlich (!) gravierender wäre als eine Abtreibung. Vom Kinderheim möchte ich hier gar nicht anfangen.

ich kenne auch zwei die in einer Pflegefamilie aufgewachsen sind und denen geht es prächtig. Selbst wenn wir diese Beispiele nehmen bei denen es nicht so gut funktioniert hat. Vielleichte war es psychisch anstrengend, vielleicht extrem schwer/hart. Aber wenn dieser Mensch am Ende 80 Jahre geworden ist, bin ich mir ziemlich sicher, dass er mehr erlebt hat für das er dankbar war als umgekehrt. Aber ich denke diese Frage kann man nicht daran entscheiden indem man sich eine Hand voll Einzelfälle (egal ob eher positiv wie ich oder eher negativ wie du) ansieht.

Wie entscheidest du z.B. bei einer Behinderung? Abtreiben, weil du schon behinderte gesehen hast bei denen du das Gefühl hattest, dass sie kein Spaß am leben haben?

In unsere Gesellschaft ist das leben des einzelnen das höchste gut. Wir haben keine Todesstrafe, selbst ich kann für mich alleine den Tod nicht in Form von Sterbehilfe wählen und ein Mensch der nur noch durch Maschinen am Leben erhalten wird ist dazu "verdammt" dieses Leben zu leben.

Das Leben ist in unserer Gesellschaft das höchste und da ich in dieser aufgewachsen und durch diese geprägt wurde zählt das auch für mich.

Ich sage nicht das ein Heim oder eine Pflegefamilie das beste ist. In erster Linie sollte man nicht schwanger werden, wenn man es 100%ig nicht will und ich denke das ist heute möglich. Selbst für die tollen Unfällen, wie man sie immer in den Talk Shows hört, gibt es noch die Pille danach.

Wenn es aber passiert ist hat in meinen Augen niemand mehr das Recht dem beginnenden Leben das Leben zu nehmen.
 

Benutzer79369 

Benutzer gesperrt
Off-Topic:
vielleicht sollten manche nicht so viele talkshows gucken...

selbst ich kann für mich alleine den Tod nicht in Form von Sterbehilfe wählen und ein Mensch der nur noch durch Maschinen am Leben erhalten wird ist dazu "verdammt" dieses Leben zu leben.

leider muss sich der staat auch in alles einmischen...

wenn ich jetzt nicht auf der welt wäre, dann gäbe es mich einfach nicht. warum deshalb so ein theater machen?

 
R

Benutzer

Gast
Off-Topic:
Off-Topic:


ich kenne auch zwei die in einer Pflegefamilie aufgewachsen sind und denen geht es prächtig. Aber ich denke diese Frage kann man nicht daran entscheiden indem man sich eine Hand voll Einzelfälle (egal ob eher positiv wie ich oder eher negativ wie du) ansieht.
Off-Topic:

Das mag dir von außen so erscheinen, aber um ehrlich zu sein glaube ich, dass ich das besser beurteilen kann, da ich in genau dieser Situtation seit vielen Jahren lebe. Dadurch hat man Kontakt mit anderen Pflegefamilien und erfährt, wie es den Kindern da so ergeht und glaub mir, in KEINER wachsen die Kinder so normal auf wie die leiblichen Kinder der Familien!

Wie entscheidest du z.B. bei einer Behinderung? Abtreiben, weil du schon behinderte gesehen hast bei denen du das Gefühl hast, dass sie kein Spaß am leben haben?
Das kommt natürlich auf die Behinderung an. Trisomie 21 wäre für mich z.B. kein Abtreibungsgrund, aber ein Mensch, der weder sprechen, sehen oder hören, alleine essen, zur Toilette gehen oder atmen kann, welche Lebensqualität hat dieser? Muss ich einem Kind das antun?
In unsere Gesellschaft ist das leben des einzelnen das höchste gut. Wir haben keine Todesstrafe, selbst ich kann für mich alleine den Tod nicht in Form von Sterbehilfe wählen und ein Mensch der nur noch durch Maschinen am Leben erhalten wird ist dazu "verdammt" dieses Leben zu leben.
Und auch das finde ich nicht gut. Ich möchte entscheiden können, dass die Maschinen ausgeschalten werden, sobald ich nur noch vor mich hin vegetiere. Was bringt das denn?
Das Leben ist in unserer Gesellschaft das höchste und da ich in dieser aufgewachsen und geprägt wurde zählt das auch für mich.
Das ist schön für dich, aber ich sehe das anders. Ein Leben, das von vornherein unerwünscht ist, kann man doch keinem Kind wünschen.

