Frau bleibt nicht bei den Kindern zu Hause

Benutzer79932 

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wie gesagt: für mich als MANN wäre es ein grober nachteil, wenn meine kinder keine schöne kindheit hätten, und z.b. immer platz zwei gegenüber der selbstverwirklichung der eltern wären. ist das für dich ein widerspruch?

Sorry, für mich ist das kein direkter Nachteil. Die Qualität der Kindheit dürfe wohl kaum nur davon abhängen. Aber nett, dass die Frau schuld ist, wenn sie sich erlaubt, arbeiten zu gehen und das Kind dann irgendwie verkorkst. Diese Logik ist doch etwas arg einfach. Und eigentlich eine Frechheit.

squarepusher schrieb:
hmm, dazu hab ich meinen letzten beitrag gerade editiert. ich kann meinen finger nicht drauflegen, aber für mich ist das weiterreichen des kindes von brustmilchpumpe zu tagesstätte zu kindergarten ein klares indiz dafür, dass es hier lästige bürde ist.

Wieso das Kind automatisch eine "lästige Bürde" ist, weil man nicht 24/7 um das Kind rumhocken will, muss, möchte, was auch immer, verstehe ich beim besten Willen nicht.

Auch wenn ich überhaupt nicht verstehe, warum auf der Stillerei rumgetrampelt wird, gehe ich jetzt trotzdem mal drauf ein: was ist denn mit den Frauen, die ihr Kind nicht stillen KÖNNEN? Gibts bekanntlich. Was passiert denn da? Verkorkste Kinder, so automatisch, obwohl Mami immer da war? Hm, dann geht aber was nicht mehr ganz auf... Ich denke, das ist doch sehr simpel gedacht.
 

Benutzer54457 

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Sorry, für mich ist das kein direkter Nachteil. Die Qualität der Kindheit dürfe wohl kaum nur davon abhängen. Aber nett, dass die Frau schuld ist, wenn sie sich erlaubt, arbeiten zu gehen und das Kind dann irgendwie verkorkst. Diese Logik ist doch etwas arg einfach.

wenn man das reinfantasiert, was du reinfantasierst, dann schon. ich sage: für mich als mann ist es ein grober nachteil, wenn meien kinder eine schlechte kindheit haben. dass die kindheit verkorkst ist, wenn die frau arbeiten geht, ist deine interpretation davon. wessen logik ist etwas arg einfach...

Wieso das Kind automatisch eine "lästige Bürde" ist, weil man nicht 24/7 um das Kind rumhocken will, muss, möchte, was auch immer, verstehe ich beim besten Willen nicht.

beeindruckt mich nicht. zwischen brustmilchpumpe, tagesstätte, und "wann wirds endlich eingeschult/wann darfs endlich in den kindergarten" und "24/7 um das kind rumhocken" besteht ein riesen unterschied, der dir entweder wurscht ist, oder den du nicht sehen willst, oder for the sake of the argument einfach untern tisch fallen lässt.
Auch wenn ich überhaupt nicht verstehe, warum auf der Stillerei rumgetrampelt wird, gehe ich jetzt trotzdem mal drauf ein: was ist denn mit den Frauen, die ihr Kind nicht stillen KÖNNEN?Gibts bekanntlich. Was passiert denn da?

ach bitte, reiß dich ein! natürlich gibts das, und das ist ein pech. so viele kinder werden nicht brustgefüttert und leben auch. so viele kinder leben von ein paar hundert kalorien am tag und leben auch, hast du das gewusst?

ich glaub dein problem ist, dass du nicht sehen willst, dass ich hier nie von einer mutterschuld alleine gesprochen habe, sondern einfach überlegt hab, was für mich zu einer guten kindheit dazugehört, und wie das mit den berufsvorstellungen von eltern kollidiert.

davon abgesehen, was die säugung angeht: lies dich mal etwas ein. es ist für mich widersinnig, zu überlegen, wann ein kind eh noch überlebt und sich dann danach zu richten. auch kinder völlig ohne eltern leben weiter, oder kinder die geschlagen werden...
 

Benutzer29290 

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Auch wenn ich überhaupt nicht verstehe, warum auf der Stillerei rumgetrampelt wird, gehe ich jetzt trotzdem mal drauf ein: was ist denn mit den Frauen, die ihr Kind nicht stillen KÖNNEN? Gibts bekanntlich. Was passiert denn da? Verkorkste Kinder, so automatisch, obwohl Mami immer da war? Hm, dann geht aber was nicht mehr ganz auf... Ich denke, das ist doch sehr simpel gedacht.
Eben. Es gibt ja tatsaechlich Frauen, die nicht stillen koennen. Sind das dann schlechtere Menschen?
 

Benutzer54457 

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Eben. Es gibt ja tatsaechlich Frauen, die nicht stillen koennen. Sind das dann schlechtere Menschen?

ja, find ich schon. die sind wirklich schlecht. unverantwortlich, dass die überhaupt kinder in die welt setzen.. :engel:

ernsthaft:
wenn frau es nicht kann, aber gerne wollte, finden sich sicher wege, die geborgenheit dahinter auch zu transportieren. umgekehrt, wenn frau kann, aber nicht will, weil sie es für unnötig erachtet, ist das für mich ein indiz für eine schlechte mutter.

ich finde es schräg, einerseits immer zu hören, wieviel wichtiger eine mutter für ein kind nicht ist als ein vater, und dann, wenn es eine situation gibt, in der die meisten wirklich zustimmen, dass das so ist, nämlich im säuglingsalter, "kneifen" so viele mütter. gehen arbeiten, tun nicht säugen obwohl sie könnten, ...
 

