Job Frage zum Arbeitszeugnis

Benutzer37284 

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Hallo liebe Foris,
ich habe mein Praktikum im Rahmen des Studiums heute leider beendet und mir wurde das Arbeitszeugnis ausgehändigt. Meine Chefin meinte, sie wären total zufrieden und ich werde auch zukünftig dort als wissenschaftliche Hilfskraft arbeiten.
Außerdem fand sie meine Arbeit überdurchschnittlich gut, weshalb ich mit dem Zeugnis auch sehr zufrieden bin.
Der Schlusssatz stört mich aber:

Wir bedanken uns für ihre Mitarbeit und freuen uns über die weitere Zusammenarbeit.

Ich habe im Internet auf diversen Seiten gelesen, dass dies eigentlich ein negativ bewertet Schlussatz ist aufgrund des "wir bedanken uns" wird suggeriert, dass sie froh sind, dass das Praktikum vorbei ist :ratlos:

Wie seht ihr das? Sollte ich da nochmal mit meiner Chefin drüber reden oder ist das unnötig wenn der Rest stimmt? :zwinker:
 

Benutzer116075 

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Ich würde dieses "wir bedanken uns" nicht so negativ interpretieren. Schließlich folgt darauf dann "und freuenusn auf die weitere zusammenarbeit".
Wenn sie froh wären, dass dein praktikum vorbei ist, weil du deine aufgaben nicht gut erledigt hast, hätten sie dir ja keinen nebenjob gegeben und dich auch nich gelobt und diesen satz siche rnicht ins zeugnis geschrieben. :smile:
 

Benutzer106548 

Team-Alumni
Eigentlich sollte im Zeugnis, eher weiter vorne, stehen, dass Dein Praktikum vetragsgemäß beendet ist und Du als HiWi dort weiter beschäftigt wirst. Da solltest Du auf jeden Fall d'rauf achten, denn das stellt den von Dir zitierten Satz ins richtige Licht.
Ich kenne diesen Satz übrigens nur als schließende Floskel ohne Wertung, aber da lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.
 

Benutzer98820 

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Ich verstehe das Problem nicht ganz. Du wirst doch jetzt dort weiterarbeiten. Das heißt, jeder, der irgendwann dieses Zeugnis liest, sieht doch dann auch, daß der letzte Satz auch wirklich so gemeint gewesen sein muß, weil er auch sieht, daß du weiterbeschäftigt wurdest.
 

Benutzer94974 

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Du machst dir da zu viele Gedanken ;D

Wenn der Rest stimmt, dann lass es so. Vielleicht war es nur ein Standart Schreiben.
Das persönliche zählt doch!
 

Benutzer59943  (40)

Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
Wenn der Rest stimmt, dann lass es so. Vielleicht war es nur ein Standart Schreiben.
Das persönliche zählt doch!

Na ja ganz so einfach ist es nicht. Das Persönliche hat man ja nicht auf Papier, das kann man späteren ARbeitgebern also nicht übermitteln. Die lesen eben nur die Zeugnisse und Zeugnisse werden gerne auch von unten nach oben gelesen. Also wenn der Schlusssatz schon komisch oder eben negativ ist, dann kann das schon das KO sein. :hmm:

Eindeutig negativ finde ich den Satz hier aber nicht. Er könnte zwar ausgeschmückter sein, aber vielleicht hat man sich das wirklich gespart, weil es ja sozusagen nur ein Zwischenzeugnis ist.
 

Benutzer78662  (33)

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Hm. Ganz ehrlich, ich würde sie vorsichtig nochmal drauf ansprechen.

Wenn Du irgendwann einen spitzfindigen Personaler überzeugen musst, wäre es glaube ich gut, daß der Sachverhalt unmissverständlich geschildert wird und niemand sich aufgrund der im Fachjargon vielleicht widersprüchlichen Formulierungen etwas (im Zweifel für Dich nicht gutes) zusammenspinnt.

Es ist ja nur eine Kleinigkeit, das zu ändern - und dann bist Du auf der sicheren Seite.

(Ich bin selbst kein Experte, was solche codierten Sätze anbelangt, aber ich finde schon so, daß das einfach komisch klingt. Soll sie doch sowas schreiben wie: Aufgrund ihrer hervorragenden Leistungen freuen wir uns besonders, dass Fr. xy uns auch weiterhin...blabla, liegt doch viel näher und ist unmissverständlich.)
 

Benutzer103883 

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Wie müsste es denn positiv ausgedrückt lauten?
 

Benutzer78662  (33)

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Wie müsste es denn positiv ausgedrückt lauten?

Off-Topic:
Ich glaube, ein positiver Schlusssatz geht etwa wie "Wir bedauern sehr, daß ... uns leider verlassen muß und wünschen ihr für ihre private und berufliche Zukunft alles Gute", ungefähr. In diesem Fall geht das halt logischerweise nicht, vielleicht wusste die Chefin nicht so genau, wie sie das lösen soll und dann kam der komische Satz bei raus.