Ich sage nicht das ein Heim oder eine pflege Familie das beste ist. In erster Linie sollte man nicht schwanger werden, wenn man es 100%ig nicht will und ich denke das ist heute nötig. Selbst für die tollen Unfällen, wie man immer in den Talk Shows hört, gibt es noch die Pille danach.
Nur leider haben die Leute aus Talk Shows doch eh keine Ahnung von Verhütung und kriegen Kinder wie die Karnickel - wo bleibt deren Lebensqualität? Diese Kinder haben doch auch einen Anspruch auf Aufmerksamkeit, Liebe und ja, materielle Dinge - denn ohne diese kann man ein Kind nun mal schwer groß kriegen...

Wenn es aber passiert ist hat in meinen Augen niemand mehr das Recht dem beginnenden Leben das Leben zu nehmen.
Wenn du aber doch weißt, dass dem Kind keine rosige Zukunft bevorsteht (sei es Vernachlässigung, Adoption, Kinderheim), ist es dann nicht verantwortungslos, es dennoch zu bekommen?
 

Benutzer81664  (33)

Verbringt hier viel Zeit
Die Frage ist sowohl für Frauen als auch für Männer. Bitte antwortet mit eurer eigenen Meinung.

Frage:
Angenommen, die weiblichen Person in deiner Beziehung wird ungeplant schwanger - darf ...

...die Frau eine Abtreibung durchführen dürfen, wenn der Mann das Kind möchte, sie aber nicht?
[X] ja
[] nein

Begründung: __Es ist ihr Körper_____________________________


...die Frau das Kind behalten dürfen, wenn der Mann das Kind NICHT möchte?
[X] ja
[] nein

Begründung: ____Wie oben ihr Körper ihre Entscheidung___________


Und würden Männer schwanger werden können wäre ich der gleichen Meinung
 

Benutzer81990 

Verbringt hier viel Zeit
Off-Topic:

Off-Topic:

Wenn du aber doch weißt, dass dem Kind keine rosige Zukunft bevorsteht (sei es Vernachlässigung, Adoption, Kinderheim), ist es dann nicht verantwortungslos, es dennoch zu bekommen?

aber genau das weiß ich nicht, da ich ihre Zukunft nicht kenne. Und alle Pflegefamilien sind sicher nicht schlecht. Meine zwei Beispiele kenne ich sehr gut (beste Freunde) und sie hatten nie ein interesse ihre leiblichen Eltern zu finden, da diese für sie keine Bedeutung haben und sie hatte auch nie das gefühl "nicht gewollt zu sein" da sie von Anfang an von ihren (Pflege-)Eltern gewollt wurden. Da ging/geht es vielen Kindern bei ihren leiblichen Eltern schlechter und auch denen würde ich nicht das Recht auf Leben absprechen.
 

Benutzer38494 

Sehr bekannt hier
Frage:
Angenommen, die weiblichen Person in deiner Beziehung wird ungeplant schwanger - darf ...

...die Frau eine Abtreibung durchführen dürfen, wenn der Mann das Kind möchte, sie aber nicht?
[x] ja
[] nein

Begründung: sie allein entscheidet, denn so ist das gesetz.


...die Frau das Kind behalten dürfen, wenn der Mann das Kind NICHT möchte?
[x] ja
[] nein

Begründung: sie allein entscheidet, denn so ist das gesetz.

