Job Frage zum Arbeitszeugnis

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Ich kann mich Firebird nur anschließen. Heute macht mindestens jeder 2. ein Fass auf, weil halt was im Netz gelesen wurde... Da kloppe ich mich auch ehrlich nicht mehr großartig rum. Bekommt er halt sein Zeugnis geändert.
Was viele Leute nämlich noch nicht gerafft haben, ist die Tatsache, dass bei einem 1+++++ Zeugnis eher mal angerufen wird, als bei einem normal guten Zeugnis; und dann ist es eh egal, was im Zeugnis steht - denn am Telefon darf ich sagen, was das für 'ne Pflaume war - ganz ohne dabei positiv bleiben zu müssen.

Das finde ich aber nicht in Ordnung.
Wieso stellst du sehr gute Zeugnisse aus wenn derjenige nichts konnte? Finde ich sehr unehrilch und nicht fair.



TopBoy1979 schrieb:
Aus genau diesem Grund wird bei potentiell interessanten Bewerbern dann auch mal eher nachgefragt, wenn sie über den grünen Klee gelobt werden. Das mag ja der Realität entsprechen, dann ist man froh, dass man eine solche Bewerbung auf dem Tisch liegen hat, aber oftmals wird da einfach auch jemand weggelobt, bzw. hat so lange geklagt, bis das Zeugnis AAA+ Standard genügt.
Der wundert sich dann aber auch noch zwei Jahre später, warum er keinen Job findet.

LG

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ein Arbeitgeber jemanden aufgrund eines zu guten Zeugnisses ausschileßt oder was meintest du damit?
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ein Arbeitgeber jemanden aufgrund eines zu guten Zeugnisses ausschileßt oder was meintest du damit?

Ich denke, er meint damit, dass ein zu gutes Zeugnis durchaus auffällig sein kann. Man entscheidet im Bewerberverfahren ja nicht nur nach einzelnen Dokumenten oder Aspekten, sondern bekommt ein Gesamtbild. Vielleicht passt dieses zu gute Zeugnis nicht ins restliche Bild, vielleicht sind typische Phasen drin, die darauf schließen lassen, dass diese durch einen Arbeitsrichter diktiert worden sind etc...

Aber der Grund kann auch ein ganz banaler sein. Die Meisten Arbeitnehmer halten ihre Arbeitsleistung für besser, als sie tatsächlich war. Von daher ist es einfach unwahrscheinlicher, ein sehr sehr gutes Arbeitszeugnis zu erhalten, bzw. ist es doch legitim mal nachzufragen, ob der wirklich so toll war. Und warum er dann überhaupt weg ist...
 

Benutzer7078 

Sehr bekannt hier
Das finde ich aber nicht in Ordnung.
Wieso stellst du sehr gute Zeugnisse aus wenn derjenige nichts konnte? Finde ich sehr unehrilch und nicht fair.
wenn man Gefahr läuft, ständig vor ein Arbeitsgericht gezerrt zu werden, dann überlegt man sich irgendwann, wie man das vermeiden kann. Denn die Zeit die man für den Prozess investiert, will auch irgendwie gepuffert werden und kostet eine Menge Geld.
Moralisch mag das vielleicht gegenüber anderen Arbeitnehmern nicht in Ordnung sein, aber manchmal bleibt einem nix anderes über als sich einen anderen Weg zu überlegen.

Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass ein Arbeitgeber jemanden aufgrund eines zu guten Zeugnisses ausschileßt oder was meintest du damit?
Ausschließen vielleicht nicht sofort, aber zu gute Arbeitszeugnisse machen stutzig und man denkt nochmal doppelt über den Bewerber nach und vergleicht mit anderen Daten, die der Bewerbung dabei liegen oder ruft nochmal einen alten Arbeitgeber an.
Zu gute Zeugnisse sind mittlerweile ein Indiz dafür, das irgendetwas nicht stimmte.
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Und bei dieser ganzen Thematik nicht zu vergessen: v.A. kleine Firmen kümmern sich da gar nicht mehr d'rum, sondern lassen den Arbeitnehmer sein Zeugnis selbst schreiben und setzen dann nur noch ihre Unterschrift d'runter. Wer selbst schreibt, klagt nämlich nicht...
Wer das für Blödsinn hält: lediglich mein Zeugnis nach der Kündigung letztes Jahr war NICHT von mir selbst geschrieben. Und auch das war absolut top, die wollten mich nämlich still und leise entsorgen...

