Fragen bzgl. Steuererklärung

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Benutzer18029 

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Hab mal ein paar dumme Fragen... :ashamed: Ich war letztes Jahr von Oktober bis Dezember im öffentlichen Dienst beschäftigt (wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Uni) und hab entsprechend auch Einkommenssteuer bezahlt. Gewohnt habe ich da schon in Dortmund, gearbeitet aber in Bielefeld und da ich nicht mehr als Student eingeschrieben sein konnte musste ich die Fahrkarte für die Bahn selbst bezahlen. Letztens hatte meine Mutter die Idee, ich solle die Kosten doch steuerlich geltend machen. Dummerweise hab ich nur keinen Plan wie man ne Steuererklärung macht weil ich das noch nie machen musste. Ich weiß dass man die Steuererklärung auch online machen kann. Aber die Monatskarten für die Bahn müsste ich ja als Kopie einreichen, die muss ich dann ja eh mit der Post verschicken. Kann man diese Online-Steuererklärung also nur machen wenn man keine Nachweise einreichen muss oder wie funktioniert das? :ratlos: Oder brauche ich die Fahrkarten gar nicht weil diese Pendlerpauschale tatsächlich auch gilt wenn man nicht mit dem Auto fährt? (So wie ich es verstehe ist das ja so, aber teilweise findet man auch abweichende Aussagen wenn man googelt. :hmm: ) Und wenn ich das nicht online mache sondern "klassisch" mit Formular ausfüllen, wo bekomme ich die Formulare? Kann ich da auch hier in Dortmund zum Finanzamt gehen weil die Formulare eh alle gleich sind? Oder muss ich zum zuständigen Finanzamt gehen? Wäre blöd, da es das Finanzamt Düsseldorf ist (öffentlicher Dienst halt...). :hmm:
Und schließlich-ist das überhaupt realistisch so ne Steuererklärung ohne jede Erfahrung mit dem Thema selbst zu machen oder ist das wirklich so kompliziert das man es Profis überlassen sollte weil man selbst da niemals durchblickt? :ratlos: Und wenn man es selbst macht, ist die Online-Variante dann einfacher und empfehlenswerter oder eher nicht? Oder macht das absolut keinen Unterschied?

Vielen Dank schonmal! :smile:

Dirac
 

Benutzer97191 

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schnapp all dein zeug und geh zum finanzeneinziehamt - der sachbearbeiter dort macht das sehr gern mit dir gemeinsam. :jaa:

(zumindest war das in regensburg so...)
 

Benutzer30735 

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Für so einfache Fälle wie bei dir braucht man sicher keinen Steuerberater :smile: Ich mache das auch selber und zwar online. Belege musst du nur aufbewahren falls sie die sehen wollen, die musst du da jetzt nicht hinschicken oder so (ist hier zumindest so). Zum Rest kann ich dir leider nichts sagen, wie gesagt, ich mache es online.

So eine Arbeitnehmerveranlagung (ich nehme an das meinst du) kann man übrigens fünf Jahre rückwirkend machen, also wenn du vorher auch schon Ferialjobs gemacht hast, kannst/solltest du die auch geltend machen.

Achja, die hiesige Arbeiterkammer bietet auch Termine an, wo die einem damit helfen, vielleicht gibt es in deiner Umgebung auch solche Angebote.
 

Benutzer10046 

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Also du kannst auf www.elster.de deine Steuererklärung elektronisch machen. Das ist der bevorzugte Weg, händisch Formulare ausfüllen würde ich nicht, da du eh die gleichen Angaben machen musst.

Empfehlenswert ist ein Steuerprogramm, dass dich durch alle wesentlichen Schritte führt. Es gibt z.B. von Wiso eins. Vielleicht haben deine Eltern oder Bekannte ja ein Steuerprogramm, so dass du dich da mal durchklicken kannst.

Grundsätzlich kannst du die Fahrkarten als Werbungskosten ansetzen. Ob du sie auch einreichen musst, weiß ich nicht, da ein neues Gesetz zum Abbau der Bürokratie auch dazu geführt hat, dass man weniger Rechnungen als früher mit einreichen musst. Wenn du die Erklärung online machst, musst du am Ende sowieso ein Titelblatt ausdrucken und unterschrieben abgeben, da würdest du auch entsprechend die Rechnungen mit einreichen.