Männerrechtsbewegung

Durch das im Zuge der voranschreitenden Gleichberechtigung entstandene Bedürfnis, auch die Rechte der Männer durchzusetzen, sind in jüngster Vergangenheit vermehrt neue Gesichtspunkte aufgetaucht. So fordern Männer nunmehr nicht aus traditionellen oder patriarchalen Gründen, sondern zur Durchsetzung der Gleichberechtigung ein gesetzlich geregeltes Mitspracherecht zum Schwangerschaftsabbruch der Frau. Demnach dürfe die Entscheidung über den Abbruch nicht unter Ausschluss der Väter stattfinden, da es sich nicht allein um die Entscheidung einer Frau über ihren Körper, sondern auch um eine Entscheidung über die gemeinsame Leibesfrucht handele. Zwar wird zumeist eingeräumt, dass Frauen wesentlich stärker von der Entscheidung betroffen seien, aber zumindest in Fällen, in denen die Entscheidung nicht auf medizinischen, sondern rein sozialen oder wirtschaftlichen Überlegungen basiere, solle es dem Partner möglich sein, durch verstärkte zukünftige Übernahme der Verantwortung für das geborene Kind im Entscheidungsprozess präsent zu sein.

Da die für Gleichberechtigung kämpfende Männerrechtsbewegung noch in den Kinderschuhen steckt, haben sich diese Ansichten bislang nicht durchgesetzt. Inwieweit diese Ansichten in Zukunft auf die Abbruchdebatte Einfluss gewinnen können bleibt abzuwarten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Schwangerschaftsabbruch

mir persönlich wäre es lieber wenn auch der mann ein entscheidenes mitspracherecht hätte, allerdings muss ich zugeben das diese entscheidung in meinen augen zu recht letztlich die frau zu tragen hat.

wie will man einer frau eine schwangerschaft aufzwingen?
wie will man sie kontrollieren (wollen) das sie dem ungeborenen kein leid zufügt?
wie will man einer frau einen körperlichen eingriff erzwingen?
wie will man sich das recht heraus nehmen über ihren körper zu bestimmen?

letztlich ist jeder mann selber MITverantwortlich, falls es zu einer unerwünschten schwangerschaft kommt und jeder mann hat die möglichkeit sich eines kondomes zu bedienen.

ficken ist ficken ... ficke ich, muss ich damit rechnen das die frau (gewollt oder ungewollt) schwanger wird und auch die (finanziellen wie sozialen) konsequenzen tragen.

gleichzeitig kann ich keiner frau die pille verbieten wollen, nur weil ICH ein kind haben will.

so gesehen ist die jetzige gesetzliche regelung für mich korrekt ... bis auf die tatsache, das ich einer GEMEINSAMEN beratung in beiderlei sinne vorschlagen würde.
eben einer beratenden und vorgeschriebenen unterredung wo beide potentiell künftigen eltern anwesenheitspflicht haben und ihre meinung kund tun dürften, um der frau so auch die gelegenheit zu geben mit dem potentiellen vater konfrontiert zu werden um sich ihre meinung zu bilden und sich letztlich doch selber entscheiden zu dürfen/können/müssen.
 

Benutzer8686 

Sehr bekannt hier
mir persönlich wäre es lieber wenn auch der mann ein entscheidenes mitspracherecht hätte
Da stimme ich dir zwar zu und fände das auch richtig, aber es ist überhaupt nicht praktikabel.

Stell dir mal vor, das Beratungsgespräch vor einer Abtreibung bei profamilia wäre an das Beisein beider "Geschlechtspartner" gebunden. Und nun hat der Kerl vll. gar keinen Bock, war nur ein ONS, ist im Ausland oder sonstwas - soll es dann heißen: "Sorry, aber ohne ihn können wir Ihnen den Beratungsschein nicht ausstellen"?