Benutzer29290 

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j

ernsthaft:
wenn frau es nicht kann, aber gerne wollte, finden sich sicher wege, die geborgenheit dahinter auch zu transportieren. umgekehrt, wenn frau kann, aber nicht will, weil sie es für unnötig erachtet, ist das für mich ein indiz für eine schlechte mutter.
Das Stillen ist ja nur eine Sache. Es spricht ja nichts dagegen nach der Geburt ein paar Monate zu stillen, aber danach kann Frau ja wieder arbeiten gehen und je nach Job kann man auch das Kind trotz Arbeit stillen. Mich stoert einfach die Einstellung, dass man sich als Frau fuer Kind oder Beruf entscheiden soll, waehrend die Maenner froehlich weitermachen wie bisher. Bis ich meinen Doktor habe bin ich 30/31 und dann werde ich doch nicht ernsthaft Hausfrau, nachdem ich soviel in meine Ausbildung investiert habe. Deshalb wuerde ich sicher trotzdem mein Kind lieben und eben am Abend und Wochenende viel Zeit mit ihm verbringen.
 

Benutzer12784  (40)

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Sowas redet man sich doch vorher aus, oder?

Ich mein, zumindest bei einem Wunschkind sollte man vorher drüber reden, ob wirklich beide Partner bereit sind, sich um das Kind zu kümmern. Aber wenn die Frau umbedingt ein Kind will, der Mann aber nicht, wieso sollte er dann sein Leben umkrempeln? Genuso umgekehrt, wenn die Frau gar keines will, sondern nur der Mann, wieso soll sie dann ihren Job aufgeben?
Im besten Fall wollen natürlich beide, dann müssen aber auch beide ihr Leben dahingehend anpassen, das niemand übervorteilt wird.
Bei einem ungewollten Kind ists halt die Frage, da kann Frau drauf pochen, ihr Körper ihre Entscheidung, aber sie kann nicht eine Entscheidung treffen für die dann ein anderer die Konsequenzen tragen muss.
Natürlich sollte man in jedem Fall zusammen entscheiden, und auch zusmmen mit den Konsequenzen leben können.

Das Brustgeben halte ich allerdings auch für essentiel für das Heranwachsen eines Kindes, einfach weils wichtig ist, um Kontakt zur Mutter zu bekommen, und vertrauen zu bekommen.
 

Benutzer40734  (38)

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umgekehrt, wenn frau kann, aber nicht will, weil sie es für unnötig erachtet, ist das für mich ein indiz für eine schlechte mutter.



Jetzt langt es aber mal. Ich werde auch nicht stillen weil ich einfach nicht will und es mir nicht vorstellen kann. So und ich bin mal garantiert keine schlechte Mutter.

Sowas zu behaupten ist einfach nur eine unglaubliche Dreistigkeit.
 

Benutzer40734  (38)

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Off-Topic:


manchmal ist die meinung das für andere. ich finds z.b. eine dreistigkeit, dass du deine kinder nicht stillst, weil du keinen bock drauf hast.


Hab ich gesagt dass ich keinen Bock drauf habe? Ich hab gesagt ich will es nicht und kann es mir nicht vorstellen mit jetzt dem Zusatz extra für Dich, weil ich nichts an meinen Brüsten haben kann.


Und ganz ehrlich wärst Du ne Frau würde ich mich nicht so aufregen über Deine Aussage, aber als Mann, ne, hast in dem Punkt eh keinen Plan, sorry!
 

Benutzer54457 

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Hab ich gesagt dass ich keinen Bock drauf habe? Ich hab gesagt ich will es nicht und kann es mir nicht vorstellen mit jetzt dem Zusatz extra für Dich, weil ich nichts an meinen Brüsten haben kann.

wenn es ein psychisches problem von dir ist, würde das IMO eher in die kategorie "kann nicht" fallen, was, wie von mir schon gesagt, eine andere story ist. der "zusatz extra für mich" ist entscheidend, wenn du von mir eine ehrliche antwort willst. ein kommentarloses "tu ich nicht" beeindruckt mich nicht.
 

Benutzer10610 

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Aber wenn die Frau umbedingt ein Kind will, der Mann aber nicht, wieso sollte er dann sein Leben umkrempeln? Genuso umgekehrt, wenn die Frau gar keines will, sondern nur der Mann, wieso soll sie dann ihren Job aufgeben?
Insgesamt kann ich zustimmen, aber DEM Abschnitt so wie ich ihn grad verstehe nicht.
Wenn die Frau ein Kind will, der Mann aber nicht, dann wird er doch wohl kaum sagen "Jaja, ich mach Dir ein Kind, aber wenn Du es hast kümmerst DU Dich darum!"
Und wenn die Frau kein Kind will, aber der Mann, dann wird die Frau doch kaum ihren Körper zur Verfügung stellen, kurz nach der Entbindung wieder auf der Arbeit auftauchen.

Wenn einer von beiden so umbedingt will, dass kein Weg an nem Kind vorbei führt, der andere aber nicht, dann ist doch die einzige Möglichkeit ne Trennung... und nicht so eine "Zuständigkeitsverteilung" :zwinker:
So etwas könnte man ja nicht einmal bei einem Hund machen. "Jaja, kauf Dir einen, aber ICH geh nicht damit Gassi!!!"
 
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Gast
Schon mal überlegt, dass es Frauen gibt, die - und zwar völlig unabhängig vom Verdienst und von der direkten Notwendigkeit - arbeiten gehen WOLLEN, weil sie viel Geld, Zeit und Mühe in ihren bisherigen Werdegang gesteckt haben, mindestens so viel, wie die meisten Männer auch, mindestens so hart gearbeitet haben, Arbeit für sie wichtig ist, sie mit der "entweder oder"-Wahl, die hier befohlen wird, keineswegs einverstanden sind, weil sich nämlich sehr wohl beides vereinbaren lässt, wenn BEIDE bereit sind, zurückzustecken und ein Kind bekanntlich ein Produkt zweier Menschen und nicht der Frau allein ist und sie als Vollzeit-Hausfrau/Mutter schlicht und ergreifend zugrunde gehen würden?

Mein Gott, sie DARF arbeiten, wenn sie genug verdient, sie MUSS sich zwischen Kindern oder Beruf entscheiden, wo sind wir denn hier? Das kann doch nicht euer Ernst sein, dass eine Frau GEZWUNGEN wird, sich zwischen dem einen oder dem anderen zu entscheiden? Ja schön, wenn sie aus eigener Motivation heraus nur das eine will, dann ist das schön und gut, aber soweit käms grad noch, dass mich mein Partner zwingen würde, jemand zu sein, der ich nicht bin, weil ich ja angeblich nur das eine haben kann :kopfschue
Es geht hier um eine Beziehung, da sind beide im Spiel.