Du musst zu dem Finanzamt gehen, das für dich zuständig ist, normalerweise das an deinem Erstwohnsitz.

Habe sicherlich jetzt einige Fragen nicht beantwortet, also frag einfach weiter :zwinker:
 

Benutzer18029 

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Huch, das ging ja schnell. :smile:

schnapp all dein zeug und geh zum finanzeneinziehamt - der sachbearbeiter dort macht das sehr gern mit dir gemeinsam. :jaa:

(zumindest war das in regensburg so...)
Aber zu welchem muss ich dann, schon nach Düsseldorf, oder? :ratlos: Laut Lohnsteuerbescheinigung ist das Finanzamt, an das die Steuer abgeführt wurde, "Düsseldorf Süd". Die Bezahlung kam ja auch aus Düsseldorf und nicht von der Uni Bielefeld.


Belege musst du nur aufbewahren falls sie die sehen wollen, die musst du da jetzt nicht hinschicken oder so (ist hier zumindest so).
Aha, das heißt also die Fahrkarte brauche ich keinesfalls einreichen?

So eine Arbeitnehmerveranlagung (ich nehme an das meinst du) kann man übrigens fünf Jahre rückwirkend machen, also wenn du vorher auch schon Ferialjobs gemacht hast, kannst/solltest du die auch geltend machen.
Hö, ich dachte die Frist ist immer der 31.Mai des Folgejahres? :ratlos: Und was ist eine "Arbeitnehmerveranlagung"? :ashamed:

Achja, die hiesige Arbeiterkammer bietet auch Termine an, wo die einem damit helfen, vielleicht gibt es in deiner Umgebung auch solche Angebote.
"Arbeiterkammer", hmm, sagt mir nix. Kann ja mal schauen...

Eins sollte hierbei bitte nicht untergehen: Es geht um eine Anstellung im öffentlichen Dienst! Das spielt doch vermutlich irgendwie ne Rolle dabei? :confused: Oder ist das abgesehen von der Zuständigkeit des Finanzamts wurscht?

Empfehlenswert ist ein Steuerprogramm, dass dich durch alle wesentlichen Schritte führt. Es gibt z.B. von Wiso eins. Vielleicht haben deine Eltern oder Bekannte ja ein Steuerprogramm, so dass du dich da mal durchklicken kannst.
Meine Mutter war immer Hausfrau und hat sowas nicht, Vater lebt nicht mehr und sonst wüsste ich auch keinen, der so ein Programm hat.

Wenn du die Erklärung online machst, musst du am Ende sowieso ein Titelblatt ausdrucken und unterschrieben abgeben, da würdest du auch entsprechend die Rechnungen mit einreichen.
Aha, das heißt alles nur online geht gar nicht? Interessant.

Du musst zu dem Finanzamt gehen, das für dich zuständig ist, normalerweise das an deinem Erstwohnsitz.
Hmm, s.o. ... :hmm:
 

Benutzer10046 

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Wo du angestellt bist, spielt für die Steuer keine Rolle.

Das mit der Unterschrift war übrigens eine veraltete Information, wie mir ein kurzer Blick auf die genannte Seite www.elster.de zeigt. Man kommt auch ohne Unterschrift aus und muss auch keinerlei Rechnungen einreichen.
 

Benutzer18029 

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Wo du angestellt bist, spielt für die Steuer keine Rolle.
OK, gut zu wissen. Macht es einfacher.

Das mit der Unterschrift war übrigens eine veraltete Information, wie mir ein kurzer Blick auf die genannte Seite www.elster.de zeigt. Man kommt auch ohne Unterschrift aus und muss auch keinerlei Rechnungen einreichen.
OK, dann werde ich das wohl auch online machen bzw. mir das morgen oder so erstmal genauer anschauen.