Ich sag ja, grundsätzlich hast du Recht, aber es ist problematisch.

Ich bin auch der Meinung: Mein Körper - meine Entscheidung.
Ob ich ein Kind in mir behalten oder abtreiben möchte bleibt zuletzt ganz allein meine Entscheidung.
Natürlich kann man im Vorfeld, nein SOLLTE man auf eine vernünftige Verhütung achten. Aber selbst bei der Pille und selbst mit Kondom, kann was passieren. Das weiß und sollte jeder wissen, der Sex hat.
Und selbst wenn es zum "Unfall" kommt, ist das alles sehr tragisch und unwünschenswert, aber der Gesetzgeber räumt die Möglichkeit ein, junges Leben abzutreiben. Man kann darüber geteilter Meinung sein, aber einfach die Moralkeule zu schwingen und mal salopp zu behaupten "Gebt's doch einfach zur Adoption frei" finde ich zu schnell daher gesagt.
 

Benutzer44072 

Sehr bekannt hier
Ein in irgendeiner Form gesetzlich geregeltes Mitspracherecht für Männer ist unsinnig und wäre auch nicht praktikabel. Es ist ihr Körper, sie entscheidet.

Wer aber tatsächlich in einer funktionierenden Partnerschaft lebt, also die Männer die dann tatsächlich die Verantwortung auch mittragen, werden doch mit Sicherheit auch in die Entscheidung/Entscheidungsfindung mit einbezogen. Einen wirklichen Änderungsbedarf kann ich also gar nicht erkennen.
 

Benutzer48403  (51)

SenfdazuGeber
Ich hab jetzt nicht alles gelesen, aber meiner Ansicht haben Männer darüber kein grosses Mitspracherecht, da es ihr Körper ist, sie das Kind austrägt und somit entscheidet, ob sie es in die Welt setzt oder abtreibt.
Ich muss aber gestehen, dass ich, einfach mal angenommen, meine Frau wird unerwartet schwanger und möchte abtreiben, nicht damit umgehen könnte. Das Kind besteht ja dann ja auch aus meinem Fleisch und Blut, und würde es selbstverständlich behalten wollen. Ich kann nicht sagen, wie ich reagieren würde, wenn der Fall einträfe, sehr schwierig.....:ratlos:
Ein Kind zur Adoption freizugeben, könnte ich vielleicht noch damit umgehen - vorausgesetzt, es kommt in eine gute Pflegefamilie.
 
S

Benutzer

Gast
Ich denke auch, dass das eine schwere Frage ist auf die man keine allgemeingültige Antwort geben kann!
Das muss man gemeinsam in der Situation entscheiden.
Es kommt auch immer auf die Gründe an, warum man das Kind abtreiben/behalten möchte...
Ich stelle es mir aber SEHR schwer vor, wenn beide so gegensätzliche Meinungen haben...
 

Benutzer65590 

Beiträge füllen Bücher
Frage:
Angenommen, die weiblichen Person in deiner Beziehung wird ungeplant schwanger - darf ...

...die Frau eine Abtreibung durchführen dürfen, wenn der Mann das Kind möchte, sie aber nicht?
[x] ja
[] nein

Begründung: Wer hat das Blag am Leib, sie oder er? - Wem steckt man Geräte in den Körper und wer erleidet die Schmerzen, sie oder er? - Genau. Also sollte sie exklusiv entscheiden dürfen, was oder was nicht mit ihrer Leibesfrucht geschieht. Sicher, der Vater ist natürlich auch an der Sache beteiligt, aber eben nicht körperlich. Seine Rechte fangen m.E. an, wenn das Kind, das auch seine Gene trägt, lebensfähig ist.