Entweder einer von Beiden verdient genug, und der andere bleibt zuhause, ansonsten gibts keine Kinder.

Ich sehe hier nirgends irgendwas, wo ich meine Partnerin zu zwinge.

Ich habe lediglich feste Regel und die bevorteilen keinen von beiden.

-
Was andere tun ist mir egal. Sollen se doch 10 Kinder kriegen mit einem Minimallohn. Jedem das sein.

Ich finds jedenfalls verantwortungslos gegenüber den Kindern, diese kann man sich anschaffen, wenn man genug Kohle hat, damit man gut damit leben kann.
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Hier ist es kein Problem, wenn beide Elternteile arbeiten, weil es genug Betreungsmoeglichkeiten und spaeter Ganztagsschulen gibt.
Das ist ja schön und gut... aber was haben dann die Eltern von ihrem Kind und was hat das Kind von seinen Eltern?!?
Da werden die Eltern doch schon fast zu "Kindererzeugungsmaschinen" degradiert.
So etwas kommt für mich einfach niemals in Frage. Da habe ich lieber überhaupt keine Kinder (obwohl es mein wichtigstes Ziel ist, Kinder zu haben).

Mein Gott, sie DARF arbeiten, wenn sie genug verdient, sie MUSS sich zwischen Kindern oder Beruf entscheiden, wo sind wir denn hier? Das kann doch nicht euer Ernst sein, dass eine Frau GEZWUNGEN wird, sich zwischen dem einen oder dem anderen zu entscheiden? Ja schön, wenn sie aus eigener Motivation heraus nur das eine will, dann ist das schön und gut, aber soweit käms grad noch, dass mich mein Partner zwingen würde, jemand zu sein, der ich nicht bin, weil ich ja angeblich nur das eine haben kann :kopfschue
Wenn die Frau mehr verdient, als der Mann ist es nur recht und billig, wenn sich der Mann um das Kind kümmert. Auch wenn die Frau zwar weniger verdient, aber auch dieser Verdienst ausreichend ist, kann man das so machen. Aber leider ist das doch eher selten der Fall.
Aber ich bin definitiv der meinung, dass zumindest ein Elternteil beruflich zurückstecken muss, wenn man ein Kind möchte.
Wer denkt hier an das Kind? - Zumindest ich glaube, dass eine reine Fremdbetreuung nicht gut für die Kinder ist.
Und ich könnte es als Elternteil auch niemals akzeptieren, dass MEIN Kind hauptsächlich von anderen Menschen erzogen wird.
Wenn meine Lebensgefährtin das so sieht, wie du, kommen für mich keine Kinder mit ihr in Frage. Dann wird sie wohl oder übel zur "Lebensabschnittsgefährtin".

Und gut, bitte: dann hast du die Wahl zwischen a) einer Frau, die zwar, weil Männe das so wollte, brav daheim bleibt, Kindchen zwar hätschelt und pätschelt, dabei aber totunglücklich und grenzenlos unzufrieden ist oder die b) einer Arbeit nachgeht, dabei happy ist, weil sie einen wichtigen Teil ihres Lebens nicht gegen ihren Willen aufgeben musste.
Falls ich nicht dazu in der Lage bin, auf meinen Job zu verzichten, gibt es für mich nur eine Wahl und zwar in beiden Fällen:
Auf das Kind mit dieser Frau zu verzichten, was für mich wohl bedeutet, auf diese Frau zu verzichten und hoffentlich eine andere Frau zu finden, mit der es nicht so ist, weil ich unbedingt ein Kind möchte.

Aber in den ersten Monaten muss meine Frau einfach beim Kind bleiben, um es zu stillen, weil ich als Mann dazu einfach nicht in der Lage bin.
Auch Milch abpumpen kommt da für mich niemals in Frage. Es geht hier auch um den Prozess des Stillens, der nicht nur Nahrungsaufnahme ist, wie es schon squarepusher richtig gesagt hat.

Auch wenn ich überhaupt nicht verstehe, warum auf der Stillerei rumgetrampelt wird, gehe ich jetzt trotzdem mal drauf ein: was ist denn mit den Frauen, die ihr Kind nicht stillen KÖNNEN? Gibts bekanntlich. Was passiert denn da? Verkorkste Kinder, so automatisch, obwohl Mami immer da war? Hm, dann geht aber was nicht mehr ganz auf... Ich denke, das ist doch sehr simpel gedacht.
Natürlich gibt das dann nicht automatisch "verkorkste Kinder". Aber ich bin der Meinung, dass es das beste für das Kind ist, wenn es gestillt wird. Und warum sollte das Kind nicht das Beste bekommen, wenn es möglich ist?!?

Und eine solche Frau, die nicht stillen kann, ist sicherlich keine schlechte Mutter. Aber es ist auf jeden Fall ein Punkt, der nicht gut für das Kind ist. Ich sage nicht, dass er ein direkter Nachteil sein muss... aber es ist ein Beitrag von vielen für eine gute kindliche Entwicklung. Wenn nur ein Beitrag wegfällt, wird das wohl keine großen Folgen haben. Wenn aber noch viele weitere Beiträge wegfallen, wird es dem Kind schaden.

Das Stillen ist ja nur eine Sache. Es spricht ja nichts dagegen nach der Geburt ein paar Monate zu stillen, aber danach kann Frau ja wieder arbeiten gehen und je nach Job kann man auch das Kind trotz Arbeit stillen. Mich stoert einfach die Einstellung, dass man sich als Frau fuer Kind oder Beruf entscheiden soll, waehrend die Maenner froehlich weitermachen wie bisher. Bis ich meinen Doktor habe bin ich 30/31 und dann werde ich doch nicht ernsthaft Hausfrau, nachdem ich soviel in meine Ausbildung investiert habe. Deshalb wuerde ich sicher trotzdem mein Kind lieben und eben am Abend und Wochenende viel Zeit mit ihm verbringen.
Solltest du so etwas aus meinen Beiträgen rausgelesen haben, so ist das wohl ein Missverständnis.
In der Stillzeit denke ich wirklich, dass sich die Mutter Vollzeit ums Kind kümmern sollte, wenn es irgendwie möglich ist, schon allein, weil ich der Meinung bin, dass sich ein beliebiger Elternteil ums Kind kümmern sollte und weil es wohl nicht möglich ist, wenn die Mutter zwar berufstätig ist, aber das Kind regelmäßig stillt und der Vater sich ansonsten ums Kind kümmert und auf seinen Beruf verzichtet.
Aber danach ist es völlig egal, wer sich um das Kind kümmert. Das kann genau so gut der Vater sein.
Nur leider hat man oft aus finanziellen Gründen keine wirkliche Entscheidungsfreiheit, weil nun mal Frauen oft weniger verdienen, als Männer (was ich ungerecht finde).