---------- Beitrag hinzugefügt um 22:43 -----------

Ach so, ich muss dann ja die Entfernung angeben. Wie genau muss man die angeben, auf einen Kilometer genau? Oder noch genauer?
(Klar kann man jetzt sagen das prüfen die sicher eh nicht solange es halbwegs realistisch erscheint, aber wahrscheinlich machen sie dann ausgerechnet bei mir ne Stichprobenprüfung und schauen genau nach. :grin: ) Von Dortmund Hbf bis Bielefeld Hbf kann man ja z.B. bei Wikipedia rausfinden (sind 98.1 km), aber ich musste ja jeweils noch mit der Stadtbahn von zu Hause bzw. zur Uni fahren. Da kann ich nur schätzen und denke dass es insgesamt so 104 oder 105km sind. Wenn ich einfach 105km angebe, das passt dann wahrscheinlich, oder? :hmm:
 

Benutzer30735 

Sehr bekannt hier
Aha, das heißt also die Fahrkarte brauche ich keinesfalls einreichen?
Nein, also wie gesagt, aufbewahren solltest du sie schon. Das wäre ja ein Wahnsinn, wenn die von jedem da jede Quittung archivieren müssten. :zwinker:

Hö, ich dachte die Frist ist immer der 31.Mai des Folgejahres? :ratlos: Und was ist eine "Arbeitnehmerveranlagung"? :ashamed:
Wenn wir vom selben sprechen, geht es definitiv 5 Jahre.
Das wovon du sprichst, auch "Lohnsteuerausgleich", hier heißt es halt so, also wo du solche Sachen reinschreibst, Werbekosten, etc. (also kosten für deine Weiterbildung wie Bücher, etc.) "von der Steuer abschreiben".

"Arbeiterkammer", hmm, sagt mir nix. Kann ja mal schauen...
Das ist quasi eine Einrichtung, bei der man Mitglied ist und die einen bei vielen (rechtlichen) Angelegenheiten unter die Arme greift. Meine Mutter hat dort zB mal eine Rechtsberatung in Anspruch genommen.



Aha, das heißt alles nur online geht gar nicht? Interessant.
Ich war deswegen noch nie beim Finanzamt, mache es immer online. Man muss halt online seine Zugangsdaten anfordern und bekommt die dann zugeschickt, also solche Login-Daten, die man dann immer verwenden kann.


Alle Angaben beziehen sich auf Österreich. Kann mir aber nicht vorstellen dass es in D so viel anders ist.
 

Benutzer18029 

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Das ist quasi eine Einrichtung, bei der man Mitglied ist und die einen bei vielen (rechtlichen) Angelegenheiten unter die Arme greift
OK, man muss Mitglied sein, bin ich aber nicht. :zwinker:

Aber den entscheidenden Satz hast du am Ende erst genannt:

Alle Angaben beziehen sich auf Österreich. Kann mir aber nicht vorstellen dass es in D so viel anders ist.
Die Annahme ist sehr verwegen... Dass alles identisch ist finde ich unwahrscheinlich. :zwinker:
 

Benutzer30735 

Sehr bekannt hier
Die Annahme ist sehr verwegen... Dass alles identisch ist finde ich unwahrscheinlich. :zwinker:

Ich habe nicht geschrieben dass es identisch ist, aber sicher nicht so unterschiedlich.

Achja, wegen der Kilometerangabe: Ich glaube die Leute beim Finanzamt haben wichtigeres zu tun, als da wegen ein paar km großartig nachzuforschen.

EDIT: Ob es jetzt bis Ende Mai des Folgejahres ist oder ob man 2 Jahre Zeit hat verstehe ich jetzt nicht ganz...
nachzulesen hier.

Hat anscheinend was damit zu tun ob man verpflichtet dazu ist oder nicht (du bist ja nicht VERPFLICHTET, aber empfehlenswert ist es ja)
 

Benutzer18029 

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OK, also einfach nicht zuviele Gedanken machen wegen der Kilometer meinst du?
Und es kann schon deutliche Unterschiede zwischen D und A geben, z.B. das mit den 5 Jahren was du meintest, evtl. ist das ja nur in A so. Ich hab jedenfalls als Frist immer "31.Mai des folgenden Jahres" gelesen. Ist aber eigentlich nicht so wichtig, wollte das sowieso vorher erledigt haben. :grin:


OK, also ich werde mir dann wie gesagt morgen oder so mal in Ruhe dieses elster-Ding anschauen und wenn ich noch Fragen habe, dann stelle ich sie. Danke an alle soweit, die hier und per PN weitergeholfen haben. Scheint ja alles doch weniger kompliziert zu sein als befürchtet. :smile:
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Für drei Monate wirst du eh kaum über den Pauschbetrag von 800€ für Werbungskosten kommen, da brauchst du dann gar nichts nachweisen bzw. es ist völlig sinnfrei da irgendwelche Kilometer oder Fahrkartenpreise einzutragen, da du wohl mehr ersetzt bekommst, als du ausgegeben hast.
 