In meiner jetzigen Stelle treffe ich auch die Vorauswahl für Bewerber unserer Abteilung. Ich achte nur darauf, ob zu jeder Vor-Beschäftigung ein Zeugnis da ist und überfliege die ersten Sätze. Wenn es klingt, wie quasi jedes andere, blättere ich weiter, denn die Aussagekraft ist Null.
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Ich denke, er meint damit, dass ein zu gutes Zeugnis durchaus auffällig sein kann. Man entscheidet im Bewerberverfahren ja nicht nur nach einzelnen Dokumenten oder Aspekten, sondern bekommt ein Gesamtbild. Vielleicht passt dieses zu gute Zeugnis nicht ins restliche Bild, vielleicht sind typische Phasen drin, die darauf schließen lassen, dass diese durch einen Arbeitsrichter diktiert worden sind etc...

Das stimmt schon, vor allem ist es natürlich kritisch wenn sich im Vorstellungsgespräch herauskristallisiert, dass er fachlich nichts drauf hat.
Allerdings hat für mich ein Diplomzeugnis absolut nichts mit der Arbeitsleistung zu tun.

---------- Beitrag hinzugefügt um 11:54 -----------

wenn man Gefahr läuft, ständig vor ein Arbeitsgericht gezerrt zu werden, dann überlegt man sich irgendwann, wie man das vermeiden kann. Denn die Zeit die man für den Prozess investiert, will auch irgendwie gepuffert werden und kostet eine Menge Geld.
Moralisch mag das vielleicht gegenüber anderen Arbeitnehmern nicht in Ordnung sein, aber manchmal bleibt einem nix anderes über als sich einen anderen Weg zu überlegen.

Vor dem Arbeitsgericht hat man ja eigentlich nur Chancen wenn die Zeugnissprache nicht stimmt.
Wenn man wegen eines guten Zeugnisses klagt (also jetzt kein sehr gutes aber eben gutes), dann wird man da ja wohl keine Chance haben.

---------- Beitrag hinzugefügt um 11:57 -----------

Ich fasse einfach mal zusammen:

Wenn man mir ein AAA+ Zeugnis vorlegt, dann läuten bei mir alle Alarmglocken und ich suche instinktiv im Briefkopf nach der Telefonnummer.

Das wiederum finde ich in Ordnung: Es spricht ja nichts dagegen sich nochmal zu vergewissern und evtl. nachzufragen vor allem wenn man etwas skeptisch ist.
Nicht gut finde ich aber wenn der Bewerber direkt ausgeschlossen wird aus dem Bewerbungsverfahren.

TopBoy1979]zumal schrieb:
---------- Beitrag hinzugefügt um 11:58 -----------

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Und bei dieser ganzen Thematik nicht zu vergessen: v.A. kleine Firmen kümmern sich da gar nicht mehr d'rum, sondern lassen den Arbeitnehmer sein Zeugnis selbst schreiben und setzen dann nur noch ihre Unterschrift d'runter. Wer selbst schreibt, klagt nämlich nicht...
Wer das für Blödsinn hält: lediglich mein Zeugnis nach der Kündigung letztes Jahr war NICHT von mir selbst geschrieben. Und auch das war absolut top, die wollten mich nämlich still und leise entsorgen...

In meiner jetzigen Stelle treffe ich auch die Vorauswahl für Bewerber unserer Abteilung. Ich achte nur darauf, ob zu jeder Vor-Beschäftigung ein Zeugnis da ist und überfliege die ersten Sätze. Wenn es klingt, wie quasi jedes andere, blättere ich weiter, denn die Aussagekraft ist Null.

Ich weiß, dass das leider so ist. Es gibt viele, die ihr Zeugnis selbst schreiben müssen und ich finde das schwachsinnig weil dies ja nicht der Sinn eines Zeugnisses ist.
Natürlich stehen viele andere Kriterien an oberster Stelle und nicht das Zeugnis aber dennoch ist man natürlich froh wenn es nicht schlecht ausfällt :zwinker:
Bei uns wird schon auch danach geschaut und ist auch ein Kriterium, sprich: Wenn es nicht gut ausfällt, dann wird halt gesiebt.
 
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