Jetzt langt es aber mal. Ich werde auch nicht stillen weil ich einfach nicht will und es mir nicht vorstellen kann. So und ich bin mal garantiert keine schlechte Mutter.

Sowas zu behaupten ist einfach nur eine unglaubliche Dreistigkeit.
Das ist meiner Meinung nach keine wirkliche Dreistigkeit.
Natürlich kannst du sonst in allen Belangen eine "gute Mutter" sein.
Aber wenn man sich bewusst dazu entscheidet, seinem Kind etwas vorzuenthalten, was gut für seine Entwicklung wäre, obwohl du es ihm auch geben könntest, ist das zumindest mal ein Anzeichen, dass das Kind eventuell nicht ganz so wichtig sein könnte.
Wenn du aber körperlich einfach nicht dazu in der Lage bist, dann ist das eine andere Sache. Dann geht es einfach nicht.

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Aber für mich bringen diese ganzen was währe wenn - Spielchen nichts.
Wenn ich eine Freundin habe und es danach aussieht, als könnte es etwas langfristiges bis lebenslanges werden, so wird das Thema Kinder auf jeden Fall in aller Ausführlichkeit besprochen.
Und wenn es nicht zusammenpasst, dann gibt es einfach mit dieser Frau keine Kinder und ich stehe notgedrungenerweise vor der Entscheidung "diese Frau oder Kinder".
Und ich glaube, ich würde mich für die Chance auf Kinder und gegen diese Frau entscheiden.

Dieses Spielchen gäbe es bei mir nur in einem Fall: Bei einer ungeplanten Schwangerschaft. Und dann muss man einfach schauen, wie man es schafft, dem Kind ein möglichst schönes Leben zu ermöglichen.
Das wäre der einzige Fall, in dem ich von meinem Grundsatz, dass sich ein Elternteil zuerst in Vollzeit und später in Teilzeit um das Kind kümmern muss, abrücken würde.
 

Benutzer79932 

Verbringt hier viel Zeit
Ich hab nicht viel Zeit jetzt grade und gehe nur schnell auf zwei Sachen ein:

Wenn die Frau mehr verdient, als der Mann ist es nur recht und billig, wenn sich der Mann um das Kind kümmert. Auch wenn die Frau zwar weniger verdient, aber auch dieser Verdienst ausreichend ist, kann man das so machen.

banane0815 schrieb:
Nur leider hat man oft aus finanziellen Gründen keine wirkliche Entscheidungsfreiheit

Ich würde gern etwas verstehen: wenn es finanziell notwendig ist, dann ist plötzlich scheissegal, ob die Frau nun die ersten x Jahre ausschliesslich beim Kind ist oder nicht. Wieso? Deine Begründung ist, dass Kinder angeblich nur dann supertoll werden respektive es der einzige richtige Weg ist, wenn Frau brav stillt und danach x Jahre daheim bleibt und nur noch dafür da ist. Weshalb genau sollte das plötzlich nicht mehr gelten, nur weil es (angeblich) finanziell notwendig ist? Inwiefern macht es - rein in Bezug auf das Grossbringen der Kinder - bitte auch nur ein Fünkchen Unterschied, ob ich als Frau arbeiten WILL oder arbeiten MUSS? Wenn doch Stillen und unzählige Jahre direkte Mutterbindung angeblich so wichtig und absolut unverzichtbar sind, warum ändert sich das plötzlich, wenn es finanziell angeblich notwendig ist? Das macht genau gar keinen Sinn. Entweder es ist absolut unabdingbar und der einzige richtige Erziehungsweg, oder es ist eben nicht so. Das Kind kratzt es schlussendlich herzlich wenig, ob es nicht Ewigkeiten gestillt wurde, weil Mama arbeiten WOLLTE oder weil sie arbeiten MUSSTE - ob es Notwendigkeit oder Freiwilligkeit war, die dazu geführt hat, dass die Frau wieder arbeiten geht, ändert nichts daran, wie sich das Kind entwickelt.

Ausserdem: Du plädierst auf Entscheidungsfreiheit respektive beklagst dich darüber, dass man diese im Generellen nicht mehr hat. Ach, und was glaubst du, machst du gerade, wenn du von einer Frau (direkt oder indirekt) "verlangst" (soweit du das kannst), dass sie nur noch zu Hause bleibst oder - ebenso schön - mit Trennung "drohst", wenn sie sich nicht an DEINE Vorstellungen hält? Richtig, du nimmst ihr ihre Entscheidungsfreiheit. Ziemlich heuchlerisch finde ich das.

banane0815 schrieb:
Natürlich gibt das dann nicht automatisch "verkorkste Kinder". Aber ich bin der Meinung, dass es das beste für das Kind ist, wenn es gestillt wird. Und warum sollte das Kind nicht das Beste bekommen, wenn es möglich ist?!?