...die Frau das Kind behalten dürfen, wenn der Mann das Kind NICHT möchte?
[x] ja
[] nein

Begründung: Siehe oben. Niemand darf zu einer Abtreibung gezwungen werden, ebensowenig wie zu einem beliebigen anderen ärztlichen Eingriff. Ist zwar scheisse für den Mann, dass er hier an einer ihn auch finanziell tangierenden Entscheidung nicht beteiligt wird, aber die Zeugung eines Kindes ist nunmal eine Möglichkeit, die auch aufgrund ihrer gravierenden Folgen immer gut erwogen sein will und die, wenn man nicht dafür bereit ist, vorher konsequent ausgeschlossen werden sollte.

Für mich ist die Sache klar: ihr Körper, ihre Entscheidung. - Das ist für einen Mann nur in der Situation blöd, wenn er "ein Kind angehängt" bekommt und nichts dagegen tun kann. ... Tja, aber da heisst es eben vorher: trau, schau wem.
 

Benutzer12784  (40)

Sehr bekannt hier
Off-Topic:


ich kenne auch zwei die in einer Pflegefamilie aufgewachsen sind und denen geht es prächtig. Selbst wenn wir diese Beispiele nehmen bei denen es nicht so gut funktioniert hat. Vielleichte war es psychisch anstrengend, vielleicht extrem schwer/hart. Aber wenn dieser Mensch am Ende 80 Jahre geworden ist, bin ich mir ziemlich sicher, dass er mehr erlebt hat für das er dankbar war als umgekehrt. Aber ich denke diese Frage kann man nicht daran entscheiden indem man sich eine Hand voll Einzelfälle (egal ob eher positiv wie ich oder eher negativ wie du) ansieht.

Wie entscheidest du z.B. bei einer Behinderung? Abtreiben, weil du schon behinderte gesehen hast bei denen du das Gefühl hattest, dass sie kein Spaß am leben haben?

In unsere Gesellschaft ist das leben des einzelnen das höchste gut. Wir haben keine Todesstrafe, selbst ich kann für mich alleine den Tod nicht in Form von Sterbehilfe wählen und ein Mensch der nur noch durch Maschinen am Leben erhalten wird ist dazu "verdammt" dieses Leben zu leben.

Das Leben ist in unserer Gesellschaft das höchste und da ich in dieser aufgewachsen und durch diese geprägt wurde zählt das auch für mich.

Ich sage nicht das ein Heim oder eine Pflegefamilie das beste ist. In erster Linie sollte man nicht schwanger werden, wenn man es 100%ig nicht will und ich denke das ist heute möglich. Selbst für die tollen Unfällen, wie man sie immer in den Talk Shows hört, gibt es noch die Pille danach.

Wenn es aber passiert ist hat in meinen Augen niemand mehr das Recht dem beginnenden Leben das Leben zu nehmen.

Off-Topic:
Nein, die persönlichen Freiheiten sind in unserer Gesellschaft das höchste Gut. Und es ist eine Persönliche Freiheit der Frau über ihren Körper entscheiden zu können.

Die Mutter hat jedes Recht darüber zu bestimmen ob das Kind ihren Körper benutzen darf um darin zu leben. Es ist ihr Körper, und da braucht es keine weitere Diskussion.

Die Pille danach gibt es, und die soll auch rezeptfrei werden, damit jeder eine daheim haben kann, ist aber auch nur dann von nutzen wenn man merkt das man einen Fehler gemacht hat.

Ádoption ist sowohl für die Mutter als auch für das Kind stressig, ich versteh durchaus wenn man das eben nicht will.
 

Benutzer40336 

Verbringt hier viel Zeit
Es kann ja nur so sein, dass die Frau das letzte Wort hat, bei dieser Frage, weder kann man jemanden zu so einem Eingriff wie der Abtreibung zwingen, noch dazu, dass jemand 9 Monate lang ein Kind austrägt, dass sie gar nicht will. Ist klar, dass es ne blöde Situation ist, wenn die zukünftigen Eltern da unterschiedlicher Meinung sind, aber da gibt es einfach keine perfekte Lösung und so, wie es hier in Deutschland im Moment gehandhabt wird, finde ich es schon gut.

und @ MacGyver: Natürlich kriegen alleinerziehende Männer auch Unterhalt von den Kindsmüttern, wie kommst du drauf, dass es nicht so wäre? Das wird auch genauso berechnet wie der Unterhalt der Kindsväter im anderen Fall.
 