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EDIT: obwohl, "uns leider verlassen muß"? Klingt auch nicht gut, eher als hätte er/sie Scheiße gebaut. Also doch noch ein bißchen anders formuliert vermutlich.
 

Benutzer94944 

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Die Interpretation ist quatsch, egal, was im Internet zu lesen ist. Die Dankesformel gehört zwingend rein - ein Fehlen würde bedeuten, dass das Unternehmen froh über das Ausscheiden wäre. Außerdem: Wenn "Bedanken" negativ gemeint sei, würde wohl kaum im selben Satz die weitere Beschäftigung bzw. Zusammenarbeit angeführt werden.
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich habe auch in einem Arbeitszeugnis "wir bedanken" uns stehen, und finde das nicht schlimm. Zumal das Arbeitszeugnis im Gesamtzusammenhang sehr positiv wirkt, da kann sich wohl ein Arbeitgeber seinen Teil denken.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Die Bedauernsformel ist eine Standardformel, die drin sein muss - allerdings nur, wenn derjenige dann auch aufhört. Gibts eine Folgebeschäftigung wäre diese Bedauernsformel einfach unsinnig.

Letztlich kann ich an dem kritisierten Satz nichts bedenkliches finden. Man könnte das zwar besser formulieren, aber letztlich hats keine Auswirkung.

Diese ganze Zeugnisgeschichten werden auch zunehmend überbewertet. Letztlich lässt sich ein Arbeitszeugnis nur nach der Zeugnissprache beurteilen, wenn diese auch durchgängig und vollständig verwendet wird. Und das ist sehr oft nicht der Fall. Da sind einzelne Absätze vielleicht drauf ausgerichtet, aber wenn das nicht durchgängig ist...

Letztlich kann man in jedem Satz was Positives oder was Negatives sehen. Ich lasse inzwischen sämtliche Arbeitszeugnisse, die ich schreibe, vom Rechtsanwalt auf Fallstricke hin prüfen. Und selbst dann gibt's auch immer noch welche, die meinen Fässer aufmachen zu müssen.

TS, wegen dem Satz musst Du Dir keine Sorgen machen. Und sieh es mal so: Wenn die Dich schlecht finden würden, dann hätten die Dir nicht einen weiteren Job angeboten.
 

Benutzer35148 

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Wir bedanken uns für ihre Mitarbeit und freuen uns über die weitere Zusammenarbeit.

Ich habe im Internet auf diversen Seiten gelesen, dass dies eigentlich ein negativ bewertet Schlussatz ist aufgrund des "wir bedanken uns" wird suggeriert, dass sie froh sind, dass das Praktikum vorbei ist :ratlos:

Wie seht ihr das? Sollte ich da nochmal mit meiner Chefin drüber reden oder ist das unnötig wenn der Rest stimmt? :zwinker:

Erstens ist das nur ein Praktikums-Zeugnis und kein Arbeitszeugnis über eine längjährige Zugehörigkeit.

Zweitens, da sie Dich übernehmen, würde ich sagen, die Bedeutung ist ganz und gar nicht negativ sondern überaus positiv.
Wenn Dir die Arbeit dort gefällt, dann schau dass Du einen ordentlichen Vertrag bekommst.

In gewisser Weise sind sie "traurig" dass das Praktikum vorbei ist, weil Du Dich im Grunde anders entscheiden kannst. Und wenn Du bleibst, wird sie das mehr Geld kosten, als während des Praktikums.
Aber wenn sie Dich wirklich wollen, dann bist Du ihnen nahezu jeden Euro wert, oder nicht? :zwinker:

:engel:
 

Benutzer119540 

Benutzer gesperrt
nain die sind doch immer so unterkühlt du merkst scho wenn dawas negatives ist :smile:
 

Benutzer37284 

Benutzer gesperrt
Vielen Dank für eure Antworten! Dann bin ich ja etwas beruhigt :smile:
Sicherlich ist es nur ein Praktikumszeugnis aber ich finds trotzdem wichtig, da ich ja später mal in diesem Bereich arbeiten möchte und es sozusagen das erste richtige Zeugnis ist.

Ansonsten hat sie sich auch an diese blöde Codesprache gehalten, eigentlich sogar in jedem Satz, nur habe ich halt hinterher etwas im Internet recherchiert (ja, wie blöd :grin:) und habe dann gelesen, dass dieses "wir bedanken uns" nicht gut ankommt sondern es eigentlich "wir danken ihr" heißen müsste.