Und gerne nochmals: wer sagt dir denn so genau, dass das eine zwangsläufig und immer und grundsätzlich und überhaupt das Beste ist?
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich würde gern etwas verstehen: wenn es finanziell notwendig ist, dann ist plötzlich scheissegal, ob die Frau nun die ersten x Jahre ausschliesslich beim Kind ist oder nicht. Wieso? Deine Begründung ist, dass Kinder angeblich nur dann supertoll werden respektive es der einzige richtige Weg ist, wenn Frau brav stillt und danach x Jahre daheim bleibt und nur noch dafür da ist. Weshalb genau sollte das plötzlich nicht mehr gelten, nur weil es (angeblich) finanziell notwendig ist? Inwiefern macht es - rein in Bezug auf das Grossbringen der Kinder - bitte auch nur ein Fünkchen Unterschied, ob ich als Frau arbeiten WILL oder arbeiten MUSS? Wenn doch Stillen und unzählige Jahre direkte Mutterbindung angeblich so wichtig und absolut unverzichtbar sind, warum ändert sich das plötzlich, wenn es finanziell angeblich notwendig ist? Das macht genau gar keinen Sinn. Entweder es ist absolut unabdingbar und der einzige richtige Erziehungsweg, oder es ist eben nicht so. Das Kind kratzt es schlussendlich herzlich wenig, ob es nicht Ewigkeiten gestillt wurde, weil Mama arbeiten WOLLTE oder weil sie arbeiten MUSSTE - ob es Notwendigkeit oder Freiwilligkeit war, die dazu geführt hat, dass die Frau wieder arbeiten geht, ändert nichts daran, wie sich das Kind entwickelt.

Ausserdem: Du plädierst auf Entscheidungsfreiheit respektive beklagst dich darüber, dass man diese im Generellen nicht mehr hat. Ach, und was glaubst du, machst du gerade, wenn du von einer Frau (direkt oder indirekt) "verlangst" (soweit du das kannst), dass sie nur noch zu Hause bleibst oder - ebenso schön - mit Trennung "drohst", wenn sie sich nicht an DEINE Vorstellungen hält? Richtig, du nimmst ihr ihre Entscheidungsfreiheit. Ziemlich heuchlerisch finde ich das.
Hier verstehst du mich völlig falsch.
Ich persönlich bin der Meinung, dass es der beste Weg ist, sein Kind zu erziehen, wenn ein Elternteil beim Kind bleibt.
Dabei habe ich ausdrücklich gesagt, dass es nach der Stillzeit egal ist, ob der Mann oder die Frau zu Hause bleibt.
Und wenn andere Eltern das nicht so handhaben möchten, ist das einzig und allein ihre Sache. Nur bin ich mir sicher, dass ich es so machen werde, wie ich es hier beschrieben habe, oder keine Kinder haben werde (mal abgesehen von Verhütungsunfällen, o.ä.).

Die fehlende Entscheidungsfreiheit bezog sich nur auf die Frage "WER bleibt nach der Stillzeit daheim? - Mann oder Frau".
Und dort hat man oftmals keine Entscheidungsfreiheit, weil es leider immer noch so ist, dass Frauen häufig deutlich weniger verdienen, als die Männer, so dass zwar das Gehalt des Mannes zur Versorgung der Familie ausreicht, das der Frau aber nicht.

Und ich sehe es auch nicht so, dass ich der Frau ihre Entscheidungsfreiheit nehme. Ich habe nämlich überhaupt nicht vor, eine längere Beziehung mit einer Frau zu führen, die in diesem, für mich unheimlich wichtigen Punkt, nicht die gleiche Einstellung hat wie ich.
Für eine funktionierende Beziehung müssen nun mal die Einstellungen bezüglich einiger wichtiger Punkte zusammenpassen.
So etwas wird auf jeden Fall besprochen, bevor Kinder ernsthaft geplant werden.

Und ich möchte auch nicht, dass meine Frau "brav" stillt und eventuell später zu Hause bleibt, sondern ich möchte, dass sie das alles macht, weil sie es selbst möchte und auch selbst davon überzeugt ist.
Mit einer anderen Frau kann ich es mir nicht vorstellen, Kinder zu haben.
Ich möchte hier wirklich keiner Frau irgendetwas aufzwingen.


Sollten finanzielle Gründe dagegen sprechen, das ein Elternteil zu Hause bleibt, so käme ich nicht auf die Idee, ein Kind zu planen. (Aber bei meinem angestrebten Beruf sehe ich dieser Sache ziemlich gelassen entgegen).

Sollte das Kind ungeplant kommen (Verhütungsunfall, oder sonst irgendwas), so ist das eine andere Sache.
Dann hat man vielleicht einfach nicht die Entscheidungsfreiheit, das zu tun, was man eigentlich unbedingt möchte und muss ein Stück weit von seinen Idealen abrücken und versuchen, sein Kind trotz der widrigen Umstände möglichst gut zu erziehen.

Und gerne nochmals: wer sagt dir denn so genau, dass das eine zwangsläufig und immer und grundsätzlich und überhaupt das Beste ist?
Das ist nur meine persönliche Meinung, bzw. besser gesagt meine persönliche Überzeugung.
Wenn andere Leute das anders sehen, ist das alleine ihr Ding. Ich respektiere das, auch wenn ich es nicht verstehen kann (genau wie ein überzeugt Gläubiger einen Atheisten zwar respektieren, aber nicht verstehen kann).

Diese Überzeugung entsteht bei mir aus mehreren Gründen:
- Ich habe selbst eine Erziehung genossen, bei der meine Mutter immer zu Hause blieb und fand dies zumindest in jungen Jahren äußerst vorteilhaft (nur später war es dann doch etwas zu viel Bemuttern... von daher finde ich es ja auch ausgesprochen gut, wenn der betreuende Elternteil nach einigen Jahren wieder halbtags und später sogar wieder vollzeit arbeitet)
- Ich kenne in meinem Umfeld einige Fälle von Müttern, die nach einer mehrjärigen Babypause wieder arbeiten wollten und bei denen dies mit Sicherheit nicht gut für die Kinder war. (Zumindest hat die Mutter, an die ich gerade hauptsächlich denke, noch früh genug die Reißleine gezogen und ist nun wieder zu Hause)
- Ich halte eine intensive Eltern-Kind-Bindung für extrem wichtig
- Ich habe allgemein ein großes Misstrauen gegenüber staatlichen Bildungs- und Erziehungseinrichtungen. Ich möchte nicht, dass ein Kind nach staatlich festgelegten Regeln und Prinzipien erzogen wird.
- Ich habe insbesondere etwas gegen unser deutsches Schulsystem, das einfach nur eine Katastrophe ist und von daher ein noch größeres Misstrauen auch gegenüber anderen deutschen Bildungs- und Erziehungseinrichtungen.