Benutzer93590 

Benutzer gesperrt
Für drei Monate wirst du eh kaum über den Pauschbetrag von 800€ für Werbungskosten kommen, da brauchst du dann gar nichts nachweisen bzw. es ist völlig sinnfrei da irgendwelche Kilometer oder Fahrkartenpreise einzutragen, da du wohl mehr ersetzt bekommst, als du ausgegeben hast.

Dass Du viel Unsinn redest, war mir schon seit langem klar. Aber hier anderen Usern auch noch "Tips" geben, die zu massiven finanziellen Nachteilen führen, das ist wirklich ein Hammer.

Erzähl mir mal, wie man mehr ersetzt bekommen soll als man ausgegeben hat. Wäre selbst bei 45% Spitzensteuersatz geradezu ein Kunststück.

Zweitens beträgt der Werbungskostenpauschbetra 920 Euro, und allein mit 3 Monaten Pendeln zwischen Dortmund und Bielefeld reißt man die Schwelle locker. Und das sind nur die Fahrtkosten, die übrigen Werbungskosten kommen noch hinzu!

Wie sagt der kleine Pinguin so schön: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ......."
 

Benutzer78484 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Erzähl mir mal, wie man mehr ersetzt bekommen soll als man ausgegeben hat. Wäre selbst bei 45% Spitzensteuersatz geradezu ein Kunststück.
Das kann doch nicht so schwer zu kapieren sein, auch für so einen Tiefflieger wie dich: Man kann mehr Steuern durch die Pauschale ersetzt bekommen, als man wirklich Werbungskosten hatte.
Zweitens beträgt der Werbungskostenpauschbetra 920 Euro, und allein mit 3 Monaten Pendeln zwischen Dortmund und Bielefeld reißt man die Schwelle locker. Und das sind nur die Fahrtkosten, die übrigen Werbungskosten kommen noch hinzu!
Also mit dem Auto reisst man das sicherlich, mit der Bahnfahrkarte wird es eng, das wären ja schon 300€ pro Monat die die kosten müsste.

Die Frage wäre überhaupt, ob man bei drei Monaten nicht komplett alles an Steuern wieder bekommt, da man unter dem allgemeinen Freibetrag für Versteuerung geblieben ist (afaik sowas um die 8000€).

Auf jeden Fall ist das alles sehr trivial, man füllt die ganze Kacke aus und das Finanzamt rechnet einem das dann aus ob und wieviel man wieder bekommt. Für so geringe Summen ist ein Steuerberater oder sonstige Hilfe wirklich rausgeschmissenes Geld. Das sollte man lockerst selber hinbekommen.
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Rechne doch zuerst mal aus, wie viel du in den drei Monaten für Bahntickets und sonstige Dinge ausgegeben hast, die zu den Werbungskosten zählen. Wenn du da auf eine Summe unter 920 Euro kommst, brauchst du dir mit Belegen und dem ganzen Kram gar keine Mühe machen, denn diese 920 Euro bekommst du eh pauschal. Liegst du über 920 Euro, dann musst du deiner Steuererklärung die entsprechenden Belege beifügen.

Das für dich zuständige Finanzamt ist immer dort, wo du deinen Hauptwohnsitz hast. Wo du arbeitest oder wohin dein Arbeitgeber deine Steuern abführt, spielt keine Rolle.

Vordrucke für die Steuererklärung kann man sich grundsätzlich in jedem Finanzamt kostenlos holen, allerdings würde ich auch eher die Online-Version ELSTER empfehlen, die ist wirklich sehr praktisch.

Wenn du die Steuererklärung mit ELSTER machst, dann werden deine Daten online ans Finanzamt übermittelt und du musst nur noch etwaige Belege mit der Post hinterherschicken (für welche Posten du Belege einreichen musst, zeigt dir das Programm in einem Hinweisfeld an).
 