Ich selbst halte ja auch nicht viel davon aber es ist einem dann schon wichtig wenn man selbst so ein Teil bekommt.
Werde ja wahrscheinlich auch meine Diplomarbeit dort schreiben und von daher denke ich, dass sich ein zukünftiger Arbeitgeber da eigentlich nichts Schlechtes bei denken kann :smile:
 

Benutzer89539 

Planet-Liebe-Team
Moderator
Ich stell mir das echt lebhaft vor: Der Arbeitgeber schreibt in bester Absicht irgendwas ehrlich positiv gemeintes, und dann wird da jeder Scheiß rein interpretiert. Ich finde, Arbeitszeugnisse analysieren ist eine der nervigsten Volkssportarten, die es gibt.
 

Benutzer29024 

Verbringt hier viel Zeit
Genaugenommen gibt es gar keine feste "Zeugnis-Code-Sprache", Es gibt Formulierungen, die üblicherweise positiv belegt sind und es gibt Formulierungen, die üblicherweise negativ belegt sind. Aber wenn es an die absoluten Feinheiten geht, gibt es da keine festen Normen. Ich wette, man kann zu praktisch jedem Arbeitszeugnis irgendeine Stelle im Internet finden, wo behauptet wird, irgend eine Formulierung aus dem Zeugnis wäre furchtbar negativ. Ich hatte dieses "Problem" auch mal, dass ich zu einem Arbeitszeugnis im Internet recherchiert habe und einige Stellen gefunden habe, die mich ziemlich verunsichert haben. Letztendlich hab ich das Zeugnis einem "Personalmenschen" aus dem Bekanntenkreis zum Lesen gegeben und der konnte nichts negatives finden.
 

Benutzer40590  (42)

Sehr bekannt hier
Also ich kenne diese Formulierung auch nicht als negativ belegt, man darf/muss auch nicht alles glauben was man im Internet so liest.
Gerade in deinem Fall kann dieser Satz ja nichts negatives Bedeuten, da Du im Anschluss an dein Praktikum dort weiter beschäftigt wurdest. Wenn Du auch noch deine Diplomarbeit da schreibst spielt dieser Satz dann absolut keine Rolle mehr :zwinker:.

Letztlich kann man in jedem Satz was Positives oder was Negatives sehen. Ich lasse inzwischen sämtliche Arbeitszeugnisse, die ich schreibe, vom Rechtsanwalt auf Fallstricke hin prüfen. Und selbst dann gibt's auch immer noch welche, die meinen Fässer aufmachen zu müssen.

Liegt aber vermutlich an dem Irrglauben vieler Menschen das ein Zeugnis immer gut sein muss, oder ? Hab das auch schon erlebt das jemand wegen "fehlender" 'stets' und dergleichen ernsthaft klagen wollte.

Ich stell mir das echt lebhaft vor: Der Arbeitgeber schreibt in bester Absicht irgendwas ehrlich positiv gemeintes, und dann wird da jeder Scheiß rein interpretiert. Ich finde, Arbeitszeugnisse analysieren ist eine der nervigsten Volkssportarten, die es gibt.

Japp, wenn dann sollte man das Leuten überlassen die auch Ahnung davon haben und nicht nur irgendwas im Netz gelesen haben :zwinker:. Wie Firebird schon sagte, oft ist diese Sprache nichtmal durchgängig und damit ist auch fragwürdig inwieweit das auch als "Code" verstanden werden sollte.
Meine eigene Erfahrung damit sagt eigentlich auch nur dass das Fehlen einiger Punkte viel wichtiger/aussagekräftiger ist als die Formulierung. Bisher war ich allerdings nur "lesend" und ohne ernsthaftes Mitspracherecht (klar wurde nach meiner Meinung zum Bewerber gefragt, aber die hatte nur geringen Einfluss) damit beschäftigt und natürlich im Meisterkurs.
 

Benutzer38570 

Planet-Liebe Berühmtheit
Liegt aber vermutlich an dem Irrglauben vieler Menschen das ein Zeugnis immer gut sein muss, oder ?

Ja, das ist richtig, da dieser Irrglaube auch immer wieder von den Medien oder irgendwelchen selbsternannten "Experten" hofiert wird.

Sehr viele Arbeitszeugnisse werden heute ohnehin erstritten, von daher geben viele da auch nicht mehr viel auf deren Inhalte. Wobei man sowas inzwischen auch erkennen kann. Mir persönlich ist es dennoch wichtig, da die Realität wiederzuspiegeln. Und wenn ein Mitarbeiter in meinen Augen schlechte Arbeit geleistet hat, dann bekommt er auch ein schlechtes Zeugnis. Und das ist auch nicht weiter problematisch, sofern man die Minderleistungen dokumentiert hat und somit nachweisen kann. In solchen Fällen habe ich ehrlich sogar die wenigsten Probleme mit dem Arbeitsgericht.

Wie TopBoy auch schon geschrieben hat: Das Zeugnis ist nur eine Hälfte, die Rücksprache mit vorherigen Arbeitgebern oder anderen Informationsquellen die andere...
 
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