Und schlussendlich sehe ich es als Sinn meines Lebens, meinen Kindern etwas von mir (Einstellungen, Verhaltensweisen, Interessen, evtl. Talente etc.) mitzugeben, um in ihnen gewissermasen weiterzuleben. Und das geht wohl nur durch eine intensive Eltern-Kind-Bindung und eine Erziehung, die fast ausschließlich durch die Eltern erfolgt.

Aber nochmal ganz deutlich: Ich habe absolut nichts gegen Leute, die das anders sehen und handhaben, so lange sie ihrem Kind dadurch nicht schaden (z.B. in dem sie es völlig vernachlässigen)
Nur möchte ich es selbst einfach nicht so handhaben.
Du hast doch bestimmt auch gewisse Prinzipien, die dir extrem wichtig sind, und von denen du niemals abrücken willst.

Ich habe auch nie behauptet, dass Erziehung nur nach dem von mir favorisierten Weg gut funktionieren kann und es nur damit "gute Kinder" geben kann. (Wie auch immer man "gute Kinder" definieren mag).
Ich bin nur der Meinung, dass der von mir favorisierte Weg mit hoher Wahrscheinlichkeit gut funktioniert, während ich bei den anderen möglichen Wegen mehr Probleme sehe und diese Wege nicht mit meinen Vorstellungen vereinbar sind. Aber ein Kind kann auch dann gut erzogen werden, wenn beide Eltern arbeiten.
Solche Eltern sind für mich keineswegs immer schlechte Eltern.

Eltern sind für mich erst dann schlechte Eltern, wenn sie wissentlich und vermeidbar das Wohl ihrer Kinder gefährden. Und das können alle Eltern. Auch die, bei denen ein Elternteil zu Hause bleibt.
Und selbst aus der Erziehung von "schlechten Eltern" können wundervolle, "gute" Kinder und später erwachsene Menschen entstehen.
Es gibt noch genügend andere Faktoren, die die Entwicklung bestimmen.
 

Benutzer10610 

Verbringt hier viel Zeit
Und ich möchte auch nicht, dass meine Frau "brav" stillt und eventuell später zu Hause bleibt, sondern ich möchte, dass sie das alles macht, weil sie es selbst möchte und auch selbst davon überzeugt ist.
Mit einer anderen Frau kann ich es mir nicht vorstellen, Kinder zu haben.
Ich möchte hier wirklich keiner Frau irgendetwas aufzwingen.

Böse gesagt braucht man dann, um Deine Frau zu sein, weder eine ordentliche Schulausbildung noch eine berufliche Ausbildung. Und schon gar kein Studium, es sei denn Kunst, Musik oder Erziehungswissenschaften (ersteres ist brotlose Kunst und letzteres wäre gut für das Kind :zwinker: ). Am praktischsten wäre es für die Frau, in der 9. Klasse mit normalem Hauptschulabschluss die Schule zu verlassen und dann noch ein paar Jahre Hauswirtschafts-Schule dran zu hängen. Danach kann sie dann irgendwelche kleineren Jobs ausführen, für die man nicht wirklich was gelernt haben muss.

Warum? Weil DAS HIER in der heutigen Zeit viel zu oft nicht klappt:

von daher finde ich es ja auch ausgesprochen gut, wenn der betreuende Elternteil nach einigen Jahren wieder halbtags und später sogar wieder vollzeit arbeitet)

Ich denke mal Kindergartenalter ist recht früh um wieder zu arbeiten, sonst gäbe es hier ja die ganze Diskussion nicht. Denn wenn der Kindergarten okay wäre, liegt es ja nur am deutschen System, dass man seine Kinder dort nicht schon nach dem Abstillen anmelden kann.
Also rechnen wir mal mindestens Grundschule, wobei von 8 bis 12 zu arbeiten auch nicht viel bringt, also mindestens 3. oder 4. Klasse, denn da bleiben die Kinder auch mal bis 13 oder 14 Uhr in der Schule.
Dann hat die Frau also 8 oder 9 Jahre gar nicht gearbeitet... und soll dann in ihren alten Beruf wieder einsteigen können? Bei sehr vielen (höheren) Berufen geht das nicht. Und das sehe ich nicht nur von der Seite, dass die "bösen" Unternehmen das nicht wollen (warum auch ne "alte Frau" wieder anlernen, wenn man auch jüngere nehmen kann, die erstmal noch weniger kosten und die man noch nach eigenen Wünschen formen kann?), sondern auch von der Unternehmensseite. Wo ich arbeite werden täglich Leute für hühere Positionen gesucht. Abteilungsleiter, Verkaufsleiter, Produkt-Manager. In den Job KANN man nicht rein, wenn man 8 Jahre nicht gearbeitet hat. Man weiß doch gar nicht, was sich auf dem Markt getan hat, man kennt neue Vorgehensweisen, die sich eingebürgert haben, nicht, man kann mit der neuen Software noch nicht umgehen. Das heißt man muss erstmal wieder eingearbeitet werden. Und da kommt dann wieder der Faktor von oben, wenn man sowieso von Grund auf einarbeiten muss, dann wird lieber jemand Jüngeres genommen, von dem man noch länger etwas hat und der vor allem auch noch lernfähiger ist. So oder so: Nach 8 Jahren Pause kann man trotz Studium und vorigem guten Job erstmal wieder als Sekretärin oder maximal Sachbearbeiterin anfangen. Wie weit man dann noch kommt, steht in den Sternen. Wenn man überhaupt so einen Job findet. Die Mutter meines Freundes hat nach 18 Jahren Pause ewig lang gesucht und ist jetzt sozusagen Hilfskraft der Sprechstundenhilfen eines Arztes.
Wie oben geschrieben: Dafür lohnt es sich nicht, zu studieren... da könnte man auch gleich mit 16 anfangen querbeet zu jobben, davon hat man zumindest finanziell mehr :ratlos:
 