Benutzer30855  (35)

Verbringt hier viel Zeit
Frage:
Angenommen, die weiblichen Person in deiner Beziehung wird ungeplant schwanger - darf ...

...die Frau eine Abtreibung durchführen dürfen, wenn der Mann das Kind möchte, sie aber nicht?
[x] ja
[] nein

Begründung: Es ist ja nuneinmal die Frau, die das Kind zur Welt bringt, da ist es ihr Recht zu entscheiden, ob abgetrieben wird oder nicht.


...die Frau das Kind behalten dürfen, wenn der Mann das Kind NICHT möchte?
[x] ja
[] nein

Begründung: Siehe oben.
 

Benutzer11320 

Benutzer gesperrt
Hallo,

ich werd' mal 'n bißchen andere sichtweise als fast alle hier vertreten...

Frage:
Angenommen, die weiblichen Person in deiner Beziehung wird ungeplant schwanger - darf ...

...die Frau eine Abtreibung durchführen dürfen, wenn der Mann das Kind möchte, sie aber nicht?
[] ja
[X] nein

Begründung: tut mir leid, aber alleine mit der begründung "schmerzen aushalten müssen" oder "schwangerschaft ist für die frau unbequem" kann eine abtreibung nicht - genauer: auf gar keinen fall - gerechtfertigt werden. abtreibungen aus medizinischer oder auch sozialer indikation sind sicher gerechtfertigt, aber wenn beides nicht vorliegt - und wenn der mann das kind will, liegt eben auch letzteres nicht vor, sollte es auch keine abtreibung geben!! wenn frau meint, das selbstbestimmungrecht über ihren körper geht alleine schon aus bequemlichkeit über das lebensrecht anderer menschen (auch ungeborener), dann soll sie gefälligst aufpassen, wann sie mit wem fickt!


...die Frau das Kind behalten dürfen, wenn der Mann das Kind NICHT möchte?
[X] ja
[] nein

Begründung: im prinzip das gleiche wie oben - der typ aus selbstsüchtigen gründen ebensowenig zu melden wie die frau.

nur zur klarstellung: ich bin schon dafür das abtreibungen möglich sein sollen wann immer sinnvoll sind - wenn das kind eben nicht zur welt kommen kann, weil sonst elend, armut, medizinische katastrophen oder sonstwas drohen.

aber nur weil womöglich einer von beiden das kind nicht will - niemals!

m.
 

Benutzer31418 

Sehr bekannt hier
Begründung: tut mir leid, aber alleine mit der begründung "schmerzen aushalten müssen" oder "schwangerschaft ist für die frau unbequem" kann eine abtreibung nicht - genauer: auf gar keinen fall - gerechtfertigt werden.
Und wie kontrollierst du dann, ob die Frau sich in der erzwungenen Schwangerschaft angemessen verhält? Was passiert, wenn sie eine Fehlgeburt hat, die sie evtl. selbst herbeigeführt hat, wird sie dann bestraft? Oder wenn das Kind behindert zur Welt kommt und man nicht weiß, ob es vielleicht durch ihr Verhalten dazu kam? Und was ist, wenn die Frau bei der Geburt körperliche Schäden davontragen sollte, kann sie dann Schadenersatz einfordern, weil sie die Schwangerschaft ja nicht wollte?

Es tut mir zwar leid für Männer, dass letztlich immer von der Frau die Entscheidung getroffen wird, aber jemanden zu einer Schwnagerschaft zu zwingen oder umgekehrt gar gegen den Willen der Frau abzutreiben erscheint mir noch bizarrer und undurchführbar.
 
Oben
Heartbeat
Neue Beiträge
Anmelden
Registrieren