Benutzer93590 

Benutzer gesperrt
Das kann doch nicht so schwer zu kapieren sein, auch für so einen Tiefflieger wie dich: Man kann mehr Steuern durch die Pauschale ersetzt bekommen, als man wirklich Werbungskosten hatte.
Kann es sein, dass Du den Unterschied zwischen "Werbungskosten geltend machen" und "Steuererstattung" nicht begreifst?
Geltend gemachte Werbungskosten wirken sich immer nur mit Deinem persönlichen Grenzsteuersatz als Erstattung aus.
Beispiel: Wenn Du 500 Euro als Werbungskosten geltend machst bekommst Du deshalb mitnichten auch 500 Euro Steuern erstattet.
Also mit dem Auto reisst man das sicherlich, mit der Bahnfahrkarte wird es eng, das wären ja schon 300€ pro Monat die die kosten müsste.
Die Pendlerpauschale heisst u.a. deswegen Pauschale, weil sie pauschal unabhängig vom benutzten Verkehrsmittel gewährt wird. Es spielt also überhaupt keine Rolle, ob die Bahnfahrkarten günstiger waren oder nicht.
Off-Topic:
Ich könnte jetzt fragen, wer hier der Tiefflieger ist, aber ich verkneif mir das...
Die Frage wäre überhaupt, ob man bei drei Monaten nicht komplett alles an Steuern wieder bekommt, da man unter dem allgemeinen Freibetrag für Versteuerung geblieben ist (afaik sowas um die 8000€).
Da im Beitrag nicht erwähnt wird, ob die restlichen 9 Monate anderweitig gearbeitet wurde oder nicht bewegen sich diese Übrlegungen im Bereich der Mutmaßungen.
Auf jeden Fall ist das alles sehr trivial, man füllt die ganze Kacke aus und das Finanzamt rechnet einem das dann aus ob und wieviel man wieder bekommt.
Man fühlt alle Formulare aus. Deine Fäkalausdrücke kannst Du unter Deinesgleichen verwenden, da mögen sie hinpassen. Unter zivilisierten Menschen sind sie mehr als unangenessen und dokumentieren lediglich Deine Klassenzugehörigkeit.

Rechne doch zuerst mal aus, wie viel du in den drei Monaten für Bahntickets und sonstige Dinge ausgegeben hast, die zu den Werbungskosten zählen. Wenn du da auf eine Summe unter 920 Euro kommst, brauchst du dir mit Belegen und dem ganzen Kram gar keine Mühe machen

Die Kosten der Bahnfahrkarte spielen keine Rolle, sofern sie den Betrag der Pendlerpauschale nicht übersteigen.
Und auch ansonsten muss der Steuerpflichtige seine Aufwendungen nur glaubhaft machen, eine Pflicht zur Buchführung (also Belegaufbewahrung) besteht nicht. Insbesondere bei üblichen Fahrtkosten spielen Nachweise i.d.R. keine Rolle.
 

Benutzer18029 

Verbringt hier viel Zeit
@schweinebacke + steamy: Äh, könnt ihr euer Privatgezanke bitte aus dem Thread raushalten? :ratlos:

Also, die Fahrkarten haben zusammen 766,20€ gekostet, aber so wie ich das verstehe scheint das ja keine Rolle zu spielen. Die anderen 9 Monate des Jahres hatte ich ein steuerfreies Stipendium. Das heißt halt, im Juli war ich auch schonmal übergangsweise angestellt und hab auch Lohnsteuer bezahlt... Aber da war ich auch noch als Student eingeschrieben und hatte mein NRW-Ticket, so dass ich keine Fahrtkosten hatte. Hier wurde aber noch von "weiteren Werbungskosten" gesprochen-was fällt denn da alles drunter? :hmm:

So, dann jetzt wegen ELSTER, hab mir das vorhin mal angeschaut und bin jetzt irritiert, da steht nämlich

Um Ihre Einkommensteuererklärung elektronisch via Internet an Ihr Finanzamt übermitteln zu können, benötigen Sie eine am Markt verfügbare Steuersoftware, in die unsere ELSTER-Schnittstelle implementiert wurde.