Benutzer44981 

Planet-Liebe Berühmtheit
Böse gesagt braucht man dann, um Deine Frau zu sein, weder eine ordentliche Schulausbildung noch eine berufliche Ausbildung. Und schon gar kein Studium, es sei denn Kunst, Musik oder Erziehungswissenschaften (ersteres ist brotlose Kunst und letzteres wäre gut für das Kind :zwinker: ). Am praktischsten wäre es für die Frau, in der 9. Klasse mit normalem Hauptschulabschluss die Schule zu verlassen und dann noch ein paar Jahre Hauswirtschafts-Schule dran zu hängen. Danach kann sie dann irgendwelche kleineren Jobs ausführen, für die man nicht wirklich was gelernt haben muss.
Nein! - Ich sage ja erstens nicht, dass meine Frau beruflich zurückstecken muss. (Bis auf die Stillzeit)
Auch wenn ich es schon oft genug gesagt habe, hier noch mal:
Ich wäre gerne dazu bereit, nach der Stillzeit zeitweise auf meinen Beruf zu verzichten und dann später wieder langsam in den Beruf einzusteigen!
Ich sage nur, dass das leider eher nicht klappen wird, da Frauen nun mal oft weniger verdienen als Männer und ich wohl schon einen ziemlich lukrativen Job haben werde.

Ich möchte keine Frau, die ihr ganzes Leben lang nur Hausfrau und Mutter ist und schon gar keine Frau, die keine berufliche Ausbildung oder kein abgeschlossenes Studium hat.
Ich möchte nur eine Frau, die dazu bereit ist, in der Stillzeit auf ihren Beruf zu verzichten und, falls es finanziell für uns besser ist, auch dazu bereit ist, danach einige Jahre völlig und danach noch einige Jahre teilweise auf ihren Beruf zu verzichten (Dauer s. nächster Abschnitt).

Ich denke mal Kindergartenalter ist recht früh um wieder zu arbeiten, sonst gäbe es hier ja die ganze Diskussion nicht. Denn wenn der Kindergarten okay wäre, liegt es ja nur am deutschen System, dass man seine Kinder dort nicht schon nach dem Abstillen anmelden kann.
Kinder nach dem Abstillen sofort in den Kindergarten abschieben?!? - Niemals!
Aber Kinder ab 3 Jahren vormittags in den Kindergarten lassen? - Auf jeden Fall. Damit hat man gleich mehrere Vorteile:
- Der betreuende Elternteil kann zumindest wieder vormittags einige Stunden arbeiten (wobei das je nach Beruf natürlich schwierig wird, eine passende Stelle zu finden)
- Das Kind hat regelmäßigen Kontakt mit Gleichaltrigen, was ich sehr gut finde
- Es bleibt trotzdem am Nachmittag noch genug Zeit, sich um das Kind zu kümmern.
Von daher bin ich auf jeden Fall dafür, dass mein Kind halbtags einen Kindergarten besucht.

Also rechnen wir mal mindestens Grundschule, wobei von 8 bis 12 zu arbeiten auch nicht viel bringt, also mindestens 3. oder 4. Klasse, denn da bleiben die Kinder auch mal bis 13 oder 14 Uhr in der Schule.
Dann hat die Frau also 8 oder 9 Jahre gar nicht gearbeitet... und soll dann in ihren alten Beruf wieder einsteigen können? Bei sehr vielen (höheren) Berufen geht das nicht. Und das sehe ich nicht nur von der Seite, dass die "bösen" Unternehmen das nicht wollen (warum auch ne "alte Frau" wieder anlernen, wenn man auch jüngere nehmen kann, die erstmal noch weniger kosten und die man noch nach eigenen Wünschen formen kann?), sondern auch von der Unternehmensseite. Wo ich arbeite werden täglich Leute für hühere Positionen gesucht. Abteilungsleiter, Verkaufsleiter, Produkt-Manager. In den Job KANN man nicht rein, wenn man 8 Jahre nicht gearbeitet hat. Man weiß doch gar nicht, was sich auf dem Markt getan hat, man kennt neue Vorgehensweisen, die sich eingebürgert haben, nicht, man kann mit der neuen Software noch nicht umgehen. Das heißt man muss erstmal wieder eingearbeitet werden. Und da kommt dann wieder der Faktor von oben, wenn man sowieso von Grund auf einarbeiten muss, dann wird lieber jemand Jüngeres genommen, von dem man noch länger etwas hat und der vor allem auch noch lernfähiger ist. So oder so: Nach 8 Jahren Pause kann man trotz Studium und vorigem guten Job erstmal wieder als Sekretärin oder maximal Sachbearbeiterin anfangen. Wie weit man dann noch kommt, steht in den Sternen. Wenn man überhaupt so einen Job findet. Die Mutter meines Freundes hat nach 18 Jahren Pause ewig lang gesucht und ist jetzt sozusagen Hilfskraft der Sprechstundenhilfen eines Arztes.
Wie oben geschrieben: Dafür lohnt es sich nicht, zu studieren... da könnte man auch gleich mit 16 anfangen querbeet zu jobben, davon hat man zumindest finanziell mehr :ratlos:
Ich rede hier von einer vollständigen Auszeit in den ersten drei Lebensjahren des Kindes und einem darauf folgenden langsamen Wiedereinstieg ins Berufsleben.
Wenn der betreuende Elternteil in der glücklichen Lage ist, zeitlich äußerst flexibel von zu Hause aus zu arbeiten, ist sogar schon in den ersten Jahren ein klein wenig Berufstätigkeit denkbar.
Für die Kindergartenzeit und mindestens bis zur zweiten Klasse (besser bis zur vierten) wäre ein Job von 8-12 Uhr ideal.
Spätestens ab der 5. Klasse kann man die Berufstätigkeit dann auch gut wieder weiter ausdehnen.

(Alles unter der Voraussetzung, dass unser Schulsystem so bleibt, wie es ist, was ich aber nicht hoffe...)

Damit sollte ein Wiedereinstig ins Berufsleben doch durchaus auch in höheren Positionen noch möglich sein, auch wenn man sich natürlich darüber im klaren sein muss, dass der betreuende Elternteil bei der beruflichen Karriere ein Stück weit zurückstecken muss.
Aber noch mal: Es muss nicht unbedingt die Frau im Berufsleben zurückstecken!
(Mal abgesehen von der nicht all zu langen Stillzeit, nach der ein Wiedereinstieg ins Berufsleben wohl wirklich gut machbar sein wird)

Aber wisst ihr, was mich hier in diesem Thread mal wieder ziemlich ankotzt?
Dass hier nicht richtig gelesen wird, was ich schreibe, sondern dass ich sofort in die Schublade "Erzkonservativer, der Frauen nur hinter dem Herd sehen will" gesteckt werde.

Ich sehe es einfach nicht ein, warum die berufliche Karriere hier über alles gehen soll und warum das Kind schnellstmöglich abgeschoben werden soll, um die berufliche Karriere nicht zu gefährden.
In einem solchen Fall wäre es für mich einfach sinnlos, ein Kind zu bekommen.
Für mich ist es viel wichtiger, dass die Eltern an der Entwicklung ihres Kindes teilhaben und dabei eine wichtige Rolle spielen können, als dass sie unbedingt eine steile, berufliche Karriere hinlegen.
Das bedeutet aber keinen kompletten Verzicht auf eine berufliche Karriere, sondern nur den Verzicht auf eine so steile Karriere, wie sie ohne Kind oder mit "abgeschobenem" Kind möglich wäre.
Hier hat für mich einfach das Kind oberste Priorität.
Denn ich lebe nicht, um zu arbeiten, sondern ich arbeite, um zu leben!
 

Benutzer10610 

Verbringt hier viel Zeit
Ich rede hier von einer vollständigen Auszeit in den ersten drei Lebensjahren des Kindes und einem darauf folgenden langsamen Wiedereinstieg ins Berufsleben.
Das ist doch sowieso Elternzeit. Und vor dem Kindergartenalter gibt es doch eh so gut wie keine brauchbaren durchgehenden Betreuungsmöglichkeiten, die das Arbeiten von beiden Elternteilen erlauben würden...

Das sich bis zum Kindergartenalter jemand (Mutter, Vater, eventuell ab und an Großeltern) um das Kind kümmern muss ist doch selbstverständlich, darüber muss man doch hier gar nicht diskutieren. :ratlos:
 

Benutzer79932 

Verbringt hier viel Zeit
Ich sage nur, dass das leider eher nicht klappen wird, da Frauen nun mal oft weniger verdienen als Männer und ich wohl schon einen ziemlich lukrativen Job haben werde.

Also, ich verdiene gleich viel wie mein Freund - was machen wir jetzt?

banane0815 schrieb:
Ich möchte keine Frau, die ihr ganzes Leben lang nur Hausfrau und Mutter ist und schon gar keine Frau, die keine berufliche Ausbildung oder kein abgeschlossenes Studium hat.
Ich möchte nur eine Frau, die dazu bereit ist, in der Stillzeit auf ihren Beruf zu verzichten und, falls es finanziell für uns besser ist, auch dazu bereit ist, danach einige Jahre völlig und danach noch einige Jahre teilweise auf ihren Beruf zu verzichten (Dauer s. nächster Abschnitt).

Was glaubst du, wie viele Frauen es gibt, die 10, 15 Jahre in Aus-, Weiterbildung und Arbeit gesteckt haben mit dem Ziel, sich beruflich zu etablieren, das schlussendlich halbwegs gefestigt haben, die dann bereit sind, 5-10 Jahre KOMPLETT daheim zu bleiben? Ich würde doch behaupten, der Anteil solcher ist relativ gering.

Will heissen: alles kannste eh nicht haben.

Eine, die einfach studiert hat, damit sie eben studiert hat, der es aber schnuppe ist, ob sie je wieder arbeiten wird, ja, da mag das klappen. Andere, die viel (mehr) investiert haben und das nicht, weil es ach-so-lustig ist, sondern weil sie nunmal gerne arbeiten und das auch weiterhin tun wollen, die werden sich garantiert nicht mit einem Dasein als Hausfrau und Mutter zufrieden geben.

banane0815 schrieb:
Ich rede hier von einer vollständigen Auszeit in den ersten drei Lebensjahren des Kindes und einem darauf folgenden langsamen Wiedereinstieg ins Berufsleben.
Wenn der betreuende Elternteil in der glücklichen Lage ist, zeitlich äußerst flexibel von zu Hause aus zu arbeiten, ist sogar schon in den ersten Jahren ein klein wenig Berufstätigkeit denkbar.
Für die Kindergartenzeit und mindestens bis zur zweiten Klasse (besser bis zur vierten) wäre ein Job von 8-12 Uhr ideal.
Spätestens ab der 5. Klasse kann man die Berufstätigkeit dann auch gut wieder weiter ausdehnen.

banane0815 schrieb:
Damit sollte ein Wiedereinstig ins Berufsleben doch durchaus auch in höheren Positionen noch möglich sein

Guten Morgen in der realen (Berufs-)Welt. Du glaubst ja wohl nicht ernsthaft, dass es irgendeiner Frau gelingen wird, 3+ Jahre völlig daheim zu bleiben, und danach "langsam" (was auch immer das heisst) wieder in den Beruf einzusteigen und das auch noch in höheren Positionen? Also bitte. Ein Wiedereinstieg ist maximal (wenn überhaupt) dann möglich, wenn sie bereit ist, sich komplett unter Wert zu verkaufen, sprich bspw. trotz Studium, vielen Jahren Berufserfahrung auf hohem Level und was-auch-immer-sonst-noch-so als Rezeptionistin in Teilzeit zu arbeiten. Tolle Aussichten.

Falls du glaubst, das sei anders möglich, dann hast du - so leid es mir tut - absolut keine Ahnung. Vielleicht solltest du selbst einmal erst das Studium abschliessen, ins Berufsleben einsteigen, da ein bisschen schnuppern und dann nochmal erzählen, dass das ja alles ganz einfach ist. Oder überhaupt machbar ist. Ist es nicht, nicht in unseren Breitengraden.

Nach allerspätestens einem Jahr ist man weg vom Fenster. Ausser eben wenn man bereit ist, einen Job anzunehmen, der mehr als deutlich unter dem eigenen Wert liegt. Und da wären wir wieder bei der Unzufriedenheit, von der wir hier die ganze Zeit reden.
 
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