Das ist also kein Onlineformular das ich einfach ausfüllen kann sondern ich muss mir erst ein Programm kaufen? :confused:
Und dann gabs hier die Aussage

Das mit der Unterschrift war übrigens eine veraltete Information, wie mir ein kurzer Blick auf die genannte Seite www.elster.de zeigt. Man kommt auch ohne Unterschrift aus und muss auch keinerlei Rechnungen einreichen.

Hmm, aber ich hab da folgendes gelesen:

Zur elektronischen Übertragung Ihrer Einkommensteuererklärung füllen Sie mit Hilfe eines Steuerprogramms Ihre Steuererklärung aus und übertragen diese elektronisch über den entsprechenden Button oder Menüeintrag in Ihrer Software. Nach erfolgreicher elektronischer Übermittlung der Daten wird die sogenannte komprimierte Steuererklärung gedruckt. Unterschreiben Sie die komprimierte Steuererklärung und schicken Sie diese zusammen mit den gesetzlich vorgeschriebenen Belegen¹ an das zuständige Finanzamt.

Was denn jetzt? Also muss ich doch den Kram ausdrucken, unterschreiben und an das Finanzamt schicken? Was hab ich dann davon, ist es dann nicht doch einfacher gleich "altmodisch" Formulare auszufüllen? :ratlos: (Zumal ich momentan auch keinen funktionierenden Drucker zur Verfügung habe. :frown: )
 

Benutzer93590 

Benutzer gesperrt
Also, die Fahrkarten haben zusammen 766,20€ gekostet, aber so wie ich das verstehe scheint das ja keine Rolle zu spielen. Die anderen 9 Monate des Jahres hatte ich ein steuerfreies Stipendium. Das heißt halt, im Juli war ich auch schonmal übergangsweise angestellt und hab auch Lohnsteuer bezahlt... Aber da war ich auch noch als Student eingeschrieben und hatte mein NRW-Ticket, so dass ich keine Fahrtkosten hatte.

Da es anscheinend immer noch nicht sitzt, wiederhole ich es nochmal zum Verständnis:

Die Pendlerpauschale ist eine Pauschale, die immer gewährt wird, egal ob Kosten angefallen sind oder nicht.
Gleichgültig, ob Du mit dem Auto, der Bahn, dem Fahrrad, zu Fuss oder als Mitfahrer in einer Fahrgemeinschaft gefahren bist.

Schade, dass Du die letzten Jahre soviel verschenkt hast :frown:
 

Benutzer4590 

Planet-Liebe ist Startseite
Hier wurde aber noch von "weiteren Werbungskosten" gesprochen-was fällt denn da alles drunter? :hmm:

Guck mal hier:

Werbungskosten ? Wikipedia

Das ist also kein Onlineformular das ich einfach ausfüllen kann sondern ich muss mir erst ein Programm kaufen? :confused:

Du musst dir kein Programm kaufen, sondern nur eins runterladen. :smile: ELSTER ist kostenlos - du holst dir das auf der Webseite und dann kannst du deine Formulare ausfüllen und auch übermitteln.

Was denn jetzt? Also muss ich doch den Kram ausdrucken, unterschreiben und an das Finanzamt schicken? Was hab ich dann davon, ist es dann nicht doch einfacher gleich "altmodisch" Formulare auszufüllen? :ratlos: (Zumal ich momentan auch keinen funktionierenden Drucker zur Verfügung habe. :frown: )

Wenn du deine Daten übermittelt hast, erzeugt das Programm eine komprimierte Steuererklärung, eine Art Kurzzusammenfassung deiner Angaben. Das druckst du aus, unterschreibst und schickst es weg (evtl. mit Belegen, falls du welche beifügen musst).

Der Vorteil von ELSTER besteht darin, dass du die Daten deiner alten Steuererklärung in das jeweils aktuelle Formular übernehmen kannst. D.h. du musst dir nur einmal die Mühe mit dem Ausfüllen machen und kannst in den nächsten Jahren einfach alles übernehmen, hier und da eine Zahl anpassen und das war's - spart eine Menge Zeit, wenn sich nicht signifikant viel geändert hat.